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Atomkraft

Inhalt:
• Geschichte
• Kernspaltung
• Kernfusion
• Pro und Kontra
Geschichte
• Um 1890 wurden erste Experimente zur Radioaktivität durchgeführt. Das Ziel Antoine Henri Becquerels
, Marie und Pierre Curies und anderer war die Erforschung von Kernreaktionen.
• 1938 entdeckten Otto Hahn und Fritz Straßmann die induzierte Kernspaltung von Uran, die 1939 von
Lise Meitner und Otto Frisch theoretisch erklärt wurde. Zusammen mit dem insbesondere von Frédéric
und Irène Joliot-Curie erbrachten Nachweis, dass eine Kettenreaktion möglich ist, weil bei jeder durch
ein Neutron ausgelösten Kernspaltung mehrere weitere Neutronen freigesetzt werden.
• Zuerst wurden diese Erkenntnisse für die militärische Forschung während des Zweiten
Weltkrieges genutzt. Im Rahmen des Manhattan-Projekts gelang Enrico Fermi am 2.
Dezember 1942 die erste kontrollierte nukleare Kettenreaktion in einem Kernreaktor in
Chicago Während das Ziel des von Robert Oppenheimer geleiteten Manhattan-Projekts mit
der ersten erfolgreich gezündeten Atombombe am 16. Juli 1945 (Trinity-Test) erreicht wurde,
gelang es der deutschen Forschungsgruppe unter Werner Heisenberg und
Carl Friedrich von Weizsäcker bis zum Kriegsende nicht, einen funktionierenden Kernreaktor
zu entwickeln
Kettenreaktion wo bei jeder durch ein Neutron
ausgelösten Kernspaltung mehrere weitere Neutronen
freigesetzt werden.
Kernspaltung:
• ei der induzierten Kernspaltung zerfällt ein Atomkern eines Uran- oder Plutonium-Isotops,
nachdem er ein Neutron absorbiert hat, in (meist) zwei leichtere Kerne (die Spaltfragmente). Die
frei werdende Energie stammt aus der Differenz an Bindungsenergie der Spaltfragmente
gegenüber dem Ursprungskern und wird in Form von kinetischer Energie der Spaltfragmente und
als Gammastrahlung freigesetzt. Einschließlich der Energie, die beim nachträglichen
radioaktiven Zerfall der Spaltfragmente noch frei wird, ergeben sich pro Spaltung etwa 200 MeV,
also knapp 1 MeV pro Nukleon. Außer den Spaltprodukten werden bei der Spaltung auch 2–3
prompte Neutronen freigesetzt. Diese können weitere Kernspaltungen bewirken und führen so zu
einer Kettenreaktion. Die nach der Spaltung aus den Spaltfragmenten noch abgegebenen
verzögerten Neutronen ermöglichen es, die Kettenreaktion in einem Kernreaktor technisch zu
steuern
• Der Energieausbeute von rund 200 MeV pro Spaltung entspricht eine thermische Energie von
etwa 0,96 MWd (Megawatt-Tagen) pro Gramm Uran-235 oder Plutonium-239. Die gleiche
thermische Energie kann durch Verbrennen von 2,8 t Steinkohle, 10 t Braunkohle oder 1,9 t
leichtem Heizöl gewonnen werden.
Kernfusion:
• Kernfusionskraftwerke sollen die Energie aus Kernfusion in
Wärmeenergie und diese in elektrische Energie umwandeln, indem
Turbinen mit daran gekoppelten Generatoren elektrischen Strom
produzieren.
Pro und Kontra

• Vorteile der atomaren Erzeugung von Strom:


• Die Stromproduktion verursacht relativ wenig Kohlendioxid (CO2), sie
trägt also wenig zum Klimawandel bei.
• Die Technologie ist verfügbar, d.h. sie braucht nicht erst entwickelt zu
werden.
• Es können auch grosse Leistungen erzeugt werden.
• Nachteile des Einsatzes von Atomenergie:
• Das Abfallproblem ist nach wie vor ungelöst. Der entstehende Abfall ist sehr gefährlich und muss während
mehreren hunderttausend Jahren gehütet werden.
• Obwohl Unfälle wegen den hohen Sicherheitsmassnahmen eine geringe Wahrscheinlichkeit aufweisen, können
diese nie vollständig ausgeschlossen werden. Eine 100%-ige Sicherheit ist technisch nicht möglich. Die Folgen eines
Unfalls wären absolut verheerend für Mensch und Natur. Je mehr Atomanlagen gebaut werden, desto grösser wird
automatisch die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwo auf der Welt ein schwerer Unfall passiert.
• Die Nuklearanlagen selbst, aber auch der entstehende radioaktive Abfall, können bevorzugte Ziele terroristischer
Aktivitäten sein. Weltweit könnte kein AKW einem Angriff wie 9/11 in New York widerstehen. Ein solcher Anschlag
auf eine Atomkraftanlage hätte weltweit katastrophale Folgen.
• Radioaktives Material, welches beim Betrieb der AKW's entsteht, kann für den Bau von Atombomben eingesetzt
werden.
• Als Energiequelle in Atomanlagen wird Uran eingesetzt. Uran ist aber selbst eine knappe Ressource, je nach Höhe
der Nachfrage wird der Vorrat nur noch für etwa 30 bis 60 Jahre reichen.
• Für Bewilligungen, Planung und Bau eines neuen AKW's muss in westlichen Demokratien mit einem Zeitraum von
20 bis 30 Jahren gerechnet werden. Mit anderen Worten: Neue Anlagen sind kurzfristig nicht realisierbar.