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Schülermagazin der Jacob-Grimm-Schule


Sparkassen-Finanzgruppe

Jetzt sparen – später freuen.


Damit fährt man gut.

Ob man auf kleine oder große Wünsche abfährt: Wer regelmäßig mit Taschengeld rechnen kann, kommt früher in die Gänge, wenn er einen Teil
davon aufs eigene Sparkonto legt. Darauf addieren sich auch kleine Beträge mit der Zeit zu einer beachtlichen Summe – und so kommt man
schneller ans Ziel seiner Wünsche! Wenn’s um Geld geht – Sparkasse.

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Inhaltsverzeichnis
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Vielen Dank für Ihre Registrierung.
Gestern haben wir Krieg geführt. Bitte bewahren Sie Ihr Passwort
Gestern habe ich ein Haus zerstört. sicher auf, um Ihre eigene Datensi-
Gestern flog der Boden in die Luft. cherheit zu gewährleisten.
[...] muss ich aufgrund einer
Und der Staub, Fehlfunktion meiner neu
Aus dem Lauf eines Maschi-
er wirbelt auf erworbenen Ware darauf
nengewehrs heraus durch-
und ich glaub, bestehen, das Geld zurück zu
dass ich kaum schossen Hunderte von Kugeln
bekommen.
aus dem Lauf die Häuserfassaden.
Ich persönlich glaube nicht daran,
Ich glaube auch nicht, dass ich so besonders
dass eine Abtreibung uns ein besseres
kontrovers bin, wenn ich sage, dass das Volk
Leben beschert hätte. Mit dem Kind
in Deutschland nun, na ja, heutzutage eben
müssen wir nun leben; über „normal“
nicht so viel zu sagen hat. Parteien, ja, mei-
entscheiden wir alleine.
ne Herrschaften, da können Sie jetzt noch so
sehr pfeifen, Parteien sind die Hütchenspie- Uns war gar nicht mal so bewusst, was wir
ler dieser Republik! da taten. Natürlich hörte man ab und zu
Und ich finde es auch
ganz schön doof, dass Gerüchte über Camps und vorbeirasende

404 du einfach so per SMS Züge. Aber wie sollte man die Wahrheit
die Beziehung been-
dest. Das geht mal gar
nicht!
ahnen? Das geht doch nicht.

Wir bitte alle unsere Kunden, die den Ar-


Wie ein Elefant im tikel XYZ vor dem 11. September erworben
Porzellanladen! Un- haben, uns diesen aufgrund eines fehler-
möglich! haften Ladegeräts zurückzuschicken.
Mein Mandant sieht sich auch nicht mehr in der Lage, das ge-
meinsame Leben mit Frau XYZ weiter zu betreiben; er verlangt
dementsprechend, dass sie zum nächstmöglichen Zeitpunkt
das von Herrn X. eigenhändig gebaute Haus verlässt und sich
anschließend doch bitte zum Teufel schert.
Denn wir wissen nicht,
was sie tun

von Michael Kranixfeld


Irgendwann hat man das Gefühl sie schon lange zu kennen. Die wettergegerbte
Frau mit der Bibel im Plastikumschlag. Der Kahle mit der Gitarre. Die Gruppe
Punks. Jeden Tag geht man schnell an ihnen vorbei und wechselt nie ein Wort.
Als schämte man sich für ihr Unglück. Oder ist es nur die Angst, gewahr zu
werden, wie schnell es auch uns so gehen kann?

Kassel, Kirche St. Familia beim Hauptbahnhof. Es ist die Nacht der Woh-
nungslosen. Hier muss doch herauszufinden sein, welchen Menschen wir Tag
für Tag keine Chance geben. Während in der Kirche ein Chor für gute Lau-
ne sorgt, rücken nebenan die Hilfsorganisationen die letzten Flyer an ihren
Infoständen zurecht. Draußen verteilt die Heilsarmee Suppe und begrüßt
jeden mit jener typisch präzisen Distanz, die dem Militär eigen ist. Von Ob-
dachlosen fehlt jede Spur. Was sollten sie auch hier: Ein bisschen Musik
hören und so tun, als könnten Diakonie und Heilsarmee ihr Leben retten?

Ich will mehr über die Lebenswelt Wohnungsloser erfahren und schließe
mich einer Rundfahrt durch Kassel an. Obdachlosensightseeing – manch-
mal packt mich der Voyeurismus. Auf meinem Weg werde ich in Klei-
derkammern stehen, Küchen begutachten, von Hilfestrategien hören,
engagierte Menschen kennen lernen und immer wieder das Thema Fi-
nanzierung als großen Störfaktor erleben.
860.000 – so viele Wohnungslose leben nach Schätzungen in Deutsch-
land. 20.000 davon sind unter 18. Die Gründe sind vielfältig: Miet-
schulden und Zwangsräumung, Scheidung, Arbeitslosigkeit, Krankheit,
Sucht, keine Integration nach Jahren im Gefängnis, Flucht vor Gewalt
in der Familie,... Und das Erschreckende ist: Jeder kann dazu gehö-
ren.

So begleitete kürzlich das Reportagemagazin 37° des ZDF eine Reihe


Akademiker auf ihren Streifzügen durch die Großstädte. Zum Beispiel
Maik, der nach seinem 1er-Abi und Studium mit den besten Abschlüssen als IT Consultant
arbeitete – 15.000€ monatlich inklusive. Für die Familie hat er keine Zeit, lebt nur für sei-
nen Beruf. Dann die Katastrophe, der Burnout. Von einem Moment auf den anderen wirft
er seinen Laptop in den Müll, zahlt keine Rechnungen, reagiert nicht auf Behördenbriefe –
kurz vor der Zwangsräumung verschwindet er aus der Stadt. Man dürfe nicht zeigen, dass
man hier wohne, sagt er einmal, und zeigt mit gewissem Stolz eine Art Blätteriglo, das er
sich in einem Park gebaut hat. Mikes neue Beschäftigung ist Flaschensammeln. Dabei, so
meint er, kämen ihm seine Kenntnisse von früher durchaus zu Nutzen.

Aus diesen Worten spricht auch ein Trotz. Die Menschen, die früher so eigenständig und
erfolgreich waren, fühlen vielfach einen großen Stolz: Sie sind immer alleine zurecht
gekommen, Hilfe vom Staat empfinden sie als unter ihrer Würde. Selbstmitleid und
die Unfähigkeit normalen Kontakt herzustellen, halten Wohnungslose dann in einem
Teufelskreis gefangen, aus dem sie ohne Hilfe nicht ausbrechen können. Aber auch die
Helfer können meist nur Schadensbegrenzung betreiben.
Wir fahren durch das sich auf die Nacht vorbereitende Kassel. Mit mir im Bus sitzen
nicht etwa interessierte Bürger, die sich hier zum ersten Mal mit dem Thema ausei-
nander setzen möchten, sondern sechs Insider. Sie gehören zu wenigen Engagierten,
die meist ehrenamtlich in Kassel und Umgebung den Wohnungslosen Unterkunft,
Beratung und Verpflegung bieten.

