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"Creative Printing" - Wien, 14.

April 2011
Die Printmedien-Industrie der Zukunft –
wie Druckereien und Hersteller ihre
Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig sichern

Marcel Kiessling
Vorstand Heidelberg Services
Heidelberger Druckmaschinen AG
Creative Printing-Konferenz 2011

“Any media that can go against the grain of


mainstream communication trends, especially
print has a valuable role to play in the future.”

John Hunt, Worldwide Executive Creative Director, TBWA

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Creative Printing-Konferenz 2011

Die Printmedien-Industrie der Zukunft


Entscheidend für die Zukunft von Print

Zusammenspiel und Kombination von Print mit den elektronischen Medien

Effizienz, offene Schnittstellen und optimierte Prozesse

Innovationen in puncto Qualität, Nachhaltigkeit und Effektivität

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Creative Printing-Konferenz 2011

Der Realität ins Auge schauen


Die Ausgaben für Kommunikation steigen kontinuierlich

Volumen 2015:
5.323 Mrd €

.a .
p
~ 6%
+
Volumen 2007:
3.150 Mrd €

Internet & Mobile Media verändern die Kommunikationslandschaft!

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Creative Printing-Konferenz 2011

Anzahl Jahre bis zur Erreichung


von 50 Mio. Nutzern
Neue Medien werden
Radio
immer schneller angenommen
Fernseher

Laptop

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Creative Printing-Konferenz 2011

Der Realität ins Auge schauen


Auch in Zukunft wird viel gedruckt, sogar mehr als heute

Druckvolumen 2015:
455 Mrd €

Druckvolumen 2007:
438 Mrd €

Druckvolumen 2009:
413 Mrd €

Effizienter, von weniger Druckereien, auf weniger Maschinen.

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Creative Printing-Konferenz 2011

Der Realität ins Auge schauen


Umsatzentwicklung in der Print Media Industrie

Industrieländer Schwellenländer

Werbedruck Werbedruck

Verpackung Verpackung

Kurzfristig
Langfristig deutlicher
wächst nurNachholbedarf
Verpackung Anhaltendes Wachstum

Auch in Zukunft wird 2/3 des Druckvolumens in den Industrieländern produziert.

Verpackungsdruckvolumen wächst, Werbedruckvolumen stagniert weltweit.

Anteil Digitaldruck am Werbedruckvolumen wächst.

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Creative Printing-Konferenz 2011

Welche Strategie sichert nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit?


Generelle Strategieoptionen für Druckereien
Wettbewerbsvorteil
Geringe Kosten

Kostenführerschaft
‚billiger‘
Anbieter zu niedrigsten Kosten Spezialisierung
‚anders‘
Differenzierung Bedienung eines Zielmarkts
Einzigartigkeit

‚besser‘
Fokus auf das bessere Angebot
mit höherem Kundennutzen

Zielmarkt
Breiter Markt Nischenmarkt

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Creative Printing-Konferenz 2011

Bewusste Positionierung
3 Geschäftsmodelle, an denen sich die individuelle Positionierung
ausrichten kann, abhängig vom der jeweiligen Kunden- und Auftragsstruktur
Wettbewerbsvorteil
Geringe Kosten

Kostenführerschaft
Produktivität Qualität
Spezialisierung
Einzigartigkeit

Differenzierung
Full Service Provider
Zielmarkt
Breiter Markt Nischenmarkt

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Creative Printing-Konferenz 2011

Geschäftsmodell 1
Kostenführerschaft Produktivität

Diese Unternehmen konzentrieren sich auf Produktivitäts- und


Prozessoptimierung bei geringer Diversifikation.

Sie versuchen, durch hohe Produktivität die geringsten


Produktionsstückkosten zu erzielen.

Charakteristisch sind ihre industriellen Produktionsabläufe.

Qualität ist dabei gesetzt.

Beispiel: Web-to-Print

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Web-to-Print: Browserbasierte Vermarktung von grafischen


Produkten im Internet

Internet

eCommerce

Web-to-Print

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Beispiele für Web-to-Print

• Ein Hersteller bietet über das Portal seiner Druckerei Händlern die
Möglichkeit Prospektmaterial mit CI konformer Individualisierung zu bestellen
• Druckereien mit Großformatmaschinen ermöglichen den Druck von
standardisierten Produkten auf Sammelformen zu Niedrigpreisen
• Verlage bieten online Books-On-Demand
• Eine Zeitung ermöglicht den Online Satz einer Anzeige
• Werbemittel können online individualisiert werden
• Fotolabore bieten Poster, Tassen, T-Shirts, Spiele, Kissen, Uhren zum
Bedrucken mit eigenen Fotos und Texten an

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Web-to-Print Geschäftskonzepte

Open Shops für jeden Kunden


• Endverbraucher: Familien, Liebhaber/Fans, Fotografen, Vereine

• Gewerbe: Handwerker, Restaurants, Ladengeschäfte, Anwälte, …

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Web-to-Print Geschäftskonzepte

Closed Shops für Stammkunden (mit Log-in)


• Industrie, Handel, Banken, Versicherungen:
Drucksacheneinkäufer oder Mitarbeiter wie Filialleiter, Trainer, Produktmanager, …

• Agenturen, Verlage, Franchise- und Filialsysteme, Organisationen wie


Vereine, Verbände, Parteien

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Web-to-Print von Heidelberg

Web-to-Print Partnerkonzept

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Geschäftsmodell 2
Differenzierung
Full Service Provider

Full Service-Unternehmen bieten eine breite Vielfalt


von Produkten und Dienstleistungen an.

