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Spätmittelalterliche Residenzbildung in geistlichen Territorien Mittel- und Nordostdeutschlands
Ruppiner Bauernleben 1648–1806: Sozial- und wirtschaftsgeschichtliche Untersuchungen einer ländlichen Gegend Ostelbiens
Bischof, Domkapitel und Klöster im Bistum Havelberg 1522-1598: Strukturwandel und Funktionsverlust
eBook-Reihen23 Titel

Studien zur brandenburgischen und vergleichenden Landesgeschichte

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Über diese Serie

Heinz Schönemann, Kunsthistoriker und ehemals Stiftungskonservator, war einer der jüngsten Museumsdirektoren der DDR am namhaften Kunstmuseum Moritzburg in Halle, nachdem er sich in seinen denkmalpflegerischen Lehrjahren leidenschaftlich mit Schinkel und der Architektur des 19. Jahrhunderts beschäftigt hatte. Nach den Ereignissen vom August 1968 geriet er mit seinen Sammlungs- und Museumsvisionen an kulturpolitische Grenzen und ging nach Potsdam-Sanssouci, um sich als Schlösserdirektor, später als stellvertretender Generaldirektor und Stiftungskonservator für die Bewahrung des heutigen UNESCO-Weltkulturerbes einzusetzen, ohne die zeitgenössische Kunst je aus den Augen zu verlieren. Schönemanns Blick auf die Dinge ist selten vorhersehbar. Der ausgezeichnete Erzähler weiß, mit lebendigen Geschichten seine Zuhörer in den Bann zu ziehen.
Horst Ruprecht, Theaterregisseur und ehemals Ensembleleiter, ließ sich zum Schauspieler ausbilden, entdeckte aber bald sein Regietalent. Mit Willensstärke und großen Ambitionen begann er Regie zu führen, und eine Aspirantur bei Fritz Bennewitz am Deutschen Nationaltheater Weimar brachte ihn seinem Ziel näher. So gelang es Ruprecht, als Oberspielleiter am Theater in Nordhausen und in Meiningen, als Schauspieldirektor am Landestheater Halle, auf den Bühnen der Stadt Magdeburg und nach dem Fall der Mauer am Schauspielhaus Leipzig erfolgreich zu inszenieren. »Welthaltiges« sollte spektakulär und möglichst radikal auf die Bühnen der »geschlossenen Gesellschaft« gebracht werden. In Texten des Sturm und Drang, bei Horváth, Grabbe und Büchner suchte er Parallelen zur Gegenwart.
In beiden Fällen offenbart das rekonstruierte Spannungsverhältnis von Anpassung und Verweigerung eindrucksvoll, wie nahe unter den gegebenen DDR-Verhältnissen Erfolg und Scheitern beieinanderliegen konnten.
SpracheDeutsch
Erscheinungsdatum1. Okt. 2003
Spätmittelalterliche Residenzbildung in geistlichen Territorien Mittel- und Nordostdeutschlands
Ruppiner Bauernleben 1648–1806: Sozial- und wirtschaftsgeschichtliche Untersuchungen einer ländlichen Gegend Ostelbiens
Bischof, Domkapitel und Klöster im Bistum Havelberg 1522-1598: Strukturwandel und Funktionsverlust

Titel in dieser Serie (23)

  • Bischof, Domkapitel und Klöster im Bistum Havelberg 1522-1598: Strukturwandel und Funktionsverlust
    Bischof, Domkapitel und Klöster im Bistum Havelberg 1522-1598: Strukturwandel und Funktionsverlust
    Bischof, Domkapitel und Klöster im Bistum Havelberg 1522-1598: Strukturwandel und Funktionsverlust

    Im Zuge der Reformation wurden tradierte christliche Lebensformen radikal in Frage gestellt. Mit der Ablehnung der Heilsmächtigkeit frommer Werke und eines sich durch Gelübde bindenden Lebens galt dies auch für die klösterliche Lebensweise. Die Autorin untersucht, auf welche Weise Bischof, Domkapitel und Klöster des Bistums Havelberg - darunter Heiligengrabe, Lindow und Neuruppin - von diesen Prozessen berührt wurden. Sie kann anhand der einzelnen Kommunitäten nachweisen, daß nicht allein die Reformation ein ausschlaggebendes Moment für die Veränderung des kirchlichen Lebens zu Beginn der Neuzeit war, sondern sich bereits im 15. Jahrhundert das Verhältnis von Kirche und Territorialstaat maßgeblich verändert hatte, indem die Landesherren Einfluß über die in ihrem Territorium ansässigen geistlichen Institutionen erlangten. Ein weitgespannter Bogen von der Gründungszeit bis in die Reformationszeit macht einleuchtend und systematisch die Gründe deutlich, warum manche kirchlichen Institutionen im 16. Jahrhundert aufgelöst wurden, andere jedoch bis in unsere Zeit hinein als geistliche Lebensgemeinschaften fortexistieren konnten.

  • Spätmittelalterliche Residenzbildung in geistlichen Territorien Mittel- und Nordostdeutschlands
    Spätmittelalterliche Residenzbildung in geistlichen Territorien Mittel- und Nordostdeutschlands
    Spätmittelalterliche Residenzbildung in geistlichen Territorien Mittel- und Nordostdeutschlands

    Im 13. und 14. Jahrhundert verließen viele Bischöfe und Erzbischöfe ihre Kathedralstädte und schufen sich an anderen Orten ihres Territoriums neue Residenzen, Burgen und Schlösser, die zu Mittelpunkten ihrer weltlichen Herrschaftsausübung aufstiegen. Die vierzehn Beiträge des Bandes untersuchen die spätmittelalterliche (erz-)bischöfliche Residenzbildung anhand von Beispielen aus dem mittel- und nordostdeutschen Raum (Magdeburg, Merseburg, Naumburg, Meißen, Brandenburg, Havelberg, Lebus, Preußen) sowohl unter politik- und verfassungsgeschichtlichen als auch unter bau- und kunsthistorischen Gesichtspunkten und gehen den spezifischen Gründen für die (erz-)bischöfliche Trennung von Kathedrale und Domkapitel nach, die offensichtlich – im Gegensatz zu auswahlweise behandelten west- und südwestdeutschen Beispielen (v.a. Mainz) – nicht in der Konfrontation mit den Autonomiebestrebungen aufstrebender städtischer Bürgerschafen zu finden sind.

