Sie sind auf Seite 1von 36

Institut fü r Hochfrequenztechnik Prof. Dr.-Ing. habil. F. Landstorfer

Institut f ü r Hochfrequenztechnik Prof. Dr.-Ing. habil. F. Landstorfer

HP Advanced Design System Betreuerumdruck

(HF-Fachpraktikumsversuch Nr. 8)

HP Advanced Design System

Seite 2

1 Vorbereitungsaufgaben:

 

3

1.1 Vorbereitungsaufgabe

1:

3

1.2 Vorbereitungsaufgabe

2:

4

1.3 Vorbereitungsaufgabe

3:

6

1.4 Vorbereitungsaufgabe

4:

6

1.5 Vorbereitungsaufgabe

5:

6

1.6 Vorbereitungsaufgabe

6:

7

1.7 Vorbereitungsaufgabe

7:

7

1.8 Vorbereitungsaufgabe

8:

7

1.9 Vorbereitungsaufgabe

9:

8

1.10 Vorbereitungsaufgabe 10:

 

8

1.11 Vorbereitungsaufgabe 11:

9

1.12 Vorbereitungsaufgabe 12:

9

1.13 Vorbereitungsaufgabe 13:

10

1.14 Vorbereitungsaufgabe 14:

10

2 Grundlagen ADS:

11

2.1 Starten von ADS

11

2.2 Analysearten

14

2.3 Optimierung

15

3 Versuchdurchfü hrung:

17

3.1 Versuchsaufgabe

1:

17

3.2 Versuchsaufgabe

2:

18

3.3 Versuchsaufgabe

3

19

3.4 Versuchsaufgabe

4:

22

3.5 Versuchsaufgabe

5:

27

3.6 Versuchsaufgabe

6:

30

3.7 Versuchsaufgabe

7:

31

3.8 Versuchsaufgabe

8:

36

2

HP Advanced Design System

Seite 3

1 Vorbereitungsaufgaben:

1.1 Vorbereitungsaufgabe 1:

Berechnen Sie die Werte fü r L und C bei einer Grenzfrequenz von

Lö sung:

Gegeben: n=2, R i =50 W , R L =50 W

f

g

=

10 MHz.

Nach (4.2) gilt fü r zwei Energiespeicher (n=2):

g

g

1

=

2sin(

(2 - 1) p p ) = 2sin = 2 2 2 4
(2
- 1) p
p
)
=
2sin
=
2
2
2
4

2 2sin(

=

(2

2

-

1)

p

2

2

)

=

2sin

3 p = 2
3
p
=
2

4

nach (4.4):

g R w X = 1 L = w L s s 1 w g
g R w
X
=
1
L
= w
L
s
s
1 w
g
2
50
W
fi L
=
s

=

1,13 m H

 

2

p

10 MHz

 

g

R

2

L

w

w

=

w

C

p

 
2
2

=

 

50

W

2

p

10 MHz

nach (4.3):

B

p 2

=

C

p

= 450

pF

3

HP Advanced Design System

Seite 4

1.2 Vorbereitungsaufgabe 2:

Berechnen und skizzieren Sie den Betrag des zu erwartenden Transmissionsfaktors S 21 . Beachten Sie, dass eine Spannung U im Netzwerk immer eine Ü berlagerung von hin- und rü cklaufender Welle ist. Zeigen Sie außerdem, dass fü r die Grenzfrequenz die Leistung um 3dB gedämpft wird.

r die Grenzfrequenz die Leistung um 3dB ged ä mpft wird. L ö sung: U U

Lö sung:

U U wie aus HFII bekannt gilt: S = r 2 = 2 ( S
U
U
wie aus HFII bekannt gilt:
S
=
r
2
=
2
(
S
+
1)
21
11
U
U
h
1
1
U
h 2
Z
-
Z
L
fü r S 11 gilt:
S
=
r
=
mit Z L =R
11
1
Z
+
Z
L
1
R
und
Z
=
j
w
L
+
=
j
w
L
+
1
1 +
j
w
RC
+
j
w
C
R
1
R
U
U
1
+ j
w
C
1 + j
w
RC
fü r
2
gilt
OUT
=
R
=
U
U
1
Z
1
IN
j
w
L +
1
+ j
w
C
R
2
R
2
L
außerdem gilt aus w
=
=
somit
RC =
g L
RC
R
eingesetzt in S 21 liefert:
R
Ê
Z
-
R ˆ
R
Ê
2 Z
2
1 + j
w
RC
S
=
1
+
=
=
˜
Á
ˆ ˜ =
21
Z
Ë Á
Z
+ R
¯
(
1 + j
w
RC
)
Z
Z
+
R
Ê
L
ˆ
Ë
¯
2
2 +
j
w
+
RC
-
w
LC
Á Ë
R
¯ ˜
E555555F

4

2 L

R

HP Advanced Design System

Seite 5

=

 

W =

w

mit

L 2 =
L
2
=

und

LC =

 

w

R

w

w

 

g

g

 

2

1

 

=

2

+

j w

2

2
2

-

2

2 2 w 1 + j 2 W - W
2
2
w
1
+
j
2
W
- W
 
 

w

w

2

 

g

g

 

S

21

=

1

in dB

 

S

21

dB

=

20lg

Ê

Á

 

1 + W

4

Ë

21 dB = 20lg Ê Á   1 + W 4 Ë 2 2 g Normierung:

2

2

g

Normierung:

S

21

1 ˆ

˜

4 1 + W
4
1 + W

¯

und somit

= -

damit Dämpfung bei Grenzfrequenz

S

21

(1) 3

dB

= -

dB

q.e.d

10lg(1

+ W

4 )

Skizze:

Fü r

w

? w

g

Æ

W

Fü r

w

= w

g

Æ

W

Fü r

w = w

g

Æ

W

 

10

0

 

-10

 

-20

-30

-40

 
    -50
 

-50

-60

 

-70

-80

-90

 

-100

-110

-120

?

=

=

1

1 :

1

:

:

S

21

dB

dB

dB

S

21

S

21

= -

= 0

40lg

W

d.h. linear abfallender Betrag mit -40dB/Dekade.

= - dB d.h. Leistung wird um 3dB gedämpft.

