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Wärmelehre.

18/09/21 Wärmelehre 1 |
Wärmelehre.
Grundgrößen.

Temperatur (T)
 Einheit: 1Kelvin = 1K oder
Grad Celsius = °C
 Umrechnung: K = 273 + °C
 Die Temperatur ist der
Wärmezustand eines Körpers und
ein Maß der Bewegung der
Moleküle seines Stoffes.
 Je mehr die Moleküle in Bewegung
sind desto höher ist die Temperatur
des Körpers.
Brownsche Molekularbewegung:
 Wenn keine Bewegung der kleine Goldteilchen (ca. 40 nm) in
Moleküle vorliegt spricht man von wässriger Lösung.
absoluten Nullpunkt = 0 ° K.

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Grundgrößen.

Temperatur (T)
 Temperaturveränderungen können zur
Änderung des Aggregatzustandes (fest
– flüssig – gasförmig) führen
 Der Eispunkt des Wassers liegt bei 0°C
oder 273 K.
 Der Siedepunkt des Wassers bei
normalem Druck ist bei 100°C oder
373 K.
 Die tiefste Temperatur, die möglich ist,
beträgt -273°C oder 0 K.

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Begriffe.

Temperaturveränderung
 Alle Körper dehnen sich bei Erwärmung aus
und schrumpfen beim Erkalten.
 Wasser jedoch hat bei 4 °C = 277 °K seine
größte Dichte . Man spricht von der Anomalie
von Wasser. Denn es dehnt sich bei
Erwärmung über 4°C, als auch bei der
Abkühlung unter 4 °C aus !
 Wird die Volumenänderung beim Erwärmen
oder Abkühlen behindert, enstehen große Eisdecken bilden sich oberhalb
Kräfte, die zur Zerstörung eines Bauteiles des Wasserspiegels
führen können.
 Leitungen und Behälter müssen vor Einfrieren
geschützt werden.

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Grundbegriffe.

Wärmeausdehnung
 Die Wärmeausdehnung eines Stoffes
wird durch den
Längenausdehnungsquotient a
gekennzeichnet (die auf die
Anfangslänge bezogene
Längenänderung pro l Kelvin).
 Werkstoffkennwerte: Stahl 0,000012,
Beton 0,000012.
 Beispiel: 1 m Stahlrohr wird von 0° C auf 100° C erwärmt. Die
Längenzunahme beträgt 1,2 mm (Ausgangslänge mal
Längenausdehnungsquotient mal Temperaturdifferenz).
 Die Wärmedehnung von Rohrleitungen und Behältern ist bei der Lagerung
und Halterung zu berücksichtigen.

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Grundbegriffe.

Wärmemenge (Q)
 Einheit : 1 J = 1 Joule = 1 Nm
 Wärme ist eine Energieform. Wärme und Arbeit sind gleich.
 Um 1 Liter Wasser um 1 °C oder 1 K zu erwärmen ist eine
Wärmemenge von 4,186 kJ oder 1 kcal (alte Einheit)
erforderlich.

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Grundbegriffe.

Wärmeübertragung
 Wärmeübertragung erfordert eine Temperaturdifferenz und erfolgt durch:
 Wärmeleitung (im Stoff selbst)
 Konvektion (Mitführen von Wärme) und
 Wärmestrahlung (elektromagnetische Wellen)

 An jeder Grenzfläche zwischen verschiedenen temperierten Körpern ist eine


Wärmeübertragung in den angegebenen drei Formen möglich.

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Grundbegriffe.

Wärmeleitung (Festkörper und Fluide)


 Die Wärmeleitung ist diejenige Art der Wärmeübertragung, bei der die
Wärmeenergie nur zwischen unmittelbar benachbarten Teilchen (Molekülen)
in festen oder unbewegten flüssigen und gasförmigen Stoffen übergeht. Die
Moleküle an wärmeren Orten übertragen dabei ihre höhere Geschwindigkeit
durch Stöße auf die sich langsamer bewegenden Nachbarmoleküle an
kälteren Stellen.
 Wärmeleitung setzt örtliche Unterschiede in der Molekülenergie voraus,
welche einem Temperaturgefälle entsprechen. Die Wärmeleitung führt zum
Ausgleich dieses Gefälles.
 Für jeden Stoff ergibt sich mit der Wärmeleitzahl  [W/m K] ein spezifischer
Widerstand gegen die Wärmeleitung.

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Grundbegriffe.

Wärmeleitung - Wärmeleitzahlen
Stoff  Wärmeleitfähigkeit λ [W / (m · K)]  
Stahl niedrig legiert 42
Edelstahl V2A 15
Kupfer 350 – 370
Beton 2,1
Holz 0,13 - 0,18
Glaswolle 0,04 - 0,05
Polyurethandämmstoffe 0,024 - 0,035
Wolle 0,035
Luft 0,0261
Wasser 0,58

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Grundbegriffe.