  • Ruppiner Bauernleben 1648–1806: Sozial- und wirtschaftsgeschichtliche Untersuchungen einer ländlichen Gegend Ostelbiens
    Ruppiner Bauernleben 1648–1806: Sozial- und wirtschaftsgeschichtliche Untersuchungen einer ländlichen Gegend Ostelbiens
    Ruppiner Bauernleben 1648–1806: Sozial- und wirtschaftsgeschichtliche Untersuchungen einer ländlichen Gegend Ostelbiens

    Am Beispiel einer überschaubaren Gegend, zweier Herrschaften des brandenburgischen Kreises Ruppin, werden die Entwicklungen der bäuerlichen Wirtschaften in ihren komplexen Sozialzusammenhängen zwischen dem Dreißigjährigen Krieg mit seinen schweren Verwüstungen und der Agrarkonjunktur des letzten Drittels des 18. Jahrhunderts mit einem rapiden Getreidepreisanstieg genau und differenziert dargestellt. Die Aufmerksamkeit konzentriert sich dabei nicht allein auf die Gutsherrschaft, sondern vor allem die Familien-, Verwandtschafts- und Gemeindebeziehungen der bäuerlichen und unterbäuerlichen Bevölkerung werden berücksichtigt. Die Unterschiede der sozialökonomischen Verhältnisse je nach Orten, Höfen oder Sozialschichten, die gerade im kleinen Raum durch die dortigen Bewohner selbst erfahren wurden, werden herausgearbeitet, so dass die Vorteile der lokalen Geschichte und einer mikohistorischen Sozialgeschichtsstudie nachhaltig zur Geltung kommen.

  • Nachkriegsjahre in der Provinz: Der brandenburgische Landkreis Zauch-Belzig 1945–1952
    Nachkriegsjahre in der Provinz: Der brandenburgische Landkreis Zauch-Belzig 1945–1952
    Nachkriegsjahre in der Provinz: Der brandenburgische Landkreis Zauch-Belzig 1945–1952

    Mit dem vorliegenden Band wird der Leserschaft zum ersten Mal eine breit angelegte Untersuchung zur Geschichte einer brandenburgischen Teilregion in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg geboten. Damit besitzt diese Arbeit geradezu Pilotcharakter. Geographischer Untersuchungsgegenstand ist der ehemalige Kreis Zauch-Belzig, dessen Gebiet heute den Kern des südwestlich von Berlin gelegenen Landkreises Potsdam-Mittelmark bildet. Die Arbeit fußt insbesondere auf der gründlichen Auswertung von unveröffentlichten Archivalien und amtlichen zeitgenössischen Quellen, indes fanden auch Lebenserinnerungen, Mitteilungen und Aussagen von Zeitzeugen vielfältig Berücksichtigung. Inhaltliche Schwerpunkte sind die Themenfelder Politik und Verwaltung, Wirtschaft, soziale und demographische Verhältnisse. Der Leser kann anhand der wissenschaftlich fundierten Darstellung nachvollziehen, wie sich die tiefgreifenden Umbrüche und Wandlungen der Jahre 1945 bis 1952 im östlichen Deutschland ganz konkret auf einen einzelnen brandenburgischen Landkreis auswirkten und wie die dort ansässige Bevölkerung, die schwer mit den alltäglichen Nöten rang, gerade auf die so bedingten einschneidenden Veränderungen ihrer 'althergebrachten' Lebenswelt reagierte.

  • Die Mark Brandenburg des 14. Jahrhunderts: Markgräfliche Herrschaft zwischen räumlicher 'Ferne' und politischer 'Krise'
    Die Mark Brandenburg des 14. Jahrhunderts: Markgräfliche Herrschaft zwischen räumlicher 'Ferne' und politischer 'Krise'
    Die Mark Brandenburg des 14. Jahrhunderts: Markgräfliche Herrschaft zwischen räumlicher 'Ferne' und politischer 'Krise'

    Das brandenburgische 14. Jahrhundert ist in der Forschung zum Sinnbild von Krise und Anarchie stilisiert worden. Nur zu gut passte dieses Bild in eine Geschichtswahrnehmung, die von der Heroisierung der streitbaren askanischen und hohenzollernschen Markgrafen geprägt war. Hatten die einen das Land mit dem Schwert erschaffen, machten die anderen es zur beherrschenden Großmacht. Die Markgrafen des 14. Jahrhunderts verschleuderten hingegen ihren Besitz, waren kaum anwesend und obendrein unfähig. Der Autor geht dieser scheinbar so schlüssigen Geschichtsdarstellung auf den Grund, indem er einerseits die Ergebnisse der älteren Geschichtsschreibung und deren theoretische Annahmen kritisch gegen Strich bürstet und andererseits das 14. Jahrhundert und ihre Markgrafen in einem größeren Bedingungsrahmen analysiert. Dabei kommt er zu interessanten Entdeckungen. Die fremdländischen Markgrafen brachten Modernisierungen ins Land, ihre räumliche und kulturelle Ferne setzte Impulse für Prozesse der Identitätsbildung und Selbständigkeit des Landes und schließlich: die vermeintlich negativen Merkmale des Jahrhunderts lassen sich als notwendige Schritte der Entwicklung charakterisieren, die Brandenburg auch mit anderen Territorialstaaten teilte.

