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Sonderausgabe

Worte von Sant Kirpal Singh


1 / 2008

Weltkonferenz
zur Einheit des Menschen
1. – 10. Dezember 2007

UNITY OF MAN
Erste Auflage: 2008

Herausgeber:
UNITY OF MAN – Sant Kirpal Singh
Verein zur Verbesserung der menschlichen Beziehungen
Steinklüftstraße 34
5340 St. Gilgen – Austria / Europe
Konferenzbericht

Weltkonferenz zur Einheit des Menschen

1. – 10. Dezember 2007


Weltkonferenz zur Einheit des Menschen
1. – 10. Dezember 2007

Im Dezember 2007 wurde das 25jährige Jubiläum von Kirpal Sagar mit der „Weltkon-
ferenz zur Einheit des Menschen” gefeiert, anlässlich des 75. Geburtstags von Dr. Har-
bhajan Singh, dem Erbauer des Projekts.

Der 10. Dezember, sein Geburtstag, war der Einweihung der Symbole der Einheit gewid-
met. Diese sind Modelle typischer Gotteshäuser, die nebeneinander auf dem Dach des
zentralen Gebäudes in Kirpal Sagar stehen: Gurdawara, Tempel, Moschee und Kirche.
Jedes von ihnen symbolisiert den menschlichen Körper, der in den Schriften als der
„wahre Tempel Gottes“ bezeichnet wird. Ebenso erinnern sie daran, dass Gott den Men-
schen schuf, und der Mensch die Religionen.

Der folgende Konferenzbericht beschreibt das Ereignis, das Menschen aus der ganzen
Welt zusammenführte, die sich für eine friedliche Zukunft auf der Grundlage spirituel-
ler und ethischer Werte einsetzen. Die Weltkonferenz war von einem farbenprächtigen
Programm umrahmt und hatte entsprechend der einzelnen Aspekte des Projekts Kirpal
Sagar verschiedene Schwerpunkte:

Im Hinblick auf die spirituelle Grundlage von Kirpal Sagar war ein Schwerpunkt der in-
terreligiöse Dialog, denn in einer wachsenden multikulturellen Gesellschaft ist religiöse
Toleranz unerlässlich. Daneben bildete das karitative Programm einen weiteren Schwer-
punkt, um nach dem Motto „Gutem Willen sollten Taten folgen“ ein praktisches Beispiel
zu geben. Mit einem zusätzlichen Programm in Amritsar und dem nahe gelegenen Nag
Kalan würdigte man, dass Sant Kirpal Singh den Aufbau von Kirpal Sagar zur Zeit von
Dr. Harbhajan Singh von Nag Kalan aus in die Wege geleitet hatte. Von dort startete am 8.
Dezember eine Prozession mit Bussen und Autos nach Kirpal Sagar, wo dann am Abend
das Hauptprogramm mit einer großen Begrüßungsfeier begann.

Neben Teilnehmern aus ganz Indien waren etwa zwanzig Nationen vertreten: Österreich,
Deutschland, Schweiz, Niederlande, Schweden, Ungarn, Belgien, Kanada, Frankreich,
England, Italien, Australien, Kroatien, Slowenien, Rumänien, Paraguay, Kenia, Tschech-
ien, Spanien, Syrien, Montenegro und Bulgarien. Mehr als 30 nominierte Redner – Ver-
treter verschiedener Religionen und Organisationen, die sich mit dem interreligiösen

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Dialog befassten, Menschenrechtsaktivisten, Sozialreformer und Persönlichkeiten des
öffentlichen Lebens – sprachen aus ihrer Sicht zu dem Thema „Weltfriede und univer-
sale Bruderschaft“.

Die innere und äußere Schönheit des Veranstaltungsortes Kirpal Sagar schuf eine Atmo-
sphäre, die jedem das Gefühl von Frieden und Harmonie gab. Möge dieser Geist des
Augenblicks weiter bestehen und sich in der ganzen Welt verbreiten. In diesen Tagen war
es so einfach ihn zu erfassen: Gut zu sein, Gutes zu tun und eins zu sein.

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Ziele der Konferenz

– Die Zusammengehörigkeit unter den Menschen auf der Grundlage des Dienstes am
Mitmenschen und im Glauben an die göttliche Kraft zu stärken;

– Den gemeinsamen Kern aller Religionen darzulegen, um Toleranz und interreligiöse


Verständigung zu fördern;

– Aufzuzeigen, dass der Mensch ein bewusstes Wesen ist, mit der Möglichkeit zur Selbst-
und Gotterkenntnis und der Fähigkeit zu unterscheiden und verantwortlich zu handeln;

– Die grundlegenden ethischen Werte, die in allen religiösen Traditionen zu finden sind,
zu erneuern und zu bestärken als gemeinsame Richtlinie für das Wohl des einzelnen und
für die Menschheit als Ganzes.

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Feierliche Eröffnung der Weltkonferenz

Ein traditionelles Gebet in einem der Eckgebäude des Sarovars ging am Morgen des 1.
Dezembers der Eröffnung der Konferenz voraus. Anschließend versammelten sich die
Teilnehmer am nahegelegenen ‘Chowk’ (Wegekreuzung mit Pavillon), wo Biji Surinder
Kaur, Präsidentin von Unity of Man, eine Tafel enthüllte, auf der die Meilensteine in der
Geschichte Kirpal Sagars festgehalten sind:

Der Besuch Sant Kirpal Singhs 1973, die Grundsteinlegung 1982 sowie die Weltkon-
ferenz 1994 mit der Grundsteinlegung für das zentrale Gebäude im Sarovar.

Als ein Zeichen für den Frieden ließ man zwei weiße Tauben zum Himmel fliegen.

Links: Teilansicht des Sarovar


Rechts: Eröffnungsfeierlichkeit am Chowk

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Wir vertiefen uns heute in die spirituelle Lehre und sind im Begriff, das Tor
Seiner Gnade zu durchschreiten. Sant Kirpal Singh hat das Tor Seiner Gnade
nun geöffnet, doch nur eine erwachte Seele kann dieses Tor durchschreiten.

Sant Kirpal Singh übergab Dr. Harbhajan Singh (Bhaji) das Geschenk von
Kirpal Sagar damals auf dem Grundstück in Amritsar. Meister fragte: „Dr.
Sahib, Guru Gobind Singh hatte fünf Bataillone, um die Arbeit auszuführen,
wie viele kannst du mir zur Verfügung stellen?“ Er antwortete: „Meister, so
viele habe ich nicht, aber Ihr könnt mich für Eure Sache einsetzen.“ Meister
sprach mit Bhaji, aber Er schaute mich an und sagte: „Ich brauche nur einen
mit richtigem Verstehen.“ Das sagte Meister im Dezember, und auch heute
beginnt der Monat Dezember.

Einmal bat man Bhaji, Sant Kirpal Singhs Biographie zu schreiben. Er sagte:
„Ich schreibe sehr schnell.” Als er gefragt wurde, wie viel er schon geschrieben
hätte, antwortete er: „Ich schreibe sehr schnell, so schnell, dass ich ein Teil
davon werde. Meister ist mir so nah, näher als mein eigenes Hemd.“ Indem er
Kirpal Sagar aufbaute, schrieb Bhaji seine eigene Lebensgeschichte.

Bhaji betonte immer: „Leben und leben lassen.“ Unsere Gedanken sollten
sehr klar und rein sein. Wir alle müssen uns entwickeln und anderen helfen,
sich zu entwickeln. „Selbsterkenntnis geht der Gotterkenntnis voraus.“

Es sind nur noch neun Tage bis zum 10. Dezember 2007, dem Tag, für den wir
alle hart gearbeitet haben.

