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INAS-Praktikum

Microsoft Education Support Centre


Deutschland

Microsoft Server-Administration
Installation und Verwaltung von
Windows 2000

Christoph Schaefer
ESC Deutschland
Ablauf Teil 1

1. Das Szenario
2. Planen einer Windows 2000-Installation
3. Installation von Windows 2000
4. Unbeaufsichtigte Installation
5. Setup und Start von Windows 2000
6. Systemkonfiguration und Verwaltung
7. TCP/IP in Windows 2000

06.04.2019 2
Das Szenario

06.04.2019 3
Ablauf

1. Das Szenario
2. Planen einer Windows 2000-Installation
3. Installation von Windows 2000
4. Unbeaufsichtigte Installation
5. Setup und Start von Windows 2000
6. Systemkonfiguration und Verwaltung
7. TCP/IP in Windows 2000

06.04.2019 4
Planen einer Windows 2000-Installation

• Planungsschritte
• Überprüfen der Systemanforderungen
• Wählen zwischen Aktualisierung und Neuinstallation
• Aspekte einer Multi-Boot-Konfiguration
• Erstellen von Festplattenpartitionen
• Überlegungen zum Dateisystem
• Domäne oder Arbeitsgruppe

06.04.2019 5
Planen einer Windows 2000-Installation

• Überprüfen der Systemanforderungen

CPU Freier
Festplattenplatz

Speicher 2.0 GB
PII 233 MHz oder höher

Mindestens 64 MB RAM
128 MB RAM empfohlen

• Hardware-Kompatibilität an Hand der HCL prüfen

06.04.2019 6
Planen einer Windows 2000-Installation

• Aktualisierung eines vorhandenen Systems


• Vor der Aktualisierung mittels /checkupgradeonly auf Kompatibilität
der Konfiguration und der Anwendungen prüfen
• Aktualisierungsbericht enthält Informationen zu
- MS-DOS-Konfiguration
- Plug & Play-Hardware
- Inkompatible Software

06.04.2019 7
Planen einer Windows 2000-Installation

• Aktualisierungspfade

Windows 9x, Windows Me, Windows 2000


Windows NT 4.0 und 3.51 Workstation Professional

Windows 2000
Windows NT 4.0 und 3.51 Server
Server

Windows NT Windows NT Windows 2000


3.1 und 3.5 3.51 oder 4.0

06.04.2019 8
Planen einer Windows 2000-Installation

• Mögliche Probleme bei einer Aktualisierung


• Registrierungsdaten werden in verschiedenen Pfaden verwaltet
→ Anwendungen, die diese Unterschiede nicht berücksichtigen,
sind nicht mehr lauffähig.
• Anwendungen führen Aufrufe an z.B. Windows 9x-spezifische APIs
durch, die unter Windows 2000 nicht mehr oder nur noch in
abgeänderter Form vorhanden sind.

06.04.2019 9
Planen einer Windows 2000-Installation

• Partitionierung bei einer Neuinstallation

Erstellen einer neuen Partition Erstellen einer neuen Partition


auf einer unpartitionierten auf einer partitionierten
Festplatte Festplatte

Installation auf einer


existierenden Partition Löschen einer Partition, um
durchführen Speicherplatz freizugeben

06.04.2019 10
Planen einer Windows 2000-Installation

• Auswahl des Dateisystems (1)


• Die Dateiformate FAT16, FAT32 und NTFS werden unterstützt.
• Nur mit NTFS vollständige Funktionalität und Sicherheit
• Wann kein NTFS ?
- Wenn lokaler Zugriff aus anderen Betriebssystemen möglich sein soll.
- Wenn eine Multi-Boot-Konfiguration mit anderen Betriebssystemen
geplant ist.