  • Im Dialog mit Raubrittern und Schönen Madonnen: Die Mark Brandenburg im späten Mittelalter
    Im Dialog mit Raubrittern und Schönen Madonnen: Die Mark Brandenburg im späten Mittelalter
    Im Dialog mit Raubrittern und Schönen Madonnen: Die Mark Brandenburg im späten Mittelalter

    Ausgewiesene Historiker, Literaturwissenschaftler, Kunst- und Bauhistoriker entfalten in fast fünfzig eindrucksvoll bebilderten Beiträgen ein neuartiges Panorama der Mark Brandenburg des späten Mittelalters. Kapitel wie 'Glänzende Höfe', 'Vor und hinter Kirchentüren', 'In der Stadt', 'Aus Goldfäden und Backsteinen', 'Auf Bühnen und Büchertischen' laden den Leser ein zu neuen Entdeckungen in der Zeit des späten Mittelalters. In der Begegnung mit 'Raubrittern' und 'Schönen Madonnen' werden die Dynamik und die Widersprüche der Zeit zwischen 'Schwarzem Tod' und Reformation anschaulich. Das Lesebuch zu einer der faszinierendsten Epochen der brandenburgischen Landeskultur erscheint begleitend zu dem großangelegten Ausstellungs-Projektverbund 'Raubritter und Schöne Madonnen' in Potsdam, Berlin, Brandenburg an der Havel und in Ziesar.

  • Friedrich der Große und die Mark Brandenburg: Herrschaftspraxis in der Provinz
    Friedrich der Große und die Mark Brandenburg: Herrschaftspraxis in der Provinz
    Friedrich der Große und die Mark Brandenburg: Herrschaftspraxis in der Provinz

    Der 300. Geburtstag Friedrichs des Großen bietet die Möglichkeit, Leben und Wirken des wohl berühmtesten preußischen Monarchen aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und neue Fragen aufzuwerfen. Der aus einer Tagung mehrerer historischer Vereine und Institutionen hervorgehende Aufsatzband beschäftigt sich mit ausgewählten Facetten der Regierungspraxis dieses Königs in der Zentrallandschaft des preußischen Gesamtstaates. Das Spektrum reicht von der Personalpolitik in der Verwaltung über die Haltung des Königs zum Adel und Städtewesen bis hin zur Siedlungs- und Domänenpolitik. Zwar steht die Mark Brandenburg im Mittelpunkt des Interesses, doch nehmen die Beiträge unter komparativem Aspekt auch die anderen 'Provinzen' des Gesamtstaates in den Blick.

  • Regionalität und Transfergeschichte: Ritterordenskommenden der Templer und Johanniter im nordöstlichen Deutschland und in Polen seit dem Mittelalter (Zugleich: Band 4 der 'Schriften der Landesgeschichtlichen Vereinigung für die Mark Brandenburg, N.F.')
    Regionalität und Transfergeschichte: Ritterordenskommenden der Templer und Johanniter im nordöstlichen Deutschland und in Polen seit dem Mittelalter (Zugleich: Band 4 der 'Schriften der Landesgeschichtlichen Vereinigung für die Mark Brandenburg, N.F.')
    Regionalität und Transfergeschichte: Ritterordenskommenden der Templer und Johanniter im nordöstlichen Deutschland und in Polen seit dem Mittelalter (Zugleich: Band 4 der 'Schriften der Landesgeschichtlichen Vereinigung für die Mark Brandenburg, N.F.')

    Geistliche Ritterorden waren im hohen Mittelalter einflussreiche religiöse und soziale Gemeinschaften. Ihre Mitglieder – Priester- und Ritterbrüder – verstanden es, europaweit und zugleich lokal zu agieren. Der Tagungsband zeigt die Bandbreite des religiösen, politischen und kulturellen Handelns der Templer und Johanniter in der Ordensballei Brandenburg vom Mittelalter über die Reformation bis zur Gegenwart auf und zeichnet die Ausbildung regionaler Identitäten nach. Deutsche und polnische Historiker, Archäologen, Bau- und Kunsthistoriker entfalten ein facettenreiches Bild der Wirkungsgeschichte beider Ritterorden und ihrer Kommenden im Raum zwischen Weser und Weichsel. Diese interdisziplinäre Annäherung an die Ordensballei Brandenburg ist zugleich ein anregender Forschungsbeitrag zur brandenburgischen Kulturgeschichte sowie der grenzübergreifenden Regionalitäts- und Transfergeschichte.

  • Generationsübergreifende Verträge reichsfürstlicher Dynastien vom 14. bis zum 16. Jahrhundert
    Generationsübergreifende Verträge reichsfürstlicher Dynastien vom 14. bis zum 16. Jahrhundert
    Generationsübergreifende Verträge reichsfürstlicher Dynastien vom 14. bis zum 16. Jahrhundert

    Erbverbrüderungen, Erbbündnisse und erbliche Verfahren zum Konfliktaustrag sind Vertragsformen, durch die in der von persönlichen Beziehungen und vielfachen Koalitionswechseln geprägten Epoche vom 14. bis zum 16. Jahrhundert generationsübergreifende Kontinuität in den interterritorialen Beziehungen hinsichtlich der Erbfolge, des militärischen Beistands und des Konfliktaustrags erreicht werden konnte. Ziel dieser Untersuchung ist herauszuarbeiten, welche Bedeutung diese Vertragsformen für die Entwicklung der interterritorialen Beziehungen im Reich hatten. Der Ansatz unterscheidet sich von früheren Arbeiten durch die vergleichende Perspektive, wobei neben dem Inhalt der Urkunden auch deren Folgen und Wechselwirkungen behandelt werden. Im Zentrum stehen die erblichen Verträge der reichsfürstlichen Dynastien der Askanier, Hohenzollern, Landgrafen von Hessen, Wettiner und Wittelsbacher, was die Berücksichtigung unterschiedlicher Ausgangslagen ermöglicht. Die Ergebnisse werden durch die Einbeziehung weiterer hochadeliger sowie europäischer Verträge in einen größeren Kontext gestellt.