Die Ansprache endete mit liebevollen Dankesworten an alle Arbeiter und Helfer.

(Auszug aus der Eröffnungsansprache von Biji Surinder Kaur)

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Rahmenprogramm

Karitative, kulturelle und sportliche Veranstaltungen vom 1. – 6. Dezember 2007

Samstag, 1. Dezember
Eröffnung des „Medical Camp“ und Einweihung der neuen Intensivstation mit Operationssaal
Beginn des Autobahnambulanzdienstes

Sonntag, 2. Dezember
Vormittag:
Schulwettbewerb im Shabad-Singen
Abend:
Kulturprogramm mit Quawalis (Banwari Lal und Bakshi mit ihrer Gruppe)

Montag, 3. Dezember
Vormittag:
Eröffnung des „National Dr. Harbhajan Singh Memorial Inter-School Volleyball Tournament“
Abend:
Kulturprogramm mit Quawalis (Mohammad Sherif Qwaal, Malerkotla)

Dienstag, 4. Dezember
Vormittag:
Fortsetzung des Volleyballturniers
Abend:
Aufführung historischer Szenen aus dem Leben Guru Teg Bahadurs, Guru Gobind Singhs und
des Moghul-Herrschers Aurangzeb

Mittwoch, 5. Dezember
Vormittag:
Fortsetzung des Volleyballturniers
Nachmittag:
Endspiele und Abschlussfeier des Volleyballturniers mit Preisvergabe
Abend:
Kulturprogramm

Donnerstag, 6. Dezember
Hochzeiten für Paare aus bedürftigen Familien

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Eröffnung des “Medical Camp”

Am 1. Dezember wurde das „Medical Camp“ eröffnet sowie der neue Operationssaal und die
Intensivstation eingeweiht. Ebenso begann der Autobahnambulanzdienst.

Hon. S. Rajit Singh Brahmpura, Kabinett Minister des Punjab, eröffnete das „Medical
Camp“, das den ganzen Monat Dezember Patienten zur Verfügung stand. Anschließend
weihte er den neuen Operationssaal und die Intensivstation des Krankenhauses ein. Zu
seinem Aufgabenbereich gehört auch die Entwicklung ländlicher Gebiete. Deshalb inter-
essierte er sich sehr für den Operationstrakt sowie die medizinischen Geräte, die teilweise
von deutschen und österreichischen Firmen gespendet wurden. Um die vielen Patienten
betreuen zu können, wurde das Team des Kirpal Sagar Krankenhauses während der Kon-
ferenz von Ärzten und Krankenschwestern des K.H. Memorial Krankenhauses, Nag Ka-
lan, unterstützt.

Hon. S. Rajit Singh Brahmpura eröffnete auch den Autobahn-Ambulanzdienst. Mit grün-
er Flagge gab er das Zeichen für den Start des ersten Ambulanzfahrzeuges, das nun seinen
Dienst auf einem Teilstück der stark frequentierten Autobahn Amritsar-Delhi aufnimmt.

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Links und rechts oben: Hon. S. Rajit Singh Brahmpura
weihte den neuen Operationssaal und die Intensivstation
des Krankenhauses ein
Rechts unten: Eröffnung des Autobahnambulanzdienstes

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Schulwettbewerb im Shabad Singen

Am 2. Dezember fand der Shabad-Wettbewerb statt

Um 10 Uhr begann der Wettbewerb, an dem Musikgruppen von 17 verschiedenen Schu-


len aus der Umgebung teilnahmen. Verse und Hymnen aus den Heiligen Schriften bilden
die Texte dieser traditionellen Lieder, die Liebe und Hingabe an Gott zum Ausdruck brin-
gen.

Ehrengast war Hon. Sarwan Singh, Chief Parliament Secretary, der das Publikum im Na-
men der Regierung des Punjab willkommen hieß. In seiner Rede brachte er seine Wert-
schätzung für Kirpal Sagar zum Ausdruck, als einen Ort, an dem alle Religionen geachtet
werden.

Unten: Biji Surinder Kaur überreicht den Gewinnern des Shabad-Wettbewerbes den ersten Preis

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Meine lieben Kinder,

Wir alle leben unter der Gnade Sant Kirpal Singhs. Im Oktober 1973 kam Er an diesen Platz.
Die Entscheidung, Kirpal Sagar zu erbauen, wurde während Seiner letzten Reise nach Amritsar
getroffen. Als Sant Kirpal Singh hierher kam, sagte Er zu Bhaji: „Wenn wir das Grundstück in
Amritsar nicht bekommen, ist dieses Land auch sehr gut. Eines Tages werdet ihr neun Maunds
(etwa 40 kg) Dal (Linsen) für den Langar (Gemeinschaftsküche) brauchen. Viele Menschen
werden kommen.“ Worte, die ein Gottmensch spricht, verlieren nie ihre Bedeutung. Meister
sagte auch: „Dr. Sahib, schaff ein gemeinsames Forum für die ganze Menschheit, damit jeder
hierher kommen und sich an den Herrn erinnern kann.“ Bhaji setzte es in die Praxis um. Heute
ist der Sangat aus verschiedenen Teilen Indiens hierher gekommen, und auch meine Brüder
und Schwestern (aus dem Westen) sind hier, um an der Konferenz teilzunehmen. Dieselbe
Gotteskraft wirkt in allen von uns. Wir sind nicht auf dem Stand, dass wir diese Kraft mit un-
seren äußeren Augen sehen können, aber diese Kraft ist jeden Augenblick hier.

Meine lieben Kinder, euer Körper ist noch jung. Eines Tages waren auch wir jung, es ist der
Körper, der mit der Zeit alt wird, aber die Seele des Menschen bleibt immer jung. Die Worte
des Herrn, die wir jetzt gehört haben, sollten in die Praxis umgesetzt werden. Wenn wir das
tun, können wir alle Seine überfließende Gnade erhalten. Wenn wir Fehler machen, aber sie
korrigieren, ist es kein Problem, das Problem ist dann sofort gelöst. Dann können wir alle in
Einheit leben.

Alle, die gekommen sind, um an der Konferenz teilzunehmen, warten schon gespannt auf
den 10. Dezember. Wir alle sprechen dieselbe Sprache der Einheit, nur äußerlich sprechen
wir viele Sprachen. (Meine Brüder und Schwestern aus dem Westen sprechen verschiedene
Sprachen, mit denen sie ihre Ansichten ausdrücken.) Was ich sage, sind Seine Worte, es ist
meine Kehle, aber kein Wort kommt von mir selbst. Ich erinnere mich an Meisters Worte in
Amritsar 1973. Es war Seine Entscheidung, Kirpal Sagar zu errichten, und wir setzen Seine
Worte in die Tat um. Seine Worte sind ewig. Wir sind Ihm dankbar für Seine Gnade. Seine
Worte gehen in Erfüllung.

Meine lieben Kinder, ich freue mich, euch singen gehört zu haben, und ich freue mich auch
über die Hingabe, mit der ihr gesungen habt. Ich bitte euch alle, das, was die Shabads aus-
drücken, in die Praxis umzusetzen, dann werdet ihr selbst erfahren, wie Seine Gnade kommt.
Unsere Aufgabe ist es, unser Bestes zu tun, alles Weitere liegt in Seiner Hand.