• Wann NTFS ?
- In allen anderen Fällen ☺

06.04.2019 11
Planen einer Windows 2000-Installation

• Auswahl des Dateisystems (2)


• Vorteile von NTFS
- Größere Robustheit (da auf Transaktionen ausgelegt und
fehlerkorrigierend)
- Verbesserte Sicherheit (da detaillierte Dateiberechtigungen und
Verschlüsselung von Dateien und Ordnern möglich)
- Unterstützung großer Festplatten (Wichtig: Leistung sinkt mit steigender
Festplattengröße nicht)

06.04.2019 12
Planen einer Windows 2000-Installation

• Auswahl des Dateisystems (3)

Windows
2000
Windows
98

NTFS FAT/FAT32
 Datei- und
Ordnersicherheit  Dual-Boot-Unterstützung
 Datenkompression  Keine Datei- und
 Datenträgerkontingente Ordnersicherheit
 Verschlüsselung

06.04.2019 13
Planen einer Windows 2000-Installation

• Aspekte einer Multi-Boot-Konfiguration (1)


• Unabhängige Installation von zwei oder mehr Systemen auf einem
Computer
• Mögliche Betriebssysteme
- Windows NT 3.51 oder 4.0 Windows
- Windows 9x/ME 98
Windows
- Windows 3.1 oder 3.11 2000
- MS-DOS
- OS/2

06.04.2019 14
Planen einer Windows 2000-Installation

• Aspekte einer Multi-Boot-Konfiguration (2)


• Jedes Betriebssystem auf einer eigenen Partition
• Bei Konfigurationen mit Windows 9x/ME oder MS-DOS muss
Windows 2000 zuletzt installiert werden.
• Berücksichtigung des „gemeinsamen“ Dateisystems auf der primären
Partition des Computers

06.04.2019 15
Planen einer Windows 2000-Installation

Arbeitsgruppe

SAM SAM SAM SAM

Zentrales
Benutzerkonto Domäne

Active
Directory

06.04.2019 16
Ablauf

1. Das Szenario
2. Planen einer Windows 2000-Installation
3. Installation von Windows 2000
4. Unbeaufsichtigte Installation
5. Setup und Start von Windows 2000
6. Systemkonfiguration und Verwaltung
7. TCP/IP in Windows 2000

06.04.2019 17
Installation von Windows 2000

• Ausführen des Setup-Programms


• Start hängt von der Installationsart ab

Aktualisierung Befehl winnt32.exe

Neuinstallation Befehl winnt.exe

• Wichtige Parameter von Winnt32.exe, Winnt.exe


- /s, /s (Quellpfad angeben)
- /unattend, /u (Antwortdatei angeben)
- /checkupgradeonly, -- (Kompatibilitätstest)
- /cmdcons, -- (Installation der Wiederherstellungskonsole)

06.04.2019 18
Installation von Windows 2000

• Möglichkeiten im Anschluss einer Installation


• Hinzufügen optionaler Windows-Komponenten
• Hinzufügen des Computers zu einer Arbeitsgruppe oder einer
Domäne (falls nicht schon geschehen)

Windows 2000

06.04.2019 19
Ablauf

1. Das Szenario
2. Planen einer Windows 2000-Installation
3. Installation von Windows 2000
4. Unbeaufsichtigte Installation
5. Setup und Start von Windows 2000
6. Systemkonfiguration und Verwaltung
7. TCP/IP in Windows 2000

06.04.2019 20
Anpassen und Automatisieren von Installationen

• Möglichkeiten der Automation


• Unbeaufsichtigte Installation (Unattended Installation) mittels
Winnt32.exe oder Winnt.exe
• Verwendung des Tools Sysprep
• Einsatz der Remote Installation Services (RIS)

06.04.2019 21
Unbeaufsichtigte Installation

• Planungsschritte
• Zusammenstellen aller nötigen Informationen bzgl.
Installationsmodus, Umgebung, Kompatibilität
• Überprüfen der vorhandenen Hard- und Software
• Anlegen eines Distributionsordners
• Erstellen einer Antwortdatei

06.04.2019 22
Unbeaufsichtigte Installation

• Anlegen eines Distributionsordners


• Hierarchische Ordnerstruktur
• Enthält Installationsdateien, Gerätetreiber und zusätzliche Dateien
zur Automation
• Stellt eine konsistente Umgebung für Installationen bereit
• Bei Änderungen an der Treiberkonfiguration keine Anpassung der
Antwortdatei nötig, sondern nur Hinzufügen der Treiberdateien

