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Zäsuren und Krisen im Lebenslauf
Mythos, Traum, Realität
Vom Unsinn des Sinns oder vom Sinn des Unsinns
eBook-Reihen30 Titel

Wiener Vorlesungen

Bewertung: 4 von 5 Sternen

4/5

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Über diese Serie

Corona hat uns die Unverzichtbarkeit der wissenschaftlichen Forschung
verdeutlicht. Doch welche Stellung hat Wissenschaft in unserer
Gesellschaft?

Wissenschaft und technologische Entwicklungen spielen heute mehr denn je eine zentrale Rolle für die Zukunft unserer Gesellschaften. Deutlich wird das bei der Bewältigung der großen Herausforderungen wie Umweltverschmutzung, Klimawandel oder in der COVID-19 Pandemie. Diese fordern nicht nur rasches und zielgerichtetes politisches und zivilgesellschaftliches Handeln, sondern auch solides Wissen als Basis dieses Handelns, ebenso wie neue Lösungsansätze. Es ist also unvermeidlich, über die Zukunft der Wissenschaft nachzudenken und gute Bedingungen für diese zu schaffen. Nur so kann auch in Zukunft sichergestellt werden, dass wir Antworten auf Probleme entwickeln können. Die Frage »Welche Wissenschaft für welche Gesellschaft?« steht daher im Zentrum;sie fordert auf, Wissenschaftsentwicklung und Gesellschaftsentwicklung gemeinsam zu denken.
SpracheDeutsch
HerausgeberPicus Verlag
Erscheinungsdatum1. Feb. 2012
Zäsuren und Krisen im Lebenslauf
Mythos, Traum, Realität
Vom Unsinn des Sinns oder vom Sinn des Unsinns

Titel in dieser Serie (40)

  • Vom Unsinn des Sinns oder vom Sinn des Unsinns
    Vom Unsinn des Sinns oder vom Sinn des Unsinns
    Vom Unsinn des Sinns oder vom Sinn des Unsinns

    Ein brillanter Essay über die Unverbindlichkeit der Wirklichkeit. Der Philosoph und Psychoanalytiker Paul Watzlawick geht der Frage nach den Wirklichkeiten, den Sinnzuweisungen unserer Wahrnehmung nach. Vordergründig scheint es so etwas wie einen allgemeinen Konsens darüber zu geben, was "die Wirklichkeit" ist. Diesen Konsens stellt Watzlawick in Frage.

  • Zäsuren und Krisen im Lebenslauf
    Zäsuren und Krisen im Lebenslauf
    Zäsuren und Krisen im Lebenslauf

    Verena Kast analysiert und interpretiert den Umgang mit Angst und Krisen in der heutigen Gesellschaft sowie den Wandel von Lebensmustern aus der sozialpsychologischen Perspektive. Krisen sind emotionale Gleichgewichtsstörungen, die jedenfalls als schöpferischer Prozess verstanden werden können. Menschen sollen grundsätzlich krisengewohnter, krisenbewusster und krisenfreundlicher werden, die Autorin stellt auch Techniken bereit, die helfen sollen, mit diesen Lebenssituationen fertig zu werden.

  • Mythos, Traum, Realität
    Mythos, Traum, Realität
    Mythos, Traum, Realität

    Rasante wirtschaftliche und technische Entwicklungen und die damit verbundene Wissenschaftsgläubigkeit unserer Zeit konfrontieren den modernen Menschen mit einer Wirklichkeit, die ständig komplexer und nüchterner zu werden scheint. Ein zunehmendes Interesse an Mythos und Traum - wie sich auch am boomenden Esoterikmarkt zeigt - ist die Folge. Die Psychotherapeutin und Jungianerin Verena Kast analysiert die Funktionen von Mythos und Traum früher und heute. Die Globalisierung sieht sie als mythisches Symbol der Ganzheit, als Versuch, die Fragmentierung der Welt zu überwinden.

  • Wenn der Sinn zur Frage wird …
    Wenn der Sinn zur Frage wird …
    Wenn der Sinn zur Frage wird …

    Sinnlosigkeitsgefühle und Sinnzweifel sind psychologische Phänomene, die Menschen über Jahre hinweg begleiten, die aber auch ganz plötzlich auftreten und zur Frage werden können. Der Hintergrund ist in beiden Fällen der gleiche, nämlich eine existenzielle Orientierungskrise. Der Existenzanalytiker und Logotherapeut Alfried Längle geht dieser Krise und ihren Hintergründen nach. Er versteht die Sinnfragen als Aufforderungen, sich der Grundmotivationen der Existenz bewusst zu werden und durch Erkenntnis des Wesentlichen zu einer inneren Zustimmung dem eigenen Dasein gegenüber zu gelangen.

