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 Literaturepoche der Moderne

Max Frisch– Biographie

 Inhalt und Interpretation des Werkes

 Schlussfolgerung
Literaturepoche der Moderne

Die Literaturepoche der Moderne dauert von 1880 bis 1920

Merkmale der Epoche:


große technische und wissenschaftliche Fortschritten
Industrialisierung
die religiösen Vorstellungen lösen sich
Vorstellung eines autonomen Menschen mit Verstand
Individualität und Subjektivität
Themen und Stilmitteln

Individualität und Subjektivität sind in dieser Epoche von großer


Bedeutung. Wichtige Motive in der Moderne sind auch Tod, Verfall,
Ungerechtigkeit, Dekadenz und das komplexe Innenleben des Individuums.

 Die Hauptfiguren haben oft einen veralteten Sicht auf Probleme und
scheitern an ihrer eigenen eingeschränkten Weltsicht

 Stilistische Freiheit ist wichtiger Merkmal der modernen Literaturepoche.


Man testete als Autor die sprachlichen Grenzen aus und nutzte
auch ungewöhnliche sprachliche Stilmittel. Die Autoren pflegten nicht mehr
eine gemeinsame Sprachform, sondern entwickelten eigenständige
sprachliche Mittel für ihre Werke.
Prägende Vertreter
Prägende Vertrater der Moderne waren:
• Hermann Hesse
• Rainer Maria Rilke
• Erich Kästner
• Thomas Mann
• Franz Kafka
• Arthur Schnitzler
• Berthold Brecht
• Siegfried Lenz
• Heinrich Böll
• Günter Grass
• Friedrich Dürrenmatt
• Max Frisch
Max Frisch – Biographie
 Max Frisch ist einer der bekanntesten
deutschsprachigen Schriftsteller und gilt als
wichtigster Vertreter der deutschsprachigen
Literatur in der Schweiz nach dem Zweiten
Weltkrieg.
Er arbeitete einige Jahre sowohl als Architekt als
auch als Schriftsteller.
Er lebte in verschiedenen Orten und unternahm
seit 1946 zahlreiche Reisen durch Europa und die
GEBOREN
USA und besuchte auch China.
am 15. Mai 1911 in Zürich
Mitglied verschiedener deutscher Sprach- und
Kunstakademien und erhielt seit 1938 zahlreiche GESTORBEN
Preise und Auszeichnungen. am 4. April 1991 im Alter von
Hauptthema seiner Werke ist meist das Problem 79 Jahren in Zürich
der Identitätsfindung.
Max Frisch – Biographie

Neben Theaterstücken und Romanen


veröffentlichte er Hörspiele und Erzählungen
sowie zwei literarische Tagebücher.

Seine bekannten Werke sind:


Stiller
Homo Faber GEBOREN
am 15. Mai 1911 in Zürich
Sein Name sei Gantenbein
Andorra
GESTORBEN
Biedermann
am 4. April 1991 im Alter von
Brandstifter 79 Jahren in Zürich
Buchvorstellung

Werk Homo Faber. Ein Bericht


Schriftsteller ●Max Frisch

Literaturepoche Moderne

Erscheinungsjahr • 1957
Aufbau – 2 • 1 Station
Stationen • 2 Station
Buchvorstellung

Erzählperspektive: ICH Form - alles, was in dem Roman erzählt wird, ist aus
der Sicht der Hauptfigur berichtet

Zeitsprünge - drei Zeitebene - nicht in chronologischer Reihenfolge


geschrieben

Präzise Zeit und Ortsangaben

Fachsprachige Termine und statistische Daten

schmückende Attribute fehlen

 Anglizismen
Hanna Piper (Landsberg) Joachim Hencke
Jugendfreund

Geliebte
Tochter und Mutter

Tochter und Geliebte


Bruder
Elisabeth Piper Walter Faber

Bekanntschaft
Geliebte
im Flugzeug

Ivy Herbert Hencke


Inhalt
1. Station:

