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Juli 2012

Juli 2012 » COMMUNITY 20 Jahre CSD Frankfurt Von Homolulu über Gay Live zur Konsti »
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» COMMUNITY

20 Jahre

CSD Frankfurt

Von Homolulu über Gay Live zur Konsti

» COMMUNITY

Mr Leather

Hessen

Das erste Mal!

Eckstein,

Eckstein!

musst

du noch versteckt sein?

E D I T O R I A L

 

Bedienungs-

anleitung

Die Urknallwirbel-Edition

Wir haben vor einiger Zeit einen neuen Farb- drucker für den Verlag gekauft. Der druckt zwar schnell und fein, produziert mit schöner Regel- mäßigkeit aber auch unverständliche Fehlermel- dungen unbekannter Quelle. Es hat ein bisschen gedauert, bis wir ihn verstanden haben. Meine lesbische Kollegin kam dabei auf den zündenden Gedanken: „Der ist wie ein Mann“. O.K. - mir von einer Lesbe erklären zu lassen, wie ein Mann funk- tioniert, kann ja eigentlich nicht richtig sein. Höre ich jetzt Gemurmel aus der Alten Gasse 38? Bitte lest doch weiter, Girls: denn nach einigen Hin- und her musste ich zugeben, dass meine Kollegin Recht hat. Es ist so: wenn den Drucker irgendwas irritiert, murmelt und mault er zunächst leise ein bisschen vor sich hin und fängt schließlich an, hörbar zu pie- pen und blinken. Man kapiert natürlich überhaupt nicht, was er hat, weil man eigentlich gar nichts ir- ritierendes getan hat. Dennoch: ein quadratischer Klotz äußert Unmut, aber man versteht ihn nicht. Muss man aber eigentlich auch nicht. Man stellt sich einfach davor und schaut ihn zunächst mit- fühlend an. Einziger Ansatzpunkt ist die System- steuerung, die zum Glück nur aus sieben Tasten besteht. Zugegeben: hinter einigen tun sich wahre Abgründe an Funktionen auf, aber die braucht man in der Regel gar nicht. Meistens reicht es nämlich aus, die am auffälligsten markierte Taste mit dem roten X zu drücken. Er zischt und schnauft, und das unbekannte Problem ist irgendwie gelöst - durch Drücken einer einzigen Taste. Also genau wie bei einem Mann. Super! Dass das auch diesen Monat wieder funktioniert hat, sieht man daran, dass ihr das aktuelle gab-Magazin in den Händen haltet. Auch super! Ab der August-Ausgabe wird es übri- gens einige Veränderungen im gab-Magazin geben. Es wird ein bisschen anders aussehen, an den De- tails wird noch gearbeitet. Ende Juli kommt dann das Ergebnis - bis dahin ist ja noch ein bisschen Zeit.

Bis dahin wünsche ich viel Spaß mit der Juli-Ausga- be und dem CSD Björn Berndt

Die fünf besten Zitate der Juli-Ausgabe:

1. Schwulen kommt es sehr viel stärker auf die unmit- telbare Belohnung, also den Sex, an.

2. Dann hat er mich in sein rosa Häuschen im Taunus eingeladen.

3. Wer hat eigentlich das alberne Gerücht in die Welt gesetzt, dass Lesben keinen Humor hätten?

4. Da flashte mich der Flashmop!

5. Es wird viel zu wenig über Sex gesprochen.

» STARTER

MODERNE »

MENSCHEN

4

Sex, Kisses, Rock‘n Roll und Hauben

MODERNES »

LEBEN

6

Wear your Sunglasses at Night

AKTUELL » CSD-FRANKFURT Von Homolulu über Gay Live bis zum CSD

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AKTUELL »

POLITIK

15

100 Jahre lang kein CSD in Moskau

KULTUR »

MUSIK

16

Das Testosteron ist schuld

KULTUR »

FILM

 

18

Arachnophobiker erhalten eine Therapie

KULTUR »

BUCH

 

2 0

Hetero-Utopien und Homo-Sexratgeber

THEMA »

HIV

 

2 2

News zur Therapie

 

» REGIONAL

 

SZENE » FRANKFURT

»

INSIDE

2 4

Crystel und der Virus

 

»

KOLUMNE

2 5

Die Power kommt aus der Provinz

»

GASTRO

2 6

Unterwegs auf dem fliegenden Teppich

»

KULTUR

2 7

Neue Männer braucht das Land!

»

COMMUNITY

2 8

Sport, Aktion und ein Mr Leather

»

PARTY-PROFILE

34

Die Bierrosette soll fliegen!

SZENE » MAINZ/WIESBADEN Mainz ist nicht nur warm, sondern schwül

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SZENE »

MANNHEIM

38

Geht doch alles, mit ein bisschen gutem Willen!

SZENE » REGION Toleranz oder leere Worte?

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SZENE »

REICH UND SCHÖN

42

Klatschnass und glücklich

» SERVICE

 

»

TERMINE

44

Da geht was!

 

»

FERNSEHEN

4 9

Zapp dich durch

» PINK

PAGES

5

0

Zurechtfinden

 

»

KLEINANZEIGEN

5 4

Von Lesern für Leser

» HINTEN

REISE »

AUF TOUR

56

Weit und sexy

PORTFOLIO » MUSKEL-KRAFT Noch mehr Testosteron

58

THEMA »

PÄRCHENCHECK

59

Sternchen und Krümel

»

IMPRESSUM

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Die haben‘s gemacht!

AKTION »

LESER

60

Das Glück und die Finanzen

HOMOSKOP » DEINE STERNE 666 Höre auf den Rat der Bachblüte

INHALT » JULI

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Juli 2012

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MODERNE » MENSCHEN

Der Männerkuss

Immer noch ein Aufreger: Männerküsse in amerikanischen Filmproduktio- nen. Neuester Craze: in Adam Shankmans Broadway-Adaption „Rock of Ages“ küssen sich Hauptdarsteller Alec Baldwin und Russel Brand am Schluss der gemeinsamen Ballade „Can‘t fight this Feeling“. Und das, obwohl sie keine schwulen Charaktere spielen. „Lonny und Dennis lieben sich im Film“, erklärt Russel Brand in Interviews, „und das zeigen sie eben so“. Auch Baldwin meint:

„Es geht gar nicht um Sex, sondern um Liebe“ - zum Medienrummel hat er trotzdem ein Statement: „Wir leben in einer Zeit, in der die eine Hälfte des Landes etwas kapiert hat und die andere nicht. Ich gehöre zu dem Teil, wo es keine Frage ist, ob Männer Männer heiraten dürfen, Frauen Frauen heiraten oder ein Afro-Amerikaner Präsident wird. Wir leben in einem Zeitalter von Gleichheit, egal um welches Thema es geht. Das ist nichts Neues oder Überra- schendes - aber da gibt es noch die andere Hälfte der Bevölkerung, für die so- was durchaus neu und überraschend ist“. (bjö)

„Rock of Ages“ ist am 14.6. in den deutschen Kinos gestartetdie so- was durchaus neu und überraschend ist“. (bjö) Foto: David James/Warner Bros. Endlich die Haube

Foto: David James/Warner Bros.
Foto: David James/Warner Bros.

Endlich die Haube

Am 27. Mai hat Cynthia Nixon („Sex and the City“) ihre langjährige Freundin Christine Marinoni in New York geheiratet. Ihre Verlobung fand bereits 2009 in Rahmen einer Aktion zur Legalisierung der Homoehe statt - damals war selbst das in New York noch nicht erlaubt. Nixon und Marinoni ha- ben sich im Anschluss immer wieder für die Ho- moehe stark gemacht. Ihre kleine Familie zählt außerdem drei Kinder: zwei aus der früheren Ehe mit Nixon und Schauspieler Danny Mozes, und Max, den gemeinsamen Sohn, der von Christine ausgetragen wurde. (bjö)

Foto: Paul Morigi/getty Images
Foto: Paul Morigi/getty Images

Wunderkind

Das kanadische

beginnt eine neue, aufregende Liebesgeschichte, die Dolan in epischen drei Stunden ausbreitet, wie immer in gelungenen Kameraeinstellungen und mit einem satten Pop-Soundtrack. Seine beiden ersten Spielfilme „I killed my Mother“ (2009) und „Herzensbrecher“ (2010), bei denen er nicht nur Regie führte, sondern 2009 sogar die Hauptrolle spielte, wurden von Kritikern gelobt und waren auch in Deutschland in ausgewählten Kinos zu se- hen. Die „Queer Palm“ wird seit drei Jahren paral- lel zu den Filmfestspielen in Cannes vergeben; 2010 für „Kaboom“ von Greg Araki, 2011 für „Beauty“ von Oliver Hermanus. (bjö)

Regisseur-Wun-

Foto: Kool Film

derkind Xavier Dolan (23) ist für sein Gender-Dra- ma „Laurence Anyways“ mit der „Queer Palm“ bei den Filmfest- spielen in Cannes ausgezeichnet worden. Der Film dreht sich um den Lehrer Laurence, der eines Tages merkt, dass er als Mann nicht mehr weiter- leben kann und sich zu einer Geschlechtsum- wandlung entschließt. Seine Freundin Frédérique entschließt sich, bei ihm/ihr zu bleiben. Für beide

„Laurence Anyways“ startet voraussichtlich im Februar 2013 in Deutschland

„Laurence Anyways“ startet voraussichtlich im Februar 2013 in Deutschland

Die neue Generation

Ambitioniertes Filmprojekt: der junge schwule Re- gisseur Marco Kreuzpaintner, für dessen Spiel- filmdebüt „Sommersturm“ (2004) seine eigene Coming-Out-Geschichte Pate stand, wird 2013 ei- nen Spielfilm über den schwulen Regisseur Rainer Werner Fassbinder drehen. „Wir wollen kein klas- sisches Biopic produzieren, sondern eine persönli- che Geschichte erzählen“, sagt Produzent Anatol Nitschke, und Kreuzpaintner ergänzt seine Beweg- gründe im Interview mit der „Welt online“: „Ich denke, es hat mit der Außenseiterposition zu tun, mit dem Schwulsein, dem freien Blick des Narren auf die Gesellschaft. Und mit der Frage, die sich durch all seine Filme zieht: Gibt es die unbedingte Liebe, oder ist Liebe immer eine Form der Abhän- gigkeit?“ Als Fassbinder 1982 im Alter von nur 37 Jahren an Herzversagen starb, war Kreutzpaintner gerade mal fünf Jahre alt. Die Dreharbeiten zu „Rainer“ starten im Frühjahr 2013. (bjö)

Foto: Franz Richter
Foto: Franz Richter

G E B U R T S TA G S K I N D E R

 

Bruce Darnell, 19.7.1957

 

Rufus Wainwright, 22.7.1973

Gus van Sant, 24.7.1952

Foto: RTL / Sebastian Schmidt
Foto: RTL / Sebastian Schmidt

Die Handtasche lebt! Schlagartig berühmt wurde der Ex-US-Fallschirmjäger, Model und Modelcoach als Juror in Heidi Klums „Next Topmodel“-Show. Als Dirk Bach ihn zufällig in einer Fernsehshow outete,

wunderte das niemand - bis auf die Bild-Zeitung, die „So ein Outing vorm Millio- nenpublikum hat Bruce sicher nicht gefallen“, schrieb. Bruce blieb cool, ansonsten bleibt sein Privatleben allerdings tabu. „Die Menschen mögen an mir, dass ich ein liebenswertes Weichei bin“ sagte er dem Internet- Portal Viviano. Zuletzt war Darnell als Juror bei DSDS zu sehen.

Foto: Tina Tyrell
Foto: Tina Tyrell

„Ich bin schwul, ich liebe es schwul zu sein, ich werde immer schwul sein“ - so offen und unkompliziert wie der kanadisch-US- amerikanische Singer/ Songwriter äußern sich nur wenige Künstler zu ihrer

Homosexualität. Wainwright stammt aus einer Musiker-Familie und ist vor gut einem

Jahr Vater einer Tochter geworden - standesgemäß ist die Mutter Lorca Cohen, die Tochter von Leonard Cohen. Mit seinem deutschen Freund Jörn Weißbrodt, dem künstlerischen Leiter des kanadischen Kulturfesti- vals „Luminato“, will er sich im Sommer diesen Jahres verpartnern lassen.

Die Filme des amerikani- schen Regisseurs kreisen oft um Homosexualität und/ oder Jugend-Dramen. Nach einigen großen Mainstream- Erfolgen (zum Beispiel „My own private Idaho“ oder „Good Will Hunting“) hat van Sant sich wieder dem Arthouse-Kino zugewandt. Sein Film „Milk“ über den Politiker Harvey Milk, den ersten schwulen Bürgermeister Amerikas, wurde 2009 mit zwei Oscars ausgezeichnet. „Ich selbst bin kein schwulenpolitisch aktiver Mensch“, sagt van Sant im Interview mit der „Zeit“ über sich. „Manchmal wünschte ich, ich könnte mehr nach außen gehen. Stattdessen drehe ich Filme über Aktivisten“. (bjö)

Foto: Columbia
Foto: Columbia
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MODERNES » LEBEN

Blinzel mich an!

Der Sonnenbrillen-Check 2012

Wie finde ich die richtige Sonnenbrillenform? Einfache Regel: Gegenak- zente setzten! Eckige Rahmen lasen runde Gesichtsformen markanter erscheinen, die klassische Pilotenbrille mit feinem Gestell und abge- rundeten Kanten passt zu markanten Gesichtszügen, genau wie runde Brillen mit schmalen Gesichtern harmonieren. Hier kommen die sechs besten Sonnebrillen 2012:

A
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Marc by Marc Jacobs Die raffinierteste Sonnenbrille 2012: die Mischung aus kantiger Form und abgerundetem Wayfarer-Style wirkt auf den ersten Blick ein biss- chen exzentrisch, wird aber durch den dreifarbigen Rahmen angenehm sportlich abgefedert. Gibt‘s in unterschiedlichen Farbkombinationen von Marc by Marc Jacobs, in

Frankfurt gesehen bei Nordendblick (Eckenheimer Landstr. 56) B

aus Holz, mit Färbung und Maserung. Cool!

britischen Brillendesigner-Ikone Linda Farrow eine Sonnenbrillenkollektion entworfen. Transparent und mehrfarbig gemustert - die Fashionistabrille 2012. D

und mehrfarbig gemustert - die Fashionistabrille 2012. D Kerbholz Brett vorm Kopf? Mitnichten! Vier junge Studenten

Kerbholz Brett vorm Kopf? Mitnichten! Vier junge Studenten aus Köln bringen Sonnenbrillenfassungen

Kris van Assche Wie viele Modedesigner zuvor hat nun auch der Belgier Kris van Assche mit der

zuvor hat nun auch der Belgier Kris van Assche mit der Yves Saint aufdemkerbholz.de C Laurent

Yves Saint

hat nun auch der Belgier Kris van Assche mit der Yves Saint aufdemkerbholz.de C Laurent Drama,

aufdemkerbholz.de C

Laurent Drama, Baby: schwarzes Gestell mit silbernen Applikationen von Yves Saint Laurent. E

über der Nase! Auch die spanische Kaufhauskette Zara hat das erkannt - chic mit geschecktem Gestell und unschlagbar im Preis. F Kontrast zum transparenten Gestell: Dior Homme - wie immer das High-End Darling mit Doppelsteg-Detail!

- wie immer das High-End Darling mit Doppelsteg-Detail! Zara Wichtiges Sonnenbrillen-Detail im Sommer 2012: der

Zara Wichtiges Sonnenbrillen-Detail im Sommer 2012: der Doppelsteg

mit Doppelsteg-Detail! Zara Wichtiges Sonnenbrillen-Detail im Sommer 2012: der Doppelsteg Dior Homme Schwarze Bügel im

Dior Homme Schwarze Bügel im

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Sommer-Accessoires

Braucht man nicht, macht aber Spaß

Sommer-Accessoires Braucht man nicht, macht aber Spaß Strohhüte schützen gegen Sonne - hier von H&M und

Strohhüte schützen gegen Sonne - hier von H&M und Camel Active.

schützen gegen Sonne - hier von H&M und Camel Active. Blumenmuster lösen 2012 die Animal-Prints ab:
schützen gegen Sonne - hier von H&M und Camel Active. Blumenmuster lösen 2012 die Animal-Prints ab:

Blumenmuster lösen 2012 die Animal-Prints ab:

Shorts und T-Shirt von H&M. hm.com

Über Geschmack lässt sich streiten, aber mit Regen kennen sich die Briten bestens aus -
Über Geschmack lässt sich streiten, aber mit Regen kennen sich die Briten bestens
aus - daher sind die Regenschirme von London Undercover auch für deutschen
Sommerregen unerreicht chic; gibt‘s sogar mit Camouflage-, Rosenkohl- oder English
Breakfast-Muster. londonundercover.co.uk
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AKTUELL » CSD FRANKFURT

20 Jahre CSD Frankfurt

Wie alles begann

Der Ursprung aller CSDs liegt bekanntermaßen in einer kleinen Bar in New York Gay-Stadtteil Greenwich. Vor allem die Drags und Transen waren es, die 1969 zum ersten Mal mit vereinten Kräften gegen die damals alltäglichen Polizeirazzien rebellierten - eine mehrtägige Straßenschlacht entbrann- te vor dem kleinen Lokal „Stonewall Inn“ in der Christopher Street, zu deren Gedenken bis heute der „Christopher Street Day“, kurz CSD, weltweit begangen wird.

Es sollte Jahrn dauern, bis 1979 die erste deutsche schwul-lesbische Emanzipationsbewegung im Frank- furter „Homolulu“-Festival gipfelte und den Vorläufer für den heutigen CSD in Frankfurt lieferte: eine ganze Woche mit politischem und kulturel- lem Programm, Diskussionsforen samt einer eigenen Zeitung und De- mo-Parade auf der Zeil. Die Homos übten sich in Selbstverwirklichung und rebellierten gegen das spießige Bürgertum. Den vornehmlich links- orientierten Teilnehmern ging es da- mals nicht um Anpassung an bürger- liche Normen - ganz im Gegenteil stand nichts Geringeres als der ge- sellschaftliche Umbruch als Vision zur Debatte. Damals wie heute pick- ten sich die Medien die am schrills- ten Kostümierten für ihre Berichter- stattung heraus.

Die Klingerstraßen- Jahre

Nach diesem ersten Höhepunkt ho- mosexueller Öffentlichkeit gab‘s

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Juli 2012

eine lange Pause, für die nicht zu- letzt Aids in den 80ern Schuld war. 1992 führte Frankfurt seine CSD- Geschichte schließlich weiter: in der Klingerstraße, unweit der Konstab- lerwache vor den Türen des lesbisch- schwulen Kulturhauses LSKH, lud die „Dachorganisation der für die Interessen homosexuell orientierter Menschen arbeitenden Frankfurter Vereine“ zum ersten Solidaritäts- fest für Schwule und Lesben. Das Straßenfest war die Abschlussver- anstaltung einer Aktionswoche, Pa- rolen waren auf Bettücher gemalt, das Veranstaltungsbanner mit den vereinten schwul-lesbischen Sym- bolen von einer Mutter eines Veran- stalters handgenäht, die Bühne be- stand aus sechs Bierkisten und vier Holzbrettern, die Musik kam vom einem Kassettenrekorder mit zwei Lautsprechern, die vor die Tür des LSKH gestellt wurden und es wurde hausgemachter Bauernsalat aus ei- ner Baby-Badewanne serviert. 1000 Besucher zählte das Fest, Schwule und Lesben zeigten sich stolz in der

Die Keimzelle: Stonewall-Inn in New York Foto: bjö
Die Keimzelle:
Stonewall-Inn
in New York
Foto: bjö

Öffentlichkeit. So war der erste CSD Frankfurt, der damals noch „Homo Solidarität“ hieß.

Mr CSD Rainer Gütlich

Ein anderer Name hingegen ist seit 1992 unzertrennlich mit dem Frank- furter CSD verbunden: Rainer Güt- lich. Kein anderer sollte in den kom- menden Jahren den CSD Frankfurt weiter vorantreiben und nachhalti-

In der Klingerstraße startete 1992 der CSD Frankfurt.

ger prägen als er. Eines seiner wich- tigsten Ziele: der CSD ist ein Fest für Schwule, Lesben und Transgender und das soll es auch bleiben. Wäh- rend andere CSDs mit Besucherre- korden glänzen (was sich natürlich positiv auf die Sponsorensuche der immer größer werdenen Feste aus- wirkte), blieb der CSD Frankfurt ver- gleichsweise familiär. „Ich möchte nicht, dass der CSD ausufert“, meint Gütlich in seiner Rede zum 10-jähri- gen CSD-Jubiläum 2002. „Es ist un- ser Fest, und das soll es auch blei- ben. Deshalb mache ich außerhalb der Szene so wenig Werbung wie möglich. Der CSD ist für mich kei- neswegs nur Live-Musik und Büh- nenprogramm. Der CSD ist Ausdruck unserer Entschlossenheit, Präsenz zu zeigen, zusammen zu kommen, sichtbar zu sein, gemeinsam etwas für die Veränderung unserer Lebens- situation zu tun“. Dass er das mit fortschreitender Akzeptanz für homosexuelle Lebens- weisen in Deutschland, die ihren ers- ten großen offiziellen Teilerfolg nach Abschaffung des Paragrafen 175 im Lebenspartnerschaftsgesetz von 2001 feierte, auch für andere Länder sieht, beweist er 2006, als er die Ak- tion „Polen“ zum Thema des CSD er- klärt und eine Delegation polnischer Lesben und Schwule den CSD Frank- furt besucht. Gütlich wusste um die Kraft, die eine solche Veranstaltung haben kann; sie gibt Kraft genug, um im eigenen Land etwas zu bewegen. Hilfe zu Selbsthilfe. Nicht nur damit war Gütlich visio- när: auch sein Fokus auf das Thema Aids war richtungsweisend für deut-

Foto: Stephan Maka

1995 - Umzug auf die Konstalber- wache

sche CSDs. Die Schweigeminute, zu der bei jedem Frankfurter CSD der komplette Festplatz für einige Mi- nuten verstummt, um der an Aids gestorbenen zu gedenken, findet na- tionale Beachtung und Nachahmer. Dass Gütlich nicht unumstritten war, wusste auch er: „Von mir wird behauptet, ich sei profilneurotisch, mediengeil, autoritär, kritik- und diskussionsunfähig, geldgeil und ein Selbstdarsteller. Stimmt! Einen CSD von dieser Größe und Qualität zu organisieren ist ohne diese Attribute kaum möglich“, meinte er anlässlich des 15-jährigen CSD-Geburtstags. „Aber ohne die Unterstützung von vielen Personen im Umfeld und im Hintergrund wäre auch ich verlo- ren“.

Mitten rein - auf die Konstablerwache

Bis 1994 fand die „Homosolidarität“ noch in der Klingerstraße statt. Weil das Fest immer größer wurde, wurde zunächst die Allerheiligenstraße noch dazugenommen, bis 1995 der CSD auf die Konstablerwache umzog und das Fest „Gay Live“ getauft wur- de - das war kein Tippfehler, sondern sollte bereits im Namen verdeutli- chen, dass hier Schwule und Lesben „live“ zusammenkommen. Erst seit

1998 heißt der CSD Frankfurt auch

CSD und 1999 wächst das Fest von

zwei auf drei Tage an.

Gütlich organiserte das Fest bis

1994 als Privatperson, 1995 wurde

dann der Verein „Frankfurt Com- munity e.V.“ gegründet und mit der Orga betraut. Daraus entstanden ist schließlich die „Gütlich Event GmbH“, die seit 1999 das Fest als Veranstalter stemmt - und sich auch für andere Straßenfeste Frankfurts wie das Schweizerstraßenfest ver- antwortlich zeigt. 2008 übernimmt Gültichs ehemalige Praktikantin Anika Pilger die Federführung,

und der CSD gibt ein einmaliges Gastspiel auf der Hauptwache und den angrenzenden Goethe- und Ra- thenauplatz. 2009 leitet Anika auch

die Event Agentur, Rainer Gütlich zieht sich zurück. Wie weit, war damals niemandem bewusst. Nur wenige Wochen vor dem CSD 2009 nimmt Gütlich sich das Leben - ein Schock, nicht nur für das Orga-Team. Die Gründe bleiben bis heute unver- öffentlicht, der CSD 2009 wird zum Gütlich-Gedenk-CSD. „Erlebt habe ich viel“, schreibt Gütlich 2007 im Vorwort zum 15. CSD Jubiläum. „So viel, dass ich ein Buch mit Ankedoten schreiben könnte. Nur - wer will das lesen? Denn Sonntagabend um fünf nach Zehn ist der CSD Geschichte - zumin- dest bis zum nächsten Jahr “

Die Geschichte geht weiter

Aber die Geschichte geht weiter:

2012 gibt Anika Pilger die Gütlich Event Agentur auf - der CSD steht zum ersten Mal ohne Veranstalter da. Als schnelle Lösung wird der

Mr CSD Frankfurt - Rainer Gütlich
Mr CSD Frankfurt -
Rainer Gütlich

Verein „Zukunft spenden“ zum Ver- anstalter des CSD ernannt, in den Verein treten die Event-Macher Clau- dia Bubenheim (Xtremeties) und Ralf Bareuter (Club78) ein. So be- ginnt mit dem 20. CSD Frankfurt gleichzeitig ein neues Kapitel seiner Geschichte. (bjö)

Damals hieß der CSD noch „Gay Live“
Damals hieß der CSD
noch „Gay Live“
Handgenäht: Flagge für das Klingerstraßenfest
Handgenäht: Flagge für
das Klingerstraßenfest
Geheime Liebesboschaft in Platin
Geheime Liebesboschaft in Platin
Geheime
Liebesboschaft
in Platin

Hasengasse 9 60311 Frankfurt

(neben der Kleinmarkthalle)

Tel: 0 69 / 28 35 19

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Ein Text wird geschrieben, auseinandergeschnitten und auf zwei Ringe verteilt. Jeder Partner trägt die Hälfte
Ein Text wird geschrieben,
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Aus der Gemeinsamkeit
ergibt sich der Sinn

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Liebesbotschaft in Gold
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CLAUDIA SCHÜLLER DESIGN
CLAUDIA
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Beim Kauf eines Trauringpaares erhalten Sie einen Brillanten gratis.