  • Die Nieder- und Oberlausitz – Konturen einer Integrationslandschaft, Bd. I: Mittelalter
    Die Nieder- und Oberlausitz – Konturen einer Integrationslandschaft, Bd. I: Mittelalter
    Die Nieder- und Oberlausitz – Konturen einer Integrationslandschaft, Bd. I: Mittelalter

    Die Beiträge untersuchen die Prägekraft der Reichsbildung, der christlichen Religion und der römischen Kirche, die kulturlandschaftlichen Wirkungen der hochmittelalterlichen Besiedlung in den beiden Lausitzen sowie das Selbstverständnis ihrer geistlichen, adeligen und städtischen Stände und erhellen dadurch ihre Einordnung in das politische, kirchliche und kulturelle Gefüge des mittelalterlichen Europa und in den Verbund der Böhmischen Kronländer und der luxemburgisch-habsburgischen Herrschaftsbildung. Dabei wird das Zisterzienserkloster Dobrilugk umfassend berücksichtigt. Es handelt sich um den ersten Band der dreiteiligen Publikation 'Die Nieder- und Oberlausitz – Konturen einer Integrationslandschaft': Brandenburgische Landesgeschichte grenzübergreifend – dieser nachbarschafts-geschichtlichen Perspektive folgt die dreibändige neue Darstellung der Geschichte der Niederlausitz und der Oberlausitz vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert. Ein Kreis renommierter Historikerinnen und Historiker aus Tschechien, Polen und Deutschland geht darin den politischen, sozialen und kulturellen Eigentümlichkeiten der im Süden des heutigen Landes Brandenburg gelegenen Niederlausitz und der im Osten des heutigen Landes Sachsen gelegenen Oberlausitz vom mittelalterlichen Landesausbau bis zur territorialen Neuordnung beider Gebiete auf dem Wiener Kongress 1815 nach. Die drei Bände beschreiben, wie Ober- und Niederlausitz durch die Einwirkungen mächtiger Nachbarn und durch allgemeine deutsche und europäische Entwicklungen im Wandel des Alten Reichs und der alteuropäischen Gesellschaft von außen gestaltet worden sind, aber zugleich mit eigenen Anstrengungen, mit Kontinuitäten und Brüchen ihre Eigenart und Selbständigkeit dauerhaft bewahrt haben. So werden aus verschiedenen Perspektiven historische Konturen einer Integrationslandschaft sichtbar, die teilweise bis heute regionale Identitäten mittragen.

  • Die Nieder- und Oberlausitz – Konturen einer Integrationslandschaft, Bd. II: Frühe Neuzeit
    Die Nieder- und Oberlausitz – Konturen einer Integrationslandschaft, Bd. II: Frühe Neuzeit
    Die Nieder- und Oberlausitz – Konturen einer Integrationslandschaft, Bd. II: Frühe Neuzeit

    Eingebettet in die großen konfessionellen und politischen Konflikte des 16. bis 18. Jahrhunderts, werden die die Nieder- und Oberlausitz maßgeblich bestimmenden adligen und städtischen Landstände und ihre 'Freiheiten', die mühevolle Herausbildung multikonfessioneller Landschaften, die Ausbildung der Standesherrschaften und die Ausgestaltung von Residenzen (u.a. Dobrilugk) sowie abgrenzende und grenzübergreifende Austauschvorgänge vorgestellt. Es handelt sich um den zweiten Band der dreiteiligen Publikation 'Die Nieder- und Oberlausitz – Konturen einer Integrationslandschaft': Brandenburgische Landesgeschichte grenzübergreifend – dieser nachbarschafts-geschichtlichen Perspektive folgt die dreibändige neue Darstellung der Geschichte der Niederlausitz und der Oberlausitz vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert. Ein Kreis renommierter Historikerinnen und Historiker aus Tschechien, Polen und Deutschland geht darin den politischen, sozialen und kulturellen Eigentümlichkeiten der im Süden des heutigen Landes Brandenburg gelegenen Niederlausitz und der im Osten des heutigen Landes Sachsen gelegenen Oberlausitz vom mittelalterlichen Landesausbau bis zur territorialen Neuordnung beider Gebiete auf dem Wiener Kongress 1815 nach. Die drei Bände beschreiben, wie Ober- und Niederlausitz durch die Einwirkungen mächtiger Nachbarn und durch allgemeine deutsche und europäische Entwicklungen im Wandel des Alten Reichs und der alteuropäischen Gesellschaft von außen gestaltet worden sind, aber zugleich mit eigenen Anstrengungen, mit Kontinuitäten und Brüchen ihre Eigenart und Selbständigkeit dauerhaft bewahrt haben. So werden aus verschiedenen Perspektiven historische Konturen einer Integrationslandschaft sichtbar, die teilweise bis heute regionale Identitäten mittragen.

