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Praktikumsversuch 3

Praktikumsversuch 3 Kunststoffsortierung mit Nahinfrarottechnik (NIR) Manuel Suttner Michael Sysoev Matthias Weiß

Kunststoffsortierung mit Nahinfrarottechnik (NIR)

Manuel Suttner

Michael Sysoev

Matthias Weiß

Inhaltsverzeichnis

1.Versuchsbeschreibung

1

1.1.Beschreibung der Laboranlage

1

1.2.Versuchsdurchführung

1

1.2.1.Versuch zur Untersuchung des Farbeinflusses

2

1.2.2.Versuch zur Untersuchung der Art der Aufgabe

2

1.2.3.Versuch zur Untersuchung des Einflusses der Korngröße

2

1.2.4.Versuch zur Untersuchung auf Materialart

3

2.Ergebnisse

3

2.1.Einfluss der Färbung des Materials

3

2.2.Einfluss von Art der Aufgabe

5

2.3.Einfluss der Korngröße

6

2.4.Einfluss des Materials

7

3.Diskussion der Ergebnisse

8

Kunststoffsortierung mit Nahinfrarottechnick (NIR) Manuel Löffler, Michael Sysoev, Matthias Weiß

Kunststoffsortierung mit Nahinfrarottechnick (NIR) Manuel Löffler, Michael Sysoev, Matthias Weiß

1. Versuchsbeschreibung

1.1. Beschreibung der Laboranlage

Die Laboranlage besteht aus einem Förderband worüber eine Halogen-Reflektorlampe angebracht ist. Diese ist in zwei Reihen angeordnet und bestrahlt die Kunststoffteile mit IR-Strahlung vor und nach der Detektoreinheit für Polystyrol (PS). Da die Absorption materialspezifisch ist kann der Sen- sor durch Polystyrol eindeutig erkennen. Die TiTech-Anlage arbeitet mit einem Indium-Gallium-Ar- senid-Sensor, der bis zu 160.000 Messungen pro Sekunde bei einer Auflösung von annähernd 5 nm erlaubt. Die Absorption wird bei drei spezifischen Wellenlängen ermittelt.

Abbildung 1.1 Zeigt, wie die erkannten Teile werden über Druckluftdüsen aus dem Massenstrom geblasen werden

über Druckluftdüsen aus dem Massenstrom geblasen werden Abbildung 1.1: Schema der Versuchsanlage 1.2.

Abbildung 1.1: Schema der Versuchsanlage

1.2. Versuchsdurchführung

Es werden vier verschiedene Einflussparameter untersucht:

Art der Aufgabe des Materials

Färbung

Korngröße

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Kunststoffsortierung mit Nahinfrarottechnick (NIR) Manuel Löffler, Michael Sysoev, Matthias Weiß

Kunststoffsortierung mit Nahinfrarottechnick (NIR) Manuel Löffler, Michael Sysoev, Matthias Weiß

Materialart

Hierzu wurden vier Materialfraktionen untersucht, die auf die Problematik hin zusammengestellt wurde.

Für alle Versuche wurden folgende Parameter konstant gehalten:

Parameter

Wert

Luftdruck in bar

3

Förderbandgeschwindigkeit in cm/s

66

Abstand Scanlinie – Düsenleiste in cm

65

Düsenposition (transversale Abweichung in cm)

8 (3,0)

Horizontale Position der Trennblechkante

60

Vertiale Position der Trennblechkante

50

1.2.1. Versuch zur Untersuchung des Farbeinflusses

Zur Untersuchung des Farbeinflusses wurde eine Mischung willkürlich auf des Förderband aufge- geben. Diese bestand aus 5 verschiedenen PS-Fraktionen:

unbedruckte weiße Objekte

bedruckte weiße Objekte

dunkel gefärbte Objekte

unbedruckte transparente Objekte

bedruckte transparente Objekte

Die Ergebnisse sind in Kapitel 2.1. dargestellt.

1.2.2. Versuch zur Untersuchung der Art der Aufgabe

Zur Untersuchung ob die Art der Aufgabe ein entscheidenden Faktor darstellt, wurden 15 PS-Be- cher jeweils zweimal stehend und zweimal liegen auf das Förderband gegeben. Kapitel 2.2. zeigt die Ergebnisse dieses Versuchs.

1.2.3. Versuch zur Untersuchung des Einflusses der Korngröße

Um den Einfluss der Korngröße zu bestimmen, wurden 2 Fraktionen mit verschiedenen Korngrö- ßen auf das Förderband gelegt:

30 – 45 mm

2

Kunststoffsortierung mit Nahinfrarottechnick (NIR) Manuel Löffler, Michael Sysoev, Matthias Weiß

Kunststoffsortierung mit Nahinfrarottechnick (NIR) Manuel Löffler, Michael Sysoev, Matthias Weiß

45 – 63 mm

Die Ergebnisse dieses Versuchs sind in Abschnitt 2.3. dargestellt.

