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Ökosystemfunktionen von Flussauen: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 124
Fledermäuse zwischen Kultur und Natur: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 128
Klugheit, Glück, Gerechtigkeit. Ethische Argumentationslinien in der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 107
eBook-Reihen28 Titel

NaBiV Heft

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Über diese Serie

Fischschutz- und Fischabstiegsanlagen an Wasserkraftanlagen sind zentrale Maßnahmen zum Schutz von Fischen vor turbinenbedingten
Schädigungen sowie zur Gewährleistung eines sicheren Fischabstiegs.
Zwar wurde der Kenntnisstand zur Errichtung wirksamer Anlagen in den letzten Jahren kontinuierlich erweitert, das Verhalten der Fische als
wesentliche Grundlage zur Bemessung funktionsfähiger Fischschutz- und Abstiegskonzepte ist bislang allerdings noch wenig erforscht. Das
Wissen über Reaktionen und Verhaltensmuster von Fischen bei bestimmten Strömungsbedingungen und Anlagengestaltungen liefert jedoch wichtige Hinweise zur Konstruktion wirksamer Anlagen.
Vor diesem Hintergrund wurde das Verhalten verschiedener Fischarten an sog. Flachrechen-Bypassrinnen-Systemen untersucht. Im Fokus
dieser gemeinsamen von Biolog*innen und Wasserbauingenieur*innen durchgeführten Laboruntersuchungen stand das Verhalten abwandernder
Fische an Wasserkraftanlagen mit flach zur Sohle geneigtem Rechen mit Bypassrinne.
Der Bericht fasst den bisherigen Kenntnisstand zu Flachrechen-Bypassrinnen- Systemen zusammen und leitet aus den beobachteten Reaktionen
und Verhaltensmustern der detailliert beschriebenen Laborversuche – unter Berücksichtigung der spezifischen hydraulischen Verhältnisse –
erste Empfehlungen für die Anordnung, die Konstruktion und den Betrieb des Systems ab.
SpracheDeutsch
HerausgeberLV Buch
Erscheinungsdatum15. Nov. 2014
Ökosystemfunktionen von Flussauen: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 124
Fledermäuse zwischen Kultur und Natur: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 128
Klugheit, Glück, Gerechtigkeit. Ethische Argumentationslinien in der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 107

Titel in dieser Serie (28)

  • Klugheit, Glück, Gerechtigkeit. Ethische Argumentationslinien in der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 107
    Klugheit, Glück, Gerechtigkeit. Ethische Argumentationslinien in der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 107
    Klugheit, Glück, Gerechtigkeit. Ethische Argumentationslinien in der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 107

    Die starken globalen Veränderungen der vergangenen Jahre – sowohl auf gesellschaftlicher Ebene als auch auf Ebene der Biosphäre und des Klimas – führen dazu, dass sich die Akteure im Naturschutz auch einer ethischen Grundsatzdiskussion neu stellen und ihre Wertesysteme hinterfragen sowie ggf. neu justieren müssen. Es ist etwa zu klären, welches Ideal von Natürlichkeit die Gesellschaft vertreten will, wie mit den Veränderungen im Artengefüge von Schutzgebieten umzugehen ist und welche Verantwortung wir haben, wenn neue Arten hin-zukommen. Auf politischer Ebene stellt sich dabei die Frage nach der Handlungsrelevanz und ob in Zeiten einer knappen Haushaltslage nur das schützenswert ist, was dem Menschen nützlich erscheint. Die vorliegende Publikation geht von einer umfassenden Reflexion über die expliziten und impliziten ethischen Grundannahmen der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) aus und bezieht naturschutzrelevante Kapitel der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) in die Analyse mit ein. Es zeigt sich, dass den im Naturschutz etablierten soziokulturellen, ökonomischen und ökologischen Begründungsmustern ethische Argumente zu Grunde liegen, denen bei bewusster Verwendung ein hohes Potenzial für die erfolgreiche Neugestaltung von Naturschutzarbeit zuzusprechen ist. Die herausgearbeiteten 'guten Gründe' für beide Strategien wurden in einem weiteren Schritt für die naturschutzpolitische Kommunikations-, Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit aufbereitet. 'Gute Gründe' be-deuten hierbei zum einen 'philosophisch stichhaltige', zum anderen aber auch 'strategisch erfolgversprechende' Argumente. Gewählt wurde eine Neuordnung der ethischen Begründungen unter dem Dreiklang "Klugheit, Glück, Gerechtigkeit", die wichtige Impulse für eine Weiterentwicklung ethisch fundierter Naturschutzargumente liefern kann.

  • Ökosystemfunktionen von Flussauen: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 124
    Ökosystemfunktionen von Flussauen: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 124
    Ökosystemfunktionen von Flussauen: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 124

    Auen bieten dem Menschen eine bemerkenswerte Vielfalt von Funktionen und Leistungen. In dieser Veröffentlichung wird der Beitrag von Fluss auen zur Hochwasserretention, zum Rückhalt von Nährstoffen und Treibhausgasen sowie ihre Bedeutung für die biologische Vielfalt erfasst und in Wert gesetzt. Die Untersuchung bezieht sich auf die Auen von 79 Flüssen mit einer Fläche von 15.000 km² und erlaubt eine überregionale Einschätzung, welchen Nutzen Auen für unsere Gesellschaft erbringe

  • Fledermäuse zwischen Kultur und Natur: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 128
    Fledermäuse zwischen Kultur und Natur: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 128
    Fledermäuse zwischen Kultur und Natur: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 128

    Im Jahr der Fledermaus 2011/2012 der UNEP-EUROBATS/CMSKampagne, das unter dem Motto "Zusammen mit Fledermäusen" für den Schutz von Fledermäusen und ihrer Quartiere in Haus, Garten und Nachbarschaft wirbt, fand die 10. Fachtagung der BAG Fledermausschutz im NABU/LBV in Benediktbeuern statt. In zahlreichen Vorträgen und Postern wurden viele verschiedene Aspekte zu Lebensweise, Gefährdung und Schutz der europaweit streng geschützten nachtaktiven Säuger beleuchtet. Themen waren u. a. Gefahren für Fledermäuse durch Windkraftanlagen, neueste Forschungsergebnisse über die Lebensweise verschiedener Arten sowie Möglichkeiten und Perspektiven in der Öffentlichkeitsarbeit. Ein besonderer Akzent wurde im Jahr des Waldes 2011 auf das Thema Wald und Fledermäuse gesetzt. Der Band gibt wichtige Ergebnisse der Veranstaltung wieder und bietet somit einen Einblick in neueste Erkenntnisse zu Fledermäusen sowie der Entwicklung und aktuellen Problem- und Fragestellungen im Fledermausschutz.