  • Ein alter Mann ist stets ein König Lear: Alte Menschen in der Dichtung
    Ein alter Mann ist stets ein König Lear: Alte Menschen in der Dichtung
    Ein alter Mann ist stets ein König Lear: Alte Menschen in der Dichtung

    Vor dem Hintergrund der Forderung nach einem würdigen, am Dialog orientierten Umgang mit alten Menschen begibt sich Ruth Klüger auf die Suche nach deren Darstellungen in der Literatur. Und wird dabei vor allem dort fündig, wo die Alten entweder als gute Ratgeber und Seher oder als Hexen und Miesmacher fungieren, vor denen sich die Jugend hüten sollte. Ebenso präsent ist das Bild der alten Eltern, die abtreten und deren Kinder bereits gierig das Erbe beschlagnahmen.Zum Verlust der gesellschaftlichen Stellung kommt die fortschreitende Körper- und Geistesschwäche, was Klüger zu dem Schluss führt: 'Alte Leute, die nicht nur in der Vergangenheit leben und nicht nur für die Zukunft ihrer Kinder Sorge tragen wollen, sondern auch Gegenwart beanspruchen, sind, in der Literatur zumindest, in einer heiklen Situation und schlittern auf Glatteis.'

  • Lebenswelten im Umbruch. Zwischen Chaos und Ordnung
    Lebenswelten im Umbruch. Zwischen Chaos und Ordnung
    Lebenswelten im Umbruch. Zwischen Chaos und Ordnung

    Umbrüche sind immer auch Krisen, da sie vom Individuum nicht nur als Übergang erlebt werden, sondern ebenso eine langfristige Ungewissheit und Unsicherheit darstellen, die für manche schwer oder gar nicht zu ertragen ist. Der Psychologe und Psychotherapeut Jürgen Kriz beschäftigt sich mit Brüchen in individuellen Biografien und untersucht den Zusammenhang zwischen gesellschaftlichen Konstellationen und der persönlichen Betroffenheit Einzelner vor dem Hintergrund der Geschichte des 20. und des beginnenden 21. Jahrhunderts. Anhand von Beispielen aus der psychotherapeutischen Praxis zeigt er Möglichkeiten auf, wie erstarrte Dynamiken und Kontrollzwänge durch die Förderung von Selbstorganisationsprozessen abgebaut und Umbrüche auf diese Weise als lebensförderliche Transformationschancen erkannt werden können.

  • Gibt es eine "jüdische" und eine "christliche" Sexualwissenschaft? Sexualität und Säkularisierung
    Gibt es eine "jüdische" und eine "christliche" Sexualwissenschaft? Sexualität und Säkularisierung
    Gibt es eine "jüdische" und eine "christliche" Sexualwissenschaft? Sexualität und Säkularisierung

    In der Sexualität der westlichen Welt treffen die religiös bestimmten Denktraditionen des Christentums und des Judentums aufeinander. Die renommierte Kulturtheoretikerin Christina von Braun diskutiert vor dem Hintergrund ihrer Säkularisierung die Zusammenhänge zwischen Religion, Sexualität und Fortpflanzung, die die Sexualwissenschaften im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert wesentlich beeinflusst haben.

  • Generationsidentitäten und Vorurteilsstrukturen in der neuen deutschen Erinnerungsliteratur
    Generationsidentitäten und Vorurteilsstrukturen in der neuen deutschen Erinnerungsliteratur
    Generationsidentitäten und Vorurteilsstrukturen in der neuen deutschen Erinnerungsliteratur

    Die Anglistin Aleida Assmann, Inhaberin der Sir-Peter-Ustinov-Professur der Stadt Wien zur Erforschung und Bekämpfung von Vorurteilen 2005, führt in ihrem Aufsatz ihr angestammtes Feld der Erinnerungsforschung mit dem der Vorurteilsforschung zusammen. Der Idee der Identität stellt sie das in monokulturellen Gesellschaften häufigere Konzept der Generation gegenüber und durchleuchtet mit diesem Blick die Wahrnehmungsmechanismen der eigenen Vergangenheit in der neueren deutschen Erinnerungsliteratur. Anhand der hybriden Gattung des Familienromans, wie sie bei Autoren wie Günter Grass oder Uwe Timm zu finden ist, skizziert Assmann Strategien für den literarischen Umgang mit dem Wissen um Holocaust und Zweiten Weltkrieg sechzig Jahre danach.

