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Thema 10

I.Das Pronomen und die


Pronominalität.
II. Der Artikel des Substantivs.
III. Die Negation.
I.Das Pronomen und die Pronominalität

Moskalskaja: Nominale WA (darunter Adjektive,


Numerale, Pronomen und Adverb).

Admoni: Die Redeteile, die in den Bereich des


Substantivs gehören (Adjektiv, Numerale,
Pronomen, Negation), und die Hilfswörter, die
in den Spezialbereich des Substantivs gehören.

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• Pronomen – eine verweisende WA. Sie nennen
nicht die Erscheinungen der objektiven Realität,
sondern verweisen auf sie. Sie werden auch
Zeigewörter genannt.
• Ich – Verweisung auf einen Sprecher.
• Du – Verweisung auf den Gesprächspartner.
• Er, sie, es – jede besprochene Person.
• Jede unbekannte Person – jemand, auf eine
beliedige Eigenschaft – solch.

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Die WA «Pronomen» vereinigt unterschiedliche
Subklassen, die sich voneinander durch die
morphologische Gestaltung und die Art der
grammatischen Kategorien unterscheiden.
Aus diesem Grund erkennen viele Linguisten dieser
WA das Recht auf die Selbständigkeit ab.
Helbig und Buscha: «Numeralien und Pronomen
stellen keine Wortklassen im syntaktischen Sinne
dar, sondern füllen verschiedene syntaktische
Funktionen aus; sie fungieren teils als Substantive,
teils als Adjektive, teils als Artikelwörter»
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• Grebe und Schmidt betrachten das Pronomen als
Bestendteil der WA «Stellvertreter und Begleiter des
Substantivs».
• Eine andere Meinung: das Pronomen verfügt über
die Eigenschaften, die es als eine WA bestimmen:
• 1. ein besonderer Bedeutungsgehalt(die kategorielle
Bedeutung – die Erscheinungen zu substituieren)
• 2.ein kommunikativ-grammatischer Charakter (ihr
Gehalt wird nur im Redeprozess konkretisiert un d
nur im Text verstanden - so Admoni)

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• Verwendugsbereiche:
• 1. Als Stellvertreter des Substantivs. Das sind
substantivische Pronomen
a) Personalpronomen
b) Reflexivpronomen «sich»
c) Demonstrativpronomen (der, die,das, dieser,
diese, dieses, jener, jene, jenes, derjenige,
diejenige, dasjenige, derselbe, dieselbe,
dasselbe)

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d) Relativpronomen (der, die, das, wer,was,
welcher,welche, welches)
e) Reziprokpronomen «einander»
f) Interrogativpronomen (wer, was, welcher,
welche, welches, was für einer, was für eine,
was für ein)
g) Ingefinitpronomen (alles, alle, jedermann,
jedlicher, sämtliche, kein, nichts, jemand, einer,
irgendeiner, beide, einige, eteliche, manche,
wenige, mehrere, ein paar, etwas, man,
jemand)

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h) unpersönliches Pronomen «es»
2. Als Begleiter des Substantivs (adjektivische
Pronomen)
a) Possesivpronomen (mein, dein, sein, …)
b) Demonstrativpronomen (der, die, das; dieser,
diese, dieses, jener, jene, jenes, derjenige,
diejenige, dasselbe, derselbe, dieselbe, selbst,
selber, solcher, solche, solches)
c) Indefinitpronomen
d) Interrogativpronomen
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• Die Grenzen zwischen den substantivishcen und
adjektivischen Pronomen sind fließend.
• Der morphologischen Gestaltung nach –
deklinierbare und unveränderliche Pronomen.
Deklinierbare Pronomen: bestimmte gr. Kategorien a)
bei den substantivischen Pronomen sind das die
Kategorien des Substantivs und haben einen
absoluten Charakter; b) bei den adjektivischen
Pronomen ains das die Kategorien des Adjektivs
und haben einen relativen Charakter.
Syntaktische FU: wie Substantive und Adjektive
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• Mehrere Subklassen der substantivischen Pronomen
sind in Lebewesen und Nichtlebewesen
aufgegliedert: wer-was; der, die, das – etwas, nichts.
• Lexikalisch-grammatische Opposition:
Präpositionalfügungen: mit ihm, für ihn, mit wem
Pronominaladvebien: damit, dafür, womit, wofür
• Ein Inflexibile «man» (in den obliquen Kasus
«einer»); nur als Nominativ – Akkusativ «etwas»,
«nichts»; flexivische und flexionslose Formen
wechseln im Dat. und Akk.
jemand(em)/jemand(en)

