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Aachen

Die Stadt Karls des Großen


Ursprung des Stadtnamens

 Der Name der Stadt Aachen leitet sich vom


Altgermanischen Ahha (wird wie Acha
ausgesprochen) ab und bedeutet Wasser.

 Aachen war vor allem wegen seiner zahlreichen


Quellen bekannt, die stark schwefelhaltiges, bis zu
74 °C heißes Wasser an die Oberfläche bringen. (die
heißesten Quellen Mitteleuropas)
Geographische Lage
 Aachen oder auch Bad Aachen
 von altgermanisch Ahha „Wasser“,
 lateinisch Aquae Grani oder Granni, später
Aquisgranum, franz. Aix-la-Chapelle,
 niederl. Aken,
 luxemb. Oochen

 ist eine nordrhein-westfälische kreisfreie Stadt und


Kurstadt im Regierungsbezirk Köln.

 1890 überschritt Aachen erstmals die


Einwohnerzahl von 100.000 und ist seitdem die
westlichste deutsche Großstadt. Es zählt heute zu
den Verdichtungsräumen Nordrhein-Westfalens
mit mehr als 250.000 Einwohnern.
 Darüber hinaus richtet Aachen jährlich das
internationale Pferdesportturnier CHIO aus und
verleiht überdies den internationalen Karlspreis.
 Aachen liegt auf deutscher Seite im Grenzgebiet zu
den Niederlanden und Belgien
 Nahe gelegene größere Städte sind Köln,
Düsseldorf, Bonn, Mönchengladbach, Krefeld,
Leverkusen, Lüttich (Belgien), Maastricht, Heerlen
und Roermond (alle Niederlande).
Bevölkerung
 Die Stadt Aachen hat 257.645
Einwohner (Stand: 30. Juni 2007),
wovon 48,8 % weiblich und 51,2 %
männlich sind.
 Die Altersstruktur ist wie folgt: 0–18
Jahre: 16,1 %; 18–65 Jahre: 67,2 %;
ab 65 Jahre: 16,7 %, wobei das
Durchschnittsalter 39,4 Jahre beträgt
(Stand: 14. Januar 2007).
 Die Arbeitslosenquote im Stadtgebiet
liegt derzeit bei 11,2 % (Februar
2009).
 Ende 2007 lag der Ausländeranteil in
Aachen bei 14,2 %. Ein signifikanter
Anteil der ausländischen Bewohner
gehört zu den Studierenden der
international bekannten
Bildungszentren Aachens.
Klima
 Aachen und Umgebung gehören zur
gemäßigten Klimazone und weisen
ein ozeanisches Klima auf, d. h.
feuchtes Wetter, milde Winter und
relativ ausgeglichene Temperaturen.
 Durch die Lage nördlich der Eifel und
des Hohen Venns ist die
Niederschlagsmenge (im Schnitt
805 mm/Jahr) in Aachen aufgrund der
vorherrschenden Westwetterlagen
vergleichsweise höher als
beispielsweise in Bonn
(669 mm/Jahr).
 Ein weiterer Effekt der Lage am
Nordrand der Eifel ist das Auftreten
von Föhn bei südlichen
Luftströmungen.
Die Karlshymne
 Aachen-Hymne auf einem Glasfenster
aus dem 18. Jahrhundert in der Burg Frankenberg

 Die Karlshymne Urbs Aquensis ist eine Hymne aus dem 12.
Jahrhundert auf Karl den Großen, dessen Glanz auf Aachen
fällt. Heute ist sie auch die Landeshymne der Region Aachen,
die unter dem Namen Urbs Aquensis, urbs regalis (lat.:
Aachen, Kaiserstadt, du hehre) bekannt ist. Diese wird zu
besonderen Anlässen gespielt und gesungen, zum Beispiel
jährlich bei der Karlspreisverleihung von der Festgesellschaft.
Wappen
Aktuelles Wappen  In Gold ein rot bewehrter und rot
bezungter schwarzer Adler.
 Die Stadtfarben sind schwarz-gold
(schwarz-gelb). Der Adler
symbolisiert das Reich und bringt so
zum Ausdruck, dass Aachen
Reichsstadt – dem Kaiser direkt
Wappen von 1888 unterstellte Stadt – und lange Zeit
Krönungsstätte der deutschen Könige
war. Viele Reichsstädte haben einen
schwarzen Adler auf Goldgrund im
Wappen (Köln: Doppeladler,
Frankfurt a/M.: Silberadler in Rot mit
Goldrand). Das Wappen wurde
zuletzt am 24. Januar 1980 durch die
Wappen von 1774 Hauptsatzung der Stadt festgelegt, ist
aber schon sehr lange im Gebrauch.
Aachener Dom
 Aachener Dom ist das
Wahrzeichen der Stadt Aachen.
Der oktogonale Kuppelbau wurde
etwa im Jahr 800 vollendet und
war rund 400 Jahre der größte
freischwebende Kuppelbau
nördlich der Alpen.

