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Die scholastische Theologie im Zeitalter der Gnadenstreitigkeiten I: Neue Texte von Diego Paez (+ 1582), Diego del Mármol (+ 1664) und Gregor von Valencia (+ 1603)
Religion nach Kant: Ausgewählte Texte aus dem Werk Johann Heinrich Tieftrunks (1759-1834)
Philosophischer Beweis von der Wahrheit der christlichen Religion (1747)
eBook-Reihen23 Titel

Religionsgeschichte der frühen Neuzeit

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Über diese Serie

Am Ende des 18. Jahrhunderts forderten zahlreiche Pädagogen ein Ende der geistlichen Schulaufsicht. An die Stelle der geistlichen Schulaufsicht sollte eine Kontrolle durch besonders qualifizierte Lehrer, d.h. durch Männer aus den eigenen Reihen eingeführt werden. Von einer solchen durch pädagogische Fachleute übernommenen Kontrolle erhoffte sich beispielsweise der Berliner Pädagoge Johann Julius Hecker (1707-1768) eine deutliche Verbesserung der institutionalisierten schulischen Träger von Bildungs- und Erziehungsaufgaben und damit schlicht bessere Leistungen der Schüler. Zu den wichtigsten Befürwortern einer Veränderung der Schulaufsicht zählte Johann Heinrich Philipp Seidenstücker, der als Rektor der Lateinschule in Lippstadt tätig war. Seine pfarrerkritische Schrift Ueber Schulinspection oder Beweis wie nachtheilig es in unsern Zeiten sei die Schulinspection den Predigern zu überlassen und wie vortheilhaft es dagegen sein würde die Prediger der Inspection der Schullehrer zu unterwerfen aus dem Jahre 1797 gehört zu den interessantesten Beiträgen in dieser hitzig geführten Debatte.
SpracheDeutsch
HerausgeberTraugott Bautz
Erscheinungsdatum3. Jan. 2006
Die scholastische Theologie im Zeitalter der Gnadenstreitigkeiten I: Neue Texte von Diego Paez (+ 1582), Diego del Mármol (+ 1664) und Gregor von Valencia (+ 1603)
Religion nach Kant: Ausgewählte Texte aus dem Werk Johann Heinrich Tieftrunks (1759-1834)
Philosophischer Beweis von der Wahrheit der christlichen Religion (1747)

Titel in dieser Serie (23)

  • Philosophischer Beweis von der Wahrheit der christlichen Religion (1747)
    Philosophischer Beweis von der Wahrheit der christlichen Religion (1747)
    Philosophischer Beweis von der Wahrheit der christlichen Religion (1747)

    Obwohl Martin Knutzen (1713-1751) zu seinen Lebzeiten ein gefeierter Denker war, ist sein Ansehen inzwischen verblasst und sein Werk, das Pietismus und Wolffianismus zu verbinden suchte, nur mehr Spezialisten bekannt. Dies verwundert umso mehr, als seine Schüler Immanuel Kant und Johann Georg Hamann ihn als bedeutende Persönlichkeit rühmten. Dem vielfach geäußerten Wunsch der Kant-Forschung, Knutzens Hauptwerk "Philosophischer Beweis von der Wahrheit der christlichen Religion" (1740), das eine der ersten Streitschriften gegen den englischen Deismus in deutscher Sprache darstellt, wieder einem breiten Leserkreis zugänglich zu machen, kommt die vorliegende kommentierte Ausgabe nun endlich nach. Ulrich L. Lehner, Studium der Theologie und Philosophie an den Universitäten Regensburg, München und Notre Dame (USA). Theologische Promotion 2005 mit der Arbeit "Kant und die Vorsehung. Der Einfluß der deutschsprachigen Schulphilosophie und -theologie auf die Providenzkonzeption Immanuel Kants". Assistent am Lehrstuhl für Fundamentaltheologie der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München. 2005 Ruf auf eine Professur für Kirchen- und Theologiegeschichte der Neuzeit an der Marquette University in Milwaukee, WI (USA). Rezension in: "Freiburger Zeitschrift für Philosophie und Theologie" 53 (2006). Rezension in: JOURNAL of Ecclesiastical History, Vol. 57, No. 4, October 2006. p.790/791. Rezension in: Theologie und Philosophie 81 (2006):585-587 [Giovanni Sala] 53 (2006). Rezension in: Theologische Revue 2007 Jahrgang 103: Seite 518 [Aloysius Winter].

  • Die scholastische Theologie im Zeitalter der Gnadenstreitigkeiten I: Neue Texte von Diego Paez (+ 1582), Diego del Mármol (+ 1664) und Gregor von Valencia (+ 1603)
    Die scholastische Theologie im Zeitalter der Gnadenstreitigkeiten I: Neue Texte von Diego Paez (+ 1582), Diego del Mármol (+ 1664) und Gregor von Valencia (+ 1603)
    Die scholastische Theologie im Zeitalter der Gnadenstreitigkeiten I: Neue Texte von Diego Paez (+ 1582), Diego del Mármol (+ 1664) und Gregor von Valencia (+ 1603)

