Sie sind auf Seite 1von 39

Mit Portfolios

kompetenzorientiert arbeiten
Dr. Ilse Brunner
<brunner.ilse@gmail.com>
Typische  Was sind Portfolios?
Fragen zur  Was sind
Kompetenzen?
Portfolioarbei  Welcher Unterricht
t passt zur
kompetenzorientierte
n Portfolioarbeit?
 Wie führe ich
Portfolios ein?
 Wie organisiere ich
Zeit für die
Portfolioarbeit?
 Was sind
Portfoliogespräche
und wie werden sie
Eine Portfoliodefinition in 7
Sätzen
Ein Portfolio ist eine
Sammlung/Auswa
hl von
Dokumenten, die
unter aktiver
Beteiligung der
Lernenden zustande
gekommen ist und
etwas über ihre
Lernergebnisse und
Eine Portfoliodefinition in 7 Sätzen

Den Kern eines


Portfolios bilden
jeweils
ausgewählte
Originalarbeit
en.
Eine Portfoliodefinition in 7 Sätzen

Zu ihren Arbeiten
erstellen die
Lernenden
Reflexionen, die
auch Teil des
Portfolios werden.
Eine Für das Anlegen
Portfoliodefinition eines Portfolios
in 7 Sätzen werden in der
Regel
gemeinsam Ziele
und
Kriterien formulie
rt, an denen sich
die Lernenden
orientieren
können, wenn sie
für ihr Portfolio
arbeiten und eine
Eine
Portfoliodefinition
in 7 Sätzen Portfolios werden in
einem geeigneten
Rahmen präsentier

und von anderen
Personen
wahrgenommen (z.
B Mitstudierende,
beauftragte
Beurteiler,
interessierte
Eine Portfoliodefinition in 7 Sätzen

Anhand von
Portfolios
finden Gespräc
he über Lernen
und
Leistung statt.
Eine Portfoliodefinition in 7 Sätzen

Die in Portfolios
dokumentierten
Leistungen werden
von der
Lehrperson und von
den Lernenden
bewertet und
kommentiert
Portfoliobegriff  Medienportfolio
e Lehrportfolio
  Netzfolio
 Lernportfolio  Klassenportfolio
 Arbeitsportfolio  Sprachenportfolio
 Prozessportfolio  Talentportfolio
 Entwicklungsportfolio  Kompetenzportfolio
 Projektportfolio  Elektronisches
 Themenportfolio Portfolio
 Abschlussportfolio  Exemplarisches
 Vorzeigeportfolio Portfolio
 Beurteilungsportfolio
 Kursportfolio
 Bewerbungsportfolio
 Epochenportfolio
 Jahresportfolio
Wer bestimmt, was
ins Portfolio kommt?

 Talentportfolio

Lernportfolio/
Kompetenzportfolio

Bewerbungsportfoli
o
Elemente eines
Kompetenzportfoli
os
Ich-Buch
Präsentation von Stärken und
Talenten

Dossier
Dokumentation der kognitiven
Entwicklung

Lerninstrument
Beleg von Lernstrategien und
Lernerfolgen
Welche Teile hat das
Lernportfolio?
 Inhaltsverzeichnis
 Briefe an den
Portfoliobetrachter
 Ich-Teil
 Schulische Arbeiten in
Lernfeldern unterteilt
 Ausserschulische Arbeiten
 Lernziele für jedes Trimester

Handlungsbereiche der
Portfolioarbeit
 Sammeln  Präsentieren
 Auswählen  Kommunizieren
 Reflektieren
Zielgerichtet arbeiten und
die Lernprodukte sammeln
Sich der
Klassenlernziele bewusst
sein
sich eigene Lernziele
setzen und bearbeiten
Über die notwendigen
Kompetenzen
nachdenken
die gewählten
Aufgaben bearbeiten
Lernprodukte sammeln,
überarbeiten und
verbessern (Datum!)
Auswählen und Reflektieren
 Auswahlkriterien
gemeinsam festlegen
 eine Auswahl treffen
 die Auswahl schriftlich
begründen (Datum!)
 sich periodisch
Rückmeldungen einholen
(Portfoliogespräche
führen)
 Ein Ordnungsprinzip für
das Portfolio finden
(Inhaltsverzeichnis)
Kommunizieren und präsentieren

