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Deutsche

Gegenwartssprache
2. Semester
Klassifikation des Nomens
● Klassifikation nach lexikalischen Bedeutung
Die traditionelle Klasse der Substantive hat eine
ausgeprägte lexikalische Bedeutung.
Nach diesem Kriterium gibt es folgende Subklassen:
konkret: Gattungsnamen
Stoffnamen
Sammelnamen
Eigennamen
abstrakt
Klassifikation des Nomens
● Nomina mit konkreter Bedeutung
● Gattungsnamen: benennen Personen, Tiere,
Pflanzen, Gegenstände
● Merkmale: - sind flektierbar
● - haben ein Numerusparadigma
● - verbinden sich mit allen
Determinativen, einschl. mit dem Nullartikel
● Kategorie Genus
Klassifikation des Nomens
● Nomina mit konkreter Bedeutung
- Gattungsnamen benennen: Personen, Tiere Pflanzen,
Gegenstände
Merkmale:
● sind flektierbar
● Haben ein Numerusparadigma
● Verbinden sich mit Determinativen (Ausnahme: Nullartikel selten
im Singular)
● Die Kategorie Genus ist ein wichtiges Unterscheidungsmittel für
weitere Untergruppen
Bsp.: bei einem Lebewesen ist Genus // Sexus (Bäume = fem,
Autos = mask.)
Klassifikation des Nomens
Stoffnamen: benennen
• Stoffe natürlichen Vorkommens: Öl, Wasser, Eiweiß
• Stoffe natürlichen Entstehens
• Witterungsprodukte: Schnee, Regen
• Pflanzliche und tierische Produkte: Milch, Fett
• Stoffe vom Menschen hergestellt: Benzin, Kunstfaser
Merkmale:
• haben kein Plural
• Im sg.stehen sie meist mit Nullartikel
• Haben Maß- und Mengenangaben als Attribut (ein Liter Öl) und
sind in dieser Fügung unflektierbar: (ein Stück Butter, saure
Milch
Klassifikation des Nomens
Sammelnamen
● Bezeichnen eine Vielheit von Personen, Tieren,
Pflanzen oder Gegenstände, deren Vertreter einen
anderen Namen tragen als die
Kollektivbezeichnung. (Obst = Äpfel, Birnen,
Pflaumen)
Merkmale
● Erscheinen meist mit best. Art.oder Nullartikel
● Selten mit unbest. Art
● Viele sind Neutra, es gibt aber auch fem.und mask.
Klassifikation des Nomens
● Numerus ist ein besonderes Kennzeichen und zwar
● Nur im sg.stehen zahlreiche Nomina, die als
Bezeichnung einer einheitlichen umfassenden
Klasse empfunden werden: Bevölkerung,
Verwandtschaft, Polizei, Geflügel, Vieh, Gemüse,
Obst, Gepäck.
● Mögl.im Pl. Sammelnamen, die als Bezeichnung
einzelner Gruppen, die einer Klasse gehören
aufgefasst werden, Pl.wenn sie die Vielzahl dieser
bezeichnen: Armee – Armeen, Volk – Völker
● Auch Pluraliatanten sind möglich: Geschwister,
Eltern, Möbel
Klassifikation des Nomens
● Eigennamen individualisieren aus Gattungen
● Dazu gehören nicht:
- Zeitangaben (der Montag)
● Automarken (der Audi)
● Namen von Speisen (Schnitzel)
● Merkmale
● stehen nur im sg. (Ausnahme: geographische Pluralbegriffe:
Alpen. Azoren, Karpaten)
● Können in der Regel nicht mt dem unbest. Art.erscheinen; meist
mit best. od. Ø
● Haben als Attr.und Apposition einige Besonderheiten.
Klassifikation des Nomens
● ABSTRAKTE Nomina bezeichnen allgemeine
Begriffe als Eigenschaften, Vorgänge, Beziehungen
● Die meisten sind nicht pluralfähig / treten ohne
Determinativ auf / ausnahmsweise mit unbest. Art.
● In allgemeinster Bedeutung und in Wendungen:
ØArtikel oder bestimmter Artikel: Er zeichnet sich
durch Fleiß aus./ (der) Fleiß ist eine seltene
Eigenschaft.
● Bsp. Aufbau, Erziehung, Vertrauen, Ruhe, Liebe,
Treue
Klassifikation nach dem
Genus
● Genus ist im Deutschen eine formal-grammatische Kategorie
● Keine durchgehende Regeln für praktikable
Genusabstimmung
● Genus: - formal erkennbar am bestimmten Artikel der – die –
das
● Artikel muss in den meisten Fällen mit dem Nomen gelernt
werden.
● Durch semantische und formale Aufstellung ist eine teilweise
Genuszuordnung möglich
● Aufgrund von Semantik: Rückgriff auf das natürliche
Geschlecht erkennbar, doch geringe Rolle
● Auf grund von Sexus sind nur Genus von Personen und
Tiernamen erkennbar
Klassifikation des Nomens
Klassifikation des Nomens
Klassifikation des Nomens
Klassifikation des Nomens
Klassifikation des Nomens

● Bsp. Neutrum: das Banat


Klassifikation des Nomens
Klassifikation des Nomens
Klassifikation des Nomens
Klassifikation des Nomens
Klassifikation des Nomens
●Gleiche Form, verschiedene Bedeutung
Verschiedenes Genus:
Der/die/das Band
Der/das Erbe
Der/die Flur
Der/die Hut
Klassifikation des Nomens
●Ähnliche Form, verschiedene Bedeutung
Der Akt/die Akte
Das Etikett/die Etikette
Der Kohl/die Kohle
Der Spross/ die Sprosse
Das Tablett/ die Tablette
Klassifikation des Nomens
● Klassifikation nach Numerus
1. Mit Numerusparadigma: unterscheiden
Pluralformen von den Singularformen ohne
Berücksichtigung der Artikelform
• entw.durch keine Merkmale: der Schüler/die
Schüler
• Abgewandeltes Stammvokal (Gerten/Gärten)
• Pluralsuffixe (Arm – Arme; Bote – Boten)
• Abgewandeltes Stammvokal + Pluralsuffix
Klassifikation des Nomens
● ⇒ 5 Pluralgruppen
Die erste Pluralgruppe: Nullmorphem;
manchmal umgelautet
1. Maskulina auf: -el, -en, -er;
a) Mit umlautfähigem Stammvokal

