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Karst

Kohlensäureverwitterung
Inhalt
• Begriffserklärung
• Lösungsvorgänge und Mischkorrosion
• Karstformen
- Karren - Karsthöhlen
- Trockentäler - Karstquellen und
Quelltöpfe
- Dolinen
- Kalktuff und
- Polje
Travertinen
- weitere Karstformen
Begriffserklärung

• Lösungs- und Kohlensäureverwitterung

• Grundgestein Kalk oder Gips

• Merkmale:
bestimmte Oberflächenformen und
unterirdische Kanäle
Lösngsvorgänge

• Kohlensäureverwitterung
- Kohlendioxid reagiert mit Wasser zu
Kohlensäure
Kohlensäure
H O +
- Kohlensäure
2
CO →
setzt
2
H2CO3 Ionen frei
in Wasser
H2CO3 + H2O → H3O+(aq) +HCO3-(aq)
Oxonium-IonHydrogencarbonat-Ion

- Hydrolyse von Kalk : H2O wird in Kristallgitter

eingebaut
- Freisetzung einzelner Ionen aus dem
Kristallgitter
CaCO3 →
Calciumcarbona Ca2+(aq)Carbonat-Ion
+ CO32-(aq)
t
(Kalk)
- Wasserstoff-Ionen reagieren mit Carbonat-Ionen
Ca2+(aq) + CO32-(aq) + H3O+ + HCO3- →
Ca2+(aq) + 2HCO3-(aq) +
H2O
- entstanden ist Calciumhydrogencarbonat
Ca2+(aq) + 2HCO3-(aq) → Ca(HCO3)2
- Wiederausfällung:
Ca2+(aq) + 2HCO3- (aq) → H2O + CO2 +
CaCO3

• Vorbeistrom ungesättigten Wassers


- Faktoren:
• CO2 Partialdruck
• Temperatur
• pH-Wert des Wassers
• Druck
Mischkorrosion
Zusammentreffen zweier carbonatgesättigter
Lösungen mit unterschiedlicher Temperatur

- Änderung des
Kalk/Kohlensäure-
Gemisch
- wesentliche
Verwitterung des
Tiefenkarstes
Karstformen
• Kalksteinformen / Karren
- Lösungsverwitterung an Oberfläche
- unterschieden zwischen nacktem oder
bedecktem
Karst

Lochkarren
- runde oder ovale
Hohlformen
Napfkarren
- zeitweiliger Wasserstau → Aushöhlungen
Firstkarren
- Wasser fließt an Oberkante ab → spontane
Abgabe
von CO2 → Kalk fällt aus
Kluftkarren
- entlang von Klüften → größere
Angriffsfläche
- bis zu 100m tief
• Trockentäler

- Tiefenerosion am Lauf eines Flusses


1. Zunehmende Durchlässigkeit des
Grundgesteins
• Ausgangsgestein mit wenig Rissen
• Erweiterung der Risse durch
Kohlensäureverwitterung
→ Wasser versickert
2. Auftauen des Permafrostbodens nach der
Kaltzeit
• Eis verschließt Versickerungswege
• Ende der Kaltzeit → Wasser versickert durch
eisfreie
Risse

3. Absenkung des Grundwasserspiegels

• Nebentäler vertiefen sich → Wasserspiegel


sinkt
• Dolinen
1. Einsturzdolinen

• Erweiterung unterirdischer Hohlräume durch


Lösungsverwitterung
• Decke des Hohlraums gibt nach → Einsturz
2. Lösungsdolinen

• an Stellen starker Lösungsverwitterung


• Bildung von trichterförmigen Einbuchtungen
• Polje

- längliche
Hohlformen,
von steilen Wänden
umgeben
- sandig-lehmiger
Sedimentboden
- an tiefster Stelle der
Polje befindet sich
Ponor
→ Wasserabfluss
• Karsthöhlen
- mit CO2 angereichertes Regenwasser versickert
-chemische und mechanische Abtragung →
Entstehung
von Röhren und unterirdischen Hohlräumen
- Ausweitung zu einem Höhlensystem →
unterirdischer
Fluss
- irgendwann nimmt das Wasser einen anderen
Weg
oder bleibt aus (Eiszeit)
- Tropfsteine

• Wasser dringt durch Risse in


Höhle
→ Tropfenbildung
• CO2 wird frei und Kalk fällt
aus
→ Stalagtit
• Tropfen fällt zu Boden ,
erneuter
Ausfall von Kalk
→ Stalagmit
• Karstquellen und Quelltöpfe

- unterirdischer Fluß aus


Höhlensystem tritt an die
Oberfläche
- Besonderheiten: Wasser
aus
Karstquellen ist erst
wenige
Tage alt → unregelmäßige
Schüttung
• Kalktuff und Travertinen
-Wasser stürzt über Felskante → spontaner
Druckverlust, Kalk fällt aus
Weitere Karstformen
• Kegelkarst
• Erdorgeln
Vielen Dank für
eure
Aufmerksamkeit!