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Der Wald

Waldverteilung in Deutschland

  Waldfläche (ha) Waldflächenanteile (%)


Schleswig-Holstein 162.466 10,3
Niedersachsen (HH / HB) 1.162.522 23,8
Nordrhein-Westfalen 887.550 26,0
Rheinland-Pfalz 835.558 42,1
Saarland 98.458 38,3
Baden-Württemberg 1.362.229 38,1
Mecklenburg-Vorpommern 534.962 23,1
Brandenburg & Berlin 1.071.733 35,3
Thüringen 517.903 32,0
Sachsen 511.578 27,8
Sachsen-Anhalt 492.128 24,1
Hessen 880.257 41,7
Bayern 2.558.461 36,3
Deutschland gesamt 11.075.799 31,02
Baum- und Waldsterben
 Seit dem Ende der 70-er Jahre tritt auf
der Erde ein gehäuftes Absterben von
Waldbäumen auf. Betroffen sind vor
allem viele Bereiche Europas und
Nordamerikas. Das Sterben der Bäume
beginnt mit Schäden an den Blättern
und den Nadeln, die zunächst
vergilben und später dann abfallen. Die
Baumkronen verlichten sich deutlich
mehr und mehr. Die nachfolgenden
Schädigungen betreffen das
Wurzelsystem und die
Bodenorganismen.

 Zum Schluss stirbt auch der Baum


selbst. In vielen Gebieten nimmt das
Waldsterben bereits sehr große Flächen
ein.
Baum- und Waldsterben
 Als Hauptverursacher für das Waldsterben
nimmt man heute verschiedene Umstände
an.
 Der rücksichtslose Umgang des
Menschen mit der Natur verursacht den
sauren Regen.

 Hervorgerufen wird er durch von


Kraftfahrzeugen, Haushalten, Industrie
und Landwirtschaft erzeugten
Stickstoffoxiden, Schwermetallen,
Ammoniak und Ozon.

 Der seit den 70er Jahren immer stärker


zunehmenden Schadstoffbelastung in der
Luft sind schon viele Wälder zum Opfer
gefallen.

 Als weitere Gründe für das Waldsterben


sind aber auch zu nennen: extreme
Witterungsereignisse, waldbauliche Fehler,
Pilze und Bakterien sowie Schadinsekten.
Baum- und Waldsterben
 In Deutschland werden die Schäden durch jährlich
durchgeführte Waldschadenserhebungen festgehalten.
 Dabei teilt man die Schäden in vier verschiedene Schadstufen
ein:

 Stufe 1: Der Nadelverlust und Blattverlust beträgt bis zu 25%.


Stufe 2: Der Nadelverlust und Blattverlust beträgt bis zu 60%.
Stufe 3: Der Nadelverlust und Blattverlust beträgt mehr als 60%.
Stufe 4: Der Baum ist abgestorben und ist gerade dabei
abzusterben.

 Am Ende der 80er Jahre war in Deutschland bereits die Hälfte der
gesamten Waldfläche vom Absterben bedroht (alle vier Stufen
einbezogen). Besonders betroffen waren die Hochlagen und die
Kammlagen von Gebirgen sowie der Alpenrand.

 Zu Beginn des neuen Jahrtausends waren nach einem Bericht des


World Wide Found (WWF) zwei Drittel des weltweiten
Waldbestandes zerstört.

 Auch die Vernichtung und Zerstörung des tropischen Regenwaldes


nimmt mit jährlich 17 Millionen Hektar immer weiter zu.

 In Europa soll der ursprünglich Waldbestand inzwischen um 62%


zurückgegangen sein, und in Südostasien sind bereits 88% der
Wälder zerstört.
Baum- und Waldsterben
 Das in den 80er Jahren befürchtete, sich durch die
damalige Entwicklung abzeichnende, großflächige
Absterben von Wäldern ist – auch in den damaligen
Hauptschadgebieten – nach Investitionen von über
196 Millionen Euro in die Waldsanierung aber
ausgeblieben.
 Die Emissionen an Schwefeldioxid und Stickoxiden
wurden bereits in der „alten“ Bundesrepublik mit
Beginn des 1. Umweltprogramms der
Bundesregierung 1971 durch umfangreiche
Maßnahmen wie das Bundesemissionsschutzgesetz
zur Luftreinhaltung erheblich vermindert.

Nach Angaben der „Schutzgemeinschaft Deutscher
Wald“ liegt der Anteil der deutlich geschädigten
Waldfläche in Deutschland (Schadstufe 2 - 4) im
Jahr 2004 bei 31%. Dies bedeutet eine
Verschlechterung um 8% - Punkte!

 Schadstufe 0: 28% (-3%-Punkte)


Schadstufe 1: 41% (-5%-Punkte)
Schadstufe 2 - 4: 31% (+8%-Punkte)

 Fichte: Deutliche Schäden bei 35% (+8%-Punkte)


Kiefer: Deutliche Schäden bei 17% (+4%-Punkte)
Eiche: Deutliche Schäden bei 45% (+6%-Punkte)
Buche: Deutliche Schäden bei 55% (+25%-Punkte)
Rettet den Wald

 Abgase, saurer Regen, Waldbrände, Lärm und Schädlinge bedrohen das Leben in unseren
Wäldern. Überlege was der Wald für uns Menschen bedeutet!
Unser Wald istErholungsraum für alle – Heimat vieler Pflanzen und Tiere –
Lawinenschutz -
ein wichtiger Luftverbesserer – ein wichtiger Wasserspeicher – Wirtschaftsraum
zur Holznutzung

Merke dir die zehn grünen Gebote!