3

0,01 0,1 1 10 100 1000
0,01
0,1
1
10
100
1000

W

5

HP Advanced Design System

Seite 6

1.3 Vorbereitungsaufgabe 3:

Advanced Design System Seite 6 1.3 Vorbereitungsaufgabe 3: Zeichnen Sie das DC-Ersatzschaltbild der Verst ä

Zeichnen Sie das DC-Ersatzschaltbild der Verstärkerschaltung. Der Transistor soll als Schaltzeichen und nicht als Ersatzschaltbild gezeichnet werden.

Lö sung:

C Æ Leerlauf (open circuit) L Æ Kurzschluss (short circuit)

1.4 Vorbereitungsaufgabe 4:

T U DC1 U DC2 -0,25V 2V Bild 4: DC-Ersatzschaltbild
T
U DC1
U DC2
-0,25V
2V
Bild 4: DC-Ersatzschaltbild

Zeichnen Sie das AC-Kleinsignal-Ersatzschaltbild der Verstärkerschaltung fü r beliebige Frequenzen. Der Transistor soll als Schaltzeichen gezeichnet werden. Der Arbeitspunkt ist so eingestellt, dass der Transistor im Sättigungsbereich arbeitet

Lö sung:

DC-Spannungsquelle Æ Kurzschluss DC-Stromquelle Æ Leerlauf

1.5 Vorbereitungsaufgabe 5:

DC-Stromquelle Æ Leerlauf 1.5 Vorbereitungsaufgabe 5: Welchen Sinn haben die Induktivit ä ten

Welchen Sinn haben die Induktivitäten

Gleichspannungsquellen direkt am Transistor angeschlossen wären?

L

1

und L ?

2

Was

wü rde

Lö sung:

passieren,

wenn

die

Durch die Induktivitäten L 1 und L 2 wird verhindert, dass die Wechselspannung der Signalquelle in die Gleichstromquellen der Versorgungsspannung eingekoppelt wird.

6

HP Advanced Design System

Seite 7

1.6 Vorbereitungsaufgabe 6:

Welchem Zweck dienen die Kapazitäten wäre.

Lö sung:

C

K1

und C

K 2

? Stellen Sie sich dazu vor, dass

R null

i

Die Kapazität C K1 trennt die Versorgungs-Gleichspannung von der Signal Wechselstromquelle ab. Durch die Kapazität C K2 wird der Gleichanteil im verstärkten Signal herausgefiltert. Außerdem wird durch die Kondensatoren ein DC-Kurzschluss verhindert, der sonst bei kurzgeschlossenen Eingangs- oder Ausgangsklemmen (z.B. bei R i =0) auftreten wü rde.

1.7 Vorbereitungsaufgabe 7:

Zeichnen Sie das Kleinsignal-Ersatzschaltbild des Verstärkers aus. Nehmen Sie an, dass die Koppelelemente und HF-Blocker ideal seien. Der Transistor soll nun durch sein

Ersatzschaltbild berü cksichtigt werden, wobei Lö sung:

C GD

vernachlässigt werden darf.

wobei L ö sung: C GD vernachl ä ssigt werden darf. 1.8 Vorbereitungsaufgabe 8: Durch eine

1.8 Vorbereitungsaufgabe 8:

Durch eine zusätzliche Induktivität am Ein- und Ausgang wird der Eingangs- bzw. Ausgangswiderstand bei einer Frequenz rein reell. Wie mü ssen diese beiden Spulen eingebaut werden? Wie berechnen sich die Werte dieser Induktivitäten, wenn der Eingangs- und

Ausgangswiderstand bei der Frequenz

f

0

reell sein soll?

Lö sung:

bei der Frequenz f 0 reell sein soll? L ö sung: An Eingang und Ausgang wird

An Eingang und Ausgang wird durch die Spulen L 1 und L 2 jeweils ein Parallelschwingkreis aufgebaut, womit sich bei Resonanz ein unendlicher Blindwiderstand ergibt. Dadurch wird sowohl die Spannung u GS als auch die Spannung an R L maximal.

7

HP Advanced Design System

Seite 8

L

1

L

2

=

=

1

4

p

2

2

f

0

1

C

GS

4

p

2

2

f

0

C

DS

Zusammenfassend sind also bei Resonanz Eingangs- und Ausgangsimpedanz reell. Ein weiterer Vorteil dieser Schaltung ist, dass die in Vorbereitungsaufgabe 4 eingezeichneten AC-Block-Spulen fü r die Schwingkreise mitgenutzt werden kö nnen, also keine zusätzlichen Bauteile integriert werden mü ssen.

1.9 Vorbereitungsaufgabe 9:

Wie lauten der Eingangsreflektionsfaktor

Verstärkers in Termen der S-Parameter? Beachten Sie, dass der Verstärker durch

Vernachlässigung von

(diese Nährung wird als unilaterales Design bezeichnet.) Schauen Sie sich dazu die Gleichungen (5.9) und (5.10) an.

als rü ckwirkungsfreier Vierpol ( S = ) betrachtet werden kann

des

r

1

und der Ausgangsreflektionsfaktor

12

0

r

2

C

GD

Lö sung:

Mit den Formeln (5.9) und (5.10) und S 12 =0 ergibt sich:

r 1 = S

r

2

= S

1.10 Vorbereitungsaufgabe 10:

Durch welches einfache, aus einer Induktivität und einer Kapazität bestehende Ersatzschaltbild, lässt sich der Radial Stub beschreiben? Zeichnen Sie das Ersatzschaltbild.

Lö sung:

Gegebene Eigenschaften:

11

22

Ersatzschaltbild. L ö sung: Gegebene Eigenschaften: 11 22 Ø Realteil der Eingangsimpedanz ist immer null Ø

Ø Realteil der Eingangsimpedanz ist immer null

Ø Fü r kleine w ist die Eingangsimpedanz negativ imaginär

Ø Fü r große w ist die Eingangsimpedanz positiv imaginär

ESB muss ein Serienschwingkreis sein

ä r Ø F ü r gro ß e w ist die Eingangsimpedanz positiv imagin ä

8

ä r Ø F ü r gro ß e w ist die Eingangsimpedanz positiv imagin ä

HP Advanced Design System

Seite 9

1.11 Vorbereitungsaufgabe 11:

Welche Eingangsimpedanz zeigt der Radial Stub im Frequenzbereich 4,2 - 5,2 GHz? (qualitativ)

Lö sung:

Aus

Abb.