06.04.2019 23
Unbeaufsichtigte Installation

Enthält i386-Ordnerinhalt vom Betriebssystem


und optional die Datei $$Rename.txt .
Struktur eines Distributionsordners (1)
\i386

Enthält alle zusätzlichen Dateien zur Installation


des Betriebssystems
\$OEM$
Enthält Gerätetreiber für Massenspeicher (auch
SCSI) und HAL
\Textmode

Entspricht %windir% (z.B. C:\winnt)


\$$

...
Entspricht dem Systemlaufwerksbuchstaben
(leitet Informationen automatisch zum
angegeben Systemlaufwerk um)
\$1

...
Enthält Dateien und/oder Ordner, die in das
Stammverzeichnis des entsprechenden
Laufwerks kopiert werden müssen.
\Drive_letter

Enthält Dateien, die in Drive_letter\Misc kopiert


werden müssen (jeder Ordnername ist gültig).
\Misc

06.04.2019 24
Unbeaufsichtigte Installation

• Struktur des Distributionsordners (2)


• Der Unterordner $OEM$ ist optional.
• Wird $OEM$ verwendet, muss in der Antwortdatei OemPreinstall =
Yes ergänzt werden.
• Gesamter Inhalt des $OEM$-Ordners wird während der Installation
in das temporäre Installationsverzeichnis kopiert.

06.04.2019 25
Unbeaufsichtigte Installation

Unattend.txt

• Erstellen einer Antwortdatei (1)


• Textdatei in einem genau definierten Format
• Wird vom Setup-Programm verwendet, um benutzerdefinierte
Installations-Einstellungen zu automatisieren.
• Antwortdatei gibt u.a. vor, wie die Interaktion mit dem erstellten
Distributionsordner stattfinden soll.
• Name ist frei wählbar, vorausges. das Setup-Programm wird mit
korrektem Parameter gestartet.

06.04.2019 26
Unbeaufsichtigte Installation

• Erstellen einer Antwortdatei (2)


• Manuell mittels eines Texteditors
• Mit dem Installations-Manager von Windows 2000

06.04.2019 27
Unbeaufsichtigte Installation

• Erstellen einer Antwortdatei (3)


• Konfigurationsmöglichkeiten im Installations-Manager
- Benutzereingriff
- Betriebssystemauswahl (Windows 2000 Professional oder Server)
- Software anpassen
- Computernamen (bei mehreren Namen wird eine UDF (Unique
Database File) erstellt)
- Administratorkennwort (auch verschlüsselt)
- Anzeigeeinstellungen
- Netzwerkeinstellungen
- Distributionsordner
- ...

06.04.2019 28
Unbeaufsichtigte Installation

• Syntax der Antwortdatei und der UDF

Syntax

[Abschnitt]
Schlüssel=Wert

• Nachträgliche Anpassungen müssen exakt dieser Syntax


entsprechen.

06.04.2019 29
Unbeaufsichtigte Installation

• Aufgabe einer Antwortdatei und einer UDF

Antwortdatei
Stellt gemeinsame Konfigurationen
[UserData] für alle Computer bereit.
FullName=“Ein Name”

Uniqueness
Database File

[UniqueIDs]
Stellt eindeutige Konfigurationsdaten
Computer1=UserData
für jeden einzelnen Computer bereit.
[Computer1:UserData]
FullName=“Ein anderer Name”

06.04.2019 30
Unbeaufsichtigte Installation

• Aufbau einer UDF


• Abbilden von eindeutigen IDs
Zweiter Abschnitt der UDF

Erster Abschnitt der UDF [ComputerID1:TapiLocation]


[UniqueIDs] CountryCode=1
Dialing=Tone
ComputerID1=TapiLocation, Network [ComputerID1:Network]
JoinDomain="DomainEast"
ComputerID2=UserData
[ComputerID2:UserData]
FullName=“Hans Meier"

06.04.2019 31
Unbeaufsichtigte Installation

• Beispiel einer Antwortdatei


• Installation von Windows 2000 Professional in der
Standardkonfiguration
[Unattended] [Display]
;Das Dateisystem bleibt erhalten BitsPerPel = 8
;(Alternative: ConvertNTFS). Vrefresh = 60
FileSystem = LeaveAlone Xresolution = 640
;Standard-Installationspfad Yresolution = 480
;von Windows 2000
TargetPath = WINNT [Networking]

