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Flurförderzeug-Fahrschule F 0.

Einleitung
Wir lernen unsere Maschine sicher zu steuern.

Wissen ist Macht!


Wissen macht sicher!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 1.0

Unfallgeschehen – Vorschriften

Flurförderzeugführer, besonders Staplerfahrer, sind stark am


Unfallgeschehen beteiligt.

Vorgaben für sicheres Steuern und bestimmungs-


gemäßen Einsatz von Flurförderzeugen.

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Rechtsgrundlagen - Übersicht

Europäisches Recht – EG

Grundgesetz (Verfassung)

Gesetze
Maschinen- GPSG – StVG – ArbSchG – SGB Arbeitsmittel
RL -RL
BGB – OWiG – StGB
Haftung und Strafbarkeit

Verordnungen
1) MaschinenV 2) StVZO - StVO
3) BetrSichV
4) Kranken-, Renten- u. Unfallversicherung

Satzungen
Berufsgenossenschaft - BG
Unfallverhütungsvorschriften - BGVen

Regeln der Technik


DIN EN Normen – TRGS – BG-Regeln

Betriebsvorschriften
Betriebsanleitung Betriebsanweisung
Bestimmungsgemäße Verwendung – Sicheres Führen von Flurförderzeugen

Die Einhaltung der Vorschriften, Anleitungen und


Anweisungen ist unabdingbar, will man vor Rechts-
folgen sicher sein!

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Betriebsanleitung

Betriebsanleitung
des Herstellers

Übereinstimmungs-
erklärung der
Maschine mit den
Vorschriften

Der Fahrer muss die Betriebsanleitung beachten!


Sonst muss er im Schadensfall mit Rechtsfolgen
rechnen!

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Betriebsanweisung

CE-Zeichen =
Sicherheits-
dokumentation
des Herstellers

Dienstanweisung
des Unternehmers

Der Fahrer muss die Betriebsanleitung beachten!


Sonst muss er im Schadensfall mit Rechtsfolgen
rechnen!

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Verantwortung - Haftung
Jeder Mensch ist für alles was er tut verantwortlich.

In erster Linie (hauptverantwortlich) ist der

Unternehmer/Beauftragte Flurförderzeugführer

für für
den betriebssicheren Zu- das sichere Steuern des
stand von Betriebsanlagen, Flurförderzeuges und den
Flurförderzeugen und deren Mitfahrer auf dem Fahrzeug,
regelmäßigen Prüfung,

die Aus- und Weiter- die Kenntnisnahme und


bildung sowie Unter- Beachtung der Sicherheits-
weisung des Fahr- vorschriften, Betriebsanlei-
personals, tung und Betriebsanweisung,

die Regelung des sicheren das Melden von Schäden


Betriebsablaufes und und Mängeln an Betriebs-
der fachgerechten einrichtungen und Flurförder-
Instandhaltung. zeugen.

Jeder ist für die sorgfältige Erfüllung der ihm über-


tragenen Pflichten verantwortlich!

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Haftung - Schuld

Eine betriebliche Haftung und damit Schuld am Unfall, wird


vom Gericht immer dann bejaht, wenn folgende Vorausset-
zungen erfüllt sind:

1. Tatbestand Handeln/Unterlassen (Fahrzeugführung)


+ Erfolg – Folge (Unfall / Schaden)
+ Kausalität (Zusammenhang)

2.
Sorgfaltspflicht- Sie liegt z. B. bei Verstoß gegen eine
verletzung Vorschrift vor.

Rechtswidrigkeit Ein solcher Grund ist nur für ganz wenige


3. – Kein Recht- Handlungen, u. a. bei Notwehr = Abwen-
fertigungsgrund dung von Gefahr für eigenes Leben und
dritte Personen, gegeben.

4.
Schuld – Das Ereignis (Pos. 1–3) muss dem
Verschulden Schädiger persönlich vorwerfbar sein.

Der Flurförderzeugführer ist Garant für eine


sichere Fahrzeugführung!

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Unfall und Verschulden


»Fahrlässig handelt, wer die im Verkehr erforderliche Sorgfalt
außer Acht lässt« (§ 276 Absatz 2 BGB).
Fahrlässigkeit Vorsatz

leichte mittlere dolus eventualis dolus directus

einfache grobe 3. Grades 2. Grades 1. Grades

Vereinfachte Feststellung

„Er hätte „Wie konnte er „Er hat den Er hat ein Ziel, Er, der Täter
eben anders nur so handeln!” Schaden z. B. Raub. Die verfolgt nur ein
handeln Die Gefahr lag billigend in Kauf Nebenfolge Ziel jemanden zu
müssen.” auf der Hand. genommen!” Töten wird töten, z. B.
Sei’s drum. akzeptiert. Mord.

Verschulden liegt vor, wenn folgende 3 Voraussetzungen


bejaht werden:

1. Schadensereignis war vorhersehbar,


und

2. Schaden war vermeidbar,


und

3. Vermeidbarkeit des Schadens war zumutbar.

Die Beteuerung »Das habe ich nicht gewusst und


gewollt« hilft einem Schädiger vor Gericht wenig!

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Pflichtübertragung -
Aufsichtspflicht - Rechtsfolgen

Pflichtenübertragungen müssen sorgfältig erfolgen!

Der Fahrer muss in jeder Situation seiner ihm übertragenen Aufgabe


gewachsen sein.

Ständige Aufsichtspflicht

Unternehmer Vorgesetzter Fahrer Helfer

Rechtsfolgen nach Verstößen

Arbeitsrecht Sozial- und Privatrecht Ordnungswidrig-


keitengesetz -
Strafrecht

Abmahnung Schadenersatz Bußgeld


Versetzung Regress Geldstrafe
Kündigung Schmerzensgeld Freiheitsstrafe

Nur Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein


bewahren uns bei unseren Handlungen vor
Rechtsfolgen!

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Anforderungen an den Fahrer –


Fahrauftrag

Grundvoraussetzungen

18 Jahre alt

Eignung/Tauglichkeit Ausbildung
körperlich und geistig, theoretisch und prak-
verantwortungsbewusst tisch mit erfolgreicher
motorisches Geschick Prüfung

Die Beteuerung »Das habe ich nicht gewusst und


gewollt« hilft einem Schädiger vor Gericht wenig!

Fahrpraxis und Teilnahme an Unterweisungen muss


gewährleistet sein, soll der Fahrauftrag Bestand
haben.

Bei fehlender Fitness, z. B. durch Alkohol-, Rausch-


mittel- und Medikamentenmissbrauch, muss der
Unternehmer den Fahrauftrag widerrufen.

Flurförderzeugführer müssen einen schriftlichen


Fahrauftrag = Fahrausweis besitzen und stets fit
sein!

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Fahrbeauftragung -
Fahrausweis

Vorderseite des Fahraus- Vorderseite des Ergän-


weises zungs-/Einlegeblattes u. a.
bei Stellungswechsel

Dokumentationsmöglichkeiten:
• Name, Lichtbild, • Betriebliche Ausbildung
Unterschrift • Fahrauftrag mit Bauart
• und Einsatz
Eignung, Ausbildungen
• Zusatzausbildung • Jährliche Unterweisungen

Nur mit einem schriftlichen, gültigen Fahrauftrag/


Fahrausweis darf ein Flurförderzeug mit Fahrer-
platz gesteuert werden!

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Ausrüstung der
Flurförderzeugführer

Körper-/Gegenstands- Grundregeln für


Geschwindigkeit bei: Fahrer und Helfer:

Fallhöhe »v«
 Keinen Walkman
1,0 m ~ 16 km/h
benutzen!
1,5 m ~ 19 km/h  Keine flatternde
2,0 m ~ 23 km/h Kleidung tragen!
4,0 m ~ 32 km/h
Standardausrüstung:
 Schutzhelm
Trifft ein herabfallen-  Schutzhandschuhe
des Lastteil: tut es  Schutzschuhe
weh!
Sonderausrüstung z. B.:
 Gehörschutz
 Schutzbrille
 Hitze- oder Kälte-
schutzkleidung

Angeordnete »Persönliche Schutzausrüstung« ist


zu tragen und pfleglich zu behandeln! Sie dient
Ihrer Gesundheit!