Beim Kauf eines Trauringpaares erhalten Sie einen Brillanten gratis. Dieses Angebot gilt bis 31.07.2012

Dieses Angebot gilt bis 31.07.2012

THEMA » CSD FRANKFURT

Eckstein, Eckstein I N F O musst du noch versteckt sein? CSD Frankfurt Der 20.
Eckstein, Eckstein
I N F O
musst du noch versteckt sein?
CSD Frankfurt
Der 20. CSD in Frankfurt - mit vereinten Kräften wurde das Jubiläum 2012 gestemmt. Aber es ist geschafft.
Unter dem Motto „Eckstein, Eckstein, musst du noch versteckt sein?“ steigen drei Tage Straßenfest auf der
Konstab-
lerwache, zwei Tage Infostraße „Basar der Vielfalt“ und die Demo-Parade durch die Innen-
stadt. Alle Highlights gibt‘s hier auf einen Blick - und natürlich ausführlich im offiziellen
gab-CSD-Programmheft, das bereits in der Szene ausliegt.
Das Programm
Fr, 20.7. - So, 22.7.
csd-frankfurt.de
Fest auf der Konstablerwache
Fr, 20.7. 15 bis 1 Uhr, Sa, 21.7. 12
bis 1 Uhr, So, 22.7., 12 bis 22 Uhr
Infostraße „Basar der Vielfalt“ in
der Großen Friedberger Str.
mit Gruppen, Vereinen und Kunst-
handwerk
Sa, 21.7. 12 bis 22 Uhr, So, 22.7.,
12 bis 20 Uhr
Demo-Parade
Sa, 21.7., 11:45 Uhr ab Römerberg
08.0
Fotos: curiofoto@gmx.net

Demo Parade 2012

Nicht mehr Verstecken!

Das diesjährige Motto „Eckstein, Eckstein, musst du noch versteckt sein?“ spielt auf einen alten Kinderreim für‘s Versteckspielen an. Obwohl Lesben und Schwule in Deutschland schon viel Gleichberechtigung erreicht haben, erleben wir fast tagtäglich, dass das Offenlegen der homosexuellen Orientie- rung noch immer mit Hindernissen belegt ist, sei es im Beruf oder auch in ländlichen Gebieten. Dabei spielt immer die Angst nicht akzeptiert zu werden eine große Rolle. Oft wird das Verstecken der Identität mit der Begründung „Es muss ja nicht jeder wissen, mit wem ich ins Bett gehe“ gerechtfertigt. Gerade das zeigt das Dilemma, in dem Lesben und Schwule sich befinden: die Reduzierung auf die reine Sexualität, die in der Regel auch das Leugnen der Partnerin oder des Partners mit sich zieht. Aber auch das gehört zur Identität eines Menschen! Das Motto soll zum Nachdenken anregen, soll Mut machen, zur eigenen sexuellen Orientierung zu stehen und gleichzeitig darauf hinwei- sen, dass Menschen selbst in einer offen propagierten Gesellschaft noch im- mer Angst haben, ausgestoßen zu werden. Und das gilt nicht nur für Homose- xuelle, sondern auch für viele andere Gruppen, die unseren Respekt brauchen und verdienen. (bjö)

Sa, 21.7., 11:45 Uhr ab Römerberg, Ankunft gegen 14 Uhr an der Konstablerwache.Gruppen, die unseren Respekt brauchen und verdienen. (bjö) 10 Juli 2012 CSD Showbühne Live und direkt

ab Römerberg, Ankunft gegen 14 Uhr an der Konstablerwache. 10 Juli 2012 CSD Showbühne Live und
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Juli 2012

CSD Showbühne

Live und direkt auf der Konstablerwache

Drei Tage volle Show bietet die Hauptbühne auf der Konstaberwache. Das Programm ist erstmals thematisch unterteilt: freitags lautet das Motto „Disco Disco“ mit unter anderem Franca Morgano und einer fulminanten Donna Summer-Tribute-Show von Miss Lana Delicious und Kelly Heelton. Samstags heißt es schlicht „Join the Party“ mit Power-Acts von überall. Der Sonntag wird um 12 Uhr mit einem Frühschoppen eröffnet, musikalisch untermalt von Soulman Smiley Garfield. Das Motto lautet fast schon traditionell „We are Fa- mily“ mit Stars und Acts aus dem Rhein-Main Gebiet - von Kick la Luna über Daniel Küblböck bis zur Schlagerparade mit Olga Orange und Uwe Weller. Absolutes Highlight am Sonntag wird der Auftritt des Berliner Duos „Klee“ sein, das mit seinen Deutschpop-Ohrwürmern nicht nur die Charts, sondern auch die CSD-Besucherinnen überzeugen wird. Die Moderation bringt bekannte und neue Gesichter: Marion Scholz und hr-Moderator Tim Frühling (Freitag), Alessandro Uddin, Marlene Deluxe und Neuzugang Mirko Spohn (samstags) und Mathias Münch, der mit Marion Scholz gemeinsam den Sonntag bestreitet. Nicht fehlen darf der Polittalk mit Christian Setzepfandt (Sa, 21.7. gegen 16:30 Uhr) und die Schweigeminute in Gedenken an die an Aids gestorbenen (Sa, 21.7., 18 Uhr). Und auch der neue Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann wird dabei sein: er eröffnet den CSD am Samstag nach der Ankunft der Demo-Parade an der Konsti gegen 15 Uhr von der Showbühne aus. (bjö)

Mit dabei: Klee aus Berlin Daniel Küblböck kommt mit seiner Band Foto: Positive Energie Foto:
Mit dabei: Klee
aus Berlin
Daniel Küblböck
kommt mit seiner
Band
Foto: Positive Energie
Foto: Jo Jankowski

Lieblingsmotto: Bunt

Die Bodypainting-Gruppe ist zum 10. Mal beim CSD

Rot, orange, gelb, grün, blau und violett getüncht zeigen sie viel Haut, malen sich ein paar Buchstaben auf den Bauch, schnappen sich noch ein Plakat und los geht‘s, um möglichst häufig als Key-Visual des CSD fotografisch verewigt zu werden. Denkt man vielleicht zunächst. Was aber wenige wissen: nicht immer läuft die Gruppe als Regenbogen und vor allem: dieses Jahr laufen sie zum zehnten Mal mit. Von Anfang an mitläufig (und miteinander liiert in Darmstadt-Griesheim) sind Jörg und Stefan.

gab-Magazin: Wie kommt man denn dazu, sich auszuziehen, an- zumalen und loszuziehen?

Jörg und Stefan: Auf einem Berliner CSD haben wir einen in Ganzkörper- bemalung gesehen. Eigentlich nur im Spaß haben wir daraufhin haben wir einen Freund bei „our generation“ gefragt, ob er sich für den CSD nicht auch anmalen möchte. Wider Er- warten war er dazu bereit, unter der Bedingung, dass wir uns ebenfalls anmalen. Da konnten wir natürlich nicht mehr zurück und haben spon- tan noch zwei weitere überredet. So war die Idee der Bodypainting-Grup- pe geboren.

gab-Magazin: Lauft ihr immer in der gleichen Konstellation?

Stefan: Der harte Kern besteht der- zeit aus vier Leuten, die seit sechs oder mehr Jahren dabei sind.

gab-Magazin: Nehmt ihr auch in anderen Städten an Paraden teil?

Jörg: Bisher nicht. Es gibt Gruppen aus Frankfurt, die beispielsweise lieber in Köln mitlaufen, weil dort die Szene der jeweiligen Kategorie wahrscheinlich größer ist. Wir finden aber den Frankfurter CSD super, und daher ist es uns wichtig, uns hier lo- kalpatriotisch zu zeigen. Stefan: Aber wir werden über die Grenzen hinaus bemerkt. 2006 sind

wir gleich auf mehreren polnischen Webseiten gelandet und waren im letzten Jahr in der New York Daily News, der viertgrößten Tageszeitung der USA, abgebildet.

gab-Magazin: Nimmt das jeweili- ge Motto des CSD Einfluss auf die Bemalung?

Jörg: Wir wissen, dass wir allgemein „Regenbogenläufer“ genannt werden - und die Tatsache so wahrgenommen zu werden ehrt uns auch natürlich - aber wir laufen auch in anderen Far- ben, dem Anlass entsprechend. 2006 zum Beispiel, als Polen Gastland des CSD war, sind wir in den Farben der polnischen Flagge rot und weiß gelaufen, um unsere Solidarität mit den polnischen Lesben und Schwu- len zu visualisieren. Als uns 2009 Rainer Gütlich verließ, liefen wir ihm zu Ehren in silber und gold, um ihm für seine Leistungen zu danken. Und als 2010 das schwullesbische Jugend- zentrum „Kuss 41“ eröffnete, war das unser Thema.

Foto: curiofoto@gmx.net
Foto: curiofoto@gmx.net
eröffnete, war das unser Thema. Foto: curiofoto@gmx.net Frankfurt Einrichtungen Foto: curiofoto@gmx.netFoto: Archiv

Frankfurt

Einrichtungen

Foto: curiofoto@gmx.netFoto: Archiv Regenbogenäufer Foto: Simone Ziebart
Foto: curiofoto@gmx.netFoto:
Archiv Regenbogenäufer
Foto: Simone Ziebart

gab-Magazin: Wie werdet ihr euch dieses Jahr präsentieren?

Stefan: Das diesjährige Motto ist einfach zu lang, um es plakativ in die Körperbemalung zu integrieren. Wir haben uns noch nicht entschie- den

gab-Magazin: Wie lange dauert es, bis die Farbe drauf und wieder runter ist?

Jörg: Die Körperfarbe wird in ein bis anderthalb Stunden mit der Hand aufgetragen. Man kann sie auch sprühen. Unter der Dusche rubbelt man sie ungefähr genauso lange wie- der runter.

Stefan:

und den letzten klitzeklei-

nen Rest unter den Fingernägeln ent- deckt man mitunter auch noch zwei Wochen später. Somit erinnern wir uns immer gerne und lange an den CSD. (los)

.lauterbachschaap.com

stimpert fotografie

THEMA » CSD FRANKFURT » PARTY-PROFILE

Delicious

Club 78

Zirkus im Gibson

Das CSD Special

Ralf Bareuters Houseparty „Deli- cious“ erlebt ein Revival. Zum CSD-Special für Gays and Friends rocken

Ralf Bareuters Houseparty „Deli- cious“ erlebt ein Revival. Zum CSD-Special für Gays and Friends rocken in Frankfurts neuestem Club „Gibson“ das DJ-Team R.O.N.Y. aus Köln und Chris Bek- ker aus Berlin mit Vocal-House und Tribal. Zu Gast ist außerdem der Kölner Flying Circus und bringt mit „Queens of my Castle“ atemberaubende Zirkus-Akroba- tik in den Club: anmutige Artis- ten, heiße Feuer-Künstler, sexy GoGos und schrille Animateure verzaubern und machen die Par- ty zum Spektakel!

Animateure verzaubern und machen die Par- ty zum Spektakel! Zum CSD zieht‘s die Kultparty, die Ende

Zum CSD zieht‘s die Kultparty, die Ende März ihren 17. Geburtstag fei- erte, zurück in die Innenstadt: ins chice Monza laden Ralf Bareuter und Resident-DJ Dirk zu den besten Hits der 70er, 80er und 90er, DJ Timo mixt auf Floor zwei die besten House-Tracks der damaligen Ära und deren Remixe von heute.

Fr, 20.7., 22 Uhr, Monza, Berli- ner Str. 74, Frankfurt. 8 EUR, VVK an den bekannten Stellen oder über club78.de

Fr, 20.7., 22 Uhr, Monza, Berli- ner Str. 74, Frankfurt. 8 EUR, VVK an den bekannten

Cox 4 Cocks

Sa, 21.7., 22 Uhr, Gibson, Zeil 77, Frankfurt. VVK 13 EUR, AK

Sa, 21.7., 22 Uhr, Gibson, Zeil 77, Frankfurt. VVK 13 EUR, AK

Bumms zum Schluss

15

EUR, delicious-party.de

Der große Bums zum Schluss: Miss Crystel Cox (die schwulste Kuh Frankfurts

 

und Queen of the Dancefloor) lädt im Travolta (ex-Blue Angel) zur ultimativen

Les Peranza

 

CSD-Aftershow für Gays,

Lesbians and their Friends. Am DJ-

Pult Miss Cox herself mit bumsigen Housebeats,

Ladies and Friends

Xtremeties laden zur Ladies-Sau- se für Gay Girls, Gay Friends wel- come. Auf drei Floors rocken DJs Miss Lana Delicious und CK (Pop, Charts, Black), Meggi und Hildegard (Electro, House) und Günnie T (Black, Rock, Pop, Dis- co), zusätzlich gibt‘s einen Au- ßenbereich. Live on Stage bezau- bert außerdem Kim Sanders („Voice of Germany“-Finalistin). Ein Gratis-Shuttle-Service pen- delt ab 21:30 Uhr zwischen Kon- sti und Union Halle.

alternativen Rockröhren, Blacksounds und dauer- gewelltem Pop. Dazu gibt‘s Tiffany Kirkland mit live-Vocals und Babsi Heart an der Tür.

schwitzigen

So, 22.7., 22 Uhr, Travolta, Brönnerstr. 27, Frankfurt. crystelcox.de

So, 22.7., 22 Uhr, Travolta, Brönnerstr. 27, Frankfurt. crystelcox.de
MEHR CSD-PARTYS
MEHR CSD-PARTYS

Sieben auf einen Streich

Pulse CSD-Mega-Party

Pulse CSD-Mega-Party

Sa, 21.7., 22 Uhr, Union Halle, Hanauer Landstr. 188, Frankfurt. VVK 12 EUR, AK 14 EUR, xtremeties.de

Sa, 21.7., 22 Uhr, Union Halle, Hanauer Landstr. 188, Frankfurt. VVK 12 EUR, AK 14 EUR,

Das Pulse, Szenewohnzimmer Nummer eins, lädt zum Auftakt des CSD-Wo- chenendes zur heißen Party mit Law-Ra Vicious‘ „Sieben“-Sause!

 

Fr, 20.7., 22 Uhr, Pulse, Bleichstr, 38, Frankfurt. pulse-frankfurt.de

Cute & Rude

 

Unicorn

Das Inches-Special

Queer Synth Rave von und mit DJ Pla- stic Sailor und Gästen. Fr, 20.7., 23:59 Uhr, Silbergold, Heiligenkreuzgasse 22, Frankfurt.

Hot CSD-Party

Tag 2 des CSD-Wochenendes - sehen und gesehen werden, hier trifft sich die schwul-lesbische Szene, hier muss man sein! Sa, 21.7., 22 Uhr, Pulse, Bleichstr. 38, Frankfurt. pulse-frankfurt.de

Das CSD-Special der Sports- und Underwearparty mit Spiel- wiese, Videoecke und Dunkel- kammer. Dresscode: keine

Das CSD-Special der Sports- und Underwearparty mit Spiel- wiese, Videoecke und Dunkel- kammer. Dresscode: keine Jeans, kein T-Shirt - Topless Sports-, Swim- oder Underwear, als CSD-Special auch Fetish- wear, ist angesagt. Für den pas- senden Rhythmus sorgt das DJ- Triple Martin Rapp, Sascha Dreyer und Tom-Oliver mit Tech-House und Progressive. Achtung: Einlass nur bis 23 Uhr, Youngsters bis 24 Jahre zahlen ermäßigen Eintritt!

Atomic CSD-Special

Atomic CSD-Special

Queer-Indie, -Pop und -Rock, Nutronic, Electronica und Britpop mit Resident- DJ Pol und Gast-DJ Alex Reitinger (Backstage Diaries, Köln). Sa, 21.7., 23 Uhr, Nachtleben, Kurt- Schumacher-Str. 45, Frankfurt. 5 EUR. atomic-club.de

Das CK-Studio fährt heute Abend groß auf und bringt bestes Gay-Entertain- ment mit House and more. Check it out! Sa, 21.7., 23 Uhr, CK Studio, Alte Gasse 5, Frankfurt. ck-studio.eu

Pulse CSD-Chill-Out

Ausklang des CSD-Wochenendes im Szenewohnzimmer Nummer eins. So, 22.7., 22 Uhr, Pulse, Bleichstr. 38, Frankfurt. pulse-frankfurt.de

So, 22.7., 20 Uhr (Einlass bis

So, 22.7., 20 Uhr (Einlass bis

23

Uhr), CK Studio, Alte Gasse

5, Frankfurt. 12/9 EUR, inches- party.de

22.7., 20 Uhr (Einlass bis 23 Uhr), CK Studio, Alte Gasse 5, Frankfurt. 12/9 EUR, inches-
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Juli 2012

Miele W3239

799 D

Say Cheese, Darling!

Der gab-Covermodel-Contest 2012

Ladies with an attitude, fellas that were in the mood, don‘t you stand there, let‘s get to it, strike a pose there‘s nothing to it! Ladies and Gentlemen - das gab- Magazin präsentiert den hochof- fiziellen Covermodel-Contest

2012!

Teilnehmen können alle BesucherInnen des CSD Frankfurt, die samstags und sonntags in der gab- Casting-Lounge auf der Infostraße des CSD vorbei- schauen und sich ablich- ten lassen. Zeigt eure Schokoladen- seiten, lasst die Muskeln spielen, rasselt mit den Fetisch-Klamotten, flirtet mit dem gab-Objektiv und seid sexy, süß, markant und einzigartig! Alle Teilnehmer werden auf unse- rer Homepage gab-magazin.de veröf- fentlicht, die Besucher wählen ihren Favoriten oder ihre Favoritin. Perfekt in Szene gesetzt wird das gab-Covermodel in diesem Jahr

von der Frankfurter Fotografin Ines Pietz. Ihre Schwerpunkte liegen in der People-, Akt-, Mode- und Werbe- fotografie, und sie hat bereits 2007 und 2009 das gab-Covermodel phan- tasievoll und stylish inszeniert. Ihr professionelles Studio befindet sich in der Flinschstr. 8. Neben dem exklusi- ven Covermodel-Shooting winkt für den Gewinner oder die Gewinnerin au- ßerdem ein Kochkurs bei Frankfurts Starkoch Mirko Reeh. In seinem Studio in der Wiesenstraße kann man neben Basics am Herd auch exotische Kurse zu Themen wie Sushi, Tapas oder Wok-Gerichte be- legen, oder kalorienbewusste Küche erlernen. Aber nicht nur der Sieger gewinnt beim gab-Covermodel-Contest: für die ersten 150 TeilnehmerInenn gibt‘s ein exklusives ES-Collection Low-Rider-Tanktop im Wert von 30 EUR vom ES-Collection-Shop in der Vilbelerstr. 34. Dieses Shirt ist eine exklusive CSD-Frankfurt-Edition, die es nur in dieser limitieren Auflage gibt. We like! (bjö)

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www.machsmit.de Telefonberatung unter 0221 – 89 20 31 Eine Aktion der Bundeszentrale für gesundheitliche

Eine Aktion der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), mit Unterstützung des Verbandes der Privaten Krankenversicherung e.V., gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland.

mit Unterstützung des Verbandes der Privaten Krankenversicherung e.V., gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland.

CSD-Saison 2012

Wie friedlich waren die bisherigen CSD-Paraden?

Wenige Wochen vor dem CSD in Frankfurt, haben in mehreren Metro- polen im In- und Ausland Millionen Menschen für die Gleichberechti- gung von Lesben und Schwulen de- monstriert. Die größte CSD-Parade fand am 12. Juni in Sao Paulo in Bra- silien statt; den Organisatoren zufol- ge nahmen rund drei Millionen Men- schen an der Parade teil. In bunten Kostümen und mit viel nackter Haut tanzten die Teilnehmer zu der Mu- sik, die von den rund ein Dutzend

Mega-Trucks gespielt wurde. In der größten Stadt Israels, in Tel Aviv, fand am gleichen Tag die einzige CSD-Parade im Nahen Osten statt:

Mehrere Zehntausend Menschen zo- gen bei sommerlichen Temperaturen durch die Innenstadt bis zum Strand. Ebenso wie in Sao Paulo blieb die Veranstaltung friedlich, auch gab es keine nennenswerten Gegende- monstranten. Anders dagegen die Situation in Osteuropa: Nur unter großem Po-

Foto: vienna-gayboy.at
Foto: vienna-gayboy.at

Kirche scheitert vor Gericht

Mitarbeiterin darf nicht gekündigt werden

Wer als Lesbe oder Schwuler für die Kirche arbeitet, bewegt sich arbeits- rechtlich auf gefährlichem Terrain. Diese Erfahrung musste jetzt eine Erzieherin aus dem Landkreis Neu- Ulm machen, die sich gegenüber ih- rem Arbeitgeber outete. Mehr als 12 Jahre arbeitete die 39-Jährige tadel- los in dem katholischen Kindergar- ten, zuletzt sogar als Leiterin. Dann brachte sie im August vergangenen Jahres ihren Sohn auf die Welt. Sie reichte einen Antrag auf Elternzeit ein. Dabei offenbarte sie auch, dass sie in einer eingetragenen Le- benspartnerschaft lebt. Es war ihr Outing - und arbeitsrechtlich gleich- zeitig ihre Kündigung. Denn für ih- ren Arbeitgeber war sie fortan un- tragbar. Die Diözese Augsburg teilte ihr mit, ihre homosexuelle Le- benspartnerschaft sei eine „schwer- wiegende Loyalitätspflichtverlet- zung im Sinne der kirchlichen Grundordnung“. Doch da hatte die Kirche die Rechnung ohne das Ge- werbeaufsichtsamt gemacht, das die Kündigung ablehnte. Damit wollte sich die Diözese nicht abfinden und klagte gegen den Freistaat Bayern,

um die ungeliebte Mitarbeiterin doch noch loszuwerden. Das ist ihr nun in erster Instanz nicht gelungen. In der Urteilsbe- gründung des Verwaltungsgerichts heißt es nämlich: solange sich die Angestellte in Elternzeit befindet, gelte ein Kündigungsverbot. Ein Rausschmiss nach der Elternzeit allerdings sei durchaus möglich. Als Religionsgemeinschaft habe die Kirche das Recht, Mitarbeiter zu kündigen, wenn sie gegen deren Glaubens- und Sittenlehre versto- ßen. Manfred Bruns, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD), begrüßte die Entscheidung des Verwaltungsgerichts. Die Bestre- bungen der Pfarrkirche seien krass familienfeindlich. Es sei ein Unding, dass einer jungen Mutter gekündigt werden sollte, weil sie sich nicht an die konservativen Vorstellungen der Kirche halte, erklärte Bruns. „Die Privilegien, die der katholischen Kir- che im Arbeitsrecht bislang gewährt wurden, müssen überprüft und um einen Diskriminierungsschutz er- weitert werden“. (fs)

AKTUELL » POLITIK

lizeischutz konnten am 2. Juni in Riga in einem Park mehrere hundert Teilnehmer für die Rechte von Les- ben und Schwulen demonstrieren. Erfreulich: Im Gegensatz zu den De- monstrationen in den vergangenen Jahren kam es dieses Mal zu keinen Ausschreitungen. Das lag möglicher- weise auch daran, dass Lettlands Außenminister Edgar Rinkevics an der Demonstration teilnahm. Auch in Warschau blieb es auf der „Gleich- heitsparade“ friedlich, wenngleich insgesamt 13 (!) Gegendemonst- rationen angemeldet wurden. Aus diesem Grund hatte die Polizei die Route der Parade kurzfristig ändern lassen. An der Parade nahmen mit einem eigenen Paradewagen auch Vertreter der neuen linksliberalen Partei Ruch Palikota teil. Eine herbe Niederlage mussten im Gegensatz dazu Vertreter von Les- ben- und Schwulenorganisationen in Moskau hinnehmen. Das höchste Gericht der Stadt urteilte, dass in den kommenden 100 Jahren (!) aus Sicherheitsgründen keine Homose- xuellen-Veranstaltungen stattfinden dürften. Nikolai Alexejew, der für die

kommenden 100 Jahre Schwulenpa- raden beantragt hatte, will nun vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg zie- hen. Deutlich entspannter ging es da- gegen am 16. Juni in Wien zu. „Echte Gleichstellung von Schwulen, Les- ben und Transgender-Personen und mehr Toleranz diesen Gruppen ge- genüber sind die Anliegen, die wir auch heuer mit der Vienna Pride thematisiert haben und der diesjäh- rige Teilnehmerrekord von 200.000 Menschen bestätigt die Relevanz dieser Themen“, sagte Ewa Dzied- zic, Obfrau des Vereins CSD Vienna anlässlich der Vienna Pride 2012 unter dem Motto „Born this Way“. Den krönenden Abschluss der kun- terbunten Veranstaltung am Wiener Rathausplatz bildete die 17. Regen- bogenparade, bei der in diesem Jahr rund 170.000 Menschen gemeinsam für mehr Toleranz gegenüber Schwu- len, Lesben und Transgender-Perso- nen demonstrierten; unterstützt von 52 Paradewagen, die lautstark und friedlich bei Sonnenschein um den Wiener Ring zogen. (fs)

unterstützt von 52 Paradewagen, die lautstark und friedlich bei Sonnenschein um den Wiener Ring zogen. (fs)

Juli 2012

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KULTUR » MUSIK

„Paare streiten sich nun einmal“

Adam Lambert und sein Lover in Finnland

Für sein zweites Album „Trespassing“ hat sich Adam Lambert, einstiger American-Idol-Zweiter und dank seines Debüts „For Your Entertainment“ einer der wenigen toperfolgreichen Popmänner, sehr viel vorgenommen: wir sollen ihn besser kennen lernen, die Songs sollen also wahrhaftiger sein, gleichzeitig soll es partymäßig abge- hen, nach wildem Clubtreiben klingen, und die Sounds seiner geliebten Achtziger und Neunziger sollen auch nicht zu kurz kommen. Wir trafen dem jüngst 30 Jahre alt gewordenen Lambert in Berlin.

dem jüngst 30 Jahre alt gewordenen Lambert in Berlin. test. Ich habe den Typen geküsst, weil

test. Ich habe den Typen geküsst, weil ich es lustig fand. Ich mache Rock‘n‘Roll, und dazu gehört, die Leute zu überraschen und zu scho- ckieren. Ich habe nicht verstanden, warum manche Leute wegen dieser Aktion so ausgeflippt sind.

gab-Magazin: Dein Freund Sauli Koskinen ist Finne. Wie und wo hat es zwischen euch gefunkt?