    Die Gnadenstreitigkeiten des 16. und 17. Jahrhunderts bilden die entscheidende geistesgeschichtliche Auseinandersetzung der frühen Neuzeit. Sie führen vor Augen, wie die katholische Theologie zum letzten Mal aus eigener rationaler Anstrengung heraus die christliche Welt zu polarisieren verstand, indem sie - gespalten in die Lager von Molinisten, Augustinisten und Thomisten - das Wirken der göttlichen Gnadenhilfe zu erklären versuchte. Die hier versammelten Editionen zweier bisher unbekannter Jesuitentheologen, Diego Paez und Diego Marmol, verfolgen den Gang der spanischen Jesuitentheologie im 17. Jahrhundert und bereichern dadurch auch die Geschichtsschreibung der neuzeitlichen Philosophie. Ein Dossier über Gregor von Valencia gibt weiteres Material an die Hand, um Kontinuität und Diskontinuität dieser Entwicklung zu untersuchen. Herausgeber Prof. Dr. Ulrich L. Lehner, Professor für Kirchen- und Theologiegeschichte der Neuzeit an der Marquette University in Milwaukee (USA). Rezension in: Zeitschrift für Katholische Theologie 130 (2008): 263-264 [Lothar Lies SJ]. Weitere Rezension von Band 2 in: Archivio Teologico Granadi no 70 (2007): 267-68 [P. Olivares]. Weitere Rezension von Band 2 in: Archiv für Reformationsgeschichte Jahrgang 38 - 2009 [Conrad].

  • Religion nach Kant: Ausgewählte Texte aus dem Werk Johann Heinrich Tieftrunks (1759-1834)
    Religion nach Kant: Ausgewählte Texte aus dem Werk Johann Heinrich Tieftrunks (1759-1834)
    Religion nach Kant: Ausgewählte Texte aus dem Werk Johann Heinrich Tieftrunks (1759-1834)

    Anders als Krug, Pölitz, Reinhold, Schmid u. a. blieb Johann Heinrich Tieftrunk (1759-1834) stets ein buchstabengetreuer Gefolgsmann kantischer Theologie. Die vorliegende Publikation versammelt einige der schwer zugänglichen Texte des letzten orthodoxen Kantianers, der die Grundsätze Kants auf die Grundlehren des Christentums anwandte. Sie eröffnet damit die Möglichkeit, einen Einblick in die von Kant direkt inspirierte theologische Spekulation zu bekommen. Der Anhang enthält einen Beitrag zur Kritik der Tieftrunk'schen Religionsphilosophie durch Karl Friedrich Stäudlin sowie die seltene und anonym verfaßte Kleinschrift "Ueberzeugender Beweis, daß die Kantische Philosophie der Orthodoxie nicht nachtheilig, sondern ihr vielmehr nützlich sei" (1788). Der Herausgeber, Prof. Dr. Ulrich L. Lehner, ist Professor für Kirchen- und Theologiegeschichte der Neuzeit an der Marquette University in Milwaukee (USA).

  • Theologia Ex-magica (1780) oder: Theologie ohne Hexen und Zauberer (1784)
    Theologia Ex-magica (1780) oder: Theologie ohne Hexen und Zauberer (1784)
    Theologia Ex-magica (1780) oder: Theologie ohne Hexen und Zauberer (1784)

    Die theologischen Aufklärer der zweiten Reihe, deren Wirken mehr volkspädagogisch als spekulativ-theologisch war, aber zumeist einen breiten Wirkungskreis umfasste, ist noch geringfügig erforscht. Einen Beitrag hierzu versucht die vorliegende Edition zu leisten, indem sie mit zwei zentralen Werken des Augustiner-Chorherren Benedikt Poiger (1755-1832) vertraut macht. Die Kleinschriften "Theologia Ex-Magica" (1780) und "Theologie ohne Hexen und Zauberer" (1784) sind zwar Jahrzehnte nach dem Ende der Hexenverfolgungen entstanden, zeigen aber, dass mit Ende der Verfolgung keinesfalls auch der Hexenglaube zum Erliegen kam. Gegen eine solche Verflechtung von Religion und Magie traten Aufklärungstheologen wie Benedikt Poiger auf. Der Herausgeber, Prof. Dr. Ulrich L. Lehner, lehrt Kirchen- und Theologiegeschichte der Neuzeit an der Marquette University in Milwaukee, WI (USA). Rezension in: Church History: Studies in Christianity and Culture. March 2008, pp. 185-187 [H.C. Erik Midelfort, University of Virginia].

  • Johann Nikolaus von Hontheim: Justinus Febronius abbreviatus et emendatus (1777)
    Johann Nikolaus von Hontheim: Justinus Febronius abbreviatus et emendatus (1777)
    Johann Nikolaus von Hontheim: Justinus Febronius abbreviatus et emendatus (1777)

    1763 veröffentlichte der Trierer Weihbischof Johann Nikolaus von Hontheim (1701-1790) seine Schrift De statu ecclesiae unter dem Pseudonym Justinus Febronius Jurisconsultus. Wie kaum ein anderes Werk artikulierte der Febronius das Unbehagen der deutschen Reichskirche an der päpstlichen Jurisdiktion. Die Bewegung des Febronianismus, die De Statu Ecclesiae zur ideologischen Grundlage wählte, trat u.a. für die Oberhoheit eines allgemeinen Konzils über den Papst, eine Stärkung des Bischofsamtes, deutlicheren staatlichen Einfluß auf kirchliche Entscheidungen sowie für eine Abkehr von der scholastischen Theologie ein. Das Buch avancierte innerhalb kürzester Zeit zum Kassenschlager, wurde aber wegen der deutlichen Kritik am Papsttum auf den Index der verbotenen Bücher gesetzt. Da De statu ecclesiae aufgrund zahlreicher Kontroversen zu einem mehrbändigen Werk heranwuchs, sah sich Hontheim 1777 genötigt, eine Zusammenfassung seiner Thesen über den Zustand der Kirche und der legitimen Gewalt des Papstes vorzulegen, den hier vorliegenden Febronius abbreviatus et emendatus. Prof. Dr. Ulrich L. Lehner, Professor für Kirchen- und Theologiegeschichte der Neuzeit an der Marquette University in Milwaukee (USA). Mitglied des Princeton Institute of Advanced Studies, School of Historical Studies. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Geschichte der Aufklärung und der frühen Neuzeit. Mitherausgeber von Brill's Companion to the Catholic Enlightenment in Europe.