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Hebelgesetz I
Stapler arbeiten mit Wirkung des Hebelgesetzes.

Kurzer Lastarm »a«


mit langem Gegen-
gewichtsarm »b«
volle Tragfähigkeit

Staplergegengewicht und Gegengewichtshebelarm dürfen


nicht erhöht/verlängert werden sonst Kippgefahr!

Eine unverant-
wortliche Handlungs-
weise!
Die Last rutschte etwas
nach vorn. Der Stapler
wippte und ein Mann
kam unter die Hinter-
achse schwer
verletzt.

Nie provisorische oder gar lebende Zusatzgegenge-


wichte einsetzen!

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Hebelgesetz II
Ist das Lastmoment (Q · a) gleich dem Staplermoment
(GH · y) besteht Gleichgewicht.
Trotzdem ist ein Stapler
schon überlastet.
Warum?

Zusätzlich wirkende
dynamische Kräfte bei
der Lastbewegung
heben die Hinterräder
vom Boden ab.

Der Stapler ist dann nicht mehr lenkfähig!

Darum muss das Last-


moment immer kleiner
sein, als das Stapler-
moment!

Hebelgesetz beachten! Stapler nicht überlasten!

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Schwerpunkt – Schwerpunktfindung
Der Schwerpunkt ist der Massenmittelpunkt eines Körpers.
Bei einer gleichförmigen Ladeeinheit aus gleichen Gütern be-
findet er sich genau in der Mitte der Ladeeinheit.

Am Schwerpunkt greifen alle Kräfte an.

Schwerpunkt eines Buches unter- Schwerpunktfindung in einer ge-


halb seines Schwerpunktes füllten Gitterbox
unterfangen

Lastschwerpunkt-
abstände =
Lastarm »LA«
1) LA = 40 cm
2) LA = 60 cm
3) LA = 50 cm

Lage des Lastschwerpunktes in der Waagerechten


und Lotrechten beachten! Schwerpunkt ausreichend
unterfangen! Vorsicht bei kopflastigen Gütern!

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Schwerpunktlage
Bei Angabe der Tragfähigkeit liegt eine mittige
Lastaufnahme zugrunde.
Bei nicht mittig aufgenommener Last ist das
Flurförderzeug in seiner Standsicherheit beein-
trächtigt.
Bereits ab 100 mm Abweichung von der Längs-
achse kann eine Traglastreduzierung erforderlich
sein.

Lange Last wurde exakt mittig aufgenommen. So liegt


der Schwerpunkt auf der Lastachsmitte des
Staplers.
Last mittig aufnehmen oder die Tragfähigkeit des
Staplers nicht voll ausschöpfen!

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Lastschwerpunktabstand –
Hebelarme
Je länger der Lastschwerpunktabstand (= Last-
arm) ist, um so geringer muss das Lastgewicht
sein, sonst besteht erhöhte Kippgefahr nach vorn.

Kurzer Lastarm schwere Last Langer Lastarm leichte Last

Auch beim Transport von Flüssigkeiten und


hängenden Lasten kann der Lastschwerpunkt
»wandern«/pendeln. Dadurch wird der Lastarm
verlängert und/oder außermittig gebracht.

Stand- und Fahrsicherheit werden beeinträchtigt.


Tragfähigkeiten nicht voll ausnützen.

Last nah am Lastaufnahmeschild bzw. Gabelrücken


aufnehmen! Traglastangaben beachten!
Flüssigkeiten und aufgehängte Lasten ruckfrei ver-
fahren!

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Schwerkraft – Schwerkraftlinie
bei Staplern
Durch die Erdanziehung ›g‹ wirkt die Lastgewichtskraft ›Gk‹
stets lot-/senkrecht zum Erdmittelpunkt [Gk = m· g].

Bei jeder Hubmastbewegung verändert sich die Lage des


Lastschwerpunktes und damit auch der Ansatzpunkt
der Lastschwerkraftlinie.

Hubmast nach vorn Hubmast lotrecht Hubmast zurückgeneigt


geneigt eingestellt

Falsch weil: Richtig weil: Ungünstig weil:


Last kann abgleiten. Lastarm bleibt unver- Schwerpunktverlage-
Lastarmverlängerung! ändert. Hubmast- rung nach hinten. Um-
Kippgefahr! standkorrekturen sind fangreiche Hubmast-
gering! standkorrekturen sind
erforderlich!
Kippgefahr!

Hubmast vor dem Hochstapeln lotrecht (Last


waagerecht) einstellen! Hubmast nur über stand-
sichere Flächen nach vorne neigen!

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Befahren schräger Ebenen –


Berg-/Talfahrt
Auch auf schrägen Ebenen wirkt die Schwer-
kraftlinie lotrecht zum Erdmittelpunkt.
Beweis z. B. das Baulot.

Beweis: Abweichung der Richtige Fahrweise: Die Lastschwer-


Schwerkraftlinie von der kraftlinie wirkt in Richtung Vorderachse.
Längsachse des Mannes Die Last liegt fest, und die Räder haben
einen guten Bodenkontakt

Talfahrt mit Last vorwärts: Last rutscht talwärts


= Kippgefahr!

Auf schrägen Ebenen, ob hinauf oder hinunter, die


Last mit Staplern immer zum Berg führen!
Ohne Last zu Berg und Tal vorwärts fahren!

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Befahren schräger Ebenen -


Schrägfahren
Auch beim Schrägfahren und Wenden weicht die Schwer-
kraftlinie ohne Einwirkung von Bewegungskräften von der
Längsachse des Fluförderzeuges ab.

Je größer die Neigung ist, auch durch eine Unebenheit,


desto größer ist die Abweichung!

Schon beim Überfahren einer Schräge Zufahrt wird im großen


Revisionsschachtabdeckung Bogen verlassen
wirkt die Schwerkraftlinie
außermittig

Bereits ab 3 % Neigung ist die Standsicherheit gefährdet!

Unebenheiten und Schlaglöcher meiden!


Auf schrägen Ebenen nicht wenden, nicht schräg-
fahren und nicht zu früh in die Kurve gehen!

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Standsicherheit von Staplern


Stapler haben im Gegensatz zu einem Lkw oder Pkw nur ein
Standsicherheitsdreieck, denn ihre Lenkräder sind zusammen
mit ihrer Achse nur im Achsmittelpunkt befestigt.

Standsicherheitsdreieck durch GL: Staplergesamtschwerpunkt


weiße Linien markiert G: Staplereigenschwerpunkt
e und b: Gegenkippstrecken
b: bei beladenem Stapler
e: bei leerem Stapler

Ein leerer Stapler ist zur


Seite kippempfindlicher als
ein beladener Stapler mit
tiefliegender Last.
Pendelachse eines Staplers

Stapler, mit und ohne Last möglichst nur mit


50–100 mm Abstand vom Fahrweg eingestelltem
Lastaufnahmemittel verfahren!

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Lenkverhalten
Durch die Hinterachslenkung und ihrer
Einpunktaufhängung schlägt das Staplerheck bei
Kurvenfahrt aus.

Richtig: Ausreichender Abstand Bewährter Anfahrschutz


zum Kollegen wird eingehalten Trotzdem sorgsam fahren

Je stärker der Lenkungseinschlag ist, desto


größer ist der Heckausschlag. Anstoß- und An-
fahrgefahr!

Achtung! Der Heckausschlag/die Anschlaggefahr


tritt auch bei kurzer Kurvenfahrt auf.

Bei jedem »Fahrzeugschwenk« einen vergrößerten


Abstand zu Personen und Gegenständen einhalten!
Achten Sie bei Fahrtbeginn auf die Stellung der
Lenkräder!

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Trägheitskräfte
Sie entstehen z. B. beim Abbremsen und wirken
in Fahrtrichtung parallel zur Fahrbahn.

Zurückgeneigte Gabel-
zinken wirken wie ein
Sicherheitsgurt.