Adam Lambert: Das passierte nach meinem Konzert in Helsinki. Sauli ist eigentlich meine erste richtige Be- ziehung. Ich war zwar auch vor ihm schon in Männer verliebt, aber das beruhte nie so richtig auf Gegensei- tigkeit. Er ist oft bei mir in LA, ich bin mit ihm häuslicher geworden und sehr nah dran an einem norma- len und kompletten Leben. Die Ba- lance zwischen Arbeit und Privatem stimmt.

gab-Magazin: Bei uns haben Cas- tingshows einen zweifelhaften Ruf. Du hingegen hast nach „American Idol“ eine erfolgreiche Weltkarri- ere begonnen. Wie ist dir das ge- lungen?

Adam Lambert: Für mich war „American Idol“ genau die richtige Plattform. Ich konnte mich dort so präsentieren, wie ich bin. In der heu- tigen Zeit kriegst du als Popsänger auf die klassische Art und Weise, nämlich durch Vorsingen, ja kaum noch einen Plattenvertrag. In einer Show, in der mich Woche für Woche 30 Millionen Leute sehen, konnte ich mir gleich einen hohen Bekanntheits- grad aufbauen. Ich hatte vorher die Sorge, dass ich als schwuler Mann, der vom Theater kommt, von Juroren und Publikum nicht ernst genommen werden würde. Dann passierte das Gegenteil: Die Leute fuhren irgend- wie total auf mich ab.

Witz in der Show zu sein, der nach zwei, drei Folgen rausgewählt wird. Überrascht war ich auch darüber, wie viel Aufsehen in den USA um mein Schwulsein gemacht wurde. Als ich bei „Idol“ antrat, lebte ich seit Jahren in Los Angeles und hatte nie Ärger mit Hass, Vorurteilen und Intoleranz. Plötzlich wurde ich da- mit konfrontiert, dass der Blick des Durchschnittsbürgers auf Homose- xualität doch noch ein anderer ist.

gab-Magazin: Du bist als Ensemb- lemitglied im Musical „Hair“ durch die Welt getourt, warst 2003 auch ein halbes Jahr in Deutschland

Adam Lambert: Bei euch fand ich es herrlich. Speziell die Zeit in Berlin war wie ein Geschenk für mich. Die Szene war so frei, so locker, so wun- derbar. Diese sechs Monate waren die Zeit meines sexuellen Erwachens. Ich war knapp über 20 und hatte kurz vorher meine Jungfräulichkeit verloren. Dann war ich weit weg von Zuhause, und es ging mir richtig gut. In Deutschland hatte ich nie die ge- ringsten Schwierigkeiten wegen mei-

nes Schwulseins. Sexuell habe ich sehr viel nachgeholt in dieser Phase. Und ich habe gelernt, dass ein Date unter Schwulen etwas anders abläuft als eines unter Heteros. Schwulen kommt es sehr viel stärker auf die unmittelbare Belohnung, also auf den Sex, an.

gab-Magazin: Es heißt, du seist der erste offen schwule US-Künst- ler bei einer großen Plattenfirma. Hast du dir nie überlegt, zu deinem Sexualleben zu schweigen?

Adam Lambert: Ach, das ist viel zu anstrengend. Ich wollte das nicht ge- heim halten. Du hast Paparazzi und Internet und alles, man kann so eine Sache heute nicht mehr dauerhaft vertuschen.

gab-Magazin: Du hast bei deinem Auftritt bei den amerikanischen „MTV Awards“ auf der Bühne ei- nen anderen Mann geküsst. Be- nutzt du deine Homosexualität, um dich besser zu vermarkten?

Adam Lambert: Nein, das ist ge- mein, wenn du so etwas behaup-

Wenn zwei Männer streiten, ist schon mal viel Testosteron im Spiel, weiß Adam Lambert

gab-Magazin: Warst du darüber verblüfft?

Adam Lambert: Sehr. Ich hatte eher damit gerechnet, der lustige schwule

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Juli 2012

gab-Magazin: Und warum seid ihr dann an Weihnachten vor einer Bar in Helsinki verhaftet worden? Es heißt, ihr sollt euch geprügelt haben?

Adam Lambert: Paare streiten sich nun einmal. Und wenn zwei Männer streiten, ist doppelt so viel Testoste- ron involviert. Solche Sachen können sehr vulkanisch werden, das ist die Leidenschaft (lacht). Am nächsten Tag haben wir uns wieder in den Arm genommen, und in der Klatsch- presse wurde die ganze Geschichte sowieso ein bisschen übertrieben dargestellt. (st)

Fotos: Lee Cherry
Fotos: Lee Cherry

„Trespassing“ von Adam Lam- bert ist bei ist bei Sony Music erschienen. Mehr unter adamofficial.com/de

CD-Tipps

Elektro/ R & B Jazz Vocal Jazz

Elektro/

Elektro/ R & B Jazz Vocal Jazz

R & B

Elektro/ R & B Jazz Vocal Jazz

Jazz

Elektro/ R & B Jazz Vocal Jazz

Vocal Jazz

Alternative

Rummelsnuff

Usher

Joe Jackson

Melody Gardot

Himmelfahrt (Out of Line)

 

Looking 4 Myself Sony Music

 

Duke

The Absence

ear/edel

Universal

Rummelsnuff, der Fleischberg mit Knautschgesicht und kehliger Stim- me, widmet sich auch auf seinem zweiten Album weiterhin ausschließ- lich maskulinen Themen. Da wird nicht nur der titelgebende Herrentag besungen, sondern er gibt nun auch ganz ironiefrei und mit Akkordeonbe- gleitung Seemansliedgut zum Besten. Mit „Der Türsteher“ fasst er, dann mit trockenem Humor, seine Erfahrungen am Einlass des Berliner schwulen Sexclubs „lab.oratory“ zusammen. Sein Loblied auf tatkräftige Kfz-Me- chaniker „Der Schrauber“ tendiert hingegen eher in Richtung Neue- Deutsche-Welle-Spaß und kennt so schöne Reime wie: „Und hat er noch den Meisterbrief / hängt der Segen niemals schief“. (as)

Da hat der Gute den Mund etwas sehr voll genommen, als er sein nunmehr siebtes Album großspurig als „Revolutionary Pop“ ankündig- te. Revolutionen sorgen gemeinhin für einen ordentlichen Rumms und Aufruhr. Usher hingegen versucht es auf „Looking 4 Myself“ musika- lisch möglich vielen Recht zu machen und sich als sowohl ab- wechslungsreich als auch experi- mentierfreudig zu beweisen. Da fehlen weder massenkompatible Tanzflächen-Klopfer wie „Scream“ oder „Numb“, noch handfesterere R&B-Songs wie „Sins Of My Father“, wo der 33-Jährige bei groovenden Bässen und schleppenden Beats sei- ner Stimme ordentlich Soul verpas- sen kann. (as)

Für Überraschungen war der Brite Joe Jackson immer schon gut. Wie ein Chamäleon wechselte er von Punk über Poprock zu Soul und fei- erte mit seinem Album „Night and Day“ die New Yorker Schwulensze- ne. Er schrieb eine Symphonie für großes Orchester, um sich mit „Rain“ wieder auf filigranen Kammerpop zu reduzieren. Nun verneigt er sich vor dem Großmeister des Jazz, Duke El- lington, um dessen zeitlose Melodi- en mit Latinsounds, Reggae und ori- entalischen Klängen zu vereinen. Dazu holte er sich Gastmusiker wie Altpunk Iggy Pop und Gitarrenle- gende Steve Vai ins Studio. Jacksons selbstbewusste Neuinterpretationen sind zum Teil ziemlich respektlos und fast schon bizarr. Gut! (as)

Der internationale Erfolg ihres letz- ten Albums „My One and Only Thrill“ hat Melody Gardot Konzert- einladungen rund um den Globus beschert. Das blieb nicht ohne Fol- gen. In den neuen luftig-komplexen Jazzsongs der US-Amerikanerin mi- schen sich nun mit Samba-Rhyth- men, afrikanischen Chorgesängen und Fado-Traurigkeit dezente ethno- musikalische Reminiszenzen an La- teinamerika, Portugal, Nordafrika oder auch Mexiko. Und wenn sich der sanft schwebende Streichertep- pich ausbreitet, wirkt das Ganze, als wohne man einem Auftritt in einem kleinen, schicken Night-Club bei, wie er wahrscheinlich nur in 50er- Jahre-Hollywood-Streifen existierte. (as)

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KULTUR » FILM

Der Superheld von nebenan

Andrew Garfield ist der neue Spider-Man

Sam Raimis Trilogie mit Tobey Ma- guire als Peter Parker alias Spider- Man ist inzwischen Kino-Geschichte. Nun wird die Saga mit anderen Ak- zenten und neuem Cast einfach noch mal von vorn erzählt. Andrew Gar- field, der spätestens seit „Boy A“ als Darsteller mit großer Präsenz auf sich aufmerksam machte, gelingt es dabei tatsächlich, der Figur noch ein- mal neue Facetten abzugewinnen. Dieser Peter Parker ist durch seine

tragische Kindheitsgeschichte ein einsamer Außenseiter und zugleich liebenswerter boy next door. Ein we- nig mag man erahnen, wie passend Garfield für die Rolle des Teenagers Jamie im Coming-out-Drama „Beau- tiful Thing“ war, den er vor sechs Jahren in einer Londoner Bühnen- version spielte. Um allerdings even- tuelle Hoffnungen schwuler Fans zu zerschlagen: Garfield ist inzwischen ganz offiziell mit seiner „Spider-

Garfield ist inzwischen ganz offiziell mit seiner „Spider- Man“-Partnerin Emma Stone liiert. Wir haben hat den

Man“-Partnerin Emma Stone liiert. Wir haben hat den 28-jährigen an- lässlich der Deutschlandpremiere von „The Amazing Spider-Man“ in Berlin getroffen.

gab-Magazin: Was aber verbindet Andrew Garfield eigentlich mit Pe- ter Parker?

Andrew Garfield: Mir ging es als Jugendlicher wie ihm. Auch ich wur- de von Mitschülern drangsaliert. Ich kann deshalb sehr gut nachvollzie- hen, wie es ihm in solchen Situatio- nen ergeht. Ich weiß, wie es sich an- fühlt, wenn man verprügelt wird und ich habe versucht jenen zu helfen, denen es ebenso erging.

gab-Magazin: Du warst also so et- was wie der Superheld auf deinem Schulhof?

Andrew Garfield: Leider hatte da- mals nicht die körperlichen Voraus- setzungen, um mich wirklich erfolg- reich wehren zu können. Das Schöne an der Rolle ist, dass ich einen dün- nen Jungen spiele, der‘s einem kräf- tigen Rowdy ordentlich zurückgeben kann. Das wollte ich immer schon mal tun.

gab-Magazin: Du schaust auch jetzt noch sehr dünn aus. Wohin sind denn all die Muskeln ver- schwunden, die man im Film se- hen kann?

Andrew Garfield: Die sind immer

man im Film se- hen kann? Andrew Garfield: Die sind immer noch da! Ich hab sie

noch da! Ich hab sie nur unter mei- nem Hemd versteckt. Ich könnte es jetzt ausziehen und dir beweisen. Aber das mache ich jetzt natürlich nicht!

gab-Magazin: O.K., ich glaube es nun einfach mal auch ungeprüft.

Andrew Garfield: Für die Rolle war es wichtig, dass ich trotz der Mus- keln dünn bin. Das bin ich seit mei- nen Kindertagen. Es ist mein Fluch! Ich werde wohl mein Leben lang so bleiben. Wie Jason Statham werde ich nie aussehen, verdammt. Da kann ich noch so viel trainieren wie ich möchte. (as)

Da kann ich noch so viel trainieren wie ich möchte. (as) „The Amazing Spider-Man“ (USA 2012),

„The Amazing Spider-Man“ (USA 2012), Regie Andrew Webb. Mit Andrew Garfield, Martin Sheen, Sally Field, Rhys Ifans, Emma Stone. Kinostart: 28.6.the-ama- zing-spider-man.de

D V D - T I P P S

 

La-La Land

Bette Midler Collection

Lesbische Aliens mit Humor

Zehntausende hoffnungsvoller Jungschauspieler zieht es Jahr für Jahr nach Los Angeles, in der Hoffnung auf

Zehntausende hoffnungsvoller Jungschauspieler zieht es Jahr für Jahr nach Los Angeles, in der Hoffnung auf ihren Durchbruch. Auch Adam glaubt an sein Talent - und endet dann doch nur in der Pornobranche und zuletzt als Toyboy eines klemmschwulen Sugardaddys. Matthew Ludwinski, der Hauptdarsteller in Casper Andreas‘ unterhaltsamen Streifen, verfügt zwar nicht über das darstellerische Potenzial eines Lein- wandstars, dafür aber über ausreichende Zeigelust, um diesen naiven Schönling auf seinem Schlingerkurs zwischen Bodenständigkeit und Verdorbenheit zu verkörpern.

Man möchte als Bette-Midler-Fan vor Vorfreude am Liebsten in die Luft springen. Schließlich waren einige dieser sieben Midler-Klassiker nie oder lange nicht mehr auf DVD erhältlich, so etwa die lange Zeit schwuler Insidertipp gebliebene Zwillingskomödie „Zwei mal zwei“ (mit Lily Tomlin als Partnerin). Doch überglücklich mag diese Box dann doch nicht machen. Aufgenommen wurden ausschließlich Disney/Touch- stone-Produktionen (u.a. „ Nichts als Ärger mit dem Typ“ oder „Die unglaubliche Entführung der verrückten Mrs. Stone“), allerdings wurden die Filme weder tech- nisch auf neusten Stand gebracht noch gibt es Extras. Da hätte man sich dann doch gerne einen etwas liebevolleren Umgang mit dem Werk der unglaublichen Miss Divine M gewünscht.

Wer hat eigentlich dieses alberne Gerücht in die Welt gesetzt, dass Lesben keinen Humor hätten?

Wer hat eigentlich dieses alberne Gerücht in die Welt gesetzt, dass Lesben keinen Humor hätten? „Codependent Lesbian Space Alien Seeks Same“ ist ein guter Beweis fürs Gegenteil. Aliens sind im Laufe der Filmgeschichte schon so einige auf der Erde gestrandet, aber keine mit einem solch abgespacten Auftrag wie die glatzköpfigen Wesen in Madeleine Olneks Sci-Fi-Parodie. Die dürfen nämlich erst dann wieder zurück auf ihren Heimatplaneten, wenn sie an Liebeskummer leiden. Das ist weniger trashig als es klingt, auch wenn die liebevoll selbstgebastelte Kulis- sen Parodien und Reminiszenzen an die B-Pictures der 50er und 60er Jahre sind. (as)

die liebevoll selbstgebastelte Kulis- sen Parodien und Reminiszenzen an die B-Pictures der 50er und 60er Jahre

„Bette Midler Collection“. Touchstone, 7-DVD-Box, insgesamt 671 Minuten Spielzeit.

„Bette Midler Collection“. Touchstone, 7-DVD-Box, insgesamt 671 Minuten Spielzeit.
Touchstone, 7-DVD-Box, insgesamt 671 Minuten Spielzeit. „LA-LA Land“. USA 2011. Regie Casper Andreas. Mit

„LA-LA Land“. USA 2011. Regie Casper Andreas. Mit Matthew Ludwinski, Allison Lane, Michael Medico. 104 Min., OmU. Pro-fun Media.

USA 2011. Regie Casper Andreas. Mit Matthew Ludwinski, Allison Lane, Michael Medico. 104 Min., OmU. Pro-fun

„Codependent Lesbian Space Alien Seeks Same“. USA 2011. Regie Madeleine Olnek. Mit Cynthia Kaplan, Lisa Haas, Susan Ziegler, Jackie Monahan. 76 min., OmU. Pro-fun Media

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Juli 2012

The Dark Knight Rises

Die Batman-Trilogie ist vollendet

Die Welle der Blockbuster-Reboots und Comic- Helden-Revivals ergießt sich weiter in unsere Mul-

tiplexe. Bei Christopher Nolan allerdings, der für eine wahrlich kunstvolle Wiederauferstehung Bat- mans gesorgt hat, darf man sich tatsächlich auch darauf freuen. Und weil „Batman“-Comicautor Grant Morrison den Superhelden kurz vor Film- start eben mal geoutet hat (siehe gab-Magazin Ju- ni-Ausgabe), kann man den Flattermann vielleicht

Mit „The

auch mit ganz neuen Augen betrachten

Dark Knight Rises“ vollendet Nolan nun seine

Batman-Trilogie. Batman beziehungsweise sein Alter Ego Bruce Wayne (Christian Bale) steigt tie- fer in seine Vergangenheit ein und bekommt es außerdem mit dem brutalen kriminellen Genie Bane (Tom Hardy) zu tun, der ihm psychisch wie physisch ebenbürtig ist. Dessen Plan lautet schlicht: Gotham City in Schutt und Asche legen. (as)

lautet schlicht: Gotham City in Schutt und Asche legen. (as) The Dark Knight Rises“ (USA 2012),

The Dark Knight Rises“ (USA 2012), Regie:

Christopher Nolan, u.a. mit Christian Bale, Tom Hardy, Kinostart: 26.7.

Nolan, u.a. mit Christian Bale, Tom Hardy, Kinostart: 26.7. Miss Kicki Lebens- und Liebeswege Auch mit

Miss Kicki

Lebens- und Liebeswege

Hardy, Kinostart: 26.7. Miss Kicki Lebens- und Liebeswege Auch mit fast 50 hat eine Frau noch

Auch mit fast 50 hat eine Frau noch Träume. Für Kicki (Pernilla August), die in ihrem Leben viel Spaß hatte, aber wenig Lust und Chancen hatte, irgendwo anzukommen, scheint die Erfüllung nah:

in Gestalt eines Geschäftsmannes aus Taipeh mit dem sie via Skype anbandelt. Doch der Überra- schungsbesuch wird ein Desaster. Und dass sie ihren ahnungslosen Sohn Viktor (Ludwig Palmell) auf diese Urlaubsreise mitgenommen hat, hat un- geahnte Folgen. Er gerät durch die intime Freund- schaft zu einem einheimischen Jungen völlig in Konfusion. Ein sensibles Melodram über Einsam- keit und Beziehungen des schwedischen Regis- seurs Håkon Liu. (as)

„Miss Kicki“ (S 2009), Regie: Hakon Liu, u.a. mit Pemilla August, Ludwig Palmell. Kinostart: 26.7.Beziehungen des schwedischen Regis- seurs Håkon Liu. (as) Man for a Day Was macht einen Mann

Man for a Day

Was macht einen Mann zum Mann?

Foto: Salzgeber
Foto: Salzgeber

Diane Torr, Performance-Künstlerin und „Drag- King-Pionier“, kommt nach Berlin und unterrichtet in ihrem achttägigen Workshop Frauen darin, was es heißt, „Man for a Day“ zu sein. In ihrer Doku- mentation erzählt Katarina Peters, die selbst einen Workshop bei Torr besuchte, in sehr klarer Film- sprache, welche Gründe es für die verschiedensten Frauen gab, einmal Mann sein zu wollen, wie sie auf ihre temporäre Geschlechtsumwandlung re- agieren und ob sie hinterher wieder ganz Frau sind. (ama)

„Man for a Day“ (D 2012), Regie: Katarina Peters. Filmstart: 19.7.

„Man for a Day“ (D 2012), Regie: Katarina Peters. Filmstart: 19.7.

Als Preview am Fr, 6.7., 19:30 Uhr, Cinema Quadrat, Collinistr. 1, Mannheim

Als Preview am Fr, 6.7., 19:30 Uhr, Cinema Quadrat, Collinistr. 1, Mannheim

Regie: Katarina Peters. Filmstart: 19.7. Als Preview am Fr, 6.7., 19:30 Uhr, Cinema Quadrat, Collinistr. 1,

KULTUR » BUCH

Die Bunny-Theorie

Beatriz Preciado und die „Pornotopie“ des Playboy

Die spanische Philosophin Beatriz Preciado wurde zunächst durch ihr im Jahr 2000 erschienenes „Kontase- xuelles Manifest“ berühmt. Hier ver- sucht Preciado einen theoretischen Gegenentwurf zur Heterosexualität zu entwickeln. Stark verkürzt lautet ihre radikale Idee: um mit den vor- herrschenden gesellschaftlichen Gendernormen von Mann und Frau zu brechen, soll sich Sexualität nicht mehr auf Penis und Vagina konzent- rieren, sondern der Fokus auf Anus und Dildo als genderunabhängige Zentren verlagert werden. Dabei kann jedes Körperteil zum Dildo werden, der zur Stimulanz des Anus, dem übergeschlechtlichen „univer- sellen, kontrasexuellen Zentrum“, eingesetzt wird. Ziel des Ganzen ist die Befreiung des Individuums von der gesellschaftlichen Vorbestim- mung und drohender Diskriminie- rung durch seine/ihre Sexualität. Die Diskussion, ob diese Theorie als alltagstauglich bezeichnet werden kann, lassen wir kurz ruhen, denn Beatriz Preciado hat ein ganz er- staunliches neues Buch geschrieben:

in „Pornotopia“ entdeckt die Gender- Philosophin im amerikanischen „Playboy“-Magazin ganz neue Sei- ten. Playboy-Gründer Hugh Hefner hat nicht bloß ein Hochglanz-Erotik- magazin herausgegeben und so Por- nographie als populäre Massenkul- tur etabliert. Hefners Vision ging viel weiter, und Precario richtet - jen- seits moralischer Bewertung - ihre Aufmerksamkeit auf ein anderes Steckenpferd des Playboy-Erfinders:

die Architektur. Von den 1950ern bis in die frühen 70er hat Hefner ganze Gebäudekomplexe entwerfen und

Foto: Wagenbach Verlag
Foto: Wagenbach Verlag

bauen lassen. Die sogenannten „Mansions“ waren mit innenarchi- tektonisch ausgefeilten Apartments ausgestattet, die ein sorgloses, unbe- schwertes Junggesellenleben garan- tieren, das ganz ohne Ehefrau und Familie funktioniert - dafür mit all- zeit bereiten Sex-Bunnys. Sorgfältig in den Magazinen und der Realität inszeniert entstand so ein heterose- xueller Zufluchtsort jenseits des ge- normten Standard-Familienglücks amerikanischer Vorstädte. Für Bea- triz Preciado sind diese erotischen Utopien, die „Pornotopias“, das Ge-

genstück zur Frauen- und Schwulen- Emanzipation der gleichen Zeit. Ge- wagte Theorie, aber Preciado hat akribisch recherchiert und entdeckt in der inszenierten „Playboy“-Welt zudem viele Einflüsse, die sich bis in die heutige Kultur und Gesellschaft nachweisen lassen. Beatriz Preciado erlaubt sich, was viele nicht wagen:

einen Blick auf unsere Gesellschaft, losgelöst von Konventionen. Dem Ri- siko, beim Blick weit über den Teller- rand hinaus abzustürzen, begegnet sie mit akribischer Arbeit. Auch wenn es auf den ersten Blick viel-

leicht verstörend wirkt, macht es da- her durchaus Spaß, sich mit Beatriz Preciados Ideen auseinanderzuset- zen - zumal man hier außerdem die wundersame Welt der Heterosexua- lität erläutert bekommt. (bjö)

Welt der Heterosexua- lität erläutert bekommt. (bjö) Beatriz Preci- ado „Pornotopia - Architektur, Sexualität

Beatriz Preci- ado „Pornotopia - Architektur, Sexualität und Multimedia im Playboy“, 186 S., 24,90 EUR. Verlag Klaus Wagenbach

im Playboy“, 186 S., 24,90 EUR. Verlag Klaus Wagenbach Die Bibel des schwulen Sex Drei Fragen

Die Bibel des schwulen Sex

Drei Fragen an Autor Stephan Niederwieser

gab-Magazin: Du nennst deinen neuen Ratgeber „Die Bibel des schwulen Sex“. Ist für Schwule der gepflegte Geschlechtsverkehr, was für den gläubigen Christen die sonntägliche Messe?