  • Johann Nikolaus von Hontheim: Justini Febronii commentarius in suam retractionem (1781)
    Johann Nikolaus von Hontheim: Justini Febronii commentarius in suam retractionem (1781)
    Johann Nikolaus von Hontheim: Justini Febronii commentarius in suam retractionem (1781)

    Zum Inhalt: Einleitung: Johann Nikolaus von Hontheim und sein Febronius Einleitung: Johann Nikolaus von Hontheim und sein Febronius 1. Vom mittelalterlichen Konziliarismus zum neuzeitlichen Gallikanismus II 2. Justinus Febronius - De statu ecclesiae VII 3. Die Biographie des Johann Nikolaus von Hontheim (1701-1790) XII 4. Die Entstehungsgeschichte des Febronius XVI 5. Der Inhalt von De statu ecclesiae im Überblick XXII 6. Der Widerruf (1778) XXXV 7. Kommentar zum Widerruf (1781) XLVI 8. Der Febronius - nur eine Kompilation? XLIX 9. Ein Meilenstein der ökumenischen Theologie? L 10. Die Wirkungsgeschichte LVI 11. Kritische Schlußüberlegung LVIII Literaturverzeichnis LXI Text - Johann Nikolaus von Hontheim: Commentarius in suam retractationem

  • Neue Versuche die Kirchenhistorie der ersten Jahrhunderte mehr aufzuklären (1788): Mit Beilagen
    Neue Versuche die Kirchenhistorie der ersten Jahrhunderte mehr aufzuklären (1788): Mit Beilagen
    Neue Versuche die Kirchenhistorie der ersten Jahrhunderte mehr aufzuklären (1788): Mit Beilagen

    Zwar steht in der theologiegeschichtlichen Forschung v.a. der Name von Johann Lorenz von Mosheim - dies auch völlig zurecht - für den Beginn einer wissenschaftsspezifischen Kirchengeschichte, aber mit seinen umfassenden geschichtstheoretischen Reflexionen hat Johann Salomo Semler die Kirchengeschichte endgültig als Fachwissenschaft innerhalb des theologischen Fächerkanons begründet. Neben dem Erlanger Theologen Johann Martin Chladenius war er zweifelsohne der bedeutendste deutsche Geschichtstheoretiker des 18. Jahrhunderts. Sein geschichtstheoretisches Denken zeigt sich prägnant in der Schrift Neue Versuche die Kirchenhistorie der ersten Jahrhunderte mehr aufzuklären aus dem Jahre 1788, die jetzt durch diesen Reprint der Vergessenheit entrissen werden soll. Die Ausführungen in dieser Schrift verdeutlichen, daß die historische Arbeit bei dem Hallenser Theologen Semler zu einem festen Bestandteil der theologischen Theoriebildung geworden sind. Die beigefügten Schriften aus Semlers Frühzeit dokumentieren erstmalig, welche Historiker die Entwicklung von Semlers Geschichtsdenken beeinflußt haben.

  • "Einer Hochansehnlichen Versammlung vorgetragen": Festliche Gelegenheitspredigten aus dem Kloster Prüfening
    "Einer Hochansehnlichen Versammlung vorgetragen": Festliche Gelegenheitspredigten aus dem Kloster Prüfening
    "Einer Hochansehnlichen Versammlung vorgetragen": Festliche Gelegenheitspredigten aus dem Kloster Prüfening

    Zum Inhalt: Festliche Gelegenheitspredigten aus frühneuzeitlichen Klöstern Predigtliteratur der Frühen Neuzeit Anlässe und Untergattungen klösterlicher Festpredigten Kommunikationsstrukturen der stiftischen Gelegenheitsliteratur Prüfeninger Gelegenheitspredigten Prüfening im 17. und 18. Jahrhundert Prüfeninger Gelegenheitspredigten im Überblick Zu den einzelnen Texten Die Leichenpredigt für Abt Roman Schneidt von 1677 Die Predigt auf den heiligen Benedikt von 1720 Die Predigt zur Jubelprimiz von Abt Roman Kiefer 1747 Abt Petrus Gerls Predigt zur Jubelprimiz des Wessobrunner Abtes 1758 Die Leichenpredigt für Abt Martin Pronath von 1790 Abt Rupert Kornmanns Leichenpredigt in St. Emmeram 1791 Literaturverzeichnis Zu dieser Ausgabe Texte Ignatius Trauner: Sinckendes Haubt Das ist: Leich- und Lob-Predig / Weylandt Des. HERRN ROMANI J. G. F.: VIR SECUNDUM COR DEI. Der Mann nach dem Hertzen GOTTES. Das ist: Lob-und Ehren-Predig Des Hoch-Heiligen Patriarchens. BENEDICTI Veremund Bader: Römisches Priesterthum ROMANI Des Grossen Priesters Und Hohen Abbtens Des. Closter-Stiffts Prüfling Petrus Gerl: Das Neu-gewordene Alterthum In einer Lob-und Ehren-Rede, Da der Hochwürdige. HERR BEDA. Des Closter-Stiffts Wessobrunn. würdigister Abbt. Sein zweytes heiliges Jubel-Meß-Opfer. abgehalten Benedikt Werner: Trauerrede auf den. Herrn Martinus, des. Klosters Prifling würdigsten Abt Rupert Kornmann: Trauerrede auf den Herrn. Frobenius des. Reichsstiftes zu St. Emmeram. Abt