  • Schutzgebiete Deutschlands im Klimawandel - Risiken und Handlungsoptionen: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 129
    Schutzgebiete Deutschlands im Klimawandel - Risiken und Handlungsoptionen: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 129
    Schutzgebiete Deutschlands im Klimawandel - Risiken und Handlungsoptionen: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 129

    Die sich gegenseitig verstärkenden Probleme des Verlustes an Biodiversität und der schnelle Klimawandel sind heute allgemein bekannt und anerkannt. Es muss davon ausgegangen werden, dass sich der Klimawandel auf viele Arten und Ökosysteme negativ auswirken wird. Andererseits kann der Schutz von Ökosystemen zur Abpufferung des Klimawandels und seiner Folgen beitragen, etwa durch die Funktion von naturnahen Mooren und Wäldern als Kohlenstoffsenken oder die Wasserrückhaltung in der Landschaft durch Feuchtgebiete. Schutzgebiete können daher neben ihrer zentralen Bedeutung für die Erhaltung der Biodiversität auch eine wichtige Funktion beim Klimaschutz einnehmen. Innerhalb der Europäischen Union wurde das gemeinsame Schutzgebietsnetz Natura 2000 aufgebaut mit dem Ziel, den Fortbestand oder gegebenenfalls die Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustands bestimmter Lebensraumtypen und Arten zu gewährleisten. Eine Risikoabschätzung für die Schutzgüter und Schutzziele in den Schutzgebieten Deutschlands existiert bisher noch nicht, ist aber für die Anpassung des Naturschutzes an den Klimawandel dringend erforderlich. Zur Schließung dieser Lücke soll die hier vorgestellte Studie, an der vier Forschungsinstitutionen beteiligt waren, beitragen. Ziel des Projektes war es zum einen, wissenschaftliche Erkenntnisse zum Einfluss des Klimawandels auf die Schutzgebiete und ihre Schutzgüter zu generieren, und zum anderen, Handlungsempfehlungen für Entscheidungsträger aller Ebenen von einzelnen Schutzgebieten bis hin zur Politik zu entwickeln. Mit den vorliegenden Ergebnissen sollen den Akteuren im Naturschutz wertvolle Informationen an die Hand gegeben werden, um konkrete Handlungsoptionen für eine Anpassung des Managements von Schutz gebieten an den Klimawandel entwickeln und auf ihre Anwendbarkeit hin analysieren zu können.

  • Gerechtigkeitsfragen im Naturschutz: Was sie bedeuten und warum sie wichtig sind - Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 130
    Gerechtigkeitsfragen im Naturschutz: Was sie bedeuten und warum sie wichtig sind - Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 130
    Gerechtigkeitsfragen im Naturschutz: Was sie bedeuten und warum sie wichtig sind - Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 130

    Die vorliegende Studie will der Naturschutzkommunikation neue bzw. zusätzliche Wege erschließen, die über die bisher dominierenden Nutzenaspekte hinausgehen. Bislang werden Naturschutzanliegen aus strategischen Gründen überwiegend als Frage der Klugheit kommuniziert: Naturschutz erscheint nicht als Akt der Rücksichtnahme auf Bedürfnisse anderer Menschen (oder gar nicht-menschlicher Lebewesen), sondern als Frage des (zunehmend ökonomisch gefassten) Eigeninteresses. Letztlich, so die Kernbotschaft, sei es in "unser aller" Interesse, den Reichtum der Natur zu bewahren und ihn mit größerer Sorgfalt zu bewirtschaften. Eine auf Klugheitserwägungen beschränkte Kommunikation widmet aber möglichen Interessenkonflikten zu wenig Aufmerksamkeit. Mit der Abwägung unterschiedlicher Interessen verbundene Gerechtigkeitsfragen können so nicht hinreichend in den Blick geraten. Moralische Empörung und der notwendige Ausgleich von Interessen, die in Naturschutzkonflikten sowie bei komplexen Entscheidungsprozessen stets auch eine wichtige Rolle spielen, können dadurch nicht in angemessenem Umfang Gegenstand der Kommunikation werden. Diese Anliegen greift die vorliegende Studie auf. Im Anschluss an die Publikation "Klugheit, Glück, Gerechtigkeit – Ethische Argumentationslinien in der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt" (in der BfN-Schriftenreihe Naturschutz und Biologische Vielfalt, Heft 107) erläutert sie, was mit der Kategorie Gerechtigkeit gemeint ist und wie sie für Argumentationen im Naturschutz erschlossen werden kann. Sie unterscheidet Fragen der Verteilungsgerechtigkeit, der Verfahrensgerechtigkeit und der ausgleichenden Gerechtigkeit sowie Zukunftsgerechtigkeit, Soziale Gerechtigkeit, Globale Gerechtigkeit und Ökologische Gerechtigkeit. Konkrete, aktuelle Beispiele illustrieren, wie Gerechtigkeitsfragen thematisiert werden können: die Europäische Agrarpolitik, der geplante Nationalpark Nordschwarzwald und das Naturerleben.

  • Natura 2000 im Wald: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 131
    Natura 2000 im Wald: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 131
    Natura 2000 im Wald: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 131

    Mitteleuropa wäre natürlicherweise fast vollständig von Wald bedeckt. Heute ist etwa ein Drittel der Fläche Deutschlands Wald. Wälder spielen daher mit ihren Arten und Lebensräumen eine besondere Rolle im Naturschutz – besonders auch in der Umsetzung der Fauna-Flora-Habitat- Richtlinie der EU (FFH) mit dem Ziel, ein kohärentes Netz europäischer Schutzgebiete mit dem Namen "Natura 2000" zu schaffen. Auf der anderen Seite wird nahezu die gesamte Waldfl äche in Deutschland forstwirtschaftlich genutzt und unterliegt zudem noch weiteren, vielfältigen Nutzungsansprüchen. Um die Ziele von Natura 2000 in Deutschland zu erreichen, müssen Wege gefunden werden, wie die einzelnen, nach FFH-Richtlinie zu schützenden Lebensraumtypen und deren Arten im Wald – in der Regel unter Beibehaltung einer angepassten forstwirtschaftlichen Nutzung – erhalten werden können. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat im internationalen Jahr der Wälder im September 2011 in Kooperation mit der Alfred-Töpfer-Akademie für Naturschutz (NNA) in Schneverdingen eine Experten-Tagung veranstaltet, um die besonderen Rahmenbedingungen, Herausforderungen und Lösungsvorschläge für den Schutz und die FFHverträgliche Nutzung von Wald-Lebensraumtypen und die Erhaltung ihrer geschützten Arten zu diskutieren. In diesem Tagungsband sind die Beiträge der Tagung zu besonders schützenswerten Wald-Lebensräumen, ihren Strukturen, Habitaten und Arten, zu deren Erhaltungszustand, zu historischen Nutzungsformen und zu FFH-relevanten Aspekten des Klimawandels und Ökosystemleistungen dokumentiert. Darauf aufbauend werden Konfl ikte und Synergien zwischen Forstwirtschaft und Naturschutz, die neue, auf Natura 2000 abgestimmte Bundeswaldinventur, moderne Nutzungs- und Schutzkonzepte sowie das Monitoring von Wald-Lebensräumen vorgestellt. Nicht zuletzt werden Handlungserfordernisse aufgezeigt, um die biologische Vielfalt unserer heimischen Wälder zu erhalten und das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000 im Wald umzusetzen.