  • Moral und Gerechtigkeit als Problem der Marktgesellschaft
    Moral und Gerechtigkeit als Problem der Marktgesellschaft
    Moral und Gerechtigkeit als Problem der Marktgesellschaft

    Das Wesen der Marktgesellschaft, der vermeintlich besten aller Gesellschaften, nimmt der Soziologe Günter Dux zum Ausgangspunkt seiner Überlegungen zur Frage nach den Bedingungen der Ungleichheit der Subjekte im gesamtgesellschaftlichen Gefüge. Mitglied der Marktgesellschaft kann nur sein, wer aktiv am Markt teilhat. Dieses generelle Strukturproblem der Marktgesellschaft suchte man im späten 19. Jahrhundert durch die Ausbildung des Sozialstaates aufzufangen. Am Beginn des 21. Jahrhunderts tut sich die Kluft zwischen Arm und Reich in den Industrienationen immer mehr auf, die Arbeitslosenzahlen erreichen bedenkliche Höchstmarken. Wie steht es nun mit der Moral und der Gerechtigkeit in der Marktgesellschaft? Philosophische und ökonomische Reflexionen zu dieser Problematik lassen den Autor letztlich zu dem Schluss kommen, dass Gerechtigkeit nur dann gegeben sein kann, wenn man den Sozialstaat als zur Ökonomie komplementäres System begreift und seine Berechtigung daher auch nicht in Frage stellt.

  • Die Gottessicht in der Hebräischen Bibel
    Die Gottessicht in der Hebräischen Bibel
    Die Gottessicht in der Hebräischen Bibel

    Der Monotheismus des jüdischen Glaubens ist kein numerischer Begriff, sondern enthält vielmehr eine ethischphilosophische Weltanschauung. Diese entwickelte sich durch viele Jahrhunderte hindurch bis zur heutigen Gottessicht. Der Judaist Peter Landesmann unternimmt den Versuch, diesen Vorgang und seine Eckpunkte zu verdeutlichen,indem er seine Ausführungen durch zahlreiche Zitate untermauert,also die aufschlussreiche Methode der Bibelerklärung aus der Bibel wählt. Die zentralen Punkte, die ihn beschäftigen, sind der Monotheismus, 'der Bund', Gottes Strafen, die Gerechtigkeit Gottes, die Gottesfurcht, die Heiligkeit Gottes und die Eschatologie. Dabei tauchen so brisante Fragen auf wie jene nach der Verantwortungdes Menschen für seine Vergehen, obwohl Gott ihn doch als nicht vollkommen geschaffen hat.Die Entwicklung des Gottesbildes im Judentum von den Anfängen bis heute

  • Die Sache mit der Führung
    Die Sache mit der Führung
    Die Sache mit der Führung

    Die moderne Gesellschaft ist es gewohnt, Führungsansprüche scharf zu begrenzen. Diese müssen sich entweder daran ausweisen, dass sie den Weg kennen, oder daran, dass ihre Macht mit den Verhältnissen auf eine nachvollziehbare Weise abgestimmt ist. Das vorliegende Buch beschäftigt sich mit dem zweiten Fall. Es geht um Führung als eine Form der Ausübung von Macht, der die Geführten zuzustimmen bereit sind, weil sie sehen und überprüfen können, an welche Verhältnisse sich die Führung ihrerseits gebunden sieht. Führung übernimmt das Risiko einer notwendigen, weil unvermeidbaren Willkür. Damit jedoch rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie die Gesellschaft im Allgemeinen und ihre Organisationen im Besonderen sicherstellen, dass genug Willkürchancen für allfällige Entscheidungen bereitstehen. Die kritische Theorie der Macht und der Führung, die in den vergangenen Jahrzehnten vor allem die deutschsprachige Literatur dominiert hat, hat diese Frage nach der Fähigkeit zur Bereitstellung von positiven Willkürchancen in den blinden Fleck unserer Beschäftigung mit Fragen der Macht und der Führung rutschen lassen. Dieses Buch diskutiert einen Vorschlag, wie dieses Manko korrigiert werden kann.

  • Volkskrankheit Depression?
    Volkskrankheit Depression?
    Volkskrankheit Depression?

