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Hessische Landesstelle für Technologiefortbildung

Dr.-Frank-Niethammer-Institut

Automatisierungstechnik

SIMATIC S7-1200 mit TIA-Portal

Im Auftrag des Hessischen Kultusministeriums


Hessische Landesstelle für Technologiefortbildung

Das werden Sie lernen ...


• Automatisierungssystem SIMATIC S7-1200
• Entwicklungssystem TIA-Portal
• Inbetriebnahme eines Trainingssystems

• Strukturierte Programmierung
• Basisfunktionen
• Steuerungen als Kontaktplan
• Steuerung als Funktionsplan

• Zeitfunktionen
• Zählfunktionen
• Analogwertverarbeitung
• Vergleichsoperationen

• Diagnosefunktionen
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Kapitel 1.1:

AUTOMATISIERUNGSSYSTEM
SIMATIC S7-1200

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Automatisierungssysteme
Die Aufgabe Die Lösung

Ventil 1 Mischermotor Ventil 2

S3

S2

S1

SIMATIC
Ventil 3
Automatisierungssysteme
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Positionierung modularer Steuerungen


Modulare Steuerung für
SIMATIC S7-400 Systemlösungen in High-End
Prozessautomatisierungen
Anwendungskomplexität

Modulare Steuerung für


SIMATIC S7-300 / 1500 Systemlösungen Mid-Range-
Automatisierungsanwendungen

Modulare Kompaktsteuerung
SIMATIC S7-1200 für Systemlösungen in Low-End
Automatisierungsanwendungen

Logikmodul für Schalt- und


LOGO! Steuerungslösungen

I/O-Kapazität, Programmgröße, Anweisungsgeschwindigkeit, Kommunikationsfähigkeiten, …


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Benötigte Hardware und Software

Sensoren am
Eingang
Operator Panel mit
Visualisierungen

Programmiergerät
mit TIA-Portal
Aktoren am
Ausgang

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Automatisierungssystem S7-1200

Kommunikationsmodule CPU mit Signalboard Signalmodule

… genau passend für die Anforderungen Ihrer Anwendung

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SIMATIC S7-1200 CPUs im Vergleich

Integrierte E/A CPU 1211C CPU 1212C CPU 1214C CPU 1215C

Integrierte digitale E/A 6E / 4 A 8E/ 6A 14 E / 10 A 14 E / 10 A


Integrierte analoge E/A 2E 2E 2E 2 E / 2A
Max. lokale E/A – Digital 14 82 284 284
Max. lokale E/A – Analog 3 19 67 69
PROFINET-Schnittstellen 1 2

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Anschlussplan der CPU 1214C DC/DC/DC

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Anschlussplan der CPU 1214C AC/DC/Relay

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Integrierte Eingänge und Ausgänge

• Digitaleingänge
• Typ DC: 24 V DC bei 4 mA

• Digitalausgänge
• Typ Relais: 30 V DC, 2A
250 V AC, 2A
• Typ DC: 24 V DC, 0.5A

• Analogeingänge
• Typ: Spannung
Bereich: 0 bis 10 V
Auflösung: 10 Bit

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Skalierbares und flexibles Design

CPU-Erweiterung CPU 1211C CPU 1212C CPU 1214C / 1215C

Signalmodul (SM) Keine 2 8


Kommunikationsmodul (CM) oder
Kommunikationsprozessor (CP)
3 3 3

Signal Board (SB) oder


1 1 1
Kommunikationsboard (CB)

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Signalmodule

• Mit den Signalmodulen können die


lokalen Ein- und Ausgänge der
Steuerung genau passend für die
Anwendung erweitert werden.
• Digitale I/O-Module mit 8 und 16
Bit für 24V DC und 230V AC
• Analoge I/0 Module mit 2, 4 oder 8
Kanälen (13/14 Bit Auflösung) für
0 - 10V oder 0 - 20mA
• Signalmodule für die
Temperaturmessung

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Verlängerungskabel für Signalmodule

• Mit dem 2 Meter langen


Signalmodul-Verlängerungskabel
können CPU und Signalmodule in
zwei verschiedenen Reihen
installiert werden.
• Das bringt zusätzliche Flexibilität
bei Konfiguration und Installation.

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Signal- und Kommunikationsboards


Zusätzlicher Funktionalität preiswert
"maßgeschneidert" konfiguriert, ohne
dass zusätzlicher Einbauraum
benötigt wird.