Stephan: Ich wüsste nicht, wie man Nächstenliebe besser praktizieren könnte, als mit gutem, liebevollem, für beide - oder mehrere - Partner be- friedigendem Sex.

gab-Magazin: Vor zehn Jahren hast du mit „Sextipps für schwu- le Männer“ erstmals Anleitungen zur erfolgreichen sexuellen Be-

friedigung und danach ganze Bü- cher nur übers Ficken, Blasen und Wichsen geschrieben. Ist da nicht bald einmal alles gesagt?

Stephan: Es wird viel zu wenig über Sex gesprochen. Ich meine aufrichtig und von Herzen. Und schon gar nicht zwischen Sexpartnern. Deshalb blei- ben bei vielen Männern Unsicherhei- ten zurück: „Bin ich gut genug? Hab ich alles richtig gemacht? Was hätte ich besser machen können?“ Und die lesen gerne immer wieder meine Rat- geber, weil ich ihnen Mut mache, zu ihren Wünschen zu stehen und ihre Fantasien auszuleben.

gab-Magazin: Was macht einen zum guten Liebhaber oder gar Sex- Experten? Eine gute theoretische Grundlage oder doch die Praxis?

Stephan: Selbstbewusstsein, Mut, Aufrichtigkeit, Einfühlungsvermö- gen, mentale Freiheit - und ein gro- ßer Schwanz (lacht) (as)

mentale Freiheit - und ein gro- ßer Schwanz (lacht) (as) Stephan Nieder- wieser „Die Bibel des

Stephan Nieder- wieser „Die Bibel des schwulen Sex“, 271 S., 19,95 EUR, bei Bruno Gmünder

ßer Schwanz (lacht) (as) Stephan Nieder- wieser „Die Bibel des schwulen Sex“, 271 S., 19,95 EUR,

Mit dabei: Vogue Club - For Gays, Lesbians & Friends

Mit dabei: Vogue Club - For Gays, Lesbians & Friends YOU. ARE. STAR. Die Musik drückt
Mit dabei: Vogue Club - For Gays, Lesbians & Friends YOU. ARE. STAR. Die Musik drückt

YOU. ARE. STAR.

Club - For Gays, Lesbians & Friends YOU. ARE. STAR. Die Musik drückt das aus, was
Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich
Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist. Victor Hugo
Clubs: DASDING Plattenlegerzelt Stuttgart Thunderdome NL Tunnel Trance Force HH
03. - 05.08.2012
Abstract meets dancefield & Lehmann Koblenz/Königswinter/Stuttgart Tresor Berlin
Hardcore Gladiators
Bochum Airport Würzburg Hexenhouse meets iM1 Kleve/FFM
RAKETENBASIS PYDNA
HeavensGate meets Motion Herne/Zürich Acid Wars & Fusion Club Gelsenkirchen/Münster
Dirty Workz
Antwerpen
Stammheim & Home @ MTW Kassel/Offenbach
Vogue Club Koblenz
Kastellaun / Hunsrück • Fr. 20-06 Uhr • Sa. 18-09 Uhr
Camping ab Do. 10 Uhr • Mixery-Opening 20 Uhr
Forum & Supraton Trier/HH USB - The Hardtechno Family Frankfurt Elektroküche Köln
A-Disco.de & Interactive Events Karlsdorf Electronic Motion feat. Soundburg Radio Salzburg
DJs: Paul van Dyk Berlin Sven Väth Frankfurt Chris Liebing Frankfurt Dubfire Washington
Ferry Corsten
Adam Beyer Stockholm Sander van Doorn Eindhoven
Len Faki Berlin
Rotterdam
Felix Kröcher Frankfurt Markus Schulz Florida Hardwell Breda Moonbootica Hamburg
Tocadisco Köln John Dahlbäck Stockholm M.A.N.D.Y. Berlin Marcel Dettmann Berlin
Ben Klock Berlin Ian Carey Miami Bingo Players Enschede The Disco Boys Hamburg
MarcoV Amsterdam TomNovy Zürich DominikEulberg Bonn Butch Mainz KlaudiaGawlas Passau
Torsten Kanzler
Sean Tyas New York
Berlin
W&W Breda
Nervo Melbourne
andhim Berlin/Köln
Talla 2XLC vs. Taucher Frankfurt/Bischofsheim Falko Niestolik Salzburg Dr. Motte Berlin
Adam Port
Berlin Da Hool Ruhr-Area Dennis Sheperd Berlin DJ Dag Frankfurt Tanith Berlin
Ruben de Ronde
Haarlem Kerstin Eden Berlin Frank Sonic Ruhr-Area Pele München Andy Düx Mainz

Ulli Brenner

sunshine live DJ Team aka Charles McThorn, Eric SSL & DJ Falk Mannheim

Ben Nicky Bristol Rafael Da Cruz Köln Jon Asher Münster Housebeats Brothers Westerwald

Vitalic Paris

Anthony Rother

AKA AKA feat. Thalstroem Berlin Terence Fixmer Brüssel Hardfloor Düsseldorf Cyberpunkers Mailand

Jam (Jam & Spoon)

LiveActs: Rank1 Rotterdam

Frankfurt BMG aka Brachiale Musikgestalter Wiesbaden Dapayk Berlin

Frankfurt Niereich Graz Ravers Nature Hof Mijk van Dijk Berlin

Nelski London Pounding Grooves London NatureOne Inc.

Frankfurt Man at Arms Gelsenkirchen Buchecha São Paulo Jenny Furora Mainz

Extrawelt Hamburg

Laserkraft 3D Kaiserslautern/Mannheim

Extrawelt Hamburg Laserkraft 3D Kaiserslautern/Mannheim Compilation 2012 Hymne 2012 Original-Tickets & Infos:

Compilation 2012

Hymne 2012

Original-Tickets & Infos: www.nature-one.de

Festivalticket (Fr. UND Sa.) Vorverkauf EUR 65,-* Abendkasse EUR 75,-

Tagesticket (Fr. ODER Sa.)

Bustransfer ab Do. ab HBF Koblenz EUR 8,- *zzgl. VVK-Gebühr

Vorverkauf EUR 48,-* Abendkasse EUR 56,-

Club-DJs: Marco Bailey, Felix Kröcher, Tocadisco, John Dahlbäck, Ian Carey, Evil Activities, Alex M.O.R.P.H., Woody van Eyden, Rank1, Sven Wittekind, Eric Sneo, Laserkraft 3D, Klaudia Gawlas, Torsten Kanzler, Negative A, Claudia Cazacu, Boogie Pimps, DaY-már, Re-Style, Kasparov, Bass D, Buzz Fuzz, The Wishmaster, Mystery, A.Paul, Arkus P. & Sutura, State Of Emergency, Masters of Noise, Twilight Forces, Marco Lys, Pierre, Marky, Marc Miroir, Viper XXL, O.B.I. vs. Julyukie, Sergio Fernandez, Kerstin Eden, Tiger & Dragon, The Brutal & Sadistic Show aka Stormtrooper vs. Minupren, Madhouse Brothers aka Sandy Warez vs. Richie Gee, Man at Arms, DJ Dean, RAM vs. Mark Sixma, Electronmike, Seamus Haji, CJ Stone, G-Style Brothers, Raphael Dincsoy, Rafael Da Cruz, Robin Hirte, Dalora, EBE Company, Tensor & Re-Direction, The Pressurehead, DJ Sonic, Jay Frog, Fenix, Dr Rude, Demoniak, Peter Eilmes, Nelski, Aga Heller, Sebastian Gnewkow, Greg Notill, A-Brothers, Mad Max, Sorgenkint, Jon Asher, MC H, Deejane Kim, A*S*Y*S, Men vs. Machine aka Mark Mayu & Marco Stylez, Stephan Hinz, DGeorge, Benjamin R., Philipp Ruhmhardt, Sandro Marques, Deerk Hollaender, Synapse & Sei2ure, Obscurity vs. Rampage, The Raver vs. Cremator, J-Roon & Kosmix, Humanoise, Nick & Red Faction, Terminal & Vavaculo, Enthorine, MC Justice, MC Da Mouth of Madness, the Xfactor, DJ Delude, Sam Punk, Dave Joy, DJ Louk, Franky B., DJ Slideout, DJ Texx, DJ Inside Visage, Chris Deelay, Patrick Bunton, FJ Project, DJane Sounic, Pacemaker, DJ Cyre, Jake Nicholls, DJ Da-Vi-Do, DJ Sven E, DJ Trust C., DJ Morten & Lulue, The Airwolf, DJ Energyzer, DJ Corehead, DJ P-Bass, DJ Nexxus, DJ JigSaw, DJ Maniac, Da Bomb, Jens Bose, DJ Paranoid vs. Evolution, Mecanical Animal, Ron, Kahlkopf HC, G4bby, Sonic-D, Distiller, MC AXYS, Ro, Herr Schneider, TAG, Erique 47, Emanuel Eisbrenner, Krenzlin, Hintergrundrauschen, Norman, Überschall, Deladope, Rex Kramer, Agent, Marc Alexa & Johannes Pazzo, Da Fou, Daniel R., Peaco, Nykk, Paul Pysik, Mick Zakon, Benuses, Tora vs. Xano, Marc Wall.E, Joe Kenobi, Prouder, JulieZ vs. Mike Maaß, Iggy Z., Rob L, Dan-G, Patrick Patterson, Nico Rush vs. Alex2K, Pascal Wagner, Maze, Chriss Ortega & Neil Moore, Faruk Sabinci, DIGITALmusikanten, Extravagance SL, Sun & Set, Jones, Mode Seven, Dr Phunk, Def Toys, The Vision, In-Phase, Neroz, Sound Freakerz, Outlander, Inner Heat, Neilio, D-Liciouz, Michael Kruck, Pzylo, Queen of Vandalism, 2Junxion, Divouse AM, Lukash Andego, AC i DC, Dave Ryder, Philipp Dengler, Hierro, Da Hunter, The Incredible Papst, Sercan, Alexander Aurel, Kia, Simoné, Desert & June, Fräggel, Dommy Dean, David Marquez, Ben Gala, Simon Phinixx, Philipp Kempnich, Robin Junker, Francesco Sanna, TT Hacky, Jerome, Dirk Federkeil, Spoony, Mental Disorder, Sepromatiq, Giuseppe Castani, Gebrüder W, Stefan Senk, Pappenheimer, Psytekk, Hazett, Ryan Rustler, Felix Bernhardt, Jagger, Polyphone, John Porno, Christian Kliché, Rocky Di Fine, Courtis, dr.gonZo, Max Mayr, LadYsturbeD, Daniel Holl, Alex Breitling, Hanz Loop, M. Rausch, Michael Lehmkuhl, David Gundlach, Zoo TV, Nightmare Inc., Mental In-Jury, Aron Setha, Painless Noise, Doomjay Chris, DJ Falk, Synthetic System, Hardbass Rockers, Porphyria, Venom, Mackx, D-Rockerz, Sounic, Incognito, Clockshock, Beyond Recovery, Miss(t)stück, DKJ Kyle, Devil2K, Steve Looney, Michael Strauss, Norman Bate, Villon, Supernaut, Chris Stohl, DJ GU, Andreas Sachs, Jenny Delano, de freD, Butterfly, Davide Bomben & Era Vulgaris, DJ Scream, Eric Preston, Bodo Kaiser, Tom Nightowl, Josephine de Paris, Madwave & Majesty, Inspiration Club-LiveActs: BMG, Arkus P. vs. O.B.I., Niereich, Broombeck, Durstlöscher, THORAX, Arkus P., Waldhaus, Jan Fleck, Elmar Strathe, Danny Reebo & Mike More, Egostar, Sub Dealers

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THEMA » HIV

Kann weniger mehr sein?

Langfristige Nebenwirkungen der HIV-Therapie

Moderne HIV-Therapien sind ausgesprochen wirksam. Doch sie haben auch langfristige Nebenwirkungen, die vielen Betroffenen Sorgen berei- ten. Regime mit weniger Wirkstoffen könnten diese Situation möglicher- weise künftig verbessern.

Wer sich heute mit dem HI-Virus an- steckt, kann davon ausgehen, dass seine Lebensspanne fast so lange ist, wie bei einem Nicht-Infizierten. Im Gegenzug heißt dies aber auch, dass man dafür etwa 40-60 Jahre lang konsequent eine antiretrovirale The- rapie (ART) einnehmen muss. Nur so kann man heute die Viruslast nied- rig halten und die Zahl der Helferzel- len steigern. Nach dem aktuellen Standard kombiniert man hierzu im- mer zwei „Nukes“ mit einer Subs- tanz aus der Klasse der Protease-, oder Integrasehemmer bzw. einem NNRTI, die teilweise in einer Tablet- te koformuliert sind. Wie bei allen Arzneimitteln gilt jedoch auch hier:

Keine Wirkung ohne Nebenwirkung. Für jede der Substanzklassen sind dabei bestimmte Nebenwirkungen charakteristisch, wie etwa Magen- Darm-Probleme bei Proteasehem- mern oder Schlafstörungen bei NNR- TI. Wie bei anderen Therapien auch, verschwinden diese Symptome häu- fig nach den ersten Wochen wieder, aber in manchen Fällen auch nicht. Damit wächst die Gefahr, dass die Betroffenen ihre Medikamente nicht mehr regelmäßig einnehmen, ihre Viruslast nicht unter Kontrolle hal- ten und sich dadurch resistente Vi- ren vermehren können.

Studien erlauben nur begrenzte Aussagen über Spätfolgen der ART

Hinzu kommt, dass niemand heute sagen kann, welche gesundheitli- chen Schäden entstehen können, wenn man eine ART über Jahrzehnte hinweg einnimmt. Denn in Studien

werden die verschiedenen Wirkstoff- Kombinationen meist nur über ein, zwei, maximal vier Jahre hinweg ge- testet. Sie können daher oft nur ei- nen Anhaltspunkt geben, welche langfristigen Risiken eine ART mit sich bringen kann. Ein Beispiel hier- für ist der Einsatz bestimmter „Nu- kes“, bei denen man in Studien beob- achtete, dass sich die Nierenfunktion etwas verschlechterte oder auch die Knochendichte leicht abnahm. Aber erst beim langfristigen Gebrauch der Nukes in der Praxis zeigte sich, dass hierdurch das Risiko für ein Nieren- versagen bzw. für eine Osteoporose anstieg. Auch die Ursachen für das Entstehen einer Lipoatrophie, also des Verlustes von Unterhautfettge- webe im Gesicht oder an Armen und Beinen, waren lange unklar. Heute weiß man, dass dieses von jedem HIV-Positiven gefürchtete Stigma, vor allem auf den langfristigen Ein- satz älterer Nukes zurückzuführen war.

Reichen langfristig bereits ein oder zwei Wirkstoffe?

Um solche dauerhaften körperlichen und psychischen Beeinträchtigun- gen durch die Standard-HIV-Thera- pie zu vermeiden, versuchen viele der Herstellerfirmen wirksame Re- gime zu finden, die völlig ohne Nu- kes auskommen. Hierbei setzt man entweder auf die Kombination zwei- er Wirkstoffe aus anderen Klassen (duale Therapie) oder gar auf eine Monotherapie mit nur einem Wirk- stoff. Bei beiden Ansätzen konnten in ersten Studien bereits vielverspre-

Foto: jg_79/photocase.com
Foto: jg_79/photocase.com

chende Ergebnisse gezeigt werden. So war etwa in einer Studie die Kom- bination eines geboosteten Protease- hemmers mit einem Integraseinhibi- tor über knapp zwei Jahre hinweg genauso wirksam, wie die aus dem Proteaseinhibitor und zwei Nukes bestehende Vergleichstherapie. In beiden Gruppen erreichte ein ver- gleichbar hoher Prozentsatz der nicht vorbehandelten Patienten eine Viruslast unter der Nachweisgrenze und auch im Anstieg der CD4-Zellen zeigten sich keine wesentlichen Un- terschiede. Im Hinblick auf die Ver- ringerung der Knochendichte erga- ben sich sogar Vorteile für die duale Therapie. Ob dieser Ansatz tragfähig

I N F O

I N F O Was kann man selbst tun, um Spät- folgen der ART zu vermeiden?
Was kann man selbst tun, um Spät- folgen der ART zu vermeiden? Auf das Auftreten

Was kann man selbst tun, um Spät- folgen der ART zu vermeiden? Auf das Auftreten gesundheitlicher Probleme achten und sie mit dem Arzt besprechen Regelmäßige Gesundheitsuntersu- chungen wahrnehmen und Verände- rungen der Laborwerte hinterfragen Bei deutlicher Verschlechterung von Laborwerten die Möglichkeit eines Therapiewechsel mit dem Arzt diskutieren und gegebenenfalls eine Zweitmeinung einholen

ist, wird zurzeit in größeren Studien geprüft. Auch für den Einsatz in der Mono- therapie untersucht man bevorzugt geboostete Proteasehemmer, da sich hier nur selten resistente Viren ent- wickeln. Erste Studien dazu ergaben je nach Wirkstoff unterschiedlich gute Ergebnisse. Bei den Substan- zen mit der bisher besten Effizienz in der Monotherapie zeigte sich, dass sie etwas schwächer wirksam sind als in der Kombination mit zwei „Nukes“, so dass die Viruslast häufi- ger leicht über die Nachweisgrenze steigen kann. Dies kann man aber meist durch eine Intensivierung der Behandlung mit „Nukes“ wieder rückgängig machen. Monotherapien mit einigen dieser Proteasehemmer werden zurzeit in begründeten Fäl- len als Alternative empfohlen, um ausgeprägte Nebenwirkungen einer Standardbehandlung zu lindern. Ob sie jedoch auch langfristig und im großen Maßstab eine Alternative zu den etablierten Regimen bilden kön- nen, muss sich wie bei der dualen Therapie erst noch zeigen.

nen, muss sich wie bei der dualen Therapie erst noch zeigen. Weitergehende Informationen zum Thema finden

Weitergehende Informationen zum Thema finden Sie im Internet unter

http://hivbuch.de/2011/12/22/

wann-eine-art-umstellen/

Wenn Füße kribbeln und schmerzen

Viele der HIV-positiven Männer leiden unter Nervenschmerzen

Häufiger als man denkt: Schmerzen und Taubheitsgefühle beeinträchti- gen oft das tägliche Leben

Wer HIV-positiv ist weiß, dass die Lebenserwartung und auch die Le- bensqualität durch neue und moder- ne Therapieformen wie die hochakti- ve antiretrovirale Therapie, HAART, deutlich gestiegen ist, auch wenn dies auf Kosten der Einnahme von starken Medikamenten geht. Leider

bleiben diese Medikamente oftmals nicht ohne Nebenwirkungen: neben Magen-Darm Beschwerden und Po- tenzstörungen treten auch Gefühls- und Bewegungsstörungen durch dauerhafte Nervenschädigungen auf. Nervenschäden gelten außer- dem als eine Langzeitfolge der HIV-

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Juli 2012

Infektion selbst und werden zudem durch weitere Faktoren wie Diabe- tes, Herpes zoster Ausbrüche (Gürtelrose) oder Alkoholmissbrauch gefördert. Als Folge treten Nerven- schädigungen (Neuropathien) auf, die sich mit Symptomen wie Taub- heitsgefühlen, Kribbeln oder auch brennenden, einschießenden Schmerzen äußern. Es wird geschätzt, dass in fortge-

schrittenen Stadien der HIV-Infek- tion etwa die Hälfte der Praxisbe- suche der Patienten aufgrund von Schmerzen erfolgt. Laut einer Um- frage im Rahmen der Veranstaltung „HIV im Dialog“ im Jahr 2011 gaben 24 von 26 HIV-positiven Männern an, unter Kribbeln, Brennen, Taub- heitsgefühlen oder Schmerzen in den Füßen oder Händen zu leiden. Der Leidensdruck kann individuell

sehr hoch sein, in der Umfrage be- stätigten 21 der 26 Befragten, dass diese Symptome ihr tägliches Leben beeinträchtigen, da beispielsweise Gangunsicherheiten auftreten oder der Schlaf gestört ist. Fast immer ist eine medikamentöse Behandlung der Schmerzen empfehlenswert, rät Professor Johannes Boger (Leiter der Infektionsabteilung am Klinikum der Universität München) in einem Vortrag im Rahmen der 14. Münch- ner AIDS und Hepatitis Tage 2012

Nervenschmerz: was ist das eigentlich?

Nervenschmerzen, im Fachjargon „Neuropathische Schmerzen“ sind Schmerzen, die aufgrund einer dau- erhaften Schädigung eines oder mehrerer Nerven entstehen. Sie füh- len sich brennend, stechend oder elektrisierend an. Die Nervenschädi- gung kann außerdem zu Symptomen wie Kribbeln, Taubheitsgefühl oder

veränderten Hautempfindungen auf- treten, die nicht schmerzhaft sind, aber unter Umständen als sehr stö- rend empfunden werden.

Gibt es Hilfe? Medika- mentöse Behandlung kann Nervenschmerzen lindern

Eine ursächliche Therapie dieser neuropathischen Schmerzen gibt es meist nicht. Manchmal kann es hel- fen, die Medikamente der HAART umzustellen und die Gabe von Medi- kamenten, die schädigend für die Nerven sind, sollte vermieden wer- den. Eine symptomatische Behandlung der Schmerzen kann in vielen Fäl- len die Schmerzen lindern. Dabei stehen etablierte Medikamente wie verschiedene Antiepileptika oder Antidepressiva zur Verfügung, die alleine oder in Kombination auch in der Behandlung anderer neuropathi-

scher Schmer- zen eingesetzt werden. Diese Medi- kamente sind als Tabletten verfügbar und werden täglich eingenommen. Eine rein am Ort des Schmerzes wirkende The- rapieoption stellen Pflaster oder Salben dar, die Capsaicin, den scharfen Bestandteil der Chilisch- ote, enthalten. Lokale Therapien sind im Gegensatz zu den oral eingenommenen Medika- menten meist besser ver- träglich, da sie keine Nebenwirkungen im Organsystem des Körpers auf- weisen und auch nicht mit der HAART Therapie interagieren. Grundsätzlich wird empfohlen, bei Beschwerden wir Kribbeln, Taubheitsgefühlen oder gar Schmerzen mit dem Arzt über die Beschwerden und deren Behand- lung zu sprechen. (Dr. Kathrin Ma- tischak)

deren Behand- lung zu sprechen. (Dr. Kathrin Ma- tischak) Augen auf im Garten der Lüste. Kondome

Augen auf im Garten der Lüste.

Kondome schützen.

tischak) Augen auf im Garten der Lüste. Kondome schützen. Das HIV-Team von Abbott wünscht einen schönen
tischak) Augen auf im Garten der Lüste. Kondome schützen. Das HIV-Team von Abbott wünscht einen schönen
tischak) Augen auf im Garten der Lüste. Kondome schützen. Das HIV-Team von Abbott wünscht einen schönen

Das HIV-Team von Abbott wünscht einen schönen CSD 2012.

HIV ist eine sexuell übertragbare Infektion. Dagegen kannst Du Dich schützen. Gegen die Folgen nur schwer. Abbott forscht im Bereich HIV und AIDS und unterstützt Aids-Hilfen in Deutschland.

Wissenswertes und Aktuelles zum Thema Prävention, HIV und

AIDS findest Du auf: www.garten-der-lueste.com

Wissenswertes und Aktuelles zum Thema Prävention, HIV und AIDS findest Du auf: www.garten-der-lueste.com

SZENE » FRANKFURT » INSIDE

Cox trifft den Mann, der Stärke zeigt!

Ein HIV-Positiver, der zum Nachdenken animiert!

Die Risiken, sich beim Sex ohne Kondom mit Geschlechtskrankheiten anzustecken, sind sehr hoch, und den Preis, den man zahlt, wenn man sich mit HIV infiziert, ist jedem bewusst. Trotzdem fiel mir auf, dass sich vor allem junge Männer in das blinde Vertrauen stürzen. Daher wollte ich erfahren, warum das so ist, und darüber hinaus, wie man sich in der heutigen, digitalen Welt damit auseinandersetzt. Ich traf Hans (52), der mir über seine Erfahrungen und sein Leben mit dem Virus berichtete.

auch ohne Kondom Sex hat, aber im- mer vorher alles abklärt, was ich ihm nicht recht glauben kann. Auch bei Portalen wie Gayromeo oder Grindr kommen oft Fragen nach Baresex. Hans: „Es soll Menschen geben die im Internet ihre Liebe gefunden ha- ben. Mir ist es leider noch nicht pas- siert! Das Internet hat die Szene ver- ändert, wie auch die Gesellschaft. Sex gehört zum Leben, und wenn es da- mals nur die Saunen, Parks, Toiletten, Kinos gab, so ist jetzt das Netz dazu gekommen. Ich persönlich lerne lie- ber in der realen Welt Menschen ken- nen. Aber jeder muss sein Leben le- ben wie er denkt. Angst macht mir nur die Zuname der Drogen und der Verdrängung durch Alkohol. Alle Ne- gativen sollten weiterhin Kondome benutzen, und sie sollten, wie ich eben schon gesagt habe, die Verant- wortung nicht auf die Positiven ab- wälzen! Offenheit ist sehr wichtig“. Seine Antworten wiesen eine gewisse Härte auf, aber irgendwie stimme ich Hans zu. Wir sind uns einig, dass jeder für sich aber auch für seinen Nächsten verantwortlich ist, ob nun beim Sex oder in der Sze- ne generell! Damit wünsche ich euch einen tollen CSD in Frankfurt! (cc)

Links zum Thema: Präventi- onsfilm: paul-und-etienne.de., frankfurt-aidshilfe.de, jungundpo- sitiv.de

frankfurt-aidshilfe.de, jungundpo- sitiv.de Ich gehe regelmäßig zum HIV-Test, nur um sicher zu sein,

Ich gehe regelmäßig zum HIV-Test, nur um sicher zu sein, dass alles in Ordnung ist. Obwohl man weiß, dass man immer Sex mit Gummi hatte, bekommt man es vor dem Ergebnis jedes Mal mit der Angst zu tun. Aber auch wenn alles in Ordnung ist, wäre dies aber nie ein Freifahrtschein un- geschützten Sex zu haben! Ich kann mir nicht vorstellen, was in einem Menschen vorgeht, wenn das Ergebnis „positiv“ heißt. Hans konnte mir seine Erlebnisse schil- dern: „Mit 25 Jahren habe ich bei einer Routineuntersuchung mein Ergebnis bekommen. Es war ein Schock. In der damaligen Zeit hörte man nur, wie schnell Leute sterben, und dass es ein Todesurteil sei. Aids gleich Tod! Es hatte sich gerade eine neue Beziehung angebahnt. Diese musste ich mit den Worten „Wir passen wohl nicht zusammen!“ be- enden, um erst einmal allem aus dem Weg zu gehen. Ich habe fünf Jahre gebraucht, bis ich es anneh- men konnte. Damals hing ich mir einen Spruch übers Bett: „Lieber Virus! Wenn ich sterbe stirbst du

auch!“ Meine Familie und ich hatten sehr große Angst, aber verschiedene Gruppen und die AIDS-Hilfe haben mir sehr geholfen!“, so Hans.