Beweis

Hubmast lotrecht: Schlitten Hubmast zurückgeneigt:


gleitet beim Bremsen nach vorn Schlitten bleibt beim Bremsen
stehen

Hubmast vor Fahrtantritt möglichst zurückneigen!


Lasten nicht ruckartig verfahren!
Schienen, Schwellen o. dgl. schräg überfahren!

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Reibungskräfte
Ungesicherte Lasten, besonders lose Teile, drohen schon zu verrutschen
und abzustürzen, wenn die Trägheitskraft »T« nur gering größer ist,
als die Reibungskraft »Fw«.

Das Lastgewicht (Masse »m«) spielt dabei keine Rolle, denn die
Trägheitskraft und die Reibungskraft sind von ihr gleichermaßen ab-
hängig.

Flächen Reibbeiwerte µ
(trocken) Haftreibung Gleitreibung Rollreibung

Holz auf Holz 0,60 0,25 0,0060


Stahl auf Stahl 0,15 0,05 0,0015
Stahl auf Holz 0,35 0,18 0,0035

Je abrupter die Bewegungsänderung (»a« groß) und je glatter die


Flächen (Reibbeiwert »µ« klein) sind, desto eher gleitet / verrutscht
eine Last.

Keine ungesicherten Lasten transportieren!


Keine »losen Teile« mitnehmen!

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Fliehkräfte
Bei Kurvenfahrt entsteht eine Fliehkraft »F«, die
z. B. ein Fahrzeug nach außen drückt.

Ein Motorradfahrer gleicht die Fliehkraft


durch Schräglage aus. Ein Flurförderzeug
können wir nicht in die Kurve legen.

Je enger die Kurve und je höher die Geschwin-


digkeit ist, desto größer ist die Fliehkraft.
Wird die Geschwindigkeit verdoppelt, erhöht
sich die Fliehkraft um das Vierfache.

Achtung! Ein großes Fahr-


zeug ist in der Kurve nicht
standsicherer als ein kleines!

Kurven möglichst in großem Bogen und langsam


mit tiefgestellter(m) Last/Lastaufnahmemittel
durchfahren!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 2.43

Hängende Lasten
Hängende Lasten können leicht pendeln, z. B. durch ruckartige
Bewegungen, starken Windeinfluss und unebener Fahrbahn.

Pendeln durch Fahrt über


Gulli

Sichere Lastführung neben dem Stapler

Geringe Pendelmöglich-
keit durch Traverse und Schrägzugkräfte über einem Ausleger
kurze Seile = Kippgefahr!

Zulässige Resttragfähigkeit beachten und sanft


anfahren! Last nicht losreißen und schleifen!
Lasten nur mit Hilfsmitteln führen lassen!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 2.44.1

Kraftwirkung am Schwerpunkt
Kräfte wirken direkt oder indirekt am Körper-
schwerpunkt.

Je höher sich der Schwerpunkt »S, S1, S2« über der


Körperstandfläche befindet, desto leichter kann der Kör-
per aus dem Gleichgewicht geraten.

Beispiele: (Si = Standsicherheit),


h1, h2, hS1, hS2 = Höhenlage der
Schwerpunkte)

Hund mit Herrchen im Bus:


h1 (Herrchen) groß Si klein
h2 (Hund) klein Si groß

Segelboot:
Segel richtig montiert:
hS1 klein Si groß
Segel falsch montiert:
hS2 groß Si klein

Lastschwerpunkt tiefhalten! Last am besten nur im


Abstand von ca. 50–100 mm vom Fahrweg entfernt
verfahren!

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Zusammengesetzte Kraft
Alle Kräfte greifen am Gesamtschwerpunkt des
Fahrzeuges an.

Wirkt die Gesamtkraft »R« aus der Standfläche


heraus, stürzt das Fahrzeug um.

Die Gesamtkraft gilt es im Griff zu haben!


Nur so ist ein Flurförderzeug bestimmungsgemäß
und damit sicher zu steuern!

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Tragfähigkeit I
»Übungsdiagramm«
Die zulässige Tragfähigkeit/Traglast ist abhängig
vom Lastgewicht, Lastarm und von der Hubhöhe.

Ermittlung an Hand eines Tragfähigkeitsdiagramms:

Außermittige Lastaufnahme, Anbaugeräte und


hängende Lasten verringern die zulässige Trag-
fähigkeit. Rest-Tragfähigkeit beachten!

Über die Traglastangaben hinaus darf der Stapler


nicht belastet werden!

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Tragfähigkeit II
»Front- und Schubmaststapler«

Je höher der Hubmast (Hubhöhe) und je länger der


Lastarm sind, desto geringer ist die Tragfähigkeit!

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Tragfähigkeit III
»Front- und Schubmaststapler«

Tragfähigkeitsangaben des Herstellers sind exakt zu


beachten!

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Tragfähigkeit IV
»Teleskopstapler«
An jedem Stapler wirken die gleichen Natur-
gesetze.

Auf richtige Zuordnung der Tabelle zum Rüstzustand


des Staplers achten!

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Sicherheitseinrichtungen
- Bauteile

Jedes Bauteil hat neben seiner Arbeitsaufgabe


eine Eigenart! Achten wir auf die Wirksamkeit ihrer
Sicherheitsfunktion!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 3.12.1

Quetsch- und
Scherstellensicherung I
Nur gesicherte Einzugs- und Scherstellen
schützen unsere Finger und Hände vor
schweren Verletzungen.

Durch Abdeckbleche gesicherte


Auflaufstellen der Hubketten an
einem Hubmast

Durch Plastikscheiben ge-


sicherte Scherstellen an einem
Staplerhubmast

Die Schutzeinrichtungen müssen vor Einsatz der


Maschinen angebracht sein!

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Quetsch- und
Scherstellensicherung II
Versteckte Gefahrenquellen stellen ein erhöhtes
Unfallrisiko dar.

Gewissenhaft: Zinkenab- Vorbildlich: Benutzung der


ziehsicherung angebracht Auftrittstufe

Gabelzinkensicherung stets wieder anbringen!


Auftrittstufe auch beim Absteigen benutzen!

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Anbaugeräte –
Zusatzeinrichtungen
Anbaugeräte verringern die Tragfähigkeit des
Staplers. Zusatzangaben am Tragfähigkeits-
diagramm sind zu beachten!

Q = Gewicht der Last

GH = Hinterachslast

c = Abstandsmaß vom Last-


schild bis zur Lastschwer-
kraftlinie

y = Achsschwerpunktabstand

x1 = Vorbaumaß/Konstruktions-
maß des Aufbaugeräte-
herstellers

x2 = Eigengewichtsschwerpunkt-
abstand des Anbaugeräts

GA = Anbaugeräteigengewicht

Die Summe der Längskippmomente Q · C + GA · X2 müssen


immer kleiner sein (<) als das Staplermoment GH · y!

Bei Zusatzeinrichtungen/Anbaugeräten auf ihre


richtige Zuordnung zum Stapler achten und
fachgerecht befestigen! Resttragfähigkeit berück-
sichtigen!

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Querstapler
Querstapler haben bis auf das zusätzliche Ab-
setzen der Last auf die Ladefläche die gleichen
Vorgaben wie ein Frontstapler.

Hubmast lotrecht, Last nah am Hubmaststellung zum Fahren und


Gabelrücken aufnehmen Stillsetzen

Neigungsvorrichtung der Plattform


ausnutzen Last liegt so sicher

Ein Querstapler ist kein Lastwagen! Tragfähigkeit


beachten! Mitfahren auf der Plattform ist verboten!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 3.31.1 a

Containerstapler I
Die Naturgesetze wirken bei kleinen und großen
Staplern.

Last längsmittig aufgenommen Hubmast lotrecht eingestellt

Langer Lastarm beachtet und Hubmast zurück geneigt

Achtung! Container / Flat nur anheben, wenn die


Twistlocks eingerastet sind.

Auch schwere Massen verlangen mm-genaue Arbeit!

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Containerstapler II
In großen Höhen wirken dort entstehende Kräfte
über einen langen Hebel.

Besonders ruckartige
Bewegungen erzeugen
eine erhöhte Kippgefahr!

