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Exil im Archiv: Das "Deutsche Exilarchiv 1933-1945" der Deutschen Bibliothek
Bibliographie Ernst Meumann: Mit einer Einleitung zur Biographie
Die Zeitschrift für Physikalische Chemie: Hundert Jahre Wechselwirkung zwischen Fachwissenschaft, Kommunikationsmedien und Gesellschaft
eBook-Reihen29 Titel

Bibliothemata

Von Thomas Berndt, Peter Rau, Klaus U Werner und

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Über diese Serie

Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Schwierigkeiten, Innovationen an Schulen einzuführen und durchzusetzen, am Beispiel der Implementation der Fachanforderungen für Geschichte in Schleswig-Holstein in den Jahren 2015/16. Diese ersetzten die bis dahin gültigen Lehrpläne und stellten in verschiedener Hinsicht einen Bruch mit in diesem Bundesland bis dahin vorherrschenden Traditionen dar, was zu deutlichen Protesten von Lehrkräften im Land führte. Über verschiedene Vergleiche wird gezeigt, dass das Geschehen in Schleswig-Holstein paradigmatisch und exemplarisch für grundsätzliche Schwierigkeiten bei der Implementation kompetenzorientierter Lehrpläne im Fach Geschichte stehen kann.
Anhand von Stellungnahmen von Lehrkräften, Verbänden und Universitäten kann weiterhin gezeigt werden, dass sich ein bestimmter Typ Lehrkraft in diesen Diskussionen besonders lautstark zu Wort meldet, der zwar keineswegs für die Berufsgruppe insgesamt sprechen kann, dieses aber teilweise für sich reklamiert. Dabei handelt es sich häufig um fachdidaktisch wenig fundierte Positionen, die innerlich eher auf eine Bewahrung des Bestehenden und die Vermittlung rein fachwissenschaftlicher Sachinhalte zielen, während äußerlich teilweise andere und pädagogischere Begründungen genannt werden.Insgesamt validiert die vorliegende Studie einerseits bereits vorliegende Ergebnisse und lädt diese beispielhaft qualitativ auf, bringt andererseits aber auf dem untersuchten Feld der Implementation neuer Lehrpläne auch die neue Erkenntnis hervor, dass Lehrkräfte insbesondere im Fach Geschichte innerhalb solcher Prozesse in einer besonderen Weise auftreten, sodass eine „Theorie des Protests“ formuliert werden kann.
SpracheDeutsch
HerausgeberTraugott Bautz
Erscheinungsdatum1. Juni 1977
Exil im Archiv: Das "Deutsche Exilarchiv 1933-1945" der Deutschen Bibliothek
Bibliographie Ernst Meumann: Mit einer Einleitung zur Biographie
Die Zeitschrift für Physikalische Chemie: Hundert Jahre Wechselwirkung zwischen Fachwissenschaft, Kommunikationsmedien und Gesellschaft

Titel in dieser Serie (29)

  • Die Zeitschrift für Physikalische Chemie: Hundert Jahre Wechselwirkung zwischen Fachwissenschaft, Kommunikationsmedien und Gesellschaft
    Die Zeitschrift für Physikalische Chemie: Hundert Jahre Wechselwirkung zwischen Fachwissenschaft, Kommunikationsmedien und Gesellschaft
    Die Zeitschrift für Physikalische Chemie: Hundert Jahre Wechselwirkung zwischen Fachwissenschaft, Kommunikationsmedien und Gesellschaft

    Studien zum Werdegang wissenschaftlicher Institutionen sind nicht so häufig, als dass nicht jeder Beitrag Aufmerksamkeit verdiente. Th. Hapke wählte die Herausbildung der Zeitschrift für Physikalische Chemie und deren Bedeutung für den Institutionalisierungsprozeß der Disziplin zum Gegenstand seiner Untersuchung. Er beginnt mit medientheoretischen Überlegungen, führt eine Definition des Begriffs einer Zeitschrift ein und erörtert sie anhand der Funktion chemischer Zeitschriften im 19. Jahrhundert. Sodann folgt die unmittelbare Gründungsgeschichte eines zentralen Kommunikationsmediums für Physikalische Chemie. Der Reifegrad des Fakten-. Methoden- und Theorienfundus des jungen Fachgebietes, wie er sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts darstellte, erforderte dringend ein spezialisiertes Publikations- und Diskussionsforum. Allein die zeitliche Parallelität der Aktivitäten sowohl von Isidor Traube als auch von Wilhelm Ostwald zur Gründung einer physikalisch-chemischen Zeitschrift indizierte den aktuellen Bedarf. Die Unternehmung Ostwalds, mit organisatorischem Geschick und taktischem Spürsinn vorbereitet, trug den Sieg davon: am 15. Februar 1887 erschien die erste Ausgabe der Zeitschrift für Physikalische Chemie, Stöchiometrie und Verwandtschaftslehre. Als Herausgeber fungierten W. Ostwald und J. H. van't Hoff; ihnen zur Seite stand ein internationales Editorengremium, das faktisch die Elite des neuen Fachgebietes repräsentierte. In der sich rasch erweiternden Science Community der Physikocherniker spielte die Zeitschrift eine stabilisierende Rolle, allerdings erfolgte im Jahre 1928 auf Grund disziplinärer Divergenzen in der Entwicklung von Physikalischer Chemie und Chemischer Physik eine weitere Spezialisierung. Trotz quantitativer Einschränkungen während des 1. Weltkrieges und 5-jähriger Unterbrechung des Erscheinens während des 2. Weltkrieges erhielt dieses Kommunikationsmedium seine Lebensfähigkeit bis heute; als Folge der Teilung Deutschland wurde es seit 1954 gar durch zwei Redaktionen vertreten. Die Würdigung Ostwalds und einiger seiner besonderen Intentionen, die das Profil der Zeitschrift beeinflussten - so etwa die wissenschafts-historischen Interessen. nehmen beträchtlichen Raum ein. Der Autor untersetzte sie mit einer Reihe von Archivrecherchen. Die Darstellung der Beziehungen zum Verlagshaus W. Engelmann läßt das Projekt der Zeitschrift für Physikalische Chemie auch im Umkreis kommerzieller Interessen erscheinen und veranschaulicht, welche Bedeutung Risikobereitschaft und Wissenschaftsverständnis eines Verlegers für die publizistische Institutionalisierung einer Disziplin haben. Die weitere Entwicklung der Zeitschrift und deren nicht komplikationslose Wege werden bis zur Gegenwart verfolgt und zusätzlich durch Tabellen und Statistiken illustriert. Am Schluß konnte der Autor bereits die Vorausschau auf eine künftige Zusammenführung der beiden seit 1954 nebeneinander erscheinenden Ausgaben der Zeitschrift wagen. R. Zott (Berlin) ISTITUTO DELLA ENCICLOPEDIA ITALIANA, ROMA. ARCHIVES INTERNATIONALES D'HiSTOIRE DES SCIENCES, 1992, Vol. 12, N. 129, S. 374-375 NTM, Basel-Boston, Neue Ser. (1994), Heft 2, 125

  • Exil im Archiv: Das "Deutsche Exilarchiv 1933-1945" der Deutschen Bibliothek
    Exil im Archiv: Das "Deutsche Exilarchiv 1933-1945" der Deutschen Bibliothek
    Exil im Archiv: Das "Deutsche Exilarchiv 1933-1945" der Deutschen Bibliothek