  • Indikatoren zur biologischen Vielfalt: Entwicklung und Bilanzierung - Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 132
    Indikatoren zur biologischen Vielfalt: Entwicklung und Bilanzierung - Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 132
    Indikatoren zur biologischen Vielfalt: Entwicklung und Bilanzierung - Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 132

    In vielen Bereichen des Umwelt- und Naturschutzes haben sich Indikatorensysteme als effiziente Instrumente für die Berichterstattung bewährt. Ein solches Indikatorenset für den Aufgabenbereich des Naturschutzes ist auch Bestandteil der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS). Dabei sollen Indikatoren die Frage beantworten, inwieweit im Zuge der Umsetzung der NBS geeignete Maßnahmen ergriffen und Ziele der Strategie erreicht wurden. Die Indikatoren fassen Aussagen über den Zustand der biologischen Vielfalt, über Belastungen sowie über Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt zusammen und machen Trends auf Bundesebene erkennbar. Sie dienen der Politikberatung und Information der interes sierten Öffentlichkeit. Im Ergebnis sollen Erfolge und Handlungsbedarf für die Gestaltung der Naturschutzpolitik deutlich werden. Die Ausarbeitung und Bilanzierung der Indikatoren der NBS war Gegenstand zweier Forschungs- und entwicklungsvorhaben, die im Auftrag des BfN in den Jahren 2007 bis 2011 durchgeführt wurden. In der vorliegenden Publikation werden die derzeit 19 Indikatoren ausführlich dargestellt. Außerdem werden Vorschläge unterbreitet, welche Indikatoren das Set künftig ergänzen könnten.

  • Wisente im Rothaargebirge: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 133
    Wisente im Rothaargebirge: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 133
    Wisente im Rothaargebirge: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 133

    In der mitteleuropäischen Naturlandschaft war ursprünglich eine Vielzahl von großen Pflanzenfressern heimisch. Diese haben für die Entwicklung und Dynamik der natürlichen Ökosysteme eine wichtige, wenngleich auch aus heutiger Sicht nicht exakt quantifizierbare Rolle gespielt. Im Zuge der Umwandlung der Naturlandschaften in Kulturlandschaften und mit zunehmender menschlicher Besiedlung wurden insbesondere große Arten, wie der Auerochse, ausgerottet oder überlebten nur in Gefangenschaft, wie der Wisent. Nur über die Zucht in Zoos und Wildgehegen gelang es, den Wisent zu erhalten. Seit den 1950er Jahren erfolgten umfangreiche Wiederansiedelungen, die sich bislang jedoch auf Ost europa beschränken. Ziel des in diesem Band dokumentierten, in 2005 begonnenen E+E-Vorhabens war es, die Voraussetzungen und Möglichkeiten einer Freisetzung in Deutschland (Rothaargebirge im Süden Nordrhein-Westfalens) zu prüfen und zu erproben. Damit sollte nicht nur ein Beitrag zum Schutz dieser gefährdeten Art geleistet, sondern insbesondere auch untersucht werden, wie sich der Wisent in die heutigen kulturgeprägten Ökosysteme einfügt und welche Rolle er darin spielen kann. Zugleich galt es zu klären, ob eine Koexistenz mit den im Rothaargebirge lebenden bzw. sich dort erholenden Menschen möglich ist und welche Vorkehrungen dafür getroffen werden müssen. Ein weiteres Ziel war die Klärung der Frage, inwieweit das Vorhaben auch einen Beitrag für die Entwicklung des Natur tourismus in der Region leisten kann.

  • Wirtschaftliche Effekte des Tourismus in Biosphärenreservaten Deutschlands: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 134
    Wirtschaftliche Effekte des Tourismus in Biosphärenreservaten Deutschlands: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 134
    Wirtschaftliche Effekte des Tourismus in Biosphärenreservaten Deutschlands: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 134

    Biosphärenreservate sind internationale, von der UNESCO anerkannte Schutzgebiete. Sie verfolgen das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung und dienen gleichzeitig als Modellregionen für neue Methoden und Wirtschaftsweisen. Eine nachhaltige touristische Entwicklung, die den Schutz der Ressourcen mit einer wirtschaftlichen Entwicklung unter Einbeziehung der Bevölkerung vor Ort anstrebt, stellt eine Möglichkeit zur Erfüllung der Ziele und Funktionen dar. Quantifizierbare Daten zur wirtschaftlichen Bedeutung des Naturtourismus in Biosphärenreservaten sowie zu Besucherstruktur und Nachfrage sind entscheidende Grundlagen für eine langfristige Inwertsetzung der Gebiete. Der vorliegende Band versucht daher zunächst anhand von sechs Fallbeispielen, den Stellenwert des Tourismus in deutschen Biosphärenreservaten für die jeweilige regionale Wirtschaft zu bestimmen. Mittels einer Hochrechnung wird abgeschätzt, wie sich die Situation für Bio sphärenreservate deutschlandweit darstellt. Die Resultate machen deutlich, dass der mit Biosphärenreservaten verbundene Tourismus durchaus einen beachtlichen wirtschaftlichen Beitrag für die Regionalwirtschaft leistet. Biosphärenreservate in Deutschland besitzen also reelle Chancen, langfristig zu erfolgreichen Destinationen im deutschen Tourismusmarkt zu werden. Zum anderen bieten die Resultate der vorliegenden Studie eine wichtige Grundlage, um eine höhere Akzeptanz und die Entwicklung von Strategien für eine nachhaltige Entwicklung in den deutschen Biosphärenreservaten zu erreichen.

  • Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) 2013 und Erreichung der Biodiversitäts- und Umweltziele: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 135
    Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) 2013 und Erreichung der Biodiversitäts- und Umweltziele: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 135
    Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) 2013 und Erreichung der Biodiversitäts- und Umweltziele: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 135

    Der Schutz und die Erhaltung der biologischen Vielfalt sind eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die landwirtschaftliche Nutzfläche nimmt rund die Hälfte der Fläche Deutschlands und der Europäischen Union ein. Wie diese bewirtschaftet wird, hat entscheidenden Einfluss auf die Biodiversität der Agrarlandschaft. Daher sind die Agrarpolitik und die Agrarförderung wichtige Faktoren für die Erreichung der Biodiversitäts- und Umweltziele insgesamt. Der aktuelle Reformprozess der EU-Agrarpolitik der Jahre 2010–2013 hat zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der Frage geführt, wie die landwirtschaftliche Nutzung so gesteuert werden kann, dass der Verlust der biologischen Vielfalt gestoppt und umgekehrt werden kann. Dazu wurde vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) ein Vorhaben initiiert, das eingehend die bisherige Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union analysiert und mögliche Politikoptionen für die künftige Ausgestaltung untersucht. Ein weiteres Vorhaben wurde zur Thematik der Ökologischen Vorrangflächen in der künftigen GAP durchgeführt.