So rich-
tet sich „KARLA
3“ speziell an Frauen in sozia-
len Schwierigkeiten. Die Beratungsstelle
stellt sich als gemütliche, in warmen Farben ein-
gerichtete Wohnung am Karlsplatz heraus. Hier erhalten die
Frauen Hilfe bei der Wohnungssuche, psychosoziale Betreuung, Hilfe im
Umgang mit Behörden, können ihre Wäsche waschen und kochen. Der persönli-
che Kontakt sei hier besonders intensiv, erzählt eine der hier Angestellten. Doch
im Gehen lässt einer der Mitfahrer verlauten, dass die finanzielle Situation von
„KARLA 3“ alles andere als rosig aussieht. „KARLA 3“ arbeitet zum Wohle der
Hilfsbedürftigen alles andere als ökonomisch und im heiß umkämpften Feld
staatlicher Unterstützung könnte diese Station bald dem Rotstift zum Opfer
fallen.

Überhaupt ist die finanzielle Situation das größte Problem aller Einrichtun-
gen, die ich an diesem Abend besuchen werde. Wer aber mit Fundraising
beschäftigt ist, hat weniger Zeit für seine eigentlichen Aufgaben.

„Gesegnete Mahlzeit“ heißt unsere nächste Station. Die Suppenküche ist


keinen Katzensprung von der JGS entfernt und bietet allen Bedürftigen ein
täglich wechselndes Essen für nur 1,50€ an. Hinzu kommen die Einnahmen
durch sogenannte „Vollzahler“, die zwei Euro mehr für ihre Mahlzeit drauf-
legen. Trotzdem decken die Beiträge für die knapp 21.500 Essen im Jahr
nicht die Kosten und so müssen Spendengelder gesammelt werden. Bei
Ausgaben von 76.000€ keine einfache Aufgabe, obwohl man mit nur 35€
Jahresbeitrag einen Menschen einen Monat lang ernähren kann. Die Es-
sensausgabe bleibt aber nicht die einzige Aufgabe. Denn gleich nebenan
findet sich ein ebenso von der Diakonie getragenes kleines Unternehmen,
in dem Freiwillige Kleiderspenden an Bedürftige verkaufen. Wohnungs-
lose tauchen hier seltener auf, denn für sie gibt es kostenlose Kleider-
kammern.

Zum Beispiel in der Tagesaufenthaltsstätte „Panama“ der Sozialen Hil-


fe, die immer zum Entenrennen oder Weihnachtsmarkt in der Innen-
stadt präsent ist. Hier bekommen Menschen ohne festen Wohnsitz
nicht nur Frühstück und Mittagessen für ein geringes Entgelt, sondern
können den ganzen Tag mit Spielen und Unterhaltungen drinnen ver-
bringen. Beratungen und kostenlose Zahnarzt- und Arztsprechstun-
den, die nur durch das kostenlose Engagement der Ärzte ermöglicht
werden, runden das Angebot ab. In der Kleiderkammer, so berichten
die Mitarbeiterinnen, komme es immer wieder zu seltsamen Szenen.
So erschien eine Frau mit einem herrlich mottenzerfressenen Trach-
tenkostüm und begründete ihre Spende mit den Worten: „Für die ist
das doch noch gut genug!“ Eine Haltung, die man nicht unbedingt als
Einzelfall bezeichnen kann.
Letzte Station unserer kleinen Rundreise ist das Männerwohnheim der
Heilsarmee am Rande Kassels. Es gehört zum Gesamtkonzept des „So-
zial-Center Kassel“ und bietet 48 wohnungslosen Männern Unterkunft
in den Räumen der christlich motivierten Menschen. Wer plötzlich vor
der Tür steht, findet hier rund um die Uhr einen Übernachtungsplatz mit
Verpflegung und einen Beratungsdienst. Dieser entscheidet am Tag nach
der Aufnahme, welche Maßnahmen ergriffen werden sollen. Brauchen die
Männer medizinische Hilfe? Kann man ihnen bei der Jobsuche helfen?
Findet sich ein Platz in einer der betreuten Wohnungen oder sollten die
Männer lieber im Wohnheim bleiben, um sie im Auge zu behalten? Die
im schlichten Jugendherbergsstil eingerichteten Zimmer sind alle belegt,
im Gemeinschaftsraum wird fern gesehen, im Untergeschoss bieten Räume
Rückzugsmöglichkeiten von den anderen. Ein paar Männer sehen erstaunt
auf, als wir an ihnen vorbei gehen, als hätten wir sie aus ihrem Schweigen ge-
rissen. Im Erdgeschoss begegnet den Touristen, so nenne ich meine Gruppe
inzwischen, ein alter Bekannter. Er trägt eine Tarnfarbenhose und sein her-
bes, faltiges Gesicht endet in einem grauen Bart. Er ist alt, dabei vermutlich
jünger als er aussieht, und erzählt in fröhlichem Geplapper von seiner Reise
durch das Land. Im Männerwohnheim ist er regelmäßig zu Gast, bevor er es
nicht mehr aushält und weiter zieht. Es klingt ein bisschen so, als sei er nur ein
Aussteiger, der der Gesellschaft den Rücken gekehrt hat.
Diese Gesellschaft ist eine, die wie alle Industrienationen den Kapitalismus zu
ihrem Gott gemacht hat und Gewinnen zur Maxime erklärt. Menschen, die keine
Kraft mehr haben, die ihre Wut und Hoffnungslosigkeit in Alkohol ertränken
müssen, die im Winter auf Beton erfrieren, pas-
sen nicht ins

Bild
einer sol-
chen Gesellschaft.
Und zusammen mit der aus der
Resignation geborenen Antriebslosigkeit
der Betroffenen ergibt sich – in von Fall zu Fall unter-
schiedlicher Rezeptur – ein gefährlicher Cocktail. Bis die Anträge
auf Hartz IV durch sind, dauert es lange. Die lange Zeit auf der Straße wird
von vielen Arbeitgebern als Hindernis für einen einfachen Einstieg in den Berufsalltag
empfunden. Der Drogenmissbrauch und die Scham halten viele davon ab Hilfe anzu-
nehmen. Und mancher empfindet Obdachlosigkeit nicht mal als so schlimm: „Es gibt
noch etwas Schlimmeres als das Leben auf der Straße“, sagte eine der Reporterin von
37°, „und das ist die Gewalt zu Hause.“ Doch letztlich verblassen alle diese Gründe ne-
ben dem geringen Ausmaß der Hilfe, die wir diesen Menschen anbieten. Unsere Unin-
formiertheit über die wahren Geschichten hinter den Menschen, stärken die Vorurteile
und bestärken uns darin, unterbewusst Wohnungslose für ihr Schicksal selbst verant-
wortlich zu machen.
„Hast du vielleicht zwanzig Cent übrig?“, fragt mich ein unrasierter Mann in der Bahn.
Das Aftershave kann die süßliche Biernote nur schwer überdecken. Er sieht sympathisch
aus, trotzdem geht bei mir der Obdachlosenreflex los, den ich durch viele Begegnungen
entwickelt habe. Ohne vorher nachzudenken schießt es heraus: „Nein, tut mir Leid.“ Ich
will ja noch einkaufen, da brauche ich das sicher, beruhige ich mich selbst. „Brauchst dich
nicht entschuldigen“, sagt der Mann und lacht. „Wenn du doch nichts hast...“ Er dreht sich
um und geht zu seinem Kumpel zurück. „Weißt du was“, ruft er ihm entgegen, „Ich hab ‚ne
Idee: Wir nehmen den Knoblauch hier und tauschen ihn gegen zehn Brote.“ Ich muss lä-
cheln, aber mein Portemonnaie drückt etwas zu sehr in der Tasche. Aktiv zu werden ist mehr
als die Summe der moralischen Überzeugungen.
Zeitverschwendung

von Sarah Ventura

An diesem einen Morgen stehe ich wie gewöhn-


lich um Viertel nach sechs auf, um meiner pri-
mären Pflicht als Schülerin nachzugehen - den
täglichen Gang in die Lehranstalt. Obwohl
ich mitten in der Abiturprüfungsphase und
entweder den ganzen Tag sehr aufgeregt
oder erschöpft bin, obwohl sich mein Geist
auf die nächste Prüfung vorbereitet, mein
Körper sich nach meinem Bett sehnt, treibt
mich das Wissen um meine Pflicht den-
noch in die Schule.