    Vierzig Jahre, nachdem Hanns Wilhelm Eppelsheimer mit einem Kreis deutscher Emigranten in der Schweiz verabredete, eine Sammlung der zwischen 1933 und 1945 im Ausland erschienenen Literatur deutscher Exilanten für die junge Deutsche Bibliothek in Frankfurt durchzuführen, werden die Kühnheit dieses Entschlusses, seine bibliothekarischen Konsequenzen und Perspektiven nicht allein in der Darstellung der Geschichte der Sondersammlung deutlich. Vielmehr sind es auch die alltäglichen bibliothekarischen Herausforderungen dieses besonderen Sammelgebiets, die zur Auseinandersetzung einerseits mit den Lebens- und Publikationsbedingungen des Exils, andererseits mit den historischen und politischen Hintergründen zwingen - auch, da eine Fülle von biographischen und bibliographischen Hilfsmitteln, erprobte Arbeitshilfen und kooperierende Partner sowie eine interessierte Öffentlichkeit und wissenschaftliche Diskussion zur Zeit der Herausgabe diesen Buches vorhanden sind. Vorangegangen sind die schwierigen Wege der Erwerbung, die Probleme mit ungewöhnlichen Publikationsformen, getarnten Schriften, camouflierter Verfasserschaft, mit außergewöhnlichen Erscheinungsweisen und Verlagen. Der Sammelauftrag umfasste damals eine unbekannte Literatur von größtenteils unbekannten, weil vergessenen, verbotenen, verdrängten Autoren in teilweise unbekannten Formen und mit fremden Inhalten. Die Geschichte des ,Deutschen Exilarchivs 1933-1945" ist die eines interessanten und ungewöhnlichen Projekts innerhalb der Deutschen Bibliothek, die als ,Gegenwartsarchiv" (Bernhard Fabian) hier ausnahmsweise retrospektiv sammelt. Nicht nur das Sammelobjekt selbst, die Publikationen Tausender aus dem Land getriebener literarischer, journalistischer, politischer und wissenschaftlicher Autoren, Verleger, Buchkünstler und Übersetzer, sondern auch die Bedingungen des Sammelns und bibliographischen Verzeichnens haben dem Deutschen Exilarchiv und damit der Deutschen Bibliothek ein neues Aufgabenfeld eröffnet. Darüber hinaus umfasst die Arbeit des Deutschen Exilarchivs Erschließung in bibliographischer und inhaltlicher Hinsicht sowie intensive Öffentlichkeitsarbeit (Ausstellungen); durch eigene Publikationen erhielt die Exilforschung wichtige Impulse.Demzufolge versucht diese vorliegende Darstellung, diesen Aufgabenkomplex des Deutschen Exilarchivs in seiner Entstehung zu beschreiben, ohne die bibliothekarischen Besonderheiten zu vernachlässigen. Vorangestellt wird das gegensätzliche Schicksal zweier Bibliotheksprojekte im Exil, bei denen etwas aktuell von den Zeitgenossen versucht wurde, das dem Selbstverständnis des Deutschen Exilarchivs heute sehr verwandt ist. Ein geschichtlicher Abriss soll den Aufbau der Sammlung seit 1948 strukturiert nachzeichnen, während im Hauptteil die einzelnen Bereiche bibliothekarischer Arbeit unter Auswertung statistischer Untersuchungen sowohl in ihrer Entwicklung als auch in ihren gegenwärtigen Situation dargestellt werden. Abschließend wird die vom Exilarchiv bereits selbst aufgeworfene Frage des Fortbestands bei absehbarer Vollständigkeit des Sammelguts diskutiert. In vergleichender Absicht schließt sich die jeweils kurze Beschreibung der weiteren wichtigen Sonderbestände zum deutschen Exil 1933-1945 in der Bundesrepublik und der ehemaligen DDR an. Zur Gesamtdarstellung der Frankfurter Exilsammlung gehören die im Anhang angefügten Verzeichnisse, die das Ergebnis wichtiger Teilarbeitsbereiche dokumentieren (Nachlässe, Ausstellungen, Veröffentlichungen).

  • Bibliographie Ernst Meumann: Mit einer Einleitung zur Biographie
    Bibliographie Ernst Meumann: Mit einer Einleitung zur Biographie
    Bibliographie Ernst Meumann: Mit einer Einleitung zur Biographie

    INHALT Vorwort Danksagungen EINLEITUNG: ZUR BIOGRAPHIE ERNST MEUMANNS Wissenschaftliche Bedeutung Biographischer Abriß Zur Bibliographie Meumanns: Aufbau und bibliographische Grundlagen Dokumente Abbildungen BIBLIOGRAPHIE ERNST MEUMANN 1. Subjektive Personalbibliographie Monographien und Aufsätze Herausgegebene Schriften Übersetzungen der Werke Meumanns Rezensionen und Miszellen Alphabetisches Register zu den Rezensionen Dissertationen (von Meumann betreute) Lehrveranstaltungen Meumanns 2. Objektive Personalbibliographie Register zur Sekundärliteratur Abhandlungen mit bewertender Zitierung Meumanns

  • Das "Supplementum Chronicarum" des Augustinermönches Jacobus Philippus Foresti von Bergamo: Eine der ältesten Bilderchroniken und ihre Wirkungsgeschichte
    Das "Supplementum Chronicarum" des Augustinermönches Jacobus Philippus Foresti von Bergamo: Eine der ältesten Bilderchroniken und ihre Wirkungsgeschichte
    Das "Supplementum Chronicarum" des Augustinermönches Jacobus Philippus Foresti von Bergamo: Eine der ältesten Bilderchroniken und ihre Wirkungsgeschichte

    Bereits seit längerem ist bekannt, daß das "Supplementum Chronicarum" des aus der Lombardei stammenden Augustinermönches Jacobus Philippus Foresti (1434-1520) die maßgebliche Vorlage der sogenannten "Schedelschen Weltchronik" (Druck Nürnberg 1492) war. Bisher hat jedoch weder die Person Forestis noch dessen Werk eine eingehende Würdigung in Form einer monographischen Darstellung erfahren. Erstmals wird sich mit der vorliegenden Studie dieser Aufgabenstellung gewidmet: Forestis Leben, seine literarische Hinterlassenschaft und im besonderen sein Geschichtswerk werden vor dem geistesgeschichtlichen Hintergrund von Spätmittelalter und Renaissance untersucht. Ebenso wird auf die weitreichende Rezeption des "Supplementum Chronicarum" vom 15. bis 17. Jahrhundert als enzyklopädische Universalchronik sowie auf die wichtige Schlüsselstellung dieses Werkes im Bereich der Bilderchroniken eingegangen.

  • Carl Albert Lange 1892-1952: ... dass ich ein Dichter bin, fühle ich Tag und Nacht
    Carl Albert Lange 1892-1952: ... dass ich ein Dichter bin, fühle ich Tag und Nacht
    Carl Albert Lange 1892-1952: ... dass ich ein Dichter bin, fühle ich Tag und Nacht

    ,. daß ich ein Dichter bin, fühle ich Tag und Nacht." CARL ALBERT LANGE 1892-1952 Mit Leben und Werk Carl Albert Langes, der 1992 100 Jahre alt geworden wäre, beschäftigt sich eine Ausstellung, die vom 1. April bis 11. Mai in der Staats- und Universitätsbibliothek zu sehen sein wird. Der Hamburger Dichter und Journalist Carl Albert Lange (1892-1952) ist heute weitgehend unbekannt. Zu seiner Zeit nahm er jedoch eine wichtige Rolle im Hamburger Kulturleben ein. So war er mehr als dreißig Jahre hindurch als Feuilletonist für den Hamburger Anzeiger u.a. Tageszeitungen der Hansestadt tätig. Zu seinem engeren Freundeskreis gehörten die Schriftsteller Paul Schurek und Heinrich Christian Meier, die Maler Ivo Hauptmann und Heinrich Stegemann sowie der Komponist Robert Pomfrett. Der menschenscheue Ernst Barlach, zu dem Lange persönlichen Kontakt fand, galt ihm als künstlerische und menschliche Leitfigur. Dem jungen, noch unbekannten Wolfgang Borchert war Lange ein väterlicher Freund. Wie schwer es Carl Albert Lange hatte, Verleger für seine Gedichte zu finden, wird durch seine umfangreiche Korrespondenz mit den literarischen Größen seiner Zeit deutlich. So wandte er sich etwa an Carl von Ossietzky, Hermann Hesse oder Alfred Kubin. Nur wenige von Langes Werken wurden veröffentlicht. Eine um so größere Herausforderung stellte die Sichtung und Auswertung seines in der Staatsbibliothek ruhenden Nachlasses dar. Unter dem Motto "Germanisten auf Schatzsuche" hat eine studentische Projektgruppe am Literaturwissenschaftlichen Seminar der Universität Hamburg Ausstellung und Katalog erarbeitet. aus: Pressemitteilung der Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky Hamburg, den 15. März 1993 Hamburger Morgenpost vom 31.3.1993, Seite 41 Feuilleton 1993 Eppendorfer Wochenblatt vom 5. Mai 1993

  • Hans Leip und die Hamburger Künstlerfeste
    Hans Leip und die Hamburger Künstlerfeste
    Hans Leip und die Hamburger Künstlerfeste

    "Nichts gegen die Künstlerfeste jener Jahre! Sie waren unvergleichbar unpolizeilich; es wird sie niemals wiedergeben. So viel Freiheit, wie damals verbraucht wurde, gibt es auf dem ganzen Erdenrund nicht mehr." Hans Henny Jahnn ".das alles platzte wie ein Schock ins hansische Schwarzbrotbehagen. Es schloß unwiderstehlich auf, was unter Steifheit und Börsenenge verkrustet lag an Freimut und Tolldreistigkeit." Hans Leip

  • Der Verleger Alfred Janssen und die Reformbewegung: Mit uns zieht die neue Zeit
    Der Verleger Alfred Janssen und die Reformbewegung: Mit uns zieht die neue Zeit
    Der Verleger Alfred Janssen und die Reformbewegung: Mit uns zieht die neue Zeit