(Auszug aus der Ansprache von Biji Surinder Kaur nach dem Wettbewerb)

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Nationales Volleyballturnier

Das XII. Dr. Harbhajan Singh Memorial Inter School Volleyball Tournament
fand vom 3. – 5. Dezember statt

Am 3. Dezember wurde das jähr-


liche nationale Volleyballturnier
zu Ehren von Dr. Harbhajan
Singh mit einem Festakt eröffnet,
an dem alle Schüler, Lehrer und
Gäste teilnahmen.

Am Vormittag wurde Padam Shri


Pargat Singh, Director Sports,
Punjab, als Ehrengast, am Sport-
platz mit einer eindrucksvollen
Reitdarbietung begrüßt. Schüler
der Kirpal Sagar Academy
führten mit atemberaubender
Geschwindigkeit ihre Reitkunst-
stücke vor.

Es folgte eine Musikdarbietung


des Schulorchesters. Danach
zeigten die jüngeren Schüler der
K.H. Public School in farben-
prächtigen Gewändern Tänze aus
dem Punjab und Rajasthan.

Schließlich nahmen die 18


Volleyballmannschaften aus
Nordindien Aufstellung auf dem
Sportplatz. Padam Shri Pargat Oben: Biji Surinder Kaur heißt den Ehrengast,
Singh richtete einige Worte an sie Hon. Padam Shri Pargat Singh, willkommen
und erklärte dann die Spiele für Rechts: Rahmenprogramm von den Schülern
eröffnet. der K.H. Public School und K.S. Academy

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Am 4. Dezember wurden von 10 Uhr vormittags bis abends die Spiele der Gruppenphase
ausgetragen. Die 18 Teams spielten in vier Gruppen auf zwei Feldern.

Am 5. Dezember endete das Volleyballturnier mit den Halbfinalspielen und dem Finale.
Kabinettminister Hon. S. Gulzar Singh Ranike, zuständig für Sport, war der Ehrengast
dieses Tages. Er hielt eine kurze Rede und überreichte anschließend den Teams die Preise,
unterstützt von Biji Surinder Kaur und Repräsentanten von Unity of Man.

Das Team von Bhiwani gewann schließlich das Turnier. Tänze, Gesänge und sportliche
Darbietungen rundeten das Programm ab. Ein weiterer Ehrengast, D. P. Malik, Direktor
des ‚All India Radio‘, hielt gegen 18 Uhr die Abschlussrede.

Unten: Preisverleihung

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Karitatives Programm – Hochzeiten

Am 6. Dezember fanden die Hochzeitsfeierlichkeiten für Paare aus bedürftigen Familien statt

Da Hochzeiten in Indien sehr wichtig, aber auch sehr kostspielig sind, wird bedürftigen
Familien dadurch geholfen, dass Unity of Man die Hochzeiten der Töchter ausrichtet.

Am Morgen des 6. Dezember trafen 28 Hochzeitspaare in Kirpal Sagar ein. Sie kamen
mit ihren Familien aus verschiedenen Dörfern und Städten im Umkreis von 200 km von
Kirpal Sagar. Die Hochzeit wurde entsprechend der Religionszugehörigkeit der Paare
nach den Riten der Sikh-Religion gefeiert. Die Gäste der Konferenz waren eingeladen, an
der Trauungsfeier im großen Festzelt teilzunehmen. Die neu vermählten Paare erhielten
die notwendige Grundausstattung zur Gründung eines Hausstandes: Schlafzimmer- und
Wohnzimmermöbel, eine Küchengrundausstattung, Kleidung und verschiedenes Zube-
hör, alles finanziert von Unity of Man.

Links: Indisches Brautpaar


Rechts oben: Biji Surinder Kaur übergibt die
Grundausstattung
für den neuen Haushalt
Rechts unten: Hochzeitszeremonie

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Die Paare und ihre Familien bedankten sich sehr herzlich bei Biji Surinder Kaur für die un-
eigennützige Unterstützung, die ihnen den Start in eine erfolgreiche Zukunft ermöglicht.

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Die in ganz Indien bekannte Gruppe genannt Bakshi Mädchen der Kirpal Sagar Academy bei der Aufführung des Lichtertanzes

Berühmter Punjabi Sufi Sänger, Hans Raj Hans Bekannte Quawali Sänger

Religiöses Schauspiel Banwari Lal, Amritsar

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Kulturprogramm
1. – 10. Dezember

Die Konferenz wurde von einem vielfältigen Kulturprogramm umrahmt.

Verschiedene Musikgruppen trugen religiöse Lieder aus der Hindu-, Sikh-, und Sufi-
tradition vor. Theaterstücke mit religiösem und geschichtlichem Inhalt sowie Tänze
und Vorführungen, die den Zuschauern in bunten Farben die Kultur Indiens näher
brachten, rundeten das Programm ab.

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Hauptprogramm

Interreligiöser Dialog und Feier zum 75. Geburtstag von Dr. Harbhajan Singh und zum 25jährigem
Bestehen von Kirpal Sagar, 7. – 10. Dezember 2007

Freitag, 7. Dezember
Ergänzendes Programm in Amritsar

Samstag, 8. Dezember
Vormittag:
Empfang in Nag Kalan bei Amritsar, Prozession nach Kirpal Sagar
Abend:
Begrüßungsfeier in Kirpal Sagar
Religiöses Schauspiel „Ras Leela“ – Szenen aus dem Leben Lord Krishnas mit den Gopis

Sonntag, 9. Dezember
Vormittag:
Konferenzsitzung I
Ansprachen der Delegierten
Nachmittag:
Konferenzsitzung II
Ansprachen der Delegierten
Abend:
Sufi Lieder mit Hans Raj Hans

Montag, 10. Dezember


Feierlichkeiten zum 75. Geburtstag von Dr. Harbhajan Singh
und dem 25jährigen Bestehen von Kirpal Sagar

Vormittag:
Konferenzsitzung III
15 Uhr - Einweihung der Symbole
Abend:
Abschlusssitzung
Pressekonferenz
Feuerwerk

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Programm in Amritsar

Da das Projekt Kirpal Sagar von Amritsar seinen Ausgang genommen hatte, wurde der
Weltkonferenz in Kirpal Sagar eine Feier in Amritsar vorangestellt. Organisiert als eine
Konferenz in einem kleineren Rahmen fand das Programm am 7. Dezember im bekan-
nten Guru Nanak Bhawan, der Stadthalle Amritsars, statt.

Repräsentanten verschiedener Religionen betonten deren gemeinsamen Kern und


zeigten auf, dass die Religionsstifter großen Wert darauf gelegt hatten, dass ihre Lehren
im täglichen Leben praktiziert werden. Nach einer Rede von Prof. Gursharan Singh von
der Guru Nanak Universität Amritsar, Leiter der Guru Nanak Studien, sprachen der Vor-
sitzende von Unity of Man, Österreich, sowie Biji Surinder Kaur, Präsidentin von Unity of
Man, Indien, die allen Rednern für ihre Beiträge dankte.