• Die digitalen Signalboards stellen


zusätzliche digitale E/A-Kanäle
zur Verfügung
• Die verschiedenen analogen und
Temperatur-Signal-Boards stellen
zusätzliche analoge E/A-Kanäle
zur Verfügung
• Das Kommunikationsboard stellt
eine zusätzliche Kommunikations-
schnittstelle zur Verfügung
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Stromversorgung 24 V DC

• Mit dem Power-Modul PM 1207 steht


eine 24 V DC-Stromversorgung für
Komponenten in S7-1200
Steuerungssystemen zur Verfügung.
• Breiter Eingangsspannungsbereich
(80…132 / 176...264 V AC) für
weltweiten Einsatz
• Stabilisierter 24 V DC-Ausgang für
einen Nennstrom von 2,5 A.

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Kompakt-Switch-Module

• Switch-Module CSM 1277 für die


Montage auf Hutschienen
• Unmanaged Switch mit 4 Ports
• Für Netzwerke in Linien-, Baum- oder
Sterntopologien
• minimaler Verkabelungsaufwand
• maximale Netzwerkflexibilität

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Integrierte Technologie und Diagnostik

• Schnelle Zähler
• Impulsgeneratoren
• Bewegungssteuerung
• PID-Regelung
• Webserver
• Datenprotokolle

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Kapitel 1.2:

ENTWICKLUNGSSYSTEM
TIA-PORTAL

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TIA-Portal: Integriertes Engineering-System

• Projektmanagement
• Hardwarekonfiguration
• Netzwerkkonfiguration
• PLC-Programmierung (Step7)
• Design von Visualisierungen (WinCC)
• Antriebe Konfigurieren (StartDrive)
• Inbetriebnahme
• Diagnose

Komplexe Automatisierungslösungen mit einem Werkzeug entwickeln!

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TIA-Portal: Portalansicht

Die ersten Schritte mit dem


TIA-Portal beginnen in der
Portalansicht:
• Oberflächensprache
einstellen
• Welcome Tour starten
• Online & Diagnose
durchführen
• Projekte bearbeiten

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TIA-Portal: Projektansicht

Geräte-
konfiguration

Projekt-
explorer

Geräte-
eigenschaften

Aufgabenorientiert öffnen Fenster mit intelligenten, intuitiven Editoren.


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Unterstützte Programmiersprachen

• Kontaktplan (LAD) ---] [---] [------( )-


Ladder Diagram

• Funktionsplan (FBD)
Function Block Diagram

• Hochsprache (SCL)
Out := In1 & In2
Structured Control Language

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Anweisungen von STEP7

• Bitverknüpfungen (Logik- und Speicherfunktionen)


• Zeiten, Zähler, Vergleicher
• Mathematische Funktionen
• Daten konvertieren
• Schiebefunktionen
• Wortverknüpfungen
• Programmsteuerungen (Sprungfunktionen)

• Erweiterte Anweisungen für Kommunikation,


integrierte Technologien und Diagnose

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Wichtige Datentypen
Datentyp Größe (Bit) Bereich Beispiel
Bool 1 0 bis 1 TRUE, FALSE, O, 1
Byte 8 16#00 bis 16#FF 16#12, 16#AB
Word 16 16#0000 bis 16#FFFF 16#ABCD, 16#0001
DWord 32 16#00000000 bis 16#FFFFFFFF 16#02468ACE
Char 8 16#00 bis 16#FF 'A', ‘r’, ‘@’
Sint 8 -128 bis 127 123,-123
Int 16 -32.768 bis 32.767 123, -123
Dint 32 -2.147.483.648 bis 2.147.483.647 123, -123
Real 32 +/-1,18 x 10 -38 bis +/-3,40 x 10 38 123.456; -3.14; -1,2E+12; 3.4E-3

T#-24d_20h_31 m_23s_648ms T#5m_30s


Time 32 bis
T#1d_2h_15m_30x_45ms
T#24d_20h_31 m_23s_647ms

String Variable 0 bis 254 Zeichen in Bytegröße 'ABC'

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Datentypen und Adressierung

Eingangsbits
(Bool)
Eingangsbytes %IB0 %IB1
%I0.0 ... %I0.7
%I1.0 ... %I1.7
%I0.4
Ausgangsbits
(Bool)

Ausgangswort %QW0 %Q0.0 ... %Q0.7


%Q1.0 ... %Q1.7

Die Adressbereiche können in der Gerätekonfiguration eingestellt werden!

