Sie sind auf Seite 1von 34

Inklusion an außerschulischen Lernorten:

Museen
Außerschulische Lernorte

Lernort
„Außerschulische Lernorte sind authentische Erfahrungsräume außerhalb des
Schulgebäudes, die Lernprozesse anregen, erweitern und ergänzen können“
(Hellberg-Rode 2004, 145).

„Unter Lernort ist eine im Rahmen des öffentlichen Bildungswesens anerkannte Einrichtung
zu verstehen, die Lernangebote organisiert. Der Ausdruck Ort besagt zunächst, dass das
Lernen nicht nur zeitlich nach Stundentafeln, Blöcken, Trimestern oder Schuljahren,
sondern auch lokal gegliedert ist. Es handelt sich aber nicht allein um räumlich
verschiedene, sondern in ihrer pädagogischen Funktion unterscheidbare Orte“ (Deutscher
Bildungsrat 1974, S. 69f.).

11/24/2021 © 2009 UNIVERSITÄT ROSTOCK | VERWALTUNG 2


Außerschulische Lernorte

Außerschulisch
Schulbezogene Definition
„Bei der schulbezogenen Verwendung des Begriffs wird an ein schulisch organisiertes und
verantwortetes Lernen gedacht, bei dem Lehrende den Unterricht aus dem Klassenraum
herausverlagern und entweder selbst den Lehr-Lern-Prozess einleiten oder aber mit
Schülerinnen und Schülern einen Ausflug zu einem pädagogisch betreuten Lernort
unternehmen.“ (Plessow2014, 139)

Schulkomplementäre Definition
Abgehoben davon ist das hier schulkomplementär genannte Verständnis von
‚außerschulisch‘. ‚Außerschulisch‘ bezieht sich dabei auf alle jene von Institutionen
bereitgestellten Bildungsangebote, die komplementär zu Schule mit der Freizeit der
Jugendlichen (oder auch von Erwachsenen) arbeiten.“ (Plessow2014, 141)

11/24/2021 © 2009 UNIVERSITÄT ROSTOCK | VERWALTUNG 3


Außerschulische Lernorte

Chancen
-Anschaulichkeit
-Sichtbarmachung der Wandelbarkeit und Verbundenheit von Zeit und Raum
-regionaler und lokaler Bezug
-Motivation, Abwechslung
Risiken
-Organisationsaufwand
-Abkopplung vom ‚normalen‘ Unterricht, ‚Feiertagspädagogik‘
-schwaches Historizitätsbewusstsein
-Komplexitätsüberfrachtung, Überforderung

11/24/2021 © 2009 UNIVERSITÄT ROSTOCK | VERWALTUNG 4


Außerschulische Lernorte

Verortung Museen
-unterschiedliche Bedeutungsfacetten von ‚außerschulisch‘ fallen in der Beschreibung
eines Vorgangs zusammen
-Lehrende/Lerngruppe verlassen Schulgebäude, um Museen aufzusuchen
->Lernende verbringen Zeit in speziell für Auseinandersetzung mit
Vergangenheit bestimmten Institution, die professionell betreut wird
->von der Logik der Begriffsbestimmung=Sonderfall (Museen, Gedenkstätten)
-hybride Einrichtungen (zugleich schulbezogene und schulkomplementäre
außerschulische Lernorte)
-als etablierte eigenständige Bildungsinstitutionen routinemäßig einschlägige
professionelle pädagogische Angebote

11/24/2021 © 2009 UNIVERSITÄT ROSTOCK | VERWALTUNG 5


Außerschulische Lernorte

Die Museumslandschaft lässt sich einteilen nach…

11/24/2021 © 2009 UNIVERSITÄT ROSTOCK | VERWALTUNG 6


Außerschulische Lernorte

Museumsdefinition:
„Ein Museum ist eine gemeinnützige, auf Dauer angelegte, der Öffentlichkeit zugängliche
Einrichtung im Dienste der Gesellschaft und ihrer Entwicklung, die zum Zwecke des
Studiums, der Bildung und des Erlebens materielle und immaterielle Zeugnisse von
Menschen und ihrer Umwelt beschafft, bewahrt, erforscht, bekannt macht und ausstellt.“
Ethische Richtlinien für Museen von ICOM, 2010
Aufgaben Museen:
„Zu den zentralen Aufgaben der Museen gehört neben dem Sammeln, Bewahren und
Erforschen die Vermittlung des Vergangenheitsmaterials an ein Publikum, das hinsichtlich
seiner Interessen, Vergangenheitsbedürfnisse, Vorkenntnisse und Kompetenzen zur
Auseinandersetzung mit Geschichte höchst heterogen ist.“ (->Inklusion)
(Urban 2007, 370)
11/24/2021 © 2009 UNIVERSITÄT ROSTOCK | VERWALTUNG 7
Inklusion in Museen

