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PLANSPIEL

DANIEL BEYRODT BENEDIKT DOMDEY MARCO HELLER

ABDULLAH CELIK GÖKHAN GÜDÜK AXEL HORNBURG

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GLIEDERUNG

Einführung

Ablauf von Planspielen Zielsetzung und Methodik

Rollendesign und Spielmaterial

Rahmenbedingungen Praktischer Teil

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PLANSPIEL

EINFÜHRUNG

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ALLGEMEIN

Grundidee basiert auf Sandkastenspielen aus der

militärischen Ausbildung

Komplexe Sachverhalte der Wirklichkeit werden auf

essenzielle Struktur hin elementarisiert

Neben Rollenspielen eines der gebräuchlichsten „Simulationen“

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ABGRENZUNG ZU

SIMULATIONEN BZW.

ROLLENSPIELEN

„Planspiele sind komplex gemachte Rollenspiele mit klaren Interessengegensätzen und hohem

Entscheidungsdruck“ (Meyer 1996)

„Anders als beim Rollenspiel finden zwischen den Gruppen i.d.R. keine unmittelbaren Kontakte statt“ (Weitz 1998)

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PLANSPIEL/SIMULATION

Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Planspiele sind Simulationen

und Gemeinsamkeiten Planspiele sind Simulationen Simulationen einer Praxissituation Quelle: Methodenpool

Simulationen einer Praxissituation

Quelle: Methodenpool Uni-Köln

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PHASEN DES

PLANSPIELS

1) Vorbereitung und Information

2) Spiel

3) Auswertung und Kritik

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ZUSÄTZLICHE

QUELLE

Kleines Methoden-Lexikon, Willhelm H. Peterßen , 2. aktualisierte

Auflage, München 2001

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PLANSPIEL

ABLAUF

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ABLAUF VON

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Aufteilung in die Phasen

Vorbereitung

Durchführung

Auswertung

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ABLAUF VON

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Vorbereitung

(1) Schüler/Schülerinnen werden auf Spielsituation vorbereitet

Spielanlass wird benannt

Ziel des Spiels wird besprochen

Spielregeln werden festgelegt

Spielidee und das zugehörige Szenario werden erläutert

(2) Verteilung der Rollen im Planspiel Zufallsprinzip, freie Wahl der Schüler/Schülerinnen

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ABLAUF VON

PLANSPIELEN

Vorbereitung

(3)

Spielbereich / Spielfläche vorbereiten

(4)

Spielmaterial, Requisiten sowie schriftliches Material zur Einführung in die Rollen werden ausgegeben

Schüler/Schülerinnen erhalten Zeit für die Einarbeitung in die zugewiesenen Rollen. Sie finden sich an zugewiesenen Orten zusammen, um Gruppenstrategien abzusprechen

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ABLAUF VON

PLANSPIELEN

Durchführung

(1) Spielleitung erläutert den Spielgruppen nochmals die Spielidee und

Spielregeln

Ausgangslage ist für alle bindend

Entscheidungen der Spielleitung sind zu akzeptieren

(2) Spielleitung eröffnet das Planspiel

Spielleitung sorgt bei Bedarf für Konfliktlösung bzw. Entscheidung, d.h. er organisiert Abstimmung oder protokolliert einen Kompromiss

(3) Spielleitung beendet das Spiel

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ABLAUF VON

PLANSPIELEN

Auswertung

Rekapitulation des Spielverlaufs

Analyse aufgetretener Schwierigkeiten

neu gesammelte Erfahrungen werden reflektiert Interpretation des Spielergebnisses

Ist das Ergebnis realistisch?

Konsequenzen aufgrund des Spielergebnisses Vorzüge, Schwächen des Planspiels

Reichte die Vorbereitung?

Reichten die Vorkenntnisse?

Konnte man etwas lernen?

