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Grenzräume der Schrift
Ignoranz: Nichtwissen, Vergessen und Missverstehen in Prozessen kultureller Transformationen
Schriftkultur und Schwellenkunde
eBook-Reihen27 Titel

Literalität und Liminalität

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Über diese Serie

Jacques Derridas Text »Qu'est-ce qu'une traduction ›relevante‹?« ist im deutschen Sprachraum zwar bekannt, aber bisher wenig rezipiert. Mit einigen »Wörtern auf tr.« arbeitend - etwa Transfer, Transaktion, Transformation -, entfaltet Derrida in seiner Lektüre von Shakespeares The Merchant of Venice die dem Stück inhärente Kritik der Ökonomien der Transaktion, Übersetzung und Konversion. Er fragt danach, was der Konvertierbarkeit widersteht, und kommt auf seine eigene Übersetzung von Hegels Begriff der »Aufhebung« durch »relève« zu sprechen. Der Band macht diesen Text nun, zusammen mit dem französischen Original, erstmals vollständig in deutscher Übersetzung zugänglich und erschließt ihn literaturwissenschaftlich.
SpracheDeutsch
Erscheinungsdatum31. Juli 2015
Grenzräume der Schrift
Ignoranz: Nichtwissen, Vergessen und Missverstehen in Prozessen kultureller Transformationen
Schriftkultur und Schwellenkunde

Titel in dieser Serie (27)

  • Schriftkultur und Schwellenkunde
    Schriftkultur und Schwellenkunde
    Schriftkultur und Schwellenkunde

    Im Mittelpunkt des Bandes stehen die Fragen nach der Funktion von Schriftlichkeit als Grundlage von Literatur und Kultur sowie nach dem konkreten Verhältnis literarischer Texte zu kulturellen Kontexten. Schrift wird in diesem Horizont nicht als ein Medium unter vielen begriffen, sondern als eine Übertragungsfigur, die den Medienwechsel zwischen »Phoné« und »Graphé« immer schon prätendiert. Damit werden die unterschiedlichen Erscheinungsformen der Kunst und der Medien in ihrem Verhältnis zur Literalität ebenso virulent wie die kognitiven Prozesse der Sprachverarbeitung. Dass sich diese Verhältnisse als liminale Räume konturieren lassen, ist eine der Kernthesen dieses interdisziplinären Bandes.

  • Grenzräume der Schrift
    Grenzräume der Schrift
    Grenzräume der Schrift

    Dieser Band verbindet literatur- und kulturwissenschaftliche, philosophische sowie medientheoretische Fragestellungen zum Thema Grenze und Schrift. Neben theoretischen Auseinandersetzungen mit den Begriffen der Schriftlichkeit, der Grenze und der Schwelle schreiben die Beiträge anhand literarischer Texte vom Mittelalter bis zur Gegenwart eine Diskursgeschichte der Grenze. In einer kulturwissenschaftlichen Perspektive rücken so die theoretischen und historischen Grundlagen von Literatur im Wechselspiel von Schrift und Bild in den Blick.

  • Ignoranz: Nichtwissen, Vergessen und Missverstehen in Prozessen kultureller Transformationen
    Ignoranz: Nichtwissen, Vergessen und Missverstehen in Prozessen kultureller Transformationen
    Ignoranz: Nichtwissen, Vergessen und Missverstehen in Prozessen kultureller Transformationen

    Im Zeitalter der Globalisierung ist ein Wettstreit um Wissenskompetenzen entstanden, der das Verhältnis, das der Mensch zum Wissen einnimmt, auf entscheidende Weise verändert hat - nicht allein als Träger, sondern mehr noch als Ressource des Wissens gilt er im posthumanistischen Zeitalter. Dieser Band möchte den Konfigurationen des Wissens den Begriff der Ignoranz als Herausforderung gegenüberstellen. Der Grund dafür ist einfach: Ignoranz ist fundamentaler als Wissen, der Bereich des Nichtwissens immer größer als der des Wissens. Den Blick auf die dunkle Seite des Nichtwissens zu wagen, ist eine der zentralen Aufgaben, der sich die Geisteswissenschaften heute zu stellen haben.