Deutscher Museumsbund:
„Das inklusive Museum –Ein Leitfaden zu
Barrierefreiheit und Inklusion“ (2013)
 
Einleitung
-„Barrierefreiheit und „Design für Alle“ machen den Besuch zu einem positiven Erlebnis für
jeden Gast.“
 
-Barrierefreiheit erfolgt auf verschiedenen Ebenen (Konzeption; Vermittlung;
Gestaltung/Bau)

11/24/2021 © 2009 UNIVERSITÄT ROSTOCK | VERWALTUNG 8


Inklusion in Museen

Museum als Bildungseinrichtung


„Die Bundesregierung setzt sich dafür ein, dass inklusives Lernen in Deutschland eine
Selbstverständlichkeit wird. Kindergärten und -tagesstätten, Schulen, Hochschulen und
Einrichtungen der Weiterbildung sollen alle Menschen von Anfang an in ihrer Einzigartigkeit
und mit ihren individuellen Bedürfnissen in den Blick nehmen und fördern.“
(„Nationaler Aktionsplan der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention“)

->Museen müssen dieses Ziel unterstützen, um von der Politik weiterhin als wichtige
Bildungseinrichtungen wahrgenommen zu werden.

11/24/2021 © 2009 UNIVERSITÄT ROSTOCK | VERWALTUNG 9


Inklusion in Museen

Museum als Bildungseinrichtung


-UN-Konvention fordert keine sofortige, Umsetzung, sondern schrittweise Vorgehensweise
-Umsetzung von Barrierefreiheit verlangt ein anspruchsvolles Gestaltungs-,
Kommunikations-, Service- und Vermittlungskonzept
->Viele Dinge müssen hierfür ineinandergreifen.
„Es ist beispielsweise gut, wenn das Museum stufenlos erreicht werden kann. Sind aber
Vitrinen so gestaltet, dass sie vom Rollstuhl aus nicht einsehbar sind, bleibt der
Museumsgenuss auf der Strecke.“
-Einbindung und Beratung durch Zielgruppenvertreter/innen
-Kooperation mit Betroffenenverbänden können häufig hilfreiche und unerwartete Fragen
oder Sichtweisen auf ein Thema aufwerfen.

11/24/2021 © 2009 UNIVERSITÄT ROSTOCK | VERWALTUNG 10


Inklusion in Museen

Virtuelle und räumliche Zugänglichkeit des Museums


Internet
-der Standard, um die Internetseite barrierefrei zu gestalten, ist die Barrierefreie
Informationstechnik-Verordnung (BITV).
-klare Menüführung; Bedienbarkeit auch ohne Maus; visuell kontrastierende
Farbgestaltung; Videoinformationen mit Untertiteln und/oder Deutsche Gebärdensprache
Vor Ort
-der Museumsbesuch beginnt vor der Eingangstür, also bereits im Außenbereich
(Nicht in allen Museen ist der Haupteingang barrierefrei)
-die barrierefreien Eingänge sind klar gekennzeichnet, um unnötige Wege zu
vermeiden; Der Zugang ist stufenlos, ggf. mit Rampen und Aufzüge; Türen öffnen sich
selbstständig bzw. sind leicht zu öffnen.

11/24/2021 © 2009 UNIVERSITÄT ROSTOCK | VERWALTUNG 11


Inklusion in Museen

Empfang
-geschultes Personal berät über Serviceleistungen, gibt Hinweise
-Hausordnung berücksichtigt Barrierefreiheit und erlaubt z. B. das Mitführen von
Behindertenbegleithunden oder Medikamententaschen
-Empfangsbereich bietet ausreichend Bewegungsflächen und Durchgangsbreiten
-Empfangstheke ist in Teilen niedriger und unterfahrbar