Folgt

das

fü r

die

Eingangsimpedanz

 

im

Frequenzbereich

4,2-5,2

GHz

ungefähr gilt:

Z

stub

ª 0

.

4,2-5,2 GHz ungef ä hr gilt: Z stub ª 0 . 1.12 Vorbereitungsaufgabe 12: Durch ein

1.12 Vorbereitungsaufgabe 12:

Durch ein Leitungsstü ck mit der Länge L wird die Eingangsimpedanz des Radial Stubs

in die Eingangsimpedanz

Eingangsimpedanz

dadurch das Ersatzschaltbild des Radial Stubs aus Vorbereitungsaufgabe 11? Zeichnen Sie das veränderte ESB.

Z stub

Z in

transformiert. Bei welcher Länge L wird die

Z in

fü r eine bestimmte Frequenz mö glichst groß? Wie verändert sich

Frequenz m ö glichst gro ß ? Wie ver ä ndert sich L ö sung: Mit

Lö sung:

Mit einer l/4-Leitung wird von Z stub =0 (Kurzschluss) in Z in =µ (Leerlauf) transformiert. Der Serienschwingkreis aus Frage 10/11 wird in einen Parallelschwingkreis transformiert.

9

= µ (Leerlauf) transformiert. Der Serienschwingkreis aus Frage 10/11 wird in einen Parallelschwingkreis transformiert. 9

HP Advanced Design System

Seite 10

1.13 Vorbereitungsaufgabe 13:

Welche Frequenzen enthält das Spektrum am Ausgang des Verstärkers? Setzen Sie dazu Gleichung (5.16) in Gleichung (5.15) ein. Berechnen Sie die Frequenzen mit den angegebenen Werten fü r w und w .

1

2

Lö sung:

u

in

=

A

(sin(

w

1

t

)

+

sin(

w

2

t

))

eingesetzt in

u

out

ª a

0

+ a u

1

in

+ a

2

u

2

in

+ a

3

u

3

in

.

u OUT

=

a

0

+

a

2

A

2

È

9

3

˘

˚ ˙

sin

)

(

w

1

1

t

)

+

2

È

Î Í

a A

1

(

+

9

4

a A

3

)

3

˘

˚ ˙

3

cos

a A

3

a A

3

+

w

(

sin (2

w

3

(

sin (2

w

1

+

a A

Í Î

1

2

1

4

1

+

4

a A

3

2

(

cos 2

-

a

2 A

w

1

t

-

2

a

2

A

cos 2

w

)

w

1

-

a 3

A

3

sin

2 A

a

+ a

-

+

3

4

3

4

2

cos

3

(

(

w

(

(

w

2

1

-

t

-

1

+

)

4

t

)

a A

3

-

a

)

2

A

2

3

(

3

3

sin

a

3

3

A

A

sin (2

w

3 sin

(2 w

1

2

-

w

w

2

1

)

)

t

t

)

+

-

4

3

4

(

w

(

3

2

(

2

t

t

w

)

2

sin

(

)

1

2

t

)

-

w

+w

w

2

1

2

)

)

t

t

t

)

)

)

Frequenz in GHz

0

4,695

4,705

9,390

9,410

14,085

14,115

0,010

9,400

14,095

14,685

4,715

14,105

1.14 Vorbereitungsaufgabe 14:

Warum ist der Term

entstehende Frequenzspektrum.

a

3

u

3 als besonders kritisch zu bewerten? Denken Sie dabei an das

in

Lö sung:

Der Term a u

3

3

in

produziert Spektralanteile, die sehr nah am Nutzsignal liegen und somit

nicht weggefiltert werden kö nnen.

10

HP Advanced Design System

Seite 11

2 Grundlagen ADS:

2.1 Starten von ADS

ADS wird unter dem Betriebssystem Windows NT betrieben. Nach Eingabe des Benutzernamens kann das Programm ü ber Start-Programme HP ADS Advanced Design System gestartet werden. Auf dem Bildschirm erscheint das Hauptprogramm von ADS. Von

dort aus kö nnen Projekte erstellt und bearbeitet werden. Im Projekt sind immer enthalten:

1.)

eine oder mehrere Schematic-Fenster, die Schaltung und Layout enthalten,

2.)

eine oder mehrere Data-Datei(en), in die die Simulationsdaten geschrieben werden

3.)

eine oder mehrere Display- Fenster, in denen die Daten graphisch angezeigt werden.

Schaltungen. Den einzelnen Schaltungen werden Symbole zugeordnet, die in anderen Schaltungen verwendet werden kö nnen.

Neues Projekt in ADS:

Nach dem Start des Programms ist man im Hauptfenster, in dem man ein neues Projekt starten kann, indem man im Menü File New Project auswählt und einen neuen Namen fü r das Projekt angibt.

man im Men ü File – New Project ausw ä hlt und einen neuen Namen f

Hauptfenster ADS

11

HP Advanced Design System

Seite 12

Schematic/Layout-Fenster

Vom Hauptprogramm aus kann man im Menü ü ber Window New Schematic ein neues Schematic-Fenster aufrufen, in dem die Schaltung eingegeben wird. In dieser Ansicht kö nnen Bauteile und Verbindungen wie auf einem Schaltplan eingegeben werden. Außerdem werden hier auch die Simulations- und Optimierungsbefehle eingegeben und dann von dort gestartet.

Zur Eingabe einer Schaltung nimmt man die Bauteile am linken Bildrand und platziert sie rechts. Die wichtigsten Symbole sind:

Verschieben von mehreren Bauteilen

wichtigsten Symbole sind: Verschieben von mehreren Bauteilen , neben den Zoomfunktionen das Symbol f ü r

, neben den Zoomfunktionen das Symbol fü r die

Seitenü bersicht

Zoomfunktionen das Symbol f ü r die Seiten ü bersicht , Erde einf ü gen ,

, Erde einfü gen

Symbol f ü r die Seiten ü bersicht , Erde einf ü gen , leitende Verbindung

, leitende Verbindung einfü gen

, Erde einf ü gen , leitende Verbindung einf ü gen , Simulation starten (auch mit

, Simulation

starten

gen , leitende Verbindung einf ü gen , Simulation starten (auch mit F7), deaktivieren und aktivieren

(auch mit F7), deaktivieren

ü gen , Simulation starten (auch mit F7), deaktivieren und aktivieren von Schaltungselementen. Schematic-Fenster

und aktivieren

starten (auch mit F7), deaktivieren und aktivieren von Schaltungselementen. Schematic-Fenster (Beispiel

von Schaltungselementen.

