weltwärts - sexwärts?!: Gender, Sexualität(en) und Begehren in internationalen Freiwilligendiensten
Da entwickelt sich was!: Individuelle Lernprozesse im entwicklungspolitischen Freiwilligendienst "weltwärts" in Benin
eBook-Reihen2 Titel

Interdisziplinäre Studien zu Freiwilligendiensten (ISZF)

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Über diese Serie

Wie werden Gender, Sexualität(en), Begehren und "race" im Kontext internationaler Freiwilligendienste und besonders im deutschen Freiwilligendienst weltwärts normiert, verhandelt, begrenzt und eingeschlossen? Diesen bislang vernachlässigten Fragen geht Aljoscha* Sanja Bökle in diesem Band nach. Perspektiven der Gender- und Queer Studies leiten die theoretisch fundierte Analyse der Darstellungsstrategien von Sexualitäten, Begehren und Körpern in Narrativen der Freiwilligendienste. Entwicklungskritische, postkoloniale, "race" und Weißseinskritische Theoreme und Intersektionalitätsansätze dienen außerdem als Folie, um der Frage nach rassialisierten Sexualitäten in den Erzählungen der interviewten Freiwilligen nachzugehen. Durchgängig vollzieht Aljoscha* Sanja Bökle, entsprechend den Grundsätzen der Grounded Theory, eine enge Rückbindung theoretischer Lektüren an konkrete weltwärts-Materialien und Gesprächsprotokolle. Einzelne Kapitel widmen sich den Themenfeldern des "verletzlichen" weiblichen* Körpers, eurozentrischen Erzählungen zu Coming-Out und Homophobie, der Verarbeitung von Genderrollen und der Selbstwahrnehmung der Freiwilligen als weiß hinsichtlich der Erlebnisse in den "encounter zones". Nicht zuletzt stellt der Band die Frage, wie deutsche Freiwilligenprogramme auch für nicht hetero-normative Lebensentwürfe geöffnet werden können.
SpracheDeutsch
HerausgeberNomos Verlag
Erscheinungsdatum26. Juni 2019
weltwärts - sexwärts?!: Gender, Sexualität(en) und Begehren in internationalen Freiwilligendiensten
Da entwickelt sich was!: Individuelle Lernprozesse im entwicklungspolitischen Freiwilligendienst "weltwärts" in Benin

Titel in dieser Serie (2)

  • Da entwickelt sich was!: Individuelle Lernprozesse im entwicklungspolitischen Freiwilligendienst "weltwärts" in Benin
    Da entwickelt sich was!: Individuelle Lernprozesse im entwicklungspolitischen Freiwilligendienst "weltwärts" in Benin
    Da entwickelt sich was!: Individuelle Lernprozesse im entwicklungspolitischen Freiwilligendienst "weltwärts" in Benin

    eBook #6

    Da entwickelt sich was!: Individuelle Lernprozesse im entwicklungspolitischen Freiwilligendienst "weltwärts" in Benin

    Dr. Hannah Maria Kühn
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    Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst weltwärts ist umstritten. Er ist von Ambivalenzen geprägt, die in asymmetrischen Machtbeziehungen zwischen Ländern des Globalen Südens und des Globalen Nordens begründet sind. Doch könnte es nicht sein, dass die Freiwilligen gerade durch die Erfahrungen der eigenen Involviertheit in ungleiche Machtverhältnisse Kompetenzen entwickeln, die es ihnen ermöglichen, diese strukturellen Ungleichheiten zu reflektieren und aufzubrechen? Die Autorin der Studie geht dieser Frage nach und beleuchtet die individuellen Lernprozesse der deutschen Freiwilligen während ihres einjährigen Aufenthalts im westafrikanischen Benin. Sie beschreibt sowohl die Motivationen der jungen Menschen, entwicklungspolitisch tätig zu werden, als auch ihre veränderten Einstellungen und ihr Verhalten nach ihrer Rückkehr. Hierzu entwirft sie vorab den Begriff einer nachhaltigkeitsbewussten Handlungskompetenz und fragt schließlich: Können die Freiwilligen an einem "Entwicklungsmodell" mitwirken, welches vom klassischen Entwicklungsparadigma und einem einseitigen ökonomischen Wachstumsdenken Abstand nimmt?

    Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst weltwärts ist umstritten. Er ist von Ambivalenzen geprägt, die in asymmetrischen Machtbeziehungen zwischen Ländern des Globalen Südens und des Globalen Nordens begründet sind. Doch könnte es nicht sein, dass die Freiwilligen gerade durch die Erfahrungen der eigenen Involviertheit in ungleiche Machtverhältnisse Kompetenzen entwickeln, die es ihnen ermöglichen, diese strukturellen Ungleichheiten zu reflektieren und aufzubrechen? Die Autorin der Studie geht dieser Frage nach und beleuchtet die individuellen Lernprozesse der deutschen Freiwilligen während ihres einjährigen Aufenthalts im westafrikanischen Benin. Sie beschreibt sowohl die Motivationen der jungen Menschen, entwicklungspolitisch tätig zu werden, als auch ihre veränderten Einstellungen und ihr Verhalten nach ihrer Rückkehr. Hierzu entwirft sie vorab den Begriff einer nachhaltigkeitsbewussten Handlungskompetenz und fragt schließlich: Können die Freiwilligen an einem "Entwicklungsmodell" mitwirken, welches vom klassischen Entwicklungsparadigma und einem einseitigen ökonomischen Wachstumsdenken Abstand nimmt?

  • weltwärts - sexwärts?!: Gender, Sexualität(en) und Begehren in internationalen Freiwilligendiensten
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    weltwärts - sexwärts?!: Gender, Sexualität(en) und Begehren in internationalen Freiwilligendiensten

    eBook #8

    weltwärts - sexwärts?!: Gender, Sexualität(en) und Begehren in internationalen Freiwilligendiensten

    Aljoscha Sanja Bökle
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    Wie werden Gender, Sexualität(en), Begehren und "race" im Kontext internationaler Freiwilligendienste und besonders im deutschen Freiwilligendienst weltwärts normiert, verhandelt, begrenzt und eingeschlossen? Diesen bislang vernachlässigten Fragen geht Aljoscha* Sanja Bökle in diesem Band nach. Perspektiven der Gender- und Queer Studies leiten die theoretisch fundierte Analyse der Darstellungsstrategien von Sexualitäten, Begehren und Körpern in Narrativen der Freiwilligendienste. Entwicklungskritische, postkoloniale, "race" und Weißseinskritische Theoreme und Intersektionalitätsansätze dienen außerdem als Folie, um der Frage nach rassialisierten Sexualitäten in den Erzählungen der interviewten Freiwilligen nachzugehen. Durchgängig vollzieht Aljoscha* Sanja Bökle, entsprechend den Grundsätzen der Grounded Theory, eine enge Rückbindung theoretischer Lektüren an konkrete weltwärts-Materialien und Gesprächsprotokolle. Einzelne Kapitel widmen sich den Themenfeldern des "verletzlichen" weiblichen* Körpers, eurozentrischen Erzählungen zu Coming-Out und Homophobie, der Verarbeitung von Genderrollen und der Selbstwahrnehmung der Freiwilligen als weiß hinsichtlich der Erlebnisse in den "encounter zones". Nicht zuletzt stellt der Band die Frage, wie deutsche Freiwilligenprogramme auch für nicht hetero-normative Lebensentwürfe geöffnet werden können.

    Wie werden Gender, Sexualität(en), Begehren und "race" im Kontext internationaler Freiwilligendienste und besonders im deutschen Freiwilligendienst weltwärts normiert, verhandelt, begrenzt und eingeschlossen? Diesen bislang vernachlässigten Fragen geht Aljoscha* Sanja Bökle in diesem Band nach. Perspektiven der Gender- und Queer Studies leiten die theoretisch fundierte Analyse der Darstellungsstrategien von Sexualitäten, Begehren und Körpern in Narrativen der Freiwilligendienste. Entwicklungskritische, postkoloniale, "race" und Weißseinskritische Theoreme und Intersektionalitätsansätze dienen außerdem als Folie, um der Frage nach rassialisierten Sexualitäten in den Erzählungen der interviewten Freiwilligen nachzugehen. Durchgängig vollzieht Aljoscha* Sanja Bökle, entsprechend den Grundsätzen der Grounded Theory, eine enge Rückbindung theoretischer Lektüren an konkrete weltwärts-Materialien und Gesprächsprotokolle. Einzelne Kapitel widmen sich den Themenfeldern des "verletzlichen" weiblichen* Körpers, eurozentrischen Erzählungen zu Coming-Out und Homophobie, der Verarbeitung von Genderrollen und der Selbstwahrnehmung der Freiwilligen als weiß hinsichtlich der Erlebnisse in den "encounter zones". Nicht zuletzt stellt der Band die Frage, wie deutsche Freiwilligenprogramme auch für nicht hetero-normative Lebensentwürfe geöffnet werden können.

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