Unten: Teilansicht des Amritsar-Zentrums


Rechts: Während des Programms in der Guru Nanak Dev Universität, Amritsar

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Nag Kalan

Am 8. Dezember stand die Prozession nach Kirpal Sagar im Mittelpunkt

Der Tag begann mit einem Besuch im


Dorf Nag Kalan nahe Amritsar, wo Dr.
Harbhajan Singh und seine Frau Biji
Surinder Kaur lebten, bevor sie nach
Kirpal Sagar zogen. 1973 hatte Sant Kir-
pal Singh hier den Grundstein für Bhajis
Krankenhaus gelegt mit den Worten:
„Dies ist der Grundstein für das zukünftige
Manav Kendra“ (Zentrum für den Men-
schen, d.h. Kirpal Sagar). Grundstein von Dr. Harbhajan Singhs Krankenhaus

Empfang im Haus von Dr. Harbhajan Singh, Nag Kalan

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Auf einer Tribüne im Freien, die
Unity of Man dem Dorf gestiftet
hatte, teilten einige Redner ihre Erin-
nerungen an Dr. Harbhajan Singhs
Arbeit als Arzt mit den Zuhörern. Alle
Sprecher drückten ihren tiefsten Re-
spekt und ihre Unterstützung für die
Ziele aus, für die Dr. Harbhajan Singh
immer eingetreten war.

Anschließend formierte sich die


Prozession, und die zahlreichen Busse,
Autos und Motorräder setzten sich
Richtung Kirpal Sagar in Bewegung.

Links: Feierlichkeiten in Nag Kalan


Rechts: Eindrücke von der Prozession

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Kurz vor der Ankunft

verließ man die

Fahrzeuge, und es bildete

sich eine eindrucksvolle

Parade. Gemeinsam mar-

schierten Menschen aller

teilnehmenden Länder

unterschiedlichster

Hautfarbe und Religions-

zugehörigkeit voller

Freude das letzte Stück zu

Fuß und ließen jeden den

Geist der Einheit spüren.


Biji Surinder Kaur heißt alle Teilnehmer in Kirpal Sagar willkommen

Im riesigen Konferenzzelt trugen Schüler der Kirpal Sagar Academy ein Willkommenslied vor,
und Biji Surinder Kaur als Präsidentin begrüßte die Gäste mit einer herzlichen Ansprache:

Heute sitzen wir mit den Rishis zusammen; wir alle gehen den Weg, den uns unsere
Meister aufgezeigt haben. Das ist das Leuchten des Amrits (des inneren Wassers, der
Gnade), das man mit Worten schwer erklären kann. Wer hat uns heute auf diese Tribüne
gebracht, wenn Er (die Gotteskraft) sich jenseits der Reichweite der physischen Augen
aufhält? Es gibt keine Worte, die Sein wahres Wesen beschreiben können. Wir gehen
diesen Weg, der uns in diesem Leben als unsere Lebensaufgabe vorgezeichnet ist.

Wenn diese Kraft Ihre Führung gibt, zeigt sie eine Richtlinie auf, der alle folgen können.
Das ist jetzt die Zeit, dafür da zu sein, die Aufgaben, die Er uns gibt, zu erfüllen. Es ist

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nicht unsere Größe, sondern wir leben nur nach Seinem Willen. In dieser physischen
Form gab Er uns die Kraft, aber Geburt und Tod sind immer noch in Seiner Hand.
Diesen Schlüssel gab Er niemandem sonst.

Als Bhaji von Meister mit diesem Parshad (Kirpal Sagar) gesegnet wurde, sagte er damals:
„Hazur, man nennt zwar unseren Namen, aber Ihr seid es, der alles bewirkt.“ Als Sant
Kirpal Singh selbst damals hierher kam (auf die Farm, die nun zu Kirpal Sagar gehört),,
gab Er Seinen Segen und sagte, dass eines Tages eine solche Zeit der Gnade, des Amrit,
an diesem Ort sein werde. So wie ein König möchte, dass sein Sohn auch König werden
sollte, möchte das auch die wahre Gotteskraft, der König der Könige. Heute kann ich
nur zu dieser Gotteskraft beten: „Jedes Land, alle Mitarbeiter aus der ganzen Welt, haben
diesen selbstlosen Dienst ausgeführt, aber all das hast Du bewirkt, wir leihen Dir nur
unsere Stimme.“

Als Sant Kirpal Singh in diese Welt kam, kam Er mit dem Segen der Gotteskraft. Viele
Swamis und Teilnehmer, die großteils neu sind, sind gekommen, und es ist unsere
Aufgabe, ihnen zu erklären, warum Er die Mission zu erfüllen hatte, Kirpal Sagar auf-
zubauen. Damals sagte Meister: „Dr. Sahib, mache es zu einer gemeinsamen Plattform,
die es ermöglicht, dass Menschen aller Glaubensrichtungen kommen und zusammen-
sitzen können.“ Und heute sind wir alle aus diesem Anlass hier zusammen, um Seine
Mission zu erfüllen.

Wir sind den ganzen langen Tag von Nag Kalan hierher gereist. Die Mitarbeiter taten für
die Mission alles, was sie nur konnten, und wir können nur bestätigen, wie hart sie dafür
gearbeitet haben. Aus Seiner Größe heraus, aus Seinem Schatzhaus kann Er ihnen Seine
spirituellen Schätze geben.

Auf der Fahrt mit den Autos, Bussen und Lastwagen sah ich, dass alle so große Liebe für
Meister und Kirpal Sagar hatten, dass kein Gedanke an Müdigkeit in ihnen aufkam. Ich
habe gesehen, wie sie alle mit großer Liebe erfüllt hierher kamen. Wir erhielten Seinen
Segen und Seine Stärke und konnten so arbeiten und dieses Gotteshaus errichten, und
durch Seine Liebe und Kraft sind wir alle heute hierher gekommen. Meister sagte immer:
„Wir sind alle eins.“

Zum Abschluss möchte ich Ihnen, die Sie alle hier in der Kälte saßen und voller Freude und
konzentriert zugehört haben, sagen, dass Er bei uns ist und uns alle sieht. Er ist der König
der Könige und kann alles geben. (Auszug)

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9. Dezember

Am Morgen des 9. Dezembers begann die erste Konferenzsitzung mit den Ansprachen auf der
großen Bühne im Festzelt. Es war beeindruckend, Hindus, Sikhs, Christen, Jains und Moslems Seite
an Seite sitzen zu sehen.

Delegierte aus allen fünf Kontinenten sprachen zu den Hauptproblemen der Men-
schheit und legten dar, wie aus ihrer Sicht diesen Herausforderungen zu begegnen ist.

Die Delegierten setzten sich aus Vertretern der Religionen, spirituellen Führern, Wissen-
schaftlern und Menschenrechtsvertretern zusammen. Ihre Reden nahmen das Thema
„Weltfrieden und Universale Bruderschaft“ auf, und viele nahmen darin Bezug auf Sant
Kirpal Singhs Motto: „Seid gut – Tut Gutes – Seid eins“.