Ohne Umlaut im Plural: Tadel, Hobel, Tunnel,


Posten, Kuchen, Daumen, Balken, Schatten,
Verfahren, Wagen, Anker, Koffer
Klassifikation des Nomens
b) Mit nicht umlautfähigem Stammvokal
Ärmel, Deckel, Esel, Besen
2) Neutra auf –el, -en, -er, -chen, -lein, -sel,
Ohne Umlaut außer Kloster – Klöster
3) Zwei Femina: die Mutter – die Mütter
die Tochter – die Töchter
Klassifikation des Nomens
Die zweite Pluralgruppe hat als Pluralmorphem –e und
teilweise umgelautete Stammvokal
Hier gehören:
1. Maskulina
Einsilbig
a) Mit umlautfähigem Stammvokal
• Mit Umlaut: Hals, Kamm, Stamm, Frosch, Ton,
Fluss, Fuß, Grund, Brauch, Schlauch, Traum etc.
• Ohne Umlaut: Grad, Tag, Mond, Hund
Klassifikation des Nomens
● b) Mit nichtumlautfähigem Stammvokal: Weg,
Frisch, Schritt, Brief, Freund
● Mehrsilbig
● Mit umlautfähigem Stammvokal
● Mit Umlaut: Anfang, Betrag, Einwand,
Ausdruck
● Ohne Umlaut: Monat, Erfolg, Besuch, Verlust
● b) Mit nichtumlautfähigem Stammvokal
● Köfig, Kürbis, Bericht, Vergleich
● Auf: -ling, -ar, -at, -eur: Lehrling, Zwilling,
Klassifikation des Nomens
2. Neutra (einsilbig und untrennbarem Präfix)
• ohne Umlaut: Bein, Boot, Fest, Gas, Salz,
Schiff, Gebot, Gefäß, Geschäft, Verbot,
Verhör
• Ausnahme mit Umlaut nur: das Floß, ´´-e

• Auf –nis (mit Verdopplung des –s): Erlebnis,


Verhältnis, Verzeichnis, Zeugnis,
Klassifikation des Nomens
3. Femina (einsilbig, mit Umlaut): Axt, Bank,
Nacht, Wand, Not, Furcht, Kuh, Luft, Braut, Faust,
Laus + einige Ausnahmen

dritte Pluralgruppe:Umlaut+ Pluralmorphem –er


1. Neutra Einsilbig: Amt, Band, Bild, Brett, Ei,
Fach, Feld + Geschlecht, Gesicht, Gespenst
2. Maskulina (wenige): Geist, Gott, Irrtum, Leib,
Mann, Mund, Rand, Reichtum, Wald, Wurm
Klassifikation des Nomens
Vierte Pluralgruppe – keinen Umlaut
Pluralmorphem: -en, -n – phonetische
Bedeutung
a) Wenn das Wort auf einen Konsonanten
(außer –el, -er) oder Diphtonge –ei/-au,
steht im Plural „-en“
b) Wenn das Wort auf ein Vokal (außer –ei/-
au) oder auf die Suffixe –el/-er endet dann in
Pl. –n.
Klassifikation des Nomens
● Dazu gehören
1. Die meisten Femina (auch Fremdwörter) mit Ausnahme
einsilbige Femina, die zur 2. Pluralgruppe gehören:
Frau, Familie, Fabrik, Rarität
2. Maskulina: Muskel, Nerv, Pantoffel, Schmerz, Affe
• Substantive auf –ant/-ent/-ist u.ä.(Fremdwörter,
Demonstrant, Elefant, Konsonant, Referent, Präsident,
Optimist, Artist, Bürokrat, Demokrat, Agronom,
Astronom, Athlet, Prophet, Doktorand, Stenograph,
Philosoph
3. Neutra: Auge, Bett
Klassifikation des Nomens
Fünfte Pluralgruppe: Pluralmorphem –s
Umfasst
1. Viele Fremdwörter, u.a. aus dem En. U. Fr.:
Deteil, Hotel, Cocktail, Team, Saison, Radio
2. Subst. Die auf ein Vokal (außer –e) enden:
Echo, Sofa, Uhu, Vati, Oma
3. Kurzwörter: Akku, LOK, LPG, LKW
4. Einige Wörter aus der Seemannsprache und
Meteorologie: Deck, Wrack, Hoch, Tief
Klassifikation des Nomens
Überblick Pluralgruppen
Gruppe I II III IV V
Pluralmorp Φ -e -er -en/n -s
hem
Umlaut + + + - -
- - -
Genus m,n (2 f) m,n,f n,m f, m, n m,n,f
Klassifikation des Nomens
Besonderheiten der Pluralbildung
1. Einige homonyme Nomina bilden Pl. nach
verschiedenen Bildungstypen + entsprechende
Bedeutungsänderungen
• Die Bank – die Banken

• - die Bänke
• Die Mutter – die Mütter

• - die Muttern
• Der Strauß – Sträuße

• - Strauße
Klassifikation des Nomens
2. Homonyme Nomen mit versch. Genus
Der Band – Bände
Das Band – Bänder
Die Band – Bands
Der Flur – die Flure (Korridor)
Die Flur – die Fluren (Feld)
Der Kiefer – die Kiefer
Die Kiefer – die Kiefern
Klassifikation des Nomens
• Nomen mit Grundwort „mann“ sg. pl.
„Personen“
• Mann als Gattungsnamen für Personen

