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Einige Eigenschaften einiger Beziehungstypen im

Vergleich

3. Konkurrenz nur zwischen Organismen mit gleichen


Bedürfnissen
Mutualismus nur zwischen Organismen mit
unterschiedlichen Leistungen

2. Mutualismus: Lebenszyklen einfach


Parasitismus: Lebenszyklen kompliziert
3. Mutualismus: Sexualität tritt mit Engerwerden des
Mutualismus zurück
Parasitismus: Sexualität nimmt mit Engerwerden
(Obligatorischwerden) zu
4. Mutualismus: Fortbewegungsfähigkeit nimmt mit
Engerwerden der Verbindung der Partner ab
Parasitismus: Fortbewegungsfähigkeit nimmt mit
Engerwerden (Obligatorischwerden) der Beziehung zum „Wirt“
zu
1. Konkurrenz nur zwischen Organismen mit gleichen
Bedürfnissen
Mutualismus nur zwischen Organismen mit
unterschiedlichen Leistungen

Mutualismus nur zwischen Organismen mit unterschiedlichen


Leistungen – sonst keine Ergänzung möglich

Meist auch sehr unterschiedliche Bedürfnisse


Beispiel Leguminosen – Bakterien

Mutalismen vor allem zwischen Auto- und Heterotrophen


Algen – Tiere, Bakterien – Leguminosen,
Mykorrhizapilze – Pflanzen, Pilz-Alge Flechte
2. Mutualismus: Lebenszyklen einfach
Parasitismus: Lebenszyklen kompliziert

Vgl. z. B. Brand- und Rostpilze mit Flechten


Brand- und Rostpilze: mehrere Wirte, mehrere
morphologisch-physiologisch sehr unterschiedliche
Stadien
Flechten: vegetative Vermehrung, gelegentlich
sexuelle

Je enger Mutualismus, desto einfacher Lebenszyklus


(vor allem für den Partner, der nur Organ)
Parasitismus umgekehrt
3. Mutualismus: Sexualität tritt mit Engerwerden des
Mutualismus zurück
Parasitismus: Sexualität nimmt mit Engerwerden
(Obligatorischwerden) zu

Mutualismus: Sexualität tritt mit Engerwerden zurück:


Vgl. z. B. Algen in Flechten mit freilebenden Verwandten

Parasitismus: Sexualität nimmt mit Engerwerden


(Obligatorischwerden) zu
4. Mutualismus: Fortbewegungsfähigkeit nimmt mit
Engerwerden
der Verbindung der Partner ab
Parasitismus: Fortbewegungsfähigkeit nimmt mit
Engerwerden
(Obligatorischwerden?) der Beziehung zum „Wirt“ zu

Bei Mutualismus wichtig: Zusammenbleiben


Blattschneiderameisen-Königin nimmt Pilz mit,
entwickelte Flechtenpilze nehmen Algen mit

Parasitismus: Fortbewegungsfähigkeit nimmt zu wegen


Notwendigkeit, neuen Wirt zu finden auffällige Ausbreitungs-
= Vermehrungsphasen
Parasiten vernichten tendenziell Partner können nicht dauernd
bei ihm bleiben

Bei Mutualisten keine Massenvermehrung, stabile Populationen


Extrem: intrazelluläre Mutualismen (Synchronisation),
5. Mutualismus: ökologisches Spektrum erweitert
Parasitismus: ökologisches Spektrum mit Engerwerden
der Beziehung verengt

Mykorrhizapflanzen: stickstoffarme Standorte, weil Vorräte im


Humus erschlossen
Leguminosen: stickstoffarme Standorte, weil Vorräte im Luft
erschlossen
Wiederkäuer, Termiten: Nahrung Pflanzen/Holz
6. Mutualismus: wenige obligatorische Beziehungen
Parasitismus: viele obligatorische Beziehungen

Wenige artspezifische Mutualismen, weil riskant:


ein Partner geschädigt anderer geschädigt erster erneut
geschädigt usw.
= positive Rückkoppelung („Abwärtsspirale“)
Bei obligatorischen Beziehungen wäre Ausweichen nicht möglich

Parasiten: negative Rückkoppelung


Rückgang des Parasiten stärkere Vermehrung des „Wirts“ Lhotka-
Volterra-Zyklus, keine Abwärtsspirale

Parasiten im allgemeinen auf häufige Arten spezialisiert auch bei


obligatorischen Beziehungen Population des „Wirts“ ungefährdet, weil
häufig auch Population des Parasiten ungefährdet

Demgegenüber: Mutualisten können sich seltene Arten als Partner


leisten: bleiben bei ihm, müssen ihn nicht finden