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vorgelegt von Studentin

des 4. Studienjahres
Kristina Oliinyk
Ziel: Feststellung der Varietätsspezifik der Lauten
in den bestimmten bedeutungsunterscheidenden
Merkmalen in der Bühnenaussprache.

Hypothese: Ausspracheregelung der


Bühnenaussprache veraltet ist und kaum heute
existiert.
Die Arbeit umfasst folgende Aufgaben:
- die Studie der Standartaussprache und ihrer Besonderheiten; der Geschichte der
Bühnenaussprache und ihrer Ausspracheregelung;
- die Festlegung von phonetischen Charakteristiken der modernen Deutschen;
- die vergleichende Analyse der phonetischen Eigenschaften der Lauten in einem
Theaterstück, d.h. Opposition /e: /-/ɛ:/; vokalische und konsonantische Realisation des R-
Lautes; Realisierung von Funktionswörter; Realisierung der stimmhaften Plosiven;
Aspiration von stimmlosen Konsonanten p,t,k zu forschen;
- die Bestimmung der Realisierungsbesonderheiten der modernen Bühnenaussprache.
Die Eigenart der deutschen Bühnenaussprache:
 Die sprachgeschichtliche Beurteilung gewinnt aus den Punkten, in denen an allen
deutschen Bühnen die Aussprache einig ist.
 Die Bühne muss vor allem auf Deutlichkeit und Fernwirkung bedacht sein, und
daher sind ihrer Sprache langsameres Tempo und größerer Kraftaufwand eigen als
unserer Umgangssprache.
 Von großer Wichtigkeit sind die Fremdwörter, denn ihre — meistens unterschätzte
— Zahl ist sehr groß, und bei der Aussprache werden, selbst an guten Bühnen,
begreiflicherweise viele Verstöße gemacht.
Die phonetischen Charakteristiken der deutschen
Bühnenaussprache
 unsilbische Vokale [i̯ y̆ u̯ o̯] der Standartlautung silbische Vokale
[i y u o]
[ə] am Wortende gewöhnlich als [e]
Silbischer Vokal [ɐ] [ər], nach 1957 auch [əʀ]
Der unsilbische Vokal [ɐ̯] [r], nach 1957 auch [ʀ]
Konsonantisches r [r] gerolltes Zungenspritzen-R [r] od.
geschlagenes Zungenspritzen-R [ɾ], nach 1957 auch gerolltes
Zäpfchen-R [ʀ]
schwach stimmhaft bis stimmlos stimmhaft
allgemein stärkerer Behauchung
Opposition /e: /-/ɛ:/

das Wort „Zähne“ - [ɛ:]

das Wort „wäre“ - [ɛ:]


Realisation des R-Lautes

„Dauer“ - vokalisiert

„erwartet“ - elidiert
„in der“ - 2. Reduktionsstufe

„so“ – 3. Reduktionsstufe

Die Realisierung von


Funktionswörter
Trotzdem“ - [d̥ ]

Die Realisierung der


stimmhaften Plosiven

„gut“ - [g]
Aspiration von p,t,k

„Kinder“ – stark aspiriert

„Spaß“ – Ausfall der Aspiration


Fazit
Im Fokus der Untersuchungen standen typische phonetische Charakteristiken der
modernen deutschen Aussprachen im Vergleich zur Bühnenausspracheregeln, die nach
Feststellung von Th. Siebs gebildet wurden.
Die dargestellten Ergebnisse rechtfertigen die Aussage, dass heutzutage
Bühnenaussprache veraltet ist, d.h. nur in Büchern existiert. Reale ist-Stand der
Aussprache auf der Bühne entspricht der Standartaussprachenorm.
Vielen Dank für die
Aufmerksamkeit!