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DieJudenb

uche
nach Annette von Droste-
Hülshof
Wird Ihnen von Burta
Cezar und Cristian Bacanu
präsentiert
Etwas über Annette von Droste-Hülshof
(1797-1848)
Annette von Droste-Hülshoff war eine deutsche Schriftstellerin und
Komponistin. Sie gilt als eine der bedeutendsten deutschen
Dichterinnen. Ihr eigentlicher Taufname ist Anna Elisabeth Franzisca
Adolphina Wilhelmina Ludovica Freiin von Droste zu Hülshoff.
Früh schon fiel ihre literarische Begabung auf und sie stand in
Verbindung mit vielen bekannten Dichtern und Intellektuellen der Zeit.
Wofür ist sie berühmt?
Berühmt ist sie bis heute vor allem als Dichterin und Schriftstellerin.
Sie schrieb zahlreiche Gedichte. Am bekanntesten ist heute noch „Der
Knabe im Moor“, eine Ballade. Aber ebenso hatte sie eine starke
musikalische Begabung: Sie sang ausgezeichnet, spielte Klavier und
komponierte viele Lieder und sogar Bühnenwerke.
Die Inhaltsangabe
In der Novelle “Die Judenbuche”, geschrieben im Jahr 1842 von Annette
von Droste-Hülshoff, geht es um die Lebensgeschichte des Friedrich Mergel.
Friedrich, ein Dorfjunge, wird von seinem Onkel Simon großgezogen und
befreundet sich mit Johannes Niemand, der sein Cousin eigentlich ist, und der
ihm sehr ähnlich sieht. Weil eine Bande von Diebe im Wald herumläuft und
Holz stiehlt, sind alle Förster wachsam, auch Friedrich, der schon achtzehn
Jahre alt ist. Wegen eines Missverständnisses ermordet der Junge den Förster
Brandis und man kann ihn nicht der Tat beschuldigen. Friedrich begeht einen
zweiten Mord, er tötet den Juden Aaron, nachdem das Fest endet. Die
Judengemeindschaft kauft eine Buche im Wald und man verflucht den
Friedrich, der Aaron ermordet hat. Er verschwindet mit Johannes und kehrt
nach 28 Jahre aus der Türkei zurück, wo er als ein Sklave arbeitete. Friedrich
gibt sich als Johannes Niemand aus, um nicht wegen seiner Vergangenheit im
Dorf verurteilt zu werden. Jedoch wird er an einem Tag an der Judenbuche
erhängt gefunden und man erkennt an einer Narbe, dass es in der Tat
Friedrich ist.
Die Figurenkonstellation

Margreth Hermann

Förster Brandis

Simon Frühere Frau

Friedrich Mergel Jude Aaron

Blaukittel
Johanne
s
Die Charakterisierung von Simon Semmler und
Friedrich
● FriedrichMergel
Mergel, die Hauptgestalt der
Novelle
Friedrich Mergel ist die Hauptfigur der Novelle “Die Judenbuche” von Annette
von Droste Hülshoff. Er war der einzige Sohn des Hermann Mergels und der Frau
Margareth. Friedrich liebt seinen Vater sehr und der bringt ihm immer etwas mit, als
er nach Hause zurückkommt. Als er neun Jahre alt wird, wird sein Vater in dem Wald
tot gefunden. Nach etwa drei Jahren tritt Simon Semmler, der Bruder Margreths, in
sein Leben. Er nimmt Friedrich als Adoptivsohn auf. Friedrich sollte für ihn arbeiten
und ihn später beerben. Der Junge fühlte sich von nun an als etwas Besseres, wurde
hochmütig und eitel. Zu Hause beschäftigt sich Friedrich kaum, so dass das Gehöft
immer mehr verwahrloste. Als der Oberförster Brandis ermordet gefunden wird,
verdächtigt man Friedrich. Dieser Mordfall wird nie aufgeklärt. Friedrics Charakter
ändert sich im Verlaufe seines Leben. Am Anfang ist er ein schüchternes und
verträumtes Kind. Er wird zu einem arroganten, besserwisserischen, jähzornigen und Roland Teubner als Friedrich
Mergel
verschlagenen
● Simon Semmler,Mann. der unheimliche Ohm