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Adressierungsarten

• Absolute Adressierung:
Operand
Byte
Bit
Ein Signalzustand wird direkt über
die physikalische Speicheradresse
adressiert. Einer absoluten Adresse %I 0.4
wird ein %-Zeichen vorangestellt.

• Symbolische Adressierung:
Ein Operand wird mit einer alpha- Name Datentyp Adresse
numerischen Bezeichnung und Sensor1 Bool %I0.4
einem Datentyp versehen. Man
spricht dann von einer Variablen.
Eine symbolische Adressen steht in „Sensor1“
Anführungszeichen.

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TCP/IP - Konfiguration
• TCP/IP (Transmission Control Protocol/Internet Protocol) ist das
am weitesten verbreitete Netzwerkprotokoll. Die Leistungsfähigkeit der
Routingfunktionen dieses Protokolls ermöglicht ein Maximum an
Flexibilität in einem unternehmensweiten Netzwerk.
• Um die Basiskommunikation im PROFINET sicherzustellen, muss
jedem Netzwerkteilnehmer eine eigene IP-Adresse im gleichen
Netzwerksegment zugewiesen werden.

Netzwerk Host

0...255 0...255 0...255 1...254 z.B.: 191.168.1.2

0 ... Netzwerk 255 ... Broadcast


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Reservierte IP-Adressen

Aufgabe und Klasse Adressbereiche


LAN, Klasse A 10.0.0.0 … 10.255.255.255
LAN, Klasse B 172.16.0.0 … 172.31.255.255
LAN, Klasse C 192.168.0.0 … 192.168.255.255
APIPA Adressen 169.254.0.0 … 169.254.255.255

• Diese Adressen werden im Internet nicht geroutet.


• Für kleine Netzwerke ist Klasse C mit maximal 253 Teilnehmern
üblich.
• APIPA … Automatische Private IP Adresse für kleine Netzwerke

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Das Trainingsnetzwerk

Programmiergerät S7-1200 PLC HMI-Panel


IP: 192.168.1.1 IP: 192.168.1.2 IP: 192.168.1.3

Switch CSM 1277


hat keine IP-Adresse

Weitere Geräte
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Kapitel 1.3:

INBETRIEBNAHME EINES
TRAININGSSYSTEMS

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PLC-Trainingssystem
Potentiometer
Potentiometer (Frequenzgenerator)
(Analoge Eingänge)

Platinen mit Modellen

CPU 1214C mit


Signalboard
(Analoger Ausgang)
8 LEDs
(Digitale Ausgänge)
8 Schalter / Taster
Lernkarten mit Anlagen (Digitale Eingänge)
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Inbetriebnahme des PLC-Trainers

Situationsbeschreibung:
Ihr Institut hat neue PLC-Trainingssysteme gekauft. Die dazu gehörende
Software TIA-Portal mit Step7 ist installiert. Sie haben nun die Aufgabe, die
Funktionsfähigkeit des Trainingssystems zu prüfen. Die Arbeitsschritte sind:

• Aufbau des Trainingssystems prüfen


• Konfiguration für PROFINET planen
• Gerätekonfiguration erstellen
• Testprogramm schreiben
• Projekt übersetzten und in PLC laden
• Funktion des Trainers prüfen
• Dokumentation erstellen

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Kapitel 2:

STRUKTURIERTE PROGRAMMIERUNG
UND BASISFUNKTIONEN

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Lineare Programmierung

PLC-Programme in STEP7 für die S7-1200


werden in Bausteinen geschrieben. Bei linearer
Programmierung bedeutet das: OB1
1. Anweisung
• Alle Anweisungen sind in einem Baustein 2. Anweisung
• Das Programm wird zyklische abgearbeitet 3. Anweisung
• Nur bei einfachen Steuerungen sinnvoll
• Realisierung im Organisationsbaustein OB1

Bausteinende

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Strukturierte Programmierung

OB1 FB1 FC21 DB20

Globale
Daten für alle

DB10
Lokale Daten
für FB1

FC2 • OB ... Organisationsbaustein


• FB ... Funktionsbaustein
• FC ... Funktion
• DB ... Datenbaustein
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Bausteinarten

• Organisationsbausteine bilden die Schnittstelle zwischen dem


Betriebssystem der PLC und dem Anwenderprogramm. Bei jedem
Programmstart wird OB1 aufgerufen.
• Funktionen enthalten Programme die von anderen Bausteinen aufgerufen
werden und Daten übergeben können.
• Funktionsbausteine enthalten ebenfalls Programme, haben aber einen
Instanz-Datenbaustein in dem Werte dauerhaft gespeichert werden, z.B.
wenn Zeiten und Zähler benötigt werden.
• Datenbausteine enthalten keine Anweisungen, sondern nehmen Daten
auf, die andere Bausteine zur Bearbeitung benötigen.