    Der Autor gliedert seine Arbeit in einen einführenden und drei Hauptteile. Auf eine kurze Darlegung zu Verlagsgeschäft und Buchhandel im 19. Jahrhundert folgt Janßens private Biographie und die geschäftliche Entwicklung seiner Verlagsbuchhandlung von ihrer Verlegung von Leipzig nach Hamburg 1899 bis zum Verkauf an den Verlag Georg Westermann 1917. Dem wird der berufliche Werdegang Janßens in Leipzig seit der dortigen Gründung seiner Firma 1891 bis zum Umzug nach Hamburg nachgeliefert. Dieser vierte Abschnitt des ersten Teils befaßt sich stärker mit den verlegten Werken und mag daher als Vorlauf gemeint sein zu den folgenden drei Teilen, die das Hamburger Verlagssortiment und seine Autoren getrennt nach Zeitschriften, schöngeistiger und Sachbuchliteratur sowie Reform- und Jugendliteratur vorstellen. Die drei Hauptteile beginnen jeweils mit einer allgemeinen Vorbemerkung. Das Aufblühen des (Kunst-)Zeitschriftenwesens gegen Ende des 19. Jahrhunderts wird allerdings nur erwähnt, nicht beschrieben oder begründet. Die Einführung zum Hauptteil über die schöngeistige und Sachbuchliteratur ist knapp, umfaßt aber das Wesentliche. Dem Teil über die Reformautoren in Janßens Verlag ist mit dem Abschnitt "Der Drang nach pädagogischem Fortschritt in Hamburg und Bremen" eine besonders lange Einführung vorangestellt. Die Autoren werden, ihrer Bedeutung für den Verlag entsprechend, jeweils mit Lebensdaten und biographischem Hintergrund ausgestattet. Auffällig ist eine ungleiche Gewichtung: Zu den meisten Autoren, wie etwa zu Carl Adolf Mönckeberg, findet sich auch Persönliches und Privates; der für Janßens Verlag mindestens ebenso bedeutende Heinrich Scharrelmann erscheint ausschließlich als Autor und Reformpädagoge - vielleicht weil sich Pieler bei Scharrelmanns Charakterisierung nur auf die grundlegende Arbeit von Dirk Hagener zur Bremer Reformbewegung in der Kaiserzeit und auf die Darstellung der Bremer Lehrerschaft bis 1933 von Hinrich Wulff stützt. (Wulffs 1950 erschienenes Werk rechnet er seltsamerweise zu gedruckten Quellen.) Jedoch angesichts der Bedeutung, die Pieler Scharrelmann als meistverkauftem Autor des Janßen-Verlages zuerkennt, hätte Wilhelm Müllers, Dissertation über Scharrelmann von 1979 hinzugezogen werden sollen. Ebenso fehlt im Literaturverzeichnis die 1986 erschienene Monographie von Renate Bienzeisler über den zweiten wichtigen Bremer Reformpädagogen, mit dem Janßen zusammenarbeitete: Fritz Gansberg. Außerdem hätte sich Pieler zu dem mehrfach erwähnten "Bremer Schulstreit" nicht nur auf die Sekundärliteratur beziehen, sondern den Verhandlungsbericht gleichen Titels von 1907 einsehen können. Neben Primär- und Sekundärliteratur nutzte der Autor für seine Arbeit zahlreiche wichtige Quellen, vor allem den in der Hamburger StUB verwahrten Nachlaß Janßens und dessen Notizen aus einem persönlichen Nachlaß, den seine Erben zur Auswertung zur Verfügung stellten. Trotzdem bleibt Alfred Janßen als Person etwas unscharf, z.B. in seiner politischen Einstellung (lehnte er "die Sozialdemokratie" tatsächlich strikt ab?). Anschaulich wird eine Verlegerpersönlichkeit mit sozialem Engagement, die sich der Jugend- und Volksbildung verschrieb und damit finanziell nur mäßigen Erfolg hatte. Janßens Bedeutung ist bis heute noch nicht ganz zu ermessen. Er gab jungen Reformern die Chance, zu veröffentlichen und so ihr Gedankengut in die pädagogische Diskussion einzubringen. Es war daher hohe Zeit, Janßens Wirken darzustellen, und dafür ist Peter-Hubertus Pieler sehr zu danken. Sylvelin Wissmonn aus: Seite 322-323 Germanistik 37. Jg., 1996, 1, Seite 343

  • Festschrift für Horst Gronemeyer zum 60. Geburtstag
    Festschrift für Horst Gronemeyer zum 60. Geburtstag
    Festschrift für Horst Gronemeyer zum 60. Geburtstag

    Die Anzeige einer Festschrift mit 33 Beiträgen von unterschiedlichster Thematik macht nicht geringe Schwierigkeiten und führt zwangsläufig zu der Frage: cui bono? Die Antwort hat in der Festschrift Gronemeyer H. Flitner unter dem Titel ,Lob der Festschrift' gegeben. Eine ,Festschrift ehrt, sie mehrt, sie nährt'. Beschränkt man sich auf die Ehre, dann ist es nicht nur derjenige, dem die Festschrift gilt, sondern es sind auch die Beiträger, die sich durch ihre Mitwirkung geehrt fühlen. Dessen ungeachtet hat der Rezensent den sicheren Eindruck, daß sich in dieser Festschrift ein wirklicher Freundeskreis aus Universität, Bibliothek, Fachhochschule und anderen, vornehmlich Hamburger Institutionen zusammengefunden hat, dem die Freundschaftsbekundung für H. Gronemeyer ein echtes Anliegen ist. Von daher hat diese Festschrift ein sehr persönliches Gesicht. Sie erweist sich zugleich als eine Eloge auf Hamburg und auf die kulturelle Szene dieser bedeutenden Stadt. Thematisch sind folgende Komplexe zu unterscheiden: Buch- und Bibliothekswesen (Geschichte und Aktuelles), Literaturgeschichte (insbesondere Klopstock) und Verschiedenes. Zum Buchwesen finden sich Aufsätze über den Büchernarren (Reinhold Busch), über Buchdrucker mit dem Schwerpunkt Gutenberg (G. Ruppelt), über die Hamburgische Druck- und Verlagsgeschichte des 19. Jh. (H. v. Schade), über die Bindung von Verlagen an Subskriptionspreise (J. Chr. Göden) und über die Zukunft des Buches im Medienzeitalter (K. P. Deneker). Die Bibliotheksgeschichte wird vertreten durch Beiträge zur antiken Textüberlieferung (K. Alpers), zu einer als Kriegsbeute nach Rußland verbrachten hamburgischen Handschrift des 16. Jh. (N. Krüger), zur Frühzeit der Bibliothek des Herzogs Otto I. von Braunschweig-Lüneburg in Harburg (Ralf Busch) und über die Bibliotheksreise eines jungen Altonaers nach Italien 1780-1782 (F. Andrae). Sehr lesenswert sind die Aufsätze, die sich mit der Hamburger Stadtbibliothek im 19. Jh. beschäftigen: mit dem Jahresbericht 1849 (D. Roth), über die vergeblichen Versuche, der Bibliothek das Pflichtexemplarrecht zukommen zu lassen (O.-E. Krawehl) und über die umstrittene Öffentlichkeitsarbeit anläßlich eines in Hamburg veranstalteten Journalistentags 1894 (H.-D. Loose). In diesen Kontext gehört auch der Beitrag von K. Garber mit dem inhaltsschweren Titel ,Der Untergang der alten Hamburger Stadtbibliothek im Zweiten Weltkrieg'. Es handelt sich darum, den früheren Besitz aus dem Bereich der Barockliteratur und an Hamburgensien zu beschreiben und damit die einstige Bedeutung der Bibliothek herauszustellen. Für die Zeit des 18. Jh. sei die deutsche Literatur in ihr in ,einer Geschlossenheit versammelt' gewesen wie sonst nur in Berlin und Göttingen. Zur Bibliotheksgeschichte zählt auch die Studie von H. Voigt, die sich mit dem Rücktritt von Gustav Wahl von der Leitung der Deutschen Bücherei in Leipzig (1916) und seiner späteren Berufung nach Hamburg (1918) beschäftigt, auch mit den vergeblichen Bemühungen, O. Wahl 1920 noch einmal nach Sachsen an die Spitze der Dresdner Landesbibliothek zurückzuholen. Zum aktuellen Bibliothekswesen gehören die auf die SuUB Hamburg bezogenen Beiträge von Helmut Braun, dem Amtsvorgänger von H. Gronemeyer, über die alphabetischen Kataloge des Hauses und von H.-J. Steltzer über die Baugeschichte von 1946 bis 1989. Auch folgende Aufsätze beziehen sich auf Hamburg: ,Bibliothek und Bibliothekare des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Privatrecht' (R. Lansky) und ,Hamburgs Bücherhallen auf dem Weg zur Informationsbibliothek' (H. Jochimsen). Für das Bibliothekswesen in Nordrhein-Westfalen von erheblichem Interesse sind die Ausführungen von U. Pflugk (Duisburg): ,Zum Auswahlverfahren für die Ausbildung zum höheren Bibliotheksdienst in Nordrhein-Westfalen'. Bei rund 200 Bewerbungen im Halbjahr für 5 Ausbildungsstellen reichen formale, objektivierbare Kriterien (Studienfach, Examensnote) bei weitem nicht aus. Entscheidend sind die Vorstellung