(auch mit F7), deaktivieren und aktivieren von Schaltungselementen. Schematic-Fenster (Beispiel Butterworth-Tiefpass) 12

Schematic-Fenster (Beispiel Butterworth-Tiefpass)

12

HP Advanced Design System

Seite 13

Das Schematic-Fenster ist eine Darstellungsform der Schaltung, eine andere ist das Layout.

Wenn die Schaltung fertig ist, kann auf die Layout-Ansicht umgeschaltet werden, in der man

die Leiterbahnen auf der Platine sieht und bearbeiten kann. Da diese beiden Ansichten der

Schaltung so eng verbunden sind, werden sie in der gleichen Datei im Unterverzeichnis

Networks gespeichert.

Data-Datei

Diese Datei ist die Ausgabe der Simulation, kann aber in der Programmumgebung nicht

geö ffnet werden. Die Anzeige der Simulationsergebnisse geschieht grafisch im Display-

Fenster.

Display-Fenster

Hier werden die Ausgabediagramme erstellt. In der Symbolleiste am linken Rand kann die Art des Diagramms ausgewählt werden (z.B. Smith-Diagramm.) Nachdem man das Diagramm im Fenster platziert hat, kann man aus bestehenden Datasets Ausgabevariablen

auswählen. Wenn mö glich, fragt das Programm noch, wie die Darstellung erfolgen soll (in

dB, linear,

).

ausw ä hlen. Wenn m ö glich, fragt das Programm noch, wie die Darstellung erfolgen soll

13

HP Advanced Design System

Seite 14

2.2 Analysearten

ADS ermö glicht die Anwendung vieler Simulationsarten zur Analyse von Schaltungen. In diesem Versuch werden jedoch nicht alle benö tigt. Die in diesen Versuch verwendeten Analysearten werden hier vorgestellt.

In ADS kö nnen auf eine Schaltung mehrere Analysearten angewandt werden. Die verschiedenen Analysearten werden einfach neben die Schaltung im Schematic-Fenster gesetzt. Allerdings darf zu Beginn der Simulation nur eine davon aktiv sein, alle anderen mü ssen durchgestrichensein.

DC-Analyse

Die DC-Analyse wird in diesem Versuch eigentlich nicht explizit benö tigt. Sie sei hier

dennoch erwähnt, da eine DC-Analyse von ADS immer automatisch vor einer AC-Analyse

(bzw. S-Parameter-Analyse) durchgefü hrt wird, um die Arbeitspunkte von nichtlinearen

Elementen zu bestimmen. Dies erfolgt fü r den Benutzer unsichtbar.

Wenn man selbst eine DC-Analyse durchfü hren mö chte, ist es erforderlich, das Element DC-Simulationin der Bauteilliste Simulation-DC DC einzufü gen. Außerdem wird man noch DC-Quellen benö tigen, die man neben den meisten anderen unter Sources-Freq Domain findet.

AC-Analyse

Die AC-Analyse wird in diesem Versuch am häufigsten verwendet, wenn auch in einer etwas veränderten Form. Sie ist zu erreichen in der Bauteilliste Simulation-AC AC.

S-Parameter-Analyse

Die S-Parameter-Analyse ist im Prinzip eine AC-Analyse. Bei dieser Analyse werden die Ein- und Ausgänge als Ports betrachtet und die S-Parameter des so entstandenen n-Ports berechnet. Um diese Analyse durchzufü hren, ist ein zusätzliches Element notwendig, das die Ports in der Schaltung definiert. Dieses ist zu erreichen in der Bauteilliste Simulation-S_Param unter Term. Daneben braucht man auch die Simulationsanweisung, die man unter SP findet.

Harmonic Balance

In diesem Versuch wird eine Art der Hamonic-Balance-Methode verwendet, um die Intermodulations-Verzerrungen einer Verstärkerschaltung zu bestimmen. Dazu werden zwei nahe beieinander liegende Frequenzen in die Schaltung eingespeist und die sog. Intermodulationsprodukte 3. Ordnung am Ausgang bestimmt. Nichtlineare Eigenschaften von Verstärkern werden in Kapitel Fehler! Verweisquelle konnte nicht gefunden werden. behandelt. Fü r die Harmonic-Balance-Analyse muss die Anzahl der zu berechnenden harmonischen Verzerrungen angegeben werden. Die Harmonic-Balance-Analyse ist zu erreichen unter Simulation-HB HB. Auch hier ist ein Abschluss mit einem Term nö tig, wie auch bei der S-Parameter-Analyse.

14

HP Advanced Design System

Seite 15

2.3 Optimierung

Die Optimierung ist in der Schaltungsentwicklung immer der letzte Schritt. Ziel der Optimierung ist es, in einer Schaltung bestimmte Parameter so zu verändern, dass die Schaltung den an sie gestellten Anforderungen genü gt. So kann eine Schaltung bezü glich des Verstärkungsfaktors in einem bestimmten Frequenzbereich, des Einhaltens einer bestimmten Rauschzahl oder beider Anforderungen optimiert werden. Das Programm benö tigt Informationen, welche Eigenschaften optimiert werden sollen. In ADS geschieht dies mit der Angabe von GOALs (Zielen.) Man kann beliebig viele GOALs angeben, wodurch natü rlich der Aufwand der Optimierung und damit die Zeitdauer ansteigt. Zusätzlich hat der Benutzer noch die Auswahl zwischen unterschiedlichen Optimierungsmethoden, welche die mathematische Behandlung festlegen. Ferner muss angegeben werden, welche Schaltungsparameter das Programm ändern soll und in welchem Bereich die Parameter zu variieren sind. Hier ist darauf zu achten, dass bestimmte Schaltungselemente nur diskrete Werte annehmen kö nnen (z.B. Kondensatoren als diskrete Schaltungselemente), während andere nur kontinuierliche Werte annehmen kö nnen (z.B. Leitungslängen.) Die Optimierung ist ein leistungsfähiges Werkzeug fü r den Schaltungs-Entwickler, wenn sie richtig angewendet wird. Es ist notwendig, dass der Designer sinnvolle Vorgaben fü r die Optimierung macht (z.B. bei welchen Parametern macht es ü berhaupt Sinn, diese zu ändern? Hat die Ä nderung Einfluss auf das Optimierungsziel, usw.). Es kann vorkommen, dass eine Optimierung per Hand'' schneller und effektiver ist, als eine Optimierung vom Programm ausfü hren zu lassen. Vor allem kann die Optimierung nur Bauteilwerte ändern, fü r die optimale Schaltungsstruktur ist der Entwickler selbst verantwortlich. Im Folgenden werden die zwei wichtigsten Optimierungsarten kurz erläutert:

