Medienkompetenz: Medienkompetenz ist ein bedeutender Faktor im Bereich der Medienpädagogik und eine individuelle und gesellschaftliche Handlungsfähigkeit

der Menschen, welche mit de r gezielten Aneignung und Nutzung der Medien verbunden ist. Gleichzeitig bedeute t Medienkompetenz sich aktiv an dem Prozess der Medienentwicklung zu beteiligen und so zu erkennen, dass Medien „gemacht sind“. Nach Bernd Schorb beinhaltet sie Med ienwissen, Medienbewertung und Medienhandeln. Das Medienwissen untergliedert sic h in Funktions-, Struktur- und Orientierungswissen. Neben der technischen Kompet enz im Umgang mit dem Medium, gehört das Wissen über Inhalt und ästhetische Gestaltung zum Funktionswissen. Unter Strukturwissen ist das Wissen um Struktur und Zweckb estimmung medialer Netze zu verstehen. Abschließend dient das Orientierungswissen dazu, die medialen Angebote unter ethischen, historischen und politischen Gesich tspunkten zu betrachten. Das Ziel dieses Wissens ist es, die Fähigkeit zu erlangen , sich in Mediennetzen/-sytemen zu bewegen und sowohl die Technik, als auch die Medieninhalte miteinander in Beziehung zu setzen. Die Dimension der Medienbewert ung sieht es als notwendig, einen ethischen Standpunkt in die kritische Reflexiv ität zu integrieren, da die Medieninhalte teilweise unüberschaubar und unkontrollier t auf den Rezipienten einwirken. Das Individuum soll befähigt werden, die Medien z u durchschauen und kritisch zu reflektieren um sich vor eventuellen Gefahren (z. B. Konfrontation mit illegalen, sexistischen oder rassistischen Inhalten im Inte rnet) zu schützen. Das Medienhandeln soll dem Individuum die Möglichkeit geben, selb st als Medienproduzent aktiv zu werden. Der Rezipient soll sich Medien bewusst a uf Grundlage der kritisch-reflexiv Medienbewertung aneignen und diese nutzen. Di e Medien sollen als ein Instrument der menschlichen Kommunikation verstanden und genutzt werden. Medienaneignung: Unter Medienaneignung versteht sich der Prozess der Nutzung, Wahrnehmung, Bewert ung und Verarbeitung von Medien aus der Sicht der Subjekte unter Einbeziehung ih rer Lebenskontexte. Weiterhin wird die Medienaneignung als Teil integraler Medie npädagogik bezeichnete, deren Ziel darin besteht, eine Grundlage für pädagogisches Han deln zu entwickeln. Ziele der Medienaneignung sind die Erweiterung der Wahrnehmu ngs- und Reflexionsfähigkeit, die Zunahme der Handlungsfähigkeit, in Bezug auf techn isches Handlungswissen, die Fähigkeit bewusst zu kommunizieren, die Stärkung der Ver haltenssicherheit in unterschiedlichen sozialen Situationen und die Befähigung, di e eigenen Interessen selbstkritisch zu erkennen und kreativ umzusetzen. Handelndes Lernen: Der Begriff „handelndes Lernen“ ist in der aktiven Medienarbeit ein zentraler Begrif f und wurde erstmals von Dewley mit „learning by doing“ theoretisch erfasst und mein t die Aneignung der Wirklichkeit in tätiger Auseinandersetzung mit dieser. Der Gru ndgedanke dieser Methode ist der Erwerb von theoretischem und praktischem Wissen im Prozess der tätigen Aneignung eines Gegenstandsbereichs. Charakteristisch für da s Handelnde Lernen ist die Herausbildung der Persönlichkeitseigenschaften „Selbstbew usstsein, Selbstbestimmung und Selbständigkeit durch eine aktive Arbeit mit Medien im Kollektiv. Durch die Einteilung in Kopf- und Handarbeit soll ein besseres Ve rständnis im Umgang mit den Medien herausgebildet werden.

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