11/24/2021 © 2009 UNIVERSITÄT ROSTOCK | VERWALTUNG 12


Inklusion in Museen

Informationsangebote
-Informationen zum Museum liegen in vielseitiger Form vor
(Audiodeskriptionen, Brailleschrift, DGS, Leichte Sprache etc.)
-Informationen folgen generell dem Zwei-Sinne-Prinzip
-Informationen zur barrierefreien Zugänglichkeit zu Museum, Orientierungshilfen,
Leitsystemen werden zielgruppenspezifisch kommuniziert -in digitalen und gedruckten
Medien werden barrierefreie Angebote und deren Umfang genau benannt

11/24/2021 © 2009 UNIVERSITÄT ROSTOCK | VERWALTUNG 13


Inklusion in Museen

Leichte Sprache
„Leichte Sprache ist der feststehende Begriff für einen nach klaren Regeln konsequent
vereinfachten Sprachstil. Leichte Sprache soll Menschen mit Lernschwierigkeiten, aber
auch Kindern und Menschen mit Leseschwächen oder schlechten Deutschkenntnissen den
inhaltlichen Zugang erleichtern. Regeln für Leichte Sprache sind beispielsweise: Schreibe
viele kurze Sätze statt weniger langer Sätze. Schreibe kurze und einfache Wörter und
grammatikalisch einfache Sätze. Verzichte auf Fremdwörter, Abkürzungen, den Konjunktiv
und missverständliche bildliche Sprache.“
Zwei-Sinne-Prinzip
„Um nicht vorhandene oder eingeschränkte Sinne durch andere Kanäle auszugleichen,
müssen Informationen über mindestens zwei der drei Sinne – Sehen, Hören, Fühlen –
erfassbar sein. Bei eingeschränktem Sehsinn unterstützen hör- und tastbare Angebote die
Informationsaufnahme, bei eingeschränktem Hörsinn kompensieren Sicht-und Tastbares.“

11/24/2021 © 2009 UNIVERSITÄT ROSTOCK | VERWALTUNG 14


Inklusion in Museen

Texte
Texte verfassen
-Texte sind klar strukturiert, in verständlicher Sprache, mit einfachen Satzaufbau
-Fachbegriffe, Fremdwörter, Abkürzungen werden vermieden oder erklärt
-Zwischenüberschriften und Absätze werden zur inhaltlichen Gliederung genutzt
-als zusätzliches Angebot gibt es Ausstellungstexte in Leichte Sprache.
Texte gestalten
-linksbündiger Flattersatz für Schriftsatz und serifenlose Schrifttype verwendet
-zur besseren Lesbarkeit wird Groß- und Kleinschreibung verwendet
-die Texte sind vom Hintergrund visuell kontrastierend abgesetzt
-es werden keine Materialien mit spiegelnder Oberfläche verwendet

11/24/2021 © 2009 UNIVERSITÄT ROSTOCK | VERWALTUNG 15


Inklusion in Museen

Konzeption
-bereits in der Konzeption der Ausstellung und bei der Auswahl der Exponate werden die
Maßgaben der Barrierefreiheit bedacht
-erzählerisches Potenzial der Objekte ist das und die Möglichkeit der Vermittlung
über mindestens zwei Sinne als Kriterium (z. B. Tastmodelle,
Materialbeispiele etc.)
-für die Erschließung der Ausstellung und die Besucherorientierung ist ein
inhaltlich nachvollziehbarer Rundgang konzipiert

11/24/2021 © 2009 UNIVERSITÄT ROSTOCK | VERWALTUNG 16


Inklusion in Museen

Ausstellungsgestaltung
-Architektur und Design einer Ausstellung sind auf die Bedürfnisse aller Menschen
ausgerichtet
-Zugänge, Treppen kontrastreich hervorgehoben
-Glastüren visuell kontrastierend in Knie- und Augenhöhe markiert
-Vitrinen, Einbauten sind unterfahrbar und gewährleisten eine optimale Sicht
(mittlere Sichthöhe zwischen 120 und 140 cm)
-Vitrinen, die zum Ertasten geöffnet werden dürfen, sind gekennzeichnet
-Tastmodelle sind in der Regel in einer Höhe von 80 bis 100 cm erreichbar

