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Der neue Dr. Laurin 2 – Arztroman: Ich will ein Baby!
Der neue Dr. Laurin 3 – Arztroman: Angriff am Nachmittag
Der neue Dr. Laurin 1 – Arztroman: Das Geheimnis der schönen Antonia
eBook-Reihen30 Titel

Der neue Dr. Laurin

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Über diese Serie

Diese Serie von der Erfolgsschriftstellerin Viola Maybach knüpft an die bereits erschienenen Dr. Laurin-Romane von Patricia Vandenberg an.
Die Familiengeschichte des Klinikchefs Dr. Leon Laurin tritt in eine neue Phase, die in die heutige moderne Lebenswelt passt.
Da die vier Kinder der Familie Laurin langsam heranwachsen, möchte Dr. Laurins Frau, Dr. Antonia Laurin, endlich wieder als Kinderärztin arbeiten. Somit wird Antonia in der Privatklinik ihres Mannes eine Praxis als Kinderärztin aufmachen.
Damit ist der Boden bereitet für eine große, faszinierende Arztserie, die das Spektrum um den charismatischen Dr. Laurin entscheidend erweitert.

»Ich sollte mich eigentlich freuen, dass ich von Tante Kathi eine Wohnung geerbt habe«, sagte Clara Winkelmann zu ihrer Mutter, »aber irgendwie … ich weiß auch nicht. Ich habe mir immer gewünscht, dass sie noch einmal eine richtig große Freude erlebt, und jetzt denke ich, weil die ausgeblieben ist, ist sie gestorben. Sie war erst Anfang sechzig, Mama!« »Ja, das ist viel zu früh«, bestätigte Julia Winkelmann. »Aber du weißt ja, dass wir kaum Kontakt hatten, Kathi und ich. Sie war zehn Jahre älter als dein Vater und fünfzehn Jahre älter als ich, ihre neue Schwägerin. Aber es war nicht nur der Altersunterschied. Du hattest einen Draht zu ihr, ich nicht.« »Gesehen haben wir uns ja selten, aber telefoniert ziemlich oft. Und wenn wir uns gesehen haben, durfte es nie bei ihr sein, das fand ich immer sehr merkwürdig«, sagte Clara nachdenklich. »Sie hat behauptet, bei ihr sei es ungemütlich, wir sollten uns lieber in einem Café oder bei mir treffen.« »Darüber hast du dich immer gewundert. Ich habe sie seit der Beerdigung deines Vaters nicht mehr gesehen.« Claras Vater war vor einigen Jahren bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. »Mochtet ihr euch eigentlich nicht?«, fragte Clara. »Du hast selbst gesagt, der Altersunterschied allein war es nicht, der euch getrennt hat.
SpracheDeutsch
HerausgeberKelter Media
Erscheinungsdatum25. Juni 2019
Der neue Dr. Laurin 2 – Arztroman: Ich will ein Baby!
Der neue Dr. Laurin 3 – Arztroman: Angriff am Nachmittag
Der neue Dr. Laurin 1 – Arztroman: Das Geheimnis der schönen Antonia

Titel in dieser Serie (40)

  • Der neue Dr. Laurin 1 – Arztroman: Das Geheimnis der schönen Antonia
    Der neue Dr. Laurin 1 – Arztroman: Das Geheimnis der schönen Antonia
    Der neue Dr. Laurin 1 – Arztroman: Das Geheimnis der schönen Antonia

    Die sensible Nina Erichsen war erst vierzehn, als sie ihre noch sehr­ junge Mutter Valerie durch Krebs verloren hat. Seitdem ist sie mit ihrem Stiefvater Per, den ihre Mutter erst drei Jahre vor ihrem Tod geheiratet hatte, allein. Sie haben sich immer gut verstanden, aber jetzt, sechs Jahre später, verändert sich ihre Beziehung. Eines Tages begreift Per, dass seine Gefühle für Nina nicht länger väterlicher Natur sind. Sie ist ernster als andere ihres Alters; wenn er mit ihr zusammen ist, vergisst er regelmäßig, dass sie so viel jünger ist als er. Seine Erkenntnis macht ihn unglücklich. Was soll aus dieser Liebe werden? Nina sieht den Vater in ihm, was auch sonst? Er bittet sie, sich eine eigene Wohnung zu suchen – eine Bitte, die sie zutiefst verletzt. Sie fühlt sich weggestoßen und im Stich gelassen. Er ahnt nicht, dass Nina sich mit ähnlichen Gedanken plagt wie er. Bei einem Besuch in Leon Laurins gynäkologischer Sprechstunde bricht die Wahrheit aus ihr heraus. Leon bleibt ruhig und fragt sie, was an dieser Liebe so schlimm wäre. Doch ausgerechnet jetzt tritt eine frühere Freundin wieder in Pers Leben. Dr. Leon Laurin stand wie festgewachsen auf einer belebten Straße in der Münchener Innenstadt, während er seine Frau Antonia, die vor einem Café auf der anderen Straßenseite saß, nicht aus den Augen ließ. Seit mehr als siebzehn Jahren waren sie miteinander verheiratet, hatten vier Kinder, führten, jedenfalls seiner Ansicht nach, eine glückliche Ehe. Und nun sah er sie zum dritten Mal innerhalb kurzer Zeit mit ihrem Jugendfreund Ingo Ewert in sehr vertrautem und angeregtem Gespräch – und auch dieses Mal, daran zweifelte er nicht, würde sie die Begegnung zu Hause ihm gegenüber nicht erwähnen. Er war der Ansicht gewesen, die Eifersucht seiner frühen Jahre längst überwunden zu haben, nun musste er feststellen, dass er einem Irrtum erlegen war. Am liebsten hätte er Ingo Ewert – Dr. Ingo Ewert, Leiter der Kinderklinik Dr. Ewert – direkt zur Rede gestellt. Oder noch besser: ihn am Kragen gepackt und geschüttelt und Auskunft darüber verlangt, wie er dazu kam, am helllichten Tag mit seiner, Leons, Ehefrau in einem Café zu sitzen und sich allem Anschein nach gut zu unterhalten. Jetzt griff er sogar nach ihrer Hand und drückte sie! Leon hatte Mühe, an sich zu halten. Als er die beiden vor zwei Wochen das erste Mal zusammen gesehen hatte, war er noch überzeugt gewesen, Antonia werde ihn mit den Worten empfangen: "Rate mal, wen ich heute getroffen habe!" Aber nichts Dergleichen war geschehen, kein Wort hatte sie gesagt, sie hatte Ingo Ewert nicht einmal erwähnt. Dabei wusste er ja nur zu gut, dass Ingo früher einmal bis über beide Ohren in Antonia verliebt gewesen war. Allem Anschein nach war er es immer noch. Er musste sie zur Rede stellen, er brauchte Gewissheit. Aber vielleicht war alles ganz harmlos, und er sah Gespenster. Dann würde sie ihn auslachen, und er stünde da wie der letzte Depp. War es also doch besser, ruhig abzuwarten, bis Antonia von sich aus auf ihn zukam, um mit ihm über Ingo zu sprechen? Aber was würde sie ihm dann sagen?

  • Der neue Dr. Laurin 2 – Arztroman: Ich will ein Baby!
    Der neue Dr. Laurin 2 – Arztroman: Ich will ein Baby!
    Der neue Dr. Laurin 2 – Arztroman: Ich will ein Baby!

    Die sensible Nina Erichsen war erst vierzehn, als sie ihre noch sehr­ junge Mutter Valerie durch Krebs verloren hat. Seitdem ist sie mit ihrem Stiefvater Per, den ihre Mutter erst drei Jahre vor ihrem Tod geheiratet hatte, allein. Sie haben sich immer gut verstanden, aber jetzt, sechs Jahre später, verändert sich ihre Beziehung. Eines Tages begreift Per, dass seine Gefühle für Nina nicht länger väterlicher Natur sind. Sie ist ernster als andere ihres Alters; wenn er mit ihr zusammen ist, vergisst er regelmäßig, dass sie so viel jünger ist als er. Seine Erkenntnis macht ihn unglücklich. Was soll aus dieser Liebe werden? Nina sieht den Vater in ihm, was auch sonst? Er bittet sie, sich eine eigene Wohnung zu suchen – eine Bitte, die sie zutiefst verletzt. Sie fühlt sich weggestoßen und im Stich gelassen. Er ahnt nicht, dass Nina sich mit ähnlichen Gedanken plagt wie er. Bei einem Besuch in Leon Laurins gynäkologischer Sprechstunde bricht die Wahrheit aus ihr heraus. Leon bleibt ruhig und fragt sie, was an dieser Liebe so schlimm wäre. Doch ausgerechnet jetzt tritt eine frühere Freundin wieder in Pers Leben. Professor Joachim Kayser war fassungslos. "Du hast vier Kinder, Antonia!", hielt er seiner Tochter aufgebracht vor. "Und da willst du wieder arbeiten? In meinen Augen ist das verantwortungslos, aber du hast ja schon als junge Frau immer deinen Kopf durchsetzen müssen." Er wandte sich an seinen Schwiegersohn. "Und du hast ihr diesen Unsinn nicht ausreden können?" Dr. Leon Laurin fing einen Blick seiner Frau auf, der ihn warnte. Dieses Gespräch brachte ihn in eine unangenehme Situation, da er die Vorstellung, dass Antonia schon bald wieder als Kinderärztin arbeiten würde, auch nicht besonders angenehm fand. Geld verdiente er als Chef der Kayser-Klinik, die er von seinem Schwiegervater übernommen hatte, genug, und er hatte sich daran gewöhnt, dass Antonia zu Hause war, wenn er müde aus der Klinik kam. Manchmal, wenn es viel zu besprechen gab, führten sie dann lange Gespräche, es kam aber auch vor, dass sie nur still beieinander saßen. Er liebte diese ruhigen Stunden mit ihr. Ruhe war in seinem Leben selten und daher besonders kostbar. Er war schließlich auch nur ein Mensch: Er war nicht gern allein und liebte es, wenn seine Frau ihn verwöhnte und umsorgte. Bald würde sie dafür deutlich weniger Zeit haben als bisher. Natürlich gefiel ihm diese Vorstellung nicht, insofern berührten die Vorhaltungen seines Schwiegervaters einen wunden Punkt. Andererseits wusste er, dass seiner Frau der Verzicht auf ihren Beruf schwer gefallen war, obwohl es für sie nie einen Zweifel daran gegeben hatte, dass sie der Kinder wegen zu Hause bleiben würde. Vier Kinder zog man nicht nebenbei auf, wenn es nicht zwingende Gründe dafür gab, wie etwa Geldsorgen. Und sie war eine sehr gute Ärztin gewesen, so lange sie praktiziert hatte.