Bereits die erste Stunde erweist sich als


Reinfall. An diesem grauen Morgen fin-
den sich nur noch zwei weitere tapfere
Mitstreiter, die bereit sind, das Bett gegen
zwei Stunden Theatertheorie zu tauschen.
Doch, wie soll unsere DS-Lehrerin im
Lehrplan fortfahren, wenn der Großteil
des Kurses abwesend ist und die Anwe-
senden dies auch nur physisch sein kön-
nen. Man plaudert, wird sich schnell über
den Unsinn dieser Regel einig und geht
ohne nennenswerte Erkenntnisse wieder
auseinander. Danach begebe ich mich
zum Biologieraum.

Wegen akuter Unterbesetzung ist der


dortige Aufenthalt aber nur ein flüchtiger
und ich finde mich in der Cafeteria wieder.
Große Pause, dann geht es zur nächsten
Doppelstunde in den Leistungskurs. Noch
ist in diesem Fach die Abiturprüfung nicht
geschrieben, also bin ich schon allein deshalb
gekommen, weil ich fürchte mögliche Infor-
mationen zu verpassen. Pustekuchen, wäre ich
doch zuhause und könnte mich in aller Ruhe und
konzentriert auf meine Prüfung vorbereiten. Hier
wird Zeit totgeschlagen, ist doch jedem die Unef-
fektivität dieser Situation bewusst.

So vergeht der Schultag von morgens 7:45 bis nachmit-


tags 15:30 Uhr, Fach um Fach, fast die gesamten 9 Schul-
stunden. Und ebenso vergehen ganze zwei Schulwochen,
Tag um Tag. Entweder fällt der Unterricht aus, wird durch
das Einlegen irgendeiner DVD oder durch sinnlose Gespräche
über Urlaub und Leben nach dem Abitur ersetzt. Als ich nach-
mittags nach Hause komme, bin ich nicht nur stundenlang vom Ler-
nen für meine nächste Prüfung abgehalten worden, sondern zudem
todmüde vom Nichtstun. Für das Vorbereiten meiner Abiturklausur
bin ich an den meisten dieser Tage nicht mehr zu gebrauchen.
Dass mich niemand falsch versteht: Ich bin nicht unablässig süchtig
nach neuem Schulstoff und könnte auch einen Tag auf ein Zusam-

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mentreffen mit meinen Lehrern verzichten. Doch könnte es sein, dass
mein Pflichtbewusstsein mir schließlich zu schlechteren Abiturprü-
fungsergebnissen verholfen haben wird?

Ich spreche hier nicht von einem Ausnahmetag.

Jahrelang wird mir eingebläut, das Abitur sei der wichtigste Teil mei-
nes Schullebens, die Kirsche auf dem Vanilleeis, das Gipfelkreuz des
Mount Everest. Schon bei der Versetzung von der Grundschule in
eine weiterführende Schule entscheidet sich, ob ich diese Chance auf
den besten deutschen Abschluss ergreifen darf. Alles scheint darin zu
kulminieren, auf diese Tage kommt alles an.

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Wenn dann schließlich meine Konzentration an den Prüfungstagen
einen Wellnesstag einlegt, kann ich nicht glauben, dass meine Lern-
strategien daran Schuld tragen sollen. Denn, so scheint mir, es gibt
da ein grundsätzliches strukturelles Problem, das von der Institution
Schule ausgeht und wir Abiturienten ausbaden: Schulpflicht in einer
Phase, in der weder wir beschulungsfähig sind, noch unsere Lehrer
tragfähige Rezepte haben, diese Unterrichtszeit sinnvoll zu füllen.
Grotesker kann Schule nicht sein, denn sie ist vollkommen ihrer
Funktion enthoben: Wir sind anwesend, weil wir anwesend sein müs-

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sen, die Lehrer sind anwesend, weil sie Anwesenheitspflicht haben,
Punkt.
Denn keinem ist ein Gefallen getan, wenn in diesen zwei Wochen der
Unterricht regulär weitergeführt wird. Die Schüler können sich nicht
auf neuen Stoff konzentrieren, wollen den alten meistens lieber allein
oder in kleineren Lerngruppen wiederholen. Die Lehrer müssten, vo-
rausgesetzt sie stehen nicht vor einer leeren Klasse, die Inhalte der
jeweiligen Stunde mehrmals wiederholen, damit sie gewährleisten
können, dass diese auch von der nicht aufnahmefähigen Gruppe ver-
innerlicht wurden.

Natürlich stelle ich mir die Frage nach dem Hintergrund für diesen

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Blödsinn und finde keine Antwort. Pflicht aus Prinzip, als Diszipli-
nierungsmaßnahme? Schulpflicht wegen der Lehrer, weil man ihnen
nicht frei geben kann, obwohl sich dieser Ausfall allemal durch die
aufwändigen Abiturkorrekturen ausgleicht?
Bleibt zu hoffen, dass schon der nächste 13er-Jahrgang mehr Glück
hat und zumindest den Tag vor den Prüfungen frei bekommt. Doch
ich fürchte, bevor das passiert, kommt selbst Godot noch vorbei.

*Seit Einführung des Landesabiturs besteht während der schriftli-


chen Prüfungsphase Unterrichtspflicht für Abiturientinnen und Ab-
iturienten. Wie Schulalltag aussehen kann, schildert hier der aus der
Erfahrung konstruierte Bericht eines beliebigen Tages in dieser Zeit.
Behindert?
von Pia Frendeborg

Ich hatte schon sehr früh das Interesse daran, einen


Artikel über „behinderte“ Menschen zu schreiben.
Darüber, wie sie in der Gesellschaft gesehen und be-
handelt werden, aber auch, wie sie sich selber sehen.
Mein Interesse an dem Thema Behinderungen liegt
daran, dass ich letztes Jahr ein freiwilliges Soziales
Jahr in einer Wohngruppe für Schwerstbehinderte
geleistet habe. Dieses Jahr hat meine Sichtweise für
„Behinderte“ völlig verändert. Außerdem habe ich
erfahren, dass es eine Modellagentur für Menschen
im Rollstuhl gibt, die vor ein paar Jahren einen Mo-
dellwettbewerb (beauties in motion)ins Leben geru-
fen hat. Dies war der Anstoß, mich mit dem Thema
intensiver zu beschäftigen.

