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Der mhd.

Sprachraum,
die mhd.
Territorialdialekte
Mittelhochdeutsch ist die Sprache des Hochmittelalters und des
beginnenden Spätmittelalters. Es wurde von etwa 1050 bis 1350
geschrieben und gesprochen. Das klassische Mittelhochdeutsch, in
dem viele Werke der höfischen Literatur abgefasst wurden, sprach
man ungefähr von 1170 bis 1250.
Das Mittelhochdeutsche war keine einheitliche Sprache. Es
bestand aus einer zahlreichen regionalen Dialekten. Das
Mittelhochdeutsch wurde künstlich normalisiert. Es war in erster
Linie eine Literatursprache.
• Gegen 1150 entstand die ritterliche Schicht. Für neue
Lebensform sucht die adelige Schicht einen neuen
literarischen Ausdruck. Sie möchte sich mit Hilfe der so
genannten ritterlichen Literatur als eine Schicht integrieren.
Zu den neuen Gattungen gehörten: der ritterliche Roman (das
ritterliche Epos) und die ritterliche Lyrik (Minnesang – der
Sang über die Liebe des ritterlichen Mannes zu einer
höfischen Dame).
Perioden
• Frühmittelhochdeutsch bis in die zweite Hälfte des 12. Jh.s
• klassisches Mittelhochdeutsch bis zur Mitte des 13. Jh.s
• Spätmittelhochdeutsch bis zur Mitte des 14. Jh.s
Der mittelhochdeutsche
Sprachraum
Allerdings hat sich im Hochmittelalter der Sprachraum verändert:
Im Westen bildete sich eine Sprachgrenze zum Französischen
heraus, während im Frühmittelalter die Übergänge noch fließend
waren. Im Süden ist das Langobardische untergegangen. Im
Norden expandierte das Hochdeutsche auf Kosten des
Niederdeutschen. Im 11. und 12. Jh. wurden unbesiedelte
Gebirgszonen des bairischen Raumes kolonisiert.
Das mittelhochdeutsche
Sprachgebiet
• In mittelhochdeutscher Zeit setzten sich die althochdeutschen
Dialekte weiter fort. In Folge der Ostkolonisation entstehen
neue deutschsprachige Landschaften in slawischen Gebieten.
Auf diese Weise bilden sich die ostmitteldeutschen Dialekte:
das Thüringische, das Obersächsische, das Schlesische, im
Nordosten kommt noch das Hochpreußische hinzu“. Die
fränkischen Dialekte (das Rheinfränkische, das
Mittelfränkische, das Moselfränkische usw. –
westmitteldeutsche Dialekte).
• Der oberdeutsche Sprachraum erweitert sich auch nach Süden
und Südosten und bildet deutsche Sprachinseln inmitten
romanischer, ungarischer und westslawischer Gebiete“. Auf
Mähren(Моравія, Чехія) gibt es deutsche Sprachinseln, Städte
oder ganze Landschaften: Iglau, Olmützer Gegend, Nord- und
Südmähren. Der Terminus „das Mittelhochdeutsche“
bezeichnet keine einheitliche Sprachform, sondern eine
Anzahl von Einzeldialekten.
Danke für die
Aufmerksamkeit