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• Pronominalität – eine besondere Bedeutungs-
und Funktionierensart; die darin besteht, auf
einen bestimmten Ort, eine bestimmte Zeit zu
verweisen.
• Eine große Gruppe von Wörtern mit
pronominaler Bedeutung – unter den
Adverbien: Es sind die Lokaladverbien;die
Temporal-, Modal-, Kausal-, Finaladverbien.

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II. Der Artikel

• Die Rolle des Artikels – die Gestaltung des


Substantivs als grammatischer Kategorie
(Admoni)
• Der bestimmte Artikel – geht auf das
Demonstrativpronimen genetisch zurück
• Der unbestimmte Artikel – geht auf das
Zahlwort zurück.
• Die Nullform des Artikels

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FU des Artikel
Strukturell-grammatische FU
Ein Mittel zur Bezeichnung der gr. Formen der
Substantive.
Der Artikel beteiligt sich an der Monoflexion, und
zwar:
Bezeichnet das gr. Geschlecht (das
Geschlechtswort)
Der Artikel bezeichnet den Kasus
Der Artikel bezeichnet die Zahl
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• Spezifische Gebrauchsweise des Artikels:
• Bei Aufzählungen, Wortpaaren erscheint kein
Artikel, was den engeren Zusammenschluß der
Konstruktion bewirkt. Semantisch gefärbt ist die
Artikellosigkeit bei einigen Typen des Prädikativs
und Objekts. Der Gebrauch des Artikels ist oft
vom Bau einiger Satztypen abhängig.
• Eine besondere Rolle kommt dem Gebrauch des
Artikels bei der Satzperspektive zu (das
Bekannte und Unbekannte im Satz).

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Die Artikelwörter
• Außer dem Artikel dienen noch Pronomen und
Zahlwörter als Referenzanweisung. Sind nennt
man Begleiter des Substantivs, weil sie dem
Artikel ähnlich funkrionieren.
• Im Bereich der Bestimmtheit fungieren die
Demonstrativpronomen, das
Identitätspronomen «derselbe», das
Dualpronomen «beide», die Possesivpronomen.

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• Im Unterschied zu den Attributen des
Substantivs bezeichnen die Artikelwörter nicht
die Eigenschaften der Gegenstände, sondern sie
dienen wie der bestimmte Artikel zur
Identifizierung der Gegenstände, auf die vom
Sprecher refieriert wird.
• Z.B. Die Demonstrativa «dieser» und «jener»
kennzeichnen das Substantiv als bestimmt für
Sprecher und Hörer und zugleich als räumlich
nah oder fern.

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• Der Mechanismus des Artikelgebrauchs
bereitet den Sprachforschern große
Schwierigkeiten, weil die Wahl der Artikelform
jedes Mal durch mehrere Faktoren bedingt
wird.
• Der Artikelgebrauch hängt wesentlich von den
Subklassen der Substantive ab.
• Der Artikel bei Gattungsnamen (bestimmt und
unbestimmt)

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• Der individualisierende Gebrauch des Substantivs
(Thema Rhema): bestimmter und unbestimmter
Artikel, Nullartikel.
• Bei Konfliktsituationen, wenn die Bedeutung der
Bestimmtheit –der Unbestimmtheit und der
kommunikative Wert des Substantivs auseinander
gehen, wird beim Gebrauch der Artikelform eine
der grammatischen Bedeutungen neutralisiert:
• Z.B. Neutralisation der Ohhosition destimmt-
inbestimmt: Das ist ein Bild. Ich habe einen
kleinen Bruder.
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• Die generalisierende Verwendung von
Gattunugsnamen ohne Kennzeichnung der
Bestimmtheit – Unbestimmtheit. Neutralisation
der Kategorie «Numerus» dabei.
• Möglich: ein Baum ist eine Pflanze; der Baum
ist eine Pflanze. Der Mensch ist sterblich. (Die)
Menschen sind sterblich.
• Der unbestimmte Artikel in dem
generalisierenden Fall wirkt emphatisch: Ein
Kind weiß das!