Hubmast lotrecht – Hubmast nur über standsicherer


Last weitgehend Fläche nach vorn geneigt
waagerecht eingestellt

Ob leer oder beladen:


Bewegungen in großen Höhen klein halten!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 3.32

Regalstapler

Personenschutzmaßnah- Im Breitgang keine Diago-


men nicht außer Betrieb nalfahrt durchführen
setzen

Last sicher aus- und Nur gesicherte Ladeplatt-


einlagern formen betreten

Fahrgeschwindigkeitsvorgaben strikt einhalten,


sonst besteht Kippgefahr!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 3.33

Kommissioniergeräte

Lastteile verrutschen ungesichert schon bei


geringen Fahrbewegungsänderungen und
drohen herabzufallen.

Güter verrutschsicher aufladen und Kommissionieren vom


nicht überladen! Fahrerplatz aus!

Achtung! Verletzungsgefahr beim Aufenthalt auf


Lasten, Lastträgern, Batteriekästen, Stapeln, in
Regalen und Besteigen derselben!

Nur mitfahren, wenn das Gerät dafür eingerichtet


ist und es erlaubt wird! Regalfächer auch nicht mit
einem Bein besteigen!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 3.34

Hubwagen
Hubwagen haben kleine Räder und können daher
bei Unebenheiten und beim Überfahren von Tor-
schienen leicht aus dem Gleichgewicht kommen.

Last ist mittig aufgenommen Last wird nah am Batteriekasten


worden verfahren

Abflußrinne wird schräg überfah- Auch »kleine« Geräte gilt es


ren. Füße des Fahrers sind im sicher zu parken
Fußraum
Last sicher unterfangen und mittig aufnehmen!
Nur gesicherte Lasten transportieren!
Fahrbahnunebenheiten meiden! Torschienen
o. dgl. schräg und langsam überfahren!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 3.35

Wagen
Wagen haben eine harte Federung und einen
kurzen Radabstand.

Bei der Lastsicherung »Lasthüpfen« berücksich-


tigen und Bodenunebenheiten meiden.

»Tägliche Einsatzprüfung« wird Fachmännische Lastsicherung


durchgeführt

Einsicht in Kurve, Einstellung Fuß im Fußraum –


auf Lichtwechsel Ladebordwand verriegelt

Fahrzeug nicht überladen!


Auf gesicherte Ladung achten!
Sicherheitsabstand ≥ 0,50m auch in Kurven einhalten!
Personen nur mitnehmen, wenn das Fahrzeug dafür
eingerichtet ist und es erlaubt wurde!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 3.36

Schlepper
Wird die zulässige Anhängerlast und -anzahl
überschritten, ist der Anhängerzug nicht mehr
sicher zu beherrschen.

Last ist fachgerecht verstaut Anhängeranzahl der Betriebsge-


gebenheit angepasst

Beim Kuppeln besteht erhöhte Quetschgefahr!


Möglichst nicht zwischen Anhänger und
Schlepper treten.

Beim Verfahren muss der Sicherheitsabstand


von ≥ 0,50 m zu beiden Seiten des Zuges frei
bleiben, auch in Kurven.

Anhänger nie auflaufen lassen!


Zuerst die schwerer beladenen Anhänger kuppeln!
Vor Fahrtbeginn von der Ladungssicherung, dem
eingehaltenen Ladeprofil und vom
ordnungsgemäßen Kuppeln überzeugen!
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Flurförderzeug-Fahrschule F 3.37.1

Geh-Mitgänger-Flurförderzeuge I
Die Last ist so weit wie möglich zu unterfahren. Hierbei
sollte der Fahrer hinter der Deichsel stehen.
Beim Verfahren sollte die Deichsel und der Führungsarm
unter einem Winkel von 45° gehalten werden.

Hubmastsicherung vorhanden!

Last nahe am Gabelrücken auf- In ausreichendem Abstand


genommen vorangehen!

Last nahe am Gabelrücken und mittig aufnehmen!


Tragfähigkeitsdiagramm/Lasttabelle beachten!
Gerät nicht ruckartig bewegen!

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Geh-Mitgänger-Flurförderzeuge II
Diese Geräte verführen zum gefährlichen Mitfahren.

Sie haben kein Fahrerschutzdach! Gefahr durch Last!


Abstand halten!

Abstand halten lassen! Beim Steuern Abstand vom Gerät


halten!

Last tief verfahren! Mitfahren ist In Regalfächer nicht mit einfahren!


hier erlaubt! Aufpassen – Quetschgefahr!

Lasten nur bodenfrei angehoben verfahren!


Mitfahren ist nur zulässig, wenn das Gerät dafür
eingerichtet wurde und Mitfahren gestattet ist!

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Teleskopstapler I
Es wirken die gleichen Naturgesetze wie bei
Frontstaplern.

Abstützung standfest abgesetzt Zinkenspitzen angehoben

Sind Abstützein-
richtungen nicht
ganz abgesetzt,
wirken sie nicht!

Gabel bodenfrei – tief abgesenkt

Lastaufnahmemittel stets bodenfrei und mit einge-


zogenem Hubmast verfahren!

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Teleskopstapler II
Teleskopstapler haben einen großen Aktionsradius.

Bei Kurvenfahrt gilt es die Fliehkraft klein zu


halten und das Umfeld zu beobachten.

Kübel ruckfrei entleert


Peitschenschlaggefahr

Ballenklammer waagerecht
eingestellt und Hubmast kurz
gehalten

Dynamische Kräfte können besonders über einen


langen Hubmast Stapler zum Umstürzen bringen!

Dynamische Kräfte können besonders über einen


langen Hubmast Stapler zum Umstürzen bringen!

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Teleskopstapler III
Dank der Elektronik ist gefühlvolles Steuern
möglich.

Mustergültig: Sauberes Cockpit Millimetergenaue Arbeit beim


Verladen

Ausreichend Sicht auf die Fahr- Sanftes Containerdrehen –


bahn Fliehkraft im Griff

Beherrschung der Technik macht sicheres Arbeiten


möglich!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 3.39.1

Lkw-Mitnehmstapler I

Vorderradabstützung Traglastdiagramm
mit Abstützung der Vorderachse ohne Abstützung

Langer Lastarm - leichte Last Nach Lasteinzug Abstützung einge-


zogen

Tragfähigkeit des Staplers beachten!


Lastarm berücksichtigen!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 3.39.2

Lkw-Mitnehmstapler II

Last mittig aufgenommen Ausreichend tragfähige Zufahrt

Fernbedienung Arbeitsfeld Sicher verstaut durch Zurrketten


einsehbar

Die Arbeitsstelle/der Einsatzort ist mit Hilfsmitteln


gemäß StVO abzusichern!
Auf ausreichend tragfähigen Verkehrsweg achten!
Stets für gute Sicht auf das Arbeitsfeld sorgen!
Stapler am/im Lkw sicher verstauen!
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Flurförderzeug-Fahrschule F 3.41

Vorsichtsmaßnahmen beim
Instandhalten I, »Werkzeug,
Arbeitsstelle, Flurförderzeug«
Fachkenntnis, passendes Werkzeug, Arbeitsan-
weisung/-auftrag sind erforderlich – Übereifer ist
schädlich.

Die Arbeitsstelle ist vorher


für alle zu sichern.

Funktionssicheres Werkzeug Stapler gegen Fortrollen


gesichert

Instandhaltungsarbeiten nur als Fachmann und


nach Auftrag ausführen! Flurförderzeuge vor dem
Arbeiten gegen Fortrollen sichern! Stets intaktes,
geeignetes Werkzeug benutzen!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 3.42.1

Vorsichtsmaßnahmen beim
Instandhalten II, »Hubmast«
Werden Hydraulikanlagen drucklos, können hoch-
gehobene Fahrerplätze, Hubmaste und Lastauf-
nahmemittel plötzlich und schnell herabsinken.

Fehlsteuerungen können den Hubmast unge-


wollt nach hinten neigen.

Schutzvorrichtungen auch nach Teilarbeit vor


Weiterarbeit sofort wieder anbringen!