Zufalls-Methode: Die Zufalls-Methode (Random Method) variiert die Schaltungsparameter in einem großen Bereich und dient zum Auffinden des Bereichs mit dem globalen Minimum der Fehlerfunktion. Diese Optimierungsart wird oft gewählt, wenn Ist-Werte von den Soll- Werten stark abweichen.

Gradienten-Methode: Die Gradienten-Methode berechnet den Gradienten der Fehlerfunktion und versucht das lokale Minimum durch Veränderung der Schaltungsparameter zu finden. Wie aus der Mathematik bekannt, ist ein lokales Minimum nicht immer auch gleichzeitig das globale. Deshalb wird diese Methode vor allem dann angewendet, wenn die Ist-Werte von den Soll-Werten nur noch geringfü gig abweichen.

15

HP Advanced Design System

Seite 16

Bedienung/benö tigte Elemente:

Optim: Zu erreichen bei den Bauteilen unter Optim/Stat/Yield. Einzugebende Werte:

- max. Iterations: 10 (Gradient) oder 100 (Random) sind empfehlenswert,

- Goal Name: hier werden die unten definierten Optimierungsziele ausgewählt.

Goals: Dies sind die Ziele der Optimierung. Einzugebende Werte:

- Expr=dB(S(2,1))(z.B.), wobei auf Klammern und Anfü hrungszeichen zu achten ist.

- SimInstanceName: Der Name der eigentlichen Simulationsanweisung, bei S-Parametern

meist SP1.

- Min/Max: Welche Grenzen sind fü r die Schaltung optimal.

- Weight: es kann eine Gewichtung eingegeben werden, welche Ziele auf jeden Fall erreicht

werden mü ssen, z.B. ist bei einem Verstärker die Verstärkung wichtiger, als die

Leistungsanpassung.

- RangeVar[1]=freq(z.B.): hier wird die Variable eingetragen, die sich bei der Simulation

ändert (hier die Frequenz.)

- RangeMin/Max: Hier wird eingetragen, in welchem Bereich die obige Bedingung gü ltig

sein soll.

Gesamt heißt das also, dass der Wert Exprim Frequenzbereich von RangeMinbis RangeMaxzwischen Minund Maxliegen soll.

16

HP Advanced Design System

Seite 17

3 Versuchdurchführung:

3.1 Versuchsaufgabe 1:

Es soll nun S 21 des Filters mit ADS berechnet werden, indem eine S-Parameter-Analyse durchgefü hrt wird. zeigt das in ADS einzugebende Netzwerk. Erstellen Sie die fü r eine Schaltungsanalyse notwendige Umgebung in ADS. Gehen Sie dabei folgendermaßen vor:

Wenn es nicht automatisch geö ffnet wird, ö ffnen Sie ein neues Schematic-Fenster mit

Ö ffnen Sie ein neues Projekt

.
.

Fü gen Sie die Schaltungselemente nach Abbildung 3.2 ein.

F ü gen Sie die Schaltungselemente nach Abbildung 3.2 ein. L und C aus Bauteileliste Lumped

L und C aus Bauteileliste Lumped Components,

Term 1 und 2 aus Bauteileliste Simulation S-Parameters einfü gen.

Geben Sie die Zahlenwerte aus der Vorbereitungsaufgabe 1 ein.

L=1,125µH; C=450pF; f=1100MHz; Step 1MHz

Geben Sie den Frequenzbereich von 1 bis 100 MHz mit Step 1MHz ein.

Starten Sie die Simulation

Starten Sie die Simulation

17

HP Advanced Design System

Seite 18

3.2 Versuchsaufgabe 2:

Auswertung des Simulationsergebnisses:

Versuchsaufgabe 2: Auswertung des Simulationsergebnisses: . F ü gen Sie ein rechteckiges Diagramm ein, in welches

. Fü gen Sie ein rechteckiges Diagramm ein, in welches Sie S 21 in dB eintragen. Setzen Sie einen Marker (Marker New) auf die Grenzfrequenz von 10 MHz. Vergleichen Sie das Simulationsergebnis mit der Vorbereitung.

Starten Sie das Data Display mit

Resultat: Simulationsergebnis entspricht den Erwartungen.

Resultat: Simulationsergebnis entspricht den Erwartungen. Besprechung: Dieser Verlauf entspricht den Ergebnissen der

Besprechung:

Dieser Verlauf entspricht den Ergebnissen der Vorbereitungsaufgabe, was nicht weiter erstaunt, da ideale Bauelemente angenommen und auch simuliert wurden (keine parasitären Effekte). Die sehr kleine Abweichung von 0,007dB vom Idealwert (3dB) bei der Grenzfrequenz (m1) ist ein Effekt der Rundung der Bauelementwerte.

18

HP Advanced Design System

Seite 19

3.3 Versuchsaufgabe 3

Aus dem Datenblatt kann fü r S 22 bei 4.7 GHz etwa 0,26 e

Teil des Versuchs wird dieser S-Parameter durch folgende Schaltung näherungsweise beschrieben:

-

j 88

abgelesen werden. Fü r diesen

beschrieben: - j 88 abgelesen werden. F ü r diesen Abbildung 0.1: Ersatzschaltbild f ü r

Abbildung 0.1: Ersatzschaltbild für die Ausgangsimpedanz

In dieser Versuchsaufgabe soll nun eine Anpassschaltung so entworfen werden, dass die Ausgangsimpedanz reell wird (vgl. Vorbereitungsaufgabe 8.) Zuerst soll die obige Schaltung eingegeben werden und durch das Blindelement aus Vorbereitungsaufgabe 8 ergänzt werden, fü r das noch der Wert bei 4.7 GHz zu berechnen ist. Dann soll die Schaltung im Frequenzbereich von 3 bis 6 GHz simuliert, S 11 ausgegeben und das Ergebnis diskutiert werden. Hinweis: die S-Parameter-Analyse ist zu finden in der Bauteilliste Simulation-S_Param SP, der Port in der gleichen Liste unter Term.