Anhand des Wettbewerbs „beauties in motion“ kann


man sehr deutlich sehen, wie ein Großteil unserer Ge-
sellschaft über „Behinderte“ denkt. Die Initiatoren,
die selbst auch „behindert“ sind, wollten mit diesem
Wettbewerb darauf aufmerksam machen das „behin-
derte“ Menschen viel zu stark auf ihre Andersartigkeit
reduziert werden.

Sie haben mit dem Wettbewerb allen gezeigt, dass


Frauen im Rollstuhl auch sehr gut aussehen können.
Die Agentur hat auch männliche Models unter Ver-
trag, aber der Wettbewerb „beauties in motion“ rich-
tet sich an Frauen im Alter zwischen 18-35.

Ich bin der Meinung, dass das Ziel der Initiatoren –


nämlich zu zeigen, dass man auch im Rollstuhl eine
gute Figur machen kann -, erreicht worden ist. Ich
glaube aber, dass sie damit noch viel mehr erreicht ha-
ben – sicherlich haben sie einen Teil dazu beigetragen,
dass sich viele Menschen Gedanken gemacht haben,
ja, sich ihre Sichtweise über vermeintlich „Behinder-
te“ möglicherweise sogar geändert hat.

Außerdem zeigt der Wettbewerb, dass es auch Men-


schen, die eingeschränkt sind, möglich ist, gewöhnli-
che Berufe auszuüben. Sofern man bei einem Model
überhaupt von einem gewöhnlichen Beruf sprechen
kann. Das finde ich sehr gut, wobei ich ehrlicher Weise
zugeben muss, dass mein erster Eindruck von diesem
Wettbewerb einfach nur Überraschung gewesen ist.
Ich hatte mir nie Gedanken gemacht, dass es so etwas
überhaupt gibt. Wahrscheinlich geht es nicht nur mir
so. Es ist einfach so, dass das Thema Behinderung viel
zu wenig in die Öffentlichkeit gerückt wird. Es ist so-
zusagen ein Tabuthema, das uns aber alle betrifft, weil
wir erstens immer mal wieder mit eingeschränkten
Menschen zu tun haben und wir außerdem alle niemals
sicher davor sein können, dass uns nie etwas zustößt.

Aber wer sagt überhaupt, was „behindert“ ist und was


„normal“? Könnte man sogar soweit gehen zu behaup-
ten, dass wir alle irgendwie „behindert“ sind?
Wir sind alle nicht perfekt und haben unsere Macken, das sieht man spätestens seit
dieser Ausgabe der Schülerzeitung. Doch wo fängt eine „Behinderung“ überhaupt
an?

Ist nicht vielleicht ein Brillenträger ohne seine Brille auch schon behindert?

Diese Einstellung bekam ich aber auch erst, nachdem ich mich längere Zeit mit „Be-
hinderten“ beschäftigt habe. Viele von den so genannten „Behinderten“ sehen sich
vielleicht selbst ganz anders. Ich habe mich mit einer Frau unterhalten, die aufgrund
des Medikamentes Contergan sehr kurze Arme hat. Sie ist mit dieser Missbildung
auf die Welt gekommen, aber ist ja sonst geistig und auch körperlich ganz „normal“.
Sie macht auch viel Sport und war in ihrer Jugend bei den Paralympics mit dabei.
Die Paralympics sind die Olympischen Spiele für Menschen mit „Behinderung“. Sie
selbst sagt aber ganz klar, dass sie nicht behindert ist. Sie will auch überhaupt nicht
anders als andere behandelt werden. Außer sie braucht Hilfe, weil sie irgendwo nicht
dran kommt. Aber wie gesagt, sie selbst sieht sich nicht als „behindert“. Außerdem
kennt sie es auch nicht anders. Das ist ein wichtiger Punkt und natürlich ist auch
nicht Behinderung gleich Behinderung. Aber vor allem ist es ein Unterschied, ob
man von Geburt an „behindert“ ist oder ob man in Folge eines Unfalles oder einer
Krankheit viele Fähigkeiten verliert.

Ich habe in meinem FSJ in einer Wohnung für „Behinderte“ einen jungen Mann
betreut, der mit 8 Jahren von einem Bus angefahren worden ist. Er hatte ein ganz
gewöhnliches Leben, wie es ein 8 Jähriger eben hat. Er ist in die Schule gegangen
bis zu diesem einen Tag und dann war alles anders. Heute sitzt er im Rollstuhl, das
Sprechen fällt ihm schwer. Sein Kopf ist so stark verletzt worden, dass er nicht mehr
weiter auf seine Schule gehen konnte. Er vergisst auch sehr viel. Aber ich kenne ihn
nicht anders und ich habe ihn als einen fröhlichen jungen Menschen kennen gelernt.
Ich kann leider auch nicht beurteilen, in wie weit er wirklich darunter leidet. Weil er
fast immer gut drauf war, aber an manchen Tagen hat er mir von der Zeit vor dem
Unfall erzählt. Er weiß also, dass er früher viel mehr konnte und ich glaube auch,
dass ihn das manchmal sehr wütend und traurig macht. Aber wir hatten einmal ein
langes Gespräch darüber, dass er nicht anders ist. Er ist nicht „behindert“, das hat er
gesagt und wer das nicht versteht, sei selbst „behindert“.

Ich wusste nicht, wie ich darauf reagieren sollte, aber ich habe mir lange Gedanken
darüber gemacht.
Ein für mich sehr wichtiges Erlebnis war das Einführungsseminar vor dem FSJ. Es
sollte uns über verschiedene Krankheitsbilder aufklären. Wir sollten auch unsere
Ängste und Erwartungen vor diesem Jahr besprechen und wir haben dazu auch sehr
viele Spiele gemacht, aber am meisten beeindruckend waren „unsere Paralympics“
und unser Rollstuhltag.

Bei den Paralympics haben wir verschiedene Spiele gespielt, in denen man immer in
irgendeiner Weise eingeschränkt war. Eins sah zum Beispiel so aus, das wir mit zu-
gebundenen Händen an Brezeln die im Baum hingen nur mit dem Mund heran kam.
Oder ein anderes Spiel war der Blindenspaziergang.

Einer bekam für eine Stunde die Augen zugebunden und ein anderer hat ihn dann
durch das Gelände und durch den Straßenverkehr geführt. Aber am meisten hat
mich der Tag im Rollstuhl beeindruckt. Wir sollten einen Tag im Rollstuhl sitzen
und alles so machen, wie sonst auch oder uns Hilfe holen. Das war teilweise sehr
anstrengend. Mir ist auch zum ersten Mal aufgefallen, wie schwer es ist, in manche
Gebäude oder ihre oberen Stockwerke zu kommen. Es gab Bordsteine, über die ich
beim besten Willen nicht alleine herüber gekommen wäre. Aber am meisten haben
mich die mitleidigen Blicke gestört. Die lassen einen am stärksten spüren, dass man
anders ist.
Viereck auf Viereck
und viele Ecken mehr