  • Klösterliche Sammelpraxis in der Frühen Neuzeit
    Klösterliche Sammelpraxis in der Frühen Neuzeit
    Klösterliche Sammelpraxis in der Frühen Neuzeit

    Zum Inhalt: Klösterliche Sammelpraxis in der Frühen Neuzeit Georg Schrott Klösterliche Sammelpraxis in der Frühen Neuzeit Typologie, Geschichte, Funktionen und Deutungen Alois Schmid Maximilian I. und die bayerischen Klosterbibliotheken Unter besonderer Berücksichtigung des Prämonstratenserklosters Windberg Annemarie Kaindl Das Handschriftenverzeichnis des Prämonstratenserklosters Windberg von 1595 Werner Frese Die Bibliothek des Prämonstratenserklosters Varlar bei Coesfeld Karl Schmuki "Das Naturalienkabinett entsprach meiner Erwartung bey solch einem berühmten Stifte nicht ganz." Das Raritäten- und Kuriositätenkabinett der barocken Klosterbibliothek von St. Gallen Herta Arnold Die Kästen des ehemaligen Naturwissenschaftlichen Kabinetts in der Serviten-Kunstkammer in Innsbruck Hedvika Kucharová Die Sammelpraxis des Prämonstratenserstiftes Strahov (Prag) am Ende des 18. Jahrhunderts im Spiegel der Annalen Alexander Niemann Pflanzen und Gartenliteratur Garten, Drogerie und Bibliothek des Klosters Neuzelle in der Niederlausitz Amand Kraml Botanisches Sammeln in Kremsmünster Vom Apothekergarten zur Verbreitungsdatenbank Rolf De Kegel "Wir wollen helfen, schweizerisches Kulturgut vor Zerstörung und barbarischer Verschleuderung zu retten." Das Benediktinerkloster Engelberg als Kulturgüterschutzraum im Zweiten Weltkrieg Georg Schrott Klösterliche Sammelpraxis - Auswahlbibliographie

  • Johann Salomo Semler: Ueber historische, geselschaftliche und moralische Religion der Christen (1786) Mit Beilagen
    Johann Salomo Semler: Ueber historische, geselschaftliche und moralische Religion der Christen (1786) Mit Beilagen
    Johann Salomo Semler: Ueber historische, geselschaftliche und moralische Religion der Christen (1786) Mit Beilagen

    In 74 Paragraphen entwickelt der Hallenser Theologe Johann Salomo Semler in seiner Schrift Ueber historische, geselschaftliche und moralische Religion der Christen (Leipzig 1786) sein Religionsverständnis. Er unterscheidet dabei eine historische, eine gesellschaftliche und eine Privatreligion, die durch keinerlei Bekenntnisse festgelegt werden kann. Mit dieser Unterscheidung vermittelte Semler dem aufgeklärten Bildungsbürgertum eine sinnstiftende religiöse Orientierung.

  • D. Wilhelm Abraham Teller: Die Religion der Vollkommnern als Beylage zu desselben Wörterbuch und Beytrag zur reinen Philosophie des Christenthums
    D. Wilhelm Abraham Teller: Die Religion der Vollkommnern als Beylage zu desselben Wörterbuch und Beytrag zur reinen Philosophie des Christenthums
    D. Wilhelm Abraham Teller: Die Religion der Vollkommnern als Beylage zu desselben Wörterbuch und Beytrag zur reinen Philosophie des Christenthums

    Der Propst zu Berlin-Cölln an der Spree (an der St. Petri Kirche) und Oberkonsistorialrat an der obersten geistlichen Behörde der preußischen Monarchie, Wilhelm Abraham Teller, gehört zweifelsohne zu den bedeutendsten Theologen der Aufklärungszeit in Deutschland. In Berlin arbeitete er vielfach federführend mit Anton FriedrichBüsching, Johann Samuel Diterich, August Friedrich Wilhelm Sack und Johann Joachim Spaldingan der Reform des Gesangbuches, der Liturgie und des Religionsunterrichtes im Sinne der Aufklärung mit. Auch wichtige Veröffentlichungen hat er in seiner Berliner Zeit auf den Weg gebracht. Dies gilt vor allem für sein 1772 zum ersten Male (6.Aufl. 1805) erschienenes Wörterbuch des neuen Testaments zur Erklärung der christlichen Lehre. Zur Interpretation dieses Werkes verfasste er 1792 die für sein theologisches Denken richtungsweisende Schrift: Die Religion der Vollkommnern. Eine zweite von neuem durchgesehene Auflage dieser Schrift erschien bereits 1793. In dieser Schrift entwickelte er den Gedanken der Perfektibilität des Christentums, d.h. das Christentum wird sich nach Auffassung von Teller zu einer immer größeren Vollkommenheit entwickeln und zuletzt auf der dritten und letzten Stufe in Moral bzw. "praktisches Wissen" übergehen. Die Schrift Die Religion der Vollkommnern soll nun durch eine Neuausgabe der Vergessenheit entrissen und der theologiegeschichtlichen Forschung besser zugänglich gemacht werden, denn sie eröffnet einen interessanten Einblick sowohl in die zum Rationalismus tendierende neologisch-theologische Theoriebildung Tellers als auch in das philosophisch-theologische Denken der Spätaufklärung.

