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ALKOHOL

DROGEN
MEDIKAMENTE
INFEKTIONSPROPHYLAXE
1.) AB WIE VIEL GRAMM / WOCHE WIRKT ALKOHOL
IN DER SCHWANGERSCHAFT SCHÄDLICH?

 Einzelne Getränkesorten = unterschiedlichen Alkoholgehalt aber


ca. die gleiche Menge reinen Alkohol
 Bier (0,25l) 10g, Sekt (0,1l) 9g, Wein (0,125l) 11g, Spirituosen
(4cl) 11g
 Männer max. 120g/Woche, Frauen max. 70g/Woche
 Schwangere Frauen Empfehlung: 0g/Woche
- Folgen geringen bis mäßigen Trinkens kaum erforscht und schwer
feststellbar
- Studien können nicht belegen, dass Konsum unter 32g/Woche
schädlich ist
- Neugeborene nicht auffällig schlechter als die der abstinenten Mütter
 Bereits ab 1 Glas/Woche besteht Risiko für Ungeborenes!
 Schäden abhängig von Menge an Alkohol und Zeitpunkt in der
Schwangerschaft
2.)WARUM HÄLT DIE SCHÄDIGENDE
WIRKUNG AUF DAS UNGEBORENE AN ?

 Stoffwechsel des Ungeborenen noch nicht vollständig


entwickelt
 Kind erhält Alkohol über Plazenta
 Über Nabelschnur gelangt der Alkohol direkt in den
Blutkreislauf
 Alkohol wird deutlich langsamer abgebaut als im
Körper der Mutter
3.) WAS IST FAS?

 Fetal Alkohol Spectrum Disorder (Fetale


Alkoholspektrumsstörung)
 FASD bezeichnet man eine Gruppe irreversibler
physischer und psychischer Geburtsdefekte die bei
Kindern auftreten können, deren Mütter während der
Schwangerschaft Alkohol konsumiert haben.
4.) WELCHE SCHÄDEN KÖNNEN BEI
FETEN ENTSTEHEN ?

 Alkohol/ Drogen
- Wachstumsretardierung
- Mikrozephalie (zu kleiner Kopf)
- Fehlbildungen
 Nikotin:
- Intrauterine Wachstumsretardierung
- Erhöhtes SIDS Risiko (plötzlicher Kindstod)
5.)WARUM IST RAUCHEN
SCHÄDLICH IN DER
SCHWANGERSCHAFT?
Folgen für die Mutter:
 Erhöhtes Risiko für Herzinfarkt, Herz-Kreislauf-Probleme und
hohen Blutdruck
Folgen für das Kind:
 Niedriges Geburtsgewicht
 Schlechte Entwicklung des Gehirns
 Risiko für Entwicklung von ADHS steigt
 Erhöhtes Krebsrisiko
Schwangerschaftskomplikationen:
 Erhöhtes Risiko für Früh-, Fehl- und Totgeburten
 Vorzeitige Plazentaablösung
 Eileiterschwangerschaft
6.)WAS IST BEI DER EINNAHME VON
MEDIKAMENTEN ZU BEACHTEN?

 In der Schwangerschaft Medikamente am besten


komplett vermeiden!
 Ausnahme: medizinisch notwendige Medikamente wie
z.B. für Asthma, Diabetes Mellitus und Depressionen
 Vorsicht bei Nasenspray
 Schmerzmittel die ASS enthalten vermeiden
7.) WAS IST TOXOPLASMOSE?

 Infektionskrankheit durch orale Aufnahme des Parasiten


Toxoplasma gondii
 In rohem/ nicht genug behandeltem Fleisch und in Katzenkot
 Bei Schwangeren Infektion des Embryos über Plazenta
 Bei Neugeborenen: Schädigung des ZNS > Blindheit, geistige
Behinderungen
 Bei fulminanter Embryopathie: Abort
 Diagnostik: Screening nach Feststellen der Schwangerschaft
 Therapie: Medikation, Folsäuresubstitution
 Während der Therapie regelmäßige Blutbildkontrolle
8.)WAS IST LISTERIOSE?

 Lebensmittelvergiftung durch grampositive Bakterien


 Über den Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln und
nicht pasteurisierter Milch
 Erkrankung in der Ss führt über die Plazenta zur Erkrankung
des Kindes bis hin zur Sepsis und zum Tod
 Symptome: unspezifische grippeähnliche Symptome,
Magen-Darm-Beschwerden
 Diagnose: serologischer Nachweis von Antikörpern,
bakteriologischer Nachweis der Listeriose
 Komplikationen: Listerienmeningitis (bakterielle Meningitis)
9.)GEFAHR BEI RÖTELN?!
 Röteln während der ersten 18. Ssw können beim
ungeborenen Baby zu Fehlbildungen im Gehirn und
Herzen führen
 Der Gynäkologe wird im Rahmen vom Mutter-Kind-Pass
einen Bluttest durchführen und sich vergewissern ob
die Schwangere eine Immunität aufweist
 Sollte Schwangere dennoch mit Infizierten in Kontakt
kommen, dann sofort Gynäkologe aufsuchen um
passive Impfung durchzuführen
 Ansonsten vor Schwangerschaft Schutzimpfung vor
Rötelinfektion durchführen