von Khesrau Behroz

Manche Menschen in unserer kleinen Stadt erinnern sich noch kurz hinüberblicken wollte, schaute er sich immer
sehr lebhaft an jenen Abend, der alles und jeden verändern soll- nervöser um. Der Mann war allgegenwärtig, er war
te. Vielleicht war es dieser unerhörte Einbruch in unsere Ruhe, nicht mehr zu übersehen. Plötzlich stand er da und
dieser überraschende Versuch, alles auf den Kopf zu stellen, er strahlte und leuchtete und wir glaubten nicht an
eine Bedrohung zu sein für den Alltag, eine Aktion zu sein gegen das Böse. Doch die Dinge, die wir immer erwartet
das Übliche, Verdächtige und Unbeteiligte. Wacht auf, schien hatten und die Dinge, die wir stattdessen stets be-
er uns sagen zu wollen, wacht auf, ihr seid noch am Leben. Und kamen, waren niemals deckungsgleich. Ein kleiner
selber stand er da. Ganz plötzlich kam er in das Café und schau- Rand war nicht zu vermeiden. Schwarz auf weiß
te sich drängend um, bohrte sich mit seinen stechenden Augen und der kleine Streifen dazu. Viereck auf Viereck
tief in unsere Scham, während wir die Löffel in den Tassen krei- und viele Ecken mehr.
sen ließen und Gespräche führten über alltägliche Nichtigkei-
ten und den neuesten Monatsberichten, zwischen irgendeinem Und er riss seine Jacke auf. Und er murmelte seine
Lebensgefühl und der Angst, auf der Straße zu landen. Die Glo- letzen Worte. Und er zog den Stift. Und die andere
balisierung, beschwerten wir uns, würde sich fortbewegen und Seite, ich schaute so deutlich hinüber, dass es mir
ausgerechnet wir würden dann davon nicht profitieren. Wir schon fast peinlich war, ja, die andere Seite ver-
hatten keinen tatsächlichen Grund für diese Annahme, aber in schwand in einer gigantischen Explosion. Und ich
Sorge sein war schon immer besser, als an die Beständigkeit zu frass Staub, doch duckte mich nicht. Das Schwarz
glauben. Das hatten wir verstanden, so wollten wir es sehen. platzierte sich auf meine Haut, Asche bedeck-
te meinen Körper und ich hatte das Gefühl, alles
Ich glaube, er geschah aus dem Augenwinkel. Denn nur so sah würde verschwinden und sich nichtig machen. Wer
man diese Person. Viele fürchteten sich, den gesamten Körper waren diese Kinder, die plötzlich schrieen? Wo
ihm zuzuwenden, scheuten die Konfrontation und die Vorwür- waren sie vorhin gewesen? Wer waren diese Men-
fe der Gesellschaft, ihrer eigenen Gesellschaft, sie, wir, die wir schen, die sich an mich klammerten und mein Ge-
alle ein Teil davon waren, wir, die das Organ waren, wir atme- sicht berührten und über meine Formen fuhren?
ten und starben unter ihr, dieser Gesellschaft. Wir waren nicht Warum musste ich alle abweisen? Nein, ich bin
gerade in Erklärungsnot und wir wollten es auch nicht sein. nicht Alexander. Nein, ich bin nicht Marie. Nein,
Zuerst war es also nur ein leises Flüstern. Dann war es ein un- ich bin nicht Martin. Keine Angst, er ist sicher noch
bestimmtes Nicken und Zustimmen, einige hielten ihre Hände irgendwo. Doch ich bin niemand von euch. Lasst
wie kleine Schirme vor den Mund, wollten dämpfen und nicht mich in Ruhe, mein Kaffee war vorhin schon kalt.
mehr kläffen. Ich warte auf niemanden. Ich staune. Sie alle lau-
fen wild umher, das Gebrüll wird immer lauter, das
Ich glaube, es geschah aus dem Augenwinkel heraus. Er stand leidende Schreien einiger versucht, sich in mein
noch immer einfach nur da, in unserem Café, in unserer kleinen Mark zu beißen, doch ich bleibe standhaft. Ich be-
Stadt. Keiner kann ihn mehr beschreiben, alle sahen nur das wege mich nicht, lege meine Hände auf den mit
Profil, die Hälfte eines Ganzen; es sind inzwischen unbrauch- Asche bedeckten Tisch und in der dunklen Wolke
bare Erinnerungen, kaputte Fetzen, die sich in den Köpfen irgendwo in diesem Raum, zwischen all den toten
herumtreiben, abgebrochene Wahrnehmungen einer Gestalt, Kaffeetrinkern und Lebenskünstlern und Globali-
die alles verändern sollte. Manche sagen, wir würden unseren sierungsopfern, ja, da liegt unser Held. In womög-
Helden nicht ehren, andere zeigen mit dem Finger auf uns und lich Tausenden von Teilen zerteilt liegt er zwischen
sagen gar nichts. Doch immer spüren wir diesen Schuldspruch all denen, die von seiner Druckwelle getroffen und
über unseren Köpfen niederprasseln, und es prasselt so schnell niedergestreckt wurden. Die kleine Kraft in der
und so hart, dass man das Gefühl bekommt, einen Applaus zu großen Masse und ich war zu weit entfernt, um
hören. Es ist nicht klar, ob wir uns an irgendeinem Punkt an mitzusterben. Die Globalisierung, würden viele
jenem Tag irgendetwas eingestehen. Wir glauben es aber zu- hinterher scherzhaft sagen, ach, sie trifft doch so-
mindest im Nachhinein. wieso nur diejenigen, die zusammenrücken. Und
heldenhaft, hier würden jetzt viele kichern, ist ein-
Es geschah aus dem Augenwinkel heraus. Das letzte Mal, als ich zig und allein der zersprengende Faktor.
Es geht ein Feuer
um die Welt

von Frauke Valendzik


Ein Feuer so hell und warm und groß an Bedeutung, dass die
Tatsache, dass es von einem einzelnen kleinen Menschen ge- dieser Welt in einer „Liveshow“ mit nur einer Minu-
tragen, ja von einer zur nächsten weitergereicht wird, eigent- te Sicherheitsverspätung, das Trugbild einer Feier, die
lich Erstaunen hervorrufen müsste. Sonnenstrahlen, einge- dem Namen seines gut abgesicherten Schauplatzes alle
fangen von Menschenhand, mit Menschenverstand, nur ein Ehre machen sollte. Schließlich wurde das olympische
Hohlspiegel wird von ihm zur Bändigung dieser einzigartigen Feuer hereingetragen, eskortiert von Dutzenden Trä-
Naturgewalt benötigt. Es ist ein Feuer, dass die Menschen gern, die abwechselnd die chinesische und die olympi-
wärmt, doch wärmen sie nicht ihre Hände daran, sondern sche Fahne hochhielten. Ja, Hände wurden gebraucht,
es erwärmt ihre Herzen, wärmt sie von innen, denn es ist ein ausgewählte Hände, Hände die zu Menschen gehörten,
Symbol des Friedens, ein Zeichen für die Verbundenheit der deren Köpfe frei waren von Gedanken, die der chine-
Völker dieser Erde und wird stolz alle vier Jahre um dieselbe sischen Vorstellung von Frieden gefährlich werden
getragen. Was für eine Idee! könnten.

