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Entscheidungshilfe für komplexe Situationen

mit dem Consideo Modeler


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Institute of Nuclear and Energy Technologies

Friedmar Fischer
Institut für Kern- und Energietechnik (K.I.T. ± CN)

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   www.kit.edu
Motivation
Kritische Infrastrukturen sind komplexe vernetzte und dynamische
Strukturen ( siehe folgende Grafik)
Für Hilfe bei Entscheidungen in solchen Situationen sind geeignete
Werkzeuge zu finden
In den Bereichen Wirtschaft, Naturwissenschaften und Medizin werden
verschiedene Tools zur Visualisierung und Simulation komplexer
Sachverhalte angeboten
Grosse Preisunterschiede
Grosse Bandbreite bzw. Spezialisierung der Zielrichtungen (siehe die
nachfolgende Grafik)
Grosse Bandbreite beim Tool-Einarbeitungsbedarf
Daher Suche nach einem preiswerten, intuitiven, leichter handhabbaren
Werkzeug für die Definition, Visualisierung, Analyse und Simulation
komplexer Zusammenhänge

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 3m) ))'( þ
Tools zur Visualisierung (Simulation) von komplexen
Zusammenhängen (qualitativ und quantitativ)

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 3m) ))'( V
Modell ÄKritischer Infrastrukturen³

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 3m) ))'( ±
Consideo Modeler ± Kurzbeschreibung (1)
Der CONSIDEO MODELER ist ein Werkzeug für die Definition,
Visualisierung, Analyse und Simulation komplexer Zusammenhänge

Einfach in der Handhabung ermöglicht das Tool fundierte Analysen

Überall dort wo Ideen gefunden, Argumente ausgetauscht, Projekte


geplant, Strategien entwickelt, Risiken erkannt, Fehler vermieden und
erfolgreiche Maßnahmen erarbeitet werden sollen, unterstützt Sie der
CONSIDEO MODELER

Die aktuellen Versionen des CONSIDEO MODELER vereinen durch ihre


verschiedenen Arbeitsbereiche mehrere Methoden miteinander:

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 3m) ))'( Ö
Consideo Modeler ± Kurzbeschreibung (þ)
Qualitatives Modellieren:

Faktoren eines Systems werden definiert, modelliert und miteinander in


Beziehung gebracht. Die Wirkungsbeziehungen werden gewichtet. Das
qualitative Modell ermöglicht einen unmittelbaren Erkenntnisgewinn
über das System. Kurz- und langfristige Hebel und Risiken innerhalb
des modellierten Systems werden schnell erkannt und führen zu einer
hohen Entscheidungssicherheit.

Quantitatives Modellieren und Simulation:

Die Faktoren des modellierten Systems werden mit konkreten Daten


und mathematischen Formeln ergänzt. Quantitative Modelle können
simuliert und über Simulations-Cockpits gesteuert und ausgewertet
werden. Es besteht die Möglichkeit, Daten aus diversen Quellen für die
Simulation zu importieren.

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 3m) ))'( Š
Consideo Modeler ± Kurzbeschreibung (V)
Monte Carlo Simulationen:

Die Monte Carlo-Simulation ist eine mathematische Technik und wird vor allem
in der Risiko-Analyse angewendet. Das Eintreffen eines Ereignisses und dessen
Auswirkungen im System können mittels dieser Technik simuliert und
nachgewiesen werden. Basis für Monte Carlo Simulationen sind quantitative
Modelle.

Prozess-Modellierung:

Zusätzlich zur Grundversion des CONSIDEO MODELERs wird auch eine


Erweiterung der Software angeboten:

Der CONSIDEO PROCESS MODELER erlaubt die ereignisorientierte Analyse von


Projekten und Prozessen in ÄWas-Wäre-Wenn'-Szenarien. Prozesse innerhalb
von Prozess-Ketten können ohne Eingabe von Formeln berechnet werden.
Flaschenhälse (Theory of Constraints ² ToC) können schon in der
Planungsphase identifiziert werden. Bestehende Projektdaten, beispielsweise
aus MS-Project, können importiert werden.

