Sie sind auf Seite 1von 62

Zahnbruchsicherheit

Nachzuprüfen: Zahnbruchsicherheit
gegen Dauerbruch am Zahnfuß für ein
schrägverzahntes Zylinderradpaar

Quellen: Univ. Prof. Dipl.-Ing. Dr.-Ing. Weigand, Michael: Maschinenelemente.


Skriptum. 1.Auflage. TU Wien
TU Wien; 1.Auflage
Univ. Prof. Dipl.-Ing. Dr.-Ing. Weigand, Michael: Folien.
Handout_Verzahnung_
und_Getriebe_1(bis7)_MEL_307_061_2008_WS.TUWien: Jänner 2009
Zahnräder und Getriebe
Definition:
-Zahnrad: Grundkörper mit aufgesetzten
Zähnen
-Getriebe: Radersatz (Ritzel und Rad)

Zweck: Zwangsläufige Drehzahl- und


Drehmomentenübertragung
zweier Wellen
Grundkörperform
Zylinder
  0 (Neigungswinkel)

a  0 (Normalabstand)

Stirnräder
Zylinderschnecken

a  
Zahnstange
Globoid

a  0
Schneckenräder
Kegel

  0
a  0
Kegelräder

  90
Scheibe als Grundkörper
des Planrades
Hyperboloid

a  0
Schraubengetriebe
Zahnradpaarungen:
Gleichförmige Übertragung:
- Grundkörper der Räder =
Rotationskörper
- ihre Achsen fallen mit den
Drehachsen der sie
tragenden Wellen/Achsen
zusammen
Verzahnung

Kegelräder: a) Geradverzahnung
b) Schrägverzahnung
c) Bogen- (Spiral-) Verzahnung
Stirnräder : a) Geradverzahnung
b) Schrägverzahnung
c) Doppelschrägverzahnung
d) Innenrad
e) Pfeilverzahnung
Getriebe

a) Zylinder- oder Stirnradgetriebe


b) Kegelstirnradgetriebe
c, d) Schneckenstirnradgetriebe
Verzahnungsqualität
(DIN) 6
-> geschliffen

vgl. VII 13

Übersetzung: u  an

 ab

952
u   4 ,7 6  1
200

u > 1 : Übersetzung ins Langsame


u < 1 : Übersetzung ins Schnelle
u m ax = 6 bis 8 : 1-stufige Zylinderradgetriebe
Übersetzungsverhältnis nicht ganzzahlig, ansonst
immer dieselben Zähne miteinander im Eingriff.
Geometrische Daten
Teilung
d 
p 
z

Bei nicht geraden Zähnen


unterscheidet man zwischen
Normalteilung p n , Stirnteilung p t
(und Achsteilung)
pn
pt 
cos
Modul
p  m z d
m 
z
Typische geometrische
Verzahnungskennziffer
z.B.: Kopf- und Fußhöhe als
Vielfache des Moduls
angegeben

Bei nicht geraden Zähnen


unterscheidet man wieder
zwischen Normalmodul,
Stirnmodul (und Achsmodul)
Erstes Verzahnungsgesetz:

2 R
 w1 Die Winkelgeschwindigkeiten zweier Zahnräder

1
Verhalten sich umgekehrt wie die Wälzkreishalbmesser.
R w 2

n
mit: d  m z  
30

n2 z1
folgt:  u 
n1 z2
Zähnezahl des Rades:

z 2  z1u  1 1 9
m n
Stirnmodul: m t   6 ,3 8 5
cos
Wälzkreisdurchmesser:
d 1  m t z 1  1 5 9 ,6 m m
d 2  m t z 2  7 5 9 ,8 m m
Kopfkreisdurchmesser:
d a1  d1  2  mn  171,6 mm ra1  85,8 mm
d a 2  d 2  2  mn  771,8 mm ra 2  385,9 mm
ta n  n
Eingriffswinkel im Stirnschnitt:  t  a rc ta n ( )  2 1 ,1 7 
cos
Grundkreisdurchmesser:
d b1  d1  cos  t  148,8 mm rb1  74,4 mm
d b 2  d 2  cos  t  708,5 mm rb 2  354,25 mm
Winkelgeschwindigkeiten:
n 1 1
1   9 9 ,6 9
30 s
n 2 1
2   2 0 ,9 4
30 s
Umfanggeschwindigkeit:
d d m
v  1
1  2
 2  7 ,9 6
2 2 s
Grenzwerte für die Umfanggeschwindigkeit bei Geradverzahnung:
m
Qualität 6: u m a x  20
s
-> Schrägverzahnung lässt höhere Geschwindigkeiten zu (leiser)
ist daher hier nicht unbedingt erforderlich
Schmierung:

-> Öltauchschmierung ausreichend


-> Qualität 6 zulässig
vgl. VII14
Schmierungsarten:
Fettschmierung:
- Auftragsschmierung
- Sprühschmierung
- Tauchschmierung mit Fließfett als Lebensdauerschmierung
Öltauchschmierung:
Vorteile: einfaches, sicheres, kostengünstiges Schmiersystem
Nachteile: begrenztes Ölvolumen (Alterung),
keine Rückkühl- und Filtermöglichkeit
Eintauchtiefe: v < 5 m/s …..3m bis 6m (m…Modul)
v >12 m/s…..1m bis 3m
Ölmenge: ca 5 bis 6 l je Verlust kW
Öleinspritzschmierung:
keine Planschverluste,
Öl kann im Kreislauf gefiltert, gekühlt und überwacht werden,
Ölmenge nach abzuführender Wärme dosierbar
mehrere Aggregate versorgbar
Ermittlung der auftretenden Spannung
• Zahnfußtragfähigkeit