  • Medien des Wissens: Interdisziplinäre Aspekte von Medialität
    Medien des Wissens: Interdisziplinäre Aspekte von Medialität
    Medien des Wissens: Interdisziplinäre Aspekte von Medialität

    Ziel des Bandes ist es, mit dem Begriff der Medialität die spezifische Verfasstheit des Wissens in den Mittelpunkt zu rücken - systemtheoretisch formuliert: die Form der Kommunikation. Dabei handelt es sich nicht nur um schriftlich verfasste Texte, Fotos oder Filme, sondern auch um Karten, Münzen, Bilder, Embleme und Inschriften bis hin zu Reliquien und anderen symbolträchtigen Medien, die Information über verschiedene Kanäle transportieren. Der Transport ist dabei nicht notwendig zeitlich eingeschränkt, so dass auch die Speicherung von Informationen und damit die Frage nach dem Archiv impliziert sein kann. Gleichzeitig erfahren die Informationen durch den Medientyp eine spezifische Gestalt, sie werden selektiert, präsentiert und gegebenenfalls auch kommentiert - kurz: verarbeitet. Dieser Verarbeitungsprozess hat spezifische Ein- und Ausschlussmechanismen zur Folge, die sowohl die Produktion wie die Rezeption betreffen: Die mediale Verfasstheit des Wissens zieht konkrete Demarkationslinien im sozialen Raum. Die populäre Vorstellung, dass die »neuen« Medien nicht mehr sind als technologisch entwickelte, aber neutral vermittelnde und letztlich doch sinnindifferente Kommunikationskanäle der modernen Massenkommunikation, erscheint somit als durchaus problematisch.

  • Das Schibboleth der Psychoanalyse: Freuds Passagen der Schrift
    Das Schibboleth der Psychoanalyse: Freuds Passagen der Schrift
    Das Schibboleth der Psychoanalyse: Freuds Passagen der Schrift

    Der vorliegende Band fragt unter dem titelgebenden Stichwort des »Schibboleths« nach den Zugangsmöglichkeiten zur Psychoanalyse im Zeichen der Literatur. Im Mittelpunkt des Interesses steht Freuds Auseinandersetzung mit mythologischen und literarischen Traditionen von den Anfängen der Psychoanalyse (Studien über Hysterie und Traumdeutung) über die metapsychologischen Schriften (Jenseits des Lustprinzips, Das Ich und das Es u.a.) bis zum testamentarischen Roman Der Mann Moses. Die Aufmerksamkeit gilt weniger der psychoanalytischen Interpretation literarischer Texte als vielmehr der Literarizität von Freuds eigenen Schriften. Neben Freuds Texten berücksichtigt der Band u.a. Hesiod, Sophokles, Ovid, Shakespeare und Hölderlin, um der inneren Verflechtung von Psychoanalyse und Literatur nachzugehen.

  • Überfluss und Überschreitung: Die kulturelle Praxis des Verausgabens
    Überfluss und Überschreitung: Die kulturelle Praxis des Verausgabens
    Überfluss und Überschreitung: Die kulturelle Praxis des Verausgabens

    Das Moment des Verausgabens zeichnet sich in einer Überschreitung ab, die Grenzen und Grenzziehungen zugleich in Frage stellt und (neu) formiert. Als Verausgabung ist wahrnehmbar und beschreibbar, was die Begrenzungen gegebener Ressourcen überwindet und einen vorhandenen Status quo überbietet. Phänomene des Exzesses und des Rausches ebenso wie des Wettbewerbs und des Überflusses thematisieren die Grenzen des Notwendigen, der Kontrolle wie auch der Souveränität. Die Beiträge des Bandes verfolgen Spuren des Verausgabens in Sprache und an Körpern, in den Feldern der Literatur, der Künste und der Medien.

  • Jenseits des Unbehagens: »Sublimierung« von Goethe bis Lacan
    Jenseits des Unbehagens: »Sublimierung« von Goethe bis Lacan
    Jenseits des Unbehagens: »Sublimierung« von Goethe bis Lacan

    Dieses Buch rekonstruiert den ebenso populären wie ungeklärten Inbegriff psychoanalytischer Kulturtheorie: Sublimierung. Lektüren zu Goethe, Schopenhauer und Nietzsche, der »Sublimierung« als Schlüsselkonzept genealogischer Zivilisationstheorie etabliert, bereiten das Studium zu Freud vor: Zunächst konzipiert als Ideal der Befreiung von aller Autorität, meint Sublimierung später zunehmend Unterdrückung der Triebe; am Ende formuliert Freud die Apologie des »Leviathan« im kalten Licht psychologischen Expertenwissens. Weiterhin erörtert der Autor exemplarisch die Rezeption der klassischen Sublimierungslehre durch Thomas Mann, Adorno und Lacan. Sublimierung wird denkbar jenseits von erzwungenem Triebschicksal und Weltabkehr - als via regia zur Erschließung der »wirklichen Welt« und ihres Freiheitspotentials.

