Sie sind auf Seite 1von 12

Das erste Oktoberfest

Das Oktoberfest begann in München mit der


Hochzeit  des bayerischen Kronprinzen Ludwig und
Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen. 

Als Abschluss der fünftägigen


Hochzeitsfeierlichkeiten fand am 12. Oktober 1810
auf einer Wiese vor München ein Pferderennen statt.
Viele Gäste aus dem Volk kamen in Tracht und
brachten Blumen.
Zu Ehren der Braut wurde die Festwiese "Theresens-
Wiese" getauft; so heißt der Oktoberfestplatz heute
noch "Theresienwiese" - im Münchener
Sprachgebrauch kurz "die Wiesn" genannt.
Das Pferderennen
Das Pferderennen war ein
Riesenerfolg und wurde deshalb im 
darauffolgenden Oktober zusammen
mit einem Landwirtschaftsfest
veranstaltet: so entstand die
Tradition der "Oktober-Feste". Jedes
Jahr kamen mehr Bierzelte und
Wettkämpfe hinzu, nur das
Pferderennen findet seit 1938 aus
organisatorischen Gründen nicht
mehr statt.
Oktoberfest im September?
Vielleicht hast du dich schon
darüber gewundert: Das
Oktoberfest beginnt schon im
September. Das ist seit 1872 so.
Denn im Oktober ist es oft kälter
und das Wetter schlechter als im
September. Das Fest wird am
Samstag nach dem 15. September
eröffnet und endet normalerweise
am ersten Sonntag im Oktober. Es
dauert zwischen 16 und 18 Tagen.
Das größte Bierfest der Welt
Das Oktoberfest ist mit mehr als sechs
Millionen Besuchern das größte
Volksfest der Welt. Alle Welt liebt
„German Gemütlichkeit“. Vor allem
die Asiaten finden die „Wies‘n“ toll.
Aber Dirndl und Lederhosen
in Afrika? Jo mei, sicher. In Namibias
Hauptstadt Windhoek wird das
bayrische Traditionsfest ebenso
zelebriert wie in Kinshasa (Kongo).
Es gibt mehr als 2000 Oktoberfeste
auf der Welt.
Der Beginn der großen Party
Bevor es richtig losgeht, fahren die
Wirte der Festzelte auf geschmückten
Pferdekutschen in einem Umzug mit
Musikkapellen von der Münchner
Innenstadt auf das Festgelände. Das
Oktoberfest wird vom Münchner
Oberbürgermeister eröffnet. Um 12
Uhr sticht der Oberbürgermeister das
erste Bierfass an. Er ruft „O’zapft is“.
Das ist Bayrisch und bedeutet „Es ist
angezapft“. Damit ist das Fest
eröffnet.
Wo gibt es denn das Bier?
Bier bekommt man in den
Festzelten. Ja, der Wiesn-Besucher
hat es schon schwer: 14 Zelte
stehen ihm zur Auswahl, eines
schöner als das andere! Aber
eigentlich sind diese sogenannten
Zelte wirklich Häuser, die für das
Fest aufgebaut werden. Etwa 5000
Personen können hier trinken und
tanzen.
Eine Mass
Bier bekommt man in den
Festzelten in einer Mass. Das ist
ein besonders großes Glas, in das
ein Liter Bier passt.
Es gibt sogar Wettbewerbe im
Masskrugtragen. Wer kann die
meisten Mass 40 m weit tragen?
https://
www.oktoberfest-live.de/wiesn/okt
oberfest-2016-muenchen-weltrekor
d-im-masskrug-tragen-6740497.ht
ml
Eine Kirmes: Was ist das eigentlich?
Eine Kirmes, man nennt das auch
Rummel oder Jahrmarkt, ist ein
großes Fest. Meistens feiern die
Menschen das seit vielen , vielen
Jahren immer zur gleichen Zeit. Es
gibt viele Fahrgeschäfte für die
Kinder und natürlich sehr viele
leckere Spezialitäten zu essen und
zu trinken.
Die Fahrgeschäfte
Fahrgeschäfte sind Karussells. Die
Wiesn bietet über hundert
verschiedene Fahrgeschäfte für
jeden Geschmack. Jedes Jahr gibt
es neue Fahrgeschäftsattraktionen.
Die Klassiker sind natürlich das
Riesenrad, der Autoscooter und das
Kettenkarussell. Für die ganz
kleinen Kinder gibt es die Rutschen
und das Holzpferdkarussell.
Leckerbissen auf der Wies’n
Wer gerne deftiges Essen mag, der
ist hier richtig. Auf der Wies’n gibt
es so viele leckere Sachen:
Weißwurst, Brez’n,
Schweinshax’n, Knödel oder
Brathänd’l kennt jeder. Obatzda ist
eine weniger bekannte
Käsespezialität. Wer es süß mag,
kann Apfelstrudel, gebrannte
Mandeln oder Lebkuchenherzen
kaufen.
Was trägt man eigentlich auf der
Wies’n?
Viele der Oktoberfestbesucher tragen
bestimmte Kleidung, eine sogenannte
Tracht: Männer ziehen Lederhosen
und Frauen Dirndlkleider an. Diese
traditionelle Kleidung kann sehr teuer
sein. In krassem Gegensatz dazu
stehen die zahlreichen Läden für
Bilig-Trachten rund um das
Festgelände. Hier können sich vor
allem die weitgereisten Besucher
noch auf den letzten Drücker "so
richtig bayerisch" verkleiden.