  • Die Nieder- und Oberlausitz – Konturen einer Integrationslandschaft, Bd. III: 19. Jahrhundert
    Die Nieder- und Oberlausitz – Konturen einer Integrationslandschaft, Bd. III: 19. Jahrhundert
    Die Nieder- und Oberlausitz – Konturen einer Integrationslandschaft, Bd. III: 19. Jahrhundert

    Mit den Beschlüssen des Wiener Kongresses (1814/15) kamen die Niederlausitz und Teile der Oberlausitz an das territorial wesentlich vergrößerte Königreich Preußen und dessen Provinz Brandenburg. Diese Veränderung brach nicht nur viele gewachsene Zusammenhänge ab, sondern begründete auch neue Entwicklungen im Spannungsbogen von Integrationsdruck und Identitätsfindung, von Wandel und neuerlicher Selbstbehauptung regionaler Eigenheiten. Daher beschreiben die Beiträge in landeskulturgeschichtlicher Perspektive Übergangsszenarien und Ungleichheiten von unterschiedlicher Dauer: im Verfassungsleben, in der kirchlichen und staatlichen Raumordnung, im Wandel des ländlichen Raums und der Ökonomie, in der Behauptung ethnischer Identität; sie zeigen, wie der preußische den sächsischen Adler ersetzte und wie die 'neuen Preußen' sich sahen. Es handelt sich um den dritten Band der dreiteiligen Publikation 'Die Nieder- und Oberlausitz – Konturen einer Integrationslandschaft': Brandenburgische Landesgeschichte grenzübergreifend – dieser nachbarschafts-geschichtlichen Perspektive folgt die dreibändige neue Darstellung der Geschichte der Niederlausitz und der Oberlausitz vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert. Ein Kreis renommierter Historikerinnen und Historiker aus Tschechien, Polen und Deutschland geht darin den politischen, sozialen und kulturellen Eigentümlichkeiten der im Süden des heutigen Landes Brandenburg gelegenen Niederlausitz und der im Osten des heutigen Landes Sachsen gelegenen Oberlausitz vom mittelalterlichen Landesausbau bis zur territorialen Neuordnung beider Gebiete auf dem Wiener Kongress 1815 nach. Die drei Bände beschreiben, wie Ober- und Niederlausitz durch die Einwirkungen mächtiger Nachbarn und durch allgemeine deutsche und europäische Entwicklungen im Wandel des Alten Reichs und der alteuropäischen Gesellschaft von außen gestaltet worden sind, aber zugleich mit eigenen Anstrengungen, mit Kontinuitäten und Brüchen ihre Eigenart und Selbständigkeit dauerhaft bewahrt haben. So werden aus verschiedenen Perspektiven historische Konturen einer Integrationslandschaft sichtbar, die teilweise bis heute regionale Identitäten mittragen.

  • Wie es gehalten werden soll: Recht und Rechtspflege in Lübben und der Niederlausitz vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart
    Wie es gehalten werden soll: Recht und Rechtspflege in Lübben und der Niederlausitz vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart
    Wie es gehalten werden soll: Recht und Rechtspflege in Lübben und der Niederlausitz vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart

    Darüber, wie es in Lübben und der Niederlausitz mit Recht und Ordnung von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart gehalten werden sollte, informiert der vorliegende Band. Es wird der Bogen gespannt von der frühneuzeitlichen Landgerichtsordnung 1538 bis zum Ausbau des Lübbener Amtsgerichts zu einem modernen Justizzentrum 2001. Auf diese Weise erhält der Leser einen Einblick in die niederlausitzischen Gerichtsstrukturen vom 16. bis zum 21. Jahrhundert sowie in die Sorgen der Niederlausitzer, wenn europaverändernde historische Zäsuren ihre Wirkung entfalteten – sei es durch den Übergang der Niederlausitz an Preußen 1815, sei es durch die politische 'Wende' 1989. Während die großen europäischen Linien aufgezeigt werden, interessiert zugleich der davon betroffene 'kleine Mann'. So begegnet der verschuldete Gutsbesitzer ebenso wie die in ihrer Ehre verletzte, verstoßene Braut. All diese Episoden fügen sich zu einem facettenreichen Panorama niederlausitzischer Rechtsgeschichte, das auf breiter archivalischer Quellenbasis beruht. Leicht verständlich geschrieben und mit zahlreichen Abbildungen prächtig ausgestattet, richtet sich der Band sowohl an das Fachpublikum als auch an den rechtshistorisch interessierten Laien.

  • Die Nieder- und Oberlausitz im Bild historischer Karten
    Die Nieder- und Oberlausitz im Bild historischer Karten
    Die Nieder- und Oberlausitz im Bild historischer Karten

    Historische Kartenbilder faszinieren unmittelbar: Wir lesen von vergangenen Zeiten in vergangenen Räumen, die zugleich unsere Gegenwart erreichen. So zeigen die hier dargebotenen fünfzehn repräsentativen und schmuckvollen Karten historische Raumvorstellungen der Nieder- und Oberlausitz: von spätmittelalterlichen Pilger- und Reichskarten und berühmten Atlanten des 16./17. Jahrhunderts über regionale Straßenkarten, u.a. mit dem vielbenutzten Ost-West-Handelsweg der Königstraße ('Via Regia'), frühen Postrouten-Karten bis zu Verwaltungs- und Messtischblättern des 18./19.Jahrhunderts. Die großformatig abgedruckten und eingehend kommentierten Kartenblätter laden zu einer Zeitreise in die historischen Kulturlandschaften der beiden Lausitzen in ihrer nachbarschaftlichen Verflechtung mit Sachsen und Brandenburg-Preußen ein. Ihre alten Wege, Brücken, Haiden, Wälder, Herrschaften und Siedlungen sowie Grenzlinien werden zu Wegweisern, dem Wandel von Raum und Zeit auch Ort für Ort nachzugehen.