• Staatsmann – Staatsmänner

• Ehemann, ´´-er

• Fachmann, -leute; Kaufmann, -leute

Beide Formen haben: der Seemann: -männer; -


leute // Vertrauensmann
Klassifikation des Nomens
Singulariatantum:
1. Stoffnamen. Im Plural können stehen:
a. wenn zwischen Stoffarten unterschieden wird: Hartholz,
´´-er; Edelstahl; Wein;
b. Wenn ein Exemplar gemeint ist. Dann ist er
Gattungsname: ich kaufe ein Schwarzbrot
2. Sammelnamen, aber: Volk, Völker
3. Eigennamen
4. Abstrakta: Er arbeitet mit viel Fleiß.
5. Gattungsnamen in Wendungen: Sie geben sich die
Hand.
Klassifikation des Nomens
● Pluraliatantum
1. Geographische Bezeichnungen: Alpen, Karpaten, Azoren
2. Personengruppen: Eltern, Geschwister, Verfahren, Gebrüder,
Leute
3. Zeitabschnitte, Feiertage: Ferien, Flitterwochen, Ostern,
Weihnachten: hier, Vb.im Sg.
4. Krankheiten: Masern, Pocken, Röteln
5. Sammelbegriffe: Chemikalien, Kurzwaren, Möbel
6. Kaufmännische Begriffe und Rechtsbegriffe: Alimente,
Personalien, Einkünfte, Finanzen, Immobilien
7. Begriffe des menschlichen Verhaltens: Ränke, Umtriebe
8. Sonstiges: Gliedmaßen, Makkaroni, Memoiren,
9. Manche Pluraliatanten nur scherzhaft: Gewissensbiss, Wehe,
Scherbe
Kasus und semantische Rollen
● Wozu dient der Kasus?
● Die Hauptaufgabe der Kasus ist es,
Beziehungen innerhalb des Satzes zu
verdeutlichen:
● Wenn ein Verb mehr als eine Ergänzung
verlangt, erleichtern die Kasus deren
Identifizierung; → Siehe dazu das folgende
Beispiel:
Kasus
● (1) a. [Der Junge] gefällt [dem Mädchen].
● b. [Dem Jungen] gefällt [das Mädchen].
● c. [Das Mädchen] gefällt [dem Jungen].
● d. [Dem Mädchen] gefällt [der Junge].
Kasus
Bei gefallen steht diejenige Ergänzung, die die
wahrnehmende Person ausdrückt, im Dativ. Dank der
Kasusformen wird klar, in welchem Satz von den
Empfindungen des Mädchens und in welchem von den
Empfindungen des Jungen berichtet wird.
In Sprachen ohne Kasusmorphologie können die einzelnen
Ergänzungen meist nur über die Stellung im Satz
identifiziert werden. In Sprachen wie dem Deutschen, die
auf dieses Mittel weniger angewiesen sind, kann die
Satzgliedstellung zur Anzeige des Informationswerts
benutzt werden
Kasus
● Die Kasusformen zeigen bei Artikelwörtern und
Adjektiven, zu welchem Substantiv sie gehören – oder
auch nicht gehören
● (4) a Der Hund folgte [dem[ [helles Licht] scheuenden]
Tier] in die Höhle.
● b. Otto schätzt [das[ [altem Cognac] eigene] Aroma]
von edlem Leder.
● Innerhalb der Nominalphrase sind also deren Kern
(Nomen, Nominalisierung, Pronomen) sowie
Artikelwörter und Adjektive Träger der Kasusmerkmale
Die vier Kasus
Eine Nominalphrase steht immer in einem
bestimmten Kasus. Diese Gesetzmäßigkeit
wird in der wissenschaftlichen Grammatik auch
als »Kasusfilter« bezeichnet, weil Sätze mit
kasuslosen Nominalphrasen als
ungrammatisch herausgefiltert werden.
● Kasusfilter:

Jede NP weist ein Kasusmerkmal auf.


● Das Deutsche kennt vier Kasus, die man
nach ihrer »Auffälligkeit« oder »Markiertheit«
sortieren kann. Die Auffälligkeit (Markiertheit)
betrifft sowohl die Form als auch den
Gebrauch
● Nominativ unauffällig (unmarkiert)
● Akkusativ ↓
● Dativ ↓
● Genitiv auffällig (markiert)
Die vier Fälle
Wer...? oder
1. Fall Nominativ
Was...?

2. Fall Genitiv Wessen...?

3. Fall Dativ Wem...? / Wo...?

Wen...? oder
4. Fall Akkusativ Was...? /
Wohin...?
Männer, Kinder, Frauen
MASKULIN NEUTRUM FEMININ PLURAL

N Der Mann Das Kind Die Frau Die Männer,


Kinder,
Frauen
A Den Mann Das Kind Die Frau DieMänner,
Kinder,
Frauen
D Dem Mann Dem Kind Den Frauen Den Männern,
Kinder,
Frauen
G Des Mannes Des Kindes Der Frauen Der Männer,
Kinder,
Frauen
Nominativ
● Der Nominativ wird immer angewendet, wenn
man fragen kann "Wer oder was...".
Beispiel Der Baum wird heute gefällt.
Frage: Wer oder was wird heute gefällt?
Akkusativ
Der Akkusativ wird angewendet, wenn man fragen
kann
"Wen oder was..." oder "Wohin..." .
● Beispiel: Frage: Wen oder was hast du
heute in der Stadt getroffen?
● Antwort: Du hast heute den Bundeskanzler in der
Stadt getroffen.
● Frage: Wohin gehst du?
● Antwort: Du gehst in den Garten (...den Wald,
...die Schule, ...das Haus)
Dativ
● Der Dativ wird angewendet, wenn man
fragen kann "Wem..." oder "Woher..." bzw.
"Wo...".
● Beispiel: Ich schenke dem Vater ein Buch.
● Frage: Wem schenke ich ein Buch?
● Beispiel: Ich komme aus dem Garten
(...dem Wald, ... der Schule, ... dem Haus)
● Frage: Woher kommst du?
Genitiv
● Der Genitiv wird angewendet, wenn man ein
Besitzverhältnis zum Ausdruck bringen will
und wenn man fragen kann "Wessen..." .
● Beispiel: Die Äste des Baumes werden heute
geschnitten.
● Frage: Wessen Äste werden heute
geschnitten?
Kasusrektion
Nominalphrase Kasuszuweiser Beispiel

Subjekt Finites Verb [Der Baum] trägt viele Früchte. [Der Hund] bellte.

Akkusativobjekt Verb, Adjektiv Ich pflegte [den Igel]. Ich hörte [den Hund]
bellen. Die Wärme machte [mich] müde. Ich bin
[den Lärm] gewohnt.

