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Erste elektr(on)ische

Musikinstrumente
Denis D´Or

1748 Denis D´Or „Goldener Dionysius“, „Goldener Diwisch“, Tschechien

Václav Prokop Diviš (1698 – 1765) - Priester, Wissenschaftler, Erfinder und Musiker.

...Ein Tasteninstrument mit einem Pedale, welches das damalige Zeitbestreben im Gebiet
des Instrumentenbaues fast bis zur Karikatur darstellt. Dasselbe war 1,57 Meter lang und
0,95 Meter breit und hatte einen Bezug von 790 Saiten, die in höchsten Dreiviertelstunden
gestimmt werden konnten. Dies Instrument gestattete 130 Veränderungen, worunter die
Klänge fast aller bekannten Saiten- und Blasinstrumente vertreten waren <...> Mendel
Musikalisches Lexikon, 1873, 110
Clavecin Électrique
1759 Paris, Frankreich

Jean-Baptiste Delaborde (1730 - 1771) - Theologe


und Erfinder.
Ein elektrostatisch angetriebenes Glokenspiel: bei
Tastendruck wurde ein Kontakt zum
Ladungsspeicher geschlossen, daraufhin sollte eine
der Glocken aufladen und den Köppel elektrostatisch
anziehen.
Clavecin Magnetique

1785 Montpelier, Frankreich

Abbé Bertholon de Saint-Lazare (1741–1800) Priester, Mathematiker und


Naturwissenschaftler.
Buch ‘Du Clavecin magnétique – extrait de La nature considérée sous ses différents
aspects, ou Journal d’histoire naturelle´ 1779

Inspiriert von ‘Clavecin Électrique’ bei Jean-Baptiste Delaborde (1759) und Louis
Bertrand Castel’s ‘Clavecin Ocular’ (‘Colour Organ’ (1725)).
Elektromechanisches Klavier
1867, Schweiz

Matthäus Hipp (1813 - 1893) - Uhrmacher und Erfinder (Bahnsignale, elektrische


Pendeluhren sowie der Hipp’sche Bandchronograf und das Hippsche Chronoskop).Genaue
Funktionsweise ist nicht bekannt.
Eine Möglichkeit: die Klaviatur des elektromechanischen Klaviers aktivierte einige
Elektromagneten, die wiederum kleine Stromgeneratoren in Gang setzen, die daraufhin
Klänge erzeugten.
Eine andere Möglichkeit ist, Hipperweitertere Mechanismus des Hipp’schen Chronoskops,
indem er Metallzungen oder -zinken durch Anlegen einer Stromspannung zum Vibrieren
und somit zum Klingen brachte. Durch Spannungsänderungen über die Klaviatur hätte es
gelingen können, verschiedene Frequenzen zu erzeugen.
Elektromagnetische Dauerton-Klaviere

1886, Berlin: erste Patent Dr.Richard Eisenmann

1893 zweite Patent. `elektronisches /elektronisches Klavier`

elektromechanische Unterbrecher erzeugten tonfrequente Wechselströme, die die Saiten


nach Tastenanschlag dauernd erregen sollten
oder
mit Wechselstrom erregten kleine Hämmern schlugen die Saiten permanent an.
Neo-Bechstein
Auch Bechstein-Siemens-Nernst-Flügel, 1932

Die Saiten wurden mit Mikrohämmern


angeschlagen und die Schwingungen induktiv mit
Tonabnehmern aufgenommen, mit einem
Röhrenverstärker verstärkt (und hinsichtlich
Klangfarbe über Resonanzkreise beeinflusst) und
über Lautsprecher wiedergegeben.