  • Nationalparkmanagement in Deutschland: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 136
    Nationalparkmanagement in Deutschland: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 136
    Nationalparkmanagement in Deutschland: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 136

    Nationalparke spiegeln das Naturerbe eines Landes in besonderem Maße wider und stehen deshalb im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Die deutschen Nationalparke berichten über ihre Naturschätze und ihre vielfältigen Aktivitäten im Rahmen von eigenen Schriftenreihen, Jahresberichten, Broschüren und über das Internet; übergreifende Zusammenstellungen der deutschen Nationalparkarbeit finden sich hingegen selten. Dieses war Anlass für das Bundesamt für Naturschutz (BfN), im Jahre 2011 eine weitere Tagung zu Good Practice-Beispielen des deutschen Nationalparkmanagements in der Internationalen Naturschutzakademie auf der Insel Vilm durchzuführen. Ziel war es, moderne und gute Managementbeispiele vorzustellen und einen Meinungsaustausch zwischen den Nationalparkverwaltungen dazu herzustellen. Dabei sollten die Beiträge ein breites und aktuelles Spektrum der vielfältigen Aufgaben von Nationalparkverwaltungen abbilden und geeignet sein, von anderen Nationalparken ggf. aufgegriffen zu werden. Schwerpunkte der Tagung bildeten das Arten- und Schalenwildmanagement, Aspekte der Nationalparkentwicklung inkl. deren Erfassung und Darstellung sowie übergeordnete Fragestellungen. Die Zusammenstellung der Beiträge in diesem Band dient auch als fachlicher Beitrag zum sog. Schutzgebietsprogramm gemäß den Beschlüssen der 7. Vertragsstaatenkonferenz des "Übereinkommens über die biologische Vielfalt" (CBD) im Jahre 2004.

  • Erprobung integrativer Handlungsempfehlungen zum Erhalt einer artenreichen Agrarlandschaft unter besonderer Berücksichtigung der Vögel: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 138
    Erprobung integrativer Handlungsempfehlungen zum Erhalt einer artenreichen Agrarlandschaft unter besonderer Berücksichtigung der Vögel: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 138
    Erprobung integrativer Handlungsempfehlungen zum Erhalt einer artenreichen Agrarlandschaft unter besonderer Berücksichtigung der Vögel: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 138

    In den letzten Jahren hat der Nutzungsdruck auf landwirtschaftliche Flächen in allen Regionen Deutschlands stark zugenommen, begleitet von einem starken Anstieg des Maisanbaus für Biogas und einem fast gänzlichen Rückgang der Stilllegungsflächen. Vor diesem Hintergrund wird die Berücksichtigung naturschutzfachlicher Belange auch beim Anbau von Energiepflanzen immer stärker gefordert. Als Indikatoren für die nachhaltige landwirtschaftliche Nutzung dienen die Feldvögel, denn insbesondere der Bestandsrückgang der Bodenbrüter ist alarmierend. Anhand von Anbauversuchen wurden in zwei unterschiedlich strukturierten Landkreisen in Norddeutschland die Auswirkungen des Maisanbaus auf das Brutgeschehen von Bodenbrütern untersucht. In Zusammenarbeit mit Landwirten wurden alternative Kulturen wie Mischungen aus Getreide und Leguminosen, Sonnenblumen sowie ein- und mehrjährige Blühpflanzen, die alle auch zur Energieerzeugung genutzt werden können, über mehrere Jahre angebaut. Diese Kulturen wurden ebenso wie Maisflächen hinsichtlich ihrer Eignung als Brutlebensraum für Feldvögel untersucht, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Ermittlung des Bruterfolgs lag. Die Ergebnisse zur Revierdichte und zum Brutverlauf der Feldvögel bilden in Zusammenhang mit verschiedenen Habitatparametern die Grundlage für die Bewertung der untersuchten Kulturen. Die Daten wurden für die statistische Analyse aufbereitet und im Vergleich zu den häufigen Kulturen in der "Normallandschaft" ausgewertet. Anhand von Simulationsmodellen werden Prognosen zur Bestandsentwicklung der Feldvögel auf Ackerstandorten bei verschiedenen Nutzungsszenarien auf Landkreisebene vorgenommen. Modelle dieser Art, die über die bisherigen Analyseverfahren mit Daten zur Revierdichte hinausgehen und vor allem Daten zum Bruterfolg der Feldvögel berücksichtigen, sind für den Erhalt der Biodiversi tät in der Agrarlandschaft von größter Wichtigkeit.

  • Natura 2000 und Management in Moorgebieten: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 140
    Natura 2000 und Management in Moorgebieten: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 140
    Natura 2000 und Management in Moorgebieten: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 140

    Moorlebensräume und darauf spezialisierte Arten sind größtenteils stark gefährdet und unterliegen u. a. dem Schutz der FFH-Richtlinie. In den letzten Jahren spielt beim Moorschutz und der Wiedervernässung von Mooren neben dem Biodiversitätsschutz verstärkt auch der Aspekt des Klimaschutzes eine Rolle. Die Wiedervernässung und Revitalisierung von Mooren wirkt sich auch auf FFH-Lebensräume und -Arten sowie auf Arten der Vogelschutz-Richtlinie aus, deren Zustand sich dadurch verbessern oder verschlechtern kann. Letzteres kann zu Konflikten mit den Naturschutz-Richtlinien der EU führen. Im Rahmen des Workshops wurde ein Überblick darüber gewonnen, welche Zielkonflikte konkret zwischen EU-RL und Moorrevitalisierungsvorhaben auftreten, welche Erfahrungen bisher in diesem Zusammenhang mit der Handhabung der FFH-Verträglichkeitsprüfung vorliegen, welche Handlungsspielräume und welcher Handlungsbedarf aufgrund der Richtlinien bestehen (Erhaltungszustand, Verschlechterungsverbot, Entwicklungsziele). Der vorliegende Band gibt die Beiträge eines gleichnamigen Workshops an der BfN-Naturschutzakademie auf der Insel Vilm im November 2013 wieder. Die Beiträge stellen für die mit Moorrenaturierungsprojekten befassten Praktiker in Planungsbüros, Verbänden, Behörden und anderen Institutionen wertvolle Informationen dar, um ggf. auftretende Zielkonflikte schon zu Beginn der Planung einer Wiedervernässungsmaßnahme zu erkennen und frühzeitig geeignete Lösungen zu entwickeln.