  • Der neue Dr. Laurin 3 – Arztroman: Angriff am Nachmittag
    Der neue Dr. Laurin 3 – Arztroman: Angriff am Nachmittag
    Der neue Dr. Laurin 3 – Arztroman: Angriff am Nachmittag

    Die sensible Nina Erichsen war erst vierzehn, als sie ihre noch sehr­ junge Mutter Valerie durch Krebs verloren hat. Seitdem ist sie mit ihrem Stiefvater Per, den ihre Mutter erst drei Jahre vor ihrem Tod geheiratet hatte, allein. Sie haben sich immer gut verstanden, aber jetzt, sechs Jahre später, verändert sich ihre Beziehung. Eines Tages begreift Per, dass seine Gefühle für Nina nicht länger väterlicher Natur sind. Sie ist ernster als andere ihres Alters; wenn er mit ihr zusammen ist, vergisst er regelmäßig, dass sie so viel jünger ist als er. Seine Erkenntnis macht ihn unglücklich. Was soll aus dieser Liebe werden? Nina sieht den Vater in ihm, was auch sonst? Er bittet sie, sich eine eigene Wohnung zu suchen – eine Bitte, die sie zutiefst verletzt. Sie fühlt sich weggestoßen und im Stich gelassen. Er ahnt nicht, dass Nina sich mit ähnlichen Gedanken plagt wie er. Bei einem Besuch in Leon Laurins gynäkologischer Sprechstunde bricht die Wahrheit aus ihr heraus. Leon bleibt ruhig und fragt sie, was an dieser Liebe so schlimm wäre. Doch ausgerechnet jetzt tritt eine frühere Freundin wieder in Pers Leben. "Ich finde dieses Haus superschön, und Sie sind alle sooo nett!" Die junge Frau, die das sagte, verdrehte schwärmerisch die Augen. Sie trug enge Jeans, dazu Schuhe mit hohen Absätzen und eine weit ausgeschnittene Bluse. Die Haare waren so locker aufgesteckt, dass es aussah, als würde die Frisur keinem Windstoß standhalten können. Sie hatte lange blutrote Fingernägel und war sorgfältig geschminkt. Noch nie hatte Antonia Laurin so lange, dichte Wimpern gesehen. Ob sie echt waren? Sie warf einen kurzen Blick zu ihrem Mann hinüber. Sein Gesichtsausdruck sprach Bände, und so beschloss sie, dem Leiden ein Ende zu bereiten. Sie hatten genug gehört und gesehen – wieder einmal. "Vielen Dank, Frau Möller", sagte sie mit liebenswürdigem Lächeln, "wir melden uns bei Ihnen, wenn wir uns entschieden haben. Wir haben recht viele Bewerbungen bekommen …" "Oh, davon bin ich ab-so-lut überzeugt, aber glauben Sie mir, Frau Dr. Laurin, ich bin die Richtige für Sie, das habe ich sofort gespürt, als ich Ihr Haus betreten habe. Ich hatte mir außerdem die Karten gelegt für heute, und da stand es auch eindeutig drin: ›Heute erfüllt sich für Sie ein Herzenswunsch. ‹ Und dann die Aura, die das Haus hat …" Antonia bemerkte aus dem Augenwinkel, dass Leon eine unwillkürliche Bewegung machte – als würde er am liebsten aufspringen und die Frau eigenhändig hinausbefördern. Die ersten Gespräche mit den Bewerberinnen für die Stelle als Haushälterin hatten sie mit den Kindern gemeinsam geführt, doch diese Praxis schnell wieder beendet. Sie würden natürlich keine Frau einstellen, die ihre Kinder nicht mochten, aber sie hatten festgestellt, dass es besser war, die Vorauswahl zu zweit zu treffen.

  • Der neue Dr. Laurin 4 – Arztroman: Nacht in Angst
    Der neue Dr. Laurin 4 – Arztroman: Nacht in Angst
    Der neue Dr. Laurin 4 – Arztroman: Nacht in Angst

    Die sensible Nina Erichsen war erst vierzehn, als sie ihre noch sehr­ junge Mutter Valerie durch Krebs verloren hat. Seitdem ist sie mit ihrem Stiefvater Per, den ihre Mutter erst drei Jahre vor ihrem Tod geheiratet hatte, allein. Sie haben sich immer gut verstanden, aber jetzt, sechs Jahre später, verändert sich ihre Beziehung. Eines Tages begreift Per, dass seine Gefühle für Nina nicht länger väterlicher Natur sind. Sie ist ernster als andere ihres Alters; wenn er mit ihr zusammen ist, vergisst er regelmäßig, dass sie so viel jünger ist als er. Seine Erkenntnis macht ihn unglücklich. Was soll aus dieser Liebe werden? Nina sieht den Vater in ihm, was auch sonst? Er bittet sie, sich eine eigene Wohnung zu suchen – eine Bitte, die sie zutiefst verletzt. Sie fühlt sich weggestoßen und im Stich gelassen. Er ahnt nicht, dass Nina sich mit ähnlichen Gedanken plagt wie er. Bei einem Besuch in Leon Laurins gynäkologischer Sprechstunde bricht die Wahrheit aus ihr heraus. Leon bleibt ruhig und fragt sie, was an dieser Liebe so schlimm wäre. Doch ausgerechnet jetzt tritt eine frühere Freundin wieder in Pers Leben. "Manuel kann mir gestohlen bleiben, Mama!" Felix Eidingers Miene war düster. "Ich will nichts mehr mit ihm zu tun haben." Lisa Eidinger biss sich auf die Lippen. Es dauerte einige Augenblick, bis sie sagte: "Er ist dein Bruder." "Ich will trotzdem nichts mehr mit ihm zu tun haben. Wenn er Vorteile für sich sieht, lügt und betrügt er, dann kennt er weder Verwandte noch Freunde. Was soll ich mit so jemandem anfangen?" "Er bleibt mein Sohn und dein Bruder", entgegnete seine Mutter. "Du hast mit allem Recht, was du sagst, aber ich hoffe immer noch, dass er eines Tages …" Sie brach ab, ohne den Satz zu beenden. Hoffte sie das wirklich? Manuel war immer schwierig gewesen, hatte seinen Eltern viel Kummer bereitet. Er war charmant, sah blendend aus, war überall beliebt gewesen. Aber er hatte eben auch sehr früh herausgefunden, wie er andere Menschen für seine Zwecke einspannen und Erfolg haben konnte, ohne sich selbst allzu sehr anzustrengen. Lisa hatte ihren Mann vor einigen Jahren verloren – und gleichzeitig ihren älteren Sohn, aber das war ihr erst später bewusst geworden. Sie und ihre Söhne hatten etwas Geld geerbt, und mit seinem Teil des Erbes hatte Manuel München verlassen. Sie wusste nicht einmal genau, wo er jetzt wohnte und was er machte. Wenn sie danach fragte, wich er ihr aus und versprach, sich bald wieder zu melden.

  • Der neue Dr. Laurin 5 – Arztroman: Dieser Tag musste nicht sein!
    Der neue Dr. Laurin 5 – Arztroman: Dieser Tag musste nicht sein!
    Der neue Dr. Laurin 5 – Arztroman: Dieser Tag musste nicht sein!

    Die sensible Nina Erichsen war erst vierzehn, als sie ihre noch sehr­ junge Mutter Valerie durch Krebs verloren hat. Seitdem ist sie mit ihrem Stiefvater Per, den ihre Mutter erst drei Jahre vor ihrem Tod geheiratet hatte, allein. Sie haben sich immer gut verstanden, aber jetzt, sechs Jahre später, verändert sich ihre Beziehung. Eines Tages begreift Per, dass seine Gefühle für Nina nicht länger väterlicher Natur sind. Sie ist ernster als andere ihres Alters; wenn er mit ihr zusammen ist, vergisst er regelmäßig, dass sie so viel jünger ist als er. Seine Erkenntnis macht ihn unglücklich. Was soll aus dieser Liebe werden? Nina sieht den Vater in ihm, was auch sonst? Er bittet sie, sich eine eigene Wohnung zu suchen – eine Bitte, die sie zutiefst verletzt. Sie fühlt sich weggestoßen und im Stich gelassen. Er ahnt nicht, dass Nina sich mit ähnlichen Gedanken plagt wie er. Bei einem Besuch in Leon Laurins gynäkologischer Sprechstunde bricht die Wahrheit aus ihr heraus. Leon bleibt ruhig und fragt sie, was an dieser Liebe so schlimm wäre. Doch ausgerechnet jetzt tritt eine frühere Freundin wieder in Pers Leben. "Es ist zum Verrücktwerden", schimpfte Antonia Laurin. "Die Praxis ist fertig eingerichtet, wir könnten sofort loslegen, Maxi und ich – aber wir finden weder eine Haushälterin, die hier alles am Laufen hält, noch wenigstens eine Arzthelferin für die Praxis. Man könnte meinen, alles hätte sich gegen uns verschworen." Leon Laurin konnte es nicht lassen, seine Frau ein wenig aufzuziehen. Mit todernster Miene sagte er: "Ja, das glaube ich auch. Es ist ein Zeichen, denke ich. Ein Zeichen dafür, dass ihr eure Pläne aufgeben solltet, denn das Schicksal ist eindeutig dagegen." Einige Sekunden lang fiel sie auf seinen Tonfall herein, denn er war ja zu Beginn nicht gerade begeistert gewesen von ihren Plänen, nach mehr als fünfzehnjähriger Pause wieder in ihren Beruf als Kinderärztin einzusteigen – und dann auch noch gleich wieder mit eigener Praxis. Und begeistert war er zweifellos noch immer nicht. Eher konnte man wohl sagen, dass er sich mit ihren Plänen abgefunden hatte. Aber dann sah sie das Blitzen seiner Augen und musste lachen. "Du klingst wie diese eine Bewerberin auf die Stelle als Haushälterin, erinnerst du dich? Die von der Aura unseres Hauses gesprochen hat und dass sie, bevor sie zu uns kam, ihr Horoskop befragt hat." "Die vergesse ich garantiert nicht", sagte er mit leichtem Schaudern in der Stimme. "Ich weiß schon gar nicht mehr, mit wie vielen wir mittlerweile gesprochen haben", murmelte Antonia und ließ ihren Kopf an Leons Schulter sinken. "Ehrlich gesagt, ich kann es nicht fassen, dass bisher keine einzige Frau dabei war, bei der wir zumindest überlegt haben, ob wir es nicht mal mit ihr versuchen sollten. Bei keiner konnte ich mir vorstellen, dass ich ihr unser Haus und unsere Kinder stundenweise anvertraue.

  • Der neue Dr. Laurin 6 – Arztroman: Die Macht der Liebe
    Der neue Dr. Laurin 6 – Arztroman: Die Macht der Liebe
    Der neue Dr. Laurin 6 – Arztroman: Die Macht der Liebe

    Die sensible Nina Erichsen war erst vierzehn, als sie ihre noch sehr­ junge Mutter Valerie durch Krebs verloren hat. Seitdem ist sie mit ihrem Stiefvater Per, den ihre Mutter erst drei Jahre vor ihrem Tod geheiratet hatte, allein. Sie haben sich immer gut verstanden, aber jetzt, sechs Jahre später, verändert sich ihre Beziehung. Eines Tages begreift Per, dass seine Gefühle für Nina nicht länger väterlicher Natur sind. Sie ist ernster als andere ihres Alters; wenn er mit ihr zusammen ist, vergisst er regelmäßig, dass sie so viel jünger ist als er. Seine Erkenntnis macht ihn unglücklich. Was soll aus dieser Liebe werden? Nina sieht den Vater in ihm, was auch sonst? Er bittet sie, sich eine eigene Wohnung zu suchen – eine Bitte, die sie zutiefst verletzt. Sie fühlt sich weggestoßen und im Stich gelassen. Er ahnt nicht, dass Nina sich mit ähnlichen Gedanken plagt wie er. Bei einem Besuch in Leon Laurins gynäkologischer Sprechstunde bricht die Wahrheit aus ihr heraus. Leon bleibt ruhig und fragt sie, was an dieser Liebe so schlimm wäre. Doch ausgerechnet jetzt tritt eine frühere Freundin wieder in Pers Leben. "Oh, Entschuldigung", sagte Antonia Laurin, als sie das Büro ihres Mannes in der Kayser-Klinik betrat und sah, dass er nicht allein war. "Dein Vorzimmer war leer, ich ahnte nicht, dass du noch Besuch hast." Leon Laurin sprang auf, die Frau, mit der er sich bei Antonias Eintreten unterhalten hatte, blieb lächelnd sitzen. Sie war nicht mehr jung, aber auch noch nicht alt. Antonia schätzte, dass sie über fünfzig war. Sie hatte ein schmales, apartes Gesicht, in ihre schwarzen Haare hatte sich eine einzelne weiße Strähne gemischt, vorne, über der Stirn. Auch ihre Augen waren beinahe schwarz und jetzt forschend auf Antonia gerichtet. "Es passt sehr gut, dass du kommst, so kann ich dich gleich mit einer neuen Kollegin bekanntmachen", sagte Leon Laurin. "Frau Erdem, das ist meine Frau Antonia." Nun erhob sich die Frau doch und reichte Antonia die Hand. "Ich bin Linda Erdem", sagte sie mit angenehm dunkler, weicher Stimme. "Ich werde zunächst für ein halbes Jahr als Neurochirurgin hier an der Klinik arbeiten." "Für ein halbes Jahr?", fragte Antonia. "Soll das die Probezeit sein oder wie ist das zu verstehen?" Sie hatte die Frage an ihren Mann gerichtet, doch der wies auf Dr. Erdem, als sei sie es, die sie beantworten müsse.