Hubmast durch Hebeband ge- Hubmast außerdem durch ein-


sichert gelegten Balken gegen Zurück-
neigen gesichert

An und unter angehobenen Fahrzeugen, Fahrerplät-


zen und Hubmasten nie ohne deren Absicherung
arbeiten! Hubmast gegen Zurückneigen sichern!

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Vorsichtsmaßnahmen beim
Instandhalten III, »Freier Fall«
Fällt/gleitet ein Körper im »Freien Fall« zur Erde
herab, nimmt er eine Geschwindigkeit »v« an, die
mit zunehmender Fallhöhe sehr schnell ansteigt.

Fallhöhe Geschwindigkeit - v

1,0 m ~ 16 km/h
1,5 m ~ 19 km/h
2,0 m ~ 23 km/h
4,0 m ~ 32 km/h

Durch die Geschwindigkeit erhält der herab-


fallende Körper »m«, z. B. die Gabel, eine starke
kinetische Energie »EK«.
Verdoppelt sich die Geschwindigkeit, wird die
kinetische Energie um das Vierfache stärker,

[ EK = m · v
].
2
denn
2
Herabfallende Maschinenteile, Werkzeuge,
lose Lastteile u. dgl. können daher schwerste
Personenschäden verursachen, besonders, da sie
ungedämpft aufschlagen.
Unter angehobenen Maschinen und hochgelegenen
Arbeitsplätzen keine Personen dulden!
Werkzeuge, Montageteile u. dgl. gegen Herabfallen
sichern! Schutzhelm und Schutzschuhe tragen!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 3.43

Vorsichtsmaßnahmen beim
Instandhalten IV, »Batterieumgang«
Beim Batterieladen entsteht durch Wasserzersetzung
Wasserstoff, der vermischt mit Luft „Knallgas” ergibt.
Es ist explosionsgefährlich und leicht zu entzünden.

Schon durch eine Verpuffung kann der Elektrolyt, z. B.


Schwefelsäure, aus der Batterie herausgerissen werden
und schwere Verätzungen hervorrufen.

Batterieverpuffung Falscher Handschuh: Verätzung

Beim Nachfüllen von Batteriewasser oder des


Elektrolyten antistatisch wirkende säure- und
laugenbeständige Schutzbrille, -schuhe, -hand-
schuhe und -schürze tragen! Nicht rauchen, keine
Funken ziehen!
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Flurförderzeug-Fahrschule F 3.44

Betanken
Treibstoffgase sind in Verbindung mit Luft in
einem bestimmten Mischungsverhältnis
(= Explosionsbereich) explosibel.

Elektrische Schalt-, Schleif- und Schweißfunken


sowie eine glühende Zigarette reichen zur Zün-
dung aus.

Gasflasche nur am vorgesehenen Ort Diesel nicht verschütten


wechseln und lagern

Vor dem Gasflaschenwechsel Flaschenventil schließen und


Gasleitung zum Motor durch Motorleerlauf leerfahren. Vor
dem Tanken grundsätzlich den Motor abstellen.

Schutzhandschuhe tragen! Gasanschlüsse, leere


Flaschen / Dieseltank fest schließen!
Verschütteten Treibstoff sachgerecht entsorgen!
Nicht rauchen, keine Funken ziehen!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 3.5

Prüfung von Flurförderzeugen


»Tägliche Einsatzprüfung« –
»Regelmäßige Prüfungen«
Sachkundiger/Befähigte Person: Hauptprüfung
und Abgasprüfung
Fahrer: tägliche Einsatzprüfungen von Fahrzeug
und Zusatzeinrichtung

Oberflächliche Prüfung gefährdet Leben und Gesundheit.

Staplerfahrer bei
der »Täglichen
Einsatzprüfung«

Plaketten weisen
Prüfungen durch
Sachkundige /
Befähigte Personen
aus

Bei Dienstantritt die »Tägliche Einsatzprüfung«


durchführen! Auf die Durchführung von regelmäßi-
gen Prüfungen achten! Mängel dem Vorgesetzten
melden – Anweisungen abwarten!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 4.11.1

Verkehrswege »Anhalteweg«
Jedes Fahrzeug legt, bevor es anhält, einen
Anhalteweg zurück. Die Länge des Anhalteweges
wird leider von vielen Fahrern unterschätzt.

Anhalteweg eines Pkws auf trockener Straße:


bei 15 km/h = 5,6 m; bei 30 km/h = 14 m
bei 60 km/h = 40 m; bei 100 km/h = 98 m

Personen betreten
oft unmittelbar die
Fahrbahn.

Devensives Fahrverhal-
ten sicheres Steuern

Achtung! Trotz erhöhter Aufmerksamkeit des Fahrers


legt ein Flurförderzeug bei 10 km/h noch 2,50 m zurück.

Stets mit angepasster Geschwindigkeit fahren!


Anhalteweg berücksichtigen! Umfeld beobachten!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 4.11.2

Verkehrswege
»Bodenbelastung«
Stapler bis 2 t Tragfähigkeit wiegen ca. das
Doppelte von dem was sie tragen können.
Stapler über 4 t Traglast sind noch schwerer.

Stapler über 2 t Tragfähigkeit haben ein Eigengewicht


von ca. 4 t, plus dem Gewicht, das sie mehr als 2 t
tragen können.

Frontstapler bis 4 t Tragfähigkeit nehmen Gefahr durch Einbrechen


ca. 2 m2 belastete Bodenfläche ein

Bei Lastaufnahme ist die Vorderradbelastung je Rad


kurzzeitig ca. die Hälfte des Staplergesamtgewichtes.

Tragfähigkeit des Fahrweges beachten!


Besondere Vorsicht bei Abdeckungen von
Bodenöffnungen!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 4.11.3 a

Verkehrswege
»Befahren von Aufzügen I«
Aufzüge nicht überlasten, sonst drohen sie abzu-
stürzen.

Vergessen wir nicht: Ein Stapler wiegt leer


das Doppelte von dem was er trägt!

Gerät vor sich herführen Aufzug leer Stapler fährt ein


keine Quetschgefahr

Befahrerlaubnis beachten! Beim Ein- und Ausfah-


ren darauf achten, dass sich keine Personen im
Fahrkorb aufhalten und mittig einfahren! Geh-Mit-
gänger-Flurförderzeuge beim Einfahren hinterher-
gehend führen!
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Flurförderzeug-Fahrschule F 4.11.3 b

Verkehrswege
»Befahren von Aufzügen II«
Aufzüge sind sensible Maschinen.
Betriebsanweisung exakt beachten!

Vorgeschriebener Abstand von Mittig eingeparkt,


100 mm eingehalten vorschriftsmäßige Steuerung

Vom Fahrzeug darf keine Gefahr, z. B. durch Fortrollen


oder Hängenbleiben an Fahrschachtwänden, ausgehen.

Von Fahrschachtwänden Abstand halten und


Mitgängerdeichsel hoch stellen!
Fahrzeug gegen Fortrollen sichern!
Antrieb abstellen!
Aufzug nicht vom Fahrerplatz aus steuern!
Aufzugs- und Fahrschachttüren nicht mit dem
Fahrzeug oder der Last aufstoßen!
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Flurförderzeug-Fahrschule F 4.12.1

Verkehrswege
»Beleuchtung – Ausleuchtung«
Nur gute Sicht ermöglicht eine sichere Arbeit.

Der Fahrer muss den Anhalteweg des Fahrzeu-


ges und den Einsatzort überblicken können!
Dies gilt auch in die Höhe, z. B. beim Stapeln!

Langsam ein- und ausfahren! Dämmerung: Licht eingeschaltet

Achtung bei Hallenein- und ausfahrten; denn unsere


Augen können sich auf andere Lichtverhältnisse: hell/
dunkel, dunkel/hell nicht schnell genug einstellen!

Beleuchtungseinrichtungen benutzen!
An Hallenein- und ausfahrten Geschwindigkeit
verringern!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 4.12.2

Be- und Entladen von


Fahrzeugen I
Rampen, Ladebrücken und Ladeflächen müssen
genauso sicher belastbar sein wie Verkehrswege.