 Geht verantwortungsvoll mit allen Pflanzen und Tieren um!
 Passt auf, wo ihr hintretet!
 Verhaltet euch im Wald ruhig!
 Macht kein Feuer im Wald!
 Lasst keinen Abfall liegen!
 Beachtet Hinweisschilder!
 Steigt nicht über Kulturzäune!
 Fahrt nicht auf Waldwegen!
 Haltet eure Hunde an der Leine!
 Respektiert den Lebensraum Wald!
Waldpflege entlang von
Bahnlinien
 Auf 1000 km des SBB-Streckennetzes
stossen Gehölze an die Bahn.

 Es ist die Aufgabe des Forstdienstes der


SBB, die unternehmerischen,
forstpolitischen und die Interessen der
Eigentümer in Einklang zu bringen. Die
SBB streben mit der Realisierung des
Konzeptes drei Hauptnutzen an:
 hohe Zuverlässigkeit und Sicherheit für
den Bahnkunden
 hohe Verfügbarkeit der
Bahninfrastruktur
 möglichst optimaler ökologischer Nutzen
durch den regelmässigen Einsatz von
finanziellen Mitteln für die Erhaltung
und Überführung von Waldsäumen,
Waldrändern und die regelmässige
Heckenpflege
Wieviel Fichte nach 100 Jahren?

 Dargestellt werden der


Übersichtlichkeit halber nur
wenige ausgewählte betriebliche
Erfolgsindikatoren mit
Schwerpunkt auf der
Holzproduktion. Wenn Sie
schon immer wissen wollten,
wie die
Baumartenzusammensetzung
nach 100 Jahren Waldumbau
aussieht, liefert Abbildung 1 die
Antwort.
 Betriebliche
Baumartenzusammensetzung
(Vorrat) nach 100 Jahren in den
drei Waldbaukonzepten
simuliert unter aktuellem Klima
Wie wirkt sich das Klima auf den
Zuwachs aus?
 Wird der geleistete Zuwachs
(Derbholz) verglichen, zeigen
sich nur geringe Unterschiede
zwischen den drei
Waldbaukonzepten. Tendenziell
ist das Dauerwaldkonzept MS2
am produktivsten, während es
MS3 leicht abfällt.
 Zuwachsverhalten von drei
Baumarten im Wald-
umbaukonzept unter zwei
Klimaänderungsszenarios C2
und C3 relativ zu den
Ergebnissen unter aktuellem
Klima
Vergleich der Deckungsbeiträge
Vergleich der Deckungsbeiträge
 Die höchsten DB I und II werden erwartungsgemäß unter dem
Dauerwaldkonzept erreicht (116-118 % des
Fichtenaltersklassenkonzeptes), der DBII im Mischwaldszenario
wird durch die sehr konservativ geschätzten Kosten für das
Einbringen der Laubhölzer deutlich gedrückt (86-88 % des
Fichtenaltersklassenkonzeptes). Das Fichten-
Altersklassenkonzept baut wegen der starken
Borkenkäferschäden insbesondere unter den
Klimaänderungsszenarios Vermögen ab, das Umbauszenario
MS3 hauptsächlich wegen der schlechter bewerteten
Laubholzanteile. Nur im Dauerwaldkonzept erhöht sich der Wert
des stehenden Vorrats trotz ebenfalls starker Käferschäden. Wird
der DBI mit dem Preisszenario B berechnet, verringert sich der
Unterschied zwischen dem Fichten-Alterskassenkonzept und
dem Mischwaldkonzept von 42 Euro/ha•Jahr auf 30
Euro/ha•Jahr.
Holzenergie in der Schweiz: Entwicklung,
Stand und Potenzial


Endenergieverbrauch in der Schweiz 1910–2008 nach
Energieträgern in Terajoule.

 Um 1910 deckte Holz rund 15% des


Energiebedarfes der Schweiz. Nach einem
Tiefpunkt der genutzten Menge in den ersten Jahren
des Krieges (der allerdings auch durch statistische
Probleme verursacht sein könnte) stieg der Anteil
mit der Kohleverknappung um das Ende des Ersten
Weltkriegs zeitweise auf über 20%. Die Nutzung
erreichte in der ersten Hälfte der 30er Jahre ein
Maximum und sank darauf ganz langsam bis 1939.
Bis zu diesem Zeitpunkt wurde rund die Hälfte des
in den Wäldern geschlagenen Holzes als Brennholz
genutzt.
Holznutzung in der Schweiz 2008

 Fokussiert man den


Energieholzmarkt, d.h. alle
Sortimente vom Wald- über
das Rest- bis zum Altholz,
steht der heutigen
Jahresnutzung von rund 4
Millionen Kubikmetern
Energieholz ein kurz- bis
mittelfristig verfügbares,
zusätzliches Potenzial von
weiteren 2,8 Millionen
Kubikmetern gegenüber. Das
theoretische Zusatz-Potenzial
liegt gar bei knapp 5
Millionen Kubikmetern