11/24/2021 © 2009 UNIVERSITÄT ROSTOCK | VERWALTUNG 17


Inklusion in Museen

Tastmodelle

11/24/2021 © 2009 UNIVERSITÄT ROSTOCK | VERWALTUNG 18


Inklusion in Museen

Wegeführung
-besucherfreundliche Wegeführung entsteht in der Zusammenführung von Konzeption
(Exponate) und Gestaltung (Räumlichkeit)
-der Rundgang ist durch ein unterbrechungsfreies alle Sinne berücksichtigendes
Leitsystem gekennzeichnet; durch eine klare Gestaltung der Ausstellungsarchitektur
unterstützt
-die Position der Brailleschrift-Schilder und tastbarer und akustischer
Ausstellungselemente ist in das Leitsystem integriert
-Raum/Wegeplanung beachtet besonderen Platzbedarf für bestimmte Personen
-alle taktilen und akustischen Elemente sind hervorgehoben und in einem Plan
verzeichnet, damit der Besucher z. B. Bedienungsknöpfe oder Hörer auch findet

11/24/2021 © 2009 UNIVERSITÄT ROSTOCK | VERWALTUNG 19


Inklusion in Museen

Bildungs- und Vermittlungsangebote

-Bildungs-und Vermittlungsangebote richten sich an alle Besucher


->ansprechend, verständlich, multisensorisch und interaktiv gestaltet
-berücksichtigen durch unterschiedliche Schwierigkeitsgrade Fähigkeiten von Besuchern

11/24/2021 © 2009 UNIVERSITÄT ROSTOCK | VERWALTUNG 20


Inklusion in Museen

Bildungs- und Vermittlungsangebote


Personale Vermittlung durch Museumsmitarbeiter
-Vorteil der Vermittlung von Mensch zu Mensch (Führungen, Workshops, etc.) ist auf
individuelle Bedürfnisse und Fragen von Besuchern direkt eingehen zu können
-für die personale Vermittlung zuständige Mitarbeiter werden regelmäßig
geschult, z. B. durch Sensibilisierungstrainings
-Führungen mit Funkanlage ermöglichen neben dem Anschluss von Kopfhörern
auch den Anschluss von Halsringschleifen
Sensorische Vermittlung
-nicht jedem Menschen erschließen sich Informationen allein über das gesprochene Wort
-Repliken, Schwellkopien, Riech- und Hörstationen neben Originalen um
alternative sinnliche Erfahrungsmöglichkeiten zu ermöglichen
-Hands-on-Objekte optisch, auditiv, taktil und in Leichter-Sprache verdeutlicht
11/24/2021 © 2009 UNIVERSITÄT ROSTOCK | VERWALTUNG 21
Inklusion in Museen

Mediale Vermittlung
Medienstationen
-gute manuelle Bedienbarkeit über die Tastatur
-Bedienungstasten sind ausreichend groß, sicher tastbar, kontrastreich
-weitere Eingabeformen über Trackball oder Maus, werden zusätzlich vorgesehen
-barrierefreie Software wird eingesetzt
-bei Anleitungen zur Mediennutzung-Übersetzung in Leichte Sprache oder Vorlesefunktion
-Inhalte akustisch sowie visuell gleichzeitig mit Untertitelung oder Gebärdensprache
vermittelt
-Medienstationen sind für Rollstuhlfahrer unterfahrbar

11/24/2021 © 2009 UNIVERSITÄT ROSTOCK | VERWALTUNG 22


Inklusion in Museen

Medienstationen

11/24/2021 © 2009 UNIVERSITÄT ROSTOCK | VERWALTUNG 23


Inklusion in Museen

Mediale Vermittlung
Filme
-Didaktische oder dokumentarische Filme (von der kurzen Sequenz bis umfangreichen
Dokumentation) gern genutzte Angebote
-damit sie von möglichst vielen genutzt werden können, sollten sie über verschiedene
Sinne erschließbar sein
-für Blinde ist eine Audiodeskription vorgesehen
-Hörbehinderten wird eine Untertitelung und /oder gebärdensprachliche Übersetzung
angeboten
-auf Hintergrundmusik wird während der Sprachdarbietung verzichtet
-für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen sind Filmfassungen in Leichter
Sprache zugänglich

11/24/2021 © 2009 UNIVERSITÄT ROSTOCK | VERWALTUNG 24


Inklusion in Museen

Mediale Vermittlung
Hörstationen
-mit Rücksicht auf Menschen, die Hörgeräte nutzen, sollten Raumeinheiten nur in
Ausnahmefällen mit Hintergrundgeräuschen beschallt werden
-an den Hörstationen ist induktives Zuhören möglich; auf die jeweilige Technik
wird taktil und visuell hingewiesen (z. B. Zeichen für Induktionsschleife)
-der Inhalt ist auch visuell wahrnehmbar, sofern er nicht über andere Medien
vermittelt wird (z. B. liegen Texte zum Mitlesen aus)
-Hörstationen für schwerhörige Menschen haben keine Hintergrundmusik