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• Ein Sonderfall, wenn die 0-Form des Artikels ein
numerusfähiges Substantiv im Singular
begleitet: Mensch sein, heißt denken. Der Begriff
in seiner allgemeinsten Bedeutung.
• Moskalskaja S. 188 (ein Schema).
Der Artikel bei Abstrakta
Bestimmtheit-Unbestimmtheit ist schwach
geprägt. Vorwiegend hängt der Artikel mit dem
Ausdruck des kommunikativen Wertes.

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• Viele Abstrakta sind numerusunfähig, deswegen mit
Null-Artikel gebraucht (die Liebe – Liebe): Ich habe Angst!
Das ist Wahnsinn!
• Die numerusfähigen Abstrakta weisen dieselben
Oppositionen der Artikelformen wie die Gattungsnamen
(die-eine Idee): Das ist eine Idee! Das ist eine
Überraschung!
Der Artikel bei Stoffnamen
Die Formen der-0 zum Ausdruck der Opposition bestimmt-
unbestimmt und Thema-Rhema (für gegliederte Teile des
Stoffes und ungegliederte Gesamtheit): Das Wasser
steht auf dem Herd. Heute Nacht fiel Schnee.

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Der Artikel bei den Unika und den Kollektiva
Nehmen in Hinblick auf den Artikelgebrauch eine
Sonderstellung ein (keine
Oppositionsverhältnisse). Kategorie der
Bestimmtheit-Unbestimmtheit ist neutralisiert.
Der Gebrauch des unbestimmten Artikels ist nicht
ausgeschlossen (ein starker Ausdrucksmittel):
Da sind nur eine Sonne, Blumen, Wiesen…

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Der Artikel bei Eigennamen
Die Personennamen in der Regel ohne Artikel.
Der bestimmte Artikel in der Umgangssprache:
Der Frank ist da!
Den Kasus angeben: Ich kenne den Becker.
Die ganze Familie bezeichnen: die Schmidts
Beim Familiennamen einer weiblicehn Person:
Die Bachmann half uns
Beim Gebrauch eines Attributs: die kleine Tony.

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• Personennamen wie Gattungsnamen werden
mit dem Artikel gebraucht, wenn sie als
Namen von Schiffen, Hotels, Zeitungen usw.
verwendet werden.
Artikelgebrauch als Transpositionsmittel aus
einer strukturell-semantischen Subklasse in
eine andere
Die Schönheit (Abstrakta) – eine Schönheit
(Gattungsname)

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• Aussparung des Artikels: Zu Befehl! Hände
hoch!

III. Die Negation


Admoni: diese Kategorie vereint Wortformen, die
ganz verschiedene morphologische Strukturen
und syntaktische Fügungspotenzen besitzen.
Der Bedeutungsgehalt aller dieser Formen
verbindet sie zu einer geschlossenen Gruppe.

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• Die Negation – eine modale Kategorie. Vermittels der
Negation kommt die Einstellung des SPRECHENDEN
zum Inhalt seiner REDE zum Ausdruck.
• Von anderen WA und Wortformen mit mofaler
Bedeutung unterscheidet sich die Negation dadurch,
dass sie zwei Satztypen unterscheidet: affermative
und negative. Sie bilden ein alternatives SYSTEM. Im
Satz schließt eine Negation eine andere aus. Das
sondert die Negation aus und lässt sie als einen
BESONDEREN Redeteil betrachten. Auf Grund der
Formen niemand, nichts und kein gehört die
Negation in den Bereich des Substantivs.

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Fragen zum Test

• Die kategorielle Bedeutung der Pronomen


• Subklassen der Pronomen
• Die Pronominalität - …
• Funktionen des Artikels
• Kategorielle Bedeutung der Negation

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Zum Seminar:
1. Artikel (Vorlesung, Moskalskaja: S.174-198)
Можно распределить по параграфам
2. Pronomen (Vorlesung, Moskalskja: S.209-211)

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