Der Fackellauf des Olympischen Feuers ist eine Tradition, Mit diesem medienwirksamen Spektakel pflegt China
eine alte Tradition, und sie wird seit ihrer genialen Erfindung eine weitere Tradition, die nicht zufällig ebenso alt ist
gepflegt von jedem Land, das die Ehre besitzt, die Olympi- wie die des Olympischen Fackellaufs, denn wie bereits
schen Spiele, eine weitaus ältere Tradition, austragen zu dür- angedeutet, ist diese Tradition bei weitem nicht so alt
fen. Auch heute, im Jahre 2008, hält China seine schützende wie gerne angenommen wird. Seine Premiere fand der
Hand über das zuvor in Griechenland in einem halbstündigen Fackellauf des Olympischen Feuers als Symbol des
Ritual im Hain von Olympia in Anlehnung an den Ursprung Friedens zwischen allen Völkern dieser Erde vor gerade
dieses sportlichen Großereignisses entzündete Olympische einmal 72 Jahren bei den Olympischen Sommerspielen
Feuer. Was war es doch für ein Anblick, als die traditionsbe- 1936 in Berlin.
wusst gewandete Hohepriesterin stolz und erhobenen Haup-
tes die Fackel entzündete und mit den Worten „Apollon, Gott Am 1. August eröffnete Adolf Hitler die Spiele vor
der Sonne und des Lichtes, du hast deine Strahlen geschickt 100.000 Zuschauern im Olympiastadion. Auch diese
und hast das Feuer für die heilige Fackel entfacht - für die feierliche Zeremonie war ein Spektakel, ein Propagan-
gastfreundliche Stadt von Peking“ dem antiken Sonnengott daspektakel für das nationalsozialistische Deutschland.
Apollon für seine Gabe dankte, bevor das Feuer zur ersten Damals wurde das Olympische Feuer erstmals vor den
Station seiner weiten Reise nach China geschickt wurde. Augen der Weltöffentlichkeit in Griechenland entzün-
det und von 3075 Fackelläufer durch sieben Länder zur
Aber die feierlich inszenierte Zeremonie zur Entzündung Eröffnungsveranstaltung nach Berlin gebracht wor-
dieses eindrucksvollen Symbols des Friedens wurde gestört, den. Auch damals gab es Proteste, Versuche das Feuer
gestört von den Stimmen eines Volkes und ihren Rufen nach aufzuhalten, Aufrufe zum Boykott der Spiele und doch
wahrem Frieden. Um einer ähnlichen Störung bei der Emp- nahmen die meisten Nationen an der Olympiade Teil
fangsnahme des Feuers in Peking auf dem geschichtlich vor- und die Olympischen Spiele 1936 fanden statt. Sie er-
belasteten Platz des Himmlischen Friedens vorzubeugen, öffneten eine dunkle Zeit und waren gleichzeitig der
hatte China umfangreiche Vorkehrungen getroffen, ohne Beginn einer Tradition, deren Bedeutung widersprüch-
dabei auf eine eindrucksvolle Show für die Öffentlichkeit zu licher nicht sein könnte.
verzichten.
Das Symbol: Ein Feuer so hell und warm und groß an
Sich anmutig drehende Tibeterinnen, tanzende Olympiamas- Bedeutung, dass es die Herzen der Menschen zu erwär-
kottchen und Akrobatinnen, die lächelnd Teller auf Stöcken men vermag und sie mit Hoffnung erfüllt, mit der Hoff-
balancierten, lieferten den Menschen vor den Bildschirmen nung auf Frieden. Was für eine Idee!
Dbmaaabfuweaibdbmswldüa

von Kezia Knauf

Pflegte man sich vor geraumer Zeit noch mit einem gewis-
sen Maße gesunder Ausdrucksweisen zu verständigen, ist
dies heutzutage leider häufig nur noch selten der Fall.
Vor allem bei den Teenies ist die normale Sprache einem
Slang gewichen, der in keinster Weise mit dem zu verglei-
chen ist, was man sonst von der deutschen Sprache ge-
wohnt ist, im Gegenteil. Sitze ich in der Bahn, im Bus oder
laufe ganz einfach nur mal durch die Innenstadt, frage ich
mich oftmals, in welcher Veranstaltung ich denn jetzt ge-
landet bin.

Denn zu einem überaus geschmackvollen Styling von lila


Jacke zu roter Hose und weißen Stiefeln schmücken sich
die durchaus sehr erwachsen wirkenden 13-jährigen mit
solchen genialen Sätzen wie „Eyyyy, isch schwör, das wa
so gail, alla“.
Doch nicht nur die Freunde, nein, gleich die ganze Bahn
muss erfahren „wie gaiil“ es doch war, weshalb man es
auch gar nicht erst für nötig hält, in einer angemesse-
nen Lautstärke zu sprechen. Am besten noch ein wenig
Gekreische und einige schmückende Wörter wie „Bitch“,
„Schlampe“ & „F**k dich“ dazu und die Unterhaltungs-
fahrt in der Bahn ist gesichert.

Sind sie dann nach zwei Haltestellen ausgestiegen und


man stellt sich innerlich auf eine nun erholsame Fahrt
nach Hause ein, beginnt die nächste Vorstellung, nur dies-
mal ausgeführt durch das andere Geschlecht.

Ihr vorbildlicher Style (mit rot- blond gefärbten Spitzen


der schulterlangen Nackenhaare, die ganz lässig-elegant
auf das glitzernde Playboy T-Shirt fallen) wird unterstützt
von Sätzen wie „Eyy, Alla, lass ma Mäcces!“ und „Jo, fäätt,
digga, isch hab ihn so ins Gehirn gef***t“, wobei das Gan-
ze noch sanft untermalt wird von wohlklingenden Ghetto-
Raps aus ihren Mobiltelefonen.

Und es ist irgendwie deprimierend zugeben zu müssen,


dass oben genannte Beispiele keineswegs ausgedacht
sind.
Die Frage, die sich jetzt stellt: Was für einen Effekt hat ganz eigene Sprache entwickelt. Naja, insofern man „Maa
es, dass die deutsche Sprache unter solch einem Defekt Bebiiiez Lüüp euch Übaa ALlez“ als eine Sprache bezeich-
leidet? nen kann.

Nun ja, auf jeden Fall keinen guten, führt diese Verarmung Auch anstatt einfach nur zu schreiben „Ich mag euch“
der Sprache eher dazu, dass die Sätze nur auf das Nötigste oder „ihr seid mir echt wichtig“ wird lieber zu überdimen-
reduziert werden und von den frühreifen Kids kaum je- sionalen Abkürzungen gegriffen wie „Dbmaaabfuweaibd-
mand in der Lage ist, sich ganz normal zu artikulieren. bmswldüa“ (Du bist meine aller aller aller beste Freundin
und wirst es auch immer bleiben, du bist mir so wich-
Es hat sich schon so sehr eingebürgert, dass man auch tig, lieb dich über alles), wo man sich ganz ehrlich fragt:
beim Chatten und sonstigen Aktivitäten im Internet seine Ähm… geht’s noch?
Liebe Kinder,

von Patrick Zimmermann

Es war einmal - und sehr lange ist das noch gar nicht her -, dass
ein rot-gestiefelter Kater sich in den Kopf gesetzt hatte, der neue
Herrscher über den Wald Hessen zu werden. Der Kater selbst war
sehr eigenwillig aber auch ganz schön schlau. So dachte er, wenn
ich den Tieren viel verspreche, werde ich wohl auch der neue
Herrscher werden. Ich muss ihnen nur das versprechen, was sie
hören wollen. So gab er munter und fröhlich den Tieren viele Ver-
sprechen, bei denen er dachte, diese würden den Tieren gefallen.
So versprach er auch, sich von der Füchsin fern zu halten. Lieber
sagte er, wolle er mit dem Igel arbeiten. Und so dachte er, wäre
seine Wahl zum Herrscher schon sicher.