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 3m) ))'(

Consideo Modeler ± Qualitatives Modellieren


Qualitative Modellierung und Visualisierung Schritt für Schritt

Sie beschreiben die zu lösende Problematik und definieren das Ziel der Modellierung
Sie beschreiben das System und seine Systemgrenzen
Sie definieren und beschreiben die relevanten Faktoren im System
Sie definieren und beschreiben die Wirkungsbeziehungen der Faktoren untereinander
Sie gewichten die Wirkungsbeziehungen der Faktoren unter dem Aspekt
der Wirkungsstärke ( schwach / mittel / stark )
der Wirkungspolarität ( positiv / negativ )
und der Wirkungszeit ( kurzfristig / mittelfristig / langfristig )

Allein die Modellierung und Visualisierung führt schon zu einem besseren System-
Verständnis. Durch die Vernetzung der Faktoren werden die direkten und indirekten
Wirkungsbeziehungen der Faktoren eindrücklich in ihrer Gesamtheit sichtbar.

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 3m) ))'( Ä
Consideo Modeler ±
Beispiel qualitatives Modell (ÄKritische Infrastrukturen³)

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 3m) ))'( 
Consideo Modeler ± Qualitatives Modellieren
Submodelle

Es besteht die Möglichkeit, Modelle zu segmentieren. Durch


die Bildung von Submodellen können komplexe Systeme mit
sehr vielen Faktoren in logisch kleinere und übersichtlichere
Einheiten eingeteilt werden.

Im Beispielnetz der ÄKritischen Infrastrukturen³ könnte man


z.B. Detail-Submodellstrukturen für _   und
  

 integrieren.

Wenn man auf der Suche nach den das Modell bestimmenden
Faktoren ist, sollte man bereits beginnen, nach Submodell-
bildenden Strukturen zu fahnden. Generell kann ein Modell
auch im Nachhinein in Submodellen strukturiert werden. Das
ist aber oft recht mühselig.

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 3m) ))'( 10
Consideo Modeler ± Qualitatives Modellieren

Analysieren

Die Software bietet für jeden einzelnen Faktor im Modell


folgende Analyse-Funktionen an:
Analyse der Wirkungs-Kette
Für jeden Faktor kann eine graphisch dargestellte
Wirkungskette aufgerufen werden. Sie zeigt an, welche direkten
und indirekten Wirkungen ein Faktor auf andere Faktoren hat
Analyse der Ursachen-Kette
Für jeden Faktor kann eine graphisch dargestellte
Ursachenkette aufgerufen werden. Sie zeigt an, wie der Faktor
durch andere Faktoren direkt und indirekt beeinflusst wird.

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 3m) ))'( 11
Consideo Modeler ± Qualitatives Modellieren
Analysieren
Schleifen
Das Tool erkennt sämtliche Rückkoppungsschleifen im Modell und qualifiziert
sie automatisch als balancierend oder verstärkend. Die Rückkopplungs-
schleifen sind ein wichtiger Indikator für die Dynamik und die Komplexität des
modellierten Systems. Für analytische Betrachtungen können beliebige
Schleifen isoliert dargestellt werden.

Erkenntnismatrix
Für jeden Faktor kann eine Erkenntnis-Matrix aufgerufen werden, welche
graphisch aufzeigt, wie dieser Faktor durch andere Faktoren beeinflusst wird
(x-Achse) und wie dieser Einfluss sich aufgrund von Wirkungsschleifen mit der
Zeit verändert (y-Achse).Das geschulte Auge findet in dieser Matrix die
stärksten Hebel zur Beeinflussung des gewählten Faktors, die nachhaltigsten
Elemente zur Stabilisierung und die gefährlichsten Risiken.
Dokumentieren
Alle Informationen der Modelle können zusammenhängend oder partiell in Formate wie
HTML, PDF oder JPG exportiert werden. So führen Modelle und die daraus gewonnenen
Erkenntnisse zu leicht verständlichen, Tool-unabhängigen Dokumentationen.