 Das Ensemble aus Dom und


Domschatz wurde 1978 als erstes
deutsches Kulturdenkmal und
zweites Kulturdenkmal weltweit
in die Welterbeliste der UNESCO
aufgenommen.
Aachener Dom
 Die Schatzkammer des
Aachener Doms birgt den
bedeutendsten
Kirchenschatz nördlich der
Alpen. Neben dem
Lotharkreuz (um 1000) und
der silbernen, teils
vergoldeten Karlsbüste
(etwa 1349) wird hier der
Marmorsarkophag
ausgestellt, in dem Karl der
Große 814 vermutlich
bestattet wurde.
Elisenbrunnen

 Der klassizistische Bau des


Landesbauinspektors Johann Peter
Cremer und des Berliner
Baumeisters Karl Friedrich
Schinkel wurde 1827 fertiggestellt
und ist neben Rathaus und Dom
eines der Wahrzeichen der Stadt.
 Im Zweiten Weltkrieg vollständig
zerstört, wurde er 1953
originalgetreu wieder aufgebaut.
Die alten, ursprünglichen Säulen
sollen lange Zeit am Lousberg
gelagert haben und zieren heute
das Außengelände der Carolus
Thermen.
Elisenbrunnen

 Aus zwei Trinkbrunnen


fließt das warme, stark
schwefelhaltige
Thermalwasser der
Kaiserquelle (52 °C).
Kulinarische Spezialitäten

 Die lukullische Spezialität Aachens


ist die Printe, ein Lebkuchengebäck
mit vielen aromatischen Gewürzen,
häufig mit Schokolade überzogen und
reich dekoriert.
 Zu Ostern wird in Aachen traditionell
der Poschweck gegessen, ein
Hefegebäck mit Rosinen, Mandeln,
Nüssen, Zitronat und Orangeat.
 Öcher Lager: Bis in die jüngste Zeit
wurde in Aachen ein obergäriges Bier
gebraut, das dem Kölner Kölsch
verwandt ist. Hierzu gehörte unter
anderem die 1989 geschlossene
Brauerei Degraa, an die noch einige
Brauhäuser erinnern.
Printen
Herzhafte Spezialitäten sind der
Rheinische Sauerbraten und der so
genannte Öcher Kaviar: Puttes.
Die Blutwurst gibt es gebraten mit
Kartoffelpüree und „Kompes“
(Sauerkraut) oder geräuchert mit
Senf zum Brot.
Auch das sogenannte „Morre-
Jemöß“ (Kartoffeln mit Möhren
und Zwiebeln untereinander
gekocht) erfreut sich großer
Beliebtheit. Dazu gibt es Rippchen
oder Bratwurst mit Senf.
Aachener Brunnen
 Es finden sich zahlreiche weitere
sehenswerte Brunnen und
Denkmäler im gesamten
Stadtgebiet, so zum Beispiel der
Hühnerdieb auf dem
Hühnermarkt, der Wehrhafte
Schmied an der Jakobstraße, das
Fischpüddelchen am Fischmarkt
und Hotmannspiif an der
Alexanderstraße. Insbesondere
nachts unter Beleuchtung ist die
hohe Fontäne des großen
Brunnens am Europaplatz
besonders auffällig.
Aachener Brunnen
 In der Krämerstraße steht
der Puppen-Brunnen des
Aachener Bildhauers
Bonifatius Stirnberg aus
dem Jahr 1975. Die mit
Gelenken ausgestatteten
Bronzefiguren laden
besonders Kinder zum
Spielen ein. Die Figuren
symbolisieren typische
Figuren des Aachener
Lebens: Domherr,
Marktfrau, Professor,
Reitersmann, Harlekin.
Pferde in Aachen
 Aachen ist bekannt für
große Reitsport-
Veranstaltungen. Hier findet
jährlich der CHIO, das
weltgrößte Turnier für
Springreiten, Dressur und
Wagenfahren, statt.
Pferde in Aachen
 2006 fanden die
Weltreiterspiele (World
Equestrian Games) in
Aachen statt. Das
Stadion in der Soers
fasst über 50.000
Zuschauer
 Aachen ist bekannt für
große Reitsport-
Veranstaltungen.
Aachen / zum goldenen Einhorn
Aachener Straßenbilder
Am Bahnhof
 Neben dem
Hauptbahnhof gibt es die
Bahnhöfe Aachen West
und Aachen-Rothe Erde
sowie die Haltepunkte
Aachen-Schanz und
Eilendorf. Der Schnellzug
Thalys von Köln nach
Paris fährt über Aachen,
Lüttich und Brüssel.