  • Letztes Glaubensbekenntnis über natürliche und christliche Religion (1792) Mit Beilagen
    Letztes Glaubensbekenntnis über natürliche und christliche Religion (1792) Mit Beilagen
    Letztes Glaubensbekenntnis über natürliche und christliche Religion (1792) Mit Beilagen

    1. Einleitung: Was ist Religion? - Johann Salomo Semlers letzte Antwort auf diese Frage 2. Text: Johann Salomo Semler: Letztes Glaubensbekenntniß über natürliche und christliche Religion 3. Beilagen: 3.1 Semler: Vorrede, in: Siegmund Jacob Baumgartens ausführlicher Vortrag der Theologischen Moral 3.2 Semler: Vorrede, in: Magazin für die Religion (1780) 3.3 Semler: Versuch einer neuen Aufgabe über die gemeinnützige Absicht des Erdichters der Geschichte von Siebzig in ihren Uebersetzungen des Alten Testaments aufs genaueste miteinander harmonirenden Dolmetschern 3.4 Semler: Auch über den vorgeblichen Calvinismus in Göttingen 3.5 Semler: Ueber die Königs-Probe 3.6 Joh. Sal. Semlers letzte Aeusserungen über religiöse Gegenstände zwey Tage vor seinem Tode (A. H. Niemeyer) 3.7 Ueber Herrn D. Semlers letzte Lebenstage (Fr. Aug. Wolf)

  • Johann Salomo Semler Unterhaltungen mit Herrn Lavater über die freie praktische Religion; auch über die Revision der bisherigen Theologie
    Johann Salomo Semler Unterhaltungen mit Herrn Lavater über die freie praktische Religion; auch über die Revision der bisherigen Theologie
    Johann Salomo Semler Unterhaltungen mit Herrn Lavater über die freie praktische Religion; auch über die Revision der bisherigen Theologie

    Einleitung: Religion und rechtmäßige Obrigkeit. Semlers Religionsverständnis in seiner Schrift: Unterhaltungen mit Herrn Lavater Beilage: Parodie auf Lavaters Empfindungen eines Protestanten in einer katholischen Kirche. Text: Unterhaltungen mit Lavater (1787).

  • Maximilian Hell und sein wissenschaftliches Umfeld im Wien des 18. Jahrhunderts
    Maximilian Hell und sein wissenschaftliches Umfeld im Wien des 18. Jahrhunderts
    Maximilian Hell und sein wissenschaftliches Umfeld im Wien des 18. Jahrhunderts

    Zum Inhalt: Einleitung I. Naturwissenschaftliche Sammlungen als Vorläufer für astronomische Einrichtungen in Wien Museum Mathematicum Astro-Physikalisches Kabinett Meteoriten Instrumentarium Planetenmaschinen Horologien Aeronautik Wolffsche Mechanik Newtons Physik Elektrizität Mesmerismus Scharbock Kaiserliche Experimentierkabinette Hofburg - Kaiserhof als Forschungsstätte Unterricht der Mathematik Unterricht Physik, Philosophie und Metaphysik II. Wiener Salons als Pflanzstätten astronomisch-naturwissenschaftlicher Gelehrsamkeit Italianità Salons Prinz Eugen Schwarzenberg Salonarchitekten Erlach - Hildebrandt - Erlach Leibniz als Mentor einer Akademie der Wissenschaften Montanwesen Metrologus Maximilian Hell III. Erste Sternwarten als Vorläufer der Universitätssternwarte Jesuitische Astronomie und Mathematischer Turm Specula domestica - Exempel einer vom Kaiserhof finanzierten Privatsternwarte Geodäsie Specula Instrumenatrium Mitarbeiter Beobachtungen Weitere Privatsternwarten Federlhof Florianigasse Spittelberg - Haussternwarte Sambach Utopien - Ungebaute Sternwarten Kahlenberg Mauerbach IV. Pflanzstätten: Prinz Eugens Ingenieursakademie und artverwandte Einrichtungen Ingenieursakademie Savoysche Ritterakademie Löwenburgsches Convikt V. Universitätssternwarte Gründung Bau und Umbau Grundausstattung Personalien (Maximilian Hell) Geodäsie Hells Nachfolger Meteorologie Publikationen Besuche Expeditio et Observatio Transitus Veneris Nachleben der Expeditio als Exempel für Gelehrtenstreit Andere Kontakte: Chinesischer Kaiserhof VI. Observatorienlandschaft der Habsburgerlande Schemnitz (Banska Stiavnica, Slowakei) Tyrnau (Trnava, Slowakei) Klausenburg (Cluj, Rumänien) Ofen (Buda, Ungarn) Erlau (Eger, Ungarn) Pressburg (Bratislava, Slowakei) Brünn (Brno, Tschechien) Daubrawitz (Doubravice, Tschechien) Olmütz (Olomouc, Tschechien) Prager Klementinum Lemberg (Lwiw, Ukraine) Benachbarte Observatorien Breslau (Wroclaw, Polen) Kasan (Kazan, Rußland) Wilnius (Vilnius, Litauen) VII. Jesuitenkosmos Innsbruck Linz Graz Leoben Klagenfurt VIII. Benediktinisches Universum Salzburg Sankt Peter Michaelbeuern Mondsee Mathematischer Turm Kremsmünster Lambach Göttweig Melk Seitenstetten Altenburg Admont St. Lambrecht Mariazell St. Paul im Lavanttal Schotten Martinsberg (Pannonhalma, Ungarn) Raigern (Rajhard, Ungarn) Braunau (Broumov, Tschechien) Mechitaristen in Wien IX. Augustinische Gelehrsamkeit Mariabrunn Klosterneuburg und St. Dorothea St. Florian Vorau X. Prämonstratenser Schlägl Wilten XI. Zisterzienser Heiligenkreuz Lilienfeld Schlierbach Wilhering Stams Rein XII. Priestermechaniker - Ordensleute als Globenbauer und Ingenieure Ordensleute und ihre Sternbildbenennung XIII. Institutionen Theresianum Orientalische Akademie Freimaurerische Naturalienkabinette (Loge zur Wahren Eintracht) Akademien der Wissenschaften Gründungsvorlagen Buchdrucker Kalenderwesen und Almanache XIV. Maria Enzersdorfer Gelehrtenkreis Österreichische Tochter der Urania - Elisabeth Freiin von Matt Schlußbetrachtung ANHANG BILDER Bildverzeichnis Schriftenverzeichnis Archivalien Primärliteratur Periodika Lexika Sekundärliteratur Elektronische Datenbanken Siglen Glossar