    Depressionen gehören zu den häufigsten Erkrankungen in der Psychiatrie und werden auch oft bei verschiedenen organ-medizinischen Erkrankungen beobachtet. Häufig ist den Betroffenen nicht bewusst, dass es sich dabei um eine Erkrankung wie jede andere handelt, sodass diese Menschen oft nicht die nötige Hilfe in Anspruch nehmen. Dabei zeigen neuere medikamentöse Behandlungsmethoden bei depressiven Erkrankungen Erfolge, die mit jenen bei der Behandlung internistischer Erkrankungen vergleichbar sind. Männer suchen auch in der Psychiatrie signifikant seltener Hilfe als Frauen, was unter anderem zu ungünstigeren Krankheitsverläufen und erhöhten Suizidraten führt. Bei Frauen werden etwa zwei- bis dreimal so häufig Depressionen diagnostiziert wie bei Männern, was sich auf mit der weiblichen Geschlechtsrolle zusammenhängende psychosoziale Stressfaktoren und deren spezifische Verarbeitung zurückführen lässt.Siegfried Kasper und Anne Maria Möller-Leimkühler geben einen Überblick zum Verständnis depressiver Erkrankungen und des Behandlungsverlaufs und deren geschlechtsspezifischen Charakteristika.

  • Freud und Wittgenstein. Sprache und menschliche Natur
    Freud und Wittgenstein. Sprache und menschliche Natur
    Freud und Wittgenstein. Sprache und menschliche Natur

    In der Suche nach gültigen Antworten über das Wesen des menschlichen Bewusstseins wirken Sigmund Freud und sein Schaffen bis heute fort. Zentral für seine Forschungen war eine Theorie der Sprache und deren Funktion im Bewusstsein des Individuums. Die Sprache war Sigmund Freuds wissenschaftliches Instrument - seiner Theorie nach ist sie zudem wesentlich für die Naturwissenschaften und die Künste, vor allem aber, so war Freud überzeugt, ein notwendiger Bestandteil von gemeinschaftlichen kulturellen Ideen, die das Aggressive im Menschen eindämmen können. Karl Kraus kritisierte Freud - die Psychoanalyse mache auf manipulierende und irreführende Art und Weise von der Sprache Gebrauch - und warf ihm vor, aufklärungsfeindlich und unwissenschaftlich zu sein. Ludwig Wittgenstein setzte diese Kritik fort - die Traumdeutung beispielsweise hielt er, genau wie Kraus, für unsachlich. Leon Botstein zeigt die Widersprüche, aber auch die Übereinstimmungen zwischen den Theorien Freuds und dem Werk Wittgensteins, insbesondere in Fragen der Identität, des Bewusstseins und vor allem der Sprache.

  • Woher kamen die Israeliten?
    Woher kamen die Israeliten?
    Woher kamen die Israeliten?

    Der Judaist und Theologe Peter Landesmann beschäftigt sich in diesem Band der Wiener Vorlesungen anschaulich mit einem Überblick über die unterschiedlichen Theorien zur Herkunft der Hebräer. Die Anfänge der Besiedelung Palästinas lassen sich archäologisch ziemlich genau datieren - mit Hilfe von Inschriften, die zum ersten Mal von "Israeliten" zeugen. Die ethnischen Hintergründe der Siedler im nachmals Heiligen Land aber lassen große Fragen offen: Zwar gibt es einige wissenschaftliche Theorien, die Landesmann anführt, diese sind zum Teil aber sehr widersprüchlich. Auf eine Auswahl an archäologischen Funden wird in den Texten genauer eingegangen, und es erschließen sich neue Erkenntnisse über den Vergleich dieser Zeitzeugnisse mit Bibelberichten. Landesmann schließt seine Ausführungen mit einer gut untermauerten Theorie des Besiedlungsvorgangs und der ethnischen Herkunft der Israeliten. Der Ägyptologe Manfred Bietak ergänzt Landesmanns Theorie vom Gesichtspunkt seines Faches um weitere archäologische Hinweise auf Zeit und Art der Besiedelung Palästinas.

  • Peter Altenberg - prophetischer Asket mit bedenklichen Neigungen
    Peter Altenberg - prophetischer Asket mit bedenklichen Neigungen
    Peter Altenberg - prophetischer Asket mit bedenklichen Neigungen