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PLANSPIEL

ZIELSETZUNG / METHODIK

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ZIELSETZUNG UND

METHODIK

Planspiel

Schach als strategisches Brettspiel gilt als Urform des Planspiels

Zwei wesentliche Eigenschaften werden dabei

deutlich: Erfahrungswissen am Modell und Spiel

"Trockenes" Wissen + Spaß am Spielen = Planspiel

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ZIELSETZUNG UND

METHODIK

• „Plan“ = Das modellhafte im Prozess und Wiedergabe

der Regeln in der Durchführung

Simulation häufig eines kostspieligen oder komplexen

Problems aus der Realität

• Der Ausgang des Spiels → nach bestimmten Ziel und Zweck ausgerichtet.

• „Spiel“ = Die spielerische Umsetzung und Verknüpfung von Wissen mit Spaß

• → Kommunikation, Kooperation und Teamwork, aber auch Wettbewerb im gegeneinander(intrinsische

Motivation).

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ZIELSETZUNG UND

METHODIK

Planspiel -> komplex konstruiertes Simulations-, Rollen- und

Entscheidungsspiel mit eindeutigen Interessengegensätzen und einem Entscheidungszwang

Kognitive und affektive Lernziele

Das Planspiel eignet sich gut in Fächern wie Politik, Geschichte oder Wirtschaft

Das Szenario kann real oder fiktiv sein

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ZIELSETZUNG UND

METHODIK

Dabei treten die SuS aus der Rolle des passiven

Bürgers/Käufers in die aktive Rolle des Akteurs

Politiker/Unternehmer

Sie müssen auf Grundlage ihrer spezifischen Rolle

Entscheidungen treffen

Wichtiges Prinzip didaktische Reduktion: Vereinfachung

des Spielverlaufs

• → Nachbildung von Entscheidungsprozessen und Symbolisierung von Situationen

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ZIELSETZUNG UND

METHODIK

Es gibt verschiedene Umsetzungsvarianten,

die an unterschiedliche Kriterien gebunden sind

Grad des individuellen Entscheidungsbereichs:

In sog. "freien Spielen" ist der Entscheidungsbereich

nicht fest vorstrukturiert

Art der Entscheidungsabhängigkeit:

Ergebnisse eindeutig von Spielern abhängig;

Einfluss anderer Spielgruppen:

In "interaktiven Spielen" werden Entscheidung/

Spielverlauf von anderen Spielgruppen mitbestimmt:
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ZIELSETZUNG UND

METHODIK

Offenheit des Planspiels:

In offenen Spielen ist es den Spielern erlaubt,

unmittelbar mit den anderen Spielgruppen

Kontakt aufzunehmen

Komplexität des Spielverlaufes:

Einfache Spiele haben einen simplen Spielaufbau.

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ZIELSETZUNG UND

METHODIK

Ziele

Von den SuS werden verlangt:

Handlungsentscheidungen und die Reflexionen ihrer Auswirkungen

• Schwer erfassbare Prozesse → für die SuS

transparent(er) gemacht

Transfer zwischen dem realen Leben und wirtschaftlichen Geschehen

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ZIELSETZUNG UND

METHODIK

Mehrere Ebenen im Lernprozess:

hohe Motivation der SuS

besserer Zugang zu komplexen und abstrakten Themen

Fördert Schlüsselkompetenzen, Umgang mit Konfliktlösungsstrategien und bietet die Fähigkeit zum Perspektivenwechsel

Förderung von Arbeitstechniken und Methodenkompetenz

Planspiel ist erfahrungs- und prozessorientiert = Zugewinn an Lernerfahrungen

Neue Lernerfahrungen im Alltag abrufbar (Bsp. Verhandlungen mit

Eltern)

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ZIELSETZUNG UND

METHODIK

Den SuS wird schnell klar, dass Weg zu Kompromissen in der Realität viel komplexer

Einordnung in Gewinner und Verlierer in komplizierten

Entscheidungsstrukturen und Interessen nicht gerecht.

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ZIELSETZUNG UND

METHODIK

Klippert, Heinz: Planspiele:

„Es lässt sich bilanzieren, dass die "Integration von fachlichem, methodischem, sozialem, kommunikativem und affektivem Lernen

Planspiele zu einem geradezu idealen Instrument moderner

Bildungsarbeit (macht). Denn gefordert werden heute von Seiten der Wirtschaft immer stärker offene, handlungsorientierte Lehr- /Lernverfahren, die Fach-, Methoden-, Sozial- und

Kommunikationskompetenz möglichst gleichzeitig und

gleichrangig fördern.„

Spielvorlagen zum sozialen, politischen und methodischem

Lernen in Gruppen, Weinheim 1996, S. 7.