1.2.4. Versuch zur Untersuchung auf Materialart

Beim letzten durchgeführten Versuch wurde eine Mischung aus unzerkleinerten PS-, Polypropylen- und Polyethylenobjekten aufgegeben. Die Ergebnisse sind in Abschnitt 2.4. dargestellt.

2. Ergebnisse

2.1. Einfluss der Färbung des Materials

Fraktion

Versuch

Objekte in PS-Fraktion

Objekte in Restfraktion

Anzahl

Anteil [%]

Anzahl

Anteil [%]

unbedruckte weiße Objekte

1

9

100

-

0

2

9

100

-

0

bedruckte weiße Ob- jekte

1

16

100

-

0

2

16

100

-

0

dunkel gefärbte Ob- jekte

1

-

0

5

100

2

-

0

5

100

unbedruckte trans- parente Objekte

1

2

22,2

7

77,8

2

5

55,6

4

44,4

Bedruckte transpa- rente Objekte

1

5

100

-

0

2

4

80

1

20

Tabelle 2.1: Anzahl und Anteil in PS- und Restfraktion für unterschiedliche Fraktionen

3

Kunststoffsortierung mit Nahinfrarottechnick (NIR) Manuel Löffler, Michael Sysoev, Matthias Weiß

Kunststoffsortierung mit Nahinfrarottechnick (NIR) Manuel Löffler, Michael Sysoev, Matthias Weiß
Versuch 1 100 100 100 100 100 90 77,8 80 70 60 Anteil PS-Fraktiom 50
Versuch 1
100
100
100
100
100
90
77,8
80
70
60
Anteil PS-Fraktiom
50
Anteil Restfraktion
40
30
22,2
20
10
0
0
0
0
0
unbedruckte weiße
bedruckte weiße
dunkel gefärbte
unbedruckte
bedruckte transparente
Objekte
Objekte
Objekte
transparente Objekte
Objekte
Abbildung 2.1: Anteile an PS- und Restfraktion von Versuch 1 Versuch 2 100 100 100
Abbildung 2.1: Anteile an PS- und Restfraktion von Versuch 1
Versuch 2
100
100
100
100
90
80
80
70
55,6
60
Spalte E
50
44,4
Spalte F
40
30
20
20
10
0
0
0
0
unbedruckte weiße
bedruckte weiße Objekte
dunkel gefärbte Objekte
unbedruckte
bedruckte transparente
Objekte
transparente Objekte
Objekte

Abbildung 2.2: Anteile an PS- und Restfraktion von Versuch 2

Wie Abbildung 2.1 und Abbildung 2.2 zeigen hat die Farbe einen großen Einfluss. Während die weißen Objekte (sowohl bedruckt als auch unbedruckt) komplett in PS-Fraktion geblasen werden, bleiben die dunklen Objekte vollkommen unerkannt. Bei den transparenten Objekten wird durch die Bedruckung die Erkennung des Materials erhöht. Die unbedruckten transparenten Objekte ha- ben zudem eine hohe Abweichung bei beiden Versuchen. Während in Versuch 1 der Großteil (77,8 %) in die Restfraktion fällt, wird in Versuch 2 eine größerer Anteil erkannt (22,2 zu 55,6 %)

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Kunststoffsortierung mit Nahinfrarottechnick (NIR) Manuel Löffler, Michael Sysoev, Matthias Weiß

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2.2. Einfluss von Art der Aufgabe

Versuch

Anzahl der Becher in PS-Fraktion

Anzahl der Becher in Restfraktion

Anteil Becher in PS-Fraktion an Gesamtanzahl [%]

Stehend 1

15

-

100

Stehend 2

15

-

100

Liegend 1

6

9

40

Liegend 2

10

5

66,67

Tabelle 2.2: Anzahl und Anteil PS-Fraktion bei unterschiedlicher Aufgabe

16 15 15 14 12 10 10 9 Becher in PS-Fraktion Becher in Restfraktion 8
16
15
15
14
12
10
10
9
Becher in PS-Fraktion
Becher in Restfraktion
8
6
6
5
4
2
0
0
0
Stehend 1
Stehend 2
Liegend 1
Liegend 2
Abbildung 2.3: Anzahl in PS- und Restfraktion

Auch in diesem Versuch lässt sich ein Trend erkennen. Bei stehender Aufgabe ist die Erkennung der PS-Teile zu 100 % gewährleistet (siehe Abb. 2.3 und 2.4). Daraus ist ersichtlich , dass die Er- kennung gewährleistet ist. Warum bei der liegenden Aufgabe die Erkennung nur bei 40 bzw. 66,67 % wird in Kapitel 3. erläutert.