Dativobjekt Verb, Adjektiv Die Oma erzählte [den Kindern] eine Geschichte.
Ich half [dem Igel]. Der Weg war [den Läufern]
bekannt.
Genitivobjekt Verb, Adjektiv Ich nahm mich [des Igels] an. Ich war [des
Lärms] überdrüssig.
Genitivattribut Nomen Das Wasser [des Flusses] ist hier noch sauber.
Ich löschte meinen Durst mit einem Glas [kalten
Wassers].
NP im A., D. G. Präposition Kinder rannten [um [den Brunnen]]. Wir
erkundigten uns [nach [einem Taxi]]. [Während
[des Sommers]] ist die Eisbahn geschlossen.
Nominalphrase
● Trägt als ganzes Kasus-, Genus- und
Numerusmerkmale
● NP ist eine Wortgruppe, die als Ganzes
verschiebbar, ersetzbar ist und als internes Regens
ein Nomen hat
● Dependenzien des Nomens sind Attribute;
Attr.unterscheiden sich
a) Nach Art und Anzahl
b) Nach Verhältnis zum Kern als Ergänzung oder
Angabe
Dependenzien des Nomens
1. Determinative und Adjektive samt Dependenzien
2. Andere Nomina im Genitiv (die einzigen Genitivarten
sind wichtig für die Rektionsbeziehungen
(Nomenergänzungen). Diese Nomina können
selbstverständlich ihrerseits Rektionsbeziehungen
eingehen
3. Situativangaben in Form von Präpositionen oder
Adverbialphrasen
• Der Mann da drüben
• Die Arbeit in der Bibliothek
• Der Weg hinüber
Dependenzien des Nomens
4. Nebensätze und w-Phrasen
5. Attributive Nominalphrasen
a) Kasus und numerusneutral, kongruieren
meistens mit dem Kern: Ich ihn als einen
aufrechten Mann kennengelernt. / ich habe ihm
als einen aufrichtigen Mann geglaubt.
b) Rektionskonstant /Titel und
Befufsbezeichnungen Prof. Meyers Vortrag
Nomeneergänzungen
● Werden subklassenspezifisch regiert, also
valenzbedingt (Klassifizierbar durch
Anaphorisierung ⇒ folgende Arten von
Nomenergänzungen sind bestimmbar
1. Genitivergänzung: anaphorisierbar durch
dessen/sein: die Arbeit des
Wissenschaftlers / dessen Arbeit
Inhaltliche Klassen
Genitivergänzung
1. Tätigkeitsbezeichnungen: das Spielen des
Jungen = der Junge spielt
2. Vorgangsbezeichnungen: der Beginn der
Veranstaltung = ?
3. Zustandsbezeichnung: die Verzweiflung der
Studenten = ?
4. Eigenschaftsbezeichnungen: die Breite des
Flusses =
Präpositionalergänzung
• Haben einen präpositionalen Kern, der vom
Subjekt selektiert wird, sind nicht
austauschbar und bedeutungsleer
• Meistens Deverbativa / Deadjektiva, zu
denen Ergänzungen treten: Liebe zu; Hass
auf; Kritik an; Freude an; Hoffnung ?; Stoff ?;
Direktivergänzungen
● Kommen bei Nomen vor, die eine direktive
Komponente haben oder voraussetzen: der
Weg nach Hause / zum See / dorthin
Anapher: Direktivadverb
Situativergänzungen situieren den vom
Nomen genannten Sachverhalt betreffs Ort
oder Herkunft: Marsch durch die Wüste / dort
Der Brie nach Bonn: dorthin /Anruf aus
Deutschland
Attribute des Nomens
● Alle Arten der Attribute lassen sich miteinander
kombinieren: die große Hoffnung der Kollegen auf ein
problemloses Semester // die unerwartete Nachricht aus
Deutschland, die eintraf als keiner mehr drauf vorbereitet
war
● Ein Nomen kann auch mehrere Ergänzungen haben:
(Tätigkeitsbezeichnungen) die Verfassung des Plans durch
eine Gruppe von Professoren (Zustandndsbezeichnung)
Der Aufenthalt der Reisenden in Athen
(Eigenschaftsbezeichnungen) Die Aufentschlossenheit der
Menschen gegenüber der Erkenntnissen der Wissenschaft
● Adjektive können untereinander gehäuft werden
Determinative
● Arten:
● Artikel
● der unbestimmte (indefinite) Artikel zur
Referenz auf ein unbestimmtes Exemplar
einer Klasse:
● Hast du schon mal ein Känguru gesehen?
● der bestimmte (auch definit genannte)
Artikel zur Referenz auf ein bereits
bekanntes, erwähntes, eindeutig
identifiziertes oder eindeutig identifizierbares
(der, die, das) Exemplar einer Klasse:
● Hast du den Bären gesehen? Der bestimmte
Artikel schafft auch generische Referenz,
also Referenz auf alle Exemplare einer
Klasse: Der Bär ist ein Symbol für Berlin/Bern.
● die Demonstrativpronomina, verweisenauf
einen Referenten im Kontext :
● das Proximaldemonstrativum dies-
für Nähe:
● Hast du dieses Känguru schon mal
gesehen?
● das Distaldemonstrativum jen- für Ferne:
● Erinnerst du dich an jenem Bären aus dem
Reservat, der aus Albanien gerettet wurde?
● Fragedeterminativa
● Diese Determinativa werden nur in Fragesätzen
verwendet. Hierher gehören:
● das Determinativ welch- zur Erfragung der Identität:
● Welchen Bären meinst du? das Determinativ was für ein-
zur Erfragung der Qualität (und teilweise auch der
Identität):
● Was für einen Bären meinst du?
● das Determinativ wie viel und seine
Pluralform wie viele zur Erfragung von Quantität
(im Singular) und von Anzahl (im Plural):
● Wie viel Känguru braucht man denn ungefähr für
vier Personen? Wie viele Bären leben in diesem
Tierheim? das Determinativ wessen zur
Erfragung der Zugehörigkeit:
● Wessen Bären mag das wohl gewesen sein?
● Possessiva
● Possessivdeterminativa dienen zur Anzeige
von Zugehörigkeit:
● Unser Teddibär ist ein gelungenes Plüschtier.
● Bedeutung:
● Drücken Zu- oder Angehörigkeit aus
● Eigentums-, Besitz-,
Verwandtschaftsverhältnisse
1. grammatischen Person, des
Sprechers als Besitzer
● mein Hund: Gegenstand, der dem Sprecher gehört
(Besitz oder Eigentum)
● meine Nase: Organ, das zum Sprecher gehört
● mein Glück: Empfindung, die zum Sprecher gehört
● mein Fließ: Eigenschaft, die dem Sprecher zugeordnet
wird
● mein Vater: Person, die dem Sprecher zugeordnet wird
(Verwandtschaft)
● mein Namenstag: Ereignis, das dem Sprecher
zugeordnet wird (Zugehörigkeit)
● mein Titel: abstraktes Konzept, das dem Sprecher
zugeordnet wird (Zugehörigkeit)
Quantifikative Determinativa
● Beziehen sich auf die kontextuelle Anzahl von Mitgliedern einer
Klasse
● das Determinativ kein- für die Anzahl Null:
● Hier ist kein Bär vorbeigekommen. das Determinativ jede- für die
Menge aller Mitglieder einer Klasse mit seiner Pluralform alle:
● Jeder Bär ist für sich selbst verantwortlich. Alle Büren sind
Säugetiere. das Determinativ all- für die Gesamtmenge eines
Stoffes (z. B. Fleisch):
● Wir haben alles Bär aufgehoben. die Determinative einige-, etliche-
und mehrere, von denen nur die ersten beiden eine Singularform
(für unzählbare Substantive) aufweisen:
● Ich habe schon etliche/einige/mehrere Büren selbst adoptiert. Dazu
braucht es einiges/etliches/*mehr Geld.
Flexion von Determinativen
● Determinative kennen kein einheitliches Flexionsmuster, sondern
lassen sich in drei verschiedene Flexionsklassen einteilen:
● Typ I ist indeklinabel; hierher gehören nur wenige Determinative,
zum Beispiel der Quantifikator etwas.
● Typ II flektiert ähnliche wie starke Adjektivformen. Beispiele hierfür
sind dies-, manch-, solch-, welch- und auch der bestimmte
Artikel der/die/das.
● Typ III flektiert wie Typ II, jedoch mit endungslosem Nominativ
Singular des Maskulinums. Beispiele hierfür sind ein-, kein- und die
Possessiva (mein, dein etc.). Auch manch-, solch- und welch-
flektieren gelegentlich nach diesem Typ.
● Ein Determinativ kongruiert in seiner Genus-, Kasus- und
Numerusflexion stets mit dem Substantiv, das es begleitet.
ADJEKTIV
● Adjektive sind Wörter, die jederzeit in der
Umgebung Det_Nom stehn können.
● dieser alte Gasthof hanul cel vechi
● die vergessene Melodie melodia cea uitata
● der erste Abschnitt
● die dreifache Bemühung
● Adjektive sind Wörter, die Größen bestimmte
Merkmale zuordnen
● Adjektive sind genusvariabel – Unterschied von Nomina,
Ähnlichkeit mit Determinativen
● Viele Adjektive sind DEKLINIERBAR und
KOMPARIERBAR
● Viele Adjektive kongruieren mit Nomina in Genus,
Numerus, Kasus so wie die Determinative
● Dt: die Deklination des Adjektivs wird von
vorausgehenden Determinativ gesteuert / die Kategorie
Det.kann auch durch ein Nullartikel vertreten sein
● Ro: Adjektivartikel „cel“ kommt nur in Verbindung mit
dem Adjektiv vor
N N
↓ ∧
↓ Det Adj.
D ↓
↓ cel