Zum Ladevorgang die passende Ladebrücke


verwenden und sie gegen Verrutschen und Abglei-
ten sichern! Fahrzeuge sichern!

Ladebrücke steht, gesichert Unterlegkeil angelegt, Deichsel


gegen Umfallen in Längsrichtung gestellt

Fahrzeuge so be- und entladen, dass sie ver-


kehrssicher bleiben.

Vor dem Ladevorgang Absprache mit dem Lkw-


Fahrer treffen! Ladepapiere und Lastverteilungs-
diagramm beachten!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 4.12.3

Be- und Entladen von


Fahrzeugen II
Beim Transport entstehen Bewegungskräfte.

Kommt die Last in Be-


wegung, entwickelt sie
schnell eine kinetische
Energie und schlägt
mit großer Wucht an
die Bordwand.

Sie gilt es durch


Ladungssicherung im
Griff zu haben.
Kräfte in Größe und
Richtung
Ladungssicherung durch Verzurren
Zurrwinkel α im Vertikalzug
Je größer/steiler
»α« ist, desto
größer ist die
Druckkraft auf
das Ladegut.

Nur durch fachmännisches Verstauen der Last ist


ein sicherer Transport möglich!
Der Staplerfahrer ist mitverantwortlich!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 4.13

Stapelung
Stapel sind lotrecht und standsicher zu errichten.

Sicheres Stapeln verlangt:


1. Tragfähiges Fundament
2. Tragfähigkeit von
Lagereinrich-
tungen/-geräten
beachten!
3. Belastbarkeit der Güter
berücksichtigen!
4. Zulässige Stapelhöhen
nicht
überschreiten.
In der Regel:
Im Raum 6 : 1,
im Freien 5 : 1!
Auf schiefen Stapeln (über
5. 2 % Bei
Neigung) und
Gefahrgut be-
besondere
schädigten Ladeeinheiten keine Betriebsanweisung
Lasten absetzen.
Es droht Einsturzgefahr.befolgen!

Lasten beim Auf- und Absetzen nicht schleifen!


Verkehrswege, Ausgänge, Schalteinrichtungen und
Arbeitsplätze nicht verstellen!
Schiefe Stapel sind sofort abzutragen!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 4.14

Regale

Regale und besonders deren Stützen nicht


beschädigen, sonst ist ihre Standsicherheit
gefährdet!

Sicherheitseinrichtungen
am Regal:

a) Befestigungen am
Boden,
untereinander oder am
Gebäude
b) Anfahrschutz vor den
Regal-
eckstützen
c) Seitenschutz am oberen
Regalboden
d) Tiefenauflage für
sicheres
Einlagern
e) Durchschiebesicherung
Schäden / Mängel / feh-
z. B.
lende Sicherungen sofort
bei Doppelregalen,
dem Vorgesetzten melden!
f) Bodenaushebsicherung

Regale nicht überlasten! Lasten nicht schleifen und


nicht ruckartig absetzen!
Lasten mittig einlagern! Auf Staplerheckausschlag
achten!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 4.21

Verkehrswege »Kennzeichnung, Fahr-


wegbreite, -höhe – Verkehrsregelung«
Auf Wegen auch kurzzeitig keine Lasten absetzen und
sich selbst den Weg nicht verstellen.

Verkehrswege und Kennzeich- Höhenbegrenzung, Durchfahrt-


nung freihalten höhe beachten

Toröffnungen langsam durchfahren Verkehrsregelung befolgen

Verkehrsregeln beachten! Verkehrswege freihal-


ten! Sicherheitsabstand ≥ 0,50 m zu beiden Seiten
des Fahrzeuges/der Last einhalten!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 4.22.1

Gefahr durch Antrieb


Abgase sind gesundheitsschädlich und Erd-,
Flüssiggas außerdem explosionsgefährlich.

Rußfilter am Dieselmotor Flüssiggasflasche fest verspannt

Flüssiggas ist 2 x schwerer als Luft. Es kann wie Wasser,


z. B. in Keller, Kanäle und Arbeitsgruben fließen.

Darum:  Nur im Abstand von mehr als 3 m, z. B. von


Gitterrosten, Kellertreppen u. dgl. parken.
 Gasflaschen nur an dafür bestimmten Stellen
wechseln und abstellen.

Abgasreiniger gemäß Betriebsanleitung freibren-


nen! Entlüftungseinrichtungen nicht außer Betrieb
setzen! Nicht rauchen und Einsatzbeschränkungen
beachten!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 4.22.2

Gefährdete Betriebsstätten
»Brand- und Explosionsgefahr«
Papier, Pappe und Kunststoffe können durch
Funken leicht ins Brennen geraten.
Schon geringe Mengen von brennbaren Flüssig-
keiten und Gasen zünden durch einen kleinen
Funken und explodieren.

Rauchen und der Umgang mit offenem Licht


und Feuer sind verboten!

Abstand › 0,50 m einhalten Stapler in Ex-Ausführung

Zusatzbetriebsanweisung beachten! Nur zugelas-


sene Fahrzeuge verwenden! Im Ex-Bereich antista-
tisch wirkende Schutzschuhe tragen!
Reifen und Schuhe öl- und fettfrei halten!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 4.23.1

Umgang mit gefährlichen Gütern


»Kennzeichnung – Verkehrsregeln I«
Die Kennzeichnung/Gefahrenbezeichnung von Gefahrstoffen
gibt dem Fahrer in Verbindung mit der Betriebsanweisung
Auskunft für einen sicheren Umgang.

Schon geringere Mengen können großen Schaden anrichten.

Gefahrenbezeichnung gemäß Gefahrstoffverordnung (Stand 2004)

Fehlt die Bezeichnung oder ist sie unleserlich, ist der Vorge-
setzte zu unterrichten. Seine Anweisung ist abzuwarten.

Vorgaben zum Umgang mit Gefahrgütern


beachten! Nur zugelassene Lastaufnahmemittel
verwenden! Freigewordene Stoffe nur nach
Anweisung beseitigen!

2006 Overhead-Lehrsystem © 1991 Verlag Dr. Ingo Resch GmbH, Maria-Eich-Straße 77, D-82166 Gräfelfing
Flurförderzeug-Fahrschule F 4.23.2

Umgang mit gefährlichen Gütern


»Kennzeichnung – Verkehrsregeln II«
Für den Umgang mit gefährlichen Gütern muss der Flurförder-
zeugführer wissen was der Gefahrgutzettel aussagt.

 Bezeichnung des Stoffes oder


der Zubereitung

 Bezeichnung bestimmter
Bestandteile der Zubereitung

 Gefahrensymbole und
Gefahrenbezeichnungen

 Hinweis auf besondere Ge-


fahren ›R-Sätze‹

 Sicherheitsratschläge
›S-Sätze‹

 Hersteller oder Lieferant

 Aufschrift ›kann Krebs


erzeugen‹ mit Bezeichnung
der Stoffgruppe gemäß Ge-
fahrstoffverordnung, (Angabe
nur, wenn der Stoff Krebs er-
zeugen kann)
Achten Sie auf den Aufkleber, sonst weiß keiner, wie im
Notfall zu reagieren ist. Wertvolle Zeit geht verloren.

Auch, wenn jahrelang kein Schaden auftrat, stets


wachsam bleiben!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 4.31

Lastumgang »Lastsicherungen«
Trägheits- und Fliehkräfte sind eine Gefahr für die
Laststandsicherheit.

Schon normale Fahrbewegungsänderungen


können ein Verrutschen der Last hervorrufen.

Behältersicherung durch Zurrgurt Fässersicherung durch Umreifung

Sicherung der Last durch den Fahrer ergibt ihren


sicheren Transport.

Nur gesicherte Last transportieren!


Keine losen Einzelgüter auf Ladeeinheiten
mitnehmen!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 4.32

Lastumgang
»Hängende Lasten I«
Lastaufnahmemittel sachgemäß lagern - sonst
werden sie beschädigt.
Hier ist gemäß Betriebsanleitung der Fahrer mit
in der Pflicht.