  • Hamburger literarisches Leben im 18. Jahrhundert: Ein Verzeichnis der Bestände der Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky
    Hamburger literarisches Leben im 18. Jahrhundert: Ein Verzeichnis der Bestände der Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky
    Hamburger literarisches Leben im 18. Jahrhundert: Ein Verzeichnis der Bestände der Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky

    Mit diesem Bestandkatalog legt die Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek ein äußerst nützliches Arbeitsinstrument für alle vor, die sich mit Hamburgs respektablem literarischen Leben im 18. Jahrhundert befassen. Der Band enthält die vorhandenen Werke zahlreicher Autoren von Bernhard Christoph d'Arien bis Albrecht Jacob Zell, jeweils durch kurze Daten zur Biographie eingeleitet und mit allen bibliographisch wichtigen Angaben versehen, auch mit den Signaturen. Insgesamt sind 36 Schriftsteller vertreten, darunter mit Margaretha (Metz) Klopstock auch eine Frau. Die Zeitgrenze ist, wie Horst Gronemeyer in seinem Vorwort schreibt, nicht strikt eingehalten worden. So fanden die Opernlibretti aus dem späten 17. Jahrhundert ebenso Aufnahme wie Werkausgaben der aufgenommenen Autoren aus der Zeit bis 1830. Der Benutzer wird diese Entscheidung begrüßen. Das Register enthält die Sachtitel der anonym erschienenen Schriften, Hinweise auf Bearbeiter und Herausgeber sowie Verfasser der von Hamburger Autoren übersetzten Werke. Es erschließt den Inhalt des Bandes in übersichtlicher Weise und ist sorgfältig erarbeitet worden. Für das Bestandsverzeichnis ist Annelie Thomsen, Wiebke Emrich, Gernot Müller, Rüdiger Schütt, Harald Weigel und Manfred Weichert zu danken. Möge die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky mit weiteren Veröffentlichungen dieser Art ihre Schätze den Kennern und Liebhabern" präsentieren! aus: Hamburger Arbeitskreis für Regionalgeschichte (HAR), Mitteilungen 26, Mai 1995, S. 16

  • Artist - Royalist - Anarchist: Das abenteuerliche Leben des Baron Detlev Freiherr von Liliencron 1844-1909
    Artist - Royalist - Anarchist: Das abenteuerliche Leben des Baron Detlev Freiherr von Liliencron 1844-1909
    Artist - Royalist - Anarchist: Das abenteuerliche Leben des Baron Detlev Freiherr von Liliencron 1844-1909

    Der Nachlaß Detlev von Liliencrons und die in ihm gesammelten Materialien gehören zweifellos zu den wertvollsten Beständen der Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek. Doch worin besteht heute ihr Wert, wer beachtet sie schon? Wer kennt denn überhaupt noch jenen Dichter, der zu Beginn dieses Jahrhunderts viel bewundert als der große Anreger der Jungen, als Entdecker und Förderer der nachwachsenden Generation galt? Es ist symptomatisch' daß die Antwort nicht von einem gestandenen Fachvertreter stammt, daß die hier vorgelegte Vorstellung des norddeutschen Autors anläßlich seines 150. Geburtstags nicht - wie eigentlich zu erwarten - ein Hamburger Literaturwissenschaftler ins Werk gesetzt hat; nicht einmal ein Privatgelehrter oder pensionierter Studienrat konnte für diese Aufgabe gewonnen werden, sondern eine Heine Gruppe von Studentinnen und Studenten des Literaturwissenschaftlichen Seminars in Hamburg fing Feuer und war bereit, das Wagnis zu übernehmen. Sicherlich, vor einigen Semestern hatte ich mit einer Übung, die die Schriftstellernachlässe in Hamburger Bibliotheken zum Gegenstand hatte, die Spur gelegt, aber die Initiative und ideenreiche Umsetzung des Plans einer Liliencron-Ausstellung ging allein von den Studierenden selbst aus; sie verfaßten auch - Information und Provokation munter mischend - diesen Katalog. Damit haben sie einen Ton gefunden, der mir einem Dichter, der in heutiger Zeit keine einhellige Bewunderung mehr finden kann und dennoch Bedeutendes geleistet hat, angemessen zu sem scheint. Und das ist sicherlich kein Zufall: Erst diese junge Generation hat Wege gefunden, mit den Widersprüchen und den zwiespältigen Eindrücken, die eine intensivere Beschäftigung mit Leben und Werk Detlev von Liliencrons hinterläßt, umzugehen; sie erstarrt weder in hagiographischer Bewunderung, noch ist sie bereit zu vorschneller Verdammung: Gerade die Risse, das Halbfertige oder die Brüche erscheinen interessant, Liiencrons Sinn für das Unkonventionelle, seine mangelnde Bereitschaft zu Harmonie in widerspruchsvoller Zeit, sein Hang, jedem Kompromiß, jedem Arrangement wenn irgend möglich auszuweichen. Um das zu sehen und zu dokumentieren, ist eine gehörige Portion Unvoreingenommenheit und Unbekümmertheit Voraussetzung, eine Neugier, die auch vor den heute fragwürdigen Seiten des Dichters nicht zurückschreckt. Und selbstverständlich muß mit diesem unbekümmerten Herangehen an die Materialien, die in der Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek archiviert sind, einhergehen die nötige Sensibilität für literarische Qualitäten, denen selbst die Entwicklung der letzten 100 Jahren nichts anhaben konnten. Über alles das verfügten die drei Bearbeiter diese Katalogs. Das war ihre Chance, die noch heute faszinierende Gestalt eines vor anderthalb Jahrhunderten geborenen Dichters vorzustellen und den Wert der literarischen Hinterlassenschaft Liliencrons näher zu bestimmen; und ich meine, die drei haben diese Chance vollauf genutzt. Gunter Martens Die Welt vom 18.5.1994 Eppendorfer Wochenblatt 22. Juni 1994, Nr. 25 Kultur taz hamburg, Freitag, 10. Juni 1994 Germanistik 37. Jg., 1996, 2, Seite 645

  • Zwischen Studium und Verkündigung: Festschrift zum hundertjährigen Bestehen der Nordelbischen Kirchenbibliothek in Hamburg
    Zwischen Studium und Verkündigung: Festschrift zum hundertjährigen Bestehen der Nordelbischen Kirchenbibliothek in Hamburg
    Zwischen Studium und Verkündigung: Festschrift zum hundertjährigen Bestehen der Nordelbischen Kirchenbibliothek in Hamburg

    Auskunft 16 (1996), Heft 2, Seite 214-219 Mitteilungsblatt der Arbeitsgemeinschaft Katholisch-Theologischer Bibliotheken (AKThB), Jahrgang 43; Trier 1996

  • WRWlt - o Urakkord: Die Welten des Richard Dehmel
    WRWlt - o Urakkord: Die Welten des Richard Dehmel
    WRWlt - o Urakkord: Die Welten des Richard Dehmel

    Die erste Richard Dehmel gewidmete Ausstellung der Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek fand schon 1930, zehn Jahre nach seinem Tode, statt. Sie gab einen allgemeinen Einblick in den umfangreichen und in mehrfacher Hinsicht bedeutsamen Nachlass des Dichters, der bald nach dessen Tod von Hamburg erworben werden konnte. Hermann Tiemann, der sich intensiv mit Dehmels Nachlass beschäftigt hatte und der nach dem Zweiten Weltkrieg den Wiederaufbau der Hamburger Bibliothek leitete, hatte diese kleine, liebevoll arrangierte Ausstellung gestaltet. Er konnte noch die Hilfe Ida Dehmels in Anspruch nehmen, deren eindrucksvolle Persönlichkeit die Bibliothek dann im Jahre 1970 mit einer eigenen Ausstellung würdigte. Ob das jetzige Vorhaben eine Wiederbelebung von Dehmels einstigem Dichterruhm ermöglichen kann, muss dahingestellt bleiben. Sein Nachlass und dessen Präsentation kann jedoch ganz gewiss deutlich machen, dass der Dichter zu seiner Zeit eine hevorragende Stellung im deutschen Geistesleben einnahm und dass der Einfluss, den er ausgeübt hat, nicht hoch genug eingeschätzt werden kann und noch keineswegs ausreichend untersucht ist. Das bewährte Ausstellungsteam - Mathias Mainholz, Rüdiger Schütt, Sabine Walter, Sabine Henning, Annette Laugwitz - hat auch diesmal wieder Hervorragendes geleistet und mit unverstelltem Blick Einsichten gewinnen können, die traditionelleren Betrachtungsweisen verborgen geblieben sind. Zu danken ist auch Herrn Dr. Harald Weigel, der die Arbeit mit Rat und Tat begleitet hat, den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Restaurierungs- und der Photostelle unserer Bibliothek sowie den Leihgebern, die die Ausstellung durch ihr Entgegenkommen bereichert haben: Familie Rittmayer, Deutsches Literaturachiv Marbach a.N., Bibliothek des Literaturwissenschaftlichen Seminars der Universität Hamburg, Hamburger Kunsthalle, Landesbildstelle Hamburg, Museum für Hamburgische Geschichte, Staatsarchiv Hamburg.