Doch wie es geschehen musste, war der Kater den Tieren des
Waldes doch nicht so recht. Denn die meisten Stimmen erhielt
der schwarze Rabe, der den Wald bisher regierte. Dieser nun war
auch sehr aufgeschmissen, denn selbst zusammen mit der Gans
konnte er nicht weiter herrschen.

Der rot-gestiefelte Kater wollte nun doch unbedingt der Herrscher


des Waldes werden. Dies konnte er jedoch nur erreichen, wenn er
mit dem Igel und der Füchsin zusammen arbeitete. So näherte er
sich der Füchsin an, wobei er noch wusste, dass er den Tieren ei-
genltich etwas Anderes versprochen hatte. Damit brachte er sich
in eine gefährliche Situation. Denn der Rabe und die Gans waren
immer noch sehr beleidigt darüber, dass sie nicht regieren kön-
nen, sodass es ihnen nur recht war, als sie von der Idee des rot-
gestiefelten Katers hörten. Denn die beiden fingen schnell an laut
zu krächzen und zu schnattern, der Kater begehe Wortbruch.

So schafften es der Rabe und die Gans durch ihr lautes Gekräch-
ze und Geschnattere selbst eine treue Ente des Katers davon zu
überzeugen, sich von des Katers roten Stiefeln zu lösen und somit
die Herrschaft des rot-gestiefelten Katers zu verhindern.

Der rot-gestiefelte Kater schaffte es nicht, einen anderen Ausweg


aus dieser schwierigen Lage zu finden, als völlig niedergeschlagen
zu resignieren. Was den Raben und die Gans sehr freute.

So musste der Kater voller Schmerz einsehen, dass er sich wegen


eines dummen Versprechens selber schadete und die Tiere des
Waldes sehr verärgert darüber waren, dass sie nun niemanden
hatten, der ihren Wald regierte.

Die Moral von der Geschichte ist:


Solche Versprechen bringen keinen weiter,
nur Kompromisse machen heiter.
Natur

von Ann Katrin Hammer

Horche, Menschenkind, wie die Bäume ächzen


Unter den Lastern die Du ihnen auferlegst
Und wie sie mit dem Winde krächzen,
in der Hoffnung, dass Du ihr Leid verstehst.

Sieh wie das Grün dem Pflaster weicht


Und graue Farbe das Leben bestimmt;
Erkenne wie die Welt einem Albtraum gleicht
Und wie Du, Mensch, ihr die Schönheit nimmst.

Spüre, nun endlich, was Natur bedeutet,


denn mehr und mehr zerstört ihr eure Umwelt,
so höret, dass es zur letzten Stunde läutet,
sodass es endlich euren Verstand erhellt.
von Ann Katrin Hammer
Lehrerwünsche
Skandal in der effekt:-Redaktion: Neuesten Recherchen zufolge sind Lehrer auch nur
Menschen! Diese bahnbrechende Festellung brachte uns dazu, einige Lehrkörper nach
ihren früheren Berufswünschen zu fragen und beim Ergebnis widerum entsetzt mit dem
Kopf zu schütteln: Warum zum Teufel wollte keiner Astronaut werden?

Herr Tigges-Geßner

„Ursprünglich war mein Berufswunsch Journalist.


Dies war auch der Grund, warum ich dann Politik
und Geschichte studierte. Meinen Eltern zuliebe be-
gann ich diese Fächer auf Lehramt zu studieren; der
Zukunftschancen wegen.
Nach meinem 2. Staatsexamen bin ich dann an der
Schule geblieben und habe meine Fächer noch um
Deutsch erweitert, was mir meine erste Stelle sicher-
te.
Ja, und um das 2. Staatsexamen machen zu können,
braucht man ein Referendariat an einer Schule- und
dort blieb ich dann auch.
Doch dann entdeckte ich in meiner Freizeit die Liebe
zur Musik, und ich beschloss, mein Berufsbild auch
dahingehend zu bereichern.
So studierte ich also auch noch Musik in Kassel; und
bin sehr froh, diesen Schritt gegangen zu sein- ob
wohl es ein wenig schade ist, ihn nicht schon eher
getan zu haben.“

Frau Horn

Herr Hellwig Mich hat schon immer soziale Arbeit, auch


mit Jugendlichen interessiert. Doch nach
Da meine Eltern Pferde besaßen, geriet ich meinem Schulabschluss habe ich erstmal
schon früh in Kontakt mit Tieren. viele Jahre im Finanzamt gearbeitet, wobei
Meine Liebe zu Tieren führte mich zu einem mir schnell klar wurde, dass dies keines-
Praktikum bei einem Landtierarzt, wo ich falls mein Traumjob werden würde. Also
allerdings erfuhr, dass die beruflichen Aus- hab ich dann studiert und bin, auch auf
sichten auf diesem Gebiet schlecht seien. Grund der Fächerkombination, Lehrerin
Während meiner Schulzeit hat sich dann geworden.
das Interesse an der Biologie und Che-
mie entfaltet, das auf der Oberstufe durch
Einfluss eines Lehrers nur noch verstärkt
wurde und in mir den Berufswunsch „Leh-
rer“ festigte.
Ede Müller

Als ich jünger war, war mein Plan, dass


ich auf einer amerikanischen Ranch mit
meinem Pferd lebe. Dann hat mich Ge-
schichte interessiert, was ich dann auch
studiert habe. Nur, damit allein ist man ja
noch nichts und so habe ich – nach einigen
Umwegen und vielen Zufällen - auf Lehr-
amt umgesattelt.

Frau Brinkmann

Ich wollte als kleines Mädchen unbedingt


Krankenschwester werden und auf keinen
Fall Pädagogik studieren. Später verdien-
te ich mir Geld als Briefträgerin und auf
Grund der damaligen guten Bezahlung
und den fairen Arbeitsbedingungen hab
ich auch kurz überlegt den Job weiter zu
machen. Doch da ich Mathe und Sport
studierte, kam neben der klassischen wis-
senschaftlichen Arbeit nur ein Studium auf
Lehramt in Frage.

Frau Ventura

Schon durch die Mittelstufe hat mich mein


Wunsch begleitet, einen gestalterischen Be-
ruf zu ergreifen. Sehr interessiert war ich an
Architektur, das heißt gestalten und erschaf-
fen von Lebensräumen. Doch Anfang der
Oberstufe gefiel mir der Gedanke, Kunstleh-
rerin zu werden sehr und das brachte mich
auch letztendlich zu meinem Studium. Nach
dem Abitur jedoch hatte ich andere Träume,
so z.B. eine Ausbildung als Goldschmiedin,
Steinmetz oder Bühnenbildnerin zu ma-
chen. Die Umsetzung dieser Pläne ist jedoch
entweder an Mut oder an dem stärkeren
Wunsch eines Lehramtstudiums gescheitert.
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Geh Menschen gucken!


Die Fördergesellschaft lädt ein!