  • Naturschutz- und Jagdrecht nach der Förderalismusreform: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 143
    Naturschutz- und Jagdrecht nach der Förderalismusreform: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 143
    Naturschutz- und Jagdrecht nach der Förderalismusreform: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 143

    Mit Inkrafttreten der im Jahr 2006 erfolgten Föderalismusreform hat der Bund im Bereich des Naturschutzes und der Landschaftspflege sowie des Jagdwesens eine über die bisherige Rahmenkompetenz hinausgehende konkurrierende Gesetzgebungskompetenz erhalten, die durchgängig auch ins Einzelne gehende und unmittelbar geltende Regelungen erlaubt. Im Gegenzug steht den Ländern das Recht zu, hiervon abweichende landesrechtliche Regelungen zu treffen, wobei dies im Artenschutz ausge schlossen und im Jagdwesen dagegen fast unbeschränkt möglich ist. Die Abgrenzung der beiden Kompetenzmaterien wirft insoweit verfassungsrechtliche Fragen auf, die insbesondere bei Regelungskonflikten und -überschneidungen zu klären sind. Des Weiteren müssen sowohl der Bund als auch die Länder bei ihrer Naturschutzund Jagdgesetzgebung neben der verfassungsrechtlichen Kompetenzordnung auch den internationalen und europäischen Anforderungen Rechnung tragen. Dies gilt insbesondere für die umfangreichen und anspruchsvollen völkerrechtlichen Abkommen sowie die europarechtlichen Vorschriften zum Artenschutz. Darüber hinaus sind das einfachgesetzliche Verhältnis von Jagd- und Naturschutzrecht sowie die dort normierten Unberührtheits- und Vorrangklauseln zu erörtern. Der vorliegende Band leistet zur Klärung dieser Rechtsfragen einen wichtigen Beitrag. Er erörtert die Grenzen, die dem deutschen Jagdrecht aufgrund des internationalen, europäischen und nationalen Naturschutzrechts erwachsen, beurteilt die Integration von Naturschutzbelangen in das Jagdrecht aus rechtlicher Sicht und arbeitet hieraus resultierende Anpassungserfordernisse heraus.

  • Lebensraumverbund und Siedlungsentwicklung in Deutschland: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 144
    Lebensraumverbund und Siedlungsentwicklung in Deutschland: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 144
    Lebensraumverbund und Siedlungsentwicklung in Deutschland: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 144

    Die Flächeninanspruchnahme durch Bebauung ist nach den Wirkungen von Land-, Forst- und Wasserwirtschaft eine der wesentlichen Gefährdungsursachen für die Biologische Vielfalt. Neben dem generell hohen Flächenverbrauch ist die Lage wachsender Siedlungsflächen ein kritischer und für den Erhalt von Verbundbeziehungen wichtiger Aspekt. Häufig knüpfen neu bebaute Flächen an bestehende Siedlungs- und Verkehrsflächen an, verbinden diese oder erzeugen Siedlungsbänder. Infolge von Flächeninanspruchnahmen wurden in Deutschland in der Vergangenheit wichtige Lebensraumverbindungen im Lebensraumverbund durch Siedlungserweiterungen irreversibel unterbrochen. Im vorliegenden Band werden die Methoden und Ergebnisse einer bundesweiten Analyse zu möglichen Zerschneidungen wichtiger Zusammenhänge in den Lebensraumnetzen durch Siedlungsraumentwicklung beschrieben und dargestellt. Besonderes Augenmerk liegt auf "Engstellen" oder räumlichen "Flaschenhälsen" im überregionalen Lebens-raumverbund. Die Ergebnisse sind als GIS-Shapes und Karten so aufbereitet, dass sie für bundesrelevante Planungen genutzt und mit weiteren naturschutz-und infrastrukturrelevanten Daten kombiniert werden können. Mit der näheren Betrachtung ausgewählter Engstellen-Gebiete, die auf Basis der bundesweiten Analyse gemeinsam mit dem BfN ausgewählt wurden, werden die Ergebnisse veranschaulicht. Der Band schließt mit Planungsempfehlungen, in denen erläutert wird, wie die Ergebnisse in der Landschafts- und Raumplanung (z. B. im Rahmen der Regionalplanung) in den Ländern, Regionen und Kommunen Verwendung finden können.

  • Wälder mit natürlicher Entwicklung in Deutschland: Bilanzierung und Bewertung: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 145
    Wälder mit natürlicher Entwicklung in Deutschland: Bilanzierung und Bewertung: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 145
    Wälder mit natürlicher Entwicklung in Deutschland: Bilanzierung und Bewertung: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 145

    Wälder mit natürlicher Entwicklung spielen für den Schutz der biologischen Vielfalt eine zentrale Rolle. Über ihren Flächenumfang, ihre räumliche Verteilung und ihre Flächengröße wurden in den letzten Jahren intensive, nicht selten auch kontroverse Diskussionen geführt. Den Anlass hierfür gaben die konkreten Flächenziele der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt: Im Jahr 2020 soll der Flächenanteil der Wälder mit natürlicher Waldentwicklung 5 % der deutschen Waldfläche und 10 % der Fläche öffentlicher Wälder betragen. Neben diesen quantitativen Zielen wird ein funktionsfähiges ökologisches Netzwerk, bestehend aus dauerhaft gesicherten Lebensräumen in einer naturraumtypischen Ausprägung angestrebt. Im Laufe des Diskussionsprozesses wurde deutlich, dass zunächst eine belastbare Bilanz und Bewertung des vorhandenen Bestandes an Wäldern mit natürlicher Entwicklung erforderlich ist. Vor diesem Hintergrund wurden in dem hier vorgestellten Forschungsvorhaben Mindestanforderungen für Wälder mit natürlicher Entwicklung definiert, eine Bilanz des verbindlich gesicherten Flächenbestandes erstellt und dieser naturschutzfachlich und ökonomisch bewertet. Stärken und Schwächen des bestehenden Schutzgebietssystems wurden herausgearbeitet und dessen Kosten abgeschätzt. Abschließend werden Optionen für die Ausgestaltung des weiteren Entwicklungsprozesses aufgezeigt. Hier werden insbesondere eine stärker systematische Vorgehensweise sowie der Abgleich mit anderen naturschutzfachlichen und forstwirtschaftlichen Zielen empfohlen.

  • Grenzüberschreitender Biotopverbund: Handlungsansätze und Herausforderungen für Planung und Naturschutzpraxis - Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 146
    Grenzüberschreitender Biotopverbund: Handlungsansätze und Herausforderungen für Planung und Naturschutzpraxis - Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 146
    Grenzüberschreitender Biotopverbund: Handlungsansätze und Herausforderungen für Planung und Naturschutzpraxis - Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 146

    Das Bundesnaturschutzgesetz sieht die Errichtung eines länderübergreifenden Biotopverbundes vor. Seine Etablierung erfordert gut funktionierende Abstimmungsprozesse. In der Praxis stellt ihre Realisierung immer noch eine Herausforderung dar. Unterschiedliche politische Prioritäten, gesetzliche Unterschiede, sprachliche und verwaltungstechnische Grenzen, aber zum Teil auch fehlende persönliche Netzwerke der potenziellen Akteurinnen und Akteure erschweren die Umsetzung solcher Projekte. Auch unterscheiden sich die Instrumente der Landesplanung und des Naturschutzes sowie die Umsetzungspraxis in den einzelnen Mitgliedsstaaten der EU zum Teil erheblich. Vor diesem Hintergrund wurde auf Initiative des NABU-Landesverbandes Nordrhein- Westfalen ein Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben (E+E) an der nordrheinwestfälisch-niederländischen Grenze umgesetzt. Ziel des vom Bundesamt für Naturschutz maßgeblich geförderten Vorhabens war es, in vier Teilprojekten entlang der Grenze geeignete Strukturen in der Landschaft zu schaffen bzw. zu entwickeln, die zu einem grenzüber schreitenden Biotopverbund mit den Niederlanden beitragen. Die praktische Umsetzung dieses E+E-Vorhabens wurde von zwei Arbeitsgruppen der Universität Münster wissenschaftlich begleitet. Neben der naturschutzfachlichen Bewertung der Zielerreichung der umgesetzten Maßnahmen lag ein besonderer Fokus der wissenschaftlichen Begleitung dabei auf der Dokumentation und Evaluation der Rahmenbedingungen, die die Umsetzung dieser Maßnahmen befördert bzw. behindert haben. Ziel war es, die besonderen Bedingungen und Herausforderungen solcher grenzüberschreitenden Biotopverbundvorhaben für Planung und Praxis herauszuarbeiten und geeignete, übertragbare Schlussfolgerungen zu ziehen. Die Ergebnisse dieses Vorhabens, werden in diesem Band vorgestellt.