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PLANSPIEL

ROLLENDESIGN / MATERIAL

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ROLLENDESIGN /

SPIELMATERIALIEN

fiktive Ausgangslage, das sog. Szenario

von der passiven Rolle eines Bürgers in die aktive Rolle eines gestaltenden Akteurs

z.B. Abgeordneter, Minister oder Vertreter…

Zentrales Element:

funktionsverändernde Rollenwechsel und

Perspektivenwechsel

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ROLLENDESIGN /

SPIELMATERIALIEN

Rollenprofil beschreibt eine Vielzahl von Sachinformationen

und Aspekten

Parolen, Vorurteile, Klischees und Stereotypen

Aussagen der Rollenprofile basieren auf realen Fakten

Unterschiedlichkeit bzgl. der Ansichten und Funktionen der Rollenprofile

gute Profilbeschreibung erhöht Effizienz der Spielhandlung

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ROLLENDESIGN/

SPIELMATERIALIEN

individuelle Rollenprofile und Hintergrundinformationen

Spielleitung kann zusätzliche Hintergrundinformationen in die Simulation einspielen

Anzahl der Rollen ist abhängig von der jeweiligen Anlage des Planspiels, dem Zeitrahmen und der Räumlichkeiten vor Ort

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ROLLENDESIGN/

SPIELMATERIALIEN

Variationen bzgl. der Anzahl der Teilnehmer

Je nach gewählten Politik- oder Wirtschaftsfeld werden Rollen zugewiesen

Freizügigkeit bzgl. der Planung

unterschiedlicher Grad an Rollenempathie, anhängig von der simulierten Rolle

Verhandlungsspielräume

Keine vorhersehbaren Kommunikationsprozesse- bzw. Situationen

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PLANSPIEL

RAHMEN-

BEDINGUNGEN

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5.

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RAHMENBEDINGUNGEN

5.1

Zeitlicher Rahmen

5.2

Spielleitung

5.3

Computer und Internet

5.4

Mehrwert und Grenzen

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5.1 ZEITLICHER

RAHMEN

Es sollte ausreichend und flexibel Zeit zu Verfügung

stehen

• Kann mehrere Tage dauern „Parlamentarische

Demokratie spielerisch erfahren“

• Mittelweg das Planspiel „Der Landtag sind wir“

Planspielmethode im schulischen Einsatz

Kurzplanspielentwicklung

• Um Lernziele zu erreichen → Fächerübergreifenden

Unterricht, Projekttage oder Projektwoche

Einzelne Abschnitte straffen oder erweitern

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5.2 SPIELLEITUNG

Voraussetzungen – Die Spielleitung sollte…

…ausreichend Erfahrung in der Moderation.

…ausreichend Erfahrung der Planspielmethodik verfügen.

…ermöglichen, dass im Kontext der Simulation wirklichkeitsnahe Handlungen und intensive Diskussionen

erfolgen können.

…gewährleisten, dass sich alle mit ihren Fähigkeiten, Kenntnissen u. Einstellungen einbringen können.

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5.2 SPIELLEITUNG

Voraussetzungen – Die Spielleitung sollte…

…je nach Situation dynamische Personen

einbremsen und Konfliktsituationen meistern.

…hohe Sensibilität für den Gruppenprozess

aufweisen und sich aktiv auf die Teilnehmer

einlassen.

…im Thema inhaltlich versiert sein.

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5.2 SPIELLEITUNG

Aufgaben – Die Spielleitung hat die Aufgabe…

…die Spieler in die Rollen u. Verlauf des Planspieles

einzuführen.

…die Räumlichkeiten vorzubereiten.

…die Simulation durchzuführen.

…die Kommunikation zwischen den Gruppen zu gewährleisten.

…die Teilnehmer mit entsprechenden Materialien zu versorgen.

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5.2 SPIELLEITUNG

Aufgaben – Die Spielleitung hat die Aufgabe…

…den Gruppen beratend zur Seite zu stehen.