  • Der neue Dr. Laurin 7 – Arztroman: Das Findelkind
    Der neue Dr. Laurin 7 – Arztroman: Das Findelkind
    Der neue Dr. Laurin 7 – Arztroman: Das Findelkind

    Die sensible Nina Erichsen war erst vierzehn, als sie ihre noch sehr­ junge Mutter Valerie durch Krebs verloren hat. Seitdem ist sie mit ihrem Stiefvater Per, den ihre Mutter erst drei Jahre vor ihrem Tod geheiratet hatte, allein. Sie haben sich immer gut verstanden, aber jetzt, sechs Jahre später, verändert sich ihre Beziehung. Eines Tages begreift Per, dass seine Gefühle für Nina nicht länger väterlicher Natur sind. Sie ist ernster als andere ihres Alters; wenn er mit ihr zusammen ist, vergisst er regelmäßig, dass sie so viel jünger ist als er. Seine Erkenntnis macht ihn unglücklich. Was soll aus dieser Liebe werden? Nina sieht den Vater in ihm, was auch sonst? Er bittet sie, sich eine eigene Wohnung zu suchen – eine Bitte, die sie zutiefst verletzt. Sie fühlt sich weggestoßen und im Stich gelassen. Er ahnt nicht, dass Nina sich mit ähnlichen Gedanken plagt wie er. Bei einem Besuch in Leon Laurins gynäkologischer Sprechstunde bricht die Wahrheit aus ihr heraus. Leon bleibt ruhig und fragt sie, was an dieser Liebe so schlimm wäre. Doch ausgerechnet jetzt tritt eine frühere Freundin wieder in Pers Leben. Kristin Cornelius entschied sich innerhalb von Sekunden. Sie wusste es einfach: Diese blonde Frau mit den freundlichen blauen Augen und ihr Mann mit dem netten Lächeln waren die Richtigen. Sie war ja schon länger auf der Suche, aber bisher war der Funke nicht ein einziges Mal übergesprungen. Schon mehrmals war sie nahe dran gewesen, aber etwas hatte dann doch immer gefehlt. Nicht so dieses Mal. Sie war ihrer Sache sicher. So sicher, wie ein Mensch nur sein konnte. Sie folgte dem verliebten Paar unauffällig. Darin hatte sie es in den vergangenen Wochen zur Meisterschaft gebracht. Sie wusste, wie man Leute so verfolgte, dass sie es nicht bemerkten. Sie konnte natürlich Pech haben: Wenn die beiden Touristen waren und in einem Hotel verschwanden, würde das ganze Unternehmen eine sehr aufwändige Sache werden. Aber sie vertraute auf ihr Glück. Bisher war es nicht gerade auf ihrer Seite gewesen, aber irgendwann war sie schließlich auch mal an der Reihe mit dem Glückhaben. Die beiden blieben immer wieder stehen, um sich zu küssen, bevor sie eng umschlungen weitergingen. So hätte es bei ihr und Wolle auch sein sollen. Wolle hieß eigentlich Wolfgang, weil sein Vater ein großer Fan von Mozart war. Wolle hingegen konnte mit Mozart nichts anfangen, und er hasste seinen Namen, weil er ihn altmodisch fand. Kristin fand ihn eigentlich, schön, aber in dem Punkt ließ Wolle nicht mit sich reden. Er würde froh sein, wenn sie ihm sagte, dass sie die Richtigen gefunden hatte. Es war eher ihr Plan gewesen, er hatte ihn am Anfang nicht gut gefunden.

  • Der neue Dr. Laurin 8 – Arztroman: Wenn lange Schatten dich begleiten
    Der neue Dr. Laurin 8 – Arztroman: Wenn lange Schatten dich begleiten
    Der neue Dr. Laurin 8 – Arztroman: Wenn lange Schatten dich begleiten

    Die sensible Nina Erichsen war erst vierzehn, als sie ihre noch sehr­ junge Mutter Valerie durch Krebs verloren hat. Seitdem ist sie mit ihrem Stiefvater Per, den ihre Mutter erst drei Jahre vor ihrem Tod geheiratet hatte, allein. Sie haben sich immer gut verstanden, aber jetzt, sechs Jahre später, verändert sich ihre Beziehung. Eines Tages begreift Per, dass seine Gefühle für Nina nicht länger väterlicher Natur sind. Sie ist ernster als andere ihres Alters; wenn er mit ihr zusammen ist, vergisst er regelmäßig, dass sie so viel jünger ist als er. Seine Erkenntnis macht ihn unglücklich. Was soll aus dieser Liebe werden? Nina sieht den Vater in ihm, was auch sonst? Er bittet sie, sich eine eigene Wohnung zu suchen – eine Bitte, die sie zutiefst verletzt. Sie fühlt sich weggestoßen und im Stich gelassen. Er ahnt nicht, dass Nina sich mit ähnlichen Gedanken plagt wie er. Bei einem Besuch in Leon Laurins gynäkologischer Sprechstunde bricht die Wahrheit aus ihr heraus. Leon bleibt ruhig und fragt sie, was an dieser Liebe so schlimm wäre. Doch ausgerechnet jetzt tritt eine frühere Freundin wieder in Pers Leben. "Jonathan macht eindeutig das beste Eis der Stadt!", schwärmte Carolin Suder. "Schrecklich, dass der Sommer vorbei ist, bald gibt's kein Eis mehr." Antonia Laurin und ihre Kollegin Maxi Böhler lachten über die Schwärmerei der jungen Studentin, die sich als überaus tüchtige Praxisorganisatorin erwiesen hatte. Sie hatten keine erfahrene Sprechstundenhilfe finden können und waren mehr als glücklich gewesen, als Carolin eingewilligt hatte, bei ihnen zu arbeiten, bis sie mit ihrem Studium fertig war. Derzeit schrieb sie an ihrer Masterarbeit. "Ja, Herr Krämer macht wirklich sehr gutes Eis", bestätigte Antonia. "Man merkt, dass er das in Italien gelernt hat. Ich bin gespannt auf seinen Kuchen. Im Winter wandelt sich sein Eissalon ja zum Café. Wenn er so gut backt, wie er Eis macht, muss man sich um sein Geschäft sicher keine Sorgen machen." "Doch, muss man!", behauptete Carolin. "Haben Sie das denn noch nicht gehört? Er hat doch Konkurrenz bekommen, zwei Straßen weiter – ein Typ, der es im Prinzip so machen will wie er: im Sommer Eissalon, im Winter Café, nur viel billiger. Bei Jonathan ist schon der Umsatz zurückgegangen, weil die Leute einfach blöd sind: Die können ein gutes Eis nicht von einem schlechten unterscheiden." "Das hatte ich tatsächlich noch nicht gehört", sagte Antonia. "Das tut mir leid für Herrn Krämer, ich fand, dass sein Eissalon eine richtige Bereicherung für die Gegend hier ist."

  • Der neue Dr. Laurin 9 – Arztroman: Die Schöne und der Graf
    Der neue Dr. Laurin 9 – Arztroman: Die Schöne und der Graf
    Der neue Dr. Laurin 9 – Arztroman: Die Schöne und der Graf

    Die sensible Nina Erichsen war erst vierzehn, als sie ihre noch sehr­ junge Mutter Valerie durch Krebs verloren hat. Seitdem ist sie mit ihrem Stiefvater Per, den ihre Mutter erst drei Jahre vor ihrem Tod geheiratet hatte, allein. Sie haben sich immer gut verstanden, aber jetzt, sechs Jahre später, verändert sich ihre Beziehung. Eines Tages begreift Per, dass seine Gefühle für Nina nicht länger väterlicher Natur sind. Sie ist ernster als andere ihres Alters; wenn er mit ihr zusammen ist, vergisst er regelmäßig, dass sie so viel jünger ist als er. Seine Erkenntnis macht ihn unglücklich. Was soll aus dieser Liebe werden? Nina sieht den Vater in ihm, was auch sonst? Er bittet sie, sich eine eigene Wohnung zu suchen – eine Bitte, die sie zutiefst verletzt. Sie fühlt sich weggestoßen und im Stich gelassen. Er ahnt nicht, dass Nina sich mit ähnlichen Gedanken plagt wie er. Bei einem Besuch in Leon Laurins gynäkologischer Sprechstunde bricht die Wahrheit aus ihr heraus. Leon bleibt ruhig und fragt sie, was an dieser Liebe so schlimm wäre. Doch ausgerechnet jetzt tritt eine frühere Freundin wieder in Pers Leben. Antonia Laurin konnte nicht atmen. Sie konnte sich auch nicht mehr bewegen. Wie zur Salzsäule erstarrt saß sie da und starrte auf die Bühne, die vor wenigen Augenblicken ihr Sohn Konstantin betreten hatte, etwa eine Viertelstunde nach Beginn des Stücks. Bis dahin hatte sie das Geschehen ein wenig zerstreut verfolgt. Die Jugendlichen der Theater-AG des Gymnasiums, das ihre vier Kinder besuchten, gaben sich redliche Mühe. Einige spielten munter und unbefangen, anderen merkte man die Nervosität an, wieder andere wirkten ein wenig hölzern und sagten ihre Texte so, dass man merkte, wie mühsam sie sie auswendig gelernt hatten. Das Stück war von den Jugendlichen selbst geschrieben worden, es bildete die Lebenswirklichkeit vieler Teenager gut ab. Das Publikum jedenfalls hatte seinen Spaß, immer wieder brandete Gelächter in der Aula auf. Und jetzt stand plötzlich Konstantin da und schien die Bühne auszufüllen. Er sagte nur einen einzigen Satz, noch nicht einmal mit erhobener Stimme. Danach wurde es mit einem Schlag ganz still. Wieso eigentlich, fragte sich Antonia verwirrt. Was hatte er anders gemacht als die anderen? Kein Darsteller hatte bislang eine ähnliche Wirkung erzeugt wie Konstantin, auch das muntere Mädchen nicht, das bis jetzt für die meisten Lacher gesorgt hatte. "Ach, halt bloß die Klappe, du Angeber", sagte einer der anderen Jungen zu Konstantin auf der Bühne. Konstantin richtete sich kerzengerade auf und sah ihn nur an – und dann entwickelte sich ein zunehmend bedrohlicher werdender Streit zwischen ihm und dem anderen Jungen, dem nicht nur Antonia, sondern auch alle anderen im Saal atemlos folgten. Sie vergaß ihre Umgebung, sah nur noch das Geschehen auf der Bühne und ertappte sich bald dabei, dass sie die Figur, die ihr Sohn spielte, von ganzem Herzen verabscheute. Sie sah nicht mehr, wer sie spielte, sondern nur noch diesen Jungen, der versuchte, den anderen seinen Willen aufzuzwingen und dem für die Erreichung dieses Ziels jedes Mittel recht war. Als am Ende des ersten Aktes der Vorhang fiel, setzte tosender Applaus ein, aber sie konnte die Arme nicht heben, um ebenfalls zu klatschen.