Wärmeleitung durch eine ebene Wand

Temperatur 
 Der lineare Temperaturverlauf gilt für den
stationären Zustand.
 Q = A * ( / d) * (1 - 2)
mit Q = Wärmestrom [W] = [J/s] Q
A = Wärmeübertragungsfläche
1
 = Wärmeleitzahl [W/m K]
d = Wandstärke, Rohrdicke
 = Temperatur 2
A
 Diese Gleichung gilt für Wärmeleitung in ebenen
und hinreichend genau für dünnwandige Rohre.

Wandstärke d

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Grundbegriffe.

Konvektion (nur Fluide)


 Erfolgt der Wärmeübergang an der Berührungsfläche zwischen einem
Festkörper und einem Fluid durch gleichzeitigen Stofftransport, so spricht
man von Konvektion (z. B. Transport von Wärme mit warmer Luft, heißem
Wasser, Dampf).
 Bei höherer Temperatur des Fluides geben die in Wandnähe befindlichen
Flüssigkeits- oder Gasmoleküle Wärme an die Wand ab, der Brownsche
Bewegungszustand nimmt bei den Fluidmolekülen ab und bei den
Wandmolekülen zu. Durch die Strömung des Fluides an der Wand, werden
die abgekühlten Moleküle wegtransportiert, andere Moleküle treten an Ihre
Stelle.

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Grundbegriffe.

Temperatur 
Wärmeübergang von Fluiden auf Festkörper
 Der Wärmeübergang von strömenden Heizgasen oder
Flüssigkeiten auf eine Wand erfolgt durch Konvektion
(Wärmeabgabe vom Fluid an den Festkörper) und
Wärmeleitung (innerhalb des Fluides).
 Der Wärmeübergang wird durch folgende Faktoren 1
beeinflußt, die in der Wärmeübergangszahl  [W/m2 K]
berücksichtigt sind:
2

Fluid
 Strömungsgeschwindigkeit, Strömungsverhältnisse
(laminar, turbulent)
 Dichte, Viskosität, Wärmekapazität, A
Q
Wärmeleitfähigkeit des Fluides
 Oberflächenbeschaffenheit des Festkörpers (Rauh,
Wandstärke d
glatt, Form, Struktur).

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Grundbegriffe.

Temperatur 
Wärmeübergang von Fluiden auf Festkörper
 Die Wärmeaustauschmenge zwischen der Wand und
dem heißen strömenden Medium ergibt sich zu:
Q = A *  * (1 - 2)
Q = Wärmestrom [W] = [J/s]
A = Fläche 1
 = Wärmeübergangszahl [W/m2 K]
 = Temperatur [K] 2

Fluid
Q A

Wandstärke d

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Temperatur 
Grundbegriffe.

Wärmedurchgang
 Der Wärmedurchgang ist die Wärmeübertragung
von einem Fluid durch eine Trennwand an ein
zweites Fluid. Q
 Der Wärmedurchgang erfolgt bei der technischen 1
Anwendung der Wärmetauscher, Vorwärmer und

Fluid 2
Kondensatoren sowie Dampfkessel. Der Wärme-
strom wird mit der Wärmedurchgangszahl berech- 2

Fluid 1
net, die sich aus den Wärmeübergangszahlen
sowie der Wärmeleitfähigkeit ergibt: 3
Q = A k (1 - 2) 4
Q = Wärmestrom [W] = [J/s]
k = Wärmedurchgangszahl [W/m2 K] A
 = Temperatur
Wandstärke d

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Grundbegriffe.

Wärmestrahlung (Oberflächen)
 Wärmestrahlung ist der Transport von Wärme durch langwellige Strahlen von
einem heißen Stoff in die kühlere Umgebung. Sie wird in hohem Maße z.B. in
Flammen oder an heißen Brennkammerwänden erzeugt (z.B. im Feuerraum
der Dampfkessel). Da Wärmestrahlung sehr hohe Wärmeströme ermöglicht,
sind die durch Wärmestrahlung beheizten Kesselheizflächen thermisch hoch
belastet.
 Wärmestrahlung ist abschirmbar.
 Dunkle und rauhe Körper absorbieren besser die Wärmestrahlung als helle
und glatte.

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Grundbegriffe.

Enthalpie
 Einheit: 1 J = 1 Joule = 1 Nm
 Die Enthalpie ist der Wärmeinhalt eines Stoffes. Unter spezifischen Enthalpie
versteht man die dabei die auf 1 kg oder 1m3 i.N. (Normalzustand) eines
Stoffes bezogene Enthalpie
J / kg bzw. J/m3 i.N. bzw. deren Vielfache oder Teile.

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Grundbegriffe.

Wärmekapazität (c)
 Einheit: = J/ kg K
 Unter der spezifischen Wärmekapazität (c) versteht man die Wärmemenge,
die notwendig ist, um 1 kg eines Stoffes um 1 K = 1°C zu erwärmen

c = zugeführte Wärmemenge / Masse *  Temperatur

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