Adj.
eforturi
Bemühungen ∧
↓ le intreite
↓ ↓
die cele


dreifachen
Bestand und Klassifikation
● Dt.und Ru. die drittgrößte Wortklasse nach
Nomina und Verben
● Bestand durch Neubildung erweiterbar

● Die neuen Adjektive haben die


Flexionsmerkmale des Adjektivs.
● Neubildungen

● Attributiv verwendetes Part. I / Ru. Gerunziu


● Attributiv verwendetes Part. II /Ru. Participiu

Einige Qualifikative Adjektive: ein Drittel Ballen


Stoff Ru.:
● Kopulapartikeln gehören nicht zu den
Adjektiven
● Wir sind quitt. Ru:
● Nomen aus Adjektiven werden dt. groß
geschrieben, aber wie Adjektive flektiert.
● Der/die Angestellte, -n
Klassifizierung der Adjektive
1. Nach Bildung
2. Nach Grundbedeutung
3. Nach Komparation
4. Nach Valenz
5. Nach syntaktischer Funktion
1. Bildung des Adjektivs
● Derivation
● Präfixbildungen (in beiden Sprachen, stärker in Ru.)

Einige Präfixe: Dt. a, alt, anti, außer, bi, binnen, contra, di,
extra, grund, hyper, in, inner, konter, multi, neo, pan, para,
pseudo, quasi, sau, schein, super, supra, tief, trans, über
Ru.: a, ab, ana, anti, bi, cripto, dis, exo, hiper, hipo, in, infra,
meta, pre, post, pro, super, supra
● Die Präfixe modifizieren oder spezifizieren den Inhalt, die
Neubildungen kann man in semantische Subklassen
gruppieren // Keine eindeutige Bildungsregeln und dt.-ru.
Entsprechungen
Arten von Präfixe
Bedeutungen
● Negierende Präfixe: dt. a/in, nicht, un
● Scheinbares/ Approximativ: dt. halb, krypto, para,
pseudo, quasi, schein, semi
● Graduierend / intensivierend: erz, grund, hoch, hyper,
ober, sau, scheiß, super, tief, über, ultra, unter, ur, voll
● Lokal/temporal: alt, außer, binnen, extra, innen, intra,
nach, neo, neu, post, sub, trans, über, vor, zwischen
● Für/wider: anti, contra, konter, pro
● Numerative Präfixe: bi, di, mono, multi, pan
Suffixe und Suffxoide
● Adjektivsuffixe treten zu Nomina, Verben,
anderen Adjektiven und ändern meistens die
Grundbedeutung
● Nach Inhalt gruppierbar
● Manchmal Umlautungen: Glas – gläsern;
Hund – hündisch
● Dt. Suffixe: al, ant, ar, är, bar, el, en, ent, ern,
esk, haft, ig, isch, iv, lich, mäßig, oid, +s, sam
Zwexk, Mittel, Art und Weise,
Handlungen
● Denominativa, Deverbativa (adjektivisch
verwendete Partizipien – aktivisch,
passivisch, haben stets perfektiven Inhalt)
● ell, isch, iert Ru: al, an, at, ic
● Offiziell, elektrisch, parteiisch, telefonisch,
automatisiert, manipuliert, motorisiert
Ein Verhalten charkterisierbar
● Denominativa, Deverbativa: Eigenschaften +
Verhaltensweisen/Fähigkeiten: ig, isch, halt,
lich, sam
Abschwächend / diminuierend
● Deadjektiva: lich
Numerativ
fach, lich: zweifach, täglich
Komposition
● Kopulativkomposita: weißgelb,
serbokroatisch
● Determinativkomposita (an zweiter Stelle
steht das Adjektiv): bildschön, dampfdicht
Semantisch: Vergleichsbildungen,
Valenzbildungen (meistens bei Partizipien:
freiheitsliebend, affengleich, leiderfüllt,
krummnasig
2. Grundbedeutung -
Inhaltsklassen
● Qualifikative Adjektive: neu, düster
● Quntifikative Adjektive: viel, drei, siebte,
fünfach
● Situative Adjektive: künftig, hiesig
● Klassifikative Adjektive: ärztlich, molekulär,
städtisch
● Herkunftsadjektive: rumänisch
● Stoffadjektive: eisern, siebern
Klassifikation: nach
Komparierbarkeit
● Nur ein Teil der Adjektive ist komparierbar
Spezifische Endungen
● breit – breiter – am breitesten