Ihr Hauptmerkmal ist eine herausragende Kundenorientierung


und größtmögliche Flexibilität.

Sie werden getragen von der Einstellung „alles“ für den Kunden
möglich zu machen, egal ob in Eigenproduktion oder von Drittanbietern.

Beispiel: Integrierter Druckjob


(Internet, Digital- und Offsetdruck, personalisierter Foliendruck)

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Integrierte Kommunikation
Print und ‚augmented reality‘ (via Smart tags)

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Full Service Provider


Integrierter Druckjob digi:media
• Kommunikationskonzept für ein Golf-Event

• Personalisierung, Individualisierung, Eindruck in Offsetvordruck, Sonderfarbe,


Schutzlackierung, Veredelung

Event-Anmeldung | Flyer 4c
Offset + SF mit farbiger
Individualisierung Resort-Broschüre | 4c Offset +SF Mappe | 4c Offset + SF

Briefbogen | Vordruck Eventbroschüre | Banderole | 4c Inkjet


4c Offset +SF 16 Seiter, 4c Digital- Eindruck auf Folie
druck mit Inline-
Einladungsschreiben | finishing Verschlussetiketten
Eindruck 1c Digitaldruck, | 4c Inkjet Eindruck
personalisiert auf Folie

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Geschäftsmodell 3
Spezialisierung Qualität

Spezialisierte Unternehmen konzentrieren sich auf die


Einmaligkeit ihrer Produkte,

die sie durch Spezialeffekte, besondere Materialien, Nischenproduktion

und die herausragende Expertise ihrer Mitarbeiter erreichen.

Beispiel: Special Print Applications

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Geschäftsmodell Spezialisierung
Gründe für Spezialisierung
• ‚Wettbewerb‘ um Aufmerksamkeit zwischen den Medien
• Differenzierung aus der Masse der Angebote
• Haptisches Erlebnis (‚Anfassen ist Kaufen‘)
• Wert einer Marke spiegelt sich in der Wertigkeit des Print-Produkts
• Bessere Erreichbarkeit der Zielgruppe steigert ROI

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Geschäftsmodell Spezialisierung
Diverse Veredelungsverfahren von Heidelberg
• Drip Off Lackierung in Konventioneller Anwendung
• Drip Off Lackierung in UV Anwendung
• Metal FX
• Duftlackierung
• Blisterlackierung
• Konventionelle Druckfarben + Primer + UV
• Metalliclackierung vor dem Offsetdruck
• Lentikulardruck

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Creative Printing-Konferenz 2011

Metal FX
Metal FX®
Druckfolge
• Metal FX Silber
(konventionelle Farbe)
• Konventionelle Farben
• Wasserbasierender
Schutzlack

Trocknersysteme
• Infrarot/Heißluft Endtrockner

wb Y M C B MFX
Lack

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Duftlackierung
Druckfolge
• Konventionelle Druckfarben
• Duftlack
• Wasserbasierende
Spotlackierung

Trocknersysteme
• Infrarot/Heißluft Endtrockner

wb SL Y M C B
Lack

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Creative Printing-Konferenz 2011

Lentikulardruck
Druckfolge
• Konventionelle Druckfarben
• Opakes UV-Deckweiß
• UV-Glanzlack
Trocknersysteme
• UV Zwischentrockner
• UV Endtrockner

UV Glanzlack Opakes UV- Y M C B


Deckweiß

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Creative Printing-Konferenz 2011

Neudefinition der Wertschöpfungskette:


Druckereien müssen auf Marktanforderungen reagieren

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Creative Printing-Konferenz 2011

Heidelberg Services sichert die langfristige


Wettbewerbsfähigkeit von Druckunternehmen

Stabile Produktion und Verfügbarkeit

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Creative Printing-Konferenz 2011

Die Printmedien-Industrie der Zukunft


Zusammenfassung

Zusammenspiel und Kombination von Print mit den elektronischen Medien

Effizienz, offene Schnittstellen und optimierte Prozesse

Innovationen in puncto Qualität, Nachhaltigkeit und Effektivität

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Creative Printing-Konferenz 2011

Kommunikations-Forum Heidelberg
am 25. Mai 2011

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Kongress zum Thema:
“Geschäftsmodelle für die Medienwelt von Morgen”
Zielgruppe: Heidelberg Kunden, Markenunternehmen,

und Kommunikations-Treibende

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Print Media Academy Training
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Creative Printing-Konferenz 2011

Vielen Dank
für Ihre Aufmerksamkeit!

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Marcel Kiessling
Vorstand Heidelberg Services
Heidelberger Druckmaschinen AG

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