…das Planspiel notfalls bei Störungen zu unterbrechen.

…durch evtl. erfundene Meldungen,

Spielanweisungen o. Pausen den Verlauf zu steuern.

…auf vereinbarte Redenzeiten zu achten.

…die einzelnen Spielschritte zu dokumentieren und die Auswertung zu moderieren.

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5.2 SPIELLEITUNG

Schwierigkeiten

Balance zwischen der Dynamik in den einzelnen

Gruppenphasen u. dem gesamten Zeitplan zu

bewahren.

Situative Entscheidungen zwischen Einhaltung des

Zeitplans und der möglichen Intensivierung der

Gruppenarbeit zu treffen.

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5.3 COMPUTER UND

INTERNET

Nutzenwert von Computer und Internet im Planspiel

Selbstbestimmtes und entdeckendes Lernen

Effektive Informationsbeschaffung

Leistet wichtigen Beitrag beim Aufbau von Medienkompetenzen

Ergänzende Informationen können ohne großen Aufwand

integriert werden

Kaum multimediale Planspiele für den politischen

Unterricht

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5.4 MEHRWERT UND

GRENZEN

Was können Planspiele leisten

Vermittlung von komplexen politischen Prozessen und können nachvollzogen werden.

Gefühl für schwierige Entscheidungsprozesse

innerhalb des Politikfelds.

Verständnis für politische Handlungen.

Schlüsselerfahrungen wie Abstimmungsprozedere,

Verhandlungsbereitschaft, Kompromissfindung sowie Konfliktbewältigung können gemacht werden.

In kurzer Zeit mit einem politisches Thema umgehen lernen u. sich mit politischen Prozessen beschäftigen.

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5.4 MEHRWERT UND

GRENZEN

Durch die Rollenübernahme in Planspielen

werden folgende soziale Lernziele in einem hohen Maß erreicht:

Bereitschaft zum Perspektivenwechseln

Bewahrung vor zu schneller Parteinahmen

Fähigkeit zum rationalen Urteil und Handeln

Kognitive und prozedurale Kompetenzen werden durch die Vermittlung von Kenntnissen über Einflusschancen u. Beteiligungsmöglichkeiten am politischen Entscheidungsprozess geschult.

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5.4 MEHRWERT UND

GRENZEN

Über folgende Grenzen sollte man sich

bewusst sein:

Es kann oft nur ein verzerrtes Bild der Realität dargestellt werden.

Planspiel kann das Original nicht ersetzen.

Simulationen zeigen oft nur idealisierte

Situationen, da das Original immer

unübersichtlicher und komplizierter ist.

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PLANSPIEL

PRAXIS

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PLANSPIEL:

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PLANSPIEL:

Arbeitsanweisung:

1)

Spielregeln durchlesen

2)

Ausgangslage & Rollenbeschreibung

lesen

3)

Mit dem Spiel beginnen

lesen 3) Mit dem Spiel beginnen 06.06.2012 Fachdidaktik 2 - Dr. Otto - SoSe 2012 -
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PLANSPIEL

VIELEN DANK FÜR EURE AUFMERKSAMKEIT

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QUELLEN

Meyer, H. (1987): Unterrichtsmethoden. Bd. II: Praxisband. Berlin: Cornelsen

Bundeszentrale für politische Bildung: Methoden für den Unterricht Planspiele. http://www.bpb.de/lernen/unterrichten/planspiele/ letzter Zugriff:

13.06.2012.

Jugend-Arbeitswelt: Jugend ohne Beruf Planspiel. http://www.jugend-

letzter Zugriff: 13.06.2012.

Meyer, H. (1989): Unterrichtsmethoden . Bd. 2: Praxisband. 2. Auflage. Frankfurt am Main: Cornelsen. Weitz, B. (1998): Handlungsorientierte Methoden und ihre Umsetzung. Bad Homburg: Verlag Dr. Max Gehlen.

Methodenpool Uni-Köln. http://methodenpool.uni-

Landesinstitut für Schulentwicklung: E-Learning-Portal. http://www.e-learning-

learning/planspielsimulation.html letzter Zugriff: 13.06.2012.

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