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ISIS – Das „Integrierte Saarbrücker

Informationssystem“

ISIS – Das „Integrierte


Saarbrücker
Informationssystem“

Birgit Dreßler, Thomas Kees


Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek (SULB)

3. Leipziger Kongress für Information und Bibliothek Saarländische Universitäts-


Bibliotheken und Soziale Software - Wikis in deutschen und Landesbibliothek
Bibliotheken
ISIS – Das „Integrierte Saarbrücker
Informationssystem“

Überblick: was dürfen Sie (nicht) erwarten?

1. Genese: Ausgangspunkt und Zielsetzung

2. Konzept und Umsetzung

3. Etablierung, Akzeptanz, Grenzen

3. Leipziger Kongress für Information und Bibliothek Saarländische Universitäts-


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ISIS – Das „Integrierte Saarbrücker
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ISIS
1. Die Ausgangslage

• Ende 2005 akuter Bedarf an einer Diskussions- und


Informationsplattform für die integrierte Medienbearbeitung
(Migration des SWB-Verbundsystems)
• verteiltes, historisch gewachsenes Informationssystem der
SULB
- Intranet (HTML-Dokumente auf Webserver, Bearbeitung
durch WM)
- rechtebasierende Netzlaufwerke aus MS-Windows-
Domäne (ADS)
- E-Mail-Programme der einzelnen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter

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Bedarfserhebung / Konzeptphase / Diskussion


● Zusammenführung aller Informationssysteme in einer Plattform,
Import der bestehenden Dokumente (Dienstpläne, Protokolle,
Anleitungen etc.)
Ziel: Informationsquellen bündeln, Informationswege
● kanalisieren
Ergebnis der Diskussion: Wiki(s) nicht ausreichend (zu frei,
zu ungeschützt, zu offen, nicht „verlässlich“)
- Aufbau eines rechte- und rollenbasierenden Content-
Management-Systems für Dokumente mit dauerhaftem
bzw. anleitendem Charakter (Veröffentlichungs-“Workflow“
=> Redakteure / Beiträger etc.)
- Einrichtung verschiedener Sach-, Fach- oder
Abteilungswikis für offene Diskussionen
(Impulsfunktion)

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3. Der Stand der Dinge
Positives:
• ISIS ist als einheitliche Informationsplattform anerkannt
und etabliert. Das Intranet ist abgelöst, die Netzlaufwerke
auf Grundfunktionen zurückgeführt.
• Wikis werden teilweise eingesetzt als (technische)
Knowledgebase
• gute Suchfunktion (Gesamtsystem oder eingegrenzt
auf Wikis; themen- oder strukturbezogene Suche =
„Änderungen im Medienwiki der letzten Woche“ etc.)
• E-Mail-Flut eingedämmt (Inhalte und Attachments)
• Verlinkungen einfach herzustellen

• Höhere Aktualität, jede/jeder ist Autor

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Inhalte (v.a. Dokumentenebene):

- Protokolle (Projekte, Sachgebietsleitersitzungen,


(Medien-) Teamsitzungen, Fachreferenten-Jours-fixes)
 höhere Transparenz, bessere Rezeption (auch
abteilungsübergreifend)
- Anleitungen
- Aktuelle Meldungen und Benachrichtigungen
(über Tagesaktualität hinausgehend)
- Dienst- und Ausbildungspläne, Sonderdienste

- Telefonliste

- Termine und Nachrichten

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• Inhalte (Fortsetzung):

- fachspezifische Informationen (z.B.


Fernleihtitellisten für Fachreferentinnen und
Fachreferenten, Ausleihspitzenreiter)
- Ressourcenplanung und -buchung (z.B. Hiwi-
Einsatz in Fachreferaten); perspektivisch:
Raumbelegung, Notebook- Buchung etc.

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Defizite:
• Der statische Dokumententeil wird gut angenommen (passive
Nutzung), der freiere, diskursivere Wikibereich mit
Impulsfunktion weniger
• kurze, schnell ersterbende Diskussionen

• wenige Beiträger, die in der Regel Funktionsträger sind


(Impulse „qua Amt“)
• Vorteile der Wikis (z.B. Abonnements) wenig genutzt

Mögliche Gründe:
• Scheu, Transparenz nicht gewünscht
• Hierarchisches Denken,
• Zuständigkeiten
Technische Probleme

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Fazit: Bibliotheks-Wikis: Möglichkeiten und Grenzen
Einsatzgebiete
Wikis sind sinnvoll, wenn:
• „unkontrollierte“, freie, spontane Beiträge möglichst vieler
(sachlich, inhaltlich oder funktional) Beteiligter erwünscht sind
• Impulse begrüßt werden („top-down“, v.a. „bottom-
up“)
• ein nicht fest umrissener Adressatenkreis vorliegt und
eine transparente Rückmeldung sinnvoll ist
• eine angstfreie, offene Informations- und
Kommunikations-kultur vorherrscht oder aufgebaut
werden soll ( Offenheit als Problem, Hierarchien)
• ein Klima des „Mittuns“, der gemeinsamen Verantwortung,
der Mitgestaltung existiert oder geschaffen werden soll (
Tellerrand)
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Fazit: Bibliotheks-Wikis: Möglichkeiten und Grenzen
Etablierung
• Mitstreiter gewinnen, sowohl über Funktionen (Redakteure) als
auch über Argumentation (Einsicht schaffen, Interesse wecken,
werben)
• Inhalt, Inhalt, Inhalt

• Schlupflöcher schließen  frühere


Informationsplattformen ersetzen, trocken legen, mit
eigenem Beispiel vorangehen, auffordern, nachfragen (z.B.
bei Rundmail)

Schulen, Helfen,
Instruieren
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