11/24/2021 © 2009 UNIVERSITÄT ROSTOCK | VERWALTUNG 25


Inklusion in Museen

Hörstationen

11/24/2021 © 2009 UNIVERSITÄT ROSTOCK | VERWALTUNG 26


Inklusion in Museen

Mediale Vermittlung
Audioguide
-Audioguides, die auch für blinde, seh- oder lernbehinderte Besucher nutzbar sind, bereiten
Informationen gesondert auf und machen diese abrufbar
-Audioguides informieren blinde und sehbehinderte Besucher mit Audio-
deskription über Orientierung im Gebäude bzw. Wegeführung in der Ausstellung
-die wichtigsten Ausstellungsstücke sind mittels Audiodeskription erschließbar
(auch Hinweise auf Berührbarkeit, auf Inszenierung und Positionierung innerhalb der
Gesamtpräsentation)
-Informationen zu Exponaten enthalten Größenangaben und Größenvergleiche
sowie wichtige Merkmale
-eine Leichte-Sprache-Version wird ebenfalls als eigene Hörspur angeboten

11/24/2021 © 2009 UNIVERSITÄT ROSTOCK | VERWALTUNG 27


Inklusion in Museen

Audioguide

11/24/2021 © 2009 UNIVERSITÄT ROSTOCK | VERWALTUNG 28


Inklusion in Museen

Mediale Vermittlung
Videoguide
-mithilfe eines Videoguides kann eine Museumssammlung in Deutscher Gebärdensprache
erschlossen werden
-der Inhalt von Videoguides wird aus den im Museum vorhandenen
schriftsprachlichen Informationen zusammengestellt
-die Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache erfolgt durch Fachfirmen
-Displays sind groß genug, um die Mimik der Personen ablesbar zu machen

11/24/2021 © 2009 UNIVERSITÄT ROSTOCK | VERWALTUNG 29


Inklusion in Museen

Drei Faustregeln zur Barrierefreien Ausstellung

-„Räder-Füße-Regel“ Ausstellung ist für gehende und rollstuhlnutzende Personen nutzbar


-„Zwei-Sinne-Prinzip“ mindestens zwei Sinne werden angesprochen (Tast-, Riech-, Hör-,
(Geschmacks-) Stationen)
-„KISS“-Regel (Keep it short and simple / nach Harrison Owen)

11/24/2021 © 2009 UNIVERSITÄT ROSTOCK | VERWALTUNG 30


Inklusion in Museen

Beispiel-Mitarbeiter
https://www.lmb.museum/fg-inklusion/
Fachgruppe Inklusion (FG Inklusion)
„Checklisten Barrierefreies Ausstellen“
-Checkliste für die Konzeption und Gestaltung von barrierefreien Ausstellungen
-Präambel
-Checkliste Bewegen
-Checkliste Sehen
-Checkliste Hören
-Checklisten Verstehen

11/24/2021 © 2009 UNIVERSITÄT ROSTOCK | VERWALTUNG 31


Inklusion in Museen

Beispiel-Mitarbeiter

11/24/2021 © 2009 UNIVERSITÄT ROSTOCK | VERWALTUNG 32


Inklusion in Museen

Beispiel-Besucher
https://
www.dhmd.de/fileadmin/user_upload/DHM/Ihr_Besuch/Sonstiges/DHMD_Inklusion_20111
6_barrfrei_bf.pdf
-das Deutsche Hygiene-Museum Dresden hat sich in den letzten zehn Jahren an der
Entwicklung inklusiver Vermittlungsangebote beteiligt
-> monatliche Führung in Leichter Sprache die drei junge Menschen mit
Lernschwierigkeiten gemeinsam mit zwei freien Vermittlern anbieten
-> öffentliche Führungen für Erwachsene und Familien mit
Gebärdensprachdolmetscher/innen
->Theateraufführungen, Lesungen von Gebärdensprachdolmetscher/innen übersetzt
Broschüre „BARRIEREFREI & INKLUSIV“
-auch mit Screenreader lesbar
-informiert über das Deutsche Hygiene-Museum und die barrierefreien Angebote
11/24/2021 © 2009 UNIVERSITÄT ROSTOCK | VERWALTUNG 33
Inklusion in Museen

11/24/2021 © 2009 UNIVERSITÄT ROSTOCK | VERWALTUNG 34