  • Klostergericht und -kerker Der "Criminalprocess der Franciscaner" (1769)
    Klostergericht und -kerker Der "Criminalprocess der Franciscaner" (1769)
    Klostergericht und -kerker Der "Criminalprocess der Franciscaner" (1769)

    Zum Inhalt: Gerichtsprozess und Kerker im Kloster der Frühen Neuzeit Einleitende Überlegungen Text: Criminalprocess der Franciscaner

  • Ueber die Beschaffenheit und Absicht der Versuchung Christi in der Wüsten: Eine Untersuchung von Hugo Farmer
    Ueber die Beschaffenheit und Absicht der Versuchung Christi in der Wüsten: Eine Untersuchung von Hugo Farmer
    Ueber die Beschaffenheit und Absicht der Versuchung Christi in der Wüsten: Eine Untersuchung von Hugo Farmer

    Die theologische Studie Ueber die Beschaffenheit und Absicht der Versuchung Christi (1761) von Hugh Farmer, die der Jöllenbecker Pfarrer Johann Moritz Schwager im Jahre 1777 herausgab, bietet eine neue Deutung der Versuchungsgeschichte Jesu. Sie ist entscheidend geprägt von dem Interesse an einer konstruktiven Vermittlung von christlicher Lehre und dem modernen Weltbild. Es ging Farmer dabei um eine Aussonderung magischer Glaubensvorstellungen und Kultformen, für die seiner festen religiösen Überzeugung nach kein Platz mehr in einer vernünftigen christlichen Gesellschaftsordnung mehr ist. Theologisches Ziel von Farmers Abhandlung ist die Destruktion der Vorstellung von einer personifizierten Existenz des Teufels mit Macht über die Menschen. Mit der Destruktion der traditionellen Teufelsvorstellung ist aufs engste eine Entfaltung der Lehre von Jesu Messianität verbunden.

  • Ueber den Unterricht verschiedener Religionsgenossen in gemeinschaftlichen Schulen
    Ueber den Unterricht verschiedener Religionsgenossen in gemeinschaftlichen Schulen
    Ueber den Unterricht verschiedener Religionsgenossen in gemeinschaftlichen Schulen

    Der Philosophie- und Pädagogikprofessor Johann Georg Heinrich Feder (1740-1821) entwickelte in seiner 1786 verfassten Schrift Ueber den Unterricht verschiedener Religionsgenossen in gemeinschaftlichen Schulen eine schulpolitisch interessante Argumentation zum Thema Religionsunterricht. Er vertrat die Idee eines konfessionsfreien Religionsunterrichtes an Gemeinschaftsschulen. Damit beabsichtigte er, den Einfluss der Kirchen in den Schulen zu begrenzen. Das religiöse Einheitsmodell stärkt ihm zufolge das Sozialverhalten der Menschen und die wechselseitige Anerkennung der Bürger in einem Staat. Es ermöglicht zudem "die Ausrottung gemeinschädlicher Vorurtheile" und steigert die Toleranz zwischen den einzelnen Religionsparteien.

  • Beytrag zur Geschichte der Intoleranz oder Leben, Meynungen und Schicksale des ehemaligen Doct. der Theologie und reformirten Predigers in Amsterdam Balthasar Bekker meist nach kirchlichen Urkunden. Mit einer Vorrede Hrn. Doct. Joh. Salomo Semlers (1780)
    Beytrag zur Geschichte der Intoleranz oder Leben, Meynungen und Schicksale des ehemaligen Doct. der Theologie und reformirten Predigers in Amsterdam Balthasar Bekker meist nach kirchlichen Urkunden. Mit einer Vorrede Hrn. Doct. Joh. Salomo Semlers (1780)
    Beytrag zur Geschichte der Intoleranz oder Leben, Meynungen und Schicksale des ehemaligen Doct. der Theologie und reformirten Predigers in Amsterdam Balthasar Bekker meist nach kirchlichen Urkunden. Mit einer Vorrede Hrn. Doct. Joh. Salomo Semlers (1780)

    Der im 18. Jahrhundert noch weit verbreitete Teufels- und Dämonenglaube führte in der Spätaufklärung zu zwei leidenschaftlich geführte Diskussionen (ab 1759 und ab 1772), in denen über die Frage der Existenz des Teufels und vor allem über die Möglichkeit von leiblichen teuflischen Besitzungen gestritten wurde. In den äußerst kontrovers geführten Diskussionen war der bekannte Hallenser Theologe Johann Salomo Semler (1725-1791) zweifelsohne der Wortführer der Partei der Aufklärer und profilierteste Gegner aller besessenheitsgläubigen Autoren. Auch der Landpfarrer Johann Moritz Schwager (1738-1804), ein Schüler Semlers, beteiligte sich mit einigen theologiegeschichtlich interessanten Schriften an dieser Kontroverse. Dazu zählt vor allem sein Werk: Beytrag zur Geschichte der Intoleranz oder Leben, Meynungen und Schicksale des ehemaligen Doct. der Theologie und reformirten Predigers in Amsterdam Balthasar Bekker, zu dem Semler eine umfangreiche Vorrede verfasst hat. Mit diesem im Jahre 1780 veröffentlichten Werk wollte Schwager Interesse an seiner Ausgabe von Bekkers Schrift De Betoverde Wereld wecken, deren Publikation zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesichert war. Im Mittelpunkt der Biographie steht der Prozess, den der Kirchenrat von Amsterdam und die nordholländische Synode gegen Bekker führten. Sie zeigt die strengen Calvinisten als Vertreter der Intoleranz, die den aufrechten Kritiker des Aberglaubens zum Widerruf zwingen wollten.