Links und rechts: Einige Delegierte der Weltkonferenz zur Einheit des Menschen

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Sitzung I:
Jain Muni Munishree Lokeshji, Präsident Ahimsa Vishwa Bharti; Indien
Goswami Sushil Ji Maharaj, Gründungspräsident Maharishi Bhrigu Foundation; Indien
Dr. Ann Elisabeth Auhagen, Freie Universität von Berlin; Deutschland
Maulana Umair Ahmed Ilyasi, Generalsekretär der Gesamtindischen Organisation der Moscheen; Indien
Rajyogini Prema Behen Ji, Brahmkumari; Indien
Dr. Ezekiel Malekar, Judah Hayam Synagogue, Delhi, Oberhaupt der Jüdischen Gemeinschaft,
Beamter in der nationalen Menschenrechtskommission Indiens
Vater Bernard, Benediktinerorden, Inter-monastic dialogue, Asirvanam Kloster, Bangalore; Indien
Karamjit Singh, Vorsitzender Unity of Man; Indien

Sitzung II:
Swami Satpreet Hari, Nirmelay Sant, Amritsar; Indien
Prof. Peter Schmuck, Fachhochschule Potsdam; Deutschland
Swami Atal Krishna, Ludhiana, Hari Krishna-Hari Rama Bewegung; Indien
Dr. Martin Almada, Menschenrechtsaktivist; Paraguay
Swami Saroupa Anand Ji, Nirmelay Sant; Indien
Dr. Judit Komáromi, Irland, Vertreterin von Prof. George Vithoulkas, International Academy for
Classical Homeopathy; Griechenland
Swami Amrit Ram Ram Snehi, Vorstand der Juna Ramdwara, Jodhpur, Rajasthan; Indien
Fr. Vivi Akakpo, Vertreterin des Bischofs Rev. Dandala, All Africa Conference of Churches; Kenya
Swami Nirmal Chetan, Amritsar, Nirmal Ashram; Indien
Biji Surinder Kaur, Präsidentin of Unity of Man; Indien

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Dr. Martin Almada, Träger des Alternativen Nobelpreises, hatte die lange Reise aus
Südamerika (Paraguay) auf sich genommen, um an der Konferenz teilzunehmen. Er
selbst hatte viele Grausamkeiten erlebt und betonte die Notwendigkeit eines spirituel-
len Wandels in der Welt als Voraussetzung, um die unmenschlichen Lebensumstände,
die in vielen Gesellschaften herrschen, verändern zu können.

Prof. Dr. Peter Schmuck, aus Deutschland, Leiter des Instituts für Nachhaltigkeit
und Umweltschutz an der Fachhochschule Potsdam, bezog sich auf seine Forschungs-
ergebnisse und forderte die religiösen Führer auf, sich mehr für die nachhaltige Ent-
wicklung einzusetzen, da auch die Religionen darauf verweisen, dass der Mensch mit
seiner Umwelt achtsam umgehen soll.

Dr. Ann Elisabeth Auhagen, Psychologin an der Freien Universität Berlin legte Prin-
zipien der positiven Kommunikation dar. Sie sagte: „Wir alle sind dazu eingeladen, in
unserem täglichen Leben gut zu sein,“ und zeigte anhand eines praktischen Beispiels,
wie unsere Gedanken über andere eine direkte Rückwirkung auf uns selbst haben.

Vivian Akakpo, Delegierte der ‚All Africa Conference of Churches‘, die Protestanten,
Anglikaner, Orthodoxe und die Eingeborenenkirchen Afrikas umfasst, verwies auf die
traurige Geschichte der Bürgerkriege und Stammeskonflikte in allen Teilen Afrikas
und sprach über die Kraft des Vergebens als einen speziellen Charakterzug der Afri-
kaner. Sie kam zu dem Schluss, dass es nur dann Frieden geben wird, wenn wir fähig
sind, zu vergeben und vergessen.

Dr. Judit Komáromi, die aus Australien stammte, vertrat Prof. Vithoulkas von der
International Academy of Classical Homeopathy. In ihrem Beitrag zeigte sie auf, dass
die Behandlung von Krankheiten neben anderem auch eine spirituelle Grundlage
braucht, und unterstrich, dass nicht ökonomische Aspekte ausschlaggebend sein dürf-
ten, sondern dass die Wissenschaft sich mehr auf ethische Werte gründen müsse.

Eine große Zahl an Vertretern verschiedener religiöser Gemeinschaften kamen aus


dem indischen Subkontinent. Unter anderem war der Benediktinerorden durch eine
Gruppe von dreizehn Mönchen und Nonnen vertreten; ein Vertreter der Jains sprach
zu den Zuhörern, die jüdische Glaubensgemeinschaft hatte einen Vertreter entsandt,
und zahlreiche Swamis und Munis aus dem ganzen Land, gekleidet in orangefarbene
Gewänder, hielten Ansprachen.

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Goswami Sushil Ji Maharaj, der Gründungspräsident der Maharish Brigu Founda-
tion, Delhi, sprach über die Einheit aller Religionen, da jede Religion Wert auf gute
Taten und moralische Qualitäten legt. Er drückte seine Hochachtung und Unterstüt-
zung für die Arbeit an den vier Symbolen in Kirpal Sagar aus und betonte, dass wir alle
der Menschheit dienen sollten.

Swami Atal Krishna, Swami Saurupa Anandji Nirmelay, Swami Amrit Ram Ram
Snehi und Swami Nirmal Chetan erklärten jeder auf seine Weise, dass es nur einen
Gott gibt und wir alle eins sind. Sie betonten die Notwendigkeit, ein wahrer Mensch
zu werden, freundlich und mitleidsvoll zu sein und hohe ethische Werte zu haben. Sie
bezogen sich auf das spirituelle Werk Sant Kirpal Singhs, mit dem einige von ihnen
persönlich in Kontakt waren.

Dr. Ezekiel Isaac Malekar, der Vorstand der jüdischen Yahoodi Gemeinschaft, sprach
über Frieden und rezitierte ein altes Gebet: „O Gott, lehre uns, wie wir auf dieser Erde
in Würde und Frieden leben können.“ Er griff die Worte Sant Kirpal Singhs auf, dass
Gott den Menschen schuf und der Mensch die Religionen, und erinnerte an die Tat-
sache, dass es einige tausend Jahre zuvor noch keine der Religionen gab, der Mensch
dagegen aber schon viel früher existierte.

Aus Platzgründen ist es uns leider nicht möglich, in dieser Broschüre die Reden der einzel-
nen Sprecher abzudrucken. Wir verweisen daher auf unsere Homepage www.uom-con-
ference.org, wo alle Reden, soweit sie in Englisch verfügbar waren, veröffentlicht sind.

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Am Abend sang der weltbekannte Punjabi Sufi Sänger Hans Raj Hans Bhajans und Qua-
walis. Das Konzert dauerte mehr als drei Stunden, weit über Mitternacht hinaus.

Nach diesem intensiven Programm war eine solche Atmosphäre, dass niemand einfach
gehen wollte. Biji Surinder Kaur lud alle zu einem Rundgang durch Kirpal Sagar ein. Die
ganze Versammlung begleitete sie durch den nächtlichen Park, der mit Tausenden von
kleinen Lichtern erleuchtet war, vorbei am Sarovar, wo hoch oben die Umrisse der ver-
hüllten Symbole unter dem Tuch zu erahnen waren. An Dr. Harbhajan Singhs Gedenk-
stätte hielten alle an, um ihm ihre Ehrerbietung zu erweisen. Danach ging es weiter zum
Chowk. Dort begrüßte in den frühen Morgenstunden Biji Surinder Kaur den anbre-
chenden Tag des 10. Dezembers 2007 mit einigen Worten an alle, die sie begleiteten. An-
schließend ging man zum Langargebäude, wo mit begeistertem Singen die lange Nacht
ausklang.

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10. Dezember

Am Vormittag des 10. Dezembers ging die Konferenz mit der Sitzung III weiter

Zu Beginn sangen die Benediktiner-Mönche und -Nonnen Gebete und Hymnen aus
verschiedenen Religionen, die sich alle mit dem Thema Frieden befassten. Danach eröff-
nete Swami Sushil Muni die Sitzung. In den folgenden Ansprachen behandelten die Dele-
gierten erneut das Thema ‚Weltfrieden und Universale Bruderschaft‘ von verschiedensten
Blickwinkeln aus – aus sozialer oder psychologischer Sicht, vom religiösen Standpunkt
aus oder mit Blick auf die Umwelt. Am Ende stimmten alle darin überein, dass es an
jedem Einzelnen liege, sein Verhalten seinen Mitmenschen und Gottes Schöpfung ge-
genüber zu ändern.