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 3m) ))'( 1þ
Consideo Modeler ± Wirkungskette
Faktor Elektrizität

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 3m) ))'( 1V
Consideo Modeler ± Ursachenkette
in Bezug auf Überlebensfähigkeit

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 3m) ))'( 1±
Consideo Modeler ± Schleifen

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 3m) ))'( 1Ö
Consideo Modeler ± Gewichtungsmatrix
(eine Voraussetzung für die Erkenntnismatrix)

Qualitative Gewichtungen können durch beliebige Prozentwerte differenzierter


ausgedrückt werden als durch Äschwach³, Ämittel³ oder Ästark³. Ein Faktor kann
nicht zu mehr als 100 Prozent beeinflußt werden. Summenzahlen unter 100 Prozent
können andeuten, dass es Einflüsse außerhalb des Modells auf diesen Faktor gibt.
Der Faktor ± Wasserversorgung kann z.B. durch externe Bedingungen wie
Katastrophen (Wetter), Seuchen beeinflußt werden, usw.

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 3m) ))'( 1Š
Consideo Modeler ± Erkenntnismatrix (1)

Die Erkenntnismatrix des Consideo Modelers erlaubt als Konsequenz der


getroffenen Annahmen zu Wirkungsstärken, -ausrichtungen (Schleifen) die
Wirkungen von Faktoren miteinander zu vergleichen.

Die nachfolgende Grafik deutet die sofortige verstärkende Wirkung von


Umweltverträglichkeitsmaßnahmen auf den Faktor 1þ: ÄÜberlebensfähigkeit³ aus,
leicht abgeschwächt spielt auch Faktor Š: ÄTechnische Funktionsfähigkeit³ eine
verstärkende Rolle, dabei ist die ÄAkzeptanz³ der Bevölkerung ein weiterer
positiver ÄTreiber³ für die ÄÜberlebensfähigkeit³.

Die Faktoren
und 10 ÄTelekommunikation³ und ÄWasserversorgung³ sind (in
abgeschwächter Form) längerfristig wichtig für die Aufrechterhaltung der
ÄÜberlebensfähigkeit³ .

Faktor Ä ÄTransport/Verkehr³ wirkt sich längerfristig eher negativ auf die


ÄÜberlebensfähigkeit³ aus.

Die Faktoren ± und Ö ÄRegulierungsbehörde für Strom³ und ÄStandards³ bringen


aufgrund der gewählten Modellstruktur längerfristig keine positiven Beiträge für
die ÄÜberlebensfähigkeit³.

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 3m) ))'( 1

Consideo Modeler ± Erkenntnismatrix (þ)

Man kann an der Einflussmatrix eines Faktors A ablesen welche Faktoren kurz- oder langfristig und welche Faktoren verstärkend oder hemmend
auf Faktor A wirken. A ist hier der Faktor 1þ: ÄÜberlebensfähigkeit³
Die X-Achse drückt aus, wie groß die Wirkung auf den Faktor A ist. Die Y-Achse drückt aus wie groß die Langfristigkeit des Einwirkens auf Faktor A
ist.

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 3m) ))'( 1Ä
Consideo Modeler ± Erkenntnismatrix
Unterschiede bei Philosophie: Consideo vs. Vester (1)

Die Visualisierungs-Software GAMMA verwendet die Ideen


von Prof. Vester !

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 3m) ))'( 1
Consideo Modeler ± Erkenntnismatrix
Unterschiede bei Philosophie: Consideo vs. Vester (þ)

Die Visualisierungs-Software GAMMA verwendet die Ideen


von Prof. Vester !

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 3m) ))'( þ0
Consideo Modeler ±
Quantitatives Modellieren und Simulation (1)

Alternativ zur schnellen qualitativen Modellierung bietet der


CONSIDEO MODELER mit der quantitativen Modellierung die
Möglichkeit, Simulations-Modelle zu erstellen.
Faktoren und deren Ursache- und Wirkungs-beziehungen werden
definiert, modelliert und mit konkreten Daten und
mathematischen Formeln ergänzt. Verschiedene Szenarien
können durchgerechnet und simuliert werden.
Wenn Daten vorhanden sind und sich der Aufwand lohnt, können
so die Wirkungen von Maßnahmen oder Risiken noch wesentlich
besser als bei qualitativen Modellen abgeschätzt werden

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 3m) ))'( þ1
Consideo Modeler ±
Quantitatives Modellieren und Simulation (þ)
Quantitative Modellierung Schritt für Schritt