  • Das Mittelalter endet gestern: Beiträge zur Landes-, Kultur- und Ordensgeschichte. Heinz-Dieter Heimann zum 65. Geburtstag
    Das Mittelalter endet gestern: Beiträge zur Landes-, Kultur- und Ordensgeschichte. Heinz-Dieter Heimann zum 65. Geburtstag
    Das Mittelalter endet gestern: Beiträge zur Landes-, Kultur- und Ordensgeschichte. Heinz-Dieter Heimann zum 65. Geburtstag

    Ein ritterlicher Aufzug vor den Communs des Neuen Palais’ in Potsdam: Das Mittelalter stand im Juli 1829 im Mittelpunkt eines Festes am preußischen Königshof, das großes Aufsehen erregte. Fast zweihundert Jahre nach dieser Inszenierung von Geschichte ist heute am selben Ort das Historische Institut der Universität Potsdam ansässig, wo Geschichtswissenschaftler in Forschung und Lehre einen kritischeren Umgang mit der Vergangenheit vermitteln. Das gilt auch für das Mittelalter, wie die sechzehn Beiträge dieses Bandes zeigen, die einen Einblick in aktuelle Forschungsthemen der Potsdamer Mediävistik und ihres wissenschaftlichen Umfelds gewähren. Die Autoren – zumeist jüngere Historikerinnen und Historiker – widmen sich dabei zum einen Fragen der brandenburgischen und vergleichenden Landeskulturgeschichte. Zum anderen thematisieren sie insbesondere die Rolle der Bettelorden in unterschiedlichen Beziehungsnetzen und beschäftigen sich mit der religiösen Prägung von Landschaften. Betrachtungen zum 'Mittelalter im Museum' verdeutlichen, dass nicht nur Perspektiven zeitgemäßer Forschung, sondern auch aktuelle Darstellungen und Inszenierungen dazu beitragen, dass das Mittelalter bis an unsere Gegenwart heranreicht.

  • Erbeinungen und Erbverbrüderungen in Spätmittelalter und Früher Neuzeit: Generationsübergreifende Verträge und Strategien im europäischen Vergleich
    Erbeinungen und Erbverbrüderungen in Spätmittelalter und Früher Neuzeit: Generationsübergreifende Verträge und Strategien im europäischen Vergleich
    Erbeinungen und Erbverbrüderungen in Spätmittelalter und Früher Neuzeit: Generationsübergreifende Verträge und Strategien im europäischen Vergleich

    Erbeinungen und Erbverbrüderungen gehören zu den wichtigsten Vertragsformen des späten Mittelalters. Erstere waren komplexe Bündnisverträge zwischen zumeist benachbarten Fürsten und Ländern, die ohne zeitliche Befristung an die nachfolgenden Generationen 'vererbt' wurden. Bei letzteren hingegen handelte es sich um Erbverträge, mit denen sich mehrere fürstliche Häuser oder Linien miteinander verbanden, um sich gegenseitig das Erbe ihrer Herrschaft bei Aussterben einer Seite zuzusichern. So wurden Erbverbrüderungen zum Beispiel zu einem Grundstein für den Aufstieg der Habsburger seit dem 14. Jahrhundert. Gemeinsam ist beiden Formen ihre grenzüberschreitende Wirkung und vor allem ihre bewusst generationsübergreifende Laufzeit. Vom 14. bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts schufen sie wichtige Grundlagen für die auswärtige Politik und den inneren Territorialisierungsprozess der deutschen Landesherrschaften. Sie lassen sich in ihrer Wirksamkeit zum Teil bis ins 19. Jahrhundert hinein verfolgen. Renommierte Vertreter aus verschiedenen Teildisziplinen der Geschichtswissenschaft unterziehen erstmals fürstliche Erbeinungen und Erbverbrüderungen einer vergleichenden Analyse. Dabei wird sowohl nach der Ausformung und Wirksamkeit generationsübergreifender Verträge im Hinblick auf die Herrscher sowie die geistlichen und weltlichen Fürsten des Heiligen Römischen Reiches gefragt als auch nach vergleichbaren Vertragsformen in den europäischen Nachbarländern gesucht. Damit leistet der Band einen wichtigen Beitrag zur deutschen und europäischen Rechts- und Verfassungsgeschichte von Mittelalter und Früher Neuzeit.

  • Mit Mitra und Statuten: Bischöfliches Handeln in der spätmittelalterlichen Diözese Brandenburg
    Mit Mitra und Statuten: Bischöfliches Handeln in der spätmittelalterlichen Diözese Brandenburg
    Mit Mitra und Statuten: Bischöfliches Handeln in der spätmittelalterlichen Diözese Brandenburg

    Der Autor beschreibt in einer Verbindung von kirchen- und landesgeschichtlichen Forschungsansätzen, wie die Bischöfe von Brandenburg von der Mitte des 12. Jahrhunderts bis zur Reformation durch liturgisch-pontifikale Handlungen und diözesane Gesetzgebung einen eigenen Handlungsspielraum gegenüber den weltlichen Landesherren behaupten konnten. Die Arbeit setzt dabei drei Schwerpunkte: Eine Fallstudie zeigt eingangs am Beispiel der geistlichen Institutionen der Stadt Zerbst die Praxis pontifikaler Handlungsmöglichkeiten auf. Die Diözesanstatuten des 14. und 15. Jahrhunderts spiegeln bischöfliches Handeln dagegen im Licht normativer Quellen; eine Betrachtung der bischöflichen Stellvertreter – Weihbischöfe, Generalvikare, Offiziale, Archidiakone und Pröpste – schließlich verbindet kirchen-, sozial- und verwaltungsgeschichtliche Aspekte pontifikaler Tätigkeitsfelder. Die vom Historischen Institut der Universität Potsdam mit dem Dr. Elisabeth Hamacher-Stiftungspreis ausgezeichnete Dissertation hebt somit anders als in der bisherigen Forschung die Bedeutung der Bischöfe in der brandenburgischen Landesgeschichte neu hervor.