  • Der neue Dr. Laurin 10 – Arztroman: Die Stimme der Fremden
    Der neue Dr. Laurin 10 – Arztroman: Die Stimme der Fremden
    Der neue Dr. Laurin 10 – Arztroman: Die Stimme der Fremden

    Die sensible Nina Erichsen war erst vierzehn, als sie ihre noch sehr­ junge Mutter Valerie durch Krebs verloren hat. Seitdem ist sie mit ihrem Stiefvater Per, den ihre Mutter erst drei Jahre vor ihrem Tod geheiratet hatte, allein. Sie haben sich immer gut verstanden, aber jetzt, sechs Jahre später, verändert sich ihre Beziehung. Eines Tages begreift Per, dass seine Gefühle für Nina nicht länger väterlicher Natur sind. Sie ist ernster als andere ihres Alters; wenn er mit ihr zusammen ist, vergisst er regelmäßig, dass sie so viel jünger ist als er. Seine Erkenntnis macht ihn unglücklich. Was soll aus dieser Liebe werden? Nina sieht den Vater in ihm, was auch sonst? Er bittet sie, sich eine eigene Wohnung zu suchen – eine Bitte, die sie zutiefst verletzt. Sie fühlt sich weggestoßen und im Stich gelassen. Er ahnt nicht, dass Nina sich mit ähnlichen Gedanken plagt wie er. Bei einem Besuch in Leon Laurins gynäkologischer Sprechstunde bricht die Wahrheit aus ihr heraus. Leon bleibt ruhig und fragt sie, was an dieser Liebe so schlimm wäre. Doch ausgerechnet jetzt tritt eine frühere Freundin wieder in Pers Leben. Tom schlug die Augen auf, als etwas in seiner Nähe raschelte. Er lag ganz still. Es raschelte wieder. Als er sich aufrichtete, machte das Eichhörnchen einen erschrockenen Satz, blieb dann aber sitzen und sah ihn, so kam es ihm zumindest vor, erwartungsvoll an. "Ich tu dir nichts", sagte er, "aber zu essen habe ich auch nichts für dich, also sieh zu, dass du weiterziehst." Er ließ sich wieder auf sein Lager sinken. Er konnte froh sein, diesen Ort gefunden zu haben, hier hatte er seine Ruhe und musste nicht befürchten, überfallen zu werden. Aber lange würde er nicht mehr bleiben können, dann musste er sich etwas suchen, wo es nachts wärmer war. Die Nächte wurden allmählich empfindlich kalt. Sein Magen knurrte, er hatte am vergangenen Tag Pech gehabt. Beim Bäcker hatte er ein Brötchen klauen können, und später auf einem Markt noch zwei Bananen, aber das war es dann gewesen. Er hatte Wasser aus einem öffentlichen Wasserspender getrunken und sich an der Isar gewaschen, so gut es ging. Dennoch fühlte er sich schmutzig. Er hatte noch zwanzig Euro, seine letzte eiserne Reserve, die er nur im äußersten Notfall anrühren würde. Er hatte Hunger, aber als äußersten Notfall sah er seine Situation noch nicht an. Da musste es schon schlimmer kommen. Er war sicher, dass die Polizei ihn suchte, aber er hatte nicht die Absicht, sich finden zu lassen. Seine Eltern stritten nur noch, und der Grund dafür war er. Da war es schon besser, für sie und für ihn, dass er weggelaufen war.

  • Der neue Dr. Laurin 11 – Arztroman: Es begann an einem Tag im Herbst
    Der neue Dr. Laurin 11 – Arztroman: Es begann an einem Tag im Herbst
    Der neue Dr. Laurin 11 – Arztroman: Es begann an einem Tag im Herbst

    Die sensible Nina Erichsen war erst vierzehn, als sie ihre noch sehr­ junge Mutter Valerie durch Krebs verloren hat. Seitdem ist sie mit ihrem Stiefvater Per, den ihre Mutter erst drei Jahre vor ihrem Tod geheiratet hatte, allein. Sie haben sich immer gut verstanden, aber jetzt, sechs Jahre später, verändert sich ihre Beziehung. Eines Tages begreift Per, dass seine Gefühle für Nina nicht länger väterlicher Natur sind. Sie ist ernster als andere ihres Alters; wenn er mit ihr zusammen ist, vergisst er regelmäßig, dass sie so viel jünger ist als er. Seine Erkenntnis macht ihn unglücklich. Was soll aus dieser Liebe werden? Nina sieht den Vater in ihm, was auch sonst? Er bittet sie, sich eine eigene Wohnung zu suchen – eine Bitte, die sie zutiefst verletzt. Sie fühlt sich weggestoßen und im Stich gelassen. Er ahnt nicht, dass Nina sich mit ähnlichen Gedanken plagt wie er. Bei einem Besuch in Leon Laurins gynäkologischer Sprechstunde bricht die Wahrheit aus ihr heraus. Leon bleibt ruhig und fragt sie, was an dieser Liebe so schlimm wäre. Doch ausgerechnet jetzt tritt eine frühere Freundin wieder in Pers Leben. "Was hast du denn erwartet?", fragte er aufrichtig verwundert. "Dass ich hier wie ein Mönch lebe?" "Wie ein Mönch? Ich war letzte Woche hier, und vorletzte Woche auch…" Er kam näher, umfasste mit hartem Griff ihr Kinn. "Na, und?", fragte er herausfordernd. "Ich bin ein Mann, ich habe meine Bedürfnisse. Jetzt tu doch nicht so, als ­hättest du das nicht gewusst! Ich brauche eine Frau im Bett – aber das hat mit uns überhaupt nichts zu tun." Gegen ihren Willen füllten sich ihre Augen mit Tränen. Sie wollte nicht weinen, sie wollte sich von ihm nicht klein machen, nicht demütigen lassen, aber in diesem Moment begriff sie es endgültig: Er war nicht der Mann, den sie bei ihrer ersten Begegnung wenige Wochen zuvor in ihm gesehen hatte. Tröstlich war allein der Gedanke, dass sie­ nicht allzu lange gebraucht hatte für diese Erkenntnis. Sie hatte geglaubt, ihn zu lieben, jetzt erkannte sie, dass sie einem Irrtum erlegen war, ihre Gefühle hatten mit Liebe nicht viel zu tun. Eine rasch aufflackernde Verliebtheit war es gewesen, weil er so attraktiv war, berühmt, begehrt. Alle wollten ihn haben, aber er hatte sich ihr zugewandt. Ja, das hatte ihr geschmeichelt. Jetzt freilich wünschte sie sich, er hätte sie damals übersehen und eine andere Frau mit seiner Aufmerksamkeit beglückt. Aber für solche Überlegungen war es natürlich zu spät.

  • Der neue Dr. Laurin 12 – Arztroman: Böser Verdacht
    Der neue Dr. Laurin 12 – Arztroman: Böser Verdacht
    Der neue Dr. Laurin 12 – Arztroman: Böser Verdacht

    Die sensible Nina Erichsen war erst vierzehn, als sie ihre noch sehr­ junge Mutter Valerie durch Krebs verloren hat. Seitdem ist sie mit ihrem Stiefvater Per, den ihre Mutter erst drei Jahre vor ihrem Tod geheiratet hatte, allein. Sie haben sich immer gut verstanden, aber jetzt, sechs Jahre später, verändert sich ihre Beziehung. Eines Tages begreift Per, dass seine Gefühle für Nina nicht länger väterlicher Natur sind. Sie ist ernster als andere ihres Alters; wenn er mit ihr zusammen ist, vergisst er regelmäßig, dass sie so viel jünger ist als er. Seine Erkenntnis macht ihn unglücklich. Was soll aus dieser Liebe werden? Nina sieht den Vater in ihm, was auch sonst? Er bittet sie, sich eine eigene Wohnung zu suchen – eine Bitte, die sie zutiefst verletzt. Sie fühlt sich weggestoßen und im Stich gelassen. Er ahnt nicht, dass Nina sich mit ähnlichen Gedanken plagt wie er. Bei einem Besuch in Leon Laurins gynäkologischer Sprechstunde bricht die Wahrheit aus ihr heraus. Leon bleibt ruhig und fragt sie, was an dieser Liebe so schlimm wäre. Doch ausgerechnet jetzt tritt eine frühere Freundin wieder in Pers Leben. "Ich frage meinen Vater, ob wir mal zu dritt Urlaub in unserer Ferienhütte machen dürfen", sagte Lukas Martin. "Oder würden eure Eltern das nicht erlauben?" "Ohne Erwachsene?", fragte Kevin Laurin. "Klar, sonst macht es doch gleich viel weniger Spaß." "Ich würde vielleicht erzählen, dass ein Erwachsener dabei ist", überlegte Mike Brönner. "Aber ich lüge nicht", erklärte Kevin. "Ich frage und versuche zu erklären, dass wir ja nur mal unter uns sein wollen. Aber am besten fragst du zuerst deinen Vater, Lukas. Wird der denn nichts dagegen haben?" Lukas lächelte heiter. "Er ist so verknallt in Charly, dass er nur noch Augen für sie hat. Das ist gut für mich. Im Augenblick erlaubt er mir fast alles." Kevin und Mike wussten, wer ›Charly‹ war: Charlotte Behr, die neue Freundin von Lukas' Vater. Sie hatten sie bereits kennengelernt und waren sehr beeindruckt von ihr gewesen. Sie sah nämlich nicht nur toll aus, sodass Mike, für weibliche Reize seit einiger Zeit sehr empfänglich, beinahe die Augen aus dem Kopf gefallen waren bei ihrem Anblick, sondern sie war auch richtig nett.

  • Der neue Dr. Laurin 13 – Arztroman: Elsas Geheimnis
    Der neue Dr. Laurin 13 – Arztroman: Elsas Geheimnis
    Der neue Dr. Laurin 13 – Arztroman: Elsas Geheimnis

    Die sensible Nina Erichsen war erst vierzehn, als sie ihre noch sehr­ junge Mutter Valerie durch Krebs verloren hat. Seitdem ist sie mit ihrem Stiefvater Per, den ihre Mutter erst drei Jahre vor ihrem Tod geheiratet hatte, allein. Sie haben sich immer gut verstanden, aber jetzt, sechs Jahre später, verändert sich ihre Beziehung. Eines Tages begreift Per, dass seine Gefühle für Nina nicht länger väterlicher Natur sind. Sie ist ernster als andere ihres Alters; wenn er mit ihr zusammen ist, vergisst er regelmäßig, dass sie so viel jünger ist als er. Seine Erkenntnis macht ihn unglücklich. Was soll aus dieser Liebe werden? Nina sieht den Vater in ihm, was auch sonst? Er bittet sie, sich eine eigene Wohnung zu suchen – eine Bitte, die sie zutiefst verletzt. Sie fühlt sich weggestoßen und im Stich gelassen. Er ahnt nicht, dass Nina sich mit ähnlichen Gedanken plagt wie er. Bei einem Besuch in Leon Laurins gynäkologischer Sprechstunde bricht die Wahrheit aus ihr heraus. Leon bleibt ruhig und fragt sie, was an dieser Liebe so schlimm wäre. Doch ausgerechnet jetzt tritt eine frühere Freundin wieder in Pers Leben. Jannik Velten blieb unwillkürlich stehen, als sein Blick die junge Frau auf der Parkbank erfasste. Sie saß, in einen dicken Mantel gehüllt, leicht vornübergebeugt und zeichnete. Ab und zu blickte sie zu der alten Buche jenseits des Weges, beugte sich aber jedes Mal schnell wieder über ihren Zeichenblock und arbeitete weiter. Vor der Buche stand eine alte Frau mit einem kleinen Jungen, der den mächtigen Baum andächtig anstaunte. Er trug eine knallrote Jacke, die an diesem etwas trüben Tag wie ein Signal wirkte. Die Frau hielt den Jungen an der Hand. Ab und zu sah er zu ihr hoch und stellte eine Frage, dann wandte er sich wieder der Buche zu. Es war ein schönes Bild. Langsam ging Jannik weiter, hinter der Bank vorbei, so dass er einen Blick auf die Zeichnung der jungen Frau werfen konnte. Sie war so vertieft in ihre Arbeit, dass sie ihn nicht einmal bemerkte. Wieder blieb er stehen. Alles war schon zu sehen, mit schnellen, federleichten Strichen zu Papier gebracht: der Baum, die alte Frau, der Junge, die zu ihr aufblickte und ihr gerade eine Frage stellte. "Das ist wunderschön", sagte er unwillkürlich. Die junge Frau zuckte zusammen, deckte unwillkürlich ihre Zeichnung mit einer Hand ab und drehte sich um. Ihre Wangen hatten sich gerötet, sie sah aus, als wollte sie aufspringen und weglaufen. Aber dann begegnete sie Janniks Blick, sah sein Lächeln und erkannte wohl, dass er nur ausgesprochen hatte, was er dachte. Jedenfalls blieb sie sitzen, die Farbe auf ihren Wangen normalisierte sich. "Entschuldigen Sie bitte, ich wollte Sie nicht erschrecken", sagte er.