Jugend-Förderprojekt der Fördergesellschaft Staatstheater Kassel e. V.

Zusätzlicher ermäßigter Eintritt für Schüler, Auszubildende, Studen-


ten, Lehramtsanwärter und Jugendliche (bis 18 Jahren) zu folgenden
Vorstellungen:

Termine Mai 2008

Sa. 10.05. Familienschlager, Musikalische Wiedervereinigung von Eric Gedeon,


Schauspielhaus, Kartenpreis 3,- €

Mo. 19.05. 7. Sinfoniekonzert, Das Antlitz der Zeit,


Stadthalle, Kartenpreis 3,- €

So. 25.05. Viel Lärm um nichts, von William Shakespeare,


Schauspielhaus, Kartenpreis 3,- €

Sa. 31.05. Tanzabend II – neue heimat, von Johannes Wieland,


Schauspielhaus, Kartenpreis 3,- €

Kurhessischer Besucherring:

Di 27.05. Vor Sonnenaufgang, Soziales Drama von Gerhart Hauptmann,


Schauspielhaus, kein Abendverkauf durch Fördergesellschaft - nur
Kartenbezuschussung, Kartenpreis ab 4,- €

Termine Juni 2008

Sa. 07.06. Familienschlager, Musikalische Wiedervereinigung von Erik Gedeon,


Schauspielhaus, Kartenpreis 3,- €

Mi. 11.06. Der Liebestrank, Komische Oper von Gaetano Donizetti,


Opernhaus, Kartenpreis 3,- €

Sa. 14.06. Viel Lärm um nichts, von William Shakespeare,


Schauspielhaus, Kartenpreis 3,- €

Mo 16.06. 8. Sinfoniekonzert, Spanische Stunden,


Stadthalle, Kartenpreis 3,- €

Die besonders preisreduzierten Karten (tif € 2,-, Schauspiel, Konzert, Oper, Musical und Tanz
einheitlich € 3,-) gibt es am Vorstellungsabend 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn am Info-Stand
der Fördergesellschaft Staatstheater Kassel e.V. in den Foyers der Spielstätten. Pro Termin steht
ein Kontingent von 40 Karten zur Verfügung.
Ein Kuss

von Khesrau Behroz


obachtet das Gegenüber, beobachtet ihre Art, die
Haut auf Haut. Ein verbranntes Stück Schicksal. Du gibst etwas Lippen zu formen, beobachtet ihre Art, den Kopf
hinein und bekommst dafür eine Gegenleistung. So entsteht das zu bewegen. Man bereitet sich vor. Man schluckt
Kapital, so entstehen Geschichten, real und metaphorisch. Sie die Speiche im Mund hinunter, bleckt sich die
kommt näher, das Atmen wird offensichtlich, die Ohren verschlie- Zähne, öffnet langsam den Mund, sucht gleichzei-
ßen ihre Systeme, Geräusche werden nicht mehr wahrgenom- tig einen guten Platz für die Zunge, will sie verste-
men. Die Außenwelt verkommt zu einem ungenießbaren Brei, cken, will sie wieder rausholen, steckt sie in die
man wird zu einem Kind, beobachtet neugierig das Gegenüber, eine und dann in die andere Ecke, man schließt
beobachtet die Annäherung, benutzt die Hände, um zu spüren, die Augen und hofft und betet und es ist egal,
benutzt die Nase, um die heiße Luft einzuatmen. Viele sagen, sie welcher Gott dort oben weilt, es ist egal, an wen
würden sich an dieser Stelle erinnern: Das erste Mal, als man ge- man glaubt, man nähert sich, die Luft wird immer
nauer hinschaute, als man genauer hinhörte und länger und in- dünner, sie drückt auf die hochsensible Haut, die
tensiver spürte, das erste Mal, als man dankbar war und das ers- Nasen berühren sich, als würden sie sich noch ne-
te Mal, als man sich bewusst machte, dass man nichts, aber auch cken wollen, man lächelt, zieht sich kurz zurück,
rein gar nicht, bereute. Andere sagen, sie würden vergessen: Das sucht einen anderen Punkt, man will greifen, man
Leid, das zuvor ertragen werden musste, all die Momente, die will einen ruhigen Platz zum Landen finden, nä-
vorbeigerauscht waren in einer unbeschreiblichen Geschwindig- hert sich und zieht sich wieder zurück, man lächelt
keit, all die Momente, die etwas Großes werden konnten, all die provozierend, lässt die Augen geschlossen und
Gesichter, die man lieben wollte, all die Augen, die man vergaß, wenn man vergessen hat, dass man all das getan
die gescheiterten Versuche, das Geschrei und das Gewusel der hat, wenn die Speiche sich wieder sammelt, wenn
Menschen, die Reden der Freunde, die Reden der Eltern, die die Zunge sich selbstständig macht und wenn man
Sprüche der Geschwister und der Verwandten. nicht mehr hofft und betet und glaubt, ja, dann
küsst man sich. Dann passt sich alles dem Rest
Vielleicht war es eine ambivalente Erfahrung, man hat es wie der Welt an. Dann kommt ein Stück zusammen.
einen Pistolenschuss wahrgenommen, als wäre man erschossen Fragmente finden einander, zerbrochene Scher-
worden. Diese Überraschung, die über alles entscheidet. Anfang ben hängen wieder zusammen und in der Welt
und Ende. Es knallt immer wieder und es knallt immer lauter. wird ein weiteres Puzzle gelöst, beide Teile fügen
Die Kugeln durchlöchern das Herz, bahnen sich ihren Weg durch sich, den Lippen ist die Form egal, die ultimative
die weichen Knochen, zerfetzen die sensible Haut, durchtrennen Symbiose von Gleichgültigkeit, Frieden und Erha-
die Adern, tauchen in das selige Rot, das abwechselnd liebt und benheit.
tötet, erblicken manchmal sogar auf der anderen Seite wieder
das Licht der Welt und landen auf dem kalten Asphaltboden, als Haut auf Haut. Wie ein verbranntes Stück Schick-
Hülse, als Gefäß, als hätte der Körper gekämpft und die Kugel sal. Wie ein Pistolenschuss. Eine Annäherung,
ausgesaugt, als hätte er sich gewehrt und gewonnen. die das ganze Spektrum einmal durchläuft, eine
Berührung, die alles sieht, alles versteht und alles
Sie nähert sich weiter. Man bereitet sich vor, erinnert sich an all verzeiht. Eine Erinnerung an ein simpleres Leben.
die Bücher und Magazine, in denen man darüber gelesen und Es vergeht irgendwann. Weil Erinnern vergäng-
davon gelernt hat. Man bewegt den Kopf in eine schiefe Lage, be- lich und Vergessen unvermeidlich ist.
Impressum

Autoren
Khesrau Behroz
Pia Frendeborg
Ann Katrin Hammer
Kezia Knauf
Michael Kranixfeld
Frauke Valendzik
Sarah Ventura
Patrick Zimmermann

Satz & Layout


Khesrau Behroz

Verantwortlicher Redakteur
Michael Kranixfeld

Betreuende Lehrerin
M. João Ventura

Bildnachweis
Michael Kranixfeld
Sarah Ventura
Khesrau Behroz
SXC.hu (Titelbild)
aboutpixel.de
Sebastian Bolesch

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