Sitzung III
Goswami Sushil Ji Maharaj, Gründungspräsident Maharishi Bhrigu Foundation; Indien
Shri Karunakara Shetty, Brahma Kumari, Chief of Multi Media; Indien
Mahant Darshan Singh Tyagmoorti, Präsident of Shad Darshan Sadhu Aivam Dharan Stahn
Suraksha Trust, Hardwar; Indien
Farah Mahat El-Khoury, Schriftstellervereinigung Damaskus; Syrien
Swami Agnivesh, Präsident of the World Council of Arya Samaj; Indien
Maulana Mohammed Hamid, Ahmadiyya Community; Indien
Rev. Dr. Dominic Emmanuel, SVD, Direktor der katholischen Erzdiezöse Delhi; Indien
Rev. Dr. Marcus Braybrooke, Präsident des World Congress of Faith; Großbrittanien
Swami Shantatmanandaji, Sekretär der Rama Krishna Mission; Indien
Vivek Coutinho, Focolare Bewegung; Indien
Giani Dhanvir Ahmed Khadim, Ahmadiyya Community; Indien
Sant Baba Prem Das Ji; Indien
Dr. A.K. Merchant, Trustee Bahai Temple, Generalsekretär der Bahai Bewegung; Indien
Baba Bhupinder Singh, Tamil Nadu; Indien
Maulana Hazro Rehiman, Mufti Sahib; Indien
Karamjit Singh, Vorsitzender Unity of Man; Indien

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Farah Mahat El-Khoury, Mitglied der Schriftstellervereinigung Syriens und ehemalige
Präsidentin für den Mittleren Osten des ‚World Council of Churches‘ gab eine sehr de-
taillierte Beschreibung, wie in Damaskus Christen, Moslems und Juden friedlich zusam-
menleben und bezog sich dabei auf ihre eigenen persönlichen Erfahrungen.

Reverend Dr. Braybrooke, Präsident des ‚World Congress of Faiths‘, erklärte, dass das
Empfinden der Einheit bedeute, Gottes Gegenwart im anderen zu erkennen, vor allem
in den sozial Benachteiligten und Ausgegrenzten. Er sagte: „Das neue Zeitalter der glo-
balen Spiritualität wird Wirklichkeit, wenn wir persönlich uns umwandeln”, und zitierte:
„Träume das Unmögliche, und dann lebe so, dass sich der Traum erfüllt.“

Vivek Coutinho, Repräsentant der Focolare-Bewegung, sprach über die Zukunft in einer
multi-ethnischen, multi-kulturellen and multi-religiösen Gesellschaft. Hierzu zeigte er
auf, dass es nicht ausreicht, an Gott zu glauben oder Ihn zu seinem Ideal erwählt zu haben.
Die Gegenwart des Vaters verlange von jedem, eine wahre Tochter oder ein wahrer Sohn
Gottes zu sein. Wir sollten wissen, dass es der größte Wunsch des Vaters ist, dass seine
Kinder sich gegenseitig als Brüder und Schwestern behandeln, für einander sorgen und
einander lieben.

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Oben: Benediktiner-
Mönche und -Nonnen aus
verschiedenen ind. Klöstern
Mitte: Dr. Judit Komáromi
Unten: Vivek Coutinho

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Einweihung der Symbole

Etwa um 14.30 Uhr forderte Biji Surinder Kaur die Teilnehmer auf, sich zur Enthüllung der Symbole
zum Sarovar zu begeben. Alle verließen das Zelt und gingen in einer langen Prozession zum Sarovar,
angeführt von den religiösen Vertretern an der Seite von Biji Surinder Kaur.

Die Einweihung der Symbole auf dem zentralen Gebäude, dem ‚Sach Khand Bhawan‘,
war der Höhepunkt der Konferenz. Sach Khand Bhawan liegt in der Mitte des ‚Sarovar’,
des Sees, der das Herzstück der wunderschönen Anlage bildet.

Entsprechend einer eigenen Skizze von Sant Kirpal Singh wurden auf dem Dach Seite an
Seite Modelle eines Gurdawara, eines Tempels, einer Kirche und einer Moschee errichtet.
Wie oft von Ihm erklärt, ist deren traditionelle Form dem menschlichen Kopf nachge-
bildet: Die Kuppeln der Tempel und Kirchen erinnern an die Wölbung des Kopfes, die
Rundung der Moscheen an die menschliche Stirn und die Türme der christlichen Kirchen
an die nach oben ansteigende Nase, an deren Wurzel das innere Auge seinen Sitz hat. Die
Religionen vermitteln uns die Botschaft, dass es dem Menschen möglich ist, Gotterkennt-
nis zu erlangen, indem er „im Innern eintritt“. Heilige, Mystiker und Gott-verwirklichte
Menschen aller Zeiten, im Osten und im Westen, erlangten inneres Wissen durch Kon-

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templation und Meditation. Deshalb wird der menschliche Körper der „Tempel Gottes“
genannt. Die äußeren Gotteshäuser, aus Stein erbaut, sind nur Abbild des Körpers, um
daran zu erinnern, dass das menschliche Leben eine goldene Gelegenheit ist, das höch-

ste Ziel zu erreichen: eins zu werden mit Gott. Das ist das Vorrecht aller menschlichen
Wesen, unabhängig von Kaste, Hautfarbe und Glauben. Sant Kirpal Singhs Mission war
es, dieses Wissen wiederzubeleben und einen praktischen Zugang dazu zu geben.

Der Tag der Enthüllung dieser Symbole war lange voller Sehnsucht erwartet worden. 25
Jahre zuvor, zur Zeit von Dr. Harbhajan Singh, war mit dem ersten Spatenstich die Arbeit
am Sarovar begonnen worden.

Unter den Teilnehmern waren viele aus Ost und West anwesend, die vom Beginn an beim
Aufbau von Kirpal Sagar mitgeholfen hatten. Sie waren tief bewegt, an diesem Tag dabei zu
sein. Sie hatten miterlebt, wie unter der Leitung von Dr. Harbhajan Singh und seiner Frau,
Biji Surinder Kaur, Schritt für Schritt alle Pläne Gestalt annahmen. Die Einweihung der
Symbole war das krönende Ergebnis jahrelanger Arbeit im Namen Sant Kirpal Singhs.

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Mit Worten voller Respekt erinnerte Biji
Surinder Kaur an den Beginn von Kirpal Sagar

Sant Kirpal Singh wartete ein Jahr lang, bevor Er dieses Geschenk – mit Kirpal Sagar eine
Plattform für die ganze Menschheit zu errichten – an uns (Bhaji und Biji) weitergab. Am
6. Februar fragte Er dann uns beide: „Seid ihr in der Lage, diese Aufgabe auszuführen?“,
und schaute uns dabei direkt an. Bhaji antwortete: „Ja, ich bin bereit dazu, auch wenn
Schwierigkeiten kommen sollten, das spielt keine Rolle.“ Als Sant Kirpal Singh 1973 auf
die Farm kam (heute Kirpal Sagar), hat Er uns dieses Geschenk auch physisch weitergege-
ben. Bhaji übernahm diese Aufgabe und hat sie mit aller Kraft vollendet.