Simon Semmler ist der Ohm, also der Onkel Friedrich Mergels. Er ist Margreths
jüngerer Bruder. Er hat rote borstige Haare, die unordentlich aussehen. Er ist auch
sehr dünn . Simon scheint sich selbst für attraktiv zu halten: „Ei das muss ein rarer
Kerl sein, ich werde alle Tage schöner“, sagt er, als Margreth ihm erzählt, dass ihr Sohn
Friedrich ihm ähnlich sieht. Auf den jungen Friedrich wirkt der Ohm zu Beginn
merkwürdig und geheimnisvoll, als sein roter Rock im Winde aussieht, als bestünde er
aus Flammen. Simon lebt in Brede, einem Ort in der Nähe des Dorfes B. Er besitzt dort
ein Haus, das aus Ziegelsteinen gebaut sind. Er arbeitet immer wieder an neuen und
angesehenen Projekten, wie zum Beispiel am Wegebau .
Eberhard Feik als Simon
Das
Erzählverhalte
Bei den Stellen, an denen über Ereignisse berichtet wird,
werden vom Erzähler n genaue Angaben z. B. zu Jahren und
Personen gemacht. So beginnt die Erzählung mit „Friedrich
Mergel, geboren 1738, war der einzige Sohn eines
sogenannten Halbmeiers oder Grundeigentümers geringerer
Klasse im Dorfe B.“ . Hier ist die Erzählhaltung als neutral zu
bezeichnen und auch während der Dialogwiedergaben hält
sich der Erzähler zurück.
Der eigentlich auktoriale Erzähler nimmt an vielen Stellen
die Perspektive der Figuren ein. Dabei erzählt er aber
trotzdem in der dritten Person.
Textstellanalyse
1. »Friedrich, was war das?«, fragte der zuerst Erschienene. - »Ich wollte, dass der Racker auf der Stelle krepierte.
Seinetwegen können die Kühe mir die Ohren vom Kopf fressen.« - »Die Kanaille hat uns gesehen«, sagte ein anderer.
»Morgen sollst du auf die Reise mit einem Stein am Halse«, fuhr Friedrich fort und stieß nach dem Hunde. - »Friedrich,
stell dich nicht an wie ein Narr! Du kennst mich, und du verstehst mich auch!« - Ein Blick begleitete diese Worte, der
schnell wirkte. - »Herr Brandis, denkt an meine Mutter!« - »Das tu ich. Hast du nichts im Wald gehört?« - »Im Walde?« -
Der Knabe warf einen raschen Blick auf des Försters Gesicht. - »Eure Holzfäller, sonst nichts.« - »Meine Holzfäller!«

In dieser Textstelle geht es um den achtzehnjährigen Friedrich, der seinen Hund mit einem Stein aufwacht, so
dass der zu jammern beginnt. Die Förster, die achtsam bei jedem Geräusch sind, hören das Gehäule und
kommen zu ihm. Friedrich erklärt ihnen, was geschehen ist und der Oberförster Brandis fragt ihn, ob er etwas
verdächtiges gehört habe. Der Bursche sagt, dass er in der Tat nur die Holzfäller Brandis im Wald gehört habe,
aber der wird wütend, weil er begreift, dass Friedrich wahrscheinlich die Blaukittel an der Arbeit gehört hat, und
nicht seine Förster. Die Aussage “Meine Holzfäller!” will darauf hindeuten, dass Brandis wütend auf den Jungen
ist, weil er nämlch die Blaukittel fliehen ließ.

2. Plötzlich fuhr er mit der Hand hinter sich und brachte etwas Blinkendes vor Friedrichs Auge. »Wem gehört dies?« -
Friedrich sprang drei Schritt zurück. »Herr Jesus! Ich dachte, Ihr wolltet mir den Schädel einschlagen.« Seine Augen waren
rasch über das tödliche Werkzeug gefahren und schienen momentan auf einem ausgebrochenen Splitter am Stiele zu
haften. »Ich weiß es nicht«, sagte er fest. - Es war die Axt, die man in dem Schädel des Oberförsters eingeklammert
gefunden hatte. - »Sieh sie genau an«, fuhr der Gerichtsschreiber fort. Friedrich fasste sie mit der Hand, besah sie oben,
unten, wandte sie um. »Es ist eine Axt wie andere«, sagte er dann und legte sie gleichgültig auf den Tisch. Ein Blutfleck
ward sichtbar; er schien zu schaudern, aber er wiederholte noch einmal sehr bestimmt: »Ich kenne sie nicht.«

In einem Gerichtssaal versucht der Gerichtsschreiber durch plötzliche Überraschung, den mörderischen
Friedrich zu entmasken. Es gelingt ihm jedoch nicht, da der Junge sich nur wegen der unerwarteten Erhebung
der Axt gefürchtet hat. Friedrich sieht sich den Mörderbeweis an aber gleich legt er die Axt gleichgültig wieder
Kreativaufgabe: Innerer Monolog
(Friedrich)
“Perfekt… jetzt sind die Förster da. Nachdem die Blaukittel viel Holz
gestohlen haben, sagen die Förster, dass wir, die Bauern, die Schuldigen
sind. Das ist gar nicht wahr, weil wir den ganzen Tag beschäftigt sind und in
der Nacht schlafen. Manchmal gibt es Hirten, die in der Nacht wach sind,
um unsere Schafe im Auge zu behalten. Jedenfalls sind wir zu ermüdet, um
etwas machen zu können, wie zum Beispiel Holz aus dem Wald zu fällen. Sie
sagten über mich, dass ich der Bande angehöre, weil ich am Abend keinen
Schlaf habe und andauernd durch das Dorf spaziere. Haben sie keinen
Respekt für uns? Ich hoffe nur, dass die Förster begreifen, dass nicht wir
schuldig sind, sondern nur die Blaukittel, die immer unentdeckt Holz aus
unserem Walde stehlen.”