  • Der neue Dr. Laurin 14 – Arztroman: Meine beste Freundin
    Der neue Dr. Laurin 14 – Arztroman: Meine beste Freundin
    Der neue Dr. Laurin 14 – Arztroman: Meine beste Freundin

    Die sensible Nina Erichsen war erst vierzehn, als sie ihre noch sehr­ junge Mutter Valerie durch Krebs verloren hat. Seitdem ist sie mit ihrem Stiefvater Per, den ihre Mutter erst drei Jahre vor ihrem Tod geheiratet hatte, allein. Sie haben sich immer gut verstanden, aber jetzt, sechs Jahre später, verändert sich ihre Beziehung. Eines Tages begreift Per, dass seine Gefühle für Nina nicht länger väterlicher Natur sind. Sie ist ernster als andere ihres Alters; wenn er mit ihr zusammen ist, vergisst er regelmäßig, dass sie so viel jünger ist als er. Seine Erkenntnis macht ihn unglücklich. Was soll aus dieser Liebe werden? Nina sieht den Vater in ihm, was auch sonst? Er bittet sie, sich eine eigene Wohnung zu suchen – eine Bitte, die sie zutiefst verletzt. Sie fühlt sich weggestoßen und im Stich gelassen. Er ahnt nicht, dass Nina sich mit ähnlichen Gedanken plagt wie er. Bei einem Besuch in Leon Laurins gynäkologischer Sprechstunde bricht die Wahrheit aus ihr heraus. Leon bleibt ruhig und fragt sie, was an dieser Liebe so schlimm wäre. Doch ausgerechnet jetzt tritt eine frühere Freundin wieder in Pers Leben. Allegra Altenburg amüsierte sich. Die Party ihrer Freundin Linda Bellheim war in vollem Gange, es gab leckeres Essen, die Musikauswahl war genau richtig, und sie hatte all ihre Freundinnen und Freunde um sich. Linda fegte gerade mit Rocco über die kleine Tanzfläche, er war vom ersten Moment an verliebt in sie gewesen, aber leider nicht Lindas Typ. Er würde auch an diesem Abend keinen Erfolg haben, es aber trotzdem unverdrossen weiterhin versuchen. Carina Johann war auch da und sah umwerfend aus wie immer. Sie war rothaarig und zeigte gern, was sie hatte: Ihren runden Busen in großzügigen Dekolletés, ihr wohlgeformtes Hinterteil in superengen Hosen, die schönen langen Beine in superkurzen Röcken. Die Typen waren alle verrückt nach ihr, und sie genoss es. Allegra mochte Carina, die war schon in Ordnung. Sie war in einem ziemlich unerfreulichen Elternhaus aufgewachsen und heilfroh gewesen, als sie dem endlich hatte entfliehen können. Jetzt konnte sie tun und lassen, was sie wollte – und sie genoss es. Sie war mit ihrem neuen Freund gekommen, den Allegra heute zum ersten Mal sah: ein Schrank von einem Mann, größer als eins neunzig, breite Schultern, dunkle Haare, blaue Augen. Er sah fantastisch aus, aber die Sache würde nicht lange dauern, wie sie bereits wusste. "Er sieht toll aus, aber man kann sich nicht mit ihm unterhalten", hatte Carina ihr verraten. "Er hat nichts im Hirn." Sie hatten beide gelacht. Carina würde also eine Weile ihren Spaß haben mit dem Schrank, der auf den passenden Namen Ricky Hammer hörte – der Name war Anlass für weiteres Gelächter gewesen – und sich dann freundlich und sanft von dem Mann trennen. Sie legte ohnehin keinen Wert auf eine feste Bindung, schließlich hatte sie jahrelang dem Ehekrieg ihrer Eltern zusehen müssen, das prägte. Bei Allegra selbst sah das ganz anders aus. Ihre Eltern hatten früh geheiratet, vier Kinder bekommen, und sie liebten sich immer noch.

  • Der neue Dr. Laurin 15 – Arztroman: Kannst du mich noch lieben?
    Der neue Dr. Laurin 15 – Arztroman: Kannst du mich noch lieben?
    Der neue Dr. Laurin 15 – Arztroman: Kannst du mich noch lieben?

    Die sensible Nina Erichsen war erst vierzehn, als sie ihre noch sehr­ junge Mutter Valerie durch Krebs verloren hat. Seitdem ist sie mit ihrem Stiefvater Per, den ihre Mutter erst drei Jahre vor ihrem Tod geheiratet hatte, allein. Sie haben sich immer gut verstanden, aber jetzt, sechs Jahre später, verändert sich ihre Beziehung. Eines Tages begreift Per, dass seine Gefühle für Nina nicht länger väterlicher Natur sind. Sie ist ernster als andere ihres Alters; wenn er mit ihr zusammen ist, vergisst er regelmäßig, dass sie so viel jünger ist als er. Seine Erkenntnis macht ihn unglücklich. Was soll aus dieser Liebe werden? Nina sieht den Vater in ihm, was auch sonst? Er bittet sie, sich eine eigene Wohnung zu suchen – eine Bitte, die sie zutiefst verletzt. Sie fühlt sich weggestoßen und im Stich gelassen. Er ahnt nicht, dass Nina sich mit ähnlichen Gedanken plagt wie er. Bei einem Besuch in Leon Laurins gynäkologischer Sprechstunde bricht die Wahrheit aus ihr heraus. Leon bleibt ruhig und fragt sie, was an dieser Liebe so schlimm wäre. Doch ausgerechnet jetzt tritt eine frühere Freundin wieder in Pers Leben. Konstantin Laurin und Daniel Huber mochten sich sofort, als sie sich zum ersten Mal begegneten. Oliver Heerfeld, der Regisseur des Films, in dem sie beide mitspielten, stellte sie einander vor. Für Daniel sollte die Arbeit an diesem Film erst jetzt beginnen, denn er hatte eine kleinere Rolle mit wenigen Drehtagen. Er spielte Konstantins älteren Bruder. Da er bereits ein vielbeschäftigter Schauspieler war, hatte die Produktionsleitung seine Drehtage zusammenlegen müssen, sieben waren vorgesehen. Die Dreharbeiten hatten schon vor Wochen begonnen, Konstantin, der die Hauptrolle spielte, war von Anfang an dabei gewesen. Deshalb übernahm er es jetzt, Daniel herumzuführen und ihm die Fragen zu beantworten, die dieser hatte. "Und du?", fragte Daniel schließlich. "Wie gefällt es dir beim Film? Du gehst doch noch zur Schule, oder?" "Ich habe noch zweieinhalb Jahre bis zum Abitur." "Das willst du noch machen?" "Ja, will ich, aber ich muss auch. Meine Eltern hätten mich sonst diesen Film nicht machen lassen, und ohne ihre Zustimmung ging es ja nicht." "Verstehe." "Ich … ich wollte eigentlich Medizin studieren, zusammen mit meiner Zwillingsschwester. Unsere Eltern sind beide Ärzte." "Sie waren natürlich entsetzt, als du ihnen gesagt hast, dass du sich deine Pläne geändert haben." "Ich glaube schon, obwohl sie sich sehr bemüht haben, sich das nicht anmerken zu lassen.

  • Der neue Dr. Laurin 16 – Arztroman: Liebe auf den dritten Blick
    Der neue Dr. Laurin 16 – Arztroman: Liebe auf den dritten Blick
    Der neue Dr. Laurin 16 – Arztroman: Liebe auf den dritten Blick

    Die sensible Nina Erichsen war erst vierzehn, als sie ihre noch sehr­ junge Mutter Valerie durch Krebs verloren hat. Seitdem ist sie mit ihrem Stiefvater Per, den ihre Mutter erst drei Jahre vor ihrem Tod geheiratet hatte, allein. Sie haben sich immer gut verstanden, aber jetzt, sechs Jahre später, verändert sich ihre Beziehung. Eines Tages begreift Per, dass seine Gefühle für Nina nicht länger väterlicher Natur sind. Sie ist ernster als andere ihres Alters; wenn er mit ihr zusammen ist, vergisst er regelmäßig, dass sie so viel jünger ist als er. Seine Erkenntnis macht ihn unglücklich. Was soll aus dieser Liebe werden? Nina sieht den Vater in ihm, was auch sonst? Er bittet sie, sich eine eigene Wohnung zu suchen – eine Bitte, die sie zutiefst verletzt. Sie fühlt sich weggestoßen und im Stich gelassen. Er ahnt nicht, dass Nina sich mit ähnlichen Gedanken plagt wie er. Bei einem Besuch in Leon Laurins gynäkologischer Sprechstunde bricht die Wahrheit aus ihr heraus. Leon bleibt ruhig und fragt sie, was an dieser Liebe so schlimm wäre. Doch ausgerechnet jetzt tritt eine frühere Freundin wieder in Pers Leben. "Sara, was für ein Glück, dass ich dich gleich erwische!" Konrad Benedikts Stimme klang gehetzt. "Du arbeitest doch noch nicht, oder?" Im Hintergrund war lautes Weinen zu hören. "Still, Lili, Mäuschen, ich telefoniere doch gerade mit Tante Sara … jetzt wein doch nicht so …" "Was ist denn passiert?", fragte Sara. "Das Meerschweinchen ist gestorben. Ich arbeite heute von zuhause aus, aber wir haben gleich eine wichtige Videokonferenz, und Maike ist auf Dienstreise, ich habe jetzt einfach keine Zeit, ein Meerschweinchen zu beerdigen, also wollte ich dich fragen …" "Bin gleich da", sagte Sara und legte auf. Sie warf sich eine warme Jacke über und raste aus der Wohnung. Lili, Maikes und Konrads Tochter, ging in die dritte Klasse und war ihr Patenkind. Der Tod eines Meerschweinchens war im Leben einer Achtjährigen eine Tragödie, wie sie aus eigener Erfahrung wusste. Sie schwang sich auf ihr Fahrrad. Zum Glück war es nicht weit von ihrer Wohnung im Münchener Südwesten bis zu dem schönen Haus, in dem ihr Bruder mit seiner Familie wohnte. In fünf Minuten würde sie dort sein. Es gab bei Maike und Konrad recht oft kleinere und größere Katastrophen, bei denen Saras Hilfe gefordert war. Sie sprang gern ein. Verglichen mit dem stressigen Leben ihres Bruders und ihrer Schwägerin ging es bei ihr ruhig und beschaulich zu.