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Bausteine im TIA-Portal

Name des Bausteins

Programmiersprache
FBD
LAD
SCL

Bausteinart

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Globale und lokale Variablen


• Absolute Adressen (%I0.1) werden bei der modernen Programmierung
nur noch selten verwendet, sondern es wird mit Variablen gearbeitet.
• Globale Variablen („Switch1“) werden zentral in der Variablentabelle
definiert und sind in allen Bausteinen gültig.
• Lokale Variablen (#in1) werden in der Schnittstelle des Bausteins
definiert und sind nur dort gültig.
• Eingangsparameter Input
• Ausgangsparameter Output
• Durchgangsparameter InOut
• Temporäre Daten Temp
• Statische Daten Static (nur bei FBs)

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Variablen definieren im TIA-Portal

Variablen
Globale
Lokale Variablen in der
Baustein-Schnittstelle
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Basisfunktionen von STEP7

• UND

• ODER

• Exklusiv-ODER

• Zuweisung

• Flip-Flop

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Taktmerkerbyte

• In der Gerätekonfiguration der


Merkerbyte: MB 100
CPU kann ein Taktmerkerbyte
gesetzt werden. Bit Frequenz

• Die Symbole der einzelnen Bits M 100.0 10 Hz


werden automatisch in die M 100.1 5 Hz
Variablentabelle geschrieben M 100.2 2,5 Hz
• Jeder Taktmerker erzeugt einen M 100.3 2 Hz
Rechteckimpuls mit einer
M 100.4 1,25 Hz
Frequenz zwischen 0,5 – 10Hz.
M 100.5 1 Hz
• Typische Anwendungen sind
zyklische Auslösung von M 100.6 0,625 Hz
Aktionen oder Erzeugung von M 100.7 0,5 Hz
Warnsignale.

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Kapitel 3:

ZEIT- UND ZÄHLERFUNKTIONEN

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Einzel- und Multiinstanz-Datenbausteine


• Zeitanweisungen und FB1 DB1
Zählanweisungen benötigen
Datenbausteine zur
Speicherung ihrer Daten.
• Diese Instanzbausteine werden
beim Aufruf der Anweisungen
automatisch erzeugt.
• Einzelinstanzen erzeugen für
jede Zeit einen Datenbaustein
• Multiinstanzen (nur bei FBs)
speichern alle Daten in einem
Baustein

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Zeitanweisungen

• Mit den Zeitanweisungen können Sie


verschieden Arten von Zeitverzögerungen
programmieren.
• Jede Zeitfunktion nutzt einen Datenbaustein,
um interne Daten zu speichern.
• Sie weisen den Datenbaustein zu, wenn Sie
die Zeitanweisung im Editor einfügen.
• TON Einschaltverzögerung
• TOF Ausschaltverzögerung
• TP Impulserzeugung

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Einschaltverzögerung

Parameter Datentyp Beschreibung


IN Bool Starteingang
PT Time Verzögerungszeit von 1ms bis 24d
ET Time Ausgabe des aktuellen Zeitwertes
Q Bool Ausgang

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Ausschaltverzögerung und Impulsgeber

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Zähleranweisungen

• Mit den Zähleranweisungen können Sie


programminterne Ereignisse und externe
Prozessereignisse zählen.
• Jeder Zähler nutzt einen Datenbaustein, um
interne Daten zu speichern.
• Sie weisen den Datenbaustein zu, wenn Sie
die Zähloperation im Editor einfügen.
• CTU zählt vorwärts.
• CTD zählt rückwärts.
• CTUD zählt vorwärts und rückwärts.

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Funktionsweise der Zähler

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Parameter des Vor- und Rückwärtszählers

Parameter Datentyp Beschreibung


CU Bool Vorwärts zählen
CD Bool Rückwärts zählen
R Bool Reset des Zählwertes
LD Bool Laden des Wertes von PV
PV Int, DInt Voreinstellbarer Zählwert
QD (Q) Bool 1 wenn Zählerstand Null ist
CV Int, DInt Aktueller Zählwert
QU (Q) Bool 1 wenn Zählwert ≥ PV ist

Der Zählbereich wird durch den eingestellten Datentyp bestimmt, d.h. bei
Integer kann von 0 .... 32.767 gezählt werden!