  • In Hamburg die grösste Hoffnung auf Erfolg: Hamburgs Buchhandlungen, Verlage und Druckereien im 19. Jahrhundert
    In Hamburg die grösste Hoffnung auf Erfolg: Hamburgs Buchhandlungen, Verlage und Druckereien im 19. Jahrhundert
    In Hamburg die grösste Hoffnung auf Erfolg: Hamburgs Buchhandlungen, Verlage und Druckereien im 19. Jahrhundert

    Verlage, Buchhandlungen und die dazugehörigen Druckereien haben Hamburg im vergangenen Jahrhundert zur Bücherstadt gemacht. Sie haben dem kommerziell gesinnten hanseatischen Gemeinwesen zu einer bedeutenden Literatur verholfen und auch ein beachtliches Zeitungswesen entstehen lassen. Dafür stehen bekannte Namen wie Friedrich Perthes, J. F. Richter oder Otto Speckter, noch heute blühende Verlage wie Hoffmann & Campe oder H. Christians, Buchhandlungen wie W. Mauke Söhne oder C. Boysen, Zeitungstitel wie der Patriot oder die Hamburger Neuesten Nachrichten, Druckereifirmen wie Conrad Kayser oder H. O. Persiehl. Ihre Wurzeln und ihr Wachstum, ihre ganze Entstehungsgeschichte liegen im Hamburg des 19. Jahrhunderts. Herwarth v. Schade hat die Belege dafür zum ersten Mal vollständig zusammengebracht und zahllose Nachweise von Druckerzeugnissen der Zeit beigegeben: Bücher, Noten, Kataloge, Zeitungen, Zeitschriften, Plakate und dergleichen mehr. An den Beginn seiner Jahrhundert-Übersicht hat der Autor den Satz des Buchhändlers Friedrich Perthes gesetzt, mit dem er - ,was noch niemand wagte' - Deutschlands erste neuzeitliche Buchhandlung in der Hansestadt eröffnet hat: Er hege mit seinem modernen Engagement für das Buch "in Hamburg die größte Hoffnung auf Erfolg."

  • Nur das Wort kann die Welt verändern: Der politische Journalist Axel Eggebrecht
    Nur das Wort kann die Welt verändern: Der politische Journalist Axel Eggebrecht
    Nur das Wort kann die Welt verändern: Der politische Journalist Axel Eggebrecht

    INHALT DER LETZTE LINKE Vorwort von Peter von Zahn 1. EINLEITUNG 1. Fragestellung 2. Eggebrechts Belsen-Berichte - Untersuchungsmethode 3. Quellenlage 4. Forschungsstand 2. "ICH LERNTE SCHREIBEND ZU SCHREIBEN" - AXEL EGGEBRECHT (1899-1947) 1. Elternhaus und Jugend (1899-1917) 2. Im Ersten Weltkrieg und in den revolutionären Unruhen (April 1917-Januar 1919) 3. Der Kapp-Putsch (März 1920) 4. In der "alleinseligmachenden Kirche" der kommunistischen Partei (1920-1925) 5. Der Weltbühnen-Autor (1925-1933) 6. "Ich wollte dabei sein, wenn der Hitlerstaat zusammenkracht" (1933-1945) 6.1. Konzentrationslager und Schreibverbot (1933) 6.2. Der Autor "unpolitischer Filme" (1934-1945) 7. Der Rundfunkjournalist Axel Eggebrecht (1945-1947) 7.1. Radio Hamburg/NWDR. Unter britischer Kontrolle 7.2. Eggebrecht - "Rundfunkmann der ersten Stunde" 3. DER BELSEN-PROZESS UND EGGEBRECHTS BERICHTERSTATTUNG (HERBST 1945) 1. Das "Aufenthaltslager" Bergen-Belsen 2. Der Prozess (17.09.-16.11.1945) 3. Axel Eggebrecht - Der Prozessreporter Vergleich mit den Prozessprotokollen und der Lüneburger Post 4. REAKTIONEN DER HÖRER AUF DAS RUNDFUNKPROGRAMM 1945 5. AXEL EGGEBRECHT - DER "FREIE PUBLIZIST" (1948-1991) 1. NWDR - Vom Besatzungssender zur öffentlich-rechtlichen Anstalt (1947-1949) 2. Reorganisation des NWDR und Eggebrechts Abschied vom Funkhaus (1949) 3. Freier Publizist und Lehrmeister (1950-1991) 6. ZUSAMMENFASSUNG 7. ANHANG Axel Eggebrecht - Biographische Daten 8. QUELLEN UND LITERATUR 1. Ungedruckte Quellen 1.1. Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky. Handschriftenabteilung 1.2. Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky. Mediothek 1.3. Historisches Archiv, Norddeutscher Rundfunk (NDR), Hamburg 1.4. Feature Archiv, Sender Freies Berlin (SFB), Berlin 1.5. Deutsche Schillergesellschaft / Literaturarchiv Marbach, Handschriftenabteilung 1.6. Privatarchiv Peter von Zahn, Hamburg 1.7. Privatarchiv Charlotte Stammreich, Sao Paulo/ Brasilien 1.8. Archiv der Gedenkstätte Bergen-Belsen, Belsen 2. Pressearchive 2.1. Presse- und Ausschnittsarchiv, Norddeutscher Rundfunk (NDR), Hamburg 2.2. Textarchiv Axel Springer Verlag, Hamburg 3. Gedruckte Quellen 4. Literatur 5. Abbildungsverzeichnis Verzeichnis der Abkürzungen

  • Geld ist der Hamburger ihr Gott: Erdmann Neumeisters Briefe an Valentin Ernst Löscher
    Geld ist der Hamburger ihr Gott: Erdmann Neumeisters Briefe an Valentin Ernst Löscher
    Geld ist der Hamburger ihr Gott: Erdmann Neumeisters Briefe an Valentin Ernst Löscher

    "Geld ist der Hamburger ihr Gott!" - so hatte Neumeister sich bei seinem Freund beklagt über die Hanseaten. Dass die Hamburger es mit dem Geld haben, selbst wenn sie selbst keines haben - das versteht sich. Aber Erdmann Neumeister? Long ago, far away - und manch einer wird sich wundern, warum man sich einem so wenig bekannten Alten überhaupt zuwendet. Erdmann Neumeister? Ein Theologen-Poet? Wer ist das eigentlich? Kennern und Insidern ist Erdmann Neumeisters Name freilich wohl geläufig. Sie schätzen ihn als Kirchenlieddichter oder wissen, dass er sich als Textautor von Kirchenkantaten verdient gemacht hat. Johann Sebastian Bach hat Kantatentexte vertont, die von Neumeister stammen. 1715 war er Hauptpastor an St. Jacobi in Hamburg geworden. Das Museum in Weißenfels, das "Heinrich-Schütz-Haus", widmete dem Kantatendichter im Oktober 1996 ein wissenschaftliches Colloquium für Musikhistoriker, Germanisten und Theologen. In der Handschriftenabteilung der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg - Carl von Ossietzky - befindet sich heute eine umfangreiche Sammlung von handgeschriebenen alten Gelehrtenbriefen, die Supellex Epistolica Uffenbachii et Wolfiorum. Sie enthält unter zahllosen anderen auch ungefähr 40 Briefe, die Erdmann Neumeister geschrieben hat. Sie sind vor allem an Valentin Ernst Löscher in Dresden gerichtet gewesen. Natürlich will der Handschriften-Bibliothekar die Schätze, die er verwaltet, auch gern unter die Leute gebracht wissen. Vor ein paar Jahren hatte Dr. Harald Weigel, damals Leiter der Handschriftenabteilung der Hamburger Staatsbibliothek, sich deshalb an den Verfasser gewandt und angeregt, Neumeisters Briefe zu kommentieren und im Druck herauszugeben; er hatte sich für die Editionsarbeit nicht ohne Grund einen Theologen ausgesucht und hatte dafür auch die Genehmigung des Direktors der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, Ltd.Bibl.Dir. Prof. Dr. Horst Gronemeyer, erwirkt. Daraus ist dieses Buch geworden.

