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BLUTDOPING

DEFINITION BLUTDOPING:
Beim Blutdoping wird durch eine Infusion von
Vollblut oder anderen Substanzen die rote
Blutkörperchen enthalten eine
Erhöhung/Maximierung der Erythrozytenzahl
im Blut erreiht.
ERYTHROZYTEN
▪ rote Blutzellen
▪ Aufnahme von Sauerstoff in den
Lungenkapillaren und Transport zu den
Bestimmungsorten
▪ 7,5 µm Durchmesser
▪ Kernlos
▪ ein Erwachsener besitzt etwa 25
Billionen Erythrozyten
ERYTHROPOESE
▪ Herstellung roter Blutkörperchen (Erythrozyten)
▪ Beim Embryo in der Leber
▪ Später in roten Knochenmark
▪ Täglich werden 200 Milliarden Erythrozyten gebildet
▪ Entstehen aus teilungsfähigen Stammzellen
▪ Benötigt EPO als Stimulator und ist somit grundlegend zur Erythropoese
EIGEN-/FREMDBLUTDOPING
▪ Einer Person mit einer hohen Anzahl an roten Blutkörperchen wird ca. ein Liter
Blut abgenommen
▪ Dieses Blut wird eingelagert
▪ Unmittelbar vor dem Wettkampf wird dem Sportler dieses Blut per Bluttransfusion
verabreicht
ERYTHROPOETIN (EPO)
▪ Normale Funktion: Wachstumsfaktor für die Bildung von roten Blutkörperchen
▪ Wird bei Blutverlust oder beim Aufstieg in größere Höhen hauptsächlich in der
Niere synthetisiert
▪ Bei höherer Konzentration von roten Blutkörperchen ist der Körper
leistungsfähiger
▪ EPO steigert die Gefahr von Blutgerinnseln
▪ Nachweis nur in den ersten vier Tagen nach Verabreichung möglich, Wirkung bis
zu 17 Tage lang
DOPINGSKANDAL „FUENTES“
▪ Hauptsächlich im Vorfeld der Tour de France 2006
▪ Teamarzt eines Radteams hatte große Mengen an Eigenblut gelagert
▪ Tourveranstalter ASO veröffentlichte einen Tag vor dem Start der Tour de France
58 Namen, die verdächtigt wurden, gedopt zu sein
▪ Diesen 58 Fahrern wurde der Start untersagt
▪ In der Folge weitete sich der Dopingskandal
auf viele Leichtathleten aus
Nachweis von Blutdoping
● Sehr schwer bis unmöglich
● Eigenblutdoping:
○ bisher nicht nachweisbar
● Fremdblutdoping:
○ möglich wenn zwei verschiedene Antigen-Gruppen
● EPO:
○ 2 Tage durch Urinprobe feststellbar
● Trotz der Möglichkeit zu messen, ob ein erhöhter Hämatokritwert vorliegt, ist
dies nicht als Beweis nutzbar, da manche Ausdauersportler von Natur aus einen
höheren Hämatokritwert haben als der im Radsport genutzte Grenzwert von
50%

(Hämatokritwert=Menge der Roten-Blutkörperchen)


Gefahren von Blutdoping
EPO Fremdblutdoping
- Gefahr von Thrombose, Schlaganfällen, - Gefahr von Unverträglichkeiten
Herzinfarkten und Lungenembolien - Gefahr von Allergien
- Im Schlaf kann die Herzfrequenz kritisch - Gefahr der Übertragung von
abfallen Infektionskrankheiten
- Infektanfälligkeit steigt
- Blutdruck steigt
Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Blutdoping
http://www.bleibsauber.nada.at/de/risiken-und-nebenwirkungen/blutdoping
https://de.wikipedia.org/wiki/Erythropoetin
https://de.wikipedia.org/wiki/Erythropoetin_als_Dopingmittel
https://www.rdcnairobi.org/wada-statement-on-kenyan-nado/
Biologie Oberstufe Einführungsphase S II 3. Auflage 2015
http://www.sportunterricht.de/lksport/blut_epo.html