Sie beschreiben die zu lösende Problematik und definieren das Ziel der
Modellierung
Sie beschreiben das System und seine Systemgrenzen
Sie definieren und beschreiben die relevanten Faktoren im System
Sie definieren und beschreiben die Wirkungsbeziehungen der Faktoren
untereinander
Sie definieren den Typ der Faktoren und unterscheiden zwischen Bestands- und
Nichtbestands-Faktoren im System
Sie ergänzen die Faktoren mit Daten und Formeln
Sie definieren die Zeiteinheit und den Zeitraum für die Simulation sowie die
Wirkungszeit

Wie die qualitativen Modelle können auch quantitative Modelle in


Submodelle unterteilt werden.

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 3m) ))'( þþ
Consideo Modeler ±
Quantitatives Modellieren und Simulation (V)

Simulation und Analyse

Für jedes Modell können beliebig viele Simulations-Cockpits


eingerichtet werden. In den Cockpits können Parameter variiert und das
Verhalten frei wählbarer Faktoren graphisch und tabellarisch auf der
Zeitachse dargestellt werden.

Dokumentieren

Alle Informationen der Modelle können zusammenhängend oder partiell


in Formate wie HTML, PDF oder JPG exportiert werden. So führen
Modelle und die daraus gewonnenen Erkenntnisse zu leicht
verständlichen, Tool unabhängigen Dokumentationen. Die berechneten
Simulations-Daten können in Excel-Tabellen oder CSV-Dateien
exportiert werden.

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 3m) ))'( þV
Consideo Modeler ± Simulation (1)

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 3m) ))'( þ±
Consideo Modeler ± Simulation (þ)

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 3m) ))'( þÖ
Consideo Modeler ± Monte-Carlo-Simulationen
Bei der Monte Carlo Simulation werden quantitative Modelle um den
Aspekt der Wahrscheinlichkeit erweitert und simuliert.
Der CONSIDEO MODELER errechnet durch mehrmalige Simulation des
Modells die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ereignisses (z.B. eines
Risikos) und zeigt die mögliche Bandbreite der Auswirkungen des
Ereignisses für das ganze System auf.
Besonders interessant wird die Monte Carlo Simulation, wenn mehrere
Faktoren eines Modells in bestimmten Bereichen zufällige Werte
annehmen können. In dynamischen Systemen führen solche
Konstellationen oft zu enormen Ausschlägen oder sie dämpfen
Einzelwirkungen in unerwarteter Weise.
Auch hier besteht die Möglichkeit, unzählige Simulations-Cockpits zu
erstellen um die Monte Carlo Simulation zu steuern und die Ergebnisse
graphisch und tabellarisch aufzubereiten.

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 3m) ))'( þŠ
Consideo Modeler ± Monte-Carlo-Cockpit (1)

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 3m) ))'( þ

Consideo Modeler ± Monte-Carlo-Cockpit (þ)

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 3m) ))'( þÄ
Consideo Modeler ± Würdigung
Das Verhalten komplexer, dynamischer Systeme zu erforschen ist eine ständige
Herausforderung:

Kopfmodelle sind zwar die schnellsten, aber ohne Papier und Computer keinesfalls die
besten.

Reine Visualisierungen ermöglichen leider keine Analyse der Modellzusammen-hänge.

Qualitative Modelle können nicht nur Zusammenhänge visualisieren, sondern die


Beziehungen zwischen Faktoren eines Modells auch gewichten. Diese Gewichtung,
zusammen mit so genannten Rückkopplungsschleifen, erlaubt dann erste, und im Vergleich
zur quantitativen Analyse vor allem auch schnelle, Rückschlüsse auf das Systemverhalten
und entsprechend Hebel und Risiken in dem Modell.
Quantitative Modelle können Zeitaufwand bedeuten, die Werkzeuge zur Handhabung sind
gewöhnungsbedürftig, Simulationen ermöglichen aber auch, kostengünstig verschiedene
Szenarien zu prüfen und ggf. (je nach Datenlage) zu validieren.

Es spricht also einiges dafür ein einfach zu bedienendes und intuitives


Entscheidungsunterstützungssystem zu nutzen, den CONSIDEO MODELER.

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 3m) ))'( þ