„Wenn ich sterbe, stirbst du auch!“

Vor allem bei jungen Menschen fiel mir eine gewisser Leichtsinn auf. Liegt das an der heutigen Zeit, am Internet, das Bareback-Pornos (ohne Gummi) und Bareback-Partys an- preist, oder kommt die Aufklärung nicht mehr an? Hans erläuterte:

„Klar sieht man nicht mehr wie frü- her die Sterbenden oder die Bilder gezeichneter Menschen. Das hat da- mals abgeschreckt. Ich glaube, dass man in der heutigen Zeit durch Me- dikamente ein gutes Leben führen kann. Die Aufklärung geht heute in einen andere Richtung, sie zielt mehr auf Verantwortung. Man sollte denken, das derjenige, der Sex ohne Kondom will, auch weiß, auf was er sich einlässt. Wenn ich Prävention mache, appelliere ich an die Eigen- verantwortung. Ist nicht jeder für

sein Leben verantwortlich? Es ist im- mer leicht, im Nachhinein den Fin- ger zu heben und zu sagen: „Du hast mich infiziert!“ Aber dazu braucht es auch einen, der sich infizieren lässt“. Hans selbst ging immer sehr offen mit seiner Erkrankung um, aber nicht jeder findet sofort die innere Stärke. Wo können junge Positive eine Anlaufstelle finden? Hans er- klärte mir die Entstehung der „20+ positiv“ Gruppe: „Einige Freunde und Bekannte haben mir damals jun- ge Positive geschickt um mit ihnen zu reden, ihnen Mut zu machen. Meine Stabilität habe ich mir auch in Gruppen oder bei Positiven-Treffen geholt. Nachdem aus ein paar Jungs schließlich 15 wurden, sprach ich mit Michael von der AIDS-Hilfe Frankfurt und so kam es, dass die Treffen der Jungpositiven noch heute stattfinden.“

Russisch Roulette bei der Partnerwahl?

Ein HIV positiver Freund sagte mir, dass er gerne in Saunen geht und

Russisch Roulette bei der Partnerwahl? Ein HIV positiver Freund sagte mir, dass er gerne in Saunen
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SZENE » FRANKFURT » KOLUMNE

Gabbing About

Fünf Fragen an Julian und Dennis Smith

Gabbing About Fünf Fragen an Julian und Dennis Smith Vita Julian (geb. 8.1.1975) und Dennis (geb.

Vita

Julian (geb. 8.1.1975) und Dennis (geb. 13.12.1980) sind in Frankfurt bzw. Hanau geboren und im beschaulich-idyllischen Grosskrotzenburg aufgewachsen. Wir kennen die beiden als DJs, sie haben eine Radiosendung auf YouFM und sogar ein eigenes Klamottenlabel (Wegotsoul). Im Großkrotzenburger Jugendzentrum sammelten die beiden Mitte der Neunziger ihre ersten DJ-Erfahrungen. Trotz der Tatsache, dass beide weder Single noch schwul sind, interessiert uns doch, wer da in den alten Gemäuern des Blue Angel so erfolgreich Einzug gehalten hat - außerdem haben uns beide bereits im guten alten L.O.F.T. ordentliche Mucke auf die Ohren gegeben, gehören also fast schon zur Familie! (cf)

1 Wie kamt ihr auf die Idee, die Party „Schwul“ in eurem Club zu starten?

Da das Blue Angel in der schwulen Szene immer eine Institution war, wollten wir einfach der Location un- seren Repekt zollen. Und das macht auch Spaß, denn die Gay-Szene feiert irgendwie ausgelassener!

2 Zum CSD wird es am Sonntag ja „Cox for Cocks“ im Travolta

geben, wie kam es zu der Zusam- menarbeit mit Crystel, plant ihr noch mehr Gay-Partys?

Da wir die letzten Jahre immer für YouFM auf der CSD Bühne standen, haben wir uns in die Performance von Crystel verliebt. Wir haben uns sehr gefreut, als sie uns gefragt hat, ob wir Lust hätten, gemeinsam ein Event auf die Beine zu stellen. Außer- dem wollen wir selbst nächstes Jahr wieder mehrere Gay Events zusam- men mit Envy machen.

3 Wofür steht das Travolta für euch?

Es sollte „Best Of Both Worlds“ wer- den. Dennis und ich haben im Un- derground angefangen und legen heute auch auf Premium Events auf. Diesen Kontrast wollten wir im Club widerspiegeln. So sind zum Beispiel Sitzlounges entstanden dazu dann die Betonoptik. Also alles etwas roug- her wie gewohnt. Und alleine der Name des „Tänzers vor dem Herrn“ ist schon Programm!

3

Wie war´s beim ersten Mal?

Man kommt zu schnell (beide

lachten)

4 Was mögt ihr an Frankfurt, was geht euch auf die Nerven?

Frankfurt war immer gut zu uns. Es ist klein und überschaubar und man ist schnell überall. Die Stadt könnte noch etwas mehr Kulturförderung betreiben.

und überschaubar und man ist schnell überall. Die Stadt könnte noch etwas mehr Kulturförderung betreiben. Juli
und überschaubar und man ist schnell überall. Die Stadt könnte noch etwas mehr Kulturförderung betreiben. Juli

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Meine MaMas und PaPas Mitverantwortung sozialer Eltern stärken Diskussion der grünen Bundestagsfraktion am 10. Juli,
Meine MaMas und PaPas
Mitverantwortung sozialer Eltern stärken
Diskussion der grünen Bundestagsfraktion am 10. Juli, 19 Uhr
im Kulturzentrum Merlin, Augustenstr. 72, Stuttgart
mit grünen Abgeordneten und Gästen
aus Wissenschaft und Verbänden
Infos unter: www.gruene-bundestag.de/Termine
Anmeldung: name@adresse.de
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SZENE » FRANKFURT » GASTRO

Auf dem fliegenden Teppich

Kish und Egenolff eröffnen neue Horizonte

Wenn‘s mal anders sein soll, dann ist die persische Küche genau richtig. Geschmacklich zwischen Mittelmeer und Middle East gelagert, mit selte- nen Würzmischungen und nicht zu scharf, verzaubert sie den Gaumen auf eigene Art. Am Fuß der Leipziger Straße hat das „Kish“ daher seinen fliegenden Teppich ausgebreitet und ein atmosphärisches Orient-Restau- rant mit tausendundeiner Idee her- beidekoriert: Stoffe, Perlen, Wunder- lampen - es glitzert und spiegelt in allen Farben - und auf allen Tellern:

Köstlichkeit! Aus Huhn und Lamm werden „Simsalabim“ ein saftig ho- nigglänzender Grillspieß und ein butterweiches Filetstück mit Wal- nusskernmantel und Granatapfel- sauce. Die Preise liegen dabei im Schnitt bei sehr angemessenen 13 EUR. Besonderes Sonderangebot ist der bereits Aufsehen erregende, so- ziale „pay-what-you-want“-Tarif zur werktäglichen Mittagszeit, der offen- bar funktioniert, denn das rentiert sich nur, wenn man gerne gibt, weil es wirklich schmeckt.

Weine im Nordend

Was zuvor „Horizont“ war, dann zum „Darling“ wurde, ist nun das „Ege- nolff“ in der gleichnamigen Straße,

Ecke Friedberger. In der Tat eröffnet das neue Wein-Restaurant seinen Besuchern neue Horizonte. Nach wie vor schön ist die tageslichthelle zen- trale Halle, die aber nun mit einem festlichen Leuchter gekrönt, ihre Gäste zur Abendzeit beherbergt. Ne- ben einem ausführlichen und erlese- nen Weinsortiment vervollständigt eine kleine Speisekarte mit ange- nehmen Kreationen das Angebot: in Serrano-Schinken gewickelte Mais- poulardenbrust mit erstaunlich som- merlich zubereitetem Wirsing und Erbsen (18,90 EUR) oder der gegrill- te mediterraner Gemüsesalat mit konfitierten Kirschtomaten, Ruccola, und Parmesan (14,90 EUR). Schön wären außerdem ein oder zwei wechselnde Tagesgerichte, denn man möchte ja schließlich öfter kom- men und Vielfalt genießen. (pez)

Kish Restaurant, Leipziger Str. 16a, Frankfurt-Bockenheim, Tel. 178 67 87 985, kish-restaurant. de, tägl. 11:30 bis 23:30 Uhr, „Zahle was du willst“-Büffet Mo- Fr 11 bis 15 Uhrschließlich öfter kom- men und Vielfalt genießen. (pez) Egenolff - Wein & Essen, Egenolff- straße 39,

Egenolff - Wein & Essen, Egenolff- straße 39, Frankfurt-Nordend, tel. 26 01 29 22, egenolff.de, Di- Sa ab 18 Uhr, Küche bis 23 Uhr, So + Mo geschlossenUhr, „Zahle was du willst“-Büffet Mo- Fr 11 bis 15 Uhr Simsalabim: Köst- lichkeiten aus 1001

Simsalabim: Köst- lichkeiten aus 1001 Nacht im Kish
Simsalabim: Köst-
lichkeiten aus 1001
Nacht im Kish
Ausführliches Wein- sortiment und ange- nehme Speisekreati- onen im Engenolff Fotos: pez
Ausführliches Wein-
sortiment und ange-
nehme Speisekreati-
onen im Engenolff
Fotos: pez

Supermann aus Bodenhaltung

Mathias Münch live und direkt

Wo steckt er, der athletische Akademiker mit Bio-Bauernhof und Co2-neutra- lem Stoffwechsel? Auf der Suche nach dem „Mann 2.0“ war Mathias Münch, Hesse, Feingeist und Grobmotoriker dort, wo es weh tut und landete in einem Offenbacher Fitnessstudio beim „betreuten Turnen“, auf der 99. Internationa- len Insektentauschbörse oder auch im Männerseminar der kritischen Häkel- gruppe Bornheim. Schnell zeigte sich, dass alles, was Männern Spaß macht, verboten, unmoralisch oder schlecht für den Cholesterinspiegel ist. Das erstes Soloprogramm vom hr3-Morgenmann leistet High Speed-Kabarett unter der

Regie von Jo van Nelsen. (los) Mi, 18.7. + Mi, 25.7., 20 Uhr (Einlass 19:15 Uhr) Theatrallalla, Friedberger Landstr. 296, Frankfurt. Ab 12 EUR

Friedberger Landstr. 296, Frankfurt. Ab 12 EUR SZENE » MODERNE FRANKFURT » MENSCHEN » KULTUR Foto:

SZENE »MODERNEFRANKFURT» MENSCHEN» KULTUR

Foto: Dominik Mentzos
Foto: Dominik Mentzos

K U LT U R T I P P S

 

Frankfurter Erzählcafé

Foto: Valentin Fanel
Foto: Valentin Fanel

ZuKT Tanzmarathon

Fotografie total

Geschichten aus dem Größenwahn „Dort, wo die Blumen auf dem Zapfhahn blüh‘n“ schrieb das Café Größenwahn im Nordend mit dem Aufkommen eines neuen Zeitgeistes Frankfurter Stadt(teil)geschichte. Hans-Peter Hoogen (Foto), Mitgründer und Wirt, fühlte sich als Schüler eines katholischen Internates in der Schulzeit „immer anders als die Andern“. Das Studentenleben bedeutete für ihn einen Aufbruch in die Freiheit. Er nahm am Häuserkampf teil, hatte sein Coming Out und wurde Mitglied der „Roten Zelle Schwul“. Mit dem Café Größenwahn realisierte er sich den Traum einer Lebensform, die um der Toleranz willen restriktive Grenzen überschreitet.

Das MMK zeigt, was es hat Mit ca. 2.600 Werken verfügt das MMK über eine der größten Sammlungen internationaler Gegen- wartsfotografie. Die Ausstellung stellt konzeptuelle und Reportage-Fotografie in den Vordergrund. Im Verlauf werden rund 800 Werke von Künstlern wie Peter Fischli, Thomas Ruff und Wolfgang Tillmans (Foto: „Tukan“) gezeigt. Bekannt geworden ist Tillmans in den frühen Neunzigern durch stilbildende Porträts von Freunden und jungen Menschen seiner unmittelbaren Umgebung. Seine Fotos, zum Beispiel von der European Gay Pride oder der Love Parade, bezeugen gesellschaftliche Strömungen.

Seine Fotos, zum Beispiel von der European Gay Pride oder der Love Parade, bezeugen gesellschaftliche Strömungen.

Der Nachwuchs zeigt‘s uns! Zum Abschluss des Studienjahres Zeitgenössischer und Klassischer Tanz (ZuKT) der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main gehen die Studierenden wieder aufs Ganze und holen zum Rundumschlag aus: an drei Tagen landen sie in jeweils drei Runden bzw. Programmen einen Treffer nach dem anderen. Unterschiedlichste Stile und Präsentations- weisen und das künstlerische Ausdrucksvermögen der jungen Tänzerinnen und Tänzer überzeugen. Auf dem Programm stehen u.a. Ausschnitte aus Stücken von William Forsythe und Jiri Kylián, sowie neue Stücke von Allison Brown, Dieter Heitkamp, Susanne Noodt und Marc Spradling und studentische Eigenarbeiten.

Sa, 30.6., 16 Uhr, Karmeliterkloster, Münz- gasse 9, Frankfurt. 5 EUR, inklusive Umtrunk

Sa, 30.6., 16 Uhr, Karmeliterkloster, Münz- gasse 9, Frankfurt. 5 EUR, inklusive Umtrunk
Sa, 30.6., 16 Uhr, Karmeliterkloster, Münz- gasse 9, Frankfurt. 5 EUR, inklusive Umtrunk

Noch bis So, 13.1.2013, Di - So 10 bis 18 Uhr, Mi bis 20 Uhr, MMK, Domstraße 10, Frankfurt. 10 EUR

Noch bis So, 13.1.2013, Di - So 10 bis 18 Uhr, Mi bis 20 Uhr, MMK,

Do, 5.7. - Sa, 7.7., jew. 19 Uhr, 20:15 Uhr, 21:30 Uhr, Kleiner Saal HfMDK, Eschersheimer Landstr. 29-39, Frankfurt. Pro Programm 4 EUR unter 069/154 007 334

Uhr, 21:30 Uhr, Kleiner Saal HfMDK, Eschersheimer Landstr. 29-39, Frankfurt. Pro Programm 4 EUR unter 069/154

Mein Leben, mein Weg, meine Frankfurter Sparkasse

„Meine Gäste, die ich durch Frankfurt führe, können sich darauf verlassen, dass ich weiß, wo’s langgeht. Schön, dass ich das auch von meinem Kundenberater sagen kann.“

Persönliche Ziele sicher erreichen – mit dem individuellen Sparkassen-FinanzKonzept der Frankfurter Sparkasse.

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Christian Setzepfandt Stadtführer und ehrenamtlicher Vorstand der AIDS-Hilfe Frankfurt e.V. | Kunde seit 1978

SZENE » FRANKFURT » COMMUNITY

Das Lucky‘s muss schließen

Tina Tannert sucht schon eine neue Location

muss schließen Tina Tannert sucht schon eine neue Location Eine Location weniger in Frankfurts Bermudadrei- eck:

Eine Location weniger in Frankfurts Bermudadrei- eck: Mitte Juni wurde bekannt, dass das Lucky‘s Manhattan Ende Juli seine Türen für immer schlie-

ßen wird. Grund: das Haus, in dem sich das Lucky‘s befindet, ist verkauft worden, der neue Besitzer hat andere Pläne. Die Idee des Verkaufs war schon länger im Gespräch, so Martin „Tina“ Tannert. Dass es allerdings dann letztendlich so schnell gehen würde, hat auch ihn und seine Mit- arbeiter überrascht. „Das Lucky‘s gibt‘s schon 27 Jahre, und ich bin auch schon über 10 Jahre dabei“, meint Tannert, „und mir graut ein bisschen vor dem letzten Abend. Da gibt‘s bestimmt viele trau- rige Gesichter. Ich bekomme jetzt schon von allen Seiten Anekdoten von Gästen erzählt, zum Bei- spiel wie sich Leute im Lucky‘s kennen gelernt haben und so. Und jetzt hat das alles ein Ende Alles Jammern hilft nichts - und Tannert ist inzwi- schen aktiv geworden und hat mit der Suche nach

einer neuen Location begonnen. Es gab sogar schon Besichtigungstermine für einen Nachfolger. Gerüchte, dass das „neue“ Lucky‘s in Sachsenhau- sen eröffnet, wurden von Tina nicht bestätigt. „Wir wollen auf jeden Fall im Bermudadreieck bleiben“, meint er, „und unsere Partys möchte ich auch ger- ne weiterführen“. Wäre auch schade um Steffen Kumms Karaoke-Nacht, den Bear-Dance, Jessica Walkers Single-Night, Joshys Ladys Lounge oder „Transen Tanzen“ mit Frau Schulz. Vielleicht gibt‘s zur offiziellen Abschiedsparty Ende Juli ja schon erste News zu berichten - wir halten euch auf jeden Fall auf dem Laufenden. (bjö)

Sa, 28.7., 20 Uhr, Last Lucky Night, Lucky‘s Manhattan, Schäfergsse 22, Frankfurt.

Night, Lucky‘s Manhattan, Schäfergsse 22, Frankfurt. Zuschlagen oder ausweichen? Das FVV-Boxtraining zeigt

Zuschlagen oder ausweichen?

Das FVV-Boxtraining zeigt wie‘s geht

Neueste Abteilung im Angebot des Frankfurter schwulen Sportvereins FVV ist Boxen. Seit Ende Mai trai- niert die Gruppe einmal wöchentlich im Offenbacher „Challenge Club“. Wir haben Gruppenleiter Marco zum Interview getroffen.

gab-Magazin: Die FVV-Gruppe gibt‘s erst relativ kurz, erfreut sich aber schon reger Beteiligung. Ist Boxen so was wie eine neue „Trendsportart“?

Marco: Den Trend gibt es schon eini- ge Jahre und er ist ungebrochen. Bo- xen bietet - wie fast alle Kampfsport- arten - ein perfektes Training für den ganzen Körper. Kraft, Ausdauer und

Koordination werden geschult. Kon- dition und Koordination sind wichti- ge Elemente, auch das Reaktionsver- mögen. Und zum Stressabbau ist das Training perfekt geeignet. Das hat sich herumgesprochen, und die Box- Gyms können mit dem Fitnessaspekt zusätzliche Mitglieder werben.

gab-Magazin: Welche körperli- chen Voraussetzungen muss man mitbringen? Und was ist, wenn man grundsätzlich Hemmungen hat, zuzuschlagen, egal ob es sich um einen Boxsack oder eine Per- son handelt?

Marco: Eine gewisse Grundfitness ist nicht schädlich aber keine Vo-

raussetzung. Beim Boxtraining kann jeder an seine individuelle Leistungsgrenze gehen. Alles ande- re, nämlich wann man schlägt, wie man schlägt, und auch wann man besser nicht schlägt, sondern zum Beispiel ausweicht, bringen wir je- dem bei.

gab-Magazin: Sparringrunden (Trainings-Kämpfe) sind bei euch keine Pflicht - ist nicht der Zwei- kampf das Ziel des Boxtrainings?

Marco: Boxen ist mehr als Zwei- kampf, das unterschätzt man recht oft. Viele nehmen am Training rein aus Fitnessgründen teil. In der Regel passiert beim Sparring auch nichts,

Foto: fvv.org
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es kann aber auch nicht vollständig ausgeschlossen werden. Wir wollen niemanden durch „Kampfzwang“ vom Training ausschließen. Da wir ein Training auf Anfängerniveau an- bieten wird es ohnehin noch einige Monate dauern, bis sich die Frage konkret stellt.

gab-Magazin: Wie ist eine Box- Trainingstunde aufgebaut?

Marco: Es gibt drei Teile: Zunächst einen Aufwärmteil mit Stretching und Bauchmuskelübungen. Dann folgen Partnerübungen zur Technik- schule. Abschließend ein Konditions- und Kraftteil zum absoluten „Auspo- wern“.

gab-Magazin: Hat Boxen als Kampfsportart auch etwas mit Selbstverteidigung zu tun?

Marco: Natürlich hilft einem das Training jeder Vollkontakt- kampfsportart immer auch etwas in einer Selbstverteidigungssitua- tion - und sei es, weil man durch das gute Training schneller weg- laufen kann. Der Zweikampf beim Boxen folgt festen Regeln, und es ist auch ziemlich viel verboten. In einer Überfallsituation wird sich der Angreifer wohl kaum an die Regeln eines Kampfsports halten. Wenn Selbstverteidigung die zen- trale Motivation ist, hilft nur der regelmäßige Besuch eines Selbst- verteidigungskurses. Übrigens: Bei einer ausreichenden Anzahl an Interessenten wollen wir auch das anbieten. Einfach eine Mail an fvv-kampfsport@fvv.org schreiben und Interesse bekunden. Ich habe schon zwei Mitglieder auf der War-

teliste

(bjö)

Leather Odyssey 2012

Claus Wagner ist der erste Mr Leather Hessen

Die diesjährige Leather Odyssey, das Fetischtreffen des FLC in Frankfurt, sollte zu einem ganz besonderen Event werden: zum ersten Mal wur- de hier ein „Mr Leather Hessen“ ge- wählt. Drei Kandidaten hatten sich dem Voting der Publikumsjury ge- stellt: Andreas (47) aus Frankfurt, Sascha (34) aus Fulda sowie Claus (42) aus Frankfurt. Im Rahmen der

großen Fetischparty in der Grande Opera Offenbach fiel am Samstag, 23. Juni die Entscheidung: der erste Mr Leather Hessen heißt Claus Wag- ner! Der seit 16jahren fest liierte ist schon lange ein Fetisch-Fan und möchte seinen Titel nutzen, um der Fetisch-Szene in Hessen neuen Schub zu geben, aber auch um ge- treu dem Frankfurter CSD-Motto

„Eckstein, Eckstein, musst du noch versteckt sein?“ anderen Mut zu ma- chen, an die Öffentlichkeit zu gehen; sei es mit ihrer Homosexualität, ih- rem Fetisch oder auch ihrer HIV-In- fektion; denn auch damit geht der 42-jährige offen um. Die Leather Odyssey lockte Fetisch-Freunde aus ganz Deutschland an, darunter den amtierenden Bavarian Mr Leather

David Eger, Mr Bear Germany Nils Amert oder Mr Euro Rubber Olivier Schery. Der FLC stellte ein abwechs- lungsreiches Programm für die nati- onalen Gäste zusammen. Ein aus- führliches Interview mit Claus Wagner findet ihr in der August-Aus- gabe des gab-Magazins. (bjö)

findet ihr in der August-Aus- gabe des gab-Magazins. (bjö) flc-frankfurt.de Fotos: curiofoto@gmx.net Wie ich mit

flc-frankfurt.de

Fotos: curiofoto@gmx.net
Fotos: curiofoto@gmx.net
(bjö) flc-frankfurt.de Fotos: curiofoto@gmx.net Wie ich mit Drogen, Sex und Party umgehe? Das erzähle ich

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Marci (19)

SZENE » FRANKFURT » COMMUNITY

Aufgestiegen

„Mainpower“ kann punkten

Das Volleyballteam des FVV „Mainpower“ ist nach 10 Jahren Abstinenz wieder in der Liga des Hessi- schen Volleyballverbandes vertreten - damit spielt ab der kommenden Saison wieder ein schwules Team in der Bezirksklasse mit. Das muss gefeiert werden: daher lädt das Volleyball-Team im Rah- men des FVV-Sportsommers zum Beach Volleyball Turnier, inklusive Grill und Getränken. Und weil die Volleyballer es nicht so eng sehen, gibt‘s zum Beachvolleyball im EM-Jahr auch ein Fußballtur- nier. Der FVV-Sportsommer ist die Alternative zum früheren Sommerfest - über den Sommer la- den verschiedene FVV-Abteilungen zu einzelnen Sommeraktionen. (bjö)

FVV Beachvolleyball Turnier Fr, 6.7., 17 Uhr, Sportplatz des TSG Vorwärts, Rebstöckerstr. 17, Frankfurt/Rödelheim. Mehr Infos auch unter fvv. orgFVV-Abteilungen zu einzelnen Sommeraktionen. (bjö) Foto: Janine Wittig / photocase.com Offen für wen?