Hier gibt es 2 Mö glichkeiten:

gleichen Liste unter Term. Hier gibt es 2 M ö glichkeiten: 19 Schaltung 1: F ü

19

Schaltung 1:

Fü r L 1 gilt nach Schwingungsformel:

L

1

1

=

4 p

2

2

f C

1

= 3,58

nH

HP Advanced Design System

Seite 20

HP Advanced Design System Seite 20 Resultat: Schaltung 1 : Schaltung 2: L 2 kann nicht

Resultat:

Schaltung 1 :

Schaltung 2:

L 2 kann nicht nach der Schwingungsformel berechnet werden. Sondern:

Z =

 

R

 

R

=

(1

-

j

w

RC

)

1

+

w

j

RC

1

2

+

w

2

2

R C

2

{

Im Z

}

= -

2

w R C

2

2

R C

2

1 + w w R C

1 + w

2

2

R C

2

=

{

Im 50

W+ j

w

 

2

R C

 

L

=

 

= 827,8

pH

 

1 + w

2

2

R C

2

}

L

W+ j w   2 R C   fi L =   = 827,8 pH  

20

HP Advanced Design System

Seite 21

Schaltung 2:

HP Advanced Design System Seite 21 Schaltung 2: Besprechung: Allgemein ist zu erkennen, dass die Kompensation

Besprechung:

Allgemein ist zu erkennen, dass die Kompensation mit Serieninduktivität eine Impedanz liefert, deren Realteil leicht unterhalb von 50(Anpasspunkt) liegt, während bei Kompensation mit Parallelinduktivität eine Impedanz mit leicht grö ßerem Realteil erkennbar ist. Bei beiden Kompensationen kann eine rein reelle Impedanz erreicht werden. In der Praxis mü ssen diskrete Spulen sehr klein sein, was dann aber dazu fü hrt, dass die parasitären Kapazitäten zunehmen, was wiederum zur Folge hat, dass aus der Spule ein Parallelschwingkreis wird und somit die Spule als Sperrkreis wirkt. Deshalb sollten Leitungsschaltungen verwendet werden, da diese Effekte dort nicht auftreten. Als Nachteil ist jedoch anzumerken, dass Leitungsschaltungen einen deutlich hö heren Platzbedarf haben, was in machen Applikationen ein Problem darstellen kö nnte.

21

HP Advanced Design System

Seite 22

3.4 Versuchsaufgabe 4:

Fü r hohe Frequenzen wird der Einsatz von konzentrierten Bauelementen problematisch, da

die Abmessungen klein gegenü ber der Wellenlänge sein mü ssen. Deshalb werden meist

Kapazitäten und Induktivitäten mit Hilfe von Leitungsschaltungen realisiert. Die verwendeten

Leitungen sind in der Bauteilliste TLines-Microstrip unter MLOC, MLIN oder MCROSS zu

finden.

Ganz wichtig ist die Angabe der Leiterplatte MSUB, die großen Einfluss hat. Geben Sie nun die folgende Schaltung ein:

en Einfluss hat. Geben Sie nun die folgende Schaltung ein: Abbildung 0.2: zu Versuchsaufgabe 4 Hier

Abbildung 0.2: zu Versuchsaufgabe 4

Hier ist zu erkennen, dass einige Schaltungsparameter nicht als Zahlenwert, sondern als Variable angegeben werden. Dazu ist noch die Anmeldungerforderlich:

werden. Dazu ist noch die „ Anmeldung “ erforderlich: wird die Verwendung von Variablen erm ö

wird die Verwendung von Variablen ermö glicht. Mit einem

Mit dem Button

Doppelklick auf VAR kann man komfortabel Variablen anmelden. Als erstes muss der Variablenname eingegeben werden, dann auf Addgeklickt werden. Im Menü „Optimization/Statistics Setupmuss eingestellt werden, ob und in welchen Grenzen die Variable zur Optimierung verändert werden darf (optimization status enabled.) Außerdem muss noch der Startwert (nominal value) eingegeben werden.

22

HP Advanced Design System

Seite 23

Hier sollen folgende Variablen angemeldet werden:

l1=

3 mmoptimierbar von 0.1 mm bis 10 mm

l2=

3 mmoptimierbar von 0.1 mm bis 10 mm

l3=

3 mmoptimierbar von 0.1 mm bis 10 mm

w1=

0.55 mm

fest

w2=

0.55 mm

optimierbar von 0.1 mm bis 3 mm

Dann soll die Schaltung im Frequenzbereich von 3 bis 6 GHz simuliert werden und S 22 betrachtet werden.

S 22 vor der Optimierung betrachten

Jetzt soll die Optimierung durchgefü hrt werden.

Zuerst wird die Umgebung eingerichtet: aus der Bauteilliste Optim/Stat/Yield wird einmal Optim und mindestens einmal Goal im Schematic-Fenster platziert. Zur Eingabe der Optimierungswerte siehe Kapitel 3.2.

Zur Eingabe der Optimierungswerte siehe Kapitel 3.2. Hier soll folgendes Ziel erreicht werden: dB(S(2,2))

Hier soll folgendes Ziel erreicht werden: dB(S(2,2)) < -15 dB von 4.2 bis 5.2 GHz.

23

HP Advanced Design System

Seite 24

Optimierungsmethode wählen:

Design System Seite 24 Optimierungsmethode w ä hlen: Nun kann die Optimierung gestartet werden. Jetzt Simulieren

Nun kann die Optimierung gestartet werden.

Jetzt Simulieren

kann die Optimierung gestartet werden. Jetzt Simulieren → Als Optimierungsmethode wird Gradient ausgew ä hlt, die

Als Optimierungsmethode wird Gradient ausgewählt, die maximalen Wiederholungen auf 10 gestellt.