Valenz
Regieren Ergänzungen (Attribute), die nur bei einer
Subklasse von Adjektiven vorkommen ⇒
Adjektivergänzungen: der Sache ergeben; in Brasv
ansässig

Flektierbarkeit
1. ganz/halb 2. Kardinalzahlen 3. einige fremdsprachliche
Adj (lila) 4. Herkunft/Zugehörigkeit
Klassifikation nach Position
● Attributive Adjektive stehen immer vor dem
Nomen
● Nachgestellt, dann unflektiert, nur in stark
archaisierenden und poetischen Texten
● Wenn Adjektive beim Verb stehen, werden
sie nicht flektiert
Syntaktische Funktion
● Adjektivische Attribute: Dependentien von
Nomina. Sie kongruieren mit ihnen in Genus,
Numerus, Kasus
● Als Apposition: dem Regens nachgestellt, steht
zwischen Kommas
● Adjunkt (beim Verb) kann sich auf die von der
Subjekt- oder Akkusativergänzung bezeichnete
Größe beziehen: Sie war fröhlich heim gekehrt;
Sie hat ihn fröhlich gesehen.
● Verbangabe: Er schreit laut.
Zahladjektive
● In traditioneller Gram: Numeralien/Zahlwörter
● Dt. Kardinalzahlen, Ordinalzahlen,
Distributivzahlen, Bruchzahlen, Kollektive
Zahladjektive, Vervielfältigungszahlen,
Gattungszahlen, Wiederholungszahlen
● Kardinalzahlen: null neun, zweiundwanzig//
sechzehn; siebzehn;
neunhundertneunundneunzig: Frage: wie
viele
● Ordinalzahlen: den Kardinalzahlen von 2 bis
19 wird ein t angefügt, ab 20 sein st. Der
achte 8.; der zwanzigste 20. PUNKT.
Gefragt: der/die/das wie vielte?
● Distributivzahlen: zu zweit, zu dritt
● Bruchzahlen: 1/5 ein fünftel 2/3 zwei drittel;
½ ein halbes Kilo Fleisch 1 ½ anderthalb
● Kollektive Zahlenadjektive: beide Töchter;
● Verfältigungszahlen: Kardinalzahl plus fach:
dreifach (intreit)
● Gattungszahlen: Kardinalzahl plus erlei:
dreierlei Filzstifte sind Filzstifte von drei
verschiedenen Arten.
● Wiederholungszahlen: zwei Mal/zweimal
Graduierung der Adjektive
● Überblick
● Durch Wortbildung: hochschwanger,
mausetod; Komposition: blutrot, raenschwarz
● Durch flexivische Graduierung
● Graduierung durch Wortbildung
● Lexikalische Graduierung
Komparation
● Positiv: jung = unmarkierte Form
● Komparativ: jünger Endung -er

● Superlativ: jüngst + der, die, das –e; oder


am+-en
Unregelmäßig
Gut – besser – am besten
Viel – mehr – am meisten
Wenig – minder – am mindesten
Adjektivdeklination – best. Art.
Und nach: jed-, jen-, dies-, welch-
mask neutr fem pl
N -e -e -e -en
A -en -e -e -en
D -en -en -en -en
G -en -en -en -en
Nach unbest. Art
Und nach: Possessivartikel, Negativartikel
mask neutr fem pl
N -er -es -e -en
A -en -es -e -en
D -en -en -en -en
G -en -en -en -en
Nach Nullartikel
Und nach etwas, mehr, manch, solch, viel, welch, wenig, tausend
Mask. Neutr. Fem. Pl.
N -er -es -e -e
A -en -es -e -e
D -em -em -er -en
G -en -en -er -er
Zusammenfassung NP
● Trägt als Ganzes Genus und Numerusmerkmale
● Anaphorisierbar durch ein Pronomen
● Besteht aus dem Kern – Nomen
● Dependenzien: Attribute
● Determinative und Adjektive
● Andere Nomina im Genitiv
● Situativangaben in Form von Präpositional- und
Adverbialphrasen: Der Mann da drüben
● Nebensätze: w-Phrasen und Relativsätze
● Attributive Nominalphrasen: Ich habe ihn als einen
aufrechten Mann kennengelernt
Stellungsverhältnisse in der
NP
● Termini Nach- und Vorfeld
● Bezugspunkt: Kern der Phrase; um den Kern
stehen direkte und indirekte Dependenzien
● Die Position wird über die Konnexion
(Unterscheidung von Ergänzung und Angabe)
und sekundär über Semantik bestimmt
⇒Es ist eine Grundfolge festzulegen. An ihr
können unter Umständen Permutationen
auftreten
Grundfolge im Vorfeld
● Die Attribute des Nomens werden Aufgrund ihrer Stellung
im Vorfeld des Nomens in fünf Untergruppen eingeteilt.
Wenn sie hintereinander stehen, dann in folgender
Reihenfolge:
1. Stelle im Vorfeld: Partikel wie all, manch, solch: all diese
Argumente; mach schöne Geschichte aber nicht: all
manch schöne Geschichte;
• die Partikel sind nicht miteinander kombinierbar
• Sie kommunitieren mit dem flektierbaren Determinativ
„all“ und mit dem sächsischen Genitiv, der die meisten
Determinative ausschließt. (1) all diese Enten (2)
manch/Vaters schöner Traum
Grundfolge im Vorfeld
2. An 2. Stelle: die restlichen Determinative wie der-die-
das; dies-, jen-, mein-, kein-, manch- usw.und jene
Zahlwörter, die nicht Determinative sind: all diese
Argumente; diese zwei Abschnitte; falsch: der dieser
Mann
3. An dritter Stelle: Adjektive, die auf im Satz oder in der
Gesprächssituation Vorhandenes hinweisen, wie:
bestimmt, gewiss, damalig, dortig. Bsp: all diese
besagten Probleme
- Viele sind miteinander kombinierbar: bestimmte dortige
Verhältnisse// gewisse damalige Gegebenheiten
Grundfolge im Vorfeld
4. An vierter Stelle: qualitative Adjektive wie:
schön, schlecht, bunt: all diese hiesigen großen
Probleme
5. An fünfter Stelle klassifizierende Adjektive:
philosophisch, staatlich, rumänisch
AUSNAHME von der potenziellen
Kombinierbarkeit a) all und manch
b) Der sächsische Genitiv & die 2. Klasse:
*Vaters dieser Hut (falsch) c) der und solch
Grundfolge im Nachfeld
• Der Genitiv (Ergänzung und Angabe, nicht
sächsisch) Präpositionalergänzung &
Situativ/Direktivangaben = auch Grundfolge
bei Kummulation: die Hoffnung der Menschheit
auf Frieden in der Welt N Ag Eprp Asit.
• Im Nachfeld auch Satzförmige Attribute –
immer am Ende, zur Umgehung der
Zuordnungsschwierigkeiten „die Freude über
den Preis, die ihn erfasste.
Position in der NP
● Jedes Nomen hat eine eigene Bedeutung –
vom Kontext unabhängig, inhärent
● In Konnexion wird die Bedeutung erweitert
und präzisiert
a) Durch die Bedeutung seiner Attribute