  • Teufelsstreit in der Spätaufklärung: Ein Quellenband
    Teufelsstreit in der Spätaufklärung: Ein Quellenband
    Teufelsstreit in der Spätaufklärung: Ein Quellenband

    Der im 18. Jahrhundert noch weit verbreitete Teufels- und Dämonenglaube führte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu zwei heftigen Kontroversen, die als erster (ab 1759) bzw. als zweiter Teufelsstreit (ab 1772) in die Theologiegeschichte eingegangen sind. Für den Historiker He(i)nrich Martin Gottfried Köster stand die Verbindlichkeit des traditionellen orthodoxen Kirchenglaubens außer Frage. Daher verteidigte die Lehre von der Existenz und Personenhaftigkeit des Teufels und seiner Macht im zweiten Teufelsstreit vehement. Vor allem seine Schrift Demütige Bitte um Belehrung an die großen Männer, welche keinen Teufel glauben aus dem Jahre 1775 erregte große Aufmerksamkeit. Sie wurde von einer Reihe vor Gelehrten scharf kritisiert. Der vorliegende Quellenband dokumentiert neben der Position von Köster drei kritische Stimmen zur traditionellen Lehre vom Teufel.

  • Hrn. Caspar Lavaters und eines Ungenanten Urtheile über Hrn. C. R. Steinbarts System des reinen Christentums
    Hrn. Caspar Lavaters und eines Ungenanten Urtheile über Hrn. C. R. Steinbarts System des reinen Christentums
    Hrn. Caspar Lavaters und eines Ungenanten Urtheile über Hrn. C. R. Steinbarts System des reinen Christentums

    Das Interesse an Aufklärung und Modernisierung hat den Hallenser Theologen Johann Salomo Semler (1725-1791) in zahlreiche Konflikte mit anderen Gelehrten geführt. Zu den Theologen, mit denen er sich über einen längeren Zeitraum auseinandergesetzt hat, gehörte auch der reformierte Schweizer Pfarrer, Philosoph und Schriftsteller Johann Caspar Lavater (1741-1801). Die heftige Kontroverse mit Lavater dokumentieren drei Schriften von Semler: Samlungen von Briefen und Aufsätzen über die Gaßnerischen und Schröpferischen Geisterbeschwörungen; mit eigenen vielen Anmerkungen herausgegeben von Johann Salomo Semler, 2 Stücke, Halle 1776; Hrn. Caspar Lavaters und eines Ungenanten Urtheile über Hrn. C.R. Steinbarts System des reinen Christentums. Mit vielen Zusätzen von D. Joh. Sal. Semler, Halle 1780 sowie Johann Salomo Semlers Unterhaltungen mit Herrn Lavater, über die freie practische Religion; auch über die Revision der bisherigen Theologie, Leipzig 1787. Von den beiden Schriften Samlungen von Briefen und Aufsätzen und Unterhaltungen mit Herrn Lavater sind 2004 bzw. 2012 Nachdrucke erschienen. Nun soll auch die Schrift Hrn. Caspar Lavaters und eines Ungenanten Urtheile durch einen Nachdruck der wissenschaftlichen Forschung wieder besser zugänglich gemacht werden.

  • Ob der Geist des Widerchrists unser Zeitalter auszeichne? in freimütigen Briefen zur Erleichterung der Privatreligion der Christen (1784) Mit Beilagen
    Ob der Geist des Widerchrists unser Zeitalter auszeichne? in freimütigen Briefen zur Erleichterung der Privatreligion der Christen (1784) Mit Beilagen
    Ob der Geist des Widerchrists unser Zeitalter auszeichne? in freimütigen Briefen zur Erleichterung der Privatreligion der Christen (1784) Mit Beilagen

    Der im 18. Jahrhundert noch weit verbreitete Teufels- und Dämonenglaube führte in der Spätaufklärung zu zwei leidenschaftlich geführte Diskussionen (ab 1759 und ab 1772), in denen über die Frage der Existenz des Teufels und vor allem über die Möglichkeit von leiblichen teuflischen Besitzungen gestritten wurde. In den äußerst kontrovers geführten Diskussionen war der bekannte Hallenser Theologe Johann Salomo Semler (1725-1791) zweifelsohne der Wortführer der Partei der Aufklärer und profilierteste Gegner aller besessenheitsgläubigen Autoren. Auch der Landpfarrer Johann Moritz Schwager (1738-1804), ein Schüler Semlers, beteiligte sich mit einigen theologiegeschichtlich interessanten Schriften an dieser Kontroverse. Dazu zählt vor allem sein Werk: Beytrag zur Geschichte der Intoleranz oder Leben, Meynungen und Schicksale des ehemaligen Doct. der Theologie und reformirten Predigers in Amsterdam Balthasar Bekker, zu dem Semler eine umfangreiche Vorrede verfasst hat. Mit diesem im Jahre 1780 veröffentlichten Werk wollte Schwager Interesse an seiner Ausgabe von Bekkers Schrift De Betoverde Wereld wecken, deren Publikation zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesichert war. Im Mittelpunkt der Biographie steht der Prozess, den der Kirchenrat von Amsterdam und die nordholländische Synode gegen Bekker führten. Sie zeigt die strengen Calvinisten als Vertreter der Intoleranz, die den aufrechten Kritiker des Aberglaubens zum Widerruf zwingen wollten.