[UserData] [Identification]
ComputerName = OEM_Computer DomainAdmin = admin
FullName = "User Name" DomainAdminPassword = password
OrgName = "Microsoft" JoinDomain = domain
;Die Produkt-ID wird standardmäßig ;Der Computer soll Bestandteil
;nicht eingetragen, ist aber durchaus ;einer Domäne werden.
;sinnvoll, damit während der Installation
;keine Benutzerinteraktion nötig ist.
ProductID = “XXXXX-XXXXX-XXXXX-XXXXX-XXXXX”

06.04.2019 32
Unbeaufsichtigte Installation

• Unbeaufsichtigte Installation starten

Winnt.sif
Setup-Programm von CD starten
(winnt.sif auf Diskette)

Neuinstallation: Answer
winnt /u:answer_file File

Aktualisierung: Answer
winnt32 /unattend[num]:answer_file File

Beispiel mit UDF

winnt32 /unattend:unattend.txt /udf:computer1,unattend.udb

06.04.2019 33
Ablauf

1. Das Szenario
2. Planen einer Windows 2000-Installation
3. Installation von Windows 2000
4. Unbeaufsichtigte Installation
5. Setup und Start von Windows 2000
6. Systemkonfiguration und Verwaltung
7. TCP/IP in Windows 2000

06.04.2019 34
Setup und Start von Windows 2000

• Startsequenz
• POST (Power-On-Self-Test)
• Erster Startprozess
• Bootstrap-Loader
• Auswahl des Betriebssytems (bei Multi-Boot-Konfiguration)
• Hardwareerkennung
• Auswahl der Hardwarekonfiguration (bei mehreren Hardwareprofilen)
• Laden des Kernels
• Anmeldeprozess des Betriebssystems

06.04.2019 35
Setup und Start von Windows 2000

• Bootstrap-Loader (Ntldr)
• Lädt Dateien des Betriebssystems in den Speicher
• Starten des Dateisystems
• Auslesen der Datei Boot.ini
• Starten von Ntdetect.com
• Übergabe und Laden des Kernels (Ntoskrnl.exe)

06.04.2019 36
Setup und Start von Windows 2000

• Die Datei Boot.ini (1)


• Enthält eine Liste aller installierten Beriebssysteme
- Pfad zur Bootpartition des jeweiligen Systems
- Pfad-Syntax nach der erweiterten RISC-Namenskonvention
(Advanced Reduced Instruction Set Computing)

Syntax

Multi(W)disk(X)rdisk(Y)partition(Z)\%systemroot% (Multi-Syntax)

Scsi(W)disk(X)rdisk(Y)partition(Z)\%systemroot% (SCSI-Syntax)

Die erste gültige Nummer für Z ist 1, W, X und Y beginnen mit 0.

06.04.2019 37
Setup und Start von Windows 2000

• Die Datei Boot.ini (2)

Beispiel

[boot loader]
timeout=30
default=multi(0)disk(0)rdisk(1)partition(2)\WINDOWS
[operating systems]
multi(0)disk(0)rdisk(1)partition(2)\WINDOWS=Microsoft Windows 2000
SCSI(0)disk(1)rdisk(0)partition(1)\WINDOWS=Microsoft Windows XP

06.04.2019 38
Setup und Start von Windows 2000

• Laden und Initialisieren des Kernels


• Ntldr lädt Kernel und HAL (Hardware Abstraction Layer)
• Laden des Registrierungsschlüssels
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM
• Kernel erstellt den Schlüssel
HKEY_LOCAL_MACHINE\HARDWARE anhand der übergebenen
Hardwareinformationen.