b) Durch die Bedeutung der Relation zwischen


Regenz und Dependenzien
● Im Falle der Angaben hat die Position eine
ausschlaggebende Rolle
● Regel: rechts determiniert links:

dieses prickelnde helle Bier im Glas

Der Wunsch nach Frieden in der Welt

Je stärker ein Attribut an den Kern gebunden ist, desto


näher steht es bei ihm (Ergänzung vor Angabe)
Präpositionalergänzung vs.
Präpositionalangabe
● Wenn enge semantische Einheit: das
Bierglas auf dem Tisch neben der Tür
● Beide sind Angaben, dann austauschbar: das
Bierglas vor dem Gast auf dem Tisch
● Prp = Ergänzung + Prp. Angabe, dann steht
Erg. vor Angabe: die Beschäftigung mit der
modernen Linguistik an der Hochschule
Permutation
● Attribute sind ziemlich Stellungsfest
● Es gibt aber die Möglichkeit, durch
Permutationen Abweichungen von der
Grundfolge zu bilden
Zweck
1. Hervorhebung bestimmter Attribute

2. Disambiguierung anderer Ausdrücke


Hervorhebung
● durch die Entfernung von seiner Normalen Position:
● Genitive, normalerweise Nachgestellt, treten ins Vorfeld:
die Töchter dieser Frau/dieser Frau Töchter
● Fernstellung normalerweise nachgestellter Nebensätzen:
Die Meinung, dass die Aufgabe gelöst werden könne,
wurde von allen vertreten. // Die Meinung wurde von
allen vertreten, dass…
● Normal vorangestellte Attribute werden nachgestellt
● Das sehr interessante Buch - das Buch, sehr interessant
// ein in Leder gebundenes Buch – ein Buch – in Leder
gebunden
Disambiguierung
NPs, die zweideutig sind
● Das Recht auf Arbeit in Rumänien

● Das Recht auf Arbeit dort // das Recht dort


auf Arbeit
Situation, in der die Ergänzungen aus dem
nominalen Rahmen herausgerissen werden
und ins Vorfeld des Satzes treten:
● Mit den Kindern hatten sie viel Spaß
Die NP als ganzes
● NP als Einheit charakterisiert
Verschiebe- und Ersatzprobe ER
● Der mit Zahlreichen Problemen beschäftigte
Abteilungsleiter hat keine Zeit für
Kleinigkeiten.
● Hat ___NP_____ keine Zeit für Kleinigkeiten.

● Für Kleinigkeiten hat ___NP__ keine Zeit.


Pronomen
● Dt. Fürwörter sind selbständige Satzgleider die
stellvertretend für ein Nomen oder eine
Nominalphrase eingesetzt werden.
● Dekliniert: Numerus, Kasus, teilweise Genus

● Manche Pronomina (Possessiv-, Demonstrativ-,


Indefinitpronomen) können auch als
Determinative eingesetzt werden ⇒ anders
dekliniert.
Bsp. Herbert hat keine Freundin. Sein Freund Knut
sucht auch eine.
● Pronomen beziehen sich auf einen ganzen
Satz = Relativpronomen. Ich finde den
Freund, mit dem du gekommen bist, sehr
sympatisch

oder es/das
● Sie waren im Urlaub. // Das /es hat ihnen
sehr gut gefallen.
Personalpronomen
● Die Personalpronomen, werden
unterschieden nach:
● Personen: ich, du, er, sie, es, wir, ihr, Sie,
sie
● Numerus: Singular und Plural
● Kasus: Nominativ, Akkusativ, Dativ, Genitiv
3. Person und Genus
● In der 3. Person Singular kann das Personalpronomen
zudem stellvertretend für ein Nomen stehen und zeigt
dann den entsprechenden Genus (maskulin, feminin,
neutral) an.
● Maskulinum: Besuchst du einen neuen Kurs? - Ja, er
ist immer am Montag.
● Femininum: Organisierst du eine neue Veranstaltung?
- Ja, und sie ist sehr anstrengend.
● Neutrum: Hast du ein neues Buch gekauft? - Ja, es ist
für den Deutschkurs.
Hervorheben
● Soll die Person oder die Sache stärker
hervorgehoben werden, geschieht dies mit einem
betonten Pronomen. Das betonte Pronomen wird
oft an Position 1 gestellt.
● Hast du einen neuen Mantel? - Den habe ich
schon lange.
● Hast du eine neue Bluse? - Die habe ich mir
gestern gekauft.
● Hast du ein neues Kleid? - Das hat mir eine
Freundin geliehen.
Deklination Personalpronomen