Damit die optimierten Werte ü bernommen werden, muss man im Menü Simulate Update Optimization Values anklicken.

Um nun eine Simulation zu starten, muss zuerst die Nominal Optimization

deaktiviert werden

muss zuerst die „ Nominal Optimization “ deaktiviert werden , da sonst wieder die Optimierung ausgef

, da sonst wieder die Optimierung ausgefü hrt wird.

muss zuerst die „ Nominal Optimization “ deaktiviert werden , da sonst wieder die Optimierung ausgef

24

HP Advanced Design System

Seite 25

Diskutieren Sie nun das Ergebnis!

Resultat:

Seite 25 Diskutieren Sie nun das Ergebnis! Resultat: 25 Vor der Optimierung: Schlechte Anpassung im gew
Seite 25 Diskutieren Sie nun das Ergebnis! Resultat: 25 Vor der Optimierung: Schlechte Anpassung im gew

25

Vor der Optimierung:

Schlechte Anpassung im gewü nschten Bereich.

Dämpfung zu

groß.

Nach der Optimierung:

Bessere Anpassung im gewü nschten Bereich.

Dämpfung OK

HP Advanced Design System

Seite 26

Besprechung:

Bemerkungen zur Schaltung:

MLIN sind einfache Leitungen, MLOC sind kurzgeschlossene Leitungen, MCROS sorgt fü r die Kopplung zwischen den Leitungen. Länge l und Breite w der Leitungen gaben wir nicht als konkrete Werte, sondern als Variablen ein, um die Optimierungsrechnung zu ermö glichen. Fü r das Substrat (Parameterblock "MSub") gaben wir die Daten fü r Hö he (H), relative Dielektrizitätszahl (Er), relative Permeabilität (Mur), spezifische Leitfähigkeit (Cond), Entfernung zur nächsten leitenden Ebene (Hu), Metalldicke (T), Verlustwinkel (TanD) und Rauheit (Rough) an. Fü r Cond und Hu setzten wir so große Werte ein, dass diese von ADS praktisch als unendlich angesehen werden.

26

HP Advanced Design System

Seite 27

3.5 Versuchsaufgabe 5:

Fü r diesen Versuch wurde der Verstärker bereits in Bausteine zerlegt und eingegeben. Wer selbst eine Schaltung eingeben und hierarchisch zerlegen mö chte, sollte sich die ADS- Handbü cher anschauen. Fü hren Sie beim Verstärker die Simulation durch und lassen Sie sich S 11 und S 22 in Smith- Diagrammen sowie S 21 und S 12 gemeinsam in einem logarithmischen Diagramm ausgeben.

Projekt_5-8 ö ffnen

Ü berblick ü ber die Netzwerke:

Ø Spnamp: Verstärker mit Simulationsumgebung

Ø AMP: der eigentliche Verstärker

o

Interc2: gekoppelte Leitungen ersetzen Kapazitäten.

o

Bandsperre: Radial Stub ersetzt Spule.

o

Leistungsanpassung: am Ausgang des Transistors.

o

Rauschanpassung: am Eingang des Transistors.

Ø Spnamp_toi: Verstärker mit nichtlinearer Simulation

Die Schaltung spnamp ö ffnen und mit dem Button schauen. in die Unterschaltung AMP
Die Schaltung spnamp ö ffnen und mit dem Button
schauen.
in die Unterschaltung AMP

27

HP Advanced Design System

Seite 28

Kapazitäten durch Koppler ersetzt
Kapazitäten
durch Koppler
ersetzt

Mö gliche Fragen:

s

Warum am Eingang Rauschanpassung und am Ausgang Leistungsanpassung ?

ü

Am Ausgang wäre das vom Eingang verstärkte Rauschen viel grö ßer als thermisches Rauschen. Am Ausgang Leistungsanpassung, damit mö glichst viel Leistung genutzt werden kann und mö glichst wenig Leistung auf den Eingang ü berkoppeln kann (àSchwingungen), was den Transistor zerstö ren kö nnte.

s

Was bedeuten die S-Parameter?

ü

S 11 /S 22 Eingangs-/Ausgangs-(Leistungs-)Anpassung.

S 21 /S 12 Verstärkung in Vorwärts- und Rü ckwertsrichtung.

nf(2)

Rauschzahl des Verstärkers in dB.

28

HP Advanced Design System

Seite 29

Durchfü hrung der Simulation ohne Optimierung

Resultat:

Durchf ü hrung der Simulation ohne Optimierung Resultat: unerwü nscht Diskutieren Sie die Ergebnisse. S 1
unerwü nscht
unerwü nscht

Diskutieren Sie die Ergebnisse.

S 11 : unerheblich wegen Rauschanpassung S 22 : nur fü r eine Frequenz nahe am Anpassungspunkt sonst schlecht (viele Umläufe) S 12 : gut, da sehr klein S 21 : große Welligkeit im gewü nschten Bereich nf(2): ist ü ber 1,5 dB

Besonders die Transmissionskoeffizienten zeigen einen unbefriedigenden Verlauf, da z.B. S 21 von 13 dB bis 7 dB schwankt, was fü r einen Verstärker nicht tolerierbar ist, da der Verlauf im Verstärkungsbereich Idealerweise konstant sein sollte.

29

HP Advanced Design System

Seite 30

3.6 Versuchsaufgabe 6:

Da die Eingabe von Variablen und Optimierungsanweisungen bereits in Abschnitt 0 sowie in der Versuchsaufgabe 4 ausfü hrlich behandelt wurden, wird hier die vorbereitete Umgebung geladen. Vor der Optimierung muss man darauf achten, dass die Optimierung auch aktiviert ist. Starten Sie die Optimierung. Nach der Optimierung mü ssen die Ergebnisse der Optimierung in die Schaltung eingetragen werden, was mit Simulate Update Optimization Values geschieht. Jetzt soll die neue Schaltung mit der alten verglichen werden. Dazu muss erst die Simulation nochmals durchgefü hrt werden.

Vorgehen:

Simulate

spnamp ö ffnen

OPTIM aktiv setzen mit

Vorgehen: Simulate spnamp ö ffnen OPTIM aktiv setzen mit à im Berechnungsfenster beobachten wie die Fehlerfkt.