  • Handlungserfordernisse in der Folge des FFH-Berichtes 2013: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 149
    Handlungserfordernisse in der Folge des FFH-Berichtes 2013: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 149
    Handlungserfordernisse in der Folge des FFH-Berichtes 2013: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 149

    Im Jahr 2013 wurde der dritte Nationale FFH-Bericht gemäß Art. 17 der Richtlinie 92/43/EWG (FFH-RL) für die Berichtsperiode 2007 – 2012 an die EU-Kommission übermittelt. Damit gibt es nach dem Bericht 2007 zum zweiten Mal einen umfassenden Bericht zur Bewertung des Erhaltungszustands (EHZ) für alle in Deutschland vorkommenden Lebensraumtypen (LRT) und Arten der FFH-RL, sodass nun ein Vergleich des Gesamterhaltungszustandes aller LRT und Arten möglich ist. Die Analyse der Entwicklungstrends verdeutlicht die Handlungsnotwendigkeiten in besonderem Maße. Ziel des Workshops war es daher, einerseits einen kritischen Blick auf die für die Datenaggregation und die EHZ-Bewertung von LRT und Arten verwendeten Methoden zu werfen und Möglichkeiten für methodische Verbesserungen und Weiterentwicklungen zu erörtern und mit der EU- Kommission zu diskutieren. Andererseits sollten Handlungsmöglichkeiten und -prioritäten für die Verbesserung des EHZ von LRT und Arten in den biogeografischen Regionen angesichts zahlreicher schlechter Bewertungen im Jahr 2013 diskutiert und anhand konkreter Projekte verdeutlicht werden. Der Band enthält neben der Analyse der vergangenen Berichtsperiode Hinweise zur Weiterentwicklung des Berichtsverfahrens aus Sicht der EU-Kommission sowie eine Einschätzung der Ergebnisse aus Sicht eines Naturschutzverbandes und des BfN. Handlungskonzepte bzw. Beispiele strategischer Prioritätensetzung werden aus den Ländern Baden-Würt- temberg, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz vorgestellt und durch weitere Projekte z. B. aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt ergänzt. Synergieeffekte mit der Wasserrahmenrichtlinie und der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie werden aufgezeigt.

  • Ethohydraulische Untersuchungen zur Verbesserung des Fischschutzes an Wasserkraftanlagen: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 151
    Ethohydraulische Untersuchungen zur Verbesserung des Fischschutzes an Wasserkraftanlagen: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 151
    Ethohydraulische Untersuchungen zur Verbesserung des Fischschutzes an Wasserkraftanlagen: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 151

    Im vorliegenden Bericht werden der bisherige Kenntnisstand zu Fischschutz- und -abstiegsanlagen, der gewählte Forschungsansatz und die durchgeführten Labor- und Feldversuche sowie die daraus gewonnenen Erkenntnisse und Ergebnisse beschrieben. Aus den beobachteten Reaktionen und Verhaltensmustern der Fische werden unter Berücksichtigung der spezifischen hydraulischen Verhältnisse praxisrelevante Regeln und Grenzwerte für die Anordnung, die Konstruktion und den Betrieb nachhaltig wirksamer Abwanderkorridore abgeleitet.

  • Management of Natura 2000 sites on military training areas: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 152
    Management of Natura 2000 sites on military training areas: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 152
    Management of Natura 2000 sites on military training areas: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 152

    There is a special importance of military training areas (MTAs) for the protection and maintenance of our biodiversity in Europe. MTAs host a number of specific habitat types and species protected by the Habitats Directive, especially habitats of the open landscape, which developed through and rely on an extensive (often historical) agricultural use, a disturbance regime (of the military training) and /or specific conservation measures. Many important habitats of EU community relevance, especially those requiring oligotrophic to mesotrophic conditions, have some of their best and largest representation on military areas and thus have been integrated into the Natura 2000 network of protected areas. Most of these habitat types and species have an unfavourable conservation status at the biogeographical level. Actively used, as well as decommissioned, MTAs play an important role in maintaining or improving the conservation status of several of these habitat types and species. This volume presents the proceedings of the workshop "Management of Natura 2000 sites in Military Training Areas", which was held by the German Federal Agency for Nature Conservation from 28 September to 1 October 2015 at the International Academy for Nature Conservation at the Isle of Vilm (Germany). The workshop discussed the specific conditions for the management of open landscapes on active and former military training areas (Natura 2000 sites). Experts from several EU Member States presented and discussed management measures to maintain or to restore habitat types and habitats of species on MTAs, problems during management and solutions to overcome these, best practice examples of Natura 2000 management on MTAs and the handling of unexploded ordnance devices (UXO) in order to allow or facilitate the necessary nature management.

  • Halboffene Verbundkorridore: Ökologische Funktion, Leitbilder und Praxis-Leitfaden: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 154
    Halboffene Verbundkorridore: Ökologische Funktion, Leitbilder und Praxis-Leitfaden: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 154
    Halboffene Verbundkorridore: Ökologische Funktion, Leitbilder und Praxis-Leitfaden: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 154

    Eine fortschreitende Fragmentierung der Kulturlandschaft in Mitteleuropa führte und führt zu einer zunehmenden Isolation der verbleibenden Lebensräume für heimische Tier- und Pflanzenarten. Ein reduzierter oder auch vollständig ausbleibender Genfluss zwischen Populationen fragmentierter Habitate begünstigt wiederum eine erhöhte Aussterbewahrscheinlichkeit, besonders von stenotopen bzw. stenöken sowie ausbreitungsschwachen Arten. Eine großräumige Vernetzung von Lebensräumen durch geeignete Ausbreitungswege oder "Korridore" ist somit eine entscheidende Voraussetzung für den langfristigen Erhalt und Schutz von Biodiversität. Doch besonders in Landschaften, in denen sich Offenland- und Waldlebensräume verzahnen, kommt es häufig zu Konflikten bei der "Biotopvernetzung", da Korridore, welche auf die Vernetzung eines bestimmten Lebensraumtyps zielen, häufig zugleich eine Fragmentierung des anderen Lebensraumtyps bewirken. Seit einiger Zeit werden "halb offene Lebensräume", welche ein Mosaik aus offenland- und gehölzgeprägten Strukturen besitzen, als Lösungsansatz für einen effektiveren Ausbreitungskorridor für Offenland- und Waldarten diskutiert. In dem vorliegenden Band zum Forschungs- und Entwicklungsvorhaben (F+E) "Ökologische Funktion von halboffenen Verbundkorridoren" wurden, mit Förderung des Bundesamtes für Naturschutz, das Potenzial und die Perspektiven von halboffenen Lebensräumen als Ausbreitungskorridore untersucht und dokumentiert. Die Ergebnisse zeigen, dass "halb offene Korridore" für Offenland- und Waldarten gleichermaßen als Korridor oder "stepping stone" dienen und somit wirksam zu einer Vernetzung verschiedener Lebensraumtypen in Kulturlandschaften beitragen können. Die Ergebnisse des Projektes wurden für den vorliegenden Band zudem im Hinblick auf ihre Anwendbarkeit und Umsetzung in der Naturschutzpraxis aufbereitet.