 Walter ist auf der Dienstreise nach Venezuela und trifft im Flugzeug den
Bruder seines alten Freundes Joachim
 Motorschaden am Flugzeug und Notlandung in der Wüste für 4 Tage
 Faber erfährt, dass Joachim Hanna geheiratet hat, seine Jugendliebe, und
sie haben eine Tochter
 Faber ändert seine Dienstreise und fährt mit Herbert nach Guatemala, um
Joachim auf seiner Tabakplantage zu besuchen
 Joachim hat sich erhängt, Herbert bleibt auf der Tabakplantage
 Auf der Reise denkt Faber immer wieder an Hanna
Inhalt
1. Station:
 Faber kehrt nach New York zurück und trennt sich von seiner Ivy
 Er bucht eine Schiffsreise nach Europa und auf dem Schiff trifft er ein junges
Mädchen namens Elisabeth
 Sie verbringen viel Zeit miteinander auf dem Schiff
 Sie treffen sich in Paris wieder und dann reisen sie gemeinsam durch
Frankreich und Italien
Faber erfährt, dass Sabeth Tochter von Hanna ist
Sabeth wurde von einer Schlange gebissen und Faber brachte sie nach Athen
ins Krankenhaus
Im Krankenhaus trifft Faber Hanna
Sabeth stirbt an Schädelfraktur
Inhalt
2. Station:

 Faber liegt im Krankenhaus wegen Magenschmerzen und denkt an die vergangenen 6


Wochen :
Reise nach New York,
Besuch in Guatemala bei Herbert
Reise wegen Montage nach Caracas, aber erfolglos wegen Magenschmerzen
Aufenthalt in Kuba -> seine Veränderung
Besuch bei der Firma Henke
Reise mit dem Zug nach Zürich und Rückflug nach Athen
Aufenthalt im Krankenhaus wegen Operation

 Ärzte holen Faber zur Operation, es bleibt offen, ob er überlebt oder stirbt
Analyse

 Der Roman behandelt die Themen: Technik, Natur, Kunst, Beziehungen zwischen


Männer und Frauen, Schicksal, Zufall, Tod und Selbstfindung.

 Homo Faber bezeichnet den technischen Menschen, für den Tatsachen mehr
zählen als Emotionen.

Walter Faber glaubt nicht ans Schicksal oder an Gefühle, er ist ein Rationalist.

Er plant sein Leben bis ins Detail und er fühlt sich nur dann wohl, wenn ihm alles
untergeordnet ist. Erst im Laufe des Romans findet Walter Faber heraus, dass
dieses Ideal unmöglich zu erreichen ist.
Analyse

 Walter Faber glaubt, dass seine eigenen Entscheidungen Einfluss darauf haben,
was mit ihm passiert und dass er sein Leben im Griff hat.  

Walter Faber ist Techniker. Seine Welt besteht aus Fakten und Dingen, die er
berechnen kann.  Für Faber ist die Technik nicht ein Beruf, sondern eine Art, die
Welt zu sehen, zu begreifen.

Er glaubt, die Dinge klarer zu sehen als andere Menschen.

 Als Techniker ist er gewohnt, Dinge unter Kontrolle zu haben oder zu bringen,
und aus diesem Grund hasst er alles, was er nicht kontrollieren kann. 
Analyse

" Ich bin Techniker und gewohnt, die Dinge zu sehen, wie sie sind."

"Ich glaube nicht an Fügung und Schicksal, als Techniker bin ich gewohnt
mit den Formeln der Wahrscheinlichkeit zu rechnen."

"Was heißt Schicksal? Es ist lächerlich, Schicksal abzuleiten aus mechanisch-


physiologischen Zufällen, es ist eines modernen Menschen nicht würdig."

„Der Mensch als Beherrscher der Natur, und wer dagegen redet,
der soll auch keine Brücke benutzen, die nicht die Natur gebaut hat.
Dann müsste man schon konsequent sein und jeden Eingriff ablehnen, das heißt:
sterben an jeder Blinddarmentzündung.
Weil Schicksal! Dann auch keine Glühbirne, keinen Motor,
keine Atomenergie, keine Rechenmaschine, keine Narkose – dann los in den Dschungel!“
Analyse

 Kunst, Natur und Gefühle interessieren ihn nicht.