  • Ernst Fuhrmann (1886-1956): Verzeichnis seines Nachlasses und des Nachlasses von Elisabeth Fuhrmann-Paulsen in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
    Ernst Fuhrmann (1886-1956): Verzeichnis seines Nachlasses und des Nachlasses von Elisabeth Fuhrmann-Paulsen in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
    Ernst Fuhrmann (1886-1956): Verzeichnis seines Nachlasses und des Nachlasses von Elisabeth Fuhrmann-Paulsen in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky

    Die angereicherten Nachlässe von Ernst Fuhrmann (1886-1956) und seiner Ehefrau Elisabeth Fuhrmann-Paulsen (1879-1951) zählen zu den mittelgroßen Nachlassbeständen in der Handschriftenabteilung der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg. Schon deshalb, aber mehr noch angesichts des heute weitgehend unbekannten Werkes beider, ist es erfreulich, mit der vorliegenden Veröffentlichung ein vollständiges Verzeichnis der in dieser Bibliothek aufbewahrten Nachlassmaterialien des Hamburger Kaufmanns, Schriftstellers, Museumsdirektors, Verlegers und darüber hinaus autodidaktischen Anthropologen, Biosophen und Etymologen sowie der Dichterin vorlegen zu können.

  • Walter Classen: Ein Hamburger Pädagoge zwischen Tradition und Moderne. Lebenserinnerungen - Sechzehn Jahre im Arbeitsquartier. Mit einer Bibliographie Walter Classens
    Walter Classen: Ein Hamburger Pädagoge zwischen Tradition und Moderne. Lebenserinnerungen - Sechzehn Jahre im Arbeitsquartier. Mit einer Bibliographie Walter Classens
    Walter Classen: Ein Hamburger Pädagoge zwischen Tradition und Moderne. Lebenserinnerungen - Sechzehn Jahre im Arbeitsquartier. Mit einer Bibliographie Walter Classens

    Inhalt Walter Friedrich Classen 1874 bis 1954 - ein Lebensbild Zur Edition Walter Classen: Lebenserinnerungen (1950) Walter Classen: Sechzehn Jahre im Arbeiterquartier (1932) Bibliographie Walter Classen Literatur Publikationen des Volksheims Personenregister mit biographischen Angaben Danksagung Abbildungsnachweis

  • Die Dehmels und das Kinderbuch
    Die Dehmels und das Kinderbuch
    Die Dehmels und das Kinderbuch

    Wie schon in den vorhergehenden Büchern hat Roland Stark bekannte und neue Quellen zur Thematik entdeckt und ausgeschöpft und dabei in der Burgerbibliothek in Bern wie auch im Badischen Generallandesarchiv Karlsruhe eine Reihe bisher unbekannter Dokumente aufgespürt, die bislang als unumstößlich geltende Annahmen korrigieren und damit im Blick auf das kreative Miteinander neue Aspekte eröffnen. Paula Dehmel wird dabei in eine zentrale Position gerückt, die ihr von ihrer weitertragenden Wirkung zukommt. Zusammen mit bislang unveröffentlichten Dokumenten bildet eine Bibliographie der Werke von Paula und Richard Dehmel zur Kinder- und Jugendliteratur eine Ergänzung und Abrundung der bisher vorgelegten Werkverzeichnisse. Damit wird ein Entwicklungsbogen komplettiert, der die Kinderbücher der Dehmels in eine zentrale Ausgangsposition der Kinder- und Jugendliteratur des 20. Jahrhunderts stellt und deutlich macht, wo unsere eigenen Wurzeln liegen. Die Zeitspanne um die Jahrhundertwende 1900 wird heute zu Recht als eine Phase grundlegender Umwälzungen auf allen Gebieten des geistigen und kulturellen Lebens angesehen und bewertet. Auch die Kinder- und Jugendliteratur war in diese Veränderungen einbezogen worden - die malerischen und literarischen Plattheiten der Gründerzeit wurden durch neue, kindgerechte Texte und Bilder abgelöst. Die Dehmels gelten in diesem Zusammenhang als die "Erneuerer des deutschen Kindergedichtes und die konsequentesten Dichter für das emanzipierte Kind". Ihre in vielerlei Hinsicht bahnbrechenden Arbeiten werden in "DIE DEHMELS UND DAS KINDERBUCH" anhand vieler neu erschlossener Quellen und Dokumente aufschlussreich und im Spannungsverhältnis von menschlichen und künstlerischen Beziehungen dargestellt. Auch der Bereich der illustrativen Ausgestaltung der Bücher wird in diese umfassende Aufarbeitung eines faszinierenden Zeitphänomens einbezogen, weil sich gerade an ihm der avantgardistische Zug dieser Aufbruchsstimmung sichtbar erweist.

  • Die Germanistin AGATHE LASCH (1879-1942): Aufsätze zu Leben, Werk und Wirkung
    Die Germanistin AGATHE LASCH (1879-1942): Aufsätze zu Leben, Werk und Wirkung
    Die Germanistin AGATHE LASCH (1879-1942): Aufsätze zu Leben, Werk und Wirkung

    Die Sprachwissenschaftlerin Agathe Lasch, 1879 in Berlin geboren, war die erste Frau, die sich im Fach Deutsche Philologie habilitierte und einen Ruf an eine germanistische Professur an einer deutschen Universität erhielt. Mit ihrer Berufung auf ein neu gegründetes Extraordinariat wurde die niederdeutsche Philologie in den 1920er Jahren an der Hamburgischen Universität als eigenständige akademische Disziplin etabliert. Die Jüdin Agathe Lasch war ab 1933 den kontinuierlich zunehmenden Repressalien der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ausgesetzt: 1934 zwangsweise in den Ruhestand versetzt, wurde sie im August 1942 nach Riga deportiert und ermordet. Die Beiträge des vorliegenden Bandes nähern sich dieser außergewöhnlichen Frau und Wissenschaftlerin aus unterschiedlichen Perspektiven. Thematisiert wird neben (wissenschafts-)biografischen und ausgewählten Aspekten ihrer akademischen Arbeit und deren Rezeption ebenso der Umgang mit ihrem Andenken nach 1945 bis heute.

  • 4. Norddeutscher Archivtag: 16. und 17. Juni 2009 in Bremen
    4. Norddeutscher Archivtag: 16. und 17. Juni 2009 in Bremen
    4. Norddeutscher Archivtag: 16. und 17. Juni 2009 in Bremen

    Zum Inhalt: Rainer Hering Vorwort Konrad Elmshäuser Begrüßung Jens Böhrnsen Grußwort Robert Kretzschmar Grußwort Einführungsvortrag Norbert Fischer; Franklin Kopitzsch Norddeutsche Landschaftsgeschichte Überlegungen und Fallstudien zu Region, Natur und Kultur Sektion 1: Wirtschaft und Internationales Brage Bei der Wieden Die Stiftung Niedersächsisches Wirtschaftsarchiv Braunschweig Christian Ostersehlte Archiv- und Schriftgutpflege in Schiffbauunternehmen: Fr. Lürssen Werft (Bremen-Vegesack) Waldemar von Gruchalla Archiv- und Schriftgutpflege im Archiv der Meyer Werft GmbH Martin Schoebel Deutsch-Polnische Archivkooperation aus der Sicht eines norddeutschen Bundeslandes Ein Erfahrungsbericht Sektion 2: Berufspraxis und Rechtsfragen Meinhard Motzko Aufgabenprofile, Standards und deren Überwachung: auch für Archive? Sabine Graf Die niedersächsische Archivsoftware AIDA auf dem Weg zum Planungs- und Steuerungsinstrument Brigitta Nimz Softwareprogramme als Gesamtlösung für den archivischen Workflow Das Beispiel Augias-Archiv 8.2 Julia Brüdegam Das Hamburgische Informationsfreiheitsgesetz und das Hamburgische Archivgesetz - Widerspruch oder Zusammenwirken? Eva Drechsler Sachstandsbericht zur Übernahme der Personenstandsbücher ins Staatsarchiv Hamburg Bernd Kappelhoff Zur Übernahme der Grundbuchüberlieferung in Niedersachsen und Hamburg Ein Perspektivbericht 3. Sektion: Benutzung und Öffentlichkeit Rainer Hering Open-Access-Publizieren - Chancen und Perspektiven für die Archive Karljosef Kreter Erinnerungsarbeit und Archivarbeit Erfahrungen mit dem Projekt Stolpersteine Manuela Nordmeyer-Fiege Ein Netz für Bilder - Die Fotodatenbank des Landeskirchenamts Hannover Aktuelle Stunde Andreas Röpcke Mecklenburg im Zweiten Weltkrieg Die Tagungen des Gauleiters Friedrich Hildebrandt mit den NS-Führungsgremien des Gaues Mecklenburg 1939-1945 Ulrike Vogel Retrokonversion DFG-Förderprogramm für Archive in Deutschland 19. Landesarchivtag Mecklenburg-Vorpommern Dirk Alvermann Informationsfreiheitsgesetz für Mecklenburg-Vorpommern Zwischenbilanz und Perspektiven aus archivischer Sicht Matthias Manke Die Umsetzung der Reform des Personenstandsrechts in Mecklenburg-Vorpommern aus archivischer Sicht Thekla Kleindienst Die Kommunale Archivberatungsstelle im Landeshauptarchiv Schwerin Bilanz eines Jahres Anschriften der Autorinnen und Autoren