  • Naturparkmanagement in Deutschland - Qualitätsoffensive Naturparke: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 155
    Naturparkmanagement in Deutschland - Qualitätsoffensive Naturparke: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 155
    Naturparkmanagement in Deutschland - Qualitätsoffensive Naturparke: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 155

    Die 103 Naturparke in Deutschland verbinden den Schutz und die Nutzung von Natur und Landschaft miteinander. Auf fast 28 % der Landesfläche sind die Naturparke in den zentralen Aufgaben- und Handlungsfeldern Naturschutz und Landschaftspflege, nachhaltige Regionalentwicklung, Erholung und möglichst nachhaltigem Tourismus sowie der Bildung für nachhaltige Entwicklung und Kommunikation aktiv. Aus diesem umfangreichen Aufgabenspektrum stellt der vorliegende Band sowohl mehrere Praxisbeispiele aus den einzelnen Naturparken als auch ausgewählte Ergebnisse von Forschungs- und Entwicklungs- sowie Verbändeförderungsvorhaben und Auftragsvergaben, die vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) gefördert wurden, vor. Ein größerer Teil der Beiträge resultiert dabei aus einer vom BfN durchgeführten Tagung zu ausgewählten "Beispielen der Naturparkarbeit und der Qualitätsoffensive Naturparke", die der Intensivierung des Erfahrungsaustausches unter den für das Naturparkmanagement zuständigen Akteuren diente. Die Publikation soll zum einen wertvolle Anregungen und Tipps für die weitere Arbeit der Naturparkverwaltungen geben und zum anderen der interessierten (Fach-)Öffentlichkeit einen breiteren Einblick in die mit dem Management von Naturparken im Zusammenhang stehenden Aufgaben- und Handlungsfelder und die damit verknüpften Herausforderungen ermöglichen.

  • Vogelschutzbericht 2013: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 157
    Vogelschutzbericht 2013: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 157
    Vogelschutzbericht 2013: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 157

    Seit der Einführung der Vogelschutzrichtlinie im Jahr 1979 stehen alle heimischen wildlebenden Vogelarten auf dem Gebiet der Europäischen Union unter Schutz. Um Fortschritte und Erfolge, aber auch Defizite bei der Umsetzung der Vogelschutzrichtlinie feststellen zu können, wurden die Vorgaben für die Berichtspflicht nach Art. 12 der Vogelschutzrichtlinie im Jahr 2011 von der Europäischen Kommission überarbeitet. Erstmals waren daher mit dem Bericht 2013 nach Art. 12 der Vogelschutzrichtlinie Informationen zum Netz der Europäischen Vogelschutzgebiete und Daten zur Bestandssituation der Vogelwelt abzugeben. Für die Vogelarten, die Anlass zur Ausweisung Europäischer Vogelschutzgebiete waren – sogenannte Triggerarten –, wurden zusätzlich Gefährdungen und Erhaltungsmaßnahmen berichtet. In diesem Buch wird das Vorgehen bei der Berichterstellung dargestellt und die Methoden zur Aufbereitung der Berichtsdaten werden dokumentiert. Die zentrale Rolle der vorwiegend ehrenamtlich erhobenen Monitoringdaten wird herausgearbeitet. Der Band enthält darüber hinaus ausgewählte Analysen des nationalen Vogelschutzberichts und des EU-Gemeinschaftsberichts. Übersichtstabellen dokumentieren – in dieser Form erstmalig – die umfassenden Informationen zu den Vogelarten in Deutschland: • Listen zum Vorkommensstatus von Brut- und Rastvögeln • Bestandsgrößen heimischer Brutvogelarten und überwinternder Wasservögel • Bestandstrends von Brutvögeln über 12 und 25 Jahre für Deutschland und die Bundesländer • Bestandstrends überwinternder Wasservögel über 12 und 25 Jahre • Aktuelle Größe und Trends der Verbreitungsgebiete der Brutvögel • Bestandsgrößen der Triggerarten innerhalb der Europäischen Vogelschutzgebiete • Beeinträchtigungen und Gefährdungen sowie Erhaltungsmaßnahmen von Triggerarten Das Buch wird mit einer umfangreichen Quellendokumentation und einem Ausblick auf die Weiterentwicklung der Berichterstellung abgerundet.

  • Der Handel mit exotischen Reptilien in Deutschland am Beispiel der Warane: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 159
    Der Handel mit exotischen Reptilien in Deutschland am Beispiel der Warane: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 159
    Der Handel mit exotischen Reptilien in Deutschland am Beispiel der Warane: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 159

    Der internationale Handel mit Wildtieren hat sich seit Langem als ein gewaltiger Wirtschaftsfaktor etabliert. Dieser Handel mit exotischen Tieren und insbesondere Reptilien wird seit Jahrzehnten wissenschaftlich dokumentiert und bezüglich seiner Naturverträglichkeit kontrovers diskutiert. Wie jeder andere ökonomische Vorgang unterliegt auch der Handel mit exotischen Tieren gewissen Schwankungen, Trends und Modeerscheinungen und wird zu einem nicht unerheblichen Teil durch die Nachfrage der Konsumenten – sei es die Lederindustrie, die sogenannte traditionelle Medizin oder die Hobby-Tierhalter – angetrieben. Von dem internationalen Handel und der oben genannten Marktdynamik sind in besonderem Maße auch ein großer Teil der Waranarten betroffen, die allesamt in den Anhängen des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) gelistet sind und somit einen besonderen Schutz genießen. Die EU-Mitgliedstaaten gehören zu den Haupteinfuhrländern für exotische Reptilien; dies gilt in besonderem Maße auch für Warane. In diesem Band wird der aktuelle Kenntnisstand zum Handel mit Exoten unter Berücksichtigung der Rolle der Europäischen Gemeinschaft und v.a. Deutschlands beleuchtet, und am Beispiel der Warane werden Probleme des Handels mit exotischen Tieren, aber auch mögliche Lösungswege im Sinne des Artenschutzes diskutiert. Der vorliegende Band richtet sich an alle mit CITES und internationalem Artenschutz befassten Behörden und Personen, darüber hinaus aber auch an den Kreis derjenigen, die sich aus Liebhaberei mit Zucht und Terraristik beschäftigen, sowie an Interessensvertreterinnen und -vertreter der einschlägigen Verbände bis hin zum Zoohandel.

