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MITTELALTER:

STADT
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STÄDTE IM MITTELALTER
 https://www.youtube.com/watch?v=52JjyGeya78
WANN UND WO ENTSTANDEN
STÄDTE?
 Ab 1180 wurden immer mehr Städte, zumeist an Furten, Brücken, am Sitz von Burgen,
Pfalzen oder Klöstern, gegründet. Ab 1350 gingen die Städtegründungen infolge der Pest
wieder zurück.

 Die frühen Städte bis zum 11. Jahrhundert besaßen noch einen Stadtherrn. Dieser war der
Stadtgründer, der Burggrafen, Vögte und weitere Beamte einsetzte. Der Stadtherr (meist ein
Adliger) verlieh das Marktrecht („Privileg“), das die Menschen in die Städte lockte. Der
Stadtherr sicherte hörigen oder leibeigenen Bauern, die den Hof ihres Grundherrn verließen,
nach einem Jahr die Freiheit zu. Daraus entstanden die Redewendungen „Stadtluft macht frei“
und „seit Jahr und Tag“.
DIE SELBSTVERWALTUNG
 Ende des 12. Jahrhunderts bestimmten die Bürger zunehmend das Wirtschaftsleben und die
Politik der Stadt. Reich gewordene Patrizier erkämpften sich die Freiheit von ihren Stadtherren
und verwalteten sich selbst. Die Patrizier wählten aus ihren Reihen die Mitglieder des Rats
(Ratsherrn), diese wiederum den Bürgermeister. Alle übrigen Stadtbewohner hatten kein
Wahlrecht und waren nicht wählbar.
 Die Bürger schlossen sich meist in Gilden und Zünften zusammen. In vielen Städten
erkämpften sich die Zünfte im 13./14. Jahrhundert teilweise gewaltsam die alleinige
Stadtherrschaft oder regierten gemeinsam mit den Patriziern die Stadt. Patrizier und
Zunftmitglieder wählten aus ihren Reihen Ratsherrn, diese dann den Bürgermeister. Da alle
Ämter ehrenamtlich, also ohne Bezahlung ausgeübt werden, war ein gewisses Vermögen
notwendig. Alle übrigen Stadtbewohner blieben ohne Wahlrecht und Wählbarkeit
ÄLTESTE STADT
ÖSTERREICHS
 Enns wird oftmals als älteste Stadt Österreichs angegeben. Die Stadt gibt die
Stadtrechtsurkunde von 1212 als älteste erhaltene Österreichs an, was sie zur ältesten Stadt
mache.
WARUM STÄDTE BOOMTEN?
 https://www.youtube.com/watch?v=rCFdfhIiCx4&t=194s
KIRCHENBAUTEN IN DER
STADT
Mittelalterliche Städte waren zunehmend von Kirchenbauten geprägt.
So entstanden in romanischer Baukunst (1000-1250) die Dome von Speyer, Worms, Mainz,
Bamberg, Magdeburg, Quedlinburg, Naumburg.
Ab 1200 war die Blütezeit der gotischen Baukunst. Der Bau des Kölner Doms im gotischen Stil
begann 1248 (Fertigstellung zwischen 1842 und 1880).
Weitere Beispiele gotischer Baukunst sind die Dome zu Straßburg, Freiburg, zahllose
Klosterkirchen der Zisterzienser etwa in der „Backsteingotik“. Vorbilder für deutsche gotische
Kirchen waren die großen französischen Dome in Paris, Reims und Amiens.
WIEN
Im 9. Jahrhundert verfügte Wien über jene drei wesentlichen Faktoren, die das Wesen einer
mittelalterlichen Stadt ausmachten: Burg (Berghof), Markt (Hoher Markt) und Kirche
(Ruprechtskirche).  Nachdem die Babenberger Mitte des 12. Jahrhunderts die Stadt Wien als
ihren Residenzort übernommen hatten, erfolgte mit dieser Rangerhöhung ein Ausbau der
Stadt. 

Mit dieser Erweiterung wurde auch ein neuer Fortifikationsring rund um die Stadt gelegt.
Finanziert wurde dieser vom Lösegeld, das die Babenberger für die Freilassung von Richard
Löwenherz erhalten hatten. 
STEPHANSDOM
 Die Frühgeschichte des Stephansdoms ist weitgehend ungeklärt. Fest steht lediglich, dass im
12. Jahrhundert außerhalb der damaligen Stadtmauern eine Kirche existierte, deren Beziehung
zu Vorgängerbauten und deren Aussehen jedoch nicht bekannt ist.
 Die Existenz eines Neubaus beziehungsweise erweiternden Umbaus ist durch eine Urkunde
gesichert. Zu diesem Zeitpunkt muss die frühgotische Kirche bereits zumindest teilweise
benützbar gewesen sein. Im Jahr 1137 im Zusammenwirken zwischen dem
Babenbergermarkgraf Leopold IV. und dem Passauer Bischof Reginmar durch den Vertrag von
Mautern begründet, wurde die erste romanische Kirche im Jahr 1147 geweiht.
STEPHANSDOM
 Im Jahr 1450, in der Regierungszeit Kaiser Friedrichs III. (Habsburg), erfolgte die
Grundsteinlegung zum Bau des Nordturms, der aber nicht mehr vollendet wurde. Im Jahre
1511 wurden die Arbeiten eingestellt, die große Idee mittelalterlichen Bauens war zu Ende.
 Baubeschreibung
 Das hohe Dach (mit glasierten Ziegeln) beeinflusst

das Aussehen des Doms entscheidend und verbindet


harmonisch die aus verschiedenen Bauzeiten stammenden
Architektenteile (spätromanische Westfassade und
gotisches Langhaus mit Strebepfeilern,
Figurenbaldachinen, Wasserspeierpaaren und Maßwerkgalerie am Dach).