  • Nicht nur Lili Marleen Hans Leip und der Esperantologe Richard Schulz in ihren Briefen von 1943 bis 1983
    Nicht nur Lili Marleen Hans Leip und der Esperantologe Richard Schulz in ihren Briefen von 1943 bis 1983
    Nicht nur Lili Marleen Hans Leip und der Esperantologe Richard Schulz in ihren Briefen von 1943 bis 1983

    Richard Schulz' Zeitzeugenberichte und Hans Leips eigene Erinnerungen sind ein wesentliches Dokument der literarischen Situation und der 'Inneren Emigration' in der NS-Zeit in Hamburg, zudem sind sie erlebte Kulturgeschichte der zwanziger bis siebziger Jahre, in der Namen wie Alfred Andersch, Lale Andersen, Horst Antes, Hans Henny Jahnn, Ernst Jünger, Felicitas Kukuck, Martin Luserke, Dirks Paulun und Hanna Schygulla eine Rolle spielen. Die Korrespondenz der beiden Hamburger beginnt mit dem subversiven Einverständnis über ein öffentlich gelesenes Leip-Gedicht 'Unter den Sternen. Anno 1939', sie endet mit der späten Wahrnehmung des Fassbinder-Films 'Lili Marleen ' (1981) durch den Schöpfer des Mythos, Hans Leip.

  • Nicht nur Lili Marleen Hans Leip und der Esperantologe Richard Schulz in ihren Briefen von 1943 bis 1983
    Nicht nur Lili Marleen Hans Leip und der Esperantologe Richard Schulz in ihren Briefen von 1943 bis 1983
    Nicht nur Lili Marleen Hans Leip und der Esperantologe Richard Schulz in ihren Briefen von 1943 bis 1983

    Richard Schulz' Zeitzeugenberichte und Hans Leips eigene Erinnerungen sind ein wesentliches Dokument der literarischen Situation und der 'Inneren Emigration' in der NS-Zeit in Hamburg, zudem sind sie erlebte Kulturgeschichte der zwanziger bis siebziger Jahre, in der Namen wie Alfred Andersch, Lale Andersen, Horst Antes, Hans Henny Jahnn, Ernst Jünger, Felicitas Kukuck, Martin Luserke, Dirks Paulun und Hanna Schygulla eine Rolle spielen. Die Korrespondenz der beiden Hamburger beginnt mit dem subversiven Einverständnis über ein öffentlich gelesenes Leip-Gedicht 'Unter den Sternen. Anno 1939', sie endet mit der späten Wahrnehmung des Fassbinder-Films 'Lili Marleen ' (1981) durch den Schöpfer des Mythos, Hans Leip.

  • Der Französischen Revolution verpflichtet: Ausgewählte Beiträge eines Hamburg-Historikers
    Der Französischen Revolution verpflichtet: Ausgewählte Beiträge eines Hamburg-Historikers
    Der Französischen Revolution verpflichtet: Ausgewählte Beiträge eines Hamburg-Historikers

    Der Französischen Revolution verpflichtet - das war der Hamburger Historiker Hans-Werner Engels. Der Lehrer hat sich zeitlebens intensiv mit der Französischen Revolution in Deutschland, vor allem der Jakobinerforschung, beschäftigt. Damit hat er herausragende Beiträge zu einem heute nur noch wenig in der Fachöffentlichkeit präsenten Feld geleistet. Darüber hinaus hat er sich seinem Wohnort Hamburg- Altona historisch gewidmet. Wer war Hans-Werner Engels? Am 8. Juli 1941 wurde er in Essen geboren und besuchte dort von 1948 bis 1952 die katholischen Volksschulen Christinenstraße in Essen-Rüttenscheid und Essen- Altstadt. Zwei Jahre ging er auf das Altsprachliche Burggymnasium (1952-1954), vier auf die Alfred-Krupp-Schule in Essen (1952-1958), bevor er auf das Nordsee-Gymnasiums auf der Insel Langeoog wechselte (1958-1962) und 1962 als Externer in Hannover die Reifeprüfung ablegte. In Münster (1962-1964) und Hamburg (1964-1968) studierte er Germanistik und Geschichte, wo er das Erste Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien ablegte. 1968/69 begann er ein Studium der Politologie und arbeitete von 1971 bis 1973 an der nicht abgeschlossenen Promotion über Friedrich Christian Laukhard (1757-1822). In der Zwischenzeit hatte er das Referendariat mit dem Zweiten Staatsexamen in Hamburg absolviert (1969-1971). 1974 wechselte Hans-Werner Engels ganz in den Schuldienst und unterrichtete Deutsch und Geschichte am Gymnasium Krieterstraße in Hamburg- Wilhelmsburg (1974-1989) und am Friedrich-Ebert-Gymnasium in Hamburg-Harburg (1989-1995). Von 1995 bis zu seiner Pensionierung 1999 wirkte er am Hamburger Schulmuseum. Nunmehr konnte er sich ganz als Privatgelehrter seinem Arbeitsschwerpunkt, dem 18. Jahrhundert, sowie der Altonaer und Hamburger Geschichte widmen. Für sein Engagement erhielt Hans-Werner Engels 1994 den Portugaleser in Bronze vom Zentralausschuss der Hamburgischen Bürgervereine, die höchste Auszeichnung der Hamburger Bürgervereine für ihre Mitglieder.

  • PRACTICING NEW EDITIONS: Transformation and Transfer of the Early Modern Book, 1450-1800
    PRACTICING NEW EDITIONS: Transformation and Transfer of the Early Modern Book, 1450-1800
    PRACTICING NEW EDITIONS: Transformation and Transfer of the Early Modern Book, 1450-1800

    Hiram Kümper & Vladimir Simić Introduction: Lost in Transition - Gained in Transition? Or: The Originality of the Non-Original Jiří Černý Neuinterpretation eines Einblattdruckes: Die "bernhardinische Sonne" in der Olmützer Handschrift C. O. 120 Hiram Kümper Der Christ, der Heide und die Juden: Eine spätmittelalterliche Wucherpolemik und ihr spätes Nachleben M. A. Katritzky Images of "Monsters" and Performers: J. A. Comenius's Orbis pictus and Aristotle's Masterpiece Richard Šípek Wege der Bucherwerbung in der Barockzeit: Die Jauerer Schlossbibliothek Otto des Jüngeren von Nostitz (1608-1665) Vladimir Simić On Subjects' Duty towards their Monarch: The Political Catechism from the Age of Enlightenment Christian Kuhn Der Druckmarkt und 'geistiges Eigentum' in der aufklärerischen Streitkultur: Georg Christoph Lichtenbergs Nachdruckersatire English Abstracts for the German Papers Colored Plates Farbabbildungen

  • 5. Norddeutscher Archivtag 12. und 13. Juni 2012 in Lübeck
    5. Norddeutscher Archivtag 12. und 13. Juni 2012 in Lübeck
    5. Norddeutscher Archivtag 12. und 13. Juni 2012 in Lübeck