Geschützt vor Feuchtigkeit und Kraftschlüssige Steineklammer


aggressiven Stoffen nicht für Gefahrgut

Achtung! Auch bei bestem Lastumgang kann die


Last pendeln.

Lastaufnahmemittel stets sachgerecht lagern!


Fachgerecht auswählen – Einsatzaufgabe berück-
sichtigen! Besondere Vorsicht nahe Personen –
Abstand halten!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 4.33

Lastumgang »Hängende Lasten II«

Der Neigungswinkel  ist der Winkel zwischen einem Seil-


strang und einer gedachten lotrechten Linie, die durch den
Anschlagpunkt des Seilstranges geht.

Neigungswinkel am Anschlagmittel berücksichti-


gen! Nicht in die Umschnürung einhaken und nicht
über 60° anschlagen!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 4.34

Lastumgang »Hängende Lasten III«


Bei der Wahl der Anschlagart
muss der Fahrer darauf achten,
dass das Anschlagmittel durch
die Last nicht beschädigt wird.

 Beim »Schnürgang« darf das An-


schlagmittel nur bis 80 % seiner
Tragfähigkeit belastet werden.
 Hebebänder außer Rundschlingen
nicht ohne verstärkte Schlaufen
oder Beschlagteile einsetzen.
 Ketten der höheren Belastungs-
Last ist im Schnürgang und mit stufe wählen. Dies gilt auch für
Kantenschützern angeschlagen scharfe Kanten.

Scharfe Kanten bewirken starke Biegungen und Kerben.

Scharfe Kante: r ‹d

Achtung! Gabelzinken haben


scharfe Kanten!

Anschlagart und Tragfähigkeit berücksichtigen!


Anschlagmittel nicht über scharfe Kanten ziehen!
Kantenschützer einsetzen!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 4.35

Lastumgang »Hängende Lasten IV«


Traglastanhänger und Belastungstabellen geben für jeden
Anschlag Auskunft über die Tragfähigkeit von Anschlagmitteln.

Tragfähigkeitsangaben beachten!
Bei asymmetrischem Anschlag nur einen Strang
und bei drei und mehr Strängen nur zwei als tra-
gend nehmen!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 4.41

Sondereinsätze »Beifahrer«
Zum Mitfahren von Personen müssen Flurförder-
zeuge und ihre Anhänger eingerichtet sein.

Auf Gegengewichten, seitwärts auf dem Chas-


sis, auf Trittbrettern oder gar auf den Gabel-
zinken mitfahren zu lassen ist purer Leichtsinn.
Der Fahrer ist mit verantwortlich!

Die Betriebsanweisung ist hierfür zu beachten.

Der Beifahrer muss seinen Platz und Festhaltegriff


benutzen! Auf- und Absteigen während der Fahrt
ist verboten! Beifahrer müssen den Anweisungen
des Fahrers Folge leisten!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 4.42.1

Sondereinsätze
»Hochfahren von Personen I«
Ohne Einsatz einer sicheren Arbeitsbühne
bestehen erhöhte Verletzungsgefahren durch
Quetschungen und Abstürze.
Achtung Fahrer!

 Der Stapler muss


ausreichend
tragfähig sein.

 Der Standplatz in der


Bühne
darf nicht erhöht werden, z. B.
durch Kisten, Leitern o. dgl.

 Mitfahrerlaubnis darf es
nur in
der abgesenkten Bühne ge-
ben. Dabei ist der Festhalte-
bügel zubenutzen.

 Mit hochgehobener
Bühne nur
zur Standortfeinkorrektur und
Arbeitsbühne für Instandhaltungs- im Kriechgang verfahren.
arbeiten

Stapler standsicher aufstellen!


Bühnenboden waagerecht ausrichten!
Handbremse anziehen!
Schutzhelm tragen!
Fahrerplatz nicht verlassen!
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Flurförderzeug-Fahrschule F 4.42.2

Sondereinsätze
»Hochfahren von Personen II«
Stets die passende Arbeitsbühne einsetzen.
Gerät ausreichend
tragfähig, Arbeits-
fläche begrenzt

Bühne für
externen Einsatz
von Personen

Externbühne im
normalen Einsatz

Schmalgang /
Regalbühne mit
Zustimmungs-
schaltung im
Einsatz

Standortgebundene
Aufstellung
Bühnensteuerung

Einsatzvorschriften sind exakt einzuhalten!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 4.42.3

Sondereinsätze
»Hochfahren von Personen III«
Was tun, wenn die Arbeitsbühne
Stromberührung hat?

Grundsätzlich Ruhe bewahren! Und:

Arbeitsbühne absenken! Gerät aus


dem Gefahrenbereich herausfahren!

Darüber hinaus gilt in jedem Fall:

Fahrerplatz nicht verlassen!

Außenstehende auffordern, Abstand


zu halten!

Veranlassen, den elektrischen Strom


abzuschalten!
Stromeinwirkung nie unterschätzen! Sie kann tödlich wirken!

Unfall: Sofort »Erste Hilfe« einleiten!


Erst absteigen, wenn der Stapler spannungsfrei ist!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 4.43

Sondereinsätze
»Anhängerbetrieb I«
Fahrzeuge mit Hänger muss jederzeit gefahrlos
angehalten werden können.

Ein normaler Stapler kann in der Regel an Gewicht


so viel ziehen wie er selbst tragen kann.

Stapler verzieht ungebremsten Stapler, ausgerüstet mit einer


Anhänger pneumatischen Bremsanlage

Zu viele Anhänger, falsche Beladung, fehlende Ladungs-


sicherung und Ladeprofil überschritten, können den Trans-
port gefährden.

Zulässiges Anhängegesamtgewicht und die Vorgabe


der Anhängeranzahl nicht überschreiten!
Ladevorgaben und Ladungssicherung beachten!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 4.44

Sondereinsätze
»Anhängerbetrieb II«
Fehler beim Anhängerkuppeln und unsachgemäßes
Abstellen von Anhängern sind häufige Unfallursachen.

Kuppeln mit Rücktasteinrichtung Anhänger fachgerecht abgestellt

Anhänger nicht mit losem Stempel wegdrücken und


auflaufen lassen erhöhte Unfallgefahr!

Beim Kuppeln in Kurven möglichst nicht in der »Engstelle«


aufhalten Quetschgefahr.

Zuerst die am schwersten beladenen Anhänger


ankuppeln! Hände weg vom Kupplungsmaul!
Nach dem Kuppeln Kupplungsbolzen sichern!
Anhänger nicht während der Fahrt abkuppeln!
Abgestellte Anhänger gegen Fortrollen sichern!
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Flurförderzeug-Fahrschule F 4.45

Sondereinsätze
»Waggonverschieben«
Waggons müssen sicher angehalten werden.

Drehhaken mit 5 m langem Seil unter Sliphaken im Einsatz – durch den Fahrer
Zugseilwinkel von ca. 20° im Einsatz ausgeklinkt

Schlepper mit Drückbohle beim Waggon- Verschiebegerät, zulässig bis 300 t Wag-
verschieben gongewicht, fest mit Waggon gekuppelt

Waggons nur mit Anbaugerät und Einweiser


verschieben!
Haltepunkt (mit Hemmschuhen) vorher festlegen!
Zulässiges Verschiebegewicht nicht überschreiten!

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Sondereinsätze
»Speditionsanlieferung -
Sondergut«
Transport nicht im »Hauruck-Verfahren« durch-
führen, auch wenn die Zeit drängt.
Neugierige fernhalten.

Vor Transport vom


Vorgesetzten mit Fahrer
feststellen:
 Lastgewicht
 Lage des
Lastschwer-
punktes
 zulässige Traglast
 Gabelschuhe,
Hilfsmittel
vorhanden
 Transportweg
ausrei-
chend tragfähig
breit
Fahrzeug nicht überladen!
Last sicher aufnehmen und ggf. sichern!und hoch
Bei Sichtbehinderung bzw. Einengung der Sicher-
heitsabstände mit Einweiser arbeiten!
Lasten nicht von Personen festhalten lassen,
sondern nur mit Hilfsmitteln, z. B. Seilen, Stangen
o. dgl. führen lassen!
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Sondereinsätze
»Zwillingsarbeit«
Für Zwillingsarbeiten möglichst nur Stapler gleicher
Bauart einsetzen.