17, Frankfurt/Rödelheim. Mehr Infos auch unter fvv. org Foto: Janine Wittig / photocase.com Offen für wen?
Foto: Janine Wittig / photocase.com
Foto: Janine Wittig / photocase.com

Offen für wen?

Fundraiser der AIDS-Hilfe

(Anti)rassismus in der Szene

 

Ehrenamtler gesucht

Ein Problem, mit dem man sich in- zwischen auseinandersetzen kann, ist Rassismus innerhalb der les- bisch-schwulen Community. Denn nicht immer ist der Fall, dass Les- ben, Schwule oder Transgender nur von Heteros diskriminiert werden. Auch innerhalb der Szene sind Into- leranz und Ausländerfeindlichkeit immer wieder spürbare Tendenzen. Das Frankfurter Aktionsbündnis Schrägstrich übt seit über einem Jahr den kritischen Blick und thema-

tisiert Überlegungen zum Umgang mit Nationalismus und Rassismus in der Szene; im vergangenen Jahr un- ter anderem mit einer nicht unum- strittenen Aktion auf dem Sommer- fest der AIDS-Hilfe anlässlich des CSD-Mottos 2011. In diesem Monat lädt schrägstrich zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Islamophobie und Auslän- derfeindlichkeit in der Community“, um über rassistische und islamopho- be Tendenzen innerhalb der Szene ins Gespräch zu kommen. Geladen sind VertreterInnen von LesMigras (Antidiskriminierungs- und Anti- gewaltbereich der Lesbenberatung Berlin) und Gladt (unabhängige Be- ratungsstelle für LSBTT mit Migra- tionshintergrund in Berlin). Zusätz-

lich soll es auf der Konstablerwache Aktionen zu folgenden Themen ge- ben: Regenbogenfamilien (So, 15.7.,

Hier ist ehrenamtliches Engagement gefragt: die Fundraiser-Crew der AIDS- Hilfe Frankfurt kümmert sich um die Einwerbung freier, nichtstaatlicher Mit- tel durch Veranstaltungen, Kampagnen und Kooperationen. „Nicht zuletzt aufgrund kontinuierlich schrumpfender öffentlicher Haushalte müssen rund 20 % des jährlichen Haushaltvolumens der AIDS-Hilfe Frankfurt von rund 3 Millionen durch Fundraising-Aktivitäten finanziert werden“, erklärt Presse- sprecherin und Fundraiserin Stephanie Horn. Die Fundraiser-Crew, zu erken- nen an den roten T-Shirts, macht dabei mehr, als die Spendenbüchse zu schwingen. „Wir treffen uns einmal im Monat, um Ideen für neue Aktivitäten zu besprechen und unsere Einsätze für die jeweils anstehenden Veranstaltun- gen zu organisieren“, meint Hans-Ludwig, seit 15 Jahren ehrenamtlicher Fundraiser ber der AIDS-Hilfe Frankfurt. Feste Termine des Teams sind Info- stände bei Veranstaltungen auch außerhalb der Szene wie beim Hessentag, der Verkauf der Soli-Bärchen zum Welt-AIDS-Tag oder die Organisation eines Party-Boots auf dem Main. Das Team sucht jederzeit Verstärkung und kreative Köpfe für neue Aktionen. (dr)

Kontakt zum Team über Stephanie Horn bei der AIDS-Hilfe Frankfurt unter stephanie.horn@frankfurt.aidshilfe.de

Kontakt zum Team über Stephanie Horn bei der AIDS-Hilfe Frankfurt unter stephanie.horn@frankfurt.aidshilfe.de

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- 19 Uhr), Lesben und Schwule im

Foto: Robex / photocase.com

Sport (Mo, 16.7., 17 - 19 Uhr), Migra - tion (Di, 17.7., 17 - 19 Uhr), Genera - tionen (Mi, 17 - 19 Uhr) und Kultur, Freizeit und Arbeitswelt (Do, 19.7.,

17

- 19 Uhr). (dr)

Sa, 14.7., 19 Uhr, LSKH, Klinger- str. 6, Frankfurt. Infos unter der facebook-Gruppe „Aktionsbündnis Schrägstrich“

Sa, 14.7., 19 Uhr, LSKH, Klinger- str. 6, Frankfurt. Infos unter der facebook-Gruppe „Aktionsbündnis Schrägstrich“
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MEHR COMMUNITY
MEHR COMMUNITY

Café Karussell

Café Karussell Am 3. Juli steht im Treff für die Genera- tion 60 plus das Thema

Am 3. Juli steht im Treff für die Genera- tion 60 plus das Thema „Patientenver- fügung und Vorsorgevollmacht“ auf dem Programm. Vorhandene Voll- machten können gerne mitgebracht werden. Am 17. Juli geht es um „Schwu- le vom Lande“. Zusammen mit Hans- Jürgen wird das Thema der Toleranz und Akzeptanz contra Diskriminierung diskutiert. In einem Gesprächskreis in privater Atmosphäre kann man ab 17 Uhr Erfahrungen austauschen. Di, 3.7. + Di, 17.7., 15 Uhr, Switch- board, Alte Gasse 36, Frankfurt.

Geschichten im

Klangraum

Der monatliche Vortrag der AIDS-Hilfe Frankfurt ist dieses Mal anders gestal- tet: am Dienstagabend werden heitere und besinnliche Geschichten zu hören sein, die von eigens dafür komponierter Musik untermalt werden. Die Teilnah- me ist kostenlos. Di, 10.7., 19 Uhr, bASIS, Lenaustr 38, Hinterhaus, Frankfurt

Cäsars Orgie

Uhr, bASIS, Lenaustr 38, Hinterhaus, Frankfurt Cäsars Orgie Julius hätte am 12 Juli Geburtstag - der

Julius hätte am 12 Juli Geburtstag - der perfekte Anlass für eine Orgie für Mili- tary-, Leder- und Gladiatoren-Liebha- ber. Im Eintritt zur altrömischen Deka- denzgelage sind Met und ein Cäsarenbüffet enthalten. Das Foto zeigt Bernd vom Team in der gelun- genen Deko zum „Twilight-Forest“-Spe- cial - wir sind also gespannt auf Cäsars Orgie! Lasst die Spiele beginnen! Do, 12.7., 22 Uhr, The Stall, Stiftstr 22, Frankfurt. 5 EUR

Ladies Takeover Friday

Wie immer beglücken auch in diesem Monat die Ladys eine Hetero-Location für einen netten Freitagabend. Heute geht‘s in Heck-Meck. Wie immer ist jeder, egal ob lesbisch, schwul, hetero oder was auch immer, gerne gesehen. Fr, 13.7., 20 Uhr, Heck-Meck, Friesen- gasse 19, Frankfurt.

Stadtrundgänge

Heck-Meck, Friesen- gasse 19, Frankfurt. Stadtrundgänge Stadtführer Christian Setzepfandt kennt Frankfurt wie seine

Stadtführer Christian Setzepfandt kennt Frankfurt wie seine Westenta- sche - und lädt regelmäßig zum CSD zu seiner zweistündigen Stadtführung un- ter schwul-lesbischen Gesichtspunk- ten. Da staunen selbst Einheimische, was es hier zu entdecken gibt! Do, 19.7., 18:30 Uhr + So, 22.7., 15 Uhr, Treff am Homodenkmal am Klaus- Mann-Platz (vor Lucky‘s Manhattan, Schäfergasse 27), Frankfurt. 6 EUR, kultours-frankfurt.de

CSD – Metropolsauna

6 EUR, kultours-frankfurt.de CSD – Metropolsauna Auf der Konsti feiern, in der Metropol chillen: das

Auf der Konsti feiern, in der Metropol chillen: das CSD-Special der Metropol- sauna ist das CSD-Ticket für 33 EUR; es ist an allen drei CSD-Tagen gültig und beinhaltet unbegrenzten Wiedereintritt und 20 Stunden Aufenthalt; jede wei- tere Stunde kostet dann nur 1,65 EUR. Fr, 20.7., 12 Uhr - Mo, 23.7., 4 Uhr durchgehend geöffnet, Metroplsauna, Große Friedberger Str. 7-11, Frankfurt.

Gottesdienste

zum CSD

Friedberger Str. 7-11, Frankfurt. Gottesdienste zum CSD In diesem Jahr werden an den CSD-Ta- gen drei

In diesem Jahr werden an den CSD-Ta- gen drei Gottesdienste angeboten. Am Fr, 20.7. um 20 Uhr gibt es aus der Rei- he der Regenbogen-Gottesdienste ei- nen ökumenischen Gottesdienst in der Lutherkirche (Martin-Luther-Platz 1, Frankfurt-Bornheim), am Sa, 21.7. um 18 Uhr lädt die Projektgemeinde in die Gethsemanekirche (Eckenheimer Land- str. 90, Frankfurt-Nordend) und am So, 22.7. findet um 15 Uhr ein Aids-Ge- denkgottesdienst mit Pfarrerin Astrid Prinz (Gießen), Pfarrer Rainer Frisch (FFM) und dem Orfeo-Chor im Dom statt.

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SZENE » FRANKFURT » PARTY-PROFILE

Club Talk

So war‘s gewesen

FRANKFURT » PARTY-PROFILE Club Talk So war‘s gewesen Das Wetter das Wetter Der Wäldchestag war dieses

Das Wetter das Wetter

Der Wäldchestag war dieses Jahr zum Glück sonnengeküsst und der aufgestellte Fernseher sorgte dafür, dass man auch ja nichts vom Eurovision-Song-Contest ver- säumte. Mitgedacht - gut gemacht!

für das Gelingen der Openair-Veranstaltungen ganz wichtig!

für das Gelingen der Openair-Veranstaltungen ganz wichtig! Beim Sommerfest der AIDS-Hilfe hätte man hingegen ein

Beim Sommerfest der AIDS-Hilfe hätte man hingegen ein Festzelt gebraucht - es goss in Strömen, so dass Fest eigentlich ins Wasser fiel. Die angekündigte Bühnenshow wurde daraufhin abgesagt, was die späteren Gäste (nach dem „großen“ Regen) ein bisschen enttäuschte. Was ein Pech!

Regen) ein bisschen enttäuschte. Was ein Pech! Tags drauf machte das Wetter den Matrosen auf Kapitän

Tags drauf machte das Wetter den Matrosen auf Kapitän Lindas „Schwejk“-Schiff allerdings nichts aus: man tanzte fröhlich auf Deck und die Stimmung war top! Schwejk Ahoi!

fröhlich auf Deck und die Stimmung war top! Schwejk Ahoi! Mit dem Wetter gar nicht zu

Mit dem Wetter gar nicht zu kämpfen hatte das Liebesspektakel im Orange Peel: Miss Crystel Cox drehte die CDs und die Gäste gleich mit. We like! Und die „Liebesspektakel“-Macher planen gleich eine neue Party im Juli - checkt unsere Partytipps auf Seite 35! (mima, dr)

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Spotlight

Glamour des Monats

Wer kennt ihn nicht, den bunten Pa- radiesvogel hier bei uns in der Frank- furter Community. Shavine de Estrel- la, die bei 22 Jahren aufgehört hat, ihre Geburtstage zu zählen, glänzt auf jeder Party mit einem neuen Outfit, das von Kopf bis Fuß durchgestylt ist. Wir trafen sie zum Interview.

gab-Magazin: Du ziehst dich ja teilweise an wie eine Drag. Was stellst du dar?

Shavine: Mein innerstes Ich. Manch- mal erkenne ich mich im Spiegel selbst nicht wieder. Meine erste Perü- cke habe seit ich 20 bin. Die Bezeich- nung dafür, was ich bin, ist Faux Queen. Das sind Frauen in der Rolle einer Drag Queen. Sie haben Spaß an der Inszenierung ihres eigenen Ichs und überzeichnen ihre weibli- chen Attribute um ein Vielfaches.

gab-Magazin: Wie lange machst du schon das Frankfurter Nachtle- ben unsicher?

Shavine: Anfang der 90er zog ich durch Frankfurts Clubs und Bars und machte Promotion. Dann entdeckte ich „meinen“ Club, das bis heute uner- reichte L.O.F.T. House. Hier kamen zu den Hoch-Zeiten die Drags aus Ams- terdam angereist. Das waren noch Zeiten, als Dirk Nebel, Matthias Graf von Animate, Tyroon Vincent und DJ Dany Kervorcojan mit am Start wa- ren. Ach, und nicht zu vergessen die allsonntäglichen Gay-Partys im Living oder die Partys mit DJ The Saint in der Zeilgalerie. Die Party „La Troya“ im Frühjahr 2010 hat mich dazu veran- lasst, Outfits und Perücken vom Dach- boden zu räumen und wieder, so wie in den 90ern, on tour zu gehen.

gab-Magazin: Warum sieht man dich selten mal ohne spezielles Outfit auf Partys?

sieht man dich selten mal ohne spezielles Outfit auf Partys? Shavine: Ich bin privat durch mei-

Shavine: Ich bin privat durch mei- nen Beruf äußerst eingespannt. Aus diesem Grund bin ich selten unter der Woche unterwegs, sonst wäre ich wohl öfter „normal“ zu sehen. Ich will dann beim Feiern richtig aus mir herausgehen und mich mal fernab vom Büroalltag ausleben, eben eine andere Seite von mir offenbaren. Vie- len ist meine leidenschaftliche „Foto- Liebe“ bekannt, und ich möchte neben den Party-Queens eben nicht als graue Maus dastehen. Aber in Zukunft wird auch mal „Carmen“ zu sehen sein.

gab-Magazin: Was wünschst du dir für die Zukunft in der Szene?

Shavine: Ich wünsche mir von Frankfurt etwas mehr Freundlichkeit anderen gegenüber, so wie man es zum Beispiel in Köln oder auch in Mannheim erfahren kann. Da geht man alleine weg und hat später zehn neue Bekanntschaften. Frem- de werden in der Stadt am Main oft skeptisch angesehen und haben es dadurch schwer, sich zu integrieren. (hh)

C L U B LO O K J U L I Der Schirm Sommerzeit -
C L U B LO O K J U L I
Der Schirm
Sommerzeit - Outdoorzeit. Merke: es
gibt kein schlechtes Wetter, bloß die
falschen Klamotten. Daher empfiehlt
sich im Sommer 2012 das Beisichfüh-
ren eines poshen Regenschirms und
möglichst wenig Klamotten, die nass
werden können - wie hier auf dem
Schwejk-Schiff eindrucksvoll demons-
triert. Für Schirm-Inspiration checkt
auch unsere Tipps auf „Modernes
Leben“ (Seite 7).

Szenebommel

Franks Bermudadreieck Kolumne

Die Outdoorsaison hat in diesem Jahr wie immer mit dem Wäldchestag begonnen, ausnahmswei- se hatte man auch mit dem Wetter Glück. Die all- seits bekannten Showacts waren dabei - neben der Karaoke (nicht immer gut für die Ohren) von und mit Steffen Kumm (Foto 1), trat am Sonntag mal wieder Teresa Kästel nebst Band auf; auch wenn sie wieder sehr gut war, wünschen wir uns für‘s nächste Jahr mal etwas Abwechslung. Weitaus we- niger Wetter-Glück hatte das Sommerfest der AIDS-Hilfe, im Fachjargon auch „Alte Gasse Fest“ genannt. Es goss in Strömen, und so fanden wirk- lich wenige den Weg dorthin. Ein Wiedersehen

gab‘s mit Jörg, Ex Retro (Foto 2), und auch fast ver- gessener Szeneprominez Gundi und Madame Flet- scher (Foto 3). Um die Stimmung anzuheizen, wur- den wie immer keine Mühen gescheut und Olga Orange angekarrt samt ihren zotigen Witzen; die

kannte ich aber alle aber schon

(Foto 4, mit mir).

Auch mit von der Partie: aus der Nachbarschaft Carmelo (CK Studio), Albert (Comeback) nebst Ge- schubs, sowie Christian (auch CK) (alle auf Foto 5).

Leider auch beim „Schiff namens Linda“ regne- te es im Strömen, was die hartgesottenen Party- Elsen allerdings nicht wirklich vom Feiern abhielt. Die Crew: wie immer Markus, Linda und natürlich Stefan (Foto 6). Auch getroffen Dr. Jürgen (Come- back) und Andi (Monte Carlo) (Foto 7, mit Frank). Ebenfalls anwesend: Bärbel vom Birmigham und viele andere. Glanzlicht des Abends war die Prin- zessin im Carmen Outfit (Foto 8). Übrigens fehlte in diesem Jahr Harry mit seinen Jungs und vor al- lem die drei weißen Limousinen. Zum Schluss noch ein Foto aus dem Tange- rine: die schöne Müllerin und unser Schwuler Faschingsprinz Torsten Dornberger hielt Einzug (Foto 9, vlnr. Norbert und Torsten). Wollen wir hoffen, dass es zum Schäfergassen- fest am 1. Juli besseres Wetter hat und ordentlich Leute kommen.

Wir sehen uns bis zum nächsten mal euer Frank

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hat und ordentlich Leute kommen. Wir sehen uns bis zum nächsten mal euer Frank 1 2

SZENE » FRANKFURT » PARTY-PROFILE

Mit Liebe und Leidenschaft

25 Jahre Schwejk

Gleich zum Doppeljubiläum lädt der Schwejk, Frankfurts lustige Kneipe, im Juli: 25 Jahre Schwejk und 20 Jahre Schäfergassenfest. Wir haben Dietmar „Linda“ Bokelmann zum Interview getroffen.

gab-Magazin: 25 Jahre Party, Schlager, Ballermannflair und re- gelmäßig wechselnde, opulente Dekorationen mit Liebe zum Detail - macht es dir immer noch genau- so viel Spaß wie zu Beginn?

Linda: Natürlich macht es mir im- mer noch Spaß, ans Aufhören denke ich noch lange nicht. Gerade jetzt, wo Frankfurt immer mehr, vor allem alteingesessene schwule Läden ver-

liert, muss ja jemand der Szene die Stange halten. Aus diesem Grund peile ich bereits die 30 Jahre Schwe- jk an!

gab-Magazin: Du müsstest ei- gentlich mittlerweile Frankfurts dienstältester Szenegastronom sein. Wie schaffst du es trotz der vielen Nachtarbeit dich immer noch jung und fit zu halten - ande-

re schaffen das ja selbst in jungen Jahren nicht?

Linda: Die Familie gibt mir den nö- tigen Halt, vor allem, jetzt als Groß- vater. Da wird man automatisch etwas ruhiger. Man zieht nicht mehr wie früher Tag für Tag durch die Sze- ne. Solide würde ich jetzt aber auch nicht sagen, aber man geht doch sel- tener aus.

gab-Magazin: Was ist das Ge- heimnis vom Schwejk?

Linda: Liebe und Leidenschaft. Das

Ge- heimnis vom Schwejk? Linda: Liebe und Leidenschaft. Das Schwejk ist quasi mein Leben. Heut- zutage

Schwejk ist quasi mein Leben. Heut- zutage muss man mit der Zeit ge- hen. Das bedeutet auch ständig um- zudekorieren, sonst kommt schnell Langeweile auf. Viele machen ihre Läden nur halbherzig, das merkt der Gast. Ein weiterer Vorteil: bei uns fühlt sich jeder zu Hause, von der Fummeltrine bis zum Lederma- cho. Das konnte man auch wieder auf unserem Partyboot im Juni be- obachten.

gab-Magazin: In Kneipen kommt es leider auch immer mal zu Rei- berreien zwischen den Gästen, es gibt Diebstähle und all sowas - wie geht der Schwejk damit um?

Linda: Die letzten 25 Jahre hatten wir keinen einzigen Fall dieser Art, trotz der Enge des Ladens. Sollte es ein Problem geben, wird die betref- fende Person umgehend entfernt.

gab-Magazin: Was erwartet uns zum Jubiläum auf dem Schäferga- senfest?

Linda: Eine wie immer großartige Party mit guten Freunden, für die nötige Unterhaltung sorgt ein großes Bühnenprogramm und vor allem un- ser Stargast Mary Roos! (fb)

20 Jahre Schäfergassenfest

Ein mal um die Welt mit Mary Roos

Die „Club 78“-Party und der Schwejk präsentieren im 20. Jahr das Schäfer- gassenfest und den 25. Geburtstag des Schwejk. Ralf Bareuter und Lin- da werden für High- und Gaylights sorgen. Die Bühnenshow bringt be- kannte und neue Gesichter on Stage - von Schlager über Travestie bis Disco-Sound bis sportlichen Höchst- leistungen (!!) ist alles vertreten. Als

Stargast kommt die Kaiserin des Deutschen Schlagers Mary Roos auf die Bühne. Natürlich dürfen die Sze- ne-Bars und -Veranstalter beim Schä- fergassenfest nicht fehlen. Mit dabei sind unter anderen das Halo, Pulse, Xtremeties, der FVV und viele mehr. (hh)

So, 1.7., ab 13 Uhr, zwischen Zeil und Stephanstr., Frankfurt

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MEHR PARTY
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Bumsvoll

gay winn
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Eine neue Party aus dem Hause „Liebes- spektakel“ für uns in einem Hetero-Club. Die „Bumsvoll“ feiert ihr Debüt im Penn & Diaz. Erik Cortes (Foto) wird mit allem nur nicht mit Kommerz-Sounds die Her- zen der Deep-, Tech- und House-Freunde höher schlagen lassen. Diese Party ver- spricht klein aber fein zu werden - Dau- men nach oben! Sa, 7.7., 23 Uhr, Penn & Diaz, Kaiser- hofstr 5, Frankfurt, 7 EUR. Wir verlosen Tickets - schnell auf Aktion/Leser geblättert.

Atomic

Die Indie-Pop Party für Queers and Folks. Zum regulären Atomic-Termin im Juli bringen Resident-DJ Pol und Gast- DJ barbecute björn den gewohnten Mix

aus Indi, Pop, Nutronic, Elektronica und Britpop-Classics. Fr, 13.7., 23 Uhr, Nachtleben, Kurt Schumacher Str 45, Frankfurt.

23 Uhr, Nachtleben, Kurt Schumacher Str 45, Frankfurt. CSD-Partys Von Club78 über LesPeranza, Delicious bis

CSD-Partys

Von Club78 über LesPeranza, Delicious bis Cox4Cocks und Inches - alle Infos zu den Frankfurter CSD-Partys findet ihr auf Seite 12 im gab-CSD-Special!

CSD-Partys findet ihr auf Seite 12 im gab-CSD-Special! Fr, 20.7. - So, 21.7., Bermuda and Beyond,

Fr, 20.7. - So, 21.7., Bermuda and Beyond, Frankfurt.

Tanzhaus CSD-Tanz

Das CSD-Special im Tanzhaus West mit DJ ND Baumecker (Panoramabar, Berlin, Foto) und einer ganzen Reihe weitere

(Panoramabar, Berlin, Foto) und einer ganzen Reihe weitere Acts und DJ-Teams. Mit dabei: Baby of Control

Acts und DJ-Teams. Mit dabei: Baby of Control (live), Leva und Muanda, Ben Tischler, Benjamin Stager, Geri, Florian Kupfer und Ramone. Sa, 21.7. 23 Uhr, Tanzhaus West, Gut- leutstraße 294, Frankfurt.

Horses and Highheels

Die Queer-House Party im Yachtclub für easy-going and open minded people. Dieses Mal verwöhnen DJ Bunny Rbbt und barbecute björn an den Decks mit

überaus tanzbaren Electrosounds. Fr, 27.7., 22 Uhr, Yachtklub, Deutsch- herrnufer, Frankfurt.