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Kunststoffsortierung mit Nahinfrarottechnick (NIR) Manuel Löffler, Michael Sysoev, Matthias Weiß

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Anteil Becher in PS-Fraktion an Gesamtanteil 120 100 100 100 80 66,67 60 40 40
Anteil Becher in PS-Fraktion an Gesamtanteil
120
100
100
100
80
66,67
60
40
40
20
0
Stehend 1
Stehend 2
Liegend 1
Liegend 2
Abbildung 2.4: Anteil Becher in PS-Fraktion an Gesamtanteil

2.3. Einfluss der Korngröße

Fraktion

 

PS-Fraktion

 

Restfraktion

Gesamtan-

Fremdteile

Reinheit

Gesamtan-

Fremdteile

Reinheit

zahl

[%]

zahl

[%]

30

- 45 mm

14

 

1 92,86

32

4

87,5

45

– 63 mm

9

 

1 88,89

34

4

88,24

Tabelle 2.3: Gesamtzahl und Fremdteile und Reinheiten der Fraktionen bei unterschiedli- chen Korngrößen Reinheiten der
Tabelle 2.3: Gesamtzahl und Fremdteile und Reinheiten der Fraktionen bei unterschiedli-
chen Korngrößen
Reinheiten der Fraktionen
100
92,86
88,89
87,5
88,24
90
80
70
60
PS-Fraktion
Restfraktion
50
40
30
20
10
0
30 – 45 mm
45 – 63 mm

Abbildung 2.5: Reinheiten der Fraktionen bei unterschiedlichen Korngrößen

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Der Einfluss der Korngrößen ist ist bei diesem Versuch nicht zu erkennen. Wie Abbildung 2.5 zeigt sind die Reinheiten der Fraktionen vergleichbar.

2.4. Einfluss des Materials

 

PS-Fraktion

 

Restfraktion

Gesamtanzahl

Fremdteile

Reinheit

Gesamtanzahl

Fremdteile

Reinheit

[%]

[%]

24

-

100

32

2

93,75

26

-

100

30

-

100

Reinheiten der Fraktionen 120 100 100 100 100 93,75 80 PS-Fraktion Restfraktion 60 40 20
Reinheiten der Fraktionen
120
100
100
100
100
93,75
80
PS-Fraktion
Restfraktion
60
40
20
0
Versuch 1
Versuch 2
Abbildung 2.6: Reinheit der Fraktionen

Wie Abbildung 2.6 zeigt ist die Unterscheidung von PS-Objekten zu anderen Kuststoffen sehr gut. Während in Versuch 1 zwei PS-Teile in die Restfraktion gelangt sind, wurde in Versuch 2 in beiden Fraktionen eine Reinheit von 100 % erreicht.

Im folgenden Abschnitt werden die Ergebnisse nun interprtiert und die Grenzen Anwendbarkeit der NIR-Technik dargestellt.

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3. Diskussion der Ergebnisse

Wie Kapitel 2. zeigt hat die NIR-Technik gewisse Grenzen in der Anwendbarkeit. Es lässt sich er- kennen dass vor allem die Farbe und die Art der Aufgabe einen großen Einfluss auf die Reinheiten der Fraktionen hat.

Abschnitt 2.1. stellt den Einfluss der Farbe dar. Grund dafür, dass dunkle Teile überhaupt nicht er- kannt werden ist die Tatsache, dass dies Materialen einen zu hohen Teile der Strahlung absobie- ren und zu wenig Strahlung reflektiert wird. Somit kann der Detektor nicht die spezifische Absorpti- on von PS erkennen und lässt es unerkannt in die Restfraktion.

Einen ähnlichen Effekt hat die Transparenz von den PS-Objekten. Hier wird zu hier wird zu viel Strahlung bis auf das Förderband durchgelassen und die Absorption des Förderbandes wird ge- messen. Es ist aber zu erkennen, dass dieser Effekt nicht so eindeutig ist wie bei dunklen Objek- ten. Außerdem lässt sich erkennen, dass durch die Bedruckung die Absorption besser gewährleis- tet ist und die Erkennung nach oben geht.

In Abschnitt 2.2. wird deutlich dass auch in der Aufgabeart ein entscheidender Faktor für die An- wendbarkeit dieser Technik liegt. Wie oben beschrieben ist die Erkennung bei stehender Aufgabe gewährleistet. Es müsste also auch bei liegender Aufgabe eine Erkennung zu 100 % zu erwarten sein. Dies ist nicht der Fall weil sich durch die liegende Aufgabe der Ort des Objekts verändern kann und somit die falschen Luftdruckdüsen angesteuert werden.

Bei der Untersuchung der Korngrößen wurde kein Trend festgestellt. Ist jedoch der Größe des Ob- jekts kleiner als der Düsenabstand können diese die Teile nicht mehr entfernen, falls die Positionie- rung des Teils zwischen zwei Düsen liegen würde. Da der Düsenabstand in der Versuchsanlage bei 3 cm liegt, wäre zu erwarten gewesen, dass die Reinheit bei der größeren Korngrößenvertei- lung höher ist. Dies ist jedoch nicht der Fall.

Bei der Materialerkennung ist die Methode als sehr gut einzustufen. Die Erkennung in Versuch 2 war mit 100 % perfekt und in Versuch 1 wurden nur 2 Teile nicht erkannt.

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