Jeder Stapler sollte 2/3 der Gesamtlast tragen können. Bei


Quertransport ist zusätzlich der Lastarm zu berücksichtigen.

Besonders bei engen


Kurvenfahrten sind auf
den Gabelzinken
»Drehgestelle« einzu-
setzen.
Quertransport

Auf ausreichende
Tragfähigkeit, Höhe
und Breite des Ver-
kehrsweges achten.
Längstransport

Zwillingsarbeit erst nach genauer Absprache mit


dem zweiten Fahrer und dem Einweiser
durchführen! Den Fahrantrieb während der Fahrt
nicht abstellen! Der Einweiser – Aufsichtsführende
hat stets das »Oberkommando«, sonst gibt es
Mißverständnisse!
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Flurförderzeug-Fahrschule F 4.48

Sondereinsätze, »Flurförderzeuge
auf/in Wasserfahrzeugen«
In Lukenöffnungen u. dgl. nicht ohne Fahrerschutz-
dach und an Lukenöffnungen nicht ohne Absturz-
sicherung arbeiten! Auf ausreichende Tragfähigkeit von
Lukendeckeln achten!

Sachgerechter Anschlag Stapler zum Transport leichter


gemacht

Flurförderzeugtransport mittels Kran nur an den hierfür


vorgesehenen Anschlagpunkten des Fahrzeuges durchführen.

Vor dem Einsatz abgenommene Gegengewichte


wieder fachgerecht befestigen!
Mit Benzin oder Flüssiggas betriebene Fahrzeuge
dürfen in Schiffsräumen nicht eingesetzt werden!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 4.49.1

Sondereinsätze
»Verkehr auf öffentlichen
Straßen und Wegen I«
Der Fahrer muss wie ein Autofahrer die StVO
beachten.

Der Betrieb benötigt eine Betriebserlaubnis – BE und der


Fahrer zusätzlich einen gültigen Kfz-Führerschein.

Wagen mit Zulassung Stapler mit Betriebserlaubnis -


BE bis 20 km/h

Achtung! Beim Verstoß gegen die StVO drohen Bußgelder


und Punkte in Flensburg.

Flurförderzeugführer werden vor Gericht wie Auto-


fahrer behandelt!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 4.49.2

Sondereinsätze
»Verkehr auf öffentlichen
Straßen und Wegen II«
Auch Ladestraßen, Zufahrten und Bürgersteige
gelten als öffentlich im Sinne der StVO § 1.
Sie können aber zur Benutzung für jedermann ab-
gesperrt werden.

Absperrung der Straße / des Platzes jeweils mit Behördengenehmigung

Zulässige Herausnahme des Firmengeländes aus der Öffentlichkeit ohne Genehmigung

Die Sicherheitsvorgaben sind exakt einzuhalten!


Unternehmer und Fahrer sind dafür verantwortlich!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 4.52

Fahrverhalten
»Sichtverhältnisse«
Wenn nicht mit einem Einweiser gearbeitet wird, muss ein
Fahrer ausreichende Sicht auf die Fahrbahn haben.

Achtung! Beim Einsatz auf öffentlichen Straßen und Wegen


auch mit der Kindergröße von 0,60 m rechnen.

Nie »blind« fahren, auch nicht kurze Strecken!


Erforderlichenfalls rückwärts fahren!

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Fahrverhalten
»Rückwärtsfahren I«
Beim Rückwärtsfahren muss die Fahrbahn und
die Last vom Fahrer im Auge behalten werden.

Dies gilt auch bei kurzem Zurücksetzen, z. B. am Regal.

Der »tote Winkel« muss weitgehend überblickt werden.

Auch, wenn es anstrengend ist, den Oberkörper


weit nach hinten drehen!
Rückspiegel befreien nicht vom Umdrehen!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 4.53.2

Fahrverhalten
»Rückwärtsfahren II«
Technische Hilfsmittel benutzen.

Drehsitz Sichtfelderweiterung

Stapler mit erhöhtem Sitz

Videokamera nach hinten

Videokamera nach vorne Bildschirm im Cockpit

Beim Vorwärtsfahren ohne Last nicht nur mit Bildschirm fahren.

Technische Hilfsmittel benutzen, aber nicht


sorglos fahren! Gewissenhaft bleiben!

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Fahrverhalten
»Grundhaltung des Fahrers«
Das Umfeld kennt nicht/ignoriert die Beson-
derheit von Flurförderzeugen, wie die Sichtver-
hältnisse und den möglichen Heckausschlag.

Besondere Vorsicht beim Begegnen von Personen!


Ein Abstand von 0,75 m ist sehr gut.

Der Flurförderzeugführer ist ein Profi!


Sichere Arbeit ist Voraussetzung.

Nur miteinander geht′s gut Last tief abgesenkt und Personen-


abstand gewahrt

Der Fahrer handelt gewissenhaft und verantwor-


tungsbewusst! Er fährt defensiv! Rücksicht und
Umsicht sind für ihn selbstverständlich!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 4.7

Rettung aus Gefahr


»Anschnallen - Abspringen - Befreien«
Stürzt ein Flurfahrzeug um: keine Panik. Es fällt langsam um.

Der kluge Fahrer benutzt die Sicherheitseinrichtung!

Es gibt zwei lebensrettende Verhaltensweisen:

1. Sicherste Methode: Sitzen 2. Abspringen schräg nach hinten weg


bleiben und sich festhalten z. B. Sturz von der Galerie oder ins Wasser

Störfall Selbstrettung: Fenster herausdrücken / Ham-


mer benutzen.

Die Rettungsmethoden öfters üben / besprechen!


Nur dann verhalten Sie sich im Notfall je nach
Situation richtig!

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Rettung aus Gefahr -


»Rückhaltesysteme I«
Flurförderzeuge, auch Stapler, sind bei bestim-
mungsgemäßem Einsatz sicher.

Doch Stapler sind kippempfindlich besonders


 bei zu schneller Kurvenfahrt
 und / oder beim Fahren mit
hochgehobenen
Lastaufnahmemittel

Die Unfälle beweisen es leider immer wieder

Das Sicherheitssystem ist stets funktionstüchtig


zu erhalten und zu benutzen!
Trotzdem Kurven stets mit angepasster Geschwin-
digkeit durchfahren und die Gabel tief absenken!

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Rettung aus Gefahr -


»Rückhaltesysteme II«
Beim Kippen des Staplers wird der Fahrer vom Sitz
geschleudert und oft vom Schutzdach getroffen.

Folge schwerste Verletzungen

Sicherheitsbeckengurt am Staplersitz Nachgerüsteter Stapler mit Halbtüren

Nachgerüsteter Stapler mit Schmaltür Stapler mit klappbarem Doppelbügel

Das Rückhaltesystem dient allein unserer Sicher-


heit und muss benutzt werden!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 4.9

Verlassen des Fahrerplatzes


»Parken - Kurzzeitiges Verlassen«
Flurförderzeuge werden oft sorglos abgestellt.

Sie sind besonders für Jugendliche sehr interessant.

Vorschriftsmäßig abgestellte und gesicherte Fahrzeuge –


Fahrschlüssel / Chipkarte gezogen

Außerhalb des Verkehrsweges abgestellt Stapler kurzzeitig verlassen. Aufenthalt


und Lenkräder geradeaus gestellt. im Einflussbereich zum Stapler ist gege-
Gabelzinkenspitzen auf dem Boden ben

Flurförderzeuge so stillsetzen, dass sie kein Hin-


dernis und keine Gefahr bilden, sich nicht von
selbst in Bewegung setzen können sowie gegen
unbefugtes Benutzen gesichert sind!

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Flurförderzeug-Fahrschule F 5.0

Abschluss: Profi im Einsatz

Umsicht

Rücksicht

Voraussicht

Der Champion: Könner in Theorie und Praxis

Bleiben Sie gesund!


Gruß an die Kollegen: »Alles paletti!«

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