Als damals das Gebäude in der Mitte des Sarovar im Bau war, sagte Bhaji am 22. Septem-
ber 1995 zu mir: „Komm in den Sarovar, wenn du heute nicht mitkommst, wirst du es
bereuen.“ Wir beide gingen dann dorthin (wo heute der Raum unter dem Wasser liegt).
Ich sah (im Innern) wie in allen vier Ecken alle Religionen ihre Gebete sprachen. Diese
Farbe, die Bhaji uns in Form dieses Projekts gab, kann keine Kraft wegwischen.

Wir brauchen dringend einen wahren Heiligen, der die Seele nach Hause bringen kann.
Obwohl Bhaji physisch nicht anwesend ist, wirkt diese Kraft 24 Stunden lang, so wie er
damals sagte: „Kirpal Sagar ist mein Herz, es ist wie ein Spiegel, durch ihn wirke ich.“

Als wir 1982 nach Kirpal Sagar kamen, gab es hier nichts zum Sitzen, keinen Platz zum
Schlafen, wir rasteten unter einem Baum. Heute ist alles vorhanden, wir haben einen
Platz zum Sitzen und zum Schlafen – wessen Geschenk ist das? Es ist das Geschenk von
Bhaji und Meister. Es liegt jetzt am Sangat (Schülerschaft), was sie aus der Gnade, die
herabfließt, machen können. Er hat Sein Wort gehalten. Auf diesen Tag haben wir lange
gewartet.

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Nach Meisters Weggang tat Bhaji alles, um Seine Mission weiterzuführen. Er ging so in
der Mission auf, dass er oft nicht wusste, in welche Klasse seine Kinder gingen. Er sagte
zu seinen Kindern: „Eure Aufgabe ist es, dem Sangat zu dienen.“

Man kann nur im Wasser schwimmen lernen, nicht auf dem trockenen Land. Während
Bhaji ein Familienleben führte, vergaß er nie die Mission. Wenn Bhaji unterwegs war,
nahm er mich und die Kinder mit und sagte: „Wenn wir arbeiten, arbeiten wir zusammen,
und sollten wir auf der Straße sterben, sterben wir zusammen.“

Ich bin sehr dankbar, dass unsere Brüder und Schwestern aus dem Westen mit Kraft und
Tat die Mission vorangebracht haben und es auch weiterhin tun. Er hat das Tor geöffnet,
und Seine Gnade wirkt, der Sangat muss jetzt das Beste daraus machen. Wir alle sind
zusammen mit den anwesenden Rishis und Munis zu der Überzeugung gelangt, dass
diese Gnade, die von oben herabkommt, jetzt in die ganze Welt weiterfließen soll.
(Auszug)

Auf einer kleinen Tribüne im Sarovar hielt Biji Surinder Kaur eine bewegende Ansprache

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Enthüllung der Symbole

Um 15 Uhr fand die Enthüllung der Symbole statt

Während auf dem Dach des Gebäudes die Helfer begannen, den weißen Stoff beiseite
zu ziehen, der die Symbole verbarg, wurden unten neben dem Eingang vier Gedenktafeln
enthüllt. Als ein Zeichen des Friedens stiegen vierzig Tauben auf. Vom Dach ließ man
Rosenblätter herabregnen, und ein kleines Flugzeug warf kleine roséfarbene Zettel ab, die
alle in Kirpal Sagar willkommen hießen.

Die Vertreter der Religionen umrundeten das Gebäude, und als sie wieder zurück zur
Brücke kamen, waren alle Tücher entfernt. Enthüllt strahlten die Symbole majestätisch
herab, trotz des bedeckten Himmels. Es war ein so besonderer Augenblick, dass er
gleichzeitig etwas Unglaubliches hatte.

Links und rechts: Eindrücke von der Enthüllung der Symbole

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Begleitet vom
Klang traditionel-
ler Hörner, von
Gesängen und
Segenswünschen,
umrundeten da-
nach alle gemein-
sam den Sarovar.
Viele reichten ein-
ander die Hand
und formten eine
Kette. An jedem
der Eckgebäude,
die dem Gottes-
dienst der ver-
schiedenen Reli-
gionen gewidmet
sind – Gurdawara,
Kirche, Moschee
und Tempel
– hielten alle an,
um zu dem Einen
Gott zu beten,
dem Vater aller.

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Abschlußsitzung

Rev. Thomas Balwant Singh, Diözöse St. Alban; Großbrittanien


Werner Stadlmeyer, Vorsitzender Unity of Man; Deutschland
Gerhard Hössinger, 2.Vorsitzender Unity of Man; Österreich
Eva Wahl, 2.Vorsitzende Unity of Man; Deutschland
Biji Surinder Kaur, Präsidentin Unity of Man; Indien

Die Abschlusssitzung am Abend begann mit dem Beitrag von Rev. Thomas Balwant
Singh, einem christlichen Priester aus Großbritannien. Anhand der Verse von Paulus zeigte
er das Dilemma auf, in dem der Mensch sich befindet, der zwar das Gute möchte, dennoch
aber das Schlechte tut. Er kam zu dem Schluss, dass dieser Kampf im Menschen solange
weitergeht, bis man einem anderen Wort von Paulus entspricht: „Ich lebe, doch nun nicht
ich, sondern Christus lebt in mir.” Dazu sei aber ein radikaler Wandel nötig. Zum Schluss
richtete er an die Zuhörer die Frage, ob sie für einen solchen Wandel bereit seien.

Anschließend sprachen drei Vorstandsmitglieder von Unity of Man, Deutschland und


Österreich über verschiedene Aspekte des spirituellen Lebens. Sie erklärten unter an-
derem, dass der Kampf, gut oder schlecht zu handeln, am Kampf zwischen Gemüt
und Seele liegt. Weil der Mensch nichts über sein Selbst weiß, wurde er vom Gemüt
und dem Ego überwältigt und sieht sich selbst als den Handelnden. Die Weltlage, die
uns um die Zukunft fürchten lässt, ist das Ergebnis unseres egozentrischen Blickwin-
kels. Obwohl wir offensichtlich an unserer selbstgeschaffenen Situation leiden, haben
wir immer noch eine Chance, wenn wir uns an unseren Schöpfer, unseren Vater erin-
nern. Seine Kraft ist es, die alles bewirkt. Er ist es, der helfen kann, und Seine Kraft ist
unbegrenzt. Er ist voller Gnade.

Gott ist Einer und schenkt allen gleichermaßen Seine Gnade, aber wer ist bereit, sie
anzunehmen? Sich für Ihn zu entscheiden, bedeutet, sich für das Gute zu entscheiden.
Es liegt an uns, diesen Schritt zu tun. Dazu hat der Mensch Unterscheidungskraft und
den freien Willen erhalten. Gebraucht er sie, entwickelt er richtiges Verstehen und
kann sich selbst als ein bewusstes Wesen erweisen, das erfüllt von Liebe und Mitge-
fühl, die Bezeichnung „Krone der Schöpfung“ verdient.

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Reverend Dr. Braybrooke nimmt von Biji Surinder Kaur eine Ehrung entgegen Vivian Akakpo nimmt von Biji Surinder Kaur eine Ehrung entgegen

Vater Bernard nimmt von Biji Surinder Kaur eine Ehrung entgegen Dr. Ann Elisabeth Auhagen nimmt von Biji Surinder Kaur eine Ehrung entgegen

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Pressekonferenz

Nach der Abschlusssitzung fand eine Pressekonferenz statt.