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Kapitel 4:

ANALOGWERTVERARBEITUNG

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Analoge Prozesswerte
Temperatur

0 ... 10V
Druck
0 ... 20mA A/D CPU D/A
4 ... 20mA
Distanz

Mit Hilfe von Signalmodulen und Signalboards können analoge


Prozesswerte eingelesen und ausgegeben werden. Die digital
gewandelten Daten werden von der CPU weiterverarbeitet.

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Analoge Signalboards und Signalmodule

+
Signalboards: Signalmodule:
SB 1231 und SB 1232 SM 1231, SM 1232 und SM 1234

Je nach Anwendung, stehen Signalboards oder Signalmodule mit


genormten Spannungs- oder Stromschnittstellen oder direkt für
Temperatursensoren (z.B. PT100) zur Verfügung.

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Adressbereiche und Datentypen


Kanal 0: AI0 (IW64)
Kanal1: AI1 (IW66)

• AD/DA-Wandler: 10 ... 14 Bit Auflösung


• 16 Bit-Datentype: Word oder Integer
• Datenbereich analog: 0 ...10V / 0 ... 20mA
• Datenbereich digital: 0 ... 27648
Kanal0: AQ0 (QW80)

16 Bit-Datentypen umfassen den Datenbereich 0 … 32767. Bei den


Analogbaugruppen wird der Datenbereich von 27649 ... 32767 als
Überlaufbereich definiert und normalerweise nicht genutzt.

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Daten normieren und skalieren

Prozess: 0...10V
Normiert: 0,0 ... 1,0

Skaliert: 0 ... 100°C

Um die analogen Prozessdaten besser weiterverarbeiten zu können,


werden sie zuerst normiert (Real: 0 ... 1,0) und dann entsprechend der
Wertebereiche (Real:  = 0 ... 100°C) zwischen MIN und MAX skaliert.

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Kapitel 5:

VERGLEICHER

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Vergleichsanweisungen 1

Typ Vergleich ist wahr, wenn ...


== IN1 gleich IN2 ist
<> IN1 ungleich IN2 ist
>= IN1 größer oder gleich IN2 ist
<= IN1 kleiner oder gleich IN2 ist
> IN1 größer IN2 ist
< IN1 kleiner IN2 ist

Es können nur Daten vom gleichen Datentyp verglichen werden. Dies


sind Zahlwerte wie Ganzzahlen (Integer) oder Gleitpunktzahlen (Real),
aber auch Datum und Zeit sowie Zeichenketten.

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Vergleichsanweisungen 2

Parameter Datentypen Beschreibung


MIN Integer Unterer Grenzwert
VAL Integer Vergleichswert
MAX Integer Oberer Grenzwert
Blockausgang Boolean „1“ wenn wahr
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Kapitel 6:

DIAGNOSEFUNKTIONEN

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Online Funktionstest

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Diagnose der Hardware

• Baugruppendaten
• Diagnosedaten
• Zykluszeit
• Speicherbelegung
• Profinet-Schnittstelle
• IP-Adresse zuweisen
• Uhrzeit stellen
• Rücksetzten auf
Werkseinstellung

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Online- und Offlinedaten vergleichen

Achtung Fehler!

Offline und Online sind ungleich

Offline und Online sind gleich

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Beobachtungs- und Forcetabelle

Werte von Variablen gezielt beobachten oder steuern

Werte von Eingängen und Ausgängen zwangssetzten (forcen)

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Webserver
Der Webserver muss in der
Hardwarekonfiguration aktiviert
sein!
• Informationen über die
Hardware
• Kommunikationsparameter
• Variablenstatus
• Eigene Webseiten
• Anmelden als „admin“ ohne
Passwort für erweiterten
Zugriff

Der Aufruf erfolgt ohne TIA-Portal direkt im Browser mit der IP-Adresse der PLC!
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Weitere Themen zur Simatic S7-1200

• HMI mit SIMATIC Panels


• Industrielle Kommunikation
• Ablaufsteuerungen (Grafcet)
• Technologieobjekte
• Webserver mit Benutzerseiten
• Programmiersprache SCL
• Projektarbeiten
• ...

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