Fr, 27.7., 22 Uhr, Yachtklub, Deutsch- herrnufer, Frankfurt. UC Auch in diesem Monat findet eine Under

UC

Auch in diesem Monat findet eine Under Construction Party statt. An den Turnta- bles sind DJ Mike aus Köln und DJ Jörg aus Frankfurt. Wie immer gibt es auch einen Forschungsraum. Nach der UC veranstaltet die Metropol Sauna eine Af- ter Party mit DJ, UC-Gäste zählen einen reduzierten Eintritt. Sa, 28.7., 23 Uhr, CK Studio, Alte Gasse 5, Frankfurt. 10 EUR

Party mit DJ, UC-Gäste zählen einen reduzierten Eintritt. Sa, 28.7., 23 Uhr, CK Studio, Alte Gasse
Party mit DJ, UC-Gäste zählen einen reduzierten Eintritt. Sa, 28.7., 23 Uhr, CK Studio, Alte Gasse

SZENE » MAINZ/WIESBADEN

Sommerschwüle 2012

Die KuZ-Hallen in Mainz sind geöffnet

Tim Frühling Ole Lehmann Cora Frost und Gerd Thumser
Tim Frühling
Ole Lehmann
Cora Frost und
Gerd Thumser

Zum 18. Geburtstag der Mainzer Sommerschwüle, dem heimlichen CSD der Pfälzer Metropole, gibt es einige Programm-Neuerungen: zum

Auftakt des Communityfestes wer- den schwul-lesbische AutorInnen um 17:30 Uhr zur ersten Sommer- schwüle-Lesung bitten. Mit dabei:

Holger Heckmann mit seiner WG- Geschichten „Pöse Puben“, die Main- zerin Kathleen Geßner mit lesbi- schen Gedichten sowie der „Sensor“-Kolumnist Dr. Treznok. Su- per-Djane Jasmin lässt das DJ-Pult zu Hause und lädt stattdessen ab 17 Uhr zum Trommelworkshop „Drum Circle“ - mitmachen ist hier explizit erwünscht. Auf die schwülen Traditi- onen darf man sich natürlich auch freuen: auf dem Gelände des KuZ präsentieren sich Infostände der Szene und der schwul-lesbische Tanzrausch walzert wie immer ab 16 Uhr beim Paartanz. Hr-Moderator Tim Frühling leitet den „Sommer-

Paartanz. Hr-Moderator Tim Frühling leitet den „Sommer- nachtsreff“, die Diskussionsrunde ab 19 Uhr, mit dem

nachtsreff“, die Diskussionsrunde ab 19 Uhr, mit dem diesjährigen The - ma „Toleranz gefordert - Toleranz gelebt? Wie (in)tolerant sind wir zu uns selbst?“. Die Hauptbühne bietet ab 20 Uhr ihr buntes Showpro- gramm, mit dabei Cora Frost und Gerd Thumser, Ole Lehmann oder die Mainzerin „Mine“. Die Party- nacht starten ab 23 Uhr schließlich Djane Miss Günnie T. und Harry mit dem Besten der 80er und 90er. (dr)

Sa, 28.7., 16 Uhr, KuZ, Dago- bertstr. 20b, Mainz. VVK 5 EUR, AK 6 EUR. sommerschwuele.de

bertstr. 20b, Mainz. VVK 5 EUR, AK 6 EUR. sommerschwuele.de MEHR MACHEN Queer Latin Night Die
bertstr. 20b, Mainz. VVK 5 EUR, AK 6 EUR. sommerschwuele.de MEHR MACHEN Queer Latin Night Die
MEHR MACHEN
MEHR MACHEN

Queer Latin Night

Queer Latin Night Die „Let‘s go Queer“ wird dieses Mal ex- tra hot: damit zu den

Die „Let‘s go Queer“ wird dieses Mal ex- tra hot: damit zu den Latin Beats die Tanzschritte stimmen, gibt es ab 21:30 Uhr kostenlosen Tanzunterricht. Musika- lisch gibt es Latin mit Ausflügen zu Gy- psy-, Jazz-, Swing-, Soul-, House-, Tango- und Indi-Elementen. Fr, 6.7., 21:30 Uhr, Schlachthof, Murn- austr 1, Wiesbaden, 5 EUR

Wäre die Welt mein

Foto: proFun
Foto: proFun

Bei dem Titel handelt es sich um eine romantische Musical-Komödie, die sich mit dem Themen Coming-Out, nicht er- widerter Liebe und Intoleranz gegenüber Homosexuellen in Bezug auf eine chine- sische Community in den USA beschäf- tigt. Mi, 11.7., 20:30 Uhr, Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29, Mainz

Warm ins Wochenende

jeder Sicht, Hintere Bleiche 29, Mainz Warm ins Wochenende Wie jeden zweiten und vierten Freitag im

Wie jeden zweiten und vierten Freitag im Monat geht es auch im Juli wieder mehr als warm, nämlich schön Hot ins Weekend! Fr, 13.7. + Fr, 27.7., 22 Uhr, Kulturcafe Uni Mainz, Becherweg 5, Mainz

Takeover Friday

Der Kneipenabend für Schwule, Lesben

und deren Freunde. An diesem illustren Freitag finden sich die Teilnehmer im Hof des Kurfürstlichen Schloss Mainz ein. Bei schlechtem Wetter findet das Treffen im Cafe Blume, Große Bleiche 60-62, statt. Fr, 20.7., 20 Uhr, Schlossgarten Mainz, Diehter-v-Isenburg-Str 1, Mainz

Sommerpause

Die bar jeder Sicht geht ab dem 28.7. in den wohlverdienten Sommerurlaub. Das Team ist natürlich bei der Som- merschwüle im KuZ dabei, ab 13.8. ist die Bar jeder Sicht dann wieder geöffnet. Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29, Mainz

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SZENE » MANNHEIM

Noch ein Monat bis zum CSD Rhein/Neckar

Olympionikin Fanny Rinne ist Schirmherrin

Für den CSD Rhein Neckar, der in diesem Jahr unter dem Motto „fair- play!“ steht, konnte die bekannte Ho- ckeyspielerin Fanny Rinne als Aus- hängeschild gewonnen werden. Als aktiver Sportlerin liegt ihr Fairplay natürlich am Herzen und sie unter- stützt die politischen Forderungen des CSD nach gleichen Rechten und fairem Umgang in der Gesellschaft. Nebenbei steckt sie aktuell in den Vorbereitungen für die Olympischen

Spiele in London, von wo aus sie di- rekt ins CSD-Geschehen am zweiten August-Wochenende in die Metropol- region zurückkehren wird. Ein ganz anderes Ereignis löste Gemeinschaftsgefühl in der Mann- heimer Szene aus: Schwule und Lesben traten beim Katholiken- tag entschlossen der Homophobie entgegentreten (siehe unten). Im Nachklang dieser Erfahrung ist die gemeinsame Erklärung der Vereine

Foto: ama
Foto: ama

CSD Rhein Neckar und Mannheim Pride umso erfreulicher: in Zukunft gemeinsam gegen Diskriminierung und für die Akzeptanz von LSBTI- Menschen zu kämpfen. Statt klein- lichem Gegeneinander soll verstärkt Zusammenarbeit das Verhältnis der beiden Vereine bestimmen. Die Sze- nemacher von Mannheim Pride un- terstützen wie in den Vorjahren den CSD Rhein-Neckar aktiv und bringen sich in das gemeinsame Rahmen- programm zum CSD 2012 ein. Der Schulterschluss, unterzeichnet von Harald Blaull und Marco Maser für die jeweiligen Vereine, beendet ge- rade noch rechtzeitig vor den Som- merfesten einen Konflikt, dessen Sprengkraft bislang allenfalls zu er- ahnen war. Die beiden Vorsitzenden Harald und Marco kündigten eben- falls an „das CSD-Straßenfest 2013, für das bereits der Ehrenhof des Mannheimer Schlosses reserviert wurde, gemeinsam zu gestalten, so- dass ein Querschnitt durch die ge- samte schwul-lesbische Community des Rhein-Neckar-Dreiecks vertreten sein wird“. Die Entwicklungen der letzten Monate sollten uns alle rei-

Fanny Rinne Foto: A.Grüber
Fanny Rinne
Foto: A.Grüber

cher an Erfahrung machen, aus der wir für die Zukunft lernen können:

Den Weg hin zu einer besseren Le- benssituation für LSBTI-Menschen wollen alle in der Rhein-Neckar-Re- gion gemeinsam gehen. (ama)

CSD Demo-Parade: Sa, 11.8.alle in der Rhein-Neckar-Re- gion gemeinsam gehen. (ama) CSD-Straßenfest am Paradeplatz: Sa, 11.8., im Anschluss an

CSD-Straßenfest am Paradeplatz:gion gemeinsam gehen. (ama) CSD Demo-Parade: Sa, 11.8. Sa, 11.8., im Anschluss an die Parade bis

Sa, 11.8., im Anschluss an die Parade bis 22 Uhr

Alle Infos gibt‘s im CSD- Programmheft, das am 29.6. erscheint.Sa, 11.8., im Anschluss an die Parade bis 22 Uhr Mannheim Pride Straßenfest am Nationaltheater: Sa,

Mannheim Pride Straßenfest am Nationaltheater: Sa, 11.8.Infos gibt‘s im CSD- Programmheft, das am 29.6. erscheint. csd-rhein-neckar.de, mannheim-pride.de Gemeinsam gegen

csd-rhein-neckar.de, mannheim-pride.deMannheim Pride Straßenfest am Nationaltheater: Sa, 11.8. Gemeinsam gegen Homophobie Mannheim beim Katholikentag Neben

Gemeinsam gegen Homophobie

Mannheim beim Katholikentag

Neben eigenen Info-Ständen und Veranstaltungen der Grünen und der HuK im Rahmenprogramm des Ka- tholikentages zeigten Mannheimer Schwule und Lesben Präsenz und Einsatz. In Sichtweite des Mannhei- mer Wasserturms hatte der „Bund Katholischer Ärzte“ einen Info-Stand aufgeschlagen, an welchem Interes- sierte Flyer und Faltblätter bezüglich „Therapierbarkeit von Homosexuali- tät“ erhalten konnten. Wie ein Lauf- feuer verbreitete sich diese Nach-

richt und viele verärgerte Schwule und Lesben wollten sich von so viel reaktionärem und abseitigem Ge- dankengut selbst ein Bild machen. Der spontane Protest schaffte es bis in nationale Nachrichtenmeldungen, und auch die Organisation des Kir- chentages hat inzwischen erklärt, solchen Inhalten beim nächsten ka- tholischen Kirchentag keinen Raum mehr einzuräumen. Parallel zur Kirchentagwoche wurde am 17. Mai auch der Internati-

Regenbogenprotest am homopho- ben Stand vom „Bund katholi- scher Ärzte“ Foto: ama Foto: ama
Regenbogenprotest am homopho-
ben Stand vom „Bund katholi-
scher Ärzte“
Foto: ama
Foto: ama

onale Tag gegen Homophobie (Inter- national Day Against Homophobia, kurz: IDAHO) begangen. Aus diesem Anlass veranstaltete der schwul-les- bische Arbeitskreis der Mannheimer Grünen die Podiumsdiskussion „Out in der Kirche“. „In vielen Teilen der Welt wettert die katholische Kirche gegen Schwule und Lesben, und auch deutsche Bischöfe und Priester äußern sich abwertend gegenüber Homosexuellen. Der Münchener Erz- bischof Marx sprach im letzten Jahr gar von ‚gescheiterten Menschen‘“, so Tobias Heck, Sprecher des Grü- nen Arbeitskreises SchwuLes Grün. „Bei vielen katholischen Laien ist aber der Wunsch nach einer Erneu- erung ihrer Kirche zu spüren, auch was den Umgang mit Lesben und Schwulen anbelangt“, fügt Jürgen Kaufmann, Co-Sprecher des Arbeits- kreises, hinzu. Lautstarken Applaus erhielt Ma- nuela Sabozin für ihr Statement, es wäre eventuell an der Zeit für ein neues Schisma - alle erzkon- servativen Katholiken sollten den Pius-Brüdern beitreten, und alle geschiedenen, wiederverheirateten, schwulen und lesbischen Katholiken

wiederverheirateten, schwulen und lesbischen Katholiken und alle, die Sexualität nicht nur zur Fortpflanzung leben

und alle, die Sexualität nicht nur zur Fortpflanzung leben und leben wollen, bilden eine eigene Kirche. „Und ich bin überzeugt, wir wären gemeinsam nicht nur stark - sondern die deutliche Mehrheit!“ David Berger betonte erneut, dass er der Meinung ist, Religionszugehö- rigkeit und Bekenntnis sei nicht an eine Steuerzahlung geknüpft sein kann - zumal dann nicht, wenn kon- servative Hardliner, wie der Kölner Kardinal Meisner, das Geld dann dazu verwenden, gegen Homosexu- elle in der Kirche Stimmung zu ma- chen. (ama)

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SZENE » MANNHEIM

Die wilde 13

PLUS lädt zum Grillfest an der Kurpfalzbrücke

Die Psychologische Lesben- und Schwulenberatung Rhein-Neckar e.V. lädt zum 13. „Grillfest am ande- ren Ufer“ ein. Wetterunabhängig zog das Grillfest in den letzten Jahren bis zu 1.000 nicht nur schwul-lesbische Gäste an. Traditionell stehen die Grills, der Getränkewagen und das DJ-Pult auf der Neckarwiese unter- halb der Kurpfalzbrücke. „Der Erlös des diesjährigen Fests kommt aus- schließlich dem Aufbau der neuen Beratungsstelle zu HIV/Aids und anderen sexuell übertragbaren In- fektionen zugute“ erklärt Detlef Bi- cker, Leiter des neuen Mannheimer Kompetenzzentrums zu sexuell übertragbaren Infektionen KOSI.MA. „Dank der über 60 ehrenamtlich Ak- tiven muss niemand hungern und

Durst leiden. Je mehr gegessen und getrunken wird, desto größer ist der Gewinn für die gute Sache“. Neben der Tombola mit einem tollen Haupt- gewinn, dem umfangreichen Ku- chen- und Kaffeebüfett und den le- ckeren Cocktails haben sich die Ehrenamtlichen auf den Ansturm am Grill vorbereitet. Die Mannhei- mer VolleyDolls, Mannheims einzi- ger schwul-lesbischer Sportverein und der Frauensportverein „Xan- thippe springt im Quadrat e.V.“ la - den mit jeder Menge Spaß und Spiel zu einem kleinen Fussballmatch auf der Neckarwiese ein. (ama)

Sa, 28.7., 16 Uhr, Neckarwiese Kurpfalzbrücke, Mannheim. plus- mannheim.de

Neckarwiese Kurpfalzbrücke, Mannheim. plus- mannheim.de M O N N E M H I N N E

M O N N E M H I N N E , M O N N E M V O R N E

 
Liebe Mannheimer - was geht ab? Ihr verwirrt mich! Ja, tatsächlich, ihr verwirrt mich! Mit

Liebe Mannheimer - was geht ab? Ihr verwirrt mich! Ja, tatsächlich, ihr verwirrt mich! Mit stoischer Regelmä- ßigkeit predigten Céline und ich -zumindest kurzgefasst - „Seid stolz auf euch und zeigt gemeinsam Flagge“. Nichts desto trotz wollte ein jeder sich nur selbst in den Vordergrund drängen und sein eigenes Süppchen kochen. Aber was stelle ich nun tatsächlich fest? Im Mai rutscht, dank des Pamphlets „Homosexualität ist heilbar!“ des Bundes Katholischer (kassenärztlich nicht zugelassener) Ärzte (kurz BKÄ) und einem dazugehö- rigen Aufruf in Facebook, das LSBTI-Volk zumindest für einen Samstagnachmittag zusammen und zeigt nicht nur Flagge, sondern das wir „gaymeinsam“ stärker sind! Da flashte mich der Flashmop! Das war aber noch lange nicht alles. Im Juni verkünden Mannheim Pride und CSD Rhein-Neckar per Rundmails künftig eng (?!) zusammen arbeiten zu wollen. Es wurde tatsächlich wohl miteinander gesprochen und man(n) (?!) kam sich näher. Der Kriegspumps wurde eingegraben und die Regenbogenflagge ausgebuddelt, gebügelt und gestärkt. Für beides gilt: Das gefällt uns! Aber Papier und Facebook- Meldungen sind ja geduldig, und Céline und ich saufen weiter Wodka und reiten auf unserem rosa Streitwagen durch die Schlachtfelder der Community und brechen nicht nur Lanzen. Und zu guter Letzt noch ein Tipp an den BKÄ: Geht doch mal zu richtigen Ärzten und lasst mal eure Krankheit heilen!

In diesem Sinne, Eure Dolores, die Fahnenschwenkende und immernoch Gesunde von Cartier

die Fahnenschwenkende und immernoch Gesunde von Cartier 38 Juli 2012 Foto: PLUS Queer Festival Heidelberg Der
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Juli 2012

Foto: PLUS
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Queer Festival Heidelberg

Der LGBT-Kultur-Rundumschlag

PLUS Queer Festival Heidelberg Der LGBT-Kultur-Rundumschlag Zum vierten Mal steigt im Heidelber- ger Karlstorbahnhof das

Zum vierten Mal steigt im Heidelber- ger Karlstorbahnhof das Queer-Festi- val mit seinem Mix aus Kultur und Party. Das hat offensichtlich auch den grünen Heidelberger Bürger- meister Walter Erichson überzeugt - er eröffnet das Festival am Do, 19.7. mit einem Sektempfang. Das Queer Cinema legt eine extra- Runde ein und zeigt u.a. den deut- schen Streifen „Stadt, Land, Fluss“

(Coming-out-Story auf einem Land- wirtschaftsbetrieb) und „Sharayet - Eine Liebe in Teheran“ (heimliches Gay-Life im Iran). Herzstück des Fes- tivals ist wie immer die Qmassaka- Party am Sa, 21.7. Als Live Act sind die „Blitzkids mtv“ am Start. Das Künstlerkollektiv um Sängerin Nomi (Foto) liefert romantisch-pumpenden House und orientiert sich an den kostümierten Freaks der Londoner „New Romantic“-Bewegung der frü- hern 80er - Style, Attitüde und Per- formance! Dazu liefern die DJ-Teams der QMassaka-Party, der unheilbar und des Chop-Suey-Clubs den pas- senden Sound für die Dancefloors. (bjö)

Do, 19.7. - So, 22.7., Queer Fes- tival, Karlstorbahnhof, Am Karlstor 1, Heidelberg. Alle Termine im gab-Ternminkalender oder karlstor- bahnhof.de

Fes- tival, Karlstorbahnhof, Am Karlstor 1, Heidelberg. Alle Termine im gab-Ternminkalender oder karlstor- bahnhof.de
Fes- tival, Karlstorbahnhof, Am Karlstor 1, Heidelberg. Alle Termine im gab-Ternminkalender oder karlstor- bahnhof.de
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N E W S

 

Spaß und Sport

Der MVD organisiert eine Reihe mit neun verschiedenen Fitness-Work- shops. „Unser Ziel ist es, Fitness für alle anzubieten, in der ganzen Vielfalt und ohne irgendeine Ausgrenzung“, erläutert Andreas Wendel, Abteilungs- leiter der Fitness-Sparte und staatlich anerkannter Lehrer der Physiothe- rapie. „fair, fit und play“ findet an vier Montagabenden und an einem Samstag als Workshop statt. Das Angebot reicht von Aerodance über Wirbelsäulen-Stabilisation bis Yoga. Alle Workshops kosten pauschal 10

EUR, egal, ob die Teilnehmer einen oder alle Workshops besuchen.

egal, ob die Teilnehmer einen oder alle Workshops besuchen. mvd-mannheim.de Regenbogenfest 2012 KOSI.MA und AIDS-Hilfe

mvd-mannheim.de

Regenbogenfest 2012

KOSI.MA und AIDS-Hilfe AK LU

Kooperation wurde vereinbart um in Zukunft effektiv und gemeinsam im Sinne der Ratsuchenden zu arbeiten. „Uns ist es wichtig, nicht nebeneinan- der und in Konkurrenz zueinander zu stehen, sondern aktiv und kooperativ zusammen zu arbeiten“ erklärt Detlef Bicker von KOSI.MA. „Wir wollen trotz der Ländergrenzen an bestimmten Punkten unsere Arbeit gemeinsam verrichten. So haben wir bereits vor Ostern eine gemeinsame Sammelakti- on in der Mannheimer und Ludwigs- hafener Kneipenszene durchgeführt.“

ergänzt Wolfgang Karle, Vorstands-

mitglied vom AIDS-Hilfe Arbeitskreis Ludwigshafen.

kosima.plus-mannheim.de,

Der Benefiz-Rhein-Neckar veranstaltet am Samstag den 4. August von 16 bis 24 Uhr das 24. Regenbogenfest zu Gunsten von Menschen mit HIV und AIDS im Schneckenhof des Mannhei- mer Schlosses. Back with Darkness, Christian Stukering, Conny Kanik & Band, Grant Jones, k´lydoscope, Mave =´Rick, Paint me Picasso und The Cocojones werden von den Modera- toren Anke Klepser und Bernd Hönig

checkpoint-ludwigshafen.com

Galileo Sauna

Immer am werkeln sind die Jungs der Galileo-Sauna: gerade wurde ein neuer Treppenaufgang zwischen mittlerem Stock und der untersten Etage fertig gestellt, als nächstes steht der Außen- bereich mit Verschönerungsarbeiten an. Da kann der Sommer ja kommen! (ama/bjö)

auf der Open-Air-Bühne im Schloss präsentiert.

auf der Open-Air-Bühne im Schloss präsentiert.

galileo-sauna.de

regenbogenfest.de  

regenbogenfest.de

 

Festival der Travestie

Boas, Perücken und Illusionen

Die Benefiz-Gala „Festival der Travestie“, findet zum dritten Mal in Mannheim statt und ist eine wichtige Bereicherung für die Community in und um Mann- heim und Ludwigshafen. Namhafte Travestiekünstler aus Rhein-Main-Neckar und der umliegenden Region von Viva La Diva über Miss Lucy Tramp bis Luise Schrill (Foto) ermöglichen einen farbenfrohen Abend. Der Erlös an diesem Abend aus den Eintrittsgeldern, die Gage der Künstler und den Sponsoren geht zu 100% an die AIDS Hilfe Arbeitskreis Ludwigshafen e.V. (ama)

Sa, 21.7., 20 Uhr, Capitol, Waldhofstr. 2, Mann- heim. festival-der-travestie.de

Waldhofstr. 2, Mann- heim. festival-der-travestie.de rechtsanwälte dr. wormer & haas René Haas
Waldhofstr. 2, Mann- heim. festival-der-travestie.de rechtsanwälte dr. wormer & haas René Haas
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rechtsanwälte dr. wormer & haas

rechtsanwälte dr. wormer & haas René Haas Fachanwalt für Familienrecht S2, 1 - Mannheim Tel: 0621/20789

René Haas

Fachanwalt für

Familienrecht

S2, 1 - Mannheim Tel: 0621/20789 info@wormer-haas.de

Claus Heinrich Hamm Rechtsanwalt

Stiftungsmanager (EBS)

S2, 1, 68161 Mannheim Tel: 0621/58679780 hamm@anwalt-mannheim.de

MEHR MACHEN
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Man for a day

Man for a day Preview des Dokumentarfilms über ei- nen „Drag-King“-Workshop - mehr Infos auf Seite

Preview des Dokumentarfilms über ei- nen „Drag-King“-Workshop - mehr Infos auf Seite 19. Fr, 6.7., 19:30 Uhr, Cinema Quadrat, Collinistr. 1, Mannheim, 5 EUR

4 Jahre Gays & Friends in Heaven

1, Mannheim, 5 EUR 4 Jahre Gays & Friends in Heaven Zum vierjährigen Geburtstag gibt es

Zum vierjährigen Geburtstag gibt es na- türlich ein Special. An den Decks sind DJane E*Star und DJ Sven Hartmüller. In Anspielung auf den „Bund Katho- lischer Ärzte“, wonach Homosexualität

heilbar sei, behaupten die Veranstalter:

„Auch Homophobie ist heilbar“. Pas- send zum Thema wird das Motto „Kran- kenhaus“ sicher wieder sehr sexy von Lady Michel und ihrer Gefolgschaft um- gesetzt. Das Drag-Team heimste übri- gens beim Ludwigshafener „Stiletto- Run 2012“ (100 Meter-Wettlauf in Highheels) den Gewinn ein - die Aktion brachte 400 EUR für die AIDS-Hilfe AK Ludwigshafen! Gut gemacht! Fr, 13.7., 22 Uhr, Ludwiq, Yorckstr 2, Mannheim. 7 EUR

Tolerance - Bad Taste

Die zweite „Tolerance!“ steht unter dem Motto „Bad Taste“. Für einen Bad- Taste-Look gibt es ein Freigetränk. Mit den DJs Chiro, Bulldoza, Timo Eberle und Zense geht es queerbeet von Trash Pop über Black Sounds bis hin zu Elec-

tro. Tanzt für mehr Toleranz! Sa, 14.7., 22 Uhr, MS Connexion, Angelstr 33, Mannheim

Sa, 14.7., 22 Uhr, MS Connexion, Angelstr 33, Mannheim RosaKehlchen Konzert Anlässlich der Mannheimer Sommer-

RosaKehlchen Konzert

MS Connexion, Angelstr 33, Mannheim RosaKehlchen Konzert Anlässlich der Mannheimer Sommer- musik 2012 geben die

Anlässlich der Mannheimer Sommer- musik 2012 geben die RosaKehlchen gemeinsam mit den Karlsruher WEIBra- tions ein Konzert unter dem Motto „à la francaise“. Erwarten können die Zuhö- rer ein Programm, das von Barock über Chanson hin zu Pop-Interpretationen reicht. Sa, 21.7., 18 Uhr, Schlosskirche, Ehrenhof Schloss, Bismarckstr. 10, Mannheim

Himbeerparty

Ehrenhof Schloss, Bismarckstr. 10, Mannheim Himbeerparty Wie jeden Monat beglückt uns die Kult- party für freche

Wie jeden Monat beglückt uns die Kult- party für freche Früchtchen. Mit dabei sind DJ Kriss Tuffer und DJ Dirk Vox. Passend zum (hoffentlich) guten Wetter gibt es einen Openair Sommergarten und einen Grill. Sa, 28.7., 22 Uhr, Alte Feuerwache, Brückenstr. 2, Mannheim. 8 EUR

Beratung • HIV-Test Begleitung • Betreuung AIDS-Hilfe Frankfurt e.V. Tel. (069) 405868-0 InfoLine 19 411

Beratung • HIV-Test Begleitung • Betreuung

AIDS-Hilfe Frankfurt e.V. Tel. (069) 405868-0

InfoLine 19 411

(Mo.-Fr. 18-20 Uhr)

Betreuung AIDS-Hilfe Frankfurt e.V. Tel. (069) 405868-0 InfoLine 19 411 ( Mo.-Fr. 18-20 Uhr) www.frankfurt-aidshilfe.de

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AIDS-HILFE Was Sie jetzt wissen sollten Seit 1985 ist die AIDS-Hilfe Frankfurt e.V. mit ihren
AIDS-HILFE
Was Sie jetzt
wissen sollten
Seit 1985 ist die AIDS-Hilfe Frankfurt e.V. mit
ihren ehren- und hauptamtlichen Teams für
alle von HIV/AIDS Betroffenen da. In unseren
vielfältigen Arbeitsbereichen bieten wir direkt
vor Ort Beratung, Hilfe und Vermittlung –
vertraulich, anonym, kompetent. Sie erreichen
uns via Telefon unter 069/40 58 68-0 oder per
E-Mail: info@frankfurt.aidshilfe.de
www.frankfurt.aidshilfe.de
Kompetent
Engagiert
Vielfältig

Juli 2012

39
39

Foto: Christine Gerhardt

SZENE » REGION

Thema gleichbeschäftigt

Der CSD Stuttgart steigt am 28. und 29.7.

