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HALOGENDERIVATE

• Halogenderivate sind organische Verbindungen in denen der Wasserstoff durch ein


oder mehrere Halogenatome ersetzt wurde.

• Zahlreiche Halogenderivate haben eine wichtige physiologische Wirkung.

Anwendungen in der Medizin

•Triclormetan (Cloroform)(CHCl3)

-Chloroform wurde 1831 unabhängig voneinander von dem US-


Amerikaner Samuel Guthrie,dem Deutschen Justus Liebig und dem
Franzosen Eugène Soubeiran hergestellt.
 Nachdem seine narkotisierende Wirkung im Tierversuch schon im 1842 erkannt
worden war, verwendete man die Substanz in die ärztliche Praxis zur Ausschaltung
oder Linderung von Geburtsschmerzen .
 Erst ab etwa 1890 wurde, wegen der unerwünschten Nebenwirkungen mit
häufigen anästhesiebedingten Todesfällen bei Chloroformnarkosen, wieder die
Ätheranwendung bevorzugt.

 In Anbetracht der damaligen Operationsverfahren hatte die Verwendung


dieses Narkotikums große Bedeutung für die ganze chirurgische Tätigkeit.
 Bei dem Eingriff selbst war das wichtigste Erfordernis die Schnelligkeit,
der oft die Exaktheit, Sauberkeit und Gründlichkeit zum Opfer fielen.
• Iodoform(CHI3)

 Georges Serrulas stellte Iodoform 1822 erstmals her, Jean Baptiste Dumas stellte
1834 die Summenformel auf.
 Iodoform kann mithilfe Lugolscher Lösung aus Verbindungen mit CH3CHOH-
Gruppe oder CH3CO-Gruppe wie Ethanol oder Aceton gewonnen werden.
• Früher wurde in Diethylether gelöstes Iodoform (Iodoformether) in der
Dentalmedizin zur Desinfektion von Wunden verwendet, da es mit der
Wundfeuchtigkeit eine kleine, desinfizierend wirkende Iodmenge abgibt.
Zugleich trocknete es auch die Wunde, stillte kleinere Blutungen und
verminderte die Wundschmerzen.
 Wegen seines charakteristisch intensiven Geruchs, des hohen Preises und
der Schädlichkeit bei hohen Dosierungen wird Iodoform medizinisch kaum
mehr verwendet.
 In der Zahnmedizin wird Iodoform nach wie vor sehr oft verwendet – es
stellt das Standarddesinfektionsmittel zur Wundeinlage mittels Gazestreifen
dar und wird als Füllpaste (mit Calciumhydroxid) in der
Milchzahnwurzelfüllung benutzt.

 Ethylchlorid(CH3CH2Cl) (Kelen)

 Ethylchlorid wird in der Chirurgie als


ein Lokalanästhetikum verwendet
 Gebrauchsanwendungen:lokale Anwendung für Schleimhautinzision oder
zur Linderung von Verstauchungen, Myalgien usw.
 Nebenwirkungen: die übermäßige Nutzung von Kelen kann zu
Erfrierungen führen. Das Einatmen ist wegen der hohen Toxizität und
der intensiver Reizung sehr gefährlich.