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Ein Verlag rüstet sich

für die digitale Zukunft

Elektrisiert!?
Digitale Content-Vermarktung in der
Buchbranche
10.3.2010 Marc O. Szodruch
Vandenhoeck & Ruprecht
 Gegründet 1735
– Seither im Familienbesitz (8. Generation)
– Umsatz: 8 Mio Euro (2009)
– Mitarbeiter: 55
– 4.787 lieferbare Titel plus Zeitschriften
 Wissenschafts- und Fachbuchverlag
 Bücher und Zeitschriften unter anderem zu den Themen
– Theologie und Religion
– Geschichte
– Psychologie
– Frühe Bildung, Schule Studium

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Wie Sie sehen, der
typische E-Verlag

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Aktuelle Probleme am Markt

 Das Fachbuch findet in immer weniger Buchhandlungen Platz im

Regal

 Dort wo es steht, bekommt es immer weniger Platz

 Vertreter werden immer seltener empfangen

 Das Internet wird als B2C Verkaufskanal immer wichtiger

 Das Internet wird als Informationskanal immer wichtiger

 Es gibt eine neue Form von Büchern: E-Books


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Erste Lösungsansätze

 Direktvertrieb von P-Books über die eigene Website und über


andere Websites
– www.v-r.de
 Verbreitung von Information über das Internet
– Google Books
 Einzelne E-Books herstellen
– PDF
 E-Books über Distributoren vertreiben
– www.e-cademic.de

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Erste Probleme in der Umsetzung
 Immer mehr Informationskanäle, die individuell gefüttert werden müssen
 Immer mehr Distributionskanäle, die individuell bestückt werden müssen
 Die aktuellen Entwicklungen machen den Markt immer unübersichtlicher
 Immer mehr neue Ideen machen es immer schwerer deren Marktpotential zu erkennen
 Immer mehr Kollegen arbeiten nebenbei, in kleinen Arbeitsschritten, in neunen Bereichen, die
Prozesse werden komplexer und unübersichtlicher
 Immer mehr E-Books werden hergestellt, die nicht mehr so nebenbei mitlaufen können
 Online-Books und Download-Books die in unterschiedlichen Formaten ausgeliefert werden müssen

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E-Books kann man nicht nebenbei
machen
 Wunsch: Man nimmt ein Print-PDF und druckt es nicht, fertig ist das E-Book
 Wirklichkeit: Es ist teilweise erheblicher Aufwand, ein E-Book zu erstellen
 E-Books können zusätzliche Funktionen bieten: Durchsuchbarkeit, Kommentarfunktion, Verlinkungen
im Buch und ins Web, Anpassung der Schriftgrößen, Multimedia Elemente etc.

 Die einzelnen Distributoren wünschen unterschiedliche Spezifikationen


 Die Auslieferung kann E-Books nicht in Päckchen packen
 Buchhandlungen und Bibliotheken können E-Books nicht ins Regal stellen

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Fotopause
Wer seinem Partner gesagt hat, dass er
heute fremd geht, sollte jetzt bitte
sein Gesicht hinter der Tagungsmappe
verbergen, das Bild wird getwittert.
@V_R_Tweets
http://img.ly/CW2

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Die Lösung: Das E-Team
 5 Kollegen aus den Bereichen EDV, Marketing, Verkauf und
Herstellung bilden das E-Team
 3 dieser Kollegen wurden neu eingestellt

 Damit wurde vor allem Know-How von außen hereingeholt

 Der Verlag wird fit für die Zukunft gemacht

 Start des E-Teams: Januar 2010

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Die Aufgabe: eine kleine
Revolution
 Es müssen neue Prozesse entwickelt werden, vom Manuskript bis zum Leser

 Alle Produkte müssen von Anfang an auch elektronisch gedacht werden

 Elektronisch heißt auch: ganz andere Vertriebs- und Marketingwege, teilweise


zusätzlich zu den bestehenden

 Alle Kolleginnen und Kollegen müssen mitgenommen und integriert werden

 Alle am Prozess Beteiligten, vom Autor bis zum Leser, müssen mitgenommen
werden

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Vision
 Wir wollen unsere Leser weiterhin mit qualitativ hochwertiger Information
erreichen

 Wir wollen unsere Produkte leicht auffindbar haben

 Wir wollen unsere Inhalte in der Form anbieten, die unsere Leser
wünschen
 Wir wollen unsere Inhalte dort anbieten, wo unsere Leser sie suchen

 Wir wollen der zukunftsweisende Partner für Wissenschaft und Forschung


bleiben

 Wir wollen der zukunftsweisende Partner für praktische Anwender bleiben

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Analyse
 Produktion
– Wo sind die Daten und wie sehen sie aus?
– Wie sollen unsere und wie müssen unsere Produkte kurz- mittel- und
langfristig aussehen?
 Information
– Wer weiß was?
– Wie verbreiten wir Informationen heute, morgen und übermorgen?
 Netzwerke
– Wo sind wir und wo sind unsere Kunden und Partner?
– Wo wollen und wo müssen wir hin?

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Realisation: Die ersten
Schritte
 Internes Wissensmanagment

 Weiterbildung und interne Schulungen

 Eine neue Software-Architektur wird eingerichtet

 Präsenz in Sozialen Netzwerken

 Neue Vertriebskanäle werden geprüft und erschlossen

 Weiter an Bewährtem festhalten und es dort wo es notwendig ist


modifizieren

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2
Was machen wir darüber
hinaus
 Wir erarbeiten eine medienneutrale Datenhaltung als Rüstzeug für die Zukunft

 Wir warten nicht ab, was kommt, sondern probieren viel Neues aus

 Wir wollen bereit sein, falls der große Unbekannte das Ei des Kolumbus für uns legt

 Wir halten Augen und Ohren offen, und beobachten und bewerten, nicht nur was sich in
der Buchbranche tut

 Wir reden mit den jungen Innovatoren z.B. auf BarCamps

 Wir reden mit erfahren Branchenvertretern, z.B auf Messen und Konferenzen

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Kommen Sie mit!
 Die Zukunft kommt von ganz alleine

 Rüsten Sie sich dafür

 Stillstand ist keine Lösung

 Versuchen was Neues

 Trauen Sie sich im Kleinen zu scheitern

 Nutzen Sie Ihre Netzwerke

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275 Jahre – und noch so viel
vor!

15
Vielen Dank!
 Sie finden diese Präsentation ab morgen auch bei:
 Scribd:
– http://www.scribd.com/V_R_Scribd
 slideshare:
– http://www.slideshare.net/VRSlides

 Mehr von V&R gibt es im Netz unter:


– http://www.v-r.de
– http://www.v-r-schule.de

Unsere Jubiläumssite:
– http://www.v-r-275.de

Und bei den üblichen Verdächtigen: Twitter, Facebook, Flickr,


16 YouTube, …