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Die Krise der Natur – warum die Tiere sterben und die Menschen krank werden

Die Krise der Natur – warum die Tiere sterben und die Menschen krank werden

VonAuch das noch? – der freundliche Krisenpodcast


Die Krise der Natur – warum die Tiere sterben und die Menschen krank werden

VonAuch das noch? – der freundliche Krisenpodcast

Bewertungen:
Länge:
59 Minuten
Freigegeben:
30. Nov. 2022
Format:
Podcastfolge

Beschreibung

Abertausende Arten gehen jährlich verloren, viele davon bevor Forscher*innen sie beschreiben konnten. Gleichzeitig schrumpft die verbleibende Wildnis auf der Erde. Je näher die Menschen wilden Tieren auf den Leib rücken, desto wahrscheinlicher springen Erreger aus dem Tierreich über. Diese neuen Infektionskrankheiten ("Zoonosen") bergen das Potenzial für Pandemien, wie Corona gezeigt hat. Der Biodiversitätsexperte Matthias Glaubrecht hat eine Geschichte solcher Seuchen und des Naturverlusts gezeichnet.

In jeder Folge des Podcasts "Auch das noch?" sprechen ZEIT-Politikredakteurin Petra Pinzler und Wissenschaftsredakteur Stefan Schmitt über eine Krise der Gegenwart: Es geht um die Klimakrise, das Artensterben, die Energiekrise und Kriege. Jedes Mal hilft eine Expertin oder ein Experte dabei zu verstehen, wie alles zusammenhängt. Nicht

Per Mail erreichen Sie das Team unter krisen@zeit.de.

Links mit Hintergründen zur Folge:

Das neue Buch von Matthias Glaubrecht trägt den Titel "Die Rache des Pangolins – Wild gewordene Pandemien und der Schutz der Artenvielfalt" (Ullstein 2022, 640 S., 30€). Glaubrecht forscht an der Universität Hamburg und am Leibniz Institut für zur Analyse des Biodiversitätswandels (https://www.leibniz-gemeinschaft.de/institute/leibniz-institute-alle-listen/leibniz-institut-zur-analyse-des-biodiversitaetswandels)

Weniger bekannt als der Weltklimarat aber ähnlich aufgebaut und mit einem vergleichbar umfassenden Ansatz arbeitet die Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES). Ihr Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand zu Fragen der natürlichen Vielfalt, ihres Nutzens und ihrer Bedrohung zusammenzustellen – etwa im „Global Assessment Report on Biodiversity and Ecosystem Services“ aus dem Jahr 2019 (https://ipbes.net/global-assessment) und in diesem gemeinschaftlichen Werk mit dem Weltklimarat: „Biodiversity and Climate Change“ (2021) https://ipbes.net/sites/default/files/2021-06/20210609_workshop_report_embargo_3pm_CEST_10_june_0.pdf (PDF)

In der ZEIT-Ökologieserie aus dem Jahr 2019 stellte Fritz Habekuß die Frage, „Wie geht’s den Arten“ (DIE ZEIT 03/2019) und beschreibt das Dilemma, dass mitten im sechsten Massensterben die Menschen die funktionelle Bedeutung einer Art zumeist erst erkennen, wenn diese fehlt, weil sie verschwunden ist: https://www.zeit.de/2019/03/artensterben-oekosystem-umwelt-schutz-zerstoerung



Zu Beginn der Corona-Pandemie, Anfang 2020, sprach der amerikanische Althistoriker Kyle Harper im ZEIT-Interview über den Untergang des Römischen Reichs und die Rolle, die dabei Seuchen und Klimaschwankungen gespielt haben: „Es war die erste Pandemie“ (DIE ZEIT 13/2020) https://www.zeit.de/2020/13/historische-pandemien-roemisches-reich-coronavirus

Das sechste Massensterben auf den Menschen bezogen haben Bernd Ulrich und Fritz Habekuß in der ZEIT 48/2021: „Keine Art kann allein existieren, auch nicht der Mensch. Mit jeder ausgerotteten Spezies gefährdet er sein eigenes Überleben.“ https://www.zeit.de/2021/48/biodiversitaet-aussterben-arten-ueberleben-abschottung

Welcher (geringe) Anteil der Landesfläche in der Bundesrepublik derzeit unter Schutz steht, geht aus der Statistik des Bundesumweltamtes hervor: https://www.umweltbundesamt.de/bd-r-2-das-indikator#bd-r-2-gebietsschutz

Zur Vision eines Europas, das 30 Prozent seiner Fläche der Natur zurückgibt, sei verwiesen auf diese beiden Beispiele: Grünes Band Deutschland (https://www.bund.net/gruenes-band/) und dieses Symposium an der Universität Wageningen von Ende Oktober 2022 aus Anlass der europaweit ersten Professur für Rückverwilderungs-Ökologie, „Rewilderung Europe“: https://rewildingeurope.com/news/rewilding-symposium-sees-europes-first-rewilding-chair-inaugurated/

Von den vielen empfehlenswerten Büchern über Charles Darwin und sein Schaffen sei einer der ungewöhnlicheren Titel hervorgehoben, die Graphic Novel „Charles Darwin und die Reise auf der HMS Beagle“ (Knesebeck 2019, 176 S., 28€)
Freigegeben:
30. Nov. 2022
Format:
Podcastfolge

Titel in dieser Serie (8)

In jeder Folge dieses Podcasts sprechen ZEIT-Politikredakteurin Petra Pinzler und Wissenschaftsredakteur Stefan Schmitt über eine Krise der Gegenwart: Es geht um die Klimakrise, das Artensterben, die Energiekrise und die Kriege. Jedes Mal hilft eine Expertin oder ein Experte dabei zu verstehen, wie alles zusammenhängt. Nicht um zu verzweifeln, sondern weil Verstehen ja der erste Schritt zur Lösung ist. Und um Lösungen geht es natürlich auch.