  • Reformationen vor Ort: Christlicher Glaube und konfessionelle Kultur in Brandenburg und Sachsen im 16. Jahrhundert
    Reformationen vor Ort: Christlicher Glaube und konfessionelle Kultur in Brandenburg und Sachsen im 16. Jahrhundert
    Reformationen vor Ort: Christlicher Glaube und konfessionelle Kultur in Brandenburg und Sachsen im 16. Jahrhundert

    Der Band bietet ein neues Bild der religiösen und kirchlichen Wandlungsprozesse in Brandenburg und Sachsen vom späten 15. bis ins 17. Jahrhundert hinein. Anstelle der einen kompakten reformatorischen Bewegung treten im Blick der Beiträge auf verschiedene Träger, Orte, Milieus und Frömmigkeitsformen die Vieldeutigkeit und ungleiche Wirkungsdauer der religiösen Erneuerungen in Kirche, Gesellschaft und Staaten hervor. Indem die Untersuchungen eine raumkundliche Perspektive nutzen, zeigen sie quellennah die in sozialen Netzwerken und Kommunikationsformen geistlicher Auseinandersetzungen greifbare Prägekraft und Reichweite der Reformationen vor Ort. So enthält das Werk anregende Beispiele vergleichender Landes- und religiöser Glaubensgeschichte – grenzübergreifend.

  • Adam von Trott der Ältere auf Himmelpfort und Badingen: Die Anfänge eines märkischen Landadelsgeschlechts in der Reformationszeit mit seinen reichs-, territorial- und regionalgeschichtlichen Bezügen
    Adam von Trott der Ältere auf Himmelpfort und Badingen: Die Anfänge eines märkischen Landadelsgeschlechts in der Reformationszeit mit seinen reichs-, territorial- und regionalgeschichtlichen Bezügen
    Adam von Trott der Ältere auf Himmelpfort und Badingen: Die Anfänge eines märkischen Landadelsgeschlechts in der Reformationszeit mit seinen reichs-, territorial- und regionalgeschichtlichen Bezügen

    Die landesgeschichtliche Forschung hat den Werdegang des märkischen Zweiges der Familie von Trott und seiner einzelnen Mitglieder bisher weitestgehend ignoriert. Mit der nun vorliegenden Arbeit soll der defizitären Informationslage abgeholfen und vor allem die Etablierung des Geschlechts in brandenburgischen Landen in den Fokus gerückt werden. Woher kamen dessen frühen Vertreter, wann und wo konnten sie in der Mark Fuß fassen? Welche reichs- und territorialpolitischen Prozesse liefen zeitgleich ab, und wie beeinflussten diese eventuell den Werdegang dieser Familie? Konnte die Familie im Gegenzug eine Einflussnahme auf die Geschicke der Reichs- und Territorialpolitik entwickeln? Welche Spuren hinterließ sie in der märkischen Region? Während eines umfangreichen Literatur- und Quellenstudiums kristallisierte sich bei dem Versuch, diese Fragen eingehend zu beantworten, die Persönlichkeit Adam von Trott des Älteren († 1564) heraus. Um das Jahr 1500 in der Landgrafschaft Hessen geboren, führten ihn sein Ehrgeiz und seine Zielstrebigkeit in den wechselhaften geschichtlichen Zeitläufen der Reformation bald an den Hof des brandenburgischen Kurfürsten Joachim II., wo er eine nahezu beispiellose Karriere absolvierte. Nebenher akkumulierte er durch die Übernahme weitläufiger Ländereien der säkularisierten Mönchszisterze Himmelpfort enormen Erblehnsbesitz in der Uckermark, dessen Konsolidierung sich die nachfolgende Generation der märkischen Trott verschrieb. Welche Schwierigkeiten und Fährnisse Adam und seine Nachkommen dabei zu bewältigen hatten, möchte der vorliegende Band klären.

  • Eine ganz besondere Stadt: 700 Jahre Werder (Havel) im Rahmen der brandenburgischen Landesgeschichte
    Eine ganz besondere Stadt: 700 Jahre Werder (Havel) im Rahmen der brandenburgischen Landesgeschichte
    Eine ganz besondere Stadt: 700 Jahre Werder (Havel) im Rahmen der brandenburgischen Landesgeschichte

    Jahrhundertelang war Werder ein unbeachtetes »Städtlein« der Mark Brandenburg auf einer Insel in der Havel, das 1317 vom Markgrafen dem Kloster Lehnin übergeben und seiner Grundherrschaft eingefügt worden war und nach Auflösung des Klosters 1542 dessen Besitznachfolger, dem kurfürstlichen Amtmann zu Lehnin, unterstellt wurde. Nachdem die Steinsche Städteordnung 1808 der Bürgerschaft die kommunale Selbstverwaltung gewährt hatte, nahm diese ihre Geschicke nachdrücklich selbst in die Hand und beförderte durch Obstbau auf den der Stadt gehörigen Flächen ihren außergewöhnlichen wirtschaftlichen Erfolg, den sie unter den politischen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts allen Widrigkeiten zum Trotz zu behaupten vermochte. Die »Blütenstadt« an der Havel ist und bleibt dadurch eine »ganz besondere Stadt« Brandenburgs, deren 700jährige Entwicklung in den fünf Beiträgen des Bandes im Überblick unter Einfügung seiner Eigenarten in den allgemeinen Gang der brandenburgischen Landesgeschichte geschildert wird.