    Peter Altenberg gilt bis heute als Repräsentant der Wiener Moderne, als Botschafter 'eines von den geltenden Normen befreiten naturhaften Lebens'. Das von Altenberg selbst installierte Bild als bedauernswerter, radikaler Außenseiter der Gesellschaft hält sich hartnäckig, obwohl er einen eigenen Circle hielt und sich inmitten der intellektuellen Kreise der Wiener Moderne bewegte.Statt die Anekdotik vom schrulligen Einzelgänger und Präzeptor der literarischen Moderne weiter zu tradieren, bettet der vorliegende Band Peter Altenbergs Schriften in ihren kulturgeschichtlichen Kontext ein. So sind die von Altenberg penetrant verfochtenen Lebenslehren und Affektregulierungen mittels Diätetik und Hygiene symptomatisch für die Epoche um 1900, die von einem Begehren nach Steuerung der körperlichen wie seelischen Energien umgetrieben wurde.Sein Werk vor der Folie seiner Entstehungszusammen hänge zu lesen bedeutet nicht, seine problematischen Aspekte - seine Kriegsbegeisterung, seine antisemitischen Ausritte, seine Sympathie für Karl Lueger oder die literarischen Spuren seiner pädophilen Neigungen - auszusparen oder als unwesentlich abzutun.

  • Die Geburt des Christentums aus dem Judentum
    Die Geburt des Christentums aus dem Judentum
    Die Geburt des Christentums aus dem Judentum

    An zahlreichen biblischen Textbeispielen verdeutlicht der Theologe Peter Landesmann, wie sehr das Christentum in seinem Ursprung auf die Überlieferung der Hebräischen Bibel Bezug nimmt und auf diese aufbaut. Die Bücher der Hebräischen Bibel wurden nicht bloß als "Altes Testament" in die christliche Bibel integriert. Darüber hinaus verweisen zweihundertzwölf Stellen im christlichen "Neuen Testament" als wörtliche Zitate auf diesen Bezugsrahmen und damit auf die direkte Abkunft des Christentums.

  • Auf dem Weg zu einer europäischen Gedächtniskultur
    Auf dem Weg zu einer europäischen Gedächtniskultur
    Auf dem Weg zu einer europäischen Gedächtniskultur

    Haben die Nationen Europas eine Chance auf Fortbestand? Oder werden sie, wie der Philosoph Ernest Renan einst meinte, in einer europäischen Konföderation aufgehen? Was hält Europa im Innersten zusammen?Aleida Assmann stellt sich diesen Fragen und begibt sich vor allem auf die Spur einer gemeinsamen europäischen Erinnerungskultur. Dabei macht sie als gemeinsamen europäischen Bezugspunkt den Holocaust und dessen Überwindung aus - seit 2005 beispielsweise ist der Eintritt in die europäische Holocaust-Erinnerungsgemeinschaft eine Beitrittsauflage der EU. Auch der Stalinismus und der Kalte Krieg und deren Aufarbeitung beziehungsweise Nicht-Aufarbeitung sind Bausteine auf einem Weg hin zur dialogischen Erinnerung, in der das dem Nachbarn zugefügte Leid ins eigene Gedächtnis mitaufgenommen wird. Somit entsteht ein gemeinsames historisches Wissen. Aleida Assmann tritt für die dialogische Erinnerung als Instrument zur Überwindung der Geschichte der Gewalt und zur Zusammenführung der europäischen Nationen ein.

  • Freuds Ödipus im androgynen Rosenkavalier
    Freuds Ödipus im androgynen Rosenkavalier
    Freuds Ödipus im androgynen Rosenkavalier

    Hugo von Hofmannsthals "Rosenkavalier" wurde 1911 in Dresden uraufgeführt. Freuds Hauptwerk, "Die Traumdeutung", erschien 1900 in Wien. Hofmannsthal gibt vor, eine Tradition fortzusetzen, die er in Wirklichkeit auf den Kopf gestellt hat und hinter sich lässt. Es ist die Tradition eines hochzivilisierten Europa, die zwar dekadent geworden war, aber in Hofmannsthals Kreisen war auch die Dekadenz modisch und willkommen. Das 18. Jahrhundert, das er sich erträumte, war eine Übergangszeit. Doch war sich Hofmannsthal wohl bewusst, dass historische Fiktionen keine Rekonstruktionen, sondern Interpretationen sind und sein müssen. In seinem "Ungeschriebenen Nachwort zum ›Rosenkavalier‹" heißt es: "Es könnte scheinen, als wäre hier mit Fleiß und Mühe das Bild einer vergangenen Zeit gemalt, doch ist dies nur Täuschung und hält nicht länger dran als auf den ersten flüchtigen Blick. Die Sprache ist in keinem Buch zu finden, sie liegt aber noch in der Luft, denn es ist mehr von der Vergangenheit in der Gegenwart, als man ahnt …" Dieser letzte Nebensatz könnte auch ein Leitsatz der zu seiner Zeit neuen Wiener Wissenschaft, der Psychoanalyse, sein …

  • Schorskes Wien: Eine Neuerfindung
    Schorskes Wien: Eine Neuerfindung
    Schorskes Wien: Eine Neuerfindung