  • Der neue Dr. Laurin 17 – Arztroman: Ein dreister Überfall
    Der neue Dr. Laurin 17 – Arztroman: Ein dreister Überfall
    Der neue Dr. Laurin 17 – Arztroman: Ein dreister Überfall

    Die sensible Nina Erichsen war erst vierzehn, als sie ihre noch sehr­ junge Mutter Valerie durch Krebs verloren hat. Seitdem ist sie mit ihrem Stiefvater Per, den ihre Mutter erst drei Jahre vor ihrem Tod geheiratet hatte, allein. Sie haben sich immer gut verstanden, aber jetzt, sechs Jahre später, verändert sich ihre Beziehung. Eines Tages begreift Per, dass seine Gefühle für Nina nicht länger väterlicher Natur sind. Sie ist ernster als andere ihres Alters; wenn er mit ihr zusammen ist, vergisst er regelmäßig, dass sie so viel jünger ist als er. Seine Erkenntnis macht ihn unglücklich. Was soll aus dieser Liebe werden? Nina sieht den Vater in ihm, was auch sonst? Er bittet sie, sich eine eigene Wohnung zu suchen – eine Bitte, die sie zutiefst verletzt. Sie fühlt sich weggestoßen und im Stich gelassen. Er ahnt nicht, dass Nina sich mit ähnlichen Gedanken plagt wie er. Bei einem Besuch in Leon Laurins gynäkologischer Sprechstunde bricht die Wahrheit aus ihr heraus. Leon bleibt ruhig und fragt sie, was an dieser Liebe so schlimm wäre. Doch ausgerechnet jetzt tritt eine frühere Freundin wieder in Pers Leben. Der junge Mann stieß einen Schmerzensschrei aus, als ihn Alina Braunmühls Tasche traf, die sie sich mit Schwung über die Schulter hatte hängen wollen, während sie im Laufschritt über den Gehweg eilte. Die Tasche war leider nicht auf ihrer Schulter, sondern im Gesicht des Mannes gelandet. Sie drehte sich erschrocken zu ihm um und sah, dass er sich eine Hand schützend über das linke Auge hielt. "Meine Güte, ich bitte vielmals um Entschuldigung, ich habe einfach nicht aufgepasst. Habe ich Sie verletzt?" Sie sah, dass sein Auge tränte, als er die Hand sinken ließ, um nach einem Taschentuch zu suchen. Er versuchte trotzdem zu lächeln. "Geht schon", sagte er. "Aber Sie sollten wirklich besser aufpassen, bevor Sie ernsthaft Unheil anrichten." "Ich weiß", sagte sie zerknirscht, "solche Dinge passieren mir leider öfter. Ich bin in Gedanken, und zack, schon habe ich wieder etwas angerichtet. Komischerweise passiert mir das nie, wenn ich arbeite, nur im Privatleben." Sie zögerte kurz. "Zeigen Sie mal Ihr Auge her. Vielleicht müssen Sie zum Arzt." "Arzt bin ich selbst", erwiderte er, "wenn auch kein Augenarzt. Aber keine Sorge, ich kann schon beurteilen, ob ich in Behandlung muss oder nicht.

  • Der neue Dr. Laurin 18 – Arztroman: Auf Umwegen ins große Glück?
    Der neue Dr. Laurin 18 – Arztroman: Auf Umwegen ins große Glück?
    Der neue Dr. Laurin 18 – Arztroman: Auf Umwegen ins große Glück?

    Die sensible Nina Erichsen war erst vierzehn, als sie ihre noch sehr­ junge Mutter Valerie durch Krebs verloren hat. Seitdem ist sie mit ihrem Stiefvater Per, den ihre Mutter erst drei Jahre vor ihrem Tod geheiratet hatte, allein. Sie haben sich immer gut verstanden, aber jetzt, sechs Jahre später, verändert sich ihre Beziehung. Eines Tages begreift Per, dass seine Gefühle für Nina nicht länger väterlicher Natur sind. Sie ist ernster als andere ihres Alters; wenn er mit ihr zusammen ist, vergisst er regelmäßig, dass sie so viel jünger ist als er. Seine Erkenntnis macht ihn unglücklich. Was soll aus dieser Liebe werden? Nina sieht den Vater in ihm, was auch sonst? Er bittet sie, sich eine eigene Wohnung zu suchen – eine Bitte, die sie zutiefst verletzt. Sie fühlt sich weggestoßen und im Stich gelassen. Er ahnt nicht, dass Nina sich mit ähnlichen Gedanken plagt wie er. Bei einem Besuch in Leon Laurins gynäkologischer Sprechstunde bricht die Wahrheit aus ihr heraus. Leon bleibt ruhig und fragt sie, was an dieser Liebe so schlimm wäre. Doch ausgerechnet jetzt tritt eine frühere Freundin wieder in Pers Leben. "Ich freue mich schon so auf meinen Geburtstag", sagte Karin Holten. Ihre blauen Augen strahlten, sie war perfekt geschminkt, und ihre sorgfältig frisierten blonden Haare durchzogen erst wenige graue Strähnen. Wie immer war sie elegant gekleidet, auch zu Hause ließ sie sich nicht gehen. "Da sind wir endlich wieder einmal alle zusammen", fuhr sie fort. "Wir haben Jan ja eine Ewigkeit nicht mehr gesehen." Sie warf ihrer Tochter Christina einen bedeutungsvollen, zugleich fragenden Blick zu. Christina, die die blonden Haare und das hübsche Gesicht ihrer Mutter geerbt hatte, aber eher sportliche Kleidung bevorzugte, tat, als hätte sie den Blick nicht bemerkt. Wie gern hätte sie jetzt klipp und klar gesagt, dass ihr die ewigen Anspielungen darauf, dass Jan Borgemeister und sie in den Augen beider Elternpaare perfekt zueinander passten, ungeheuer auf die Nerven gingen. Und nicht nur ihr, Jan auch. Sie fragte sich, was ihre Mutter sagen würde, wenn sie wüsste, dass nicht nur sie einen Freund hatte, sondern Jan auch eine Freundin. Ja, sie hatten sich anderweitig verliebt und dachten nicht im Traum daran, den Wunschtraum ihrer Eltern zu erfüllen. Nur hatten sie es bislang noch nicht übers Herz gebracht, diesen das auch mitzuteilen. "Ich finde, wir lassen es erst einmal so weiterlaufen", hatte Jan erst neulich zu ihr gesagt. "Wir würden ihnen eine Riesenenttäuschung bereiten, und dazu sehe ich im Augenblick keine Veranlassung. Erst wenn es richtig ernst wird, sagen wir ihnen, dass wir beide uns gut verstehen, aber bestimmt nicht heiraten werden." Sie war einverstanden gewesen, natürlich. Es war der Weg des geringsten Widerstands.

  • Der neue Dr. Laurin 19 – Arztroman: Kann das wirklich Liebe sein?
    Der neue Dr. Laurin 19 – Arztroman: Kann das wirklich Liebe sein?
    Der neue Dr. Laurin 19 – Arztroman: Kann das wirklich Liebe sein?

    Die sensible Nina Erichsen war erst vierzehn, als sie ihre noch sehr­ junge Mutter Valerie durch Krebs verloren hat. Seitdem ist sie mit ihrem Stiefvater Per, den ihre Mutter erst drei Jahre vor ihrem Tod geheiratet hatte, allein. Sie haben sich immer gut verstanden, aber jetzt, sechs Jahre später, verändert sich ihre Beziehung. Eines Tages begreift Per, dass seine Gefühle für Nina nicht länger väterlicher Natur sind. Sie ist ernster als andere ihres Alters; wenn er mit ihr zusammen ist, vergisst er regelmäßig, dass sie so viel jünger ist als er. Seine Erkenntnis macht ihn unglücklich. Was soll aus dieser Liebe werden? Nina sieht den Vater in ihm, was auch sonst? Er bittet sie, sich eine eigene Wohnung zu suchen – eine Bitte, die sie zutiefst verletzt. Sie fühlt sich weggestoßen und im Stich gelassen. Er ahnt nicht, dass Nina sich mit ähnlichen Gedanken plagt wie er. Bei einem Besuch in Leon Laurins gynäkologischer Sprechstunde bricht die Wahrheit aus ihr heraus. Leon bleibt ruhig und fragt sie, was an dieser Liebe so schlimm wäre. Doch ausgerechnet jetzt tritt eine frühere Freundin wieder in Pers Leben. "Guck mal, da drüben ist Per", sagte Cleo Anders. "Sieht aus, als hätte er den halben Laden leergekauft." Nina Erichsen folgte dem Blick ihrer Freundin. Sie schaffte es, mit gleichmütiger Stimme zu sagen: "Er will heute Abend kochen." Dabei schlug ihr das Herz bis zum Hals, und nicht zum ersten Mal fragte sie sich, was plötzlich mit ihr los war. Per Ziemer war ihr Stiefvater. Ihre Mutter und er hatten geheiratet, als Nina elf Jahre alt gewesen war, vor neun Jahren also. Zur großen Freude ihrer Mutter hatten sie sich von Anfang an gut vertragen, aber das war auch nicht schwer gewesen. Nina kannte kaum jemanden, der Per nicht mochte. Er war ein so liebenswerter, kluger Mann! Valerie Erichsen hatte ihrer Tochter erst zwei Jahre nach der Hochzeit erzählt, warum sie so lange gezögert hatte, Per zu heiraten. "Er ist ja noch jünger als ich, Nina, und ich weiß, wie das ist, wenn man zu früh Verantwortung übernehmen muss. Ich war schließlich erst siebzehn, als ich dich bekommen habe!" "Aber Per war schon fünfundzwanzig, als ihr geheiratet habt, Mami! So jung ist das ja nun auch wieder nicht." "So, findest du?" "Ja, das finde ich. Außerdem ist Per nicht wie andere Männer." "Da hast du allerdings recht, aber ich dachte trotzdem, dass er noch gar nicht wissen kann, ob er es ernst meint mit mir.

  • Der neue Dr. Laurin 20 – Arztroman: Gib nicht auf, Jasmin!
    Der neue Dr. Laurin 20 – Arztroman: Gib nicht auf, Jasmin!
    Der neue Dr. Laurin 20 – Arztroman: Gib nicht auf, Jasmin!

    Der junge Rettungssanitäter Martin Wiedemeyer wird zu einem Einsatz gerufen, den er sein Leben lang nicht vergessen wird: Der Wagen einer jungen Frau hat nach einem Unfall Feuer gefangen, eine Stichflamme verbrennt eine Hälfte ihres Gesichts. Jasmin Schaller wird umgehend in die Kayser-Klinik gebracht. Eckart Sternberg, der an die Geschichte seiner Frau erinnert wird, gerät bei der Erstversorgung an seine Grenzen. Leon Laurin zieht einen berühmten plastischen Chirurgen hinzu, der trotz der furchtbaren Verletzungen denkt, Jasmin helfen zu können. Die erste von mehreren geplanten Operationen verläuft zufriedenstellend. Jasmin ist stärker, als sie aussieht, aber dann trennt sich, per schriftlicher Nachricht, ihr Freund Severin von ihr. Was soll nur werden nach diesem Verrat? "Weil Martin sich morgen in den Urlaub absetzt, während wir hier weiter schuften müssen, gibt er heute einen aus", verkündete Jonas Schmieder mit lauter Stimme. Fröhliches Geschrei antwortete ihm, und Martin Wiedemeyer wurde von mehreren Kollegen so kräftig auf die Schulter geklopft, dass er in die Knie ging. Jonas schenkte ihm sein breitestes, unschuldigstes Grinsen, denn er wusste ganz genau, dass Martin nichts Dergleichen vorgehabt hatte. Er würde sich bei Gelegenheit dafür rächen, dass sein Kollege und bester Freund ihn so überfahren hatte, nahm Martin sich vor. Natürlich machte er gute Miene zum bösen Spiel, und so zog wenig später eine Gruppe von fünf Rettungssanitätern in die nahe gelegene Kneipe, zwei Frauen und drei Männer. Die Stimmung war gut, und Martin hatte sich bereits damit ausgesöhnt, dass Jonas ihn hereingelegt hatte. Ihr Dienst war meistens hart, sie sahen viel Leid und Elend, da musste man sich kleine Inseln schaffen, auf denen man sich wohlfühlte und vergessen konnte, was der Beruf an Belastungen mit sich brachte. Und wenn es ein Feierabendbier war – oder auch mehrere, denn darauf würde es heute natürlich hinauslaufen, das war ihm von Anfang an klar. Letzten Endes gab er nicht nur eine Runde aus, sondern sogar drei. Ihm war plötzlich danach. Er fühlte sich gut. Bianca Sommer, die neue Kollegin, flirtete ein bisschen mit ihm, und er würde sich vielleicht darauf einlassen. Sie war sehr hübsch, und er war frei und ungebunden. Eigentlich fand er diesen Zustand ganz schön, er hatte in den letzten Jahren fast immer Freundinnen gehabt, aber es war nie die Eine dabei gewesen, mit der er gern zusammengeblieben wäre, um sein Leben mit ihr zu teilen. Aber er war ja noch jung, erst sechsundzwanzig, er hatte es nicht eilig. Auch nicht mit Bianca. Das konnte warten bis nach seinem Urlaub. Erst einmal würde er in den Bergen wandern, sich nur draußen aufhalten, seinen Kopf durchlüften. Das hatte er nötig.