Brief an den
Betrachter
Endreflexion
Thema/ Trimester
Portfoliogespräch
e
Präsentation der
Ergebnisse
Portfoliofeste
Was sind Kompetenzen?
„Kompetenzen sind die bei
Individuen verfügbaren oder
durch sie erlernten kognitiven
Fähigkeiten und Fertigkeiten,
um bestimmte Probleme zu
lösen, sowie die damit
verbundenen motivationalen,
volitionalen und sozialen
Bereitschaften und
Fähigkeiten, um die
Problemlösungen in variablen
Situationen erfolgreich und
verantwortungsvoll nutzen zu
Wesentliche Elemente einer
Kompetenz
 Kognitive Fähigkeiten
und Fertigkeiten
 Problembewusstsein
 Problemlösungs-
strategien
 Motivation und Wille
Probleme zu lösen
 Verantwortungsvolles
Handeln
 Erfolg
Die UNESCO Vereinbarung –
KOMPETENZERWERB
Kinder sollen in der Schule lernen:
selbstverantwortlich Wissen zu
erwerben
situationsgemäss zu handeln
friedlich mit einander zu leben
für das ganze Leben zu lernen
Selbstverantwortlich Wissen erwerben
 Sich für die Welt
interessieren
 Informationen suchen
und vergleichen
 Die Lernziele der
Schule verstehen und
akzeptieren
 Sich eigene Lernziele
setzen
 Die eigenen Stärken
erkennen und zum
Situationsgemäss handeln

Das Gelernte in
unterschiedlichen
Situationen
anwenden können
Sich fundierte
Meinungen und
Urteile bilden
Regeln verstehen
und akzeptieren
Friedlich zusammenleben

 Andere Meinungen
akzeptieren
 Solidarisch sein
 An gemeinsamen
Zielen arbeiten
 Den Anderen
wertschätzen
Für das ganze Leben lernen

 Selbstorganisiert
lernen
 Seine Begabungen
und Talente
weiterentwickeln
 Sich persönliche
Ziele setzten
 Sich fundierte
Meinungen und
Urteile bilden
 Seine Persönlichkeit
Den Unterricht anpassen
 Kompetenzorientiert denken
 Zielorientiert arbeiten
 Sich auf Wesentliches konzentrieren
 Den vollständigen Lernprozess
ermöglichen
Kompetenzorientiert
denken
 Kompetenz-  Diplome und
orientiert Auszeichnungen
wahrnehme für Geleistetes
n geben

 Positive Gemeinsam
Rückmeldu erreichte Ziele
n-gen feiern
geben
Zielorientiert arbeiten
 Kompetenzorienti
erte
Unterrichtsziele
erklären
 Lernziele
gemeinsam mit
den Schüler/innen
beschließen
 Individuelle
Lernziele setzen
lassen
 Das Gelernte mit
Sich auf Wesentliches konzentrieren
 wichtige Fakten und wesentliche Begriffe
 Erkennen von Mustern, Prinzipien, Regeln und
Gesetzen
 persönliche Einstellungen und
Verhaltensweisen
 ausserschulische Anwendung des Gelernten
Den vollständigen Lernprozess
ermöglichen
 Motivation und Lernwille
 Auseinandersetzung mit
Schwierigkeiten
 Klarheit und Verstehen
 Übung und Festigung
 Bewusstmachen des
Gelernten
 Kreative und praktische
Anwendung
Wie führe ich Portfolios ein?

 Bin ich von der Portfolioarbeit überzeugt?