    Mit seinen Forschungen über die Wiener Gesellschaft und Kulturlandschaft des Fin de Siècle hat der amerikanische Kulturhistoriker Carl E. Schorske nicht nur einen wesentlichen Beitrag zur Kulturgeschichte Österreichs geleistet, er hat auch das Selbstverständnis der Wiener Kulturlandschaft geprägt und, daraus resultierend, den Kulturtourismus der österreichischen Hauptstadt zum Blühen gebracht.In vier Beiträgen würdigen der Kulturhistoriker Hubert Christian Ehalt, der Wissenschaftstheoretiker Friedrich Stadler, der Historiker Edward Timms und die Historikerin Heidemarie Uhl den Menschen und Forscher Schorske: Mit seinem bahnbrechenden Werk 'Wien um 1900' stellte er der historischen Erzählung ein neues Narrativ zur Verfügung, das mit Begeisterung angenommen wurde.

  • Menschen mit Demenz in der Familie: Ethische Prinzipien im täglichen Umgang
    Menschen mit Demenz in der Familie: Ethische Prinzipien im täglichen Umgang
    Menschen mit Demenz in der Familie: Ethische Prinzipien im täglichen Umgang

    Ist die Demenz eine unheilbare Krankheit? Kann ein wirksames Medikament dagegen gefunden werden? Oder sollte man dieses Phänomen nicht viel eher als eine natürliche Entwicklung im Prozess des Alterns betrachten?Katharina Gröning und Katharina Heimerl, Demenz- und Palliative-Care-Forscherinnen, legen dar, wie hilflos die Medizin im Umgang mit Demenzerkrankten ist - ist doch die Demenz ein hirnorganisches Paradoxon und keinesfalls eine heilbare Erkrankung. Dies zwingt die Gesellschaft, neue Wege zu gehen. Die beiden Forscherinnen fordern darüber hinaus ein vertieftes Verständnis allen Betroffenen gegenüber - nicht bloß für die Erkrankten, sondern auch für die Pflegenden.

  • Die alte und die neue Euthanasiediskussion: Tötung auf wessen Verlangen?
    Die alte und die neue Euthanasiediskussion: Tötung auf wessen Verlangen?
    Die alte und die neue Euthanasiediskussion: Tötung auf wessen Verlangen?

    Die Medizin des 18. und 19. Jahrhunderts verstand Euthanasie im Wortsinne des guten Sterbens - der Sterbebegleitung, wie wir heute sagen würden. Der Sterbende sollte gut und leicht und vor allem begleitet aus dem Leben gehen. Erst am Ende des 19. Jahrhunderts setzte die moderne Debatte zur Euthanasie an, die die Tötung Schwerkranker auf ihr eigenes persönliches Verlangen ebenso einforderte wie die Tötung von Bewusstlosen, Behinderten oder anderen Personen, die nicht oder nicht mehr für sich sprechen könnten, deren Leben aber nicht wert sei, gelebt zu werden. Zwar wird in den heutigen Forderungen zur Legalisierung der Tötung auf Verlangen und auch in den Staaten, die die Euthanasie legalisiert haben, das Tötungsverlangen stets an die individuelle Willensäußerung der Betroffenen gebunden. Ein genauer Blick auf die Praxis zeigt aber, dass diese Bindung oft fraglich ist und die Tötung von Menschen, die sich nicht oder nicht mehr äußern können, untrennbar mit dem Freiheitsversprechen für diejenigen, die ihren Sterbewunsch selbstbestimmt äußern können, verbunden ist.

  • Ansturm auf das Abendland?: Zur Wahrnehmung des Islam in der westlichen Gesellschaft
    Ansturm auf das Abendland?: Zur Wahrnehmung des Islam in der westlichen Gesellschaft
    Ansturm auf das Abendland?: Zur Wahrnehmung des Islam in der westlichen Gesellschaft

    In den aktuellen Identitätsdebatten Europas geht es nicht mehr wie im 19. Jahrhundert um die Emanzipation von Juden, sondern um die Integration von Muslimen. Verlustängste und Bedrohungsszenarien werden beschworen, um die Gefahr eines Ansturms auf das Abendland, die 'Islamisierung Europas' zu konstruieren. Feindbilder grenzen nicht nur aus, sie bedienen Sehnsüchte nach schlichter Welterklärung in einem System, das nur gut und böse kennt. Feindbilder sind aber gefährlich: Das pauschale Verdikt der 'Islamkritiker' gegen die Muslime bestreitet deren Menschen- und Bürgerrecht, das Plädoyer des Historikers Wolfgang Benz für mehr Toleranz wendet sich gegen die schlimmsten Traditionen unserer Geschichte.