  • Zwischen Pflicht und Freiheit: Lebenswege in der DDR
    Zwischen Pflicht und Freiheit: Lebenswege in der DDR
    Zwischen Pflicht und Freiheit: Lebenswege in der DDR

    In diesem Buch, das den Beginn einer neuen biografischen Reihe bildet, kommen Personen zu Wort, die in der DDR dafür sorgten, dass der Staat nach innen und nach außen funktionierte. Solche Lebensberichte von Führungskräften und Experten aus der »zweiten Reihe«, von »Funktionseliten«, sind leider eher selten anzutreffen. Denn besser als alle Akten und Analysen sind es die konkreten Biografien ihrer Menschen, die es uns ermöglichen, eine frühere Gesellschaft mit all ihren heterogenen Lebenswelten zu begreifen. Vorgestellt werden die Erinnerungen von Dietrich Lemke (Außenhändler und Stellvertreter des letzten Außenhandelsministers der DDR), Donat Ciesla (Außenhändler), Horst Lyr (emeritierter Biologe und Botaniker) sowie Bernd Wefelmeyer (Komponist, Arrangeur und Dirigent). Sie beruhen auf narrativen Interviews, in denen sich die Protagonisten an Stationen, Begegnungen und Entscheidungen in ihrem Leben erinnern. Sie erzählen von sich und versuchen zu erklären, warum sie sich – mitunter widerstrebend – an verordnete Spielregeln hielten. Der Vergleich dieser Lebensberichte im selben Land zur selben Zeit, doch an unterschiedlichen Orten offenbart Muster und ermöglicht den Blick in eine inzwischen verschüttete Vergangenheit.

  • Stadt und Reformation in der Mark Brandenburg
    Stadt und Reformation in der Mark Brandenburg
    Stadt und Reformation in der Mark Brandenburg

    Die Reformation in Brandenburg gilt als Musterbeispiel einer obrigkeitlich initiierten und gesteuerten Fürstenreformation in einem nordostdeutschen Territorialstaat. Deshalb haben lange Zeit das Handeln und die Motive hauptsächlich der Landesherrschaft die Aufmerksamkeit der brandenburgischen Reformationsgeschichtsforschung auf sich vereinigt. Felix Engel erweitert diesen recht eng gesteckten Horizont, indem er die Perspektive »von unten« in seine Betrachtung einbezieht und systematisch ergründet, welche Mittel und Wege den städtischen Akteuren zu verschiedenen Phasen des Reformationsprozesses offenstanden, um die Umgestaltung ihrer kommunalen Kirchenwesen aktiv zu beeinflussen. Daher finden zunächst sowohl die strukturellen und ideellen Vorbedingungen als auch die Reformationsverläufe Berücksichtigung. Anschließend werden Kontinuitäten und Brüche sowie die Handlungsspielräume der beteiligten Protagonisten in zentralen Bereichen der städtischen Kirchenwesen analysiert.

  • Zwischen Pflicht und Freiheit | 2: Lebenswege in der DDR: Horst Ruprecht und Heinz Schönemann
    Zwischen Pflicht und Freiheit | 2: Lebenswege in der DDR: Horst Ruprecht und Heinz Schönemann
    Zwischen Pflicht und Freiheit | 2: Lebenswege in der DDR: Horst Ruprecht und Heinz Schönemann

    Heinz Schönemann, Kunsthistoriker und ehemals Stiftungskonservator, war einer der jüngsten Museumsdirektoren der DDR am namhaften Kunstmuseum Moritzburg in Halle, nachdem er sich in seinen denkmalpflegerischen Lehrjahren leidenschaftlich mit Schinkel und der Architektur des 19. Jahrhunderts beschäftigt hatte. Nach den Ereignissen vom August 1968 geriet er mit seinen Sammlungs- und Museumsvisionen an kulturpolitische Grenzen und ging nach Potsdam-Sanssouci, um sich als Schlösserdirektor, später als stellvertretender Generaldirektor und Stiftungskonservator für die Bewahrung des heutigen UNESCO-Weltkulturerbes einzusetzen, ohne die zeitgenössische Kunst je aus den Augen zu verlieren. Schönemanns Blick auf die Dinge ist selten vorhersehbar. Der ausgezeichnete Erzähler weiß, mit lebendigen Geschichten seine Zuhörer in den Bann zu ziehen. Horst Ruprecht, Theaterregisseur und ehemals Ensembleleiter, ließ sich zum Schauspieler ausbilden, entdeckte aber bald sein Regietalent. Mit Willensstärke und großen Ambitionen begann er Regie zu führen, und eine Aspirantur bei Fritz Bennewitz am Deutschen Nationaltheater Weimar brachte ihn seinem Ziel näher. So gelang es Ruprecht, als Oberspielleiter am Theater in Nordhausen und in Meiningen, als Schauspieldirektor am Landestheater Halle, auf den Bühnen der Stadt Magdeburg und nach dem Fall der Mauer am Schauspielhaus Leipzig erfolgreich zu inszenieren. »Welthaltiges« sollte spektakulär und möglichst radikal auf die Bühnen der »geschlossenen Gesellschaft« gebracht werden. In Texten des Sturm und Drang, bei Horváth, Grabbe und Büchner suchte er Parallelen zur Gegenwart. In beiden Fällen offenbart das rekonstruierte Spannungsverhältnis von Anpassung und Verweigerung eindrucksvoll, wie nahe unter den gegebenen DDR-Verhältnissen Erfolg und Scheitern beieinanderliegen konnten.

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