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Code-Switching

Präsententiert von Franziska Lampe am 12.1.2012


Übersicht

• Einführung
• Entlehnung (borrowing) und Code-Switching
• Pidgin
• Kreolsprachen
• Soziolinguistisch motiviertes Code-Switching
• Psycholinguistisch motiviertes Code-Switching
• Grammatikalisches Code-Switching
Einführung

• Code-Switching wurde lange als mangelnde, sprachliche


Kompetenz angesehen
•Ein guter Zweisprachler sollte beim Sprechen die Sprachen nicht
mischen.
• Erst in den 70er Jahren begannen erste intensivere Forschungen
•Erste Forscher waren Shana Poplack und John J.Gumperz , sowie
Jan-Petter Blom, Peter Auer und viele mehr

• Matrixsprache Muttersprache
• Eingebettete Sprache Zweitsprache
Entlehnung vs./und Code-Switching

• engl: borrowing
• Uneinigkeiten ob Entlehung Teil des
Code-Switsching ist
• Argumentation Gumperz: Einbettung in
die grammatikalische Struktur der
Matrixsprache, daher kein
Code-Switching
• Einzelnes Wort, meist Substantiv, wird in
eine andere Sprache übernommen
•Entlehnte Wörter werden oft Bestandteil
des Wortschatzes
Pidgin

• Entstanden im 19.Jh – Pidgin Englisch


• Kolonialzeit: Sprache basierend auf Muttersprache der
Kolonialführer mit starken Einflüssen der einheimischen
Sprachen
• keine eigene Grammatik
• keine Muttersprache
• meist einfacher, für bestimmte Zwecke entwickelter Wortschatz
• Weiterentwicklung zu einer Kreolsprache ist möglich
Pidgin
Kreolsprachen

• Kreol -> lat.: „creare“ -> erschaffen


• entstehen aus Sprachkontaktsituationen mit mehreren Sprachen
• Großteil des Wortschatzes geht auf eine Sprache zurück
• Grammatikalische und phonetische Mischungen
• Kreolsprachen sind Muttersprachen, die sich hauptsächlich aus
dem Englischen, Französischen und Portugiesischen entwickelt
haben
Kreolsprachen

„In town, Standard English, English spoken as a second language


with variyng degrees of fluency, highly anglicized Tok Pisin, more
rural Tok Pisin of migrants, and creolized Tok Pisin of the urban-
born coexist and loosely reflect the emerging social stratification.“
(Romain, 1992)

• Kreolsprache: Tok Pisin, Amtssprache von Papua-Neuguinea

• Hier stellt sich die Frage, ob es sich um Code-Switching handelt,


oder ob die Grenzen zwischen den Sprachen verschwimmen
Kreolsprachen

• Beispiel: Jamaika-Kreolisch:

Der Songtext „No Woman No Cry“ (Bob Marley) bedeutet


„No, woman, don´t you cry“ (Nein, Frau, weine nicht)
Soziolinguistisch motiviertes Code-
Switching
• Funktionales Code-Switching
• Bevorzugte Sprachidentität
• Akzeptanz von Code-Switching in der Gruppe
• Sprachenwechsel wird durch äußere Faktoren hervorgerufen:
-Sprachkompetenz des Gegenüber
- Thema
- Situation (privat/geschäftlich)
- Themenwechsel oder Sprechpause
- Beziehung der Akteure (strategische Gründe)
- persönliche Präferenzen oder die der Gruppe
Psycholinguistisch motiviertes Code-
Switching

• Nicht-Funktionales Code-Switching
• Erfolgt meistens unbewusst
• Wird durch „trigger- Wörter“ ausgelöst, z.B Eigennamen
• Oft lösen Emotionen einen solchen Sprachwechsel aus
Grammatikalisches Code-Switching

• Intrasentinelles Code-Switching Wechsel innerhalb eines


Satzes
• Intersentinelles Code-Switching Wechsel an Satzgrenze
• Morpheme werden oft aus der eingebetten Sprache
übernommen:

Spanisch: coughas Englisch: you cough


Deutsch: gedropped Englisch: dropped
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Quellen

Bücher

Gardner-Chloros, Penelope: “Code-Switching”. Cambridge University Press. 2009

Riehl, Claudia Maria: “Sprachkontaktforschung. Eine Einführung”. Tübingen: Gunter Narr.


2004

Internet
Abschlußarbeit: “Funktionen und Typen des Code-Switchings im DaF-Unterricht“
https://jyx.jyu.fi/dspace/bitstream/handle/123456789/11491/URN_NBN_fi_jyu-2006602.pdf?sequence=1

Bilder
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http://spanish-translation-blog.spanishtranslation.us/wp-content/uploads/2010/02/animal-spanglish.jpg
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