  • Der neue Dr. Laurin 21 – Arztroman: Gerettet: zwei Leben und eine große Liebe
    Der neue Dr. Laurin 21 – Arztroman: Gerettet: zwei Leben und eine große Liebe
    Der neue Dr. Laurin 21 – Arztroman: Gerettet: zwei Leben und eine große Liebe

    Der junge Rettungssanitäter Martin Wiedemeyer wird zu einem Einsatz gerufen, den er sein Leben lang nicht vergessen wird: Der Wagen einer jungen Frau hat nach einem Unfall Feuer gefangen, eine Stichflamme verbrennt eine Hälfte ihres Gesichts. Jasmin Schaller wird umgehend in die Kayser-Klinik gebracht. Eckart Sternberg, der an die Geschichte seiner Frau erinnert wird, gerät bei der Erstversorgung an seine Grenzen. Leon Laurin zieht einen berühmten plastischen Chirurgen hinzu, der trotz der furchtbaren Verletzungen denkt, Jasmin helfen zu können. Die erste von mehreren geplanten Operationen verläuft zufriedenstellend. Jasmin ist stärker, als sie aussieht, aber dann trennt sich, per schriftlicher Nachricht, ihr Freund Severin von ihr. Was soll nur werden nach diesem Verrat? Es war ohne Zweifel die langweiligste Party, auf der er jemals gewesen war. Wieso hatte er sich eigentlich überreden lassen, die Einladung anzunehmen, fragte sich Stefan Schellhorn, je weiter die Uhr vorrückte. Er kannte den Typen, der sie veranstaltete, nicht einmal näher! Sie waren einmal zusammen ein Bier trinken gegangen, hatten sich nett unterhalten, aber das wars eigentlich auch schon gewesen. Dann hatte Anton – so hieß der Typ – ihn überraschend zu seiner Geburtstagsparty eingeladen, und Stefan hatte zugesagt, in der Annahme, einen lustigen Abend vor sich zu haben. Großer Irrtum! "Wetten, dass ich weiß, was du gerade denkst?", fragte eine leise Stimme. Er zuckte zusammen und war kurz davor, sich die Augen zu reiben, als er sich umdrehte und neben sich eine atemberaubende Blondine entdeckte. Wo kam die auf einmal her? Sie musste gerade erst eingetroffen sein, eine Frau wie sie hätte er bei seiner Ankunft bestimmt nicht übersehen. Sie war nicht viel kleiner als er, hatte sehr blaue Augen und einen verführerischen Mund. Auch sonst sah sie ausgesprochen verführerisch auf. Er konnte direkt spüren, wie seine Lebensgeister wiedererwachten. "Dann lass mal hören, was ich denke. Du bist dir deiner Sache ja offenbar sehr sicher." Ihre Antwort kam prompt, ohne das geringste Zögern. "Du fragst dich, was du auf dieser todlangweiligen Party zu suchen hast. Und du versuchst dich zu erinnern, wieso du die Einladung überhaupt angenommen hast, wo du Anton doch eigentlich kaum kennst." Er sah sie voll ehrlicher Bewunderung an.

  • Der neue Dr. Laurin 22 – Arztroman: Das habe ich nicht gewollt!
    Der neue Dr. Laurin 22 – Arztroman: Das habe ich nicht gewollt!
    Der neue Dr. Laurin 22 – Arztroman: Das habe ich nicht gewollt!

    Annalena Jordans Sohn Mirko liebt Spielzeugwaffen, mit denen ihn vor allem sein Großvater Gerhard versorgt, sehr zu Annalenas Ärger, die deshalb schon oft mit ihrem Vater gestritten hat. Eines Tages springt Mirko auf dem Spielplatz auf Luise Brüggemeier zu, eine alte Frau mit Herzproblemen, und bedroht sie im Spaß mit seiner Laserpistole. Die alte Dame greift sich ans Herz und sinkt zu Boden. Mirko und sein Großvater stehen unter Schock. Luises Enkel Johannes ist außer sich und droht mit ernsten Konsequenzen! "Wie oft soll ich dir noch sagen, dass du Mirko keine Spielzeugwaffen schenken sollst?" Aufgebracht stand Annalena Jordan vor ihrem Vater. "Ich will es nicht haben, und daran solltest du dich bitte halten!" Gerhard Jordan versuchte schon seit zehn Minuten vergeblich, seine Tochter zu beschwichtigen. "Jetzt mach doch deswegen nicht so ein Theater, Lena! Mirko wollte diese Laserpistole unbedingt haben, er hat wochenlang davon gesprochen, und du weißt doch, dass ich ihm nicht gut einen Wunsch abschlagen kann." "Du bist sein Großvater, und ich bin die Mutter, richtig?" Gerhard nickte stumm. Dieses Mal regte sie sich noch mehr auf als sonst, er ahnte schon, was jetzt kommen würde. "Gut, und ich erziehe ihn. Ich halte Spielzeugwaffen für falsch und gefährlich, und ich will nicht, dass mein Sohn mit solchem Zeug aufwächst. Ich will auch nicht, dass er schon ein Smartphone bekommt – mit sieben! – und dass er Videospiele spielt, in denen es darum geht, seine Gegner möglichst reihenweise zu erledigen. Ich kämpfe darum, all diese Dinge so lange wie möglich einigermaßen von ihm fernzuhalten, bis er hoffentlich die Gründe für meine Haltung nachvollziehen kann. Jetzt ist er dafür noch zu jung, das ist mir schon klar. Er sieht nur, was andere haben, und das will er dann auch, deshalb diskutiere ich mit ihm darüber nicht mehr. Stattdessen muss ich jetzt mit dir diskutieren. Würdest du bitte aufhören, dich ständig in meine Erziehung einzumischen? Richte dich, auch wenn es dir nicht passt, endlich nach meinen Regeln! Es ist schon schwer genug heutzutage, einen Siebenjährigen allein aufzuziehen, da braucht man wahrhaftig keinen Großvater, der einem dauernd in den Rücken fällt."

  • Der neue Dr. Laurin 23 – Arztroman: Ein böser Wunsch wird wahr
    Der neue Dr. Laurin 23 – Arztroman: Ein böser Wunsch wird wahr
    Der neue Dr. Laurin 23 – Arztroman: Ein böser Wunsch wird wahr

    Die Kosmetikerin Nicole Pfister bekommt sympathische Nachbarn. Deren Sohn versteht sich gut mit seiner neuen Klassenkameradin Kaja Laurin, und er findet beim Boxtraining einen erwachsenen Freund: Dominik Schöler. Sonst aber hat er es schwer, besonders mit der Gang des arroganten Oliver Gehring, der aus einem sehr betuchten Elternhaus stammt. Die Gang lässt eines Abends Himmelslaternen steigen und äußert die sehr konkrete Hoffnung, dass ein ganz bestimmtes Haus in Brand geraten solle. Tatsächlich trifft es Nicoles Haus. Die Gang frohlockt – aber es gibt eine unerschrockene Mitwisserin! "Frau Doktor", sagte Carolin Suder, "da ist eine Frau mit ihrer Tochter, die sich offenbar am Fuß verletzt hat. Das Mädchen weint, und die Mutter zeigt immer auf den Fuß der Kleinen, sie spricht nur gebrochen Deutsch. Das Mädchen hat noch keinen Ton gesagt, nur geweint." "Schicken Sie die beiden herein", bat Antonia Laurin. Gleich darauf betrat eine dunkelhaarige Frau, die Antonia auf Ende dreißig schätzte, das Sprechzimmer. Sie stützte ein Mädchen von neun oder zehn Jahren. "Guten Tag", sagte die Frau leise, mit deutlich hörbarem Akzent. Sie zeigte auf sich. "Mona Harari." Dann auf das Mädchen. "Tochter. Samira." Zuletzt auf Samiras Fuß. "Kaputt", sagte sie. Antonia zeigte auf sich. "Doktor Laurin"

  • Der neue Dr. Laurin 24 – Arztroman: Seine letzte Chance
    Der neue Dr. Laurin 24 – Arztroman: Seine letzte Chance
    Der neue Dr. Laurin 24 – Arztroman: Seine letzte Chance

    Carl Randstetten, ein überheblicher junger Mann aus vermögendem Haus, verursacht durch wüste Raserei einen schlimmen Unfall. Er selbst wird schwer verletzt, die schöne Stella Zurmühlen erleidet zwei Armbrüche. Beim Kennenlernen in der Klinik benimmt er sich arrogant und herablassend. Stella ist erbost über sein Benehmen und straft ihn mit Verachtung. Kurz darauf macht Carl, genannt Charly, eine Erfahrung, die ihn verändert. Er verzweifelt plötzlich daran, was er angerichtet hat. Dabei spielt Stellas siebenjährige Nichte Mila, die ebenfalls in der Kayser-Klinik liegt, eine entscheidende Rolle. Stella Zurmühlen fuhr schnell, hielt sich aber an die Geschwin­digkeitsbegrenzung. Sie wollte so schnell wie möglich nach München zurück, wo ihre zehnjährige Nichte Mila am nächsten Tag operiert werden sollte: In einer Herzklappe war ein Loch entdeckt worden, das geschlossen werden musste. Der Klinikchef persönlich, Dr. Leon Laurin, würde die Operation vornehmen. Stella war beruflich unterwegs gewesen, hatte ihrer Nichte aber versprochen, am Nachmittag oder frühen Abend vor der Operation zurück zu sein, und dieses Versprechen würde sie halten können. Wenn sie weiter so gut vorankam, würde sie spätestens um sechs in der Klinik sein – Zeit genug also, noch mit Mila zu reden und ihr zu sagen, dass sie während der Operation an sie denken würde. Milas Eltern waren geschieden, sie wuchs bei ihrem Vater Adrian auf, Stellas Bruder. Seit der Scheidung war Stella eine Art Ersatzmutter für ihre Nichte geworden, denn Milas Mutter Aurelia hatte die Freuden der Selbstverwirklichung entdeckt, sie war seit der Trennung von Adrian nicht mehr in München gewesen. Sie lebte auf einer griechischen Insel, wo sie malte und töpferte und sich ›endlich frei fühlte‹, wie sie Stella bei ihrem letzten Anruf gesagt hatte. Den Kontakt zu Adrian hatte sie vollständig abgebrochen, und Mila hatte kürzlich gesagt, sie wolle mit ihrer Mama nicht mehr telefonieren. "Ich kann mich nicht mehr richtig an sie erinnern, und sie erzählt Sachen, die mich nicht interessieren." Stella war immer gut mit Aurelia ausgekommen, trotz der Versponnenheit ihrer Schwägerin, aber sie hatte geahnt, dass die Ehe ihres Bruders über kurz oder lang scheitern würde. Die beiden waren zu unterschiedlich, und sie hatten im Rausch der ersten Verliebtheit zu schnell geheiratet. Hätten sie etwas länger gewartet, wäre zumindest ihrem Bruder, glaubte Stella, aufgegangen, dass die Verbindung auf Dauer nicht halten konnte. Adrian hatte sich ganz gut mit der Situation arrangiert, aber für Mila tat es ihr leid. Aurelia wäre ihr sicherlich eine gute Mutter gewesen, hätte Verständnis für sie gehabt, wenn es um ›Mädchen-Sachen‹ ging, wie Mila das nannte. Da war Adrian ganz Mann: Er hasste Rosa, war für Prinzessinnenkleider, Glitzerschuhe und Nagellack auf zehnjährigen Fingern nicht zu haben und wollte Mila weder ein Pferd kaufen, noch sie auch nur Reitstunden nehmen lassen – was zurzeit ihr sehnlichster Wunsch war. Es stimmte, ein Pferd war viel zu teuer, Adrian war schließlich kein Großverdiener als Rundfunktechniker, und sie hatten auch keinen Reitstall in der Nähe, in dem er Mila hätte anmelden können, aber Stella fand trotzdem, dass er mehr auf Milas Wünsche hätte eingehen müssen. Sie würde noch einmal mit ihm darüber reden. Adrian liebte seine Tochter über alles, aber für manche Dinge fehlte ihm schlicht das Verständnis.