  • Schutz von Seggenrohrsänger, Wachtelkönig und Brenndoldenwiesen am Beispiel des Unteren Odertals: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 161
    Schutz von Seggenrohrsänger, Wachtelkönig und Brenndoldenwiesen am Beispiel des Unteren Odertals: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 161
    Schutz von Seggenrohrsänger, Wachtelkönig und Brenndoldenwiesen am Beispiel des Unteren Odertals: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 161

    Die vorliegende Veröffentlichung fasst die wichtigsten Ergebnisse eines E+E-Vorhabens (vgl. Titelseite) zusammen. Das Vorhaben wurde gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Natur-schutz, Bau und Reaktorsicherheit (Hauptvorhaben und Wissenschaftliche Begleitung). Weitere Förderer des Hauptvorha-bens waren der Naturschutzfonds Brandenburg und der Nationalpark Unteres Odertal. Träger des Hauptvorhabens war der NABU Landesverband Brandenburg.

  • Natura 2000 und Artenschutz in der Agrarlandschaft: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 164
    Natura 2000 und Artenschutz in der Agrarlandschaft: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 164
    Natura 2000 und Artenschutz in der Agrarlandschaft: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 164

    Landwirtschaftliche Nutzung ist heutzutage auf mehr als 50 % der Fläche Deutschlands und auch in Gebieten für den Schutz der Natur vertreten. Landwirtschaft und Naturschutz sind somit eng miteinander verzahnt. Die Tagung zu "Natura 2000 und Artenschutz in der Agrarlandschaft" sollte aus unterschiedlichen Blickwinkeln die Situation für Wildpflanzen und die verschiedenen Tiergruppen in Agrarlandschaften beleuchten und Beispiele für Schutzprogramme und wegweisende Einzelprojekte vorstellen. Mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Naturschutz wurden außerdem die Effizienz bisheriger Schutzmaßnahmen sowie die Rahmenbedingungen und möglichen Lösungsansätze in der Agrarpolitik diskutiert. Die Tagung zielte insbesondere darauf ab, die verschiedenen im Naturschutz tätigen bzw. forschenden Akteurinnen und Akteure stärker miteinander zu vernetzen. Darüber hinaus sollte der praktische Erfahrungs- und Wissensaustausch zwischen Vertreterinnen und Vertretern des Naturschutzes und der Wissenschaft gefördert werden. Der Band enthält Autorenbeiträge zu den Themen der Tagung. Neben der Analyse der Rahmenbedingungen, wie z. B. die Wirkung von neuartigen Pestiziden und Saatgutbeizen, erhöhte Stickstoffmengen, Biomasseanbau Und Fragmentierung der Landschaft, werden auch Analysen von Bestandsentwicklungen bei Vögeln und Rückgängen der Insekten vorgestellt. Ebenso sind Erfahrungen zu konkreten Vorhaben zum Schutz und zur Förderung von Tier- und Pflanzenarten sowie Grünlandlebensräumen in der Agrarlandschaft enthalten.

  • Analyse der Auswirkungen künstlichen Lichts auf die Biodiversität: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 168
    Analyse der Auswirkungen künstlichen Lichts auf die Biodiversität: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 168
    Analyse der Auswirkungen künstlichen Lichts auf die Biodiversität: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 168

    Die heimische Flora und Fauna reagieren auf künstliche Beleuchtung. Die Bewertung der Auswirkungen von künstlicher Beleuchtung auf insbesondere dämmerungs- und nachtaktive Arten und ihre Lebensgemeinschaften ist schwierig, weil Änderungen der Beziehungen und Abhängigkeiten von Arten und Lebensgemeinschaften unter dem Einfluss von künstlichem Licht kaum erforscht wurden. Mit den im vorliegenden Band vorgestellten Ergebnissen aus mehreren Freilanduntersuchungen wird das Wissen über die Auswirkungen von Licht auf die biologische Vielfalt deutlich erweitert. Hierzu zählen Ergebnisse zu Auswirkungen auf die Wirt-Parasit-Beziehungen am Beispiel von Straßenbäumen und Veränderungen der Nahrungsnetze der Kleinstgewässerfauna. Es wird dargestellt, wie Straßenbeleuchtung als Barriere auf nacht- und dämmerungsaktive Tiere wirkt. Aber auch tief greifende Veränderungen in den Organismen selbst werden festgestellt, wie hormonelle Veränderung bei Fischen am Beispiel von Plötze und Barsch, die erhebliche Auswirkungen auf die Reproduktion haben können. Zur Vermeidung dieser erkannten negativen Auswirkungen künstlicher Beleuchtung in der Praxis wird eine kurze Übersicht über die rechtliche Behandlung von künstlicher Beleuchtung gegeben. Zudem werden wesentliche technische Gestaltungskriterien für eine naturschutzfreundliche Lichtgestaltung vorgestellt und kurze Hinweise für die Lichtplanung gegeben.

  • Dimensionierung und Anordnung von Fischschutzeinrichtungen vor Wasserkraftanlagen: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 169
    Dimensionierung und Anordnung von Fischschutzeinrichtungen vor Wasserkraftanlagen: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 169
    Dimensionierung und Anordnung von Fischschutzeinrichtungen vor Wasserkraftanlagen: Naturschutz und Biologische Vielfalt Heft 169

    Fischschutz- und Fischabstiegsanlagen an Wasserkraftanlagen sind zentrale Maßnahmen zum Schutz von Fischen vor turbinenbedingten Schädigungen sowie zur Gewährleistung eines sicheren Fischabstiegs. Zwar wurde der Kenntnisstand zur Errichtung wirksamer Anlagen in den letzten Jahren kontinuierlich erweitert, das Verhalten der Fische als wesentliche Grundlage zur Bemessung funktionsfähiger Fischschutz- und Abstiegskonzepte ist bislang allerdings noch wenig erforscht. Das Wissen über Reaktionen und Verhaltensmuster von Fischen bei bestimmten Strömungsbedingungen und Anlagengestaltungen liefert jedoch wichtige Hinweise zur Konstruktion wirksamer Anlagen. Vor diesem Hintergrund wurde das Verhalten verschiedener Fischarten an sog. Flachrechen-Bypassrinnen-Systemen untersucht. Im Fokus dieser gemeinsamen von Biolog*innen und Wasserbauingenieur*innen durchgeführten Laboruntersuchungen stand das Verhalten abwandernder Fische an Wasserkraftanlagen mit flach zur Sohle geneigtem Rechen mit Bypassrinne. Der Bericht fasst den bisherigen Kenntnisstand zu Flachrechen-Bypassrinnen- Systemen zusammen und leitet aus den beobachteten Reaktionen und Verhaltensmustern der detailliert beschriebenen Laborversuche – unter Berücksichtigung der spezifischen hydraulischen Verhältnisse – erste Empfehlungen für die Anordnung, die Konstruktion und den Betrieb des Systems ab.

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