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Immanuel

Kant
Eine Kurzvorstellung von Claudia
Grimm und Nils Gräf
Kurzüberblick

 Biographie
 Philosophie
 Quellen
Biographie I

 *22.04.1724 in Königsberg in alter Handwerkerfamilie


 1732 Besuch Friedrichskollegium; 1740 Immatrikulation an Königsberger Uni
(Philosophie, klassische Naturwissenschaften, Physik und Mathematik)
 1746 erste Publikation: „Gedanken von der wahren Schätzung der lebendigen
Kräfte“
 Im selben Jahr Tod des Vaters  muss Arbeit aufnehmen für Lebensunterhalt 
Unterbrechung seines Studiums
 1754 Wiederaufnahme, 1755 erste wichtige Schrift: „Allgemeine Naturgeschichte
und Theorie des Himmels“ und Habilitation „Die ersten Grundsätze der
metaphysischen Erkenntnis“ (sog. „Nova dilucidatio“)
 1766-1772 erste Festanstellung an Königlicher Schlossbibliothek
 1770 „Traumstelle“ als Professor für Logik und Metaphysik in Königsberg
Biographie II

 1786/88 Rektor der Uni Königsberg; 1787 Aufnahme in Berliner Akademie der
Wissenschaften
 Verbot religiöser Themen durch Zensur (Widerspruch mit Kirche), allerdings
weiterhin Dozent bis 1796
 † 12.02.1804 in Königsberg
 Einer der bedeutendsten abendländischen und aufklärerischen Philosophen
 Wendepunkt in der Philosophiegeschichte und Beginn der modernen
Philosophie
Philosophie I – (nach)kritische Phase

 1781 Veröffentlichung „Kritik der reinen Vernunft“ als sog. „kopernikanische Wende
der Philosophie“: Erarbeitung einer sicheren Methode der Philosophie
(Erkenntnistheorie) und damit Rechtfertigung jeglichen/r Wissens(schaften)
 Metaphysische Position: Kein Zugriff auf „Welt an sich“, Welt erscheint uns unter
unseren subjektiven Wahrnehmungsbedingungen  Erforschung der
Wahrnehmungskonstanten „a priori“: Raum und Zeit
 1785 „Grundlegung zur Metaphysik der Sitten“ / 1788 „Kritik der praktischen
Vernunft“: Erarbeitung des „Kategorischen Imperativs“ (Moralphilosophie) unter
logischen Regeln und Erkenntnissen seiner Theoretischen Philosophie
 1790 „Kritik der Urteilskraft“: Auseinandersetzung mit Ästhetik, Entdeckung des
„Erhabenen“
 Viele weitere Schriften, die aber nach modernen Maßstäben wieder als dogmatisch
gelten müssen (u.a. seine Rassenlehre)
Philosophie II – vorkritische Phase

 „Dogmatischer Schlummer“: rationalistischer Anhänger von v.a. Leibniz, Wolff und Newton
 Glaube an Erfassung der „Welt an sich“ noch lebendig
 Beschäftigung mit Naturphilosophie und in Spätphase auch Metaphysik
 Annäherung an Kritizismus gegen Ende, v.a. kritisch gegenüber traditionellen metaphysischen
Methoden  „Träume eines Geistersehers, erläutert durch Träume der Metaphysik“ 1766 in diesem
Kontext (Kritik an Emanuel Swedenborg)
 Humes Empirismus weckt Kant aus „Dogmatischem Schlummer“ 1770  Arbeitsbeginn an „Kritik
der reinen Vernunft“
 „AUFKLÄRUNG IST DER AUSGANG DES MENSCHEN AUS SEINER SELBST VERSCHULDETEN
UNMÜNDIGKEIT. UNMÜNDIGKEIT IST DAS UNVERMÖGEN, SICH SEINES VERSTANDES OHNE ANLEITUNG
EINES ANDEREN ZU BEDIENEN. SELBST VERSCHULDET IST DIESE UNMÜNDIGKEIT, WENN DIE URSACHE
DERSELBEN NICHT AM MANGEL DES VERSTANDES, SONDERN DER ENTSCHLIEßUNG UND DES MUTHES
LIEGT, SICH SEINER OHNE LEITUNG EINES ANDEREN ZU BEDIENEN. SAPERE AUDE! HABE MUTH, DICH
DEINES EIGENEN VERSTANDES ZU BEDIENEN! IST ALSO DER WAHLSPRUCH DER AUFKLÄRUNG.“
Quellen

 http://immanuel-kant.net/biografie (Abrufdatum: 11.6.2019)


 Immanuel Kant: Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik, die als
Wissenschaft wird auftreten können, Konstantin Pollok (Hrsg.), Felix Meiner
Verlag, Hamburg, 2001
 Das Philosophiebuch, deutsche Ausgabe, Dorling Kindersley Verlag GmbH,
München, 2011