    Vorwort Jan Lokers Tagungseinleitung Rainer Hering Begrüßung Bernd Saxe Grußwort Anke Spoorendonk Grußwort Rolf Hammel-Kiesow Original und Inszenierungen. Anschauliche Wissenschaft im Europäischen Hansemuseum in Lübeck ÜBERNAHME DER PERSONENSTANDSREGISTER: PRAXIS, ERFOLG UND PROBLEME Henning Steinführer Vom Wert der Kopie - Zum unterschiedlichen Umgang mit den Zweitschriften der Personenstandsregister Bernd Kasten Digitalisierung der Standesamtsregister im Stadtarchiv Schwerin Anke Hönnig Überlieferungsbildung bei Sammelakten zu den Personenstandsregistern Kerstin Letz Personenstandsgesetz contra städtische Finanzen Diskussionsbeitrag von Dr. Udo Schäfer PERSONENDATEN IM INTERNET. KONZEPTE UND PRAXIS Jan Lokers Über "Personendaten im Internet. Konzepte und Praxis" Bettina Wischhöfer Das EKD-Projekt Kirchenbuchportal im Internet - Eine Geschichte mit Happy End Konrad Elmshäuser Zur Kooperation von Archiven und genealogischen Vereinen: Das Beispiel Staatsarchiv Bremen und Gesellschaft für Familienforschung Bremen e. V. Matthias Manke Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und anderen institutionellen Interessenten an historischen Personendaten Bernd Kappelhoff Strategische Überlegungen bei der Präsentation von Personaldaten im Internet DIGITALES Ulrike Gutzmann "Ach, Sie wollen das auch noch lesen können?!" Anspruch und Alltag elektronischer Archivierung in einem Unternehmensarchiv Anne Kathrin Pfeuffer DILA lernt laufen. Ein Werkstattbericht zur digitalen Langzeitarchivierung im Stadtarchiv Braunschweig Jan Dalsten Sørensen Langzeitarchivierung von Dateien und digitalen Unterlagen - Dänische Erfahrungen seit 1973 EFFIZIENZ Bernd Kappelhoff Über "Effizienz" Mario Glauert Was ist ein gutes Archiv? Ein Kennzahlen-Index für das Rating von Archiven Michael Klein Zielführend und nachhaltig: Vision, Strategische Ziele und Maßnahmen im modernen Archivmanagement Jörn Brinkhus Steuerung facharchivischer Projekte Irmgard Christa Becker Effizienzsteigerung in der Überlieferungsbildung - Dokumentationsprofile und Archivierungsmodelle AKTUELLES Brigitta Nimz 14 Jahre FaMI - Herausforderungen und Chancen der Ausbildung im Archiv Johannes Rosenplänter Die Initiative des Landes Schleswig-Holstein zur Bestandserhaltung

  • „Da verstehe ich die Liebe doch anders und besser.“: Liebeskonzepte der Münchner Boheme um 1900
    „Da verstehe ich die Liebe doch anders und besser.“: Liebeskonzepte der Münchner Boheme um 1900
    „Da verstehe ich die Liebe doch anders und besser.“: Liebeskonzepte der Münchner Boheme um 1900

    Aus dem Vorwort Erst in den letzten Jahren ist die Erforschung von Emotionen in der Geschichtswissenschaft stärker in den Blick genommen worden. Emotion und Kognition werden als untrennbar angesehen, wobei Gefühle als soziokulturelle Praktiken und Produkte dem historischen Wandel unterworfen sind. Gefühle haben eine Geschichte und machen Geschichte, wie die Historikerin Ute Frevert es im Jahr 2009 formulierte. Daher ist es sehr verdienstvoll, dass sich Gabriele Thießen in ihrer Studie dieser Forschungsrichtung zuwendet und am Beispiel der Liebeskonzepte der Münchner Boheme um 1900 die Reichweite dieses Ansatzes untersucht. Sie fragt gezielt nach dem Spannungsverhältnis zwischen sozialem Umfeld und individueller Situation sowie nach Alternativen zu bestehenden Gefühlskonventionen. Dabei ist besonders hervorzuheben, dass trotz der psychoanalytisch orientierten Studie Peter Gays über Liebe im bürgerlichen Zeitalter von 1987 eine systematische Untersuchung von Liebeskonzepten in Europa um die Jahrhundertwende noch aussteht, sie also weitgehend Neuland betritt. Inhaltlich untersucht die Verfasserin aufgrund der Tagebücher die Liebeskonzepte von Franziska Gräfin zu Reventlow (1871- 1918), Oscar A. H. Schmitz (1873-1931) und Frank Wedekind (1864-1918), die um 1900 zur Münchner Boheme zählten. Unter Bohemiens versteht sie mit Helmut Kreuzer Intellektuelle "mit vorwiegend schriftstellerischer, bildkünstlerischer oder musikalischer Aktivität oder Ambition und mit betont unoder gegenbürgerlichen Einstellungen und Verhaltensweisen" (S. 23). Bislang wurde in diesem Kontext vor allem die Sexualität betrachtet, nicht jedoch die Liebeskonzepte der Boheme. Die Verfasserin arbeitet anhand der Selbstzeugnisse heraus, welche partnerschaftlichen Liebeskonzepte dargestellt werden, auf welche Faktoren sie sich zurückführen lassen, und ob die Münchner Boheme sich als "emotional community" charakterisieren lässt. Sie fragt, ob "die erotische Rebellion auch eine emotionale" war (S. 25).

  • 6. Norddeutscher Archivtag: 16. und 17. Juni 2015 in Hamburg
    6. Norddeutscher Archivtag: 16. und 17. Juni 2015 in Hamburg
    6. Norddeutscher Archivtag: 16. und 17. Juni 2015 in Hamburg

    Vorwort Rainer Hering Der zweite Runde hat begonnen: Der Norddeutsche Archivtag ist mit der nunmehr sechsten Tagung nach fünfzehn Jahren in seinen Ausgangsort Hamburg zurückgekehrt, nachdem er an allen beteiligten Bundesländern stattgefunden und sich im norddeutschen Raum fest etabliert hat. Auch unter den regionalen Archivtagen in Deutschland gehört er mittlerweile dazu, zumal die gedruckten Beiträge überregional rezipiert werden. Der dreijährige Rhythmus trägt dazu bei, dass den archivischen Zusammenkünften in den einzelnen Bundesländern keine Konkurrenz erwächst, Ressourcen gespart und dennoch laufend aktuelle Fragen erörtert werden können. Vom 16. bis 17. Juni 2015 tagten in der Handelskammer Hamburg die Archivarinnen und Archivare Norddeutschlands. Etwa 230 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aller Sparten der archivischen Landschaft aus den Bundesländern Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein diskutierten zwei Tage lang intensiv aktuelle Fragen der Archivwissenschaft und der archivischen Praxis. Ein ansprechendes Angebot an Archivführungen in Hamburg und Stade rundete die Veranstaltung ab. Erneut wurde deutlich, dass in Norddeutschland ein regionen- und bereichsübergreifender engagierter fachlicher Diskurs stattfindet. Zudem wurde wieder einmal der Blick über fachlichen Grenzen gerichtet: Die Göttinger Bibliothekarin Kerstin Helmkamp berichtete über Bibliotheken als Arbeits- und Lernorte in Zeiten des digitalen Wandels und gab somit anregende Impulse für die Archive. Darüber hinaus bot der Norddeutsche Archivtag erneut die Möglichkeit, sich nach außen gegenüber Politik und Gesellschaft gemeinsam aufzustellen und öffentlich zu präsentieren. Dieses für den norddeutschen Bereich einmalige Forum war fünfzehn Jahre zuvor in Hamburg begründet worden und wurde 2003 in Schwerin, 2006 in Lüneburg, 2009 in Bremen sowie 2012 in Lübeck fortgesetzt. Im Jahr 2018 wird der siebente Norddeutsche Archivtag in Niedersachsen stattfinden.

  • Bibliographie Johannes Trojan
    Bibliographie Johannes Trojan
    Bibliographie Johannes Trojan

    Johannes Trojan (1837-1915) war ein fleißiger und fruchtbarer Autor. Er hinterließ 64 Bücher und viele in Zeitungen und Zeitschriften verstreute Texte, die mehr als zwei Drittel seines gesamten Œuvres ausmachen. Diese verschollenen Texte werden durch die vorliegende Bibliographie erstmals erschlossen. In ihnen erscheint Trojan anders, vielseitiger, facettenreicher, als in den bisher erschienenen Würdigungen seiner Person und seines Werkes. Verlage und Editoren sollten sich angeregt fühlen, diese verborgenen Schätze zu heben und in Auswahleditionen neu zu erschließen. Der Bearbeiter: Ulrich Goerdten, geboren 1935, hat Literaturwissenschaft und Klassische Philologie studiert und bis 1998 als wissenschaftlicher Bibliothekar gearbeitet. Er veröffentlichte Lyrik, Prosatexte, Essays und Bibliographien. Letzte Veröffentlichungen „Lürische Ybungen“ (2016) und „Bücher, die die Welt noch braucht“ (2018).

  • Kontroverse Debatten um die Vermittlung von Geschichte in Schleswig-Holstein: Eine Theorie des Protests
    Kontroverse Debatten um die Vermittlung von Geschichte in Schleswig-Holstein: Eine Theorie des Protests
    Kontroverse Debatten um die Vermittlung von Geschichte in Schleswig-Holstein: Eine Theorie des Protests