  • Monströse Ordnungen: Zur Typologie und Ästhetik des Anormalen
    Monströse Ordnungen: Zur Typologie und Ästhetik des Anormalen
    Monströse Ordnungen: Zur Typologie und Ästhetik des Anormalen

    Ordnungen - seien es figurative, politische oder soziale - konstituieren sich stets durch das, was sie als Fremdes ausgrenzen: das genuin Andere, Monströse und Wahnsinnige. Dieser Band thematisiert das Anormale als eine paradigmatische Figur der Abweichung, um zugleich die Frage nach den Normen und Normalitäten zu stellen, deren Überschreitung es markiert. Im Anschluss an Benjamin, Foucault, Agamben, Legendre u.a. profilieren die interdisziplinären Beiträge einen Begriff des Monströsen, der für Text-, Bild- und Inszenierungsanalysen gleichermaßen operationalisierbar gemacht werden kann und aus dem sich eine Typologie monströser Figuren sowie eine Ästhetik monströser Verfahren ableiten lässt.

  • Zwischen Leinwand und Bühne: Intermedialität im Drama der Gegenwart und die Vermittlung von Medienkompetenz
    Zwischen Leinwand und Bühne: Intermedialität im Drama der Gegenwart und die Vermittlung von Medienkompetenz
    Zwischen Leinwand und Bühne: Intermedialität im Drama der Gegenwart und die Vermittlung von Medienkompetenz

    Das Gegenwartsdrama gehört zu jenen Textgattungen, die im Deutschunterricht so gut wie keine Beachtung finden - obwohl eine Beschäftigung mit dem Drama der Gegenwart zur allseits geforderten Medienkompetenzvermittlung beitragen könnte. Christian Steltz stellt sich dieser literaturdidaktischen Aufgabe und arbeitet zugleich die Konkurrenzsituation von Theater und Film, die das Gegenwartsdrama entscheidend prägt, an charakteristischen Beispielen heraus. So werden theatrale Filme (»Dogville«, »Kill Bill«), filmische Theaterstücke (von Düffel, Gieselmann) sowie innovativ-theatrale Texte (Staffels »Werther in New York«, Polleschs »Heidi Hoh arbeitet hier nicht mehr«) aus der Perspektive der Intermedialität diskutiert.

  • Gattung und Geschichte: Literatur- und medienwissenschaftliche Ansätze zu einer neuen Gattungstheorie
    Gattung und Geschichte: Literatur- und medienwissenschaftliche Ansätze zu einer neuen Gattungstheorie
    Gattung und Geschichte: Literatur- und medienwissenschaftliche Ansätze zu einer neuen Gattungstheorie

    Die gegenwärtige Literaturtheorie und -wissenschaft behandelt das Thema der Gattungstheorie vornehmlich als »Handbuchwissen«, das kaum grundsätzlich reflektiert wird. Dieser Sammelband möchte die Gattungsfrage dagegen neu aufwerfen. Es geht darum, Gattungen nicht nur als »heuristische Größen« zu denken, sondern als Instrumente einer poetologischen und ästhetischen Selbstreflexion. Die Beiträger_innen lesen »klassische« Gattungstheorien von Hegel über Lukács und Benjamin bis Szondi neu und fragen zugleich nach der Möglichkeit von Gattungstheorien »neuer« Medien wie Film oder Comic.

  • Fragmentierte Familien: Brechungen einer sozialen Form in der Moderne
    Fragmentierte Familien: Brechungen einer sozialen Form in der Moderne
    Fragmentierte Familien: Brechungen einer sozialen Form in der Moderne

    »Deutsche Mutter«, »Heilige Familie«, »Retortenbaby«. Dieser Band beleuchtet Wandlungen der Familien und des Familienbildes im Übergang von einer stratifikatorischen zu einer funktionalen Gesellschaftsform aus den Perspektiven der Rechtsgeschichte, Literaturwissenschaft, Soziologie, Kunstgeschichte und Theologie. Zwar spielte die Kernfamilie in allen Gesellschaftsformen der Menschheitsgeschichte eine Rolle und ist keineswegs eine Erfindung der bürgerlichen Gesellschaft - jedoch erlebte sie in der Sattelzeit zwischen 1750 und 1850 einen tiefgreifenden Wandel, der sich an Beispielen aus der bildenden Kunst und Literatur genauso zeigen lässt wie an gewandelten Rechtsvorstellungen.