  • Wien als "Das neue Ghetto"? Arthur Schnitzler und Theodor Herzl im Dialog
    Wien als "Das neue Ghetto"? Arthur Schnitzler und Theodor Herzl im Dialog
    Wien als "Das neue Ghetto"? Arthur Schnitzler und Theodor Herzl im Dialog

    Arthur Schnitzler und Theodor Herzl kennen sich seit ihrer gemeinsamen Studienzeit an der Universität Wien. 1892 beginnt ihr Briefwechsel. Herzl träumt damals von einer Erfolgskarriere als Bühnenautor. Im November 1894 ist er noch Korrespondent der Neuen Freien Presse in Paris. An seinen literarischen Mentor Schnitzler schickt er das Manuskript seines Stücks 'Das neue Ghetto' in der Hoffnung, Zuspruch und Unterstützung zu bekommen. Schnitzler aber merkt sofort, dass er weder den literarischen Stil mag, noch die Ansichten Herzls über die 'Judenfrage' teilt. Damals ist Herzl von der zionistischen Idee noch weit entfernt, dennoch ist Schnitzler mit diesem Tendenzstück nicht einverstanden: Nicht die jüdische Assimilation hat in seinen Augen versagt, sondern die Wiener Gesellschaft, in der Antisemitismus zum Kulturcode geworden sei. Im Januar 1898 wird das Stück im Carltheater in Wien aufgeführt - Sigmund Freud sitzt im Publikum: Die 'Traumdeutung' legt über seinen nachhaltigen Eindruck Rechenschaft ab. Schon damals steht Freud seinem 'Doppelgänger' Schnitzler in der 'Judenfrage' näher als dem Zionismus Theodor Herzls.

  • Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft im Diskurs
    Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft im Diskurs
    Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft im Diskurs

    Vermeintliche Gegensätze – Kunst und Wissenschaft – stellen die drei Autoren in diesem Band nebeneinander und führen sie im Diskurs zusammen. Hubert Christian Ehalt, Konrad Paul Liessmann und Robert Pfaller führen, jeder von einer anderen Warte, aus, was Kunst in der Wissenschaft und was die Wissenschaft in der Kunst ist, wie untrennbar die beiden sind, wie sie sich gegenseitig prägen. Das verwundert nicht, waren sie doch einmal eins - die artes an den mittelalterlichen Universitäten. Dennoch stehen sie in einem Spannungsverhältnis, in dem die Kunst das Zweckfreie, die Wissenschaften das Materielle, Zweckgebundene darstellen. Klar ist jedoch: Das Eine kann ohne das Andere nicht gesund existieren. In diesen überkommenen Dialog mischt sich nun die Wirtschaft ein, die wieder neue Anforderungen an beide Disziplinen stellt: Effizienz und Gewinn – und somit der Tendenz Vorschub leistet, Kunst und Wissenschaft in den Dienst eines allgegenwärtigen Kulturkapitalismus zu stellen.

  • Umweltgeschichte: Ein Plädoyer für Rücksicht und Weitsicht
    Umweltgeschichte: Ein Plädoyer für Rücksicht und Weitsicht
    Umweltgeschichte: Ein Plädoyer für Rücksicht und Weitsicht

    Umweltgeschichte untersucht die Ursachen und Folgen langfristiger Entwicklungen in der Vergangenheit. Aus diesem Wissen sind die Unsicherheiten, möglichen Nebenwirkungen und unerwarteten Synergien in der Zukunft abzuleiten. Einsicht, Umsicht, Voraussicht, Rücksicht auf Natur und Menschen aber auch Zuversicht sind nötig, um die umfassende gesellschaftliche Transformation zu einer nachhaltigen Gesellschaft zu bewerkstelligen. Ein solches Denken erfordert neue Wege der Ausbildung, des Handelns und der Bewertung. Umweltgeschichte liefert Einsichten, etwa in die Geschwindigkeit natürlicher und gesellschaftlicher Prozesse, Einsicht in die Unumkehrbarkeit vieler Eingriffe, oder in die langfristigen negativen Folgen kurzfristig erfolgreicher Anpassung. Die Wandelbarkeit unserer Wahrnehmungen und Bewertungen ist ebenso Thema wie die Antriebskräfte des Wandels im Anthropozän. Das Futterhäuschen 'Kontraspatz', die sowjetischen Großbauten des Kommunismus, die Bewässerungsanlagen der Hohokam im Südwesten der heutigen USA und die Geschichte der Niederlande machen diese Einsichten praktisch greifbar.