N ich du er es sie wir ihr sie

A mich dich ihn es sie uns euch sie


D mir dir ihm ihm ihr uns euch ihnen
G meine dein seiner seiner ihrer unser euer ihrer
r er
Reflexivpronomen
● Reflexivpronomen
● Typisch: steht in einem Satz als Objekt
● Bezieht sich auf die gleiche Person oder
Sache, wie das Subjekt. ⇒ verweist auf das
Subjekt zurück - es reflektiert das Subjekt,
deshalb spricht man von "reflexiv".
Reflexivpronomen können nur im Dativ oder
Akkusativ vorkommen.
Akk. oder Dat.
● Was ist richtig:
● "Ich wasche mir die
Füße."
Oder:
● "Ich wasche mich die Füße."
Reflexivpronomen im Dativ
● Ich wasche mir die Füße.
● Du wäschst dir ...
● Er wäscht sich... / Sie wäscht
sich... / Es wäscht sich...
● Wir waschen uns...
● Ihr wascht euch...
● Sie waschen sich...
Reflexivpronomen im Akk.
● Ich kämme
mir
Oder: "Ich kämme mich."
● Wen oder was kämme ich? Also muss ich
den Akkusativ nehmen: mich (und nicht mir!).
Akk.
● Ich kämme mich.
● Du kämmst dich.
● Er / Sie / Es kämmt sich.
● Wir kämmen uns.
● Ihr kämmt euch.
● Sie kämmen sich.
Relativpronomen
● Das Relativpronomen hängt von einem
vorhergehenden Beziehungswort ab, dieses
Beziehungswort gibt vor, in welchem Genus
und Numerus das Relativpronomen
steht. Der Kasus hingegen hängt vom Inhalt
des Relativsatzes ab. Dieser Relativsatz wird
vom Relativpronomen eingeleitet; er ist durch
Kommata vom Hauptsatz abgetrennt.
Bsp.
● Das Kind, das im Wagen liegt, schläft tief.
● Bezugswort: Das Kind (Genus = neutrum/
Numerus Singular)
● Relativpronomen: Genus und Numerus also
auch neutrum/
singular
● Frage nach Kasus: "Wer oder was schlöft tief?"
> bei "Wer oder was" steht der
Nominativ
● Also: Relativpronomen > das
Die Deklination der Relativpronomen: der
- die - das Singular
maskulinum femininum neutrum
Nominativ der Mann, der... die Frau, die... das Kind, das...
Akkusativ der Mann, den... die Frau, die... das Kind, das...
Dativ der Mann, dem... die Frau, der... das Kind, dem..
Genitiv der Mann, die Frau, der... / das Kind,
dessen... deren... dessen...
Die Deklination der Relativpronomen: der
- die - das Plural
maskulinum femininum neutrum
Nominativ die Männer, die... die Frauen, die... die Kinder, die...
Akkusativ die Männer, die... die Frauen, die... die Kinder, die...
Dativ die Männer, die Frauen, die Kinder,
denen... denen... denen..
Genitiv die Männer, die Frauen, die Kinder,
deren... deren... deren...
Die Deklination der Relativpronomen:
dieser - welcher Singular
maskulinum femininum neutrum
Nominativ der Mann, die Frau, das Kind,
welcher... welche... welches...
Akkusativ der Mann, die Frau, das Kind,
welchen... welche... welches...
Dativ der Mann, die Frau, das Kind,
welchem... welcher... welchem...
Genitiv der Mann, die Frau, das Kind,
dessen... deren... dessen...
Die Deklination der Relativpronomen:
dieser - welcher plural
maskulinum femininum neutrum
Nominativ
Akkusativ
Dativ
Genitiv
Demonstrativpronomen
● Das Demonstrativpronomen weist mit
Nachdruck auf eine(n) bereits bekannte(n)
oder besonders hervorzuhebende(n) Person
(oder Gegenstand) hin.
● Beim Sprechen wird das
Demonstrativpronomen besonders stark
betont.
Beispiel:
● Wenn ich den finde!
● An dieser Stelle lag mein
Buch!
● Derjenige, der seine Note kennt, soll sie in
sein Notenheft eintragen.
● Es war bestimmt derselbe, der die Prüfung
mit sehr gutem Erfolg bestanden hat.
Deklination der
Demonstrativpronomen: der - die - das
singular Plural
für alle Genera
gleich

maskulinum femininum neutrum

Nominativ der die das die


Akkusativ den die das die
Dativ dem der dem denen
Genitiv dessen deren dessen deren / derer
Deklination der
Demonstrativpronomen: dieser - diese -
dieses (ebenso: jener - jene - jenes)
singular plural
für alle
Genera
maskulinum femininum neutrum
gleich

Nominativ dieser diese dieses diese


Akkusativ diesen diese dieses diese
Dativ diesem dieser diesem diesen
Genitiv dieses dieser dieses dieser
Deklination der Demonstrativpronomen:
derjenige - diejenige - dasjenige
(ebenso: derselbe - dieselbe - dasselbe)

singular plural
für alle
maskulinum femininum neutrum Genera
gleich
Nominativ derjenige
Akkusativ
Dativ
Genitiv
Deklination der
Demonstrativpronomen: solcher - solche -
solches > wie das Adjektiv ohne Artikel.

● Beispiel: Obelix klopfte mit solcher


Kraft gegen die Tür, dass diese
zusammenbrach.
● Einen solchen Sturm... Ein solches
Gewitter...
● Solch ein Zeugnis... selbst - selber: wird
nicht dekliniert.
Interrogativpronomen
● Das Interrogativpronomen fragt nach einer Person
/ einer Sache / einem abstrakten Begriff.
● Wer war das?
● Wessen Kaugummi klebt hier auf meinem
Stuhl?
● Wem verdanken wir dieses Chaos?
● Wen besuchen wir heute?
● Welchen Lehrer bekommen wir in Mathe?
● Was für einen Wagen fährt dein Vater?
Indefinitpronomen
● Die Indefinitpronomen stehen für eine nicht näher
bekannte oder genauer bezeichnete Person oder Sache.
● Sie werden * substantivisch oder *
adjektivisch gebraucht.
● Zu den Indefinitpronomen gehören: einer, keiner,
irgendein, irgendwer, jeder, jedermann, jeglicher,
jemand, niemand, kein(er), alles, nichts, man, einige,
etliche, etwas, sämtliche.
● Während "man", "etwas", "nichts" unverändert bleiben,
werden z. B. dekliniert:
jemand - niemand

Nominativ jemand niemand


Akkusativ jemand(en) niemand(en)
Dativ jemand(em) niemand(em)
Genitiv jemandes niemandes
jedermann - jemand anderer
Nominativ jedermann jemand anderer
jemand(en) anderer /
Akkusativ jedermann
andere / anderes
jemand(em)
Dativ jedermann anderer / (von) jemand
anderem
jemandes anderer
Genitiv jedermanns
(Hund)