Exkurs: Windows Registry

06.04.2019 39
Setup und Start von Windows 2000

• Anmelden beim Betriebssystem


• Windows-Teilsystem startet Winlogon.exe
• Start der lokalen Sicherheits-Administration
• Erscheinen des Anmeldefensters
• Automatisches Starten aller entsprechend konfigurierten Dienste

• Startvorgang ist beendet, wenn Benutzer erfolgreich angemeldet


- Kopieren eines Duplikats der Zugriffskontrolle in die letzte als
funktionierend bekannte Konfiguration (LastKnownGood)

06.04.2019 40
Setup und Start von Windows 2000

• Control Sets (1)


• Mapping in der Windows-Registrierung

06.04.2019 41
Setup und Start von Windows 2000

• Control Sets
• LastKnownGood-Configuration
Änderungen werden
Konfiguration
Anmelden mit der im CurrentControlSet
ändern
Standard- gespeichert
Konfiguration

Herunterfahren oder Änderungen werden


Abmelden in die Standard-Konf.
kopiert

Aktuelle
Ja Ja Konfiguration
Starten des Anmeldung wird in die
Start OK?
Systems OK? LastKnownGood-
Nein Konf. kopiert

Herunterfahren
LastKnownGood-
Konf. benutzen
Starten

06.04.2019 42
Ablauf

1. Das Szenario
2. Planen einer Windows 2000-Installation
3. Installation von Windows 2000
4. Unbeaufsichtigte Installation
5. Setup und Start von Windows 2000
6. Systemkonfiguration und Verwaltung
7. TCP/IP in Windows 2000

06.04.2019 43
Systemkonfiguration und Verwaltung

• Die Microsoft Management Console (MMC)


• Werkzeug, um benutzerdefinierte Kontroll- und Verwaltungsbereiche
zu erstellen.
• Bereitstellung von Containern zur Aufnahme verschiedener Snap-Ins

06.04.2019 44
Systemkonfiguration und Verwaltung

• Systemsteuerung
• Zentrale, fest vorgegebene Verwaltungsschnittstelle
• Einige Konfigurationsbereiche:
- Gerätekonfiguration
- DFÜ-Verbindungen
- Netzwerkkonfiguration
- Anzeigeoptionen
- ODBC-Datenquellen
- Scheduled Tasks
- ...

06.04.2019 45
Systemkonfiguration und Verwaltung

• Computerverwaltung
• Als MMC implementiert
• Konsolidiertes Werkzeug, um den lokalen oder einen Remote-
Computer zu verwalten
• Auswahl an Verwaltungstools:
- Ereignisanzeige
- Dienste
- Datenträgerverwaltung
- Geräteverwaltung

06.04.2019 46
Systemkonfiguration und Verwaltung

• Ereignisanzeige (Event Viewer) (1)


• Protokollierung aller System-Ereignisse
• Standard-Protokolle:
- Anwendung
- System
- Sicherheit

• Ereignistypen

Information

Warnung

Fehler

06.04.2019 47
Systemkonfiguration und Verwaltung

• Ereignisanzeige (Event Viewer) (2)


• Einstellungsmöglichkeiten der Protokolle
- Protokollgröße
- Überschreiben der Ereignisse
- Filter für Ereignisse

• Archivieren von Protokollen


- Speichern in EVT-Dateien (TXT und CSV auch möglich)
- Beim Öffnen muss der Protokolltyp angegeben werden
- EVT-Datei enthält nur die Event-IDs

06.04.2019 48
Systemkonfiguration und Verwaltung

• Dienste (Services) (1)


• Dienste: Hintergrundprogramme, die unabhängig von Benutzern auf
einem System aktiv sind.
• Verwaltung der Dienste über das MMC-Snap-In Dienste

06.04.2019 49
Systemkonfiguration und Verwaltung

• Dienste (Services) (2)


• Starttypen
- Automatisch
- Manuell
- Deaktiviert

• Zustand des Dienstes ändern


- Starten
- Beenden
- Anhalten
- Fortsetzen

06.04.2019 50
Systemkonfiguration und Verwaltung

• Dienste (Services) (3)


• Dienst ist grundsätzlich an Benutzerkonto gebunden
(meist LocalSystem)
- Anderes Konto muss Berechtigungen besitzen, um den Dienst ausführen
zu können!