  • Höflichkeit heute. Zwischen Manieren, Korrektheit und Respekt
    Höflichkeit heute. Zwischen Manieren, Korrektheit und Respekt
    Höflichkeit heute. Zwischen Manieren, Korrektheit und Respekt

    Die Beschleunigung der Geschichte und die Globalisierung haben zu einem gewissen Untergang der ›guten Sitten‹ beigetragen. Es bleibt aber weiterhin notwendig, Personen als solche anzuerkennen und mit Rücksicht und Respekt zu behandeln. Wer heute Respekt einfordert, muss der ständigen gesellschaftlichen Organisation von Respektlosigkeit - etwa einer Radikalisierung des ökonomischen Denkens oder Wirtschaftskriege, in denen Rassismus einen Nebeneffekt darstellt, Rechnung tragen.

  • Licht und Schatten der Öffentlichkeit: Zu Voraussetzungen und Folgen der digitalen Innovation
    Licht und Schatten der Öffentlichkeit: Zu Voraussetzungen und Folgen der digitalen Innovation
    Licht und Schatten der Öffentlichkeit: Zu Voraussetzungen und Folgen der digitalen Innovation

    Öffentlichkeit ist keine Erfindung der Moderne, sondern eine Elementarbedingung der menschlichen Zivilisation. Sie ist auf das Engste mit dem Aufbau von Institutionen, vor allem mit der Entfaltung des Rechts sowie mit dem Siegeszug der Künste und der Wissenschaften verbunden. Dass sie neben ihren großen Vorzügen auch Gefahren in sich birgt, zeigt allein die Unverzichtbarkeit des Privaten, das unter Bedingungen der digital verstärkten Öffentlichkeit gänzlich neuen Gefährdungen ausgesetzt ist.

  • Zu den historischen Wurzeln der Kontrollgesellschaft
    Zu den historischen Wurzeln der Kontrollgesellschaft
    Zu den historischen Wurzeln der Kontrollgesellschaft

    Was heute Geheimdiensten Backdoor zum Zugriff auf die Server der Internetkonzerne ist, waren in der Frühen Neuzeit die auf Papier basierenden Aufschreibesysteme sowie klassische Formen der persönlichen Kontrolle. Jana Herwig und Anton Tantner enthüllen die Daten als neu entdeckten Rohstoff der digitalen Ära, dessen Ausbeutung im 21. Jahrhundert allmählich Fahrt aufnimmt.

  • Sex zwischen Befreiung und neuer Disziplinierung
    Sex zwischen Befreiung und neuer Disziplinierung
    Sex zwischen Befreiung und neuer Disziplinierung

    Wie sexualisiert ist unsere Gesellschaft? Welchen Einfluss haben Pornografie und Medien auf das Sexualverhalten? Fragen, denen der Sozialwissenschaftler Franz X. Eder, der Sozialhistoriker Hubert Christian Ehalt und die Kulturwissenschaftlerin Suleika Mundschitz auf den Grund gehen. Es gibt im 21. Jahrhundert Normvorstellungen romantischer und sexueller Sehnsüchte, die wenig bis gar nichts mit der Realität zu tun haben. So wird Sex zur Leistung, Pornografie zur Anleitung. Für jüngere Leute jedoch ist Sex zu einem Lebensfeld unter vielen anderen geworden, zu einem alltäglichen Lust-, Befriedigungs- und Konsumangebot.

  • Ruth Klüger und Wien
    Ruth Klüger und Wien
    Ruth Klüger und Wien

    Ruth Klüger, 1931 in Wien geboren, wurde 1942 nach Theresienstadt deportiert, von dort nach Auschwitz und in weitere Lager. 1945 Ausbruch aus dem Lager, 1947 Emigration in die USA. Sie war Professorin für deutsche Sprache und Literatur in Cleveland, Kansas, Virginia, Princeton und Irvine. 1992 erschien ihr vielfach preisgekröntes Buch "weiter leben - Eine Jugend". Für ihre Leistungen als Literaturwissenschaftlerin und Literatin wurde sie 2015 mit zwei großen Auszeichnungen geehrt: Dem Paul-Waztlawick-Ehrenring der Ärztekammer Wien sowie dem Ehrendoktorat der Universität Wien. Der Kulturhistoriker Hubert Christian Ehalt und die Literaturwissenschaftlerinnen Daniela Strigl und Konstanze Fliedl würdigen in diesem Band die Geehrte.

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