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 DER ZAUBERBERG VON THOMAS MANN

Der Zauberberg

 Anlass für das Werk war ein Sanatoriumaufenthalt von Thomas Frau
Katia, in Davos, im Jahr 1912;
 sie überbringt ihrem Mann durch Briefe den Alltag in der Anstalt;
 Mann besuchte seine Frau dort für drei Wochen, und lernte aus eigener
Erfahrung den Alltag dort;
 bereits im Jahr 1913 begann er mit der Arbeit an diesem Werk;
 es war zuerst als Novelle geplant, aber es entpuppte sich dann als
Roman;
Der Zauberberg

 der Roman erschien im Jahr 1924;


 er handelt vom Reifeprozess des jungen Hans Castorp;
 die Hauptfigur wird während seines Aufenthalts im Sanatorium mit
Menschen in Kontakt kommen, die ihn mit Politik, Philosophie, aber
auch Liebe, Krankheit und Tod konfrontieren;
 der Roman ist im gewissen Sinne eine Parodie auf den klassischen
deutschen Bildungsroman, denn die Erziehung auf dem Zauberberg
führt nicht dazu, dass sich Hans Castorp in ein selbstbewusstes
Mitglied der bürgerlichen Gesellschaft verwandelt;
 sein Entwicklungsprozess mündet ins Leere;
Der Zauberberg

 der ursprünglich als Novelle konzipierter Zauberberg war als


Gegenstück zu der erst 1912 vollendeten Novelle Tod in Venedig
gedacht;
 ihre Atmosphere sollte die Mischung von Tod und Amüsement sein;
 so stellt der Zauberberg in vielerlei Hinsicht die Antithese zur
genannten Novelle dar;
 die Bezüge des Romans zu seinem Titel sind vielschichtig, der
„Zauberberg“ ist ein Motiv der deutschen Literatur;
 der Schauplatz der Handlung, das Sanatorium Berghof, liegt nicht nur
rein geographisch im Gebirge, sondern stellt auch, wie ein realer Berg,
eine hermetisch abgeschlossene Welt für sich dar;
Der Zauberberg

 Anspielungen auf Märchen und Mythologie sind allgegenwärtig;


 die Märchenzahl Sieben durchzieht, wie ein roter Faden, den Roman;
 die Krankheit und der Tod sind im Roman allgegenwärtig, nahezu alle
Protagonisten leiden im gewissen Maß an Tuberkolose;
 der Begriff „Zeit“ ist ein weiteres Zentralmotiv im „Zauberberg“;
 Gott, ist noch immer der erste Tag? Mir ist ganz, als wäre ich schon
lange – lange bei euch hier oben.
Der Zauberberg

 der Protagonist teilt die bisexuelle Orientierung seines Autors;


 einerseitsliebt er Clawdia Chauchat, andererseits hat er eine
homoerotische Neigung zu seinem Kindheitsfreund Pribislav Hippe
und zu Peeperkorn, dem lebenskräftigen Menschen und Liebhaber von
Clawdia;
 verbunden werden die beiden Aspekte seiner Sexualität durch das
Symbol des Bleistifts;
Der Zauberberg

 die Musik spielt im Zauberberg eine entscheidende Rolle;


 in einem Kapitel, Fülle des Wohllauts, beschreibt Thomas Mann
eingehend fünf Musikstücke;
Der Zauberberg

 zahlreiche Zeitströmungen finden sich in bestimmten Figuren des


vielschichtigen Zauberberg-Kosmos verkörpert;
 Hans Castorp steht für das deutsche Bürgertum;
 hinter seiner Namenswhal verbirgt sich eine tiefere Bedeutung;
 die Einflüsse, die auf Castorp wirken, werden durch weitere
Hauptfiguren des Werkes vertreten;
 Settembrini repräsentiert die bürgerliche Weltordnung, die
lebensbejahende Welt der Arbeit und des tätigen Schaffens;
 Settembrini ist voller Widerspüche;
 er vergleicht sich selbst mit Prometheus;
Der Zauberberg

 Naphta steht für den Extremismus von beiden Seiten, für die
Selbstzerstörung;
 Naphta verkörpert eine antihumane, antiaufklärerische Gedankenwelt;
 ein prä-faschistisches, antihumanes Gedankengut wird ausgerechnet
von einem Juden vertretten;
 Clawdia Chauchat verkörpert im Roman die erotische Verführung;
 auffallend erscheint die vielfach zum Ausdruck kommende
Katzensymbolik;
 Mynheer Peeperkorn zählt zu den markantesten Figuren des Romans;
 er erinnert an Figuren aus Manns früheren Werken (Hans Hansen aus
Tonio Kröger z.B.);
 sein Kontrast verkörpert Joachim Ziemßen;
Der Zauberberg

 Joachim Ziemßen erscheint als Vertreter der soldatisch-treuen


Pflichterfüllung;
 er stellt sich den Herausforderungen des Lebens;
 er schafft es nicht seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen, im Gegensatz
zur Hans Castorp;
 durch sein tadelloses Benehmen gewinnt er von Anfang an die
Sympathien des Lesers für sich;
 er erträgt sein schweres Schicksal in Würde;
 Hofrat Behrens trägt die Züge des Dr. Jenssen, der Manns Frau Katia
behandelt hat;
 als Dr. Krokowski wird der Psychoanalytiker Georg Groddeck vermutet,
der als Wegbereiter der Psychosomatik gilt;
Der Zauberberg

 er stellt Zusammenhänge zwischen Liebe und Krankheit her;


 für die ungebildete Frau Stöhr, die „kosmetisch“ statt „kosmisch“ sagt,
hat Pate eine gewisse Frau Plür gestanden, eine von Katias
Mitpatientinnen;
Der Zauberberg

 beim Publik stieß der Zauberberg auf große Resonanz;


 er wurde in 27 Sprachen übersetzt;
 der Roman rief Verärgerungen bei einer ganzen Reihe von
Zeitgenossen aus (z.B. Gerhart Hauptmann, Dr. Jenssen);
 in den literarischen Kreisen erfuhr der Zauberberg positive Echos, aber
es gab auch Kritiker wie z.B. Brecht, Döblin, Sternheim;
 der Roman wurde im Jahr 1981 verfilmt;