  • RELIGIÖSE SPRACHE ZWISCHEN BAROCK UND AUFKLÄRUNG: Katholische und protestantische Erbauungsliteratur des 18. Jahrhunderts in ihrem theologischen und frömmigkeitsgeschichtlichen Kontext
    RELIGIÖSE SPRACHE ZWISCHEN BAROCK UND AUFKLÄRUNG: Katholische und protestantische Erbauungsliteratur des 18. Jahrhunderts in ihrem theologischen und frömmigkeitsgeschichtlichen Kontext
    RELIGIÖSE SPRACHE ZWISCHEN BAROCK UND AUFKLÄRUNG: Katholische und protestantische Erbauungsliteratur des 18. Jahrhunderts in ihrem theologischen und frömmigkeitsgeschichtlichen Kontext

    Die auflagenstarke katholische und protestantische Erbauungsliteratur des 18. Jahrhunderts ist bisher relativ wenig erforscht. Sie ist eine wichtige Quelle für die religiöse Sprache in der Umbruchzeit vom Barock zur Aufklärung. Im Wortschatz von Erbauungsbüchern spiegelt sich der Paradigmenwechsel religiöser Vorstellungen und metaphorischer Konzepte, in denen sich diese ausdrücken. Umbrüche in Christologie, Gottes- und Menschenbild werden ebenso deutlich wie in der Gebetstheologie. Das Untersuchungsinteresse verbindet frömmigkeits- und liturgiegeschichtliche Aspekte mit sprach- und kulturgeschichtlichen. Untersucht werden jeweils ein katholisches und ein protestantisches Erbauungsbuch des frühen wie des späten 18. Jahrhunderts, sodass synchron konfessionelle Vergleiche möglich sind und diachron der Übergang zur Aufklärung in den Blick kommt. Als protestantische Erbauungsautoren wurden Benjamin Schmolck und Georg Joachim Zollikofer ausgewählt, als katholische Martin von Cochem und Johann Michael Sailer. Letzterem gilt - wie auch der katholischen Aufklärung - das besondere Interesse. Sailers "Lese- und Betbuch" von 1783 wurde einerseits von Johann Caspar Lavater gefördert und andererseits vom Berliner Aufklärer Friedrich Nicolai und seinem Kreise heftig angegriffen. Die Vielzahl aufgeklärter Erbauungsbücher in beiden Konfessionen dokumentiert die Bemühungen um religiöse Erneuerung und Volksaufklärung. Kritisch, teils satirisch, distanzieren sich aufgeklärte Protestanten von pietistischer Erbauungssprache, Katholiken von barocker Werkfrömmigkeit und Heiligenverehrung. Hermeneutische Überlegungen unter dem Stichwort "Popularität" begleiten die Anstrengungen, eine zeitgemäße adressatenbezogene und verständliche religiöse Sprache zu führen. Im katholischen Bereich ordnen sich hier theoretische und praktische Impulse zur Einführung muttersprachlicher Liturgie ein. Die Ablösung der oberdeutschen Schriftsprache durch das ostmitteldeutsche Meißnisch-Obersächsische in den südlichen Reichsgebieten förderte und begleitete die Reformbestrebungen der katholischen Aufklärung.

  • Ueber Schulinspection oder Beweis wie nachtheilig es in unsern Zeiten sei die Schulinspection den Predigern zu überlassen und wie vortheilhaft es dagegen sein würde die Prediger der Inspection der Schullehrer zu unterwerfen.: Von M. J. H. P. Seidenstücker (1797)
    Ueber Schulinspection oder Beweis wie nachtheilig es in unsern Zeiten sei die Schulinspection den Predigern zu überlassen und wie vortheilhaft es dagegen sein würde die Prediger der Inspection der Schullehrer zu unterwerfen.: Von M. J. H. P. Seidenstücker (1797)
    Ueber Schulinspection oder Beweis wie nachtheilig es in unsern Zeiten sei die Schulinspection den Predigern zu überlassen und wie vortheilhaft es dagegen sein würde die Prediger der Inspection der Schullehrer zu unterwerfen.: Von M. J. H. P. Seidenstücker (1797)

    Am Ende des 18. Jahrhunderts forderten zahlreiche Pädagogen ein Ende der geistlichen Schulaufsicht. An die Stelle der geistlichen Schulaufsicht sollte eine Kontrolle durch besonders qualifizierte Lehrer, d.h. durch Männer aus den eigenen Reihen eingeführt werden. Von einer solchen durch pädagogische Fachleute übernommenen Kontrolle erhoffte sich beispielsweise der Berliner Pädagoge Johann Julius Hecker (1707-1768) eine deutliche Verbesserung der institutionalisierten schulischen Träger von Bildungs- und Erziehungsaufgaben und damit schlicht bessere Leistungen der Schüler. Zu den wichtigsten Befürwortern einer Veränderung der Schulaufsicht zählte Johann Heinrich Philipp Seidenstücker, der als Rektor der Lateinschule in Lippstadt tätig war. Seine pfarrerkritische Schrift Ueber Schulinspection oder Beweis wie nachtheilig es in unsern Zeiten sei die Schulinspection den Predigern zu überlassen und wie vortheilhaft es dagegen sein würde die Prediger der Inspection der Schullehrer zu unterwerfen aus dem Jahre 1797 gehört zu den interessantesten Beiträgen in dieser hitzig geführten Debatte.

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