• Wiederherstellungsmöglichkeiten bei Fehlern:


- Keine Aktion
- Dienst neu starten
- Datei ausführen (Keine Programme mit Benutzerinteraktion!)
- Computer neu starten

06.04.2019 51
Systemkonfiguration und Verwaltung

• Die Datenträgerverwaltung (1)


• Administration aller an den Computer angeschlossenen Medien
• Ebenfalls als MMC-Snap-In der Computerverwaltung realisiert

06.04.2019 52
Systemkonfiguration und Verwaltung

• Die Datenträgerverwaltung (2)


• Verwaltung von Basisfestplatten und dynamischen Festplatten
• Basisfestplatten
- Herkömmliche Partitions-Konfiguration

• Dynamische Festplatten
- Dynamische, festplattenübergreifende Partitionierung möglich

06.04.2019 53
Systemkonfiguration und Verwaltung

• Die Datenträgerverwaltung (3)


• Aktualisieren auf dynamische Datenträger
Organisation der Basisfestplatte Organisation der dynamischen Festplatte
(vor der Aktualisierung) (nach der Aktualisierung)
System- und Startpartition Einfacher Datenträger
Primäre Partition Einfacher Datenträger
Erweiterte Partition Alle logische Laufwerke werden zu einfachen
Datenträgern, und der gesamte freie
Speicherplatz wird zu nicht zugeordnetem
Speicherplatz
Datenträgersatz aus früheren Windows Übergreifender Datenträger
NT-Versionen (in Windows 2000 nicht
mehr verfügbar)
Stripe Set aus früheren Windows NT- Stripe-Set-Datenträger
Versionen (in Windows 2000 nicht mehr
verfügbar)
Spiegelsatz aus früheren Windows NT- Gespiegelter Datenträger
Versionen (in Windows 2000 nicht mehr
verfügbar)
Stripe Set mit Parität aus früheren RAID-5-Datenträger
Windows NT-Versionen (in Windows 2000
nicht mehr verfügbar)
06.04.2019 54
Systemkonfiguration und Verwaltung

• Die Datenträgerverwaltung (4)


• Organisation von dynamischen Datenträgern (volumes)

Simple volume
Enthält den Speicherplatz einer
einzelnen Festplatte.

Striped volume
Daten werden gleichmäßig auf die
Festplatten geschrieben.

Spanned volume
Enthält den Speicherplatz von zwei
oder mehreren Festplatten, die
nacheinander gefüllt werden.

06.04.2019 55
Systemkonfiguration und Verwaltung

• Die Datenträgerverwaltung (5)


• Datenträgerverbände
- RAID-0
Einfache Zusammenführung von Festplatten (Striping)
- RAID-1
Spiegelung der Daten (Mirroring)
- RAID-4
Mindestens 3 Festplatten; eine Festplatte dient als Paritätsspeicher
- RAID-5
wie RAID-4, aber mit wechselnder Parität
- RAID-10 (1+0)
Verbindung von RAID-0 und RAID-1(mirrored striping)

06.04.2019 56
Systemkonfiguration und Verwaltung

• Die Datenträgerverwaltung (6)


• Diagnose durch Festplatten- bzw. Datenträgerzustände
- Online
- Offline
- Fremd
- Nicht lesbar
- ...

06.04.2019 57
Systemkonfiguration und Verwaltung

• Die Geräte-Verwaltung (1)


• Verwaltung aller an den Computer angeschlossenen Geräte

06.04.2019 58
Systemkonfiguration und Verwaltung

• Geräte-Verwaltung (2)
• Gerätestruktur zeigt momentan geladene Geräte an
• Phantom-Geräte oder verborgene Geräte können manuell angezeigt
werden
- Über das Menü Ansicht
- Per Umgebungsvariable (DEVMGR_SHOW_NONPRESENT_DEVICES)

• Ansichten in der Gerätestruktur:


- Geräte nach Typ
- Geräte nach Anschluss
- Ressourcen nach Typ
- Ressourcen nach Anschluss

06.04.2019 59
Systemkonfiguration und Verwaltung

• Geräte-Verwaltung (3)
• Plug & Play
- Gewährleistet dynamische Installation von Geräten
- Unterstützt durch ACPI (Advanced Configuration and Power
Interface) und WDM (Win32 Driver Model)
- Erkennung der Geräte während der Enumeration

- Ohne ACPI-BIOS nur eingeschränkte Plug & Play-Funktionalität, da


Steuerung vom BIOS ausgeht, nicht vom Betriebssystem.