Hier einige Statements der Gastredner:

Dr. Almada: In meinem Land, Paraguay, hatten wir fast 40 Jahre Diktatur, und ich
kämpfe gegen die Diktatur. Ich habe mehrere Militärs meines Landes ins Gefängnis
gebracht, und ich kämpfe ständig. Für mich war dieses Treffen sehr wichtig, denn ich
habe gelernt, dass ich mich zuerst selbst ändern muss und dann kämpfen. Das ist die
wichtigste Lektion, die ich hier gelernt habe. Ich gratuliere dieser Organisation, Unity
of Man. Ich werde in meinem Land in Lateinamerika darüber berichten. Meine Gratu-
lation, liebe Freunde.

Farah Mahat El-Koury: Ich versuche, eine Botschaft weiterzugeben, die Botschaft der
Liebe zwischen den Religionen, den Muslimen, den Christen, und den Juden, und
diese Botschaft ist tatsächlich unser Leben. Darüber habe ich berichtet. Aber ich denke,
wenn ich nach Hause komme, bringe ich eine andere Botschaft von dieser Konferenz
mit: Die Botschaft einer solchen Liebe, einer solchen Spiritualität, wo man uns sein
Herz, seinen Geist und sein Mitgefühl schenkt. Diese Botschaft kann ich meinen Fre-
unden in Syrien bringen.

Dr. Auhagen: Ich bin sehr berührt von dem, was ich hier bei dieser Konferenz erfahren
habe, und ich denke, die überwältigende Gastfreundschaft, die ich hier erfahren habe,
war nicht nur ein Beispiel für das Gute, sondern es gibt mir große Hoffnung, dass wir das
nicht nur hier in Kirpal Sagar verwirklichen können, sondern überall in der Welt. Es ist
möglich, es ist keine Fiktion, wenn man sich auf das Gute in sich konzentriert, und das
Gute in uns ist Gott.

Rev. Braybrooke: Zuerst einmal war es das erneuerte Gefühl der Hoffnung. In einer Zeit,
in der die Religion so oft ein Grund für Spaltungen ist, ist es wirklich inspirierend religiöse
Führer aller in Indien vertretenen Religionen zu erleben, die zusammenkommen, sich re-
spektieren, zusammenarbeiten und betonen, dass Gott Einer ist und die Menschheit eins
ist. Dann aber auch die persönliche Freundschaft zwischen ihnen zu erleben – es waren
nicht nur Reden, sondern persönliche Freundschaft. Zweitens war es die Erkenntnis, dass
dies ein Teil eines Bewusstseinswandels sein muss – dass wir alle ein Volk Gottes sind,
(ein Teil) der Liebe Gottes. Das wird unsere Einstellung zueinander, zur Schöpfung, zur

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Prof. Peter Schmuck nimmt von Biji Surinder Kaur eine Ehrung entgegen Fr. El-Koury nimmt von Biji Surinder Kaur eine Ehrung entgegen

Natur und zu den Tieren verändern. Es liegt an uns, alle Vorurteile und alle Spaltungen
zu überwinden und echtes Mitgefühl für die Leidenden zu zeigen. Immer wenn man
darüber nachdenkt, erinnert man sich an die Botschaft: Was werde ich tun, wie kann ich
mich ändern, wie kann ich offener werden für die Liebe Gottes, um zu erkennen, dass
jeder Einzelne mein Bruder, meine Schwester ist, einfach, weil wir Gottes Kinder sind.

Vivi Akakpo: Vielen, vielen Dank. Ich war überwältigt von dem, was ich in Kirpal Sa-
gar gesehen habe. Ich bin das erste Mal in Indien. Ich habe eine Stadt in einer anderen
Stadt gefunden, und wenn wir über Unity of Man sprechen, dann denke ich, dass diese
Konferenz wirklich gezeigt hat, dass die Einheit des Menschen möglich ist. Was ich
sagen möchte, ist: In meiner Rede habe ich Toleranz und Vergebung erwähnt als einen
Schrittstein für den Frieden, und ich sah, wie die Menschen hier bei der Konferenz ein-
ander akzeptiert haben.

Rev. Thomas Singh: Ich bin sehr begünstigt, hier zu sein, und ich habe die Konferenz
sehr genossen. Sie war sehr erfolgreich, möchte ich hinzufügen. Alle Aspekte der Kon-
ferenz waren wundervoll. Die Aufführungen waren großartig. Besonders genossen
habe ich die kulturellen Vorführungen, und obwohl wir hier mitten im Punjab sind,
ist Kirpal Sagar ein so wunderbarer Platz, dass man sein Zuhause nicht vermisst.

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Etwa gegen 22 Uhr beendete Biji Surinder Kaur offiziell die Weltkonferenz zur Einheit des
Menschen mit herzlichen Dankesworten an alle Teilnehmer:

Auf diesen Tag heute haben wir lange gewartet, und nun ist die Zeit vorbei. Wir haben
Seine Gnade in Form von Rosenduft wahrnehmen können. Meister spürte unsere Liebe,
und das, was Er damals in Manav Kendra sagte, hat sich heute erfüllt. Damals gab es in
Manav Kendra viel Seva (selbstlosen Dienst) zu tun, und Meister sagte: „Wenn ihr heute
kommt, um Seva zu machen, setzt es sofort in die Tat um.“

Mit wunderschönen Worten sagte Er, dass es im Innern eine Sonne gibt, die immer
scheint, und diese Sonne hat Er uns auch gezeigt.

Alle Vertreter der verschiedenen Religionen, die heute hier anwesend waren, brachten
grundsätzlich dasselbe zum Ausdruck. Danach waren wir im Sarovar in jedem Eckge-
bäude und haben alle zusammen dort gebetet. Sie sagten: „Das ist ein heiliger Ort für die
kommende Generation.“ Sie werden zurückfahren, und wohin sie auch gehen, werden
sie von der Größe Kirpal Sagars berichten.

Der gestrige Abend war voller Gnade. Wir konnten soviel von Seiner, Kirpals Größe erle-
ben, Sein Werk wird niemals aufgehalten werden, wir müssen nur vorwärts gehen, unsere
Schritte werden von Ihm in die richtige Richtung gelenkt.

Gestern Abend sagten einige, es würde Sturm und Regen erwartet und fürchteten um
die Symbole. (Außer leichtem Regen während der Nacht geschah nichts, alle erlebten die
Einweihung trockenen Fußes, erst am Abend des 10. Dezembers setzte starker Regen ein.)
So denken wir, weil wir daran gearbeitet hatten. Ich erwiderte: „Es ist unsere Pflicht, alles
fertig zu stellen, aber nicht das Ergebnis zu beurteilen – Er ist es, der die Zügel hält wie
ein Reiter zu Pferd.“

Ich bin Ihm sehr, sehr dankbar und werde mein Leben lang voll Ehrfurcht vor Ihm sein.
Seine Worte begleiten uns wie Rosenduft. Was vor Hunderten von Jahren einst ausge-
sprochen wurde, hat sich heute erfüllt.

(Auszug)

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Ich bete zu Meister,
dass heute jeder Seinen Segen erhält.

Biji Surinder Kaur


Hier erhalten Sie weitere Informationen zu unseren Veranstaltungen:

Zentrum für den Westen:


UNITY OF MAN – Sant Kirpal Singh
Verein zur Verbesserung der menschlichen Beziehungen
Steinklüftstraße 34
5340 St. Gilgen – Austria / Europe
Phone: +43-6227-7577
Fax: +43-6227-7577-18
eMail: mail@unity-of-man.org

Hauptzentrum:
UNITY OF MAN (Regd.)
Kirpal Sagar, Near Rahon 144517
Distt. Nawanshar, Punjab / INDIA
Phone: +91-1823-240 064, +91-1823-242 434
eMail: office@kirpal-sagar.org

Internet:
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