 Was weiss ich über die Portfolioarbeit?
 Welche Bücher, Artikel, Internetseiten,
Weiterbildungen, Portfolios in Klassen, haben
mich überzeugt?
 Wie wurde dort die Portfolioarbeit beschrieben?
Wie passt mein Unterricht
zur Portfolioarbeit?
 Welche Teile meines Unterrichts
unterstützen schon die Portfolioarbeit?
 Gibt es bei mir freie Arbeitsphasen?
 Verwende ich manchmal Methoden der
Differenzierung und Individualisierung?
 Bespreche ich mit den Kindern die Lernziele
und Kompetenzen, die mit dem Unterricht
erreicht werden sollen?
 Können die Schüler/innen verschiedene
Aufgaben und unterschiedliche Produkte
für das selbe Lernziel erstellen?
Welche differenzierenden
Unterrichtsmethoden kenne/verwende
ich?
 Wochenplanarbeit
 Projektarbeit
 Werkstattarbeit
 Freiarbeit
 Stationenlernen
 Lernexperimente
 Rollenspiel
 Planspielarbeit
Welche materiellen Aspekte
muss ich bedenken?
 Wo stehen die Portfolios?
 Wo werden die
Lernprodukte
gesammelt?
 Wie soll das Portfolio
aussehen?
 Wo steht der
Datumsstempel?
 Wo steht der
Fotoapparat?
Wie stelle ich das Portfolio
Kollegen, Eltern und Kindern vor?

 Warum will ich die Portfolioarbeit


einführen?
 Was will ich mit der Portfolioarbeit
erreichen?
 Welche Vorteile hat das Portfolio?
 Wie verändert sich die Arbeit der
Kinder?
 Wie können mich Kollegen, Eltern
bei der Arbeit unterstützen?
Wie finde ich Zeit für die
Portfolioarbeit?
 Zeit für die gemeinsame Auswahl
und die schriftliche Reflexion zu
den Auswahlkriterien
 Zeit für individuelle
Portfoliogespräche (alle 1-2 Wochen
15 Minuten für jedes Kind)
 Zeit für die Vorbereitung der
Portfoliovorstellung in den Bilans
Intermédiaires
 Zeit für Portfoliofeste
Portfoliogespräc
he
 Selbstreflexion
 Schüler-
Schülergespräc
he
 Schüler-
Lehrergespräch
e
 Schüler-
Elterngespräch
e
 Schüler-Eltern-
Tipps: Kinder - Lehrergespräche
 Was ist neu in deinem Portfolio seit unserem
letzten Gespräch?
Erzähl mir über deine neuen Arbeiten:
o Was gefällt dir besonders gut?
o Was hast du dabei gelernt?
o Woran möchtest du noch arbeiten?
 Das gefällt mir besonders gut an deinen Arbeiten.
 Daran kannst du noch weiter arbeiten.
 Was sind deine Ziele bis zu unserem nächsten
Gespräch?
 Ziele:

Unterschrift Schüler/in - - - Lehrer/in Datum


Portfolio Weiterbildungen im SCRIPT
www.formation-continue.lu
Brunner, I., Schmidinger, E. (2001).
Leistungsbeurteilung in der Praxis.
Der Einsatz von Portfolios im
Unterricht der Sekundarstufe I. Linz:
Veritas
Brunner, I., Schmidinger, E. ( 2004).
Gerecht beurteilen. Portfolio: die
Alternative für die Grundschulpraxis.
2ª edición. Linz: Veritas
Brunner, I. (2008). “Welcome to the
Electronic Portfolio Generation:
Referenzen Digital Portfolios in Education in the
US and Beyond.” in Neue Lernkultur
– Neue Leistungskultur (pp. 250-
271). Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt
Verlag.
Brunner, I., Häcker, T. & Winter F.
(2008) Das Handbuch Portfolioarbeit.
Konzepte, Anregungen, Erfahrungen
aus Schule und Lehrerbildung. 2ª
edición. Seelze-Velber: Kallmeyer
Verlag
Schmidinger, E., Wege, J. Brunner, I.