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THEORIE SCHULZ VON THUN

INTERKULTURELLE KOMMUNIKATION
ZUSAMMENFASSUNG

Vorurteile zwischen den Gesprächspartnern führen ebenfalls zu fehlerhafter Interpretation, da


Sender, wie auch Empfänger befangen von Ihren Vorurteilen deuten, meistens negativ behaftet.
Möglichkeiten sich vor negativ voreingenommenen Verhalten zu schützen, wird durch bewusste
Reflexion der eigenen Vorurteile verringert. Mit der Kenntnis darüber, gewinnt man Offenheit für
Revidierungen und Modifizierungen, Genauigkeit und Sorgfalt (statt Generalisierung),
Beschreibung statt Bewertung, das Bewusstsein, dass jeder Mensch Fremdbilder und Vorurteile
hat.
Auch die Unterschiede in der Kommunikation mit dem Gesprächspartner anzusprechen und zu
diskutieren, Sichtweisen und Wahrnehmungen des gegenüber zu erfahren, können Vorbehalte und
Missverständnisse reduzieren. Verständnisfragen zu stellen sind ebenfalls ein wichtiger Baustein
im interkulturellen Austausch.
MÖGLICHKEITEN ZUR KONFLIKTMINIMIERUNG

 Aneignung von landeskundlichem und kulturellem Wissen


 Hineindenken in die Situation und Sichtweisen des Gesprächspartners
 Offenheit und Bereitschaft Menschen aus anderen Kulturen kennen zu lernen, ihr Weltbild
nachzuvollziehen
 Respekt gegenüber dem Individuum mit anderer kulturellen Prägung
 Bewusstsein der eigenen Vorstellungen, Werte, Meinungen und Ansichten (Selbstreflexion)
 Bewusstsein der eigenen Vorurteile mit gleichzeitiger Hinterfragung auf Richtigkeit
 Verständnis für die Situation des Gegenüber, sich in den Gegenüber hineindenken
 Flexibilität im eigenen Agieren und Reagieren
SPRACHLICHE MASSNAHMEN/TOOLS FÜR EINE GUTE KOMMUNIKATIO

 Gesprächspartner/innen aus sprechen lassen


 Gesprächspausen zulassen, dem anderen nicht ins Wort fallen
 Positive, auch nonverbale Signale setzen, als Signal der Aufmerksamkeit und Anerkennung
 Ich-Botschaften senden (d.h. persönliche Einschätzungen als solche vermitteln, nicht als Tatsache darstellen. Z.B. „Ich
bin der Meinung, daß..“)
 Keine Du-Botschaften bzw. direkte Anweisungen geben (z.B. „Du muss…“)
 Aktives Zuhören
 Nachfragen, ob man den anderen richtig verstanden hat
 Nachfrage, ob das Gesagte verstanden wurde
 Beschreiben, nicht bewerten
 Die Antwort „ja“ auf eine geschlossene Frage ist ebenfalls zu prüfen. „Ja, ich habe das Gesagte verstanden“ oder „Ja, ich
werde das tun“
ZUR VORBEREITUNG KANN MAN SICH AUF DIE FORMEN UND
AUSPRÄGUNGEN FOLGENDER PUNKTE KONZENTRIEREN

 Nonverbale Kommunikation
 Zuhörgewohnheiten
 Grußverhalten
 Grenzen oder Vorbehalte zu bestimmten Themen
 Art der Konfliktlösung
 Verbindlichkeit des Vereinbarten
 Umgang mit körperlicher Distanz (Berührungen, Gesprächsabstand)
 Beziehung zu Respektpersonen (Lehrer, Beamte, Polizisten,..)
GESTEN UND BEGRÜSSUNGSFORME

Beispiele unterschiedlicher Begrüßungsformen: Beispiele zu Gesten mit unterschiedlicher Bedeutung


Zeigefinger und Daumen zu einem Ring formen:
 Eskimos (Inuit), Maori (Neuseeland): Nase reiben
 Nordamerika/Europa: Alles in Ordnung, gut
 Eipo (Neuguinea): unter dem Kinn kraulen
 Griechenland/Türkei: sexuelle Beleidigung
 Kupfer-Eskimos: leichter Faustschlag gegen Kopf  Belgien/Frankreich/Tunesien: „Du Null“
und Schulter  Japan: Geld
 Inder: Handflächen aneinander reiben, vor den  Italien: „Wovon sprichst Du?“
Körper halten und leicht verbeugen  Mittelamerika: „Du Schnatterliese“
 Mongolen: gegenseitig die Wangen beriechen und  Daumen nach oben
sich mit den Nasen reiben  Europa/USA/Lateinamerika: Okay
 Islamische Länder: obszöne Geste
WOHER KOMME ICH WIRKLICH ?
WIE IST MEIN NAME EIGENTLICH?