  • Der neue Dr. Laurin 25 – Arztroman: Der Mann aus Amerika
    Der neue Dr. Laurin 25 – Arztroman: Der Mann aus Amerika
    Der neue Dr. Laurin 25 – Arztroman: Der Mann aus Amerika

    Als Kyra Laurin eines Tages nach Hause kommt, kann sie die Haustür nicht öffnen – und Simon reagiert nicht auf ihr Klingeln. Schließlich steigt sie über ein offenes Fenster über der Terrasse ins Haus. Sie findet Simon bewusstlos hinter der Haustür, mit blutender Kopfwunde. Als er aufwacht, weiß er nicht, was passiert ist – allerdings erinnert er sich, dass er Besuch von einem ihm bis dahin unbekannten Mann hatte, von Oscar Becker aus den USA. Als dieser abends bei Simons Schwestern auftaucht, weil er angeblich mit Simon verabredet ist, ruft Lili die Polizei. Johanna Auerbach betrachtete sich im Spiegel. Sie war blass, man sah ihr auf zehn Meter Entfernung an, dass sie schlecht geschlafen hatte. Sie wusste, was das bedeutete: Im Büro würden sie wieder lästern und lauthals Vermutungen darüber anstellen, was der Grund für ihr Aussehen sein könnte. Das ging dann so: "Hat er dich wieder mal nicht schlafen lassen? Ach, so einen Freund möchte ich auch mal haben …" Normalerweise machte sie bei solchen Lästerrunden gerne mit, sogar wenn sie selbst im Mittelpunkt stand, aber dieses Mal nicht. Dieses Mal hatte sie ganz einfach Angst, und deshalb sah sie so aus, wie sie eben aussah. Johanna arbeitete auf dem Standesamt, und sie liebte ihre Arbeit. Sie fand Urkunden aufregend, was ihre Freundinnen und Freunde nicht verstehen konnten. "Das ist doch nur Papier!", hörte sie oft und entgegnete meistens: "Aber dahinter verbergen sich Schicksale, und die finde ich interessant." Ihre Abteilung war die Urkundenstelle, wo alle Fäden zusammenliefen. Aber sie bearbeitete auch Suchanfragen. Erst kürzlich hatte sie einer jungen Frau geholfen, die auf der Suche nach ihren leiblichen Eltern war. Zumindest die Mutter hatten sie ausfindig machen können. Sie hoffte nur, die erste Begegnung der beiden Frauen war für ihre Kundin keine Enttäuschung gewesen. Kurz entschlossen griff sie zum Make-up und versuchte, sich damit ein frischeres Aussehen zu geben. Als sie fertig war, nickte sie zufrieden. Nicht gut, aber eindeutig besser. Sie hatte im Büro gesagt, sie würde eine Stunde später als sonst üblich kommen.

  • Der neue Dr. Laurin 26 – Arztroman: Der Neue aus dem dritten Stock
    Der neue Dr. Laurin 26 – Arztroman: Der Neue aus dem dritten Stock
    Der neue Dr. Laurin 26 – Arztroman: Der Neue aus dem dritten Stock

    Pia Moor bekommt in Marius Klebert einen neuen Nachbaren, der kaum grüßt und jedem Kontakt möglichst ausweicht. Sie findet das schade. Auch ihr erst zwölfjähriger Bruder Valentin, der bei ihr wohnt, weil ihre Eltern sich nicht mehr um ihn kümmern können, findet den Neuen aus dem dritten Stock interessant, blitzt aber ebenfalls ab. Als Valentin eines Tages von größeren Jungen vom Fahrrad gerissen und böse verprügelt wird, kommt Marius ihm zu Hilfe. Danach ist er of­fener, und eines Tages erfährt Pia dann auch seine Geschichte, aber da hat sie sich längst in ihn verliebt. "Etwas stimmt mit ihm nicht!", stellte Pia Moor fest. "Der wohnt jetzt seit vier Wochen in der Wohnung über uns – aber glaubst du, er würde auch nur einmal kurz anhalten, um mehr zu sagen als ein knappes ›Guten Morgen‹? Fehlanzeige. Er hat sich nach seinem Einzug vorgestellt, seinen Namen gesagt, und dann ist er ganz schnell wieder ­gegangen. Seitdem: Nichts mehr, null." Sieglinde Cornelius, Pias Tante, versuchte es mit einem Scherz. "Vielleicht hat er Angst vor dir." Pia war jedoch nicht zum Scherzen zumute, dazu war sie zu aufgebracht. "Quatsch! Wieso das denn?" "Ich habe nur Spaß gemacht. Er könnte schüchtern sein." "Eher nicht, glaube ich. Aber er geht wirklich jedem Kontakt ganz bewusst aus dem Weg. Neulich kam er von oben, mit zwei Mülltüten in der Hand, als ich auch gerade Müll nach unten bringen wollte. Und wie reagiert er? Er macht natürlich keine lockere Bemerkung darüber, sondern nickt nur knapp, schießt im Eiltempo an mir vorbei, damit wir ja nicht gleichzeitig bei den Mülltonnen ankommen und er eventuell doch drei Worte zu mir sagen muss. Als ich unten ankam, war er im Keller. Ich wette mit dir, er ist nur runtergegangen, damit er nicht riskiert, mit mir zusammen wieder nach oben steigen zu müssen."

  • Der neue Dr. Laurin 27 – Arztroman: Die Königin der Nacht
    Der neue Dr. Laurin 27 – Arztroman: Die Königin der Nacht
    Der neue Dr. Laurin 27 – Arztroman: Die Königin der Nacht

    Bei der Eröffnung von Teresa Kaysers neuem Geschäft wird ihr das schönste Kleid gestohlen, ein aufwendig gearbeitetes Ballkleid. Wenig später sieht Teresa Bilder der bekannten Schauspielerin Corinna Erichsen – in ihrem Kleid. Als sie Kontakt aufnimmt, reagiert die Schauspielerin ungnädig und auch hoch­mütig. Teresa erstattet Anzeige. Doch als sie wenig später die Wahrheit erfährt, zieht sie die Anzeige zurück. Dem Diebstahl liegt eine alte Geschichte von Konkurrenz und Rache zugrunde, und sie löst sich schließlich anders auf, als von allen Beteiligten erwartet, denn die Diebin findet überraschend ihre große Liebe, Teresa verzichtet auf Geld, und jemand ergreift eine einmalige Chance, begangenes Unrecht wiedergutzumachen. "Der Laden ist wunderschön geworden, Teresa", sagte Antonia Laurin. "Ich finde, er wertet die ganze Straße auf." "Komisch, so ähnlich hat sich mein Vermieter gestern auch geäußert. Er hatte beinahe Tränen in den Augen, als ich ihn herumgeführt habe. Ich glaube, er hat sich nicht vorstellen können, dass aus seinen etwas heruntergekommenen Räumen etwas Vorzeigbares werden könnte", erwiderte Teresa Kayser mit einem Lächeln. Sie war die zweite Frau von Antonias Vater, Professor Joachim Kayser. Er hatte die Professor-Kayser-Klinik im Münchener Südwesten gegründet, die seit einiger Zeit etwas schlichter ›Kayser-Klinik‹ hieß. Es war Antonias Mann Leon Laurin, der sie seit dem Rückzug seines Schwiegervaters leitete. "Bist du aufgeregt wegen der Eröffnung morgen?", fragte Antonia. "Natürlich, mehr als aufgeregt. Ich glaube, ich habe seit einer Woche nicht mehr richtig geschlafen." Teresa war Anfang sechzig, eine schöne, schlanke silberhaarige Frau mit unfehlbarem Stilempfinden. Meistens war sie elegant gekleidet, aber sie fühlte sich auch in sportlicher Kleidung wohl, wenn diese dem Anlass entsprach. Teresa hatte ihr gutgehendes Modegeschäft nach ihrer Heirat mit Joachim Kayser aufgegeben und sich erst in letzter Zeit eingestanden, wie schwer ihr das seinerzeit gefallen war. Den Anstoß zu einem Neustart hatte Antonias Entschluss gegeben, in ihren Beruf als Kinderärztin zurückzukehren. Joachim Kayser, der zu seiner Zeit noch ein sogenannter ›Halbgott in Weiß‹ gewesen war, hatte sein Entsetzen deutlich geäußert: sowohl über die Pläne seiner Tochter, die er wegen ihrer vier Kinder verantwortungslos fand, als auch über den Entschluss seiner Frau, denn der hatte natürlich empfindliche Auswirkungen auf seinen und ihren Alltag. Er war es gewöhnt, dass Teresa immer in seiner Nähe war, hatte sich aber nie gefragt, ob ihr vielleicht etwas fehlte.

  • Der neue Dr. Laurin 28 – Arztroman: Ein altes Versprechen
    Der neue Dr. Laurin 28 – Arztroman: Ein altes Versprechen
    Der neue Dr. Laurin 28 – Arztroman: Ein altes Versprechen

    Vanessa und Jonathan Selbmann stehen vor einer Trennung, als sie von Antonia Laurin erfahren, dass ihr kleiner Sohn nicht einfach, wie sein bisheriger Kinderarzt behauptet hat, ein Spätentwickler ist, sondern dass er eine kranke Niere hat, die sofort entfernt werden muss. Was vorher wichtig erschien, wird plötzlich zur Nebensache, aber Jonathan hat bereits eine Freundin, und so ist der Weg zurück zueinander für das junge Ehepaar ein echtes, ein riesiges Problem! a"Nico? Hier ist Amelie", sagte eine helle Mädchenstimme. "Amelie Brinkhorst, aus Hannover." Nicolas Möhring brauchte einen Moment, bis er die Anruferin zuordnen konnte. "Amelie!", rief er. "Das glaube ich ja jetzt nicht! Mit deinem Vater habe ich vor zwei Wochen noch telefoniert, da hat er mir erzählt, dass du anfängst, dich auf dem Arbeitsmarkt umzusehen." "So ist es auch, und stell dir vor, ich habe schon eine Stelle!" Sie nannte den Namen einer großen Hilfsorganisation. "Ich werde für drei Monate in München sein, danach wechsele ich in eine andere Stadt, in einen anderen Bereich, damit ich den Aufbau der Organisation verstehe. Du kannst dir wahrscheinlich denken, warum ich anrufe." Das konnte Nicolas in der Tat, er erinnerte sich sofort an das Versprechen, das er ihr und ihren Eltern einmal gegeben hatte, vor etlichen Jahren. "Wenn du jemals nach München kommen solltest, kannst du bei mir wohnen." "Versprochen?" "Versprochen!" Er hatte sein Versprechen ernst gemeint, war er doch in früheren Jahren für die sieben Jahre jüngere Amelie so etwas wie ihr Beschützer gewesen. Und ihr Vertrauter. Sie hatten sich ja nicht sehr oft gesehen, Amelie und ihre Eltern lebten in Hannover, Nicolas in München.

  • Der neue Dr. Laurin 29 – Arztroman: Letzte Ausfahrt: Liebe
    Der neue Dr. Laurin 29 – Arztroman: Letzte Ausfahrt: Liebe
    Der neue Dr. Laurin 29 – Arztroman: Letzte Ausfahrt: Liebe