Homosexualität am Arbeitsplatz - dieses Thema hat der CSD Stuttgart sich für 2012 herausgepickt. „Ein of- fener Umgang mit dem eigenen Le- bensentwurf an dem Ort, der einen auch oft länger als acht Stunden am Tag bindet, ist für viele homosexuel- le Erwerbstätige noch immer trauri- ge Illusion“, heißt es dazu im offiziel- len Schreiben des CSD-Stuttgart Vereins. Eine Studie der Universität Köln aus dem Jahr 2007 belegt: drei Viertel der Schwulen und Lesben wurden schon einmal am Arbeits- platz diskriminiert, ein Zehntel war gar körperlichen Aggressionen aus- gesetzt. „Was geht meinen Arbeitge- ber an, was ich im Schlafzimmer tue“ lautet oft das Gegenargument;

das lässt der CSD-Verein so nicht gel- ten: „Dieser Satz macht das Dilemma deutlich, in welchem sich Lesben, Schwule und Transgender befinden:

sie werden auf die reine Sexualität reduziert. Liebe, Partnerschaft, Ver- antwortung und alle weiteren As- pekte einer Bindung zwischen zwei Menschen, gleich welcher sexuellen Orientierung, fallen dabei schlicht unter den Tisch“, meint der CSD- Verein. Einige wenige Firmen den- ken hier schon weiter und betreiben „Diversity Management“-Program- me, denn sie haben erkannt: wird die Vielfalt der Belegschaft auch Wert geschätzt, fühlen sich die Mit- arbeiter akzeptiert und unterstützt, was sich positiv auf den Unterneh-

und unterstützt, was sich positiv auf den Unterneh- Foto: DigitalDesignTeam menserfolg auswirkt. Das Motto
Foto: DigitalDesignTeam
Foto: DigitalDesignTeam

menserfolg auswirkt. Das Motto „Gleichbeschäftigt“ sollte sich ur- sprünglich auch in der Wahl des diesjährigen Schirmherren zeigen:

gesucht wurden daher Vertreter orts- ansässiger Wirtschaftsfirmen; bis zum Redaktionsschluss erklärte sich aber keines der angesprochenen Un- ternehmen dazu bereit - sei es aus mangelnder Zeit oder „weil das The- ma nicht zur Unternehmensstrategie passt“. Da erscheint die im Rahmen- programm angekündigte Podiums- diskussion unter dem Titel „Diversi- ty ist stark - auch in Stuttgart?“ (Fr, 27.7., 19 Uhr, Rathaus) noch einmal interessanter. Fünf weitere Diskussi- onsrunden mit Themen wie „Diversi- ty in der Arbeitswelt“ (So, 22.7., 19:30 Uhr, Weissenburg), aber auch „Queer und Antikapitalismus“ (Fr, 27.7., 20:30 Uhr, Wohnprojekt Schel- ling), sind angekündigt. „Nehmen wir den CSD zum Anlass, die Scheu-

klappen abzulegen. Hören wir Men- schen zu, die gerne ohne Versteck- spiele leben und unterstützen wir sie auf ihrem Weg zu einer angstfreien Offenheit über den eigenen Ent- wurf“, meint abschließend CSD-Vor- stand Christoph Michl. (bjö)

I N F O

CSD Stuttgart

Sa, 28.7. Parade unter dem Motto „Gleichbe- schäftigt“: Sa, 28.7., Start 16 Uhr Böblingerstraße, Ziel 18 Uhr Schloss- platz mit Abschlusskundgebung. Im Anschluss: Hocketse-Straßenfest auf dem Markt- und Schillerplatz (auch So, 29.7., 13 - 23 Uhr) Alle Termine der CSD-Programmwo- chen im gab-Terminkalender, mehr Infos unter csd-stuttgart.de

Let‘s do it together

Die offizielle Party zum CSD

Für die offizielle CSD-Party haben sich die vier größten Party-Veranstalter Stuttgarts erstmals zusammengeschlossen und feiern In- und Outdoor im kompletten Bosch-Areal in der City. Mit dabei sind: Fame/Therapy, L-Word von Gaydelight, Lovepop und Ero.Gen in drei Clubs und dem überdachten Außen- bereich. DJs des Abends: Sam White (House) und Niko Krist (Electro) im Mash Club, Boombastico (Black) und Miss Thunderpussy (House) im Paris, DJ NT (Inide, Classics) und Martin Rapp (Elektro Dance) im Lehmann. Auch eine After-Hour findet ab 5 Uhr im Lehmann statt.

Sa, 28.7., 22 Uhr, Bosch-Areal, City, Stuttgart. 15 EUR (inkl. 1 EUR für den CSD)Auch eine After-Hour findet ab 5 Uhr im Lehmann statt. 40 Juli 2012 MEHR CSD-PARTYS Gayhall

City, Stuttgart. 15 EUR (inkl. 1 EUR für den CSD) 40 Juli 2012 MEHR CSD-PARTYS Gayhall
40
40

Juli 2012

MEHR CSD-PARTYS
MEHR CSD-PARTYS

Gayhall

Gayhall DJ-Triple mit Resident Rob Medina und Chris Bekker auf dem großen Floor (House, Pop, Charts)

DJ-Triple mit Resident Rob Medina und Chris Bekker auf dem großen Floor (House, Pop, Charts) und Sonny Planke im kleinen Club (Elektro). Sa, 28.7., 22 Uhr, Club Universum, Charlottenplatz 1, Stuttgart

Selection Pride

Zum CSD wieder reanimiert: die Party für die härtere Gangart von House über Tribal, bis Progressive und Trance mit DJs Michael „Clash“ Gottschalk, 5th Ele- ment und Mr. Mola (La Demence).

Sa, 28.7., 23 Uhr, Climax Institutes, Calwerstr. 25, Stuttgart.

28.7., 23 Uhr, Climax Institutes, Calwerstr. 25, Stuttgart. CSD KC Lauras Club darf am CSD nicht

CSD KC

23 Uhr, Climax Institutes, Calwerstr. 25, Stuttgart. CSD KC Lauras Club darf am CSD nicht fehlen

Lauras Club darf am CSD nicht fehlen - Pride in Stuttgarts ältester Gay-Disco. Sa, 28.7., 22 Uhr, Kings Club, Calwer- str. 21, Stuttgart.

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Schrill + Laut

„Trash“ ist das Thema der „Schrill und Laut“ im Juli: im Schlosshof steigt die legendäre Schlager-Trash-Show, im Ge- wölbekeller hat DJ Andy die Zügel in der Hand. So, 1.7., 23 Uhr, Schlosskeller, Darm- stadt. 3 EUR

Final Therapy

23 Uhr, Schlosskeller, Darm- stadt. 3 EUR Final Therapy Die Therapy-Party verabschiedet sich nach drei Jahren

Die Therapy-Party verabschiedet sich nach drei Jahren aus dem edlen Aer Club. Ein Besitzerwechsel der Loca- tion und eine längere Umbauphase be- wegten zu einem Wechsel. Zum letzten Mal gibt es beste Unterhaltung mit DJ Sam White, sexy Dancern und vielen Überraschungen, natürlich mit obliga- torischem Welcome-Drink. Ab August steigt Therapy dann im Kowalski. Fr, 6.7., 23 Uhr, Aer Club, Büchsenstr 10, Stuttgart

Schwule Mädchen

23 Uhr, Aer Club, Büchsenstr 10, Stuttgart Schwule Mädchen Die alternative Queerfloor-Party. Egal ob homo, hetero,

Die alternative Queerfloor-Party. Egal ob homo, hetero, trans, bi, pan, ein biss- chen queer, ganz schön sexuell oder auch asexuell - alle sind willkommen! Sa, 7.7., 22 Uhr, AK44, Alter Wetzlaer Weg 44, Gießen

Mashogaparty

Das margays-Team mit einer Party für Lesbians, Gays and Friends. DJ BPM prä- sentiert das Beste aus Techno, House und Dance Music. Die Party kommt ge- meinnützigen Projekten zugute. Sa, 7.7., 22 Uhr, KFZ Marburg, Schulstr 6, Marburg

Lovepop vs Freakbeats

Einmal im Monat wird mit der Liebe gepoppt. Beim queeren Partyspaß mit grenzübergreifendem Dance-Sound- track auf zwei Floors tritt Wildstyle-Pop gegen Electro an. An den Decks: DJ NT

(großer Club) und Miss Evoice (Foto, kleiner Club). Sa, 14.7., 22 Uhr, Lehmann, Seidenstr. 20, Stuttgart. 7 EUR

Sa, 14.7., 22 Uhr, Lehmann, Seidenstr. 20, Stuttgart. 7 EUR CSD Eröffnungsgala Erstmals findet die Eröffnungsgala

CSD Eröffnungsgala

Erstmals findet die Eröffnungsgala des CSD Stuttgart im Friedrichsbau Varieté statt. Eine Mischung aus Magie, Come- dy, Kabarett, Chanson, Akrobatik und politischen Ansprachen, moderiert von Fräulein Wommy Wonder. Mit dabei sind die Künstler Topa, Sia Korthaus, Fabian Schläper und Max Loos. Fr, 20.7., 19 Uhr, Friedrichsbau Varieté, Friedrichstraße 24, Stuttgart. Ab 29 EUR

Wonder-Bar

Wommy Wonder kommt mit einem neu- en Programm. Neu ist, dass sie sich be- freundete Künstler einlädt, die alle paar

Tage wechseln. Somit wird die Show immer wieder anders aussehen. Neu ist ebenfalls, das Wommy nach 17 Jahren und 666 Shows vom Renitenztheater ins Theaterhaus wandert. Die Gute wird sicherlich die Lachmuskeln gut bean- spruchen. Do, 26.7., 20 Uhr, Theaterhaus Stutt- gart, Siemensstr 11, Stuttgart

20 Uhr, Theaterhaus Stutt- gart, Siemensstr 11, Stuttgart Aimée und Jaguar Im Rahmen der Filmreihe „Verdammt

Aimée und Jaguar

Im Rahmen der Filmreihe „Verdammt anders!“: Lilly ist Mutter von vier Kin- dern und Trägerin des Mutterkreuzes. Die Jüdin Felice schreibt unter falschem Namen für eine Nazizeitung. Die beiden Frauen treffen aufeinander, verlieben sich und geben ihr altes Leben auf. Eine authentische Liebesgeschichte im Nazi- Deutschland. Mo, 30.7., 20:30 Uhr, Citydome Kino, Wilhelminenstr. 9, Darmstadt

authentische Liebesgeschichte im Nazi- Deutschland. Mo, 30.7., 20:30 Uhr, Citydome Kino, Wilhelminenstr. 9, Darmstadt

» REICH UND SCHÖN

Fotos: Miss Mary, Sven Mese

Vier Fäuste für ein Hallelujah, drei Daumen und zwei Dosen für den CSD Frankfurt. Ob ihr richtig ward oder nicht, zeigt euch bald das Licht. Love Rebells bei der CSD Soli-Night.

Dynamik und Synergieeffekte stehen im Mittelpunkt des Treffens junger Menschen bei Adam´s Sin in Marburg an der Lahn.

Freuten sich, dass sie beim CSD Soli-Tag auch dabei waren. Tatkräftig in Frankfurt.

Tanzte einen Gedankensprung. Bei der Himbeerparty in Mannheim an der Ätsch.

Fanden sich sympathisch zeigten das der Welt bei Diamonds in Stuggi.
Fanden sich sympathisch
zeigten das der Welt bei
Diamonds in Stuggi.
Auf die inneren Werte kommt es an. Kochen muss er zum Beispiel können. Wir sind
Auf die inneren
Werte kommt es
an. Kochen muss
er zum Beispiel
können. Wir sind
uns sicher, hier
sind Promi-Dinner-
Gewinner bei der
Himbeersorbet-
party.

Das ist nicht Crystel Cox, aber trotzdem zeigte Madame großes Engagement für den CSD Frankfurt und schüttelte die Soli-Dose. Danke, Anke!

Spendeten für den CSD und gönnten sich dann ein Glas frisch gepressten Äppler-Wein aus dem
Spendeten für den CSD und gönnten
sich dann ein Glas frisch gepressten
Äppler-Wein aus dem Rheingau.
Bandelden an und zeigten volle Kanne Soli mit dem CSDli. Erschuf sich ei- nen neuen
Bandelden an und zeigten
volle Kanne Soli mit dem
CSDli.
Erschuf sich ei-
nen neuen Kör-
per aus feinstem
Porzellan und
nahm ihn mit
zu Diamonds
nach Stuttgart
am Fuße der
Zugspitze.
Rechts legte sein Haupt auf die
Brust von Links um die Melodie des
Herzens zu hören. Liebesspektakel
im Rausch der Klänge. Gin Gong.

Chili-Schote und Karohemd verbrachten einen wunderbaren Abend beim Liebesspektakel in Frankfurt an der Rauxel.

Nahmen den Zug aus Berlin, stiegen in Marburg um und machten auf ihrem Zwischenhalt eine Schmuckpause bei Adam´s Sin.

Gilette drei Phasen oder Laserpointer. Auch eine glatte Wange kann zwi- schendurch mal lippenschonend sein. Adam´s Sin weiß was Äpfel kosten.

Brachten die Tauben des Friedens aus Griechenland direkt nach Athen. Kostenneutral selbstverständlich. Außenminister
Brachten die Tauben des Friedens aus Griechenland direkt nach
Athen. Kostenneutral selbstverständlich. Außenminister Wester-
welle war erfreut über diese Delegation, die bei Diamonds feierte.
Pass auf, dass
du nicht über
deine offenen
Senkel stolperst
wenn du aus
dem Shooting-
Studio bei Dia-
monds wieder
losläufst.
Suchten den Neu-
mond um einen
neuen Zyklus zu
beginnen. Neu neu
neu, Kojoten toi toi
toi. Himbeerparty
in Mannheim bei
Wolfsburg.
Haha und Hoho! Lachen ist doch
immer noch die beste Medizin. Gut
gemacht beim Liebesspektakel in
Frankfurt an der Spree.

Hatte eine Message für die Besucher des Liebesspektakels. Ein offenes Buch hat noch immer am besten gefruchtet.

Das ausfahrbare Objektiv unserer gab-Kamera kitzelte ein Schmunzeln auf das Gesicht des Smutjes des Schwejk- Erholungsdampfers.

Kamen aus Siam (miau, grrrrr

waren Eins im Dunst des Liebesspekta-

kels in Frankfurt an der Nil.

)

und

Zelebrierten den Summer of 89 und wählten bunte biologische Baumwolle für Ihre Astralkörper auf dem Schwejk- Schiff.

Waren nicht aus Zucker und hatten deswegen auch keine Probleme das Sommerfest der Aids-Hilfe zu besuchen.

D J I M F O K U S Schipperten ein bisschen über den Main
D J
I M F O K U S
Schipperten ein bisschen über den Main
(Fluß) und konsumierten auch Getränke.
Auf Lindas Schiff ists lustig.
Name: DJ Alex
Style: Dance, Charts, 80er, 90er, Vocal-
House, Mash-Ups
Clubs im gab-Land: Unifete (Mz), Asta Som-
merfest (Mz), Sommerschwüle (Mz), Prinzes-
sinnenball (Mz), Hummelflug, Schneegestöber,
Club 78, Posh (Mz)
Sexy Club-Erlebnis: Während dem Auflegen
wild rumgeknutscht
Anmacher: Schokolade, Eis, gutes Essen
und ja, ok, auch Männer!
Liebesolympiade
auf dem Schwejk-
Schiff.
DJ Alex Top 5-Liste
Depeche Mode - „Enjoy the Silence“ (Dance Mix) All-Time-Favo-
rit! Seit 1988 halt absoluter Depeche-Fan
Rihanna - „Where Have
You Been“ (Cosmic Dawn Remix) Geiler Mix und eines der besten Vi-
deos von ihr
Kylie Minogue - „Timebomb“ Besser als Madonna und
Lady Gaga zusammen
Loreen - „Euphoria“ (Alex Moreno Remix)
Schon im Vorfeld meine absolute ESC-Favoritin. Bekomm ich immer
Gänsehaut!
Misha B - „Home Run“ (Kat Krazy Remix) A new Star
is born - Meine Prognose: Sommerhit-Kandidatin, Entdecker DJ Jaycap
Brachten sich ins Trockene und
hatten alsbald eine Tasche voll Spaß.
Das Sommerfest der Aids-Hilfe
goss(ip).
Jim Morrison (T-Shirt-Print) war
Sänger der legendären Band The
Doors und verstarb leider viel zu
früh. Nun lebt er weiter auch bei
der Generation 2.0 Auch junge
Menschen kämpfen für einen
tollen CSD. Solitag in Frankfurt.
Total 95 aber den- noch im Hier und Jetzt verwurzelt war der Spaß ganz groß
Total 95 aber den-
noch im Hier und
Jetzt verwurzelt
war der Spaß ganz
groß bei Sonne
und Schein beim
Wäldchestag in
Frankfurt am Main.
Schnipp, Schnapp, rettet euren Schlips. Altweiberfassnacht beim Wäldchestag. Carmen kam aus Compostelle bei Stantiago
Schnipp, Schnapp, rettet euren Schlips.
Altweiberfassnacht beim Wäldchestag.
Carmen kam aus Compostelle bei
Stantiago und brachte eine Flasche
Weihwasser mit. Damit segnete sie das
Schwejk-Boot und bewahrte es dadurch
vor dem Titanic-Effekt.
Joseph Geher (links) und sein Kol- lege trugen den Re- genbogen gewebt am Leib. Daher
Joseph Geher
(links) und sein Kol-
lege trugen den Re-
genbogen gewebt
am Leib. Daher war
das Sommerfest
der Aids-Hilfe für
sie auch nicht ins
Wasser gefallen.
Jungs wie gute Hausmanns- kost. Deftig, würzig und ein bisschen zart. Promidinner beim Sommerfest der
Jungs wie gute Hausmanns-
kost. Deftig, würzig und ein
bisschen zart. Promidinner
beim Sommerfest der Aids-
Hilfe.

Hatten anlässlich des Schwejk-Schiffes die innovative Idee als Matrosen anzuheuern. Prost ihr Seesterne.

Die Schwitch-Gang ging trotz „Cats and Dogs“ mit einem Hey-Ho auf den Lippen zum Sommerfest der Aids-Hilfe. Gut Männer.

Eine Geste der Verbrüderung wie hier gezeigt könnte die Welt von unermess- lichem Leid und Verderb und Gedeih ein für alle Mal befreien. Gays unitet for peace und harmonyFM beim Sommer- fest der Aids-Hilfe.

Auch hier brachte Mütterchen Sonne das Eis zum Schmelzen. Beim Wäldchestag ist Liebe kein Laster sondern Essenz. Holla. Die Waldfee.

Beim Wäldchestag schine die Sonne und machte alles gelb und glücklich. Da flossen Bier und Wein wie Weib und Gesang. Hossa. Die Waldfee.

» TERMINKALENDER

SO, 1.7. Schäfergassenfest, Frankfurt SA, 7.7. Bumsvoll, Penn & Diaz, Frankfurt (S.35) SA, 28.7. FR,
SO, 1.7.
Schäfergassenfest,
Frankfurt
SA, 7.7.
Bumsvoll, Penn &
Diaz, Frankfurt (S.35)
SA, 28.7.
FR, 20.7. - SO, 22.7.
Grillfest am anderen
Ufer, Mannheim (S.38)
CSD Frankfurt (S.10 + S.12)
FR, 13.7. 4 Jahre Gays and Friends in Heaven, Ludwiq, Lud- wigshafen (S.39)
FR, 13.7.
4 Jahre Gays and Friends
in Heaven, Ludwiq, Lud-
wigshafen (S.39)

1. SONNTAG

Szene

Frankfurt

10:00 Frühstücksbuffet AYCE-

Brunch (bis 15:00). PULSE LOUNGE, Bleichstr. 38a 12:00 Naked Show me yours, I‘ll

show you mine

12:00 Underwear Gäste in Under- wear zahlen verbillgten Eintritt. NEW MAN IM WOS, Kaiserstr. 74 13:00 Schäfergassen-Fest Dieses Jahr besonders da die Spaßkneipe Zum Schwejk 25zigsten Geburtstag feiert und dem Club78 bis 23 Uhr.Star- gast Mary Roos. SCHäFERGASSEN- FEST, Schäfergasse 17:00 Schaumparty bis 21:00. METROPOL SAUNA, Große Friedber- ger Str. 7-11 18:00 Surprise, Surprise Dart kostenlos von 21-23 Uhr. LA GATA, Seehofstr. 3 18:00 Schaumparty Feuchter Spaß für Jung und Alt. SAUNAWERK, Eschersheimer Landstr. 88 22:00 Sunday-Heat Nach Lindas Jubiläumsfest weiterfeiern. STALL, Stiftstr. 22

JEROME, Elbestr. 17

Mainz/Wiesbaden

20:45 Finale Fußball-EM BAR JEDER SICHT, Hintere Bleiche 29, Mainz

Mannheim

15:00 TTS Tunten Torten Stamm- tisch Das neue Monnemer Sonntags- highlight. AMBIENTE, L 14, 6 16:00 Kaffeeklatsch Käffchen, Tratsch und Sektchen. CAFé KLATSCH, Hebelstr. 3 18:00 Naked Party What you see is what you get (men only).Einlass bis 19 Uhr. JAILS, Angelstr. 33 21:00 UEFA EURO 2012 Finale Lifeü- bertragung. ROSANELLIS, S2, 16 00:00 Hallo, was guckst du? Du kommst als Fremder und gehst als Freund: Queen Lilys Men only Party, House, Techhouse, Electro, Minimal. MIXED CLUB ACTION, U5, 13

Stuttgart

11:00 Sonntagsbrunch Der Commu- nitybrunch (bis 14:00). AHS AIDSHIL- FE, Johannesstr. 19 15:00 GangBang-Party Mit Vielen Spaß gleichzeitig haben. G. O. K., Gutenbergstr. 106 16:00 Naked Party Zeig, was Du hast (Einlass bis 17:00).Normaler Bar- betrieb ab 21 Uhr -? EAGLE, Mozart- str. 51 22:00 Weekend Finish mit DJ Houseability. KC KINGS CLUB, Cal- wer Str. 21

Region

20:00 EM Finale Übertragung des Fußballspiels. BEL AMI, Liebigstr. 17, Gießen 22:00 Schrill und Laut Special:

Trash-Party mit Show im Hof, im Gewölbe-Club Dj Andy. SCHLOßKEL- LER, Hochschulstr. 1, Darmstadt ➠
Trash-Party mit Show im Hof, im
Gewölbe-Club Dj Andy. SCHLOßKEL-
LER, Hochschulstr. 1, Darmstadt ➠
44
Juli 2012

Kultur

Frankfurt

14:30 Ballet Revolucion Erfolgreiche tanzshow aus Kuba, zweite Vorstel- lung um 18:30 Uhr. ALTE OPER, Opern- platz 1 18:00 La Cage aux Folles Musi- cal nach dem gleichnamigen Film, Regie: Gaines Hall, mit Bäppi und Wolff von Lindenau in den Hauptrollen. FRANKFURTER VOLKSTHEATER, Groß- er Hirschgraben 23

Mannheim

20:45 UEFA EURO 2012 Lifeübertra- gung Finale der EM. XS, N7, 9

Stuttgart

20:00 Queerköpfe Radiosendung mit Lars Metze auf frs, UKW 99,2 (Kabel 102,1). SCHWULFUNK

Region

Eco‘s

Love (Tanztheater).Uno-Nessuno-Cen- tomila. MOLLERHAUS, Sandstr. 10, Darmstadt

19:00

Gemelli

de

Filippis

2. MONTAG

Szene

Frankfurt

17:00 Main Test Anonymer HIV- Schnelltest und / oder Syphilis-Test (bis 19:30). AG36 SCHWULES ZEN- TRUM, Alte Gasse 36

Immer montags:

Immer montags: DAS IST MEIN TEST!

DAS IST MEIN TEST!

20:00 Oldies & Dart mit Ricky. LA GATA, Seehofstr. 3

Mainz/Wiesbaden

16:00 HIV-Test Kostenloser, ano- nymer, serologischer HIV-Test, ohne Anmeldung, bis 19 Uhr AIDSHILFE WI, Karl-Glässing-Str. 5, Wiesbaden

Mannheim

21:30 Fair, Fit and Play Fitness- Workshop der Volleydolls, heute:

Redondo-Ball TURNHALLE NECKAR- SCHULE, Langstr. 48

Region

19:15 Queere Ringvorlesung „Das Bild als Queereur“: Queere ästhe- tische Strategien im Kontext multipler Machtverhältnisse mit Dr.Antke Engel. ASTA DER JLU, Otto- Behaghel- Stra- ße 25D, Gießen

SA, 28.7. Sommerschwüle, Mainz (S.36) SA, 28.7. CSD Stuttgart (S.40)
SA, 28.7.
Sommerschwüle,
Mainz (S.36)
SA, 28.7.
CSD Stuttgart
(S.40)

Kultur

Frankfurt

16:00 Pulse for Art Eine Ausstellung von Sergiy Arndt bis 4.08.12! PULSE LOUNGE, Bleichstr. 38a 20:00 Radio SUB Schwul, unter- haltsam, bunt auf FM 91,8 / Kabel 99,85 oder radiosub.de (bis 22:00). RADIO SUB

Region

18:00 Ganz schön queer Schwulles- bisches Radiomagazin (bis 20:00), Antenne 103,4; Kabel 99,85. GANZ SCHöN QUEER