„Ich sehe alles, wovon sie reden, sehr genau; ich bin ja nicht blind. Ich sehe den
Mond über der Wüste von Tamaulipas – klarer als je, mag sein, aber eine
errechenbare Masse, die um unseren Planeten kreist, eine Sache der Gravitation,
interessant, aber wieso ein Erlebnis?“

„Manchmal ging er mir auf die Nerven wie alle Künstler, die sich für
höhere oder tiefere Wesen halten, bloß weil sie nicht wissen, was
Elektrizität ist.“
Analyse

 Er mag Kontakt mit anderen Menschen nicht und kann lange mit denen nicht
aushalten. Umgang mit seinen Mitmenschen fällt Faber überhaupt sehr schwer.

 Seine Kontakte sind meist nur oberflächlicher Natur. Er hat kein Interesse daran,
die Menschen genauer kennenzulernen.

 Zu viel Nähe bedeutet für ihn Kontrollverlust und so hat er Schwierigkeiten


damit, feste emotionale Bindungen einzugehen. 

" In der Toilette überlegte ich mir, ob ich mich nicht anderswohin setzen könnte, ich
hatte einfach kein Bedürfnis, diesen Herrn näher kennenzulernen..."

„Ich schätzte das Schach, weil man stundenlang nicht zu reden braucht. Man
braucht nicht einmal zu hören, wenn der andere redet. Man blickt auf das Brett,
und es ist keineswegs unhöflich, wenn man kein Bedürfnis nach persönlicher
Bekanntschaft zeigt..."
Analyse

 Die Frauen empfindet er als zu emotional und irrational. Er sieht alles Weibliche
als negativ an und bezeichnet die Frauen als hysterisch, ängstlich und mystisch.

 Walter Faber verschließt sich vor Gefühlen und Emotionen, denn für ihn würde
das bedeuten Schwäche zu zeigen.

„Wenn ich Ivy umarme und dabei denke: Ich sollte meine Filme entwickeln lassen,
Williams anrufen!“

„Ivy heißt für mich Efeu und so heißen für mich eigentlich alle Frauen“

Obwohl Faber viele Frauen in seinem Leben kennen gelernt hat, bleibt Hanna für
ihn die Einzige, die er wirklich liebte.

„Nur mit Hanna ist es nie absurd gewesen.“


Schlussfolgerung
Homo Faber ist ein Roman, der von dem Schriftsteller Max Frisch geschrieben ist.
Der Titel “Homo Faber” charakterisiert den modernen Mensch, der praktisch und
vernünftig ist. 

Er erzählt von dem Ingenieur Walter Faber. Fabers Weltbild ist bestimmt durch


seinen Glauben an die Technik, an die Vernunft und an Rationalität. 

Zu Beginn des Romans glaubt Faber nur in Technik, Logik, Mathematik und
Statistik. Er interessiert sich nicht für Kunst und besucht keine Museen. Im Laufe
des Romans ändert sich seine Vorstellung von dem Leben und er erfährt, dass für
das Leben Technik, Arbeit und Vernunft nicht genug sind.
Max Frisch möchte mit diesem Roman, dass wir verstehen, dass das Leben
kompliziert ist. Er zeigt, dass sich nicht alles rational lösen lässt und dass wir
andere Menschen brauchen um glücklich zu sein. Dieser Roman lehrt uns, das
Leben zu schätzen, unsere Fehler zu akzeptieren und aus der Vergangenheit zu
lernen.
Quiz
Wie heißt der Schriftsteller von „Homo Faber“?
a) Max Frisch
b) Walter Faber
c) Joachim Hencke

Wo hat Faber seine Tochter kennen gelernt?


a) Im Flugzeug
b) Auf dem Schiff
c) Im Zug

Wie nennt Faber seine Tochter?


a) Elisabeth
b) Sabeth
c) Bethy
Quiz
Was ist Walter Faber von Beruf?
a) Ingenieur
b) Künstler
c) Architekt

An was stirbt die Tochter von Homo Faber?


a) Schlangenbiss
b) Magenkrebs
c) Schädelfraktur

Mit welchem Satz endet das Buch?


a) Sie bleiben
b) Sie gehen
c) Sie kommen