2  TN
Ftges   K A  KV  K F  K F
d1
Ftges
Ftges …. Tatsächlich wirkende Umfangskraft,
Am Ritzel und Rad gleich groß! d1
d1 …. Wälzkreisdurchmesser am Ritzel; 159,6 mm
TN
2  TN
Ftges   K A  KV  K F  K F
d1
TN …. Nenndrehmoment

P P [P] = kW
T bzw. T  9550 [n] = U/min
 n
[T] = Nm

520000 W
Ritzel: TRitzel  1
 5216 Nm
99,69 s
2  TN
Ftges   K A  KV  K F  K F
d1

KA …. Anwendungsfaktor, siehe Blatt VII/018; 1 lt. Angabe


2  TN
Ftges   K A  KV  K F  K F
d1

KV …. Dynamikfaktor,
Verhältnis der auf den Zahn wirkenden Maximalkraft
zur Zahnkraft einer fehlerfreien Verzahnung unter stat.
Bedingungen
siehe Blatt VII/018

Gültigkeit der Diagramme bei allen Zahnrädern falls

v  z1 7,96  25
3  1,99
100 100
Andernfalls ist eine genaue Rechnung nach Norm erforderlich!
~ 1,05
2  TN
Ftges   K A  KV  K F  K F
d1

K F …. Lastaufteilungsfaktor
berücksichtigt die Auswirkungen ungleichmäßiger
Kraftaufteilung mehrerer im Eingriff befindlicher
Zahnpaare auf die Zahnfußspannung
siehe S. 102; 1 lt. Angabe

K F …. Breitenfaktor
berücksichtigt die Auswirkungen ungleichmäßiger
Lastverteilung über die Zahnbreite
siehe S. 101; 1,2 lt. Angabe
2  5216 Nm
Ftges  1 1,05 1 1,2  82360 N
0,1596 m
Auftretende Zahnfußspannung
Max. auftretende Zahnfußspannung bei
Dauerfestigkeit

Ftges
F   YFs  Y  Y siehe S. 105
b  mn

YFs …. Kopffaktor, berücksichtigt die Form des


Zahnkopfes- Kerbwirkung!
siehe Blatt VII/020
Ersatzzähnezahl
z1 25
z1n    30,13
cos  cos 20
3 3

z2 119
z2n    143,4
cos  cos 20
3 3
~ 4,4
~ 4,34
YFs , Ritzel  4,4

YFs , Rad  4,34


Ftges
F   YFs  Y  Y
b  mn

Y …. Überdeckungsfaktor, bewirkt
Umrechnung auf den äußeren
Einzeleingriffspunkt B
Ftges
F   YFs  Y  Y
b  mn

Y …. Schrägungsfaktor, bei
Schrägverzahnung da die Berührlinien
schräg über die Zahnflanken laufen
Geradverzahntes Ersatzstirnrad rechnen
Umrechnung auf wirkliche Verhältnisse

Y  Y …. siehe Blatt VII/024


ra1  rb1  ra 2  rb 2  (rb1  rb 2 )  tan  t
2 2 2 2

 
pt  cos  t

pt  mt   …. Stirnteilung

pt  6,385    20,06
t …. Eingriffswinkel im Stirnschnitt

85,82  74,4 2  385,9 2  354,252  (74,4  354,25)  tan 21,17


 
20,06  cos 21,17

   1,59
~ 0,56
Ftges
F   YFs  Y  Y
b  mn

82360 N N
 F , Ritzel   4,4  0,56  338
100 mm  6 mm mm 2

82360 N N
 F , Rad   4,34  0,56  334
100 mm  6 mm mm 2
Vergleichen der auftretenden Spannung mit
der zulässigen
Zulässige Zahnfußspannung:
 FE
 FP   YrelT  YRrelT  YX  YNT
S F min

 FE …. zulässige Spannung am Zahnfuß des Prüfrades


siehe Blatt VII/017

Ritzel härter als Rad! Achtung: HB ≠ HV


Rad

Ritzel
N
 FE , Ritzel  610 2
mm
N
 FE , Rad  520
mm 2
 FE
 FP   YrelT  YRrelT  YX  YNT
S F min

YrelT …. relative Stützziffer


siehe Blatt VII/022
YSa …. Spannungskorrekturfaktor
siehe Blatt VII/020
~ 1,96

~ 1,68
YSa , Ritzel  1,68

YSa , Rad  1,96


~ 1,01
~ 0,99
YrelT , Ritzel  0,99

YrelT , Rad  1,01


 FE
 FP   YrelT  YRrelT  YX  YNT
S F min

YRrelT …. relativer Oberflächenfaktor


siehe Blatt VII/022
~1
YRrelT  1

 FE
 FP   YrelT  YRrelT  YX  YNT
S F min

YX …. relativer Größenfaktor
siehe Blatt VII/023
~ 0,99
YX  0,99

 FE
 FP   YrelT  YRrelT  YX  YNT
S F min

YNT …. Wöhlerfaktor
siehe Blatt VII/023
1

YNT  1
Zulässige Zahnfußspannung ohne Sicherheit:

 FP   FE  YrelT  YRrelT  YX  YNT

N
 FP , Ritzel  610  0,99 1 0,99 1  598
mm 2
N
 FP , Rad  520 1,011 0,99 1  520
mm 2
Sicherheit gegen Zahnbruch
 zul
S
 vorh

598
S F , Ritzel   1,77
338
520
S F , Rad   1,56
334
Zahndauerbruch- Mindestsicherheit
S F min  1,4 bis 3
siehe S. 105