06.04.2019 60
Systemkonfiguration und Verwaltung

• Geräte-Verwaltung (4)
• Installation eines Gerätes durch Windows 2000
- Inventur aller Geräte bei der Installation
- Sammeln der Geräte-Informationen aus einer INF-Datei, die jedem
Gerät zugeordnet ist
(bei Plug & Play-Geräten kommen die Informationen vom Gerät selbst).
- Informationen aus INF-Datei werden verwendet, um einen
Registrierungseintrag zu erzeugen

06.04.2019 61
Systemkonfiguration und Verwaltung

• Geräte-Verwaltung (5)
• Windows Update
- Aktuelle oder neue Treiber können direkt von der Windows Update
Webseite bezogen werden
- Automatischer Signaturenvergleich und automatische Installation
- http://windowsupdate.microsoft.com

• Treibersignierung
- Verbessert Treiberqualität und –kompatibilität
- Zuordnung der Signatur zu einzelnen Treiberpaketen
- Möglichkeiten, wenn ein nicht signierter Treiber erkannt wird:
– Warnen
– Sperren
– Ignorieren

06.04.2019 62
Systemkonfiguration und Verwaltung

• Script-Steuerung
• Sehr effektives und mächtiges Werkzeug
• Kann überall eingesetzt werden
• Grundlage: Windows Scripting Host (WSH)

Exkurs: Windows Scripting

06.04.2019 63
Ablauf

1. Das Szenario
2. Planen einer Windows 2000-Installation
3. Installation von Windows 2000
4. Unbeaufsichtigte Installation
5. Setup und Start von Windows 2000
6. Systemkonfiguration und Verwaltung
7. TCP/IP in Windows 2000

06.04.2019 64
TCP/IP in Windows 2000

• Überblick
• TCP/IP wird als Standard-Übertragungsprotokoll in Windows 2000
verwendet.
• Zentrale Funktionen:
- Internes IP-Routing
- DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol)
- DNS (Domain Name System)
- NetBIOS-Schnittstelle
- WINS (Windows Internet Name Service)
- Microsoft Browser-Support
- ...

06.04.2019 65
TCP/IP in Windows 2000

• Installation von TCP/IP


• TCP/IP wird automatisch installiert
• Evt. vorhandene Netzwerkkonfiguration wird bei Aktualisierung
ersetzt

TCP/IP

Windows 2000

06.04.2019 66
TCP/IP in Windows 2000

• Konfigurieren der Adresszuweisung


• Zuweisung per DHCP
- Auch Übertragung zusätzlicher Informationen möglich (wie DNS- oder
Standard-Gateway-Adresse)

• APIPA (Automatic Private IP Addressing)


- DHCP-Client des Computers vergibt automatisch eine IP-Adresse aus
dem privaten Netz 169.254.0.0/16
- Erkennung doppelter Adressen im Netz
- Bei Konflikt Neuwahl der Adresse
- Wird ein DHCP-Server gefunden, wird APIPA deaktiviert
- APIPA kann nur in einem Netz mit einem Subnetz ohne Router
verwendet werden.

• Manuelle Konfiguration der IP-Adresse

06.04.2019 67
TCP/IP in Windows 2000

• Konfigurieren der lokalen Routingtabelle


• Anzeigen mit route print

• Hinzufügen einer Route mit


route add <Subnetz> mask <Netzwerkmaske> <Gateway> metric
<Anzahl> if <Schnittstelle>

06.04.2019 68
TCP/IP in Windows 2000

• Tools zur Fehlerbehebung (1)


• Hostname
• Ipconfig
• Nbtstat
• Pathping
• Ping
• Route
• Tracert

06.04.2019 69
TCP/IP in Windows 2000

• Tools zur Fehlerbehebung (2)


• Testen der IP-Konfiguration mit Ping

Ping 127.0.0.1 (Loopback-Adresse)

Ping <IP-Adresse des lokalen Computers>

Ping <IP-Adresse des Standardgateways>

Ping <IP-Adresse des Remote-Computers>

06.04.2019 70
Ende Teil 1