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Der I.

Weltkrieg in der deutschen


Prosa- Bespiel „Im Westen nichts
Neues“ von Erich Maria Remarque
Das ist ein Roman von Erich Maria Remarque,
der die Schrecken des Ersten Weltkriegs aus der
Sicht eines jungen Soldaten schildert, mit
grausamen, abschreckenden und reflexiven aber
auch grotesken Standardsituationen des
,Kriegs‘“. Obwohl Remarque selbst das Buch als
unpolitisch bezeichnet hat, ist es als
Antikriegsroman zu einem Klassiker der
Weltliteratur geworden.
Author
Erich Paul Remark; * 22. Juni 1898 in Osnabrück; † 25. September
1970 in Locarno)
ein deutscher Schriftsteller
Schrieb pazifistische Romane (Der Schwarze Obelisk), in denen er die
Grausamkeit des Krieges thematisiert
Das Buch wurde 1928 erstmals in einer Zeitung erschienenen und 1930
in Hollywood verfilmten, wurde weltberühmt geworden
emigrierte in die Schweiz
Seine Arbeiten wurden in Deutschland als schädliches und
unerwünschtes verboten und 1933 öffentlich verbrannt. Die deutsche
Staatsbürgerschaft wurde ihm 1938 aberkannt. In den USA fand er
Aufnahme, bekam die amerikanische Staatsbürgerschaft und
Anerkennung als Schriftsteller.
Im Ersten Weltkrieg wurde er 1916 nach einem
Notexamen eingezogen und kam im Juni 1917 als
Soldat an die Westfront. Ende Juli desselben Jahres
wurde er verwundet und kam in ein Armee-Hospital
in Duisburg, wo er bis zum Ende des Krieges blieb.
Lebenslang geprägt von seinen Kriegserlebnissen,
entwickelte er eine pazifistisch-antimilitaristische
Haltung. Er forderte in seinem Tagebuch einen
„Kampf gegen die drohende Militarisierung der
Jugend, gegen den Militarismus in jeder Form.
Später betonte Remarque in diversen Interviews,
ein „unpolitischer Mensch“ zu sein.
Inhalt
Paul Bäumer gehört zu einer Gruppe von Soldaten an der
Westfront im Ersten Weltkrieg. Er erinnert sich zurück an
seine Schulzeit. Die patriotischen Reden seines Lehrers
überzeugten die Schüler , sich freiwillig zum Kriegsdienst zu
melden. Unter dem Drill erfahren sie, dass alle ihnen
vermittelten Werte ihre Gültigkeit verlieren. An der Front
treffen sie Stanislaw Kaczynski. Katczinsky ist den Soldaten
und Freunden ein Vorbild und er wird damit zum inoffiziellen
Anführer. Paul lernt zu überleben, unter widrigsten
Bedingungen noch etwas zu essen zu finden und sich gegen
den Tod zu schützen.

Bei einem kurzen Heimataufenthalt sieht Paul, wie sehr ihn


die Front zwischen verändert hat. Es ist ihm unmöglich, seiner
Familie und anderen Zivilisten die grausamen Erfahrungen
mitzuteilen. In den nächsten Monaten wird Bäumers Gruppe
nach und nach zerrieben. Schließlich wird auch Bäumer kurz
vor Ende des Krieges tödlich getroffen.
Themen
• Traumatisierung
• Verlorene Generation
• Kameradschaft
• Keine Hoffnung auf Rettung oder normale
Leben
Der Roman stellt die Schrecken des Krieges dar. Das Buch
zeichnet ein realistisches Bild eines durch chemische
Waffen (Giftgas), moderne Artillerie und
Maschinengewehre bestimmten Stellungskrieges.
Remarque beschreibt den grausamen Kampf an der Front,
die leichenbedeckten Schlachtfelder, das Leben in den
Schützengräben und den blutigen Alltag im Lazarett.

Diese Schrecken wirken schadlich auf die Psyche der


Soldaten aus, Sie reiben ihre Nerven auf, nie verlassen die
Soldaten ihre Angst. Von Hunger und Durst gequält,
vegetieren sie unter unmenschlichen Bedingungen und
verlieren alle ihre Ideale und verwandeln sich in Tiere, die
nur ihre primitivsten Bedürfnisse befriedigen. Soldaten
können also nicht mehr ins normale, zivile Leben
zurückfinden. Damit umschreibt Remarque das Syndrom,
das heute Posttraumatische Belastungsstörung genannt
wird.
Es geht hier um die Generation, die von der
Schulbank weg in den Krieg geschickt wurde und
ist entweder tot, oder nicht im Stände, normales
Leben zu haben.
In der gedruckten Endfassung des Romans wird
die Kameradschaft zwischen den Soldaten als
„das Wichtigste“ bewertet.
Es wurde betont, dass einer nach dem anderen
aus fällt, mit Paul als der letzten.
Die Lebenspläne aus der Zeit vor dem Krieg
erscheinen durchweg als obsolet. Konkrete
Planungen für eine mögliche „Zeit danach“
werden im Roman nicht entwickelt.
Es gibt kein rationaler Weg aus der Realität des
Frontlebens zum normalen Leben.
Beobachtungen
• Remarque hat mit seinem Roman „die Figur der
‚Zombies‘ in die Kriegsliteratur eingeführt
• Man erkennt daran, dass auch schlimmste
Ereignisse überwiegend in einem ruhigen, oft
bilanzierenden Ton erzählt werden, der durchaus
ästhetisch anspruchsvoll sein kann.
• Merkmale der Neuen Sachlichkeit: ein sachliches,
Schreiben; ein emotionsloses Erzählen; der
Verzicht auf Pathos; Präzision; Montage;
faktenorientierte Darstellung, Konzentration auf
„Tatbestände“; die Akzeptanz der Macht der
Dinge, Sachen und Situationen; die Objektivität
durch Beobachtung; die Abkehr vom
Psychologisierung mit Gefühlen und Melancholie,
Trauer
Funktion
Ein zentrales Motiv des Romans besteht in der
Unfähigkeit der Soldaten, während des Krieges
angemessen über ihre Kriegserlebnisse zu
sprechen.
Erich wollte der Schatten des Krieges zeigen.