à im Berechnungsfenster beobachten wie die Fehlerfkt. kleiner wird. im Berechnungsfenster beobachten wie die Fehlerfkt. kleiner wird.

Nach der Optimierung mü ssen die Ergebnisse der Optimierung in die Schaltung eingetragen werden, was mit Simulate Update Optimization Values geschieht.

OPTIM deaktivieren mit

OPTIM deaktivieren mit

Simulate

Simulate

Resultat:

geschieht. OPTIM deaktivieren mit Simulate Resultat: 30 Anpassung von S 2 2 verbessert (weniger Uml ä

30

Anpassung von

S 22 verbessert (weniger Umläufe) S 21 deutlich gleichmäßiger

HP Advanced Design System

Seite 31

3.7 Versuchsaufgabe 7:

Ö ffnen Sie die Aufg_7 (hier: spnamp_toi). Hier ist die 2-Tor-Messung mir der Harmonic-Balance-Analyse vorbereitet.
Ö ffnen Sie die Aufg_7 (hier: spnamp_toi). Hier ist die 2-Tor-Messung mir der
Harmonic-Balance-Analyse vorbereitet. Die Signalpegel werden ü ber die Spannungen
an der Quelle eingestellt.

Starten Sie die Simulation

.
.

Entnehmen Sie dem Diagramm den Intermodulationsabstand fü r einen Eingangspegel von

-15 dBm.

Verändern Sie den Eingangspegel der Quelle.

0,1Và-15dB

1Và+5dB

0,01Và-35dB

Wie verändert sich das Ausgangsspektrum? Warum?

31

HP Advanced Design System

Seite 32

Resultat:

HP Advanced Design System Seite 32 Resultat: -15dB Intermodulationsabstand(-15dBm) = 71,863dBm – 5,347dBm = 66,516

-15dB

Intermodulationsabstand(-15dBm) = 71,863dBm 5,347dBm = 66,516 dB

32

HP Advanced Design System

Seite 33

Nun wird der Eingangspegel (gegenü ber dem Ausgangswert von -15dBm) um 20dB angehoben, so dass sich ein Eingangspegel von +5dBm ergab. Die Simulation wird erneut gestartet.

von +5dBm ergab. Die Simulation wird erneut gestartet. +5dB In der zugeh ö rigen (nachfolgenden) Auswertung

+5dB

In der zugehö rigen (nachfolgenden) Auswertung ist zu erkennen, dass die Erhö hung um 20dB nicht wie erwartet zu einer Erhö hung des Signal-Ausgangspegels um ebenfalls 20dB fü hrte: Die Ausgangsleistung steig also nicht mehr linear an. Dies ist die sog. "Ü bersteuerung/Ü berhö hung" des Verstärkers, der nun seinen nichtlinearen Bereich erreicht hat, in dem kein sinnvoller Verstärkerbetrieb mehr mö glich ist.

Auch die Ausgangsleistung der Ü berlagerungsfrequenz stieg stärker als 60dB an, wodurch sich der Intermodulationsabstand verkleinert hatte. Intermodulationsabstand(+5dBm) = 10,925dBm + 4,947dBm = 15,872 dB

33

HP Advanced Design System

Seite 34

Nun wurde der Eingangspegel um 20dB abgesenkt, so dass sich ein Eingangspegel von -35dBm ergab. Die Simulation wurde erneut gestartet.

von -35dBm ergab. Die Simulation wurde erneut gestartet. -35dB Aus der graphischen Auswertung der Simulation ist

-35dB

Aus der graphischen Auswertung der Simulation ist leicht zu erkennen, dass die Absenkung des Eingangspegels um 20dB auch eine Absenkung des Ausgangspegels um 20 dB auf -25 dBm zur Folge hatte, was der Erwartung entsprach. Der Ausgangspegel der Ü berlagerungsfrequenz sank aber drastischer ab: um ~60 dB. Dies lässt sich aber auch einfach erklären, da diese Ü berlagerungsfrequenz mit dem Parameter A3 verknü pft ist und durch Logarithmierung daraus der Faktor 3 entsteht, was wiederum den Abfall um 3·20dB = 60dB erklärt. Intermodulationsabstand(-35dBm) = 132,842dBm 25,337dBm = 107,505 dB

Fazit: Mit steigender Eingangsleistung nimmt der Intermodulationsabstand drastisch ab, wodurch ungewollte Ü berlagerungsfrequenzen in zunehmendem Maße mitverstärkt werden und deutlicher in Erscheinung treten.

34

HP Advanced Design System

Seite 35

Berechnen Sie den IP3-Punkt fü r diesen Verstärker und geben Sie den Eingangspegel an.

r diesen Verst ä rker und geben Sie den Eingangspegel an. Hierzu: Es gibt zwei wichtige

Hierzu: Es gibt zwei wichtige Kenndaten fü r einen Verstärker:

den 1dB Kompressionspunkt, an dem die tatsächliche Verstärkung 1dB unter dem theoretischen liegt, sowie den IP3-Punkt: der Schnittpunkt Fundamentalen und der 3.Harmonischen. [In der Ausarbeitung soll das Diagramm skizziert und der IP3-Punkt berechnet werden]

Resultat:

skizziert und der IP3-Punkt berechnet werden] Resultat: Aus dem Schmittpunkt der idealen Linien ergibt sich: IP3

Aus dem Schmittpunkt der idealen Linien ergibt sich:

IP3 = (15,5dBm | 25dBm) = (Eingangsl. | Ausgangsl.) Somit ist der Eingangspegel fü r den IP3-Punkt: P IN,IP3; dB = 15,5 dBm.

35

HP Advanced Design System

Seite 36

3.8 Versuchsaufgabe 8:

Ö ffnen Sie Aufg_5 und zoomen Sie in die Komponente AMP hinein.

Schalten Sie auf die Layout-Ansicht um.

Ausdrucken mit Postscript-Drucker (Querformat).

Resultat:

Ausdrucken mit Postscript-Drucker (Querformat). Resultat: Die Ma ß e dieser Schaltung sind etwa 65 mm ×

Die Maße dieser Schaltung sind etwa 65 mm × 25 mm.

36