  • Literatur und Subversion: Politisches Schreiben in der Gegenwart
    Literatur und Subversion: Politisches Schreiben in der Gegenwart
    Literatur und Subversion: Politisches Schreiben in der Gegenwart

    Es ist bis heute eine höchst umstrittene Frage, ob und wie literarische Texte als eine Form politischen Schreibens betrachtet werden können. In einer kritischen Auseinandersetzung mit historischen und theoretischen Konzepten entwickelt Thomas Ernst hierzu ein komplexes literatur- und kulturwissenschaftliches Analysemodell für die Gegenwart, das von einem differenzierten Begriff der Subversion ausgeht. Mit diesem Instrumentarium gelingt es, drei exemplarische Felder der politischen Gegenwartsprosa - die »avancierte Popliteratur« (Meinecke), die »minoritäre Literatur« (Zaimoglu) und die »Untergrundliteratur« (Social Beat) - auf ihre subversiven und ästhetischen Potenziale und Aporien hin zu untersuchen.

  • Poetik im technischen Zeitalter: Walter Höllerer und die Entstehung des modernen Literaturbetriebs
    Poetik im technischen Zeitalter: Walter Höllerer und die Entstehung des modernen Literaturbetriebs
    Poetik im technischen Zeitalter: Walter Höllerer und die Entstehung des modernen Literaturbetriebs

    Das Verhältnis von Literatur, Medien, Politik, Institutionen und Ökonomie befindet sich in der Bundesrepublik der frühen 60er Jahre in einem tiefgreifenden Transformationsprozess. Nicht erst um 1968, sondern bereits zu Beginn des Jahrzehnts entstehen Strukturen, die den modernen Literaturbetrieb bis heute prägen. Der Autor, Literaturwissenschaftler, Herausgeber, Kritiker und Organisator Walter Höllerer (1922-2003), in dessen Position sich vielfältige Diskurse, soziale Felder und Funktionsbereiche auf einzigartige Weise kreuzen, spielt dabei eine herausragende Rolle. Die Beiträge dieses Bandes machen hierauf aufmerksam, indem sie das ›Phänomen Höllerer‹ aus literatur-, medien- und sozialwissenschaftlicher Sicht analysieren.

  • Werbung und Identität im multikulturellen Raum: Der Werbediskurs in Luxemburg. Ein kommunikationswissenschaftlicher Beitrag
    Werbung und Identität im multikulturellen Raum: Der Werbediskurs in Luxemburg. Ein kommunikationswissenschaftlicher Beitrag
    Werbung und Identität im multikulturellen Raum: Der Werbediskurs in Luxemburg. Ein kommunikationswissenschaftlicher Beitrag

    Luxemburg ist ein multikultureller und mehrsprachiger Kleinstaat. Dort wirksame Werbung zu entwickeln, ist ein komplexer Vorgang. Zum ersten Mal werden in diesem Buch Rahmenbedingungen und Gestaltungselemente des Luxemburger Werbediskurses umfassend diskutiert und analysiert. Ausgehend von Jürgen Links Interdiskurs- und Normalismustheorie gibt die Untersuchung wichtige Hinweise auf die grundsätzliche Beziehung zwischen Werbung, Multikulturalität und kollektiven Identitäten und bietet so eine innovative Form der Anwendung literaturwissenschaftlicher Theorien auf kommunikationswissenschaftliche Kontexte.

  • Legitimierte Gewalt: Zum Verhältnis von Sprache und Gewalt in Theatertexten von Elfriede Jelinek und Neil LaBute
    Legitimierte Gewalt: Zum Verhältnis von Sprache und Gewalt in Theatertexten von Elfriede Jelinek und Neil LaBute
    Legitimierte Gewalt: Zum Verhältnis von Sprache und Gewalt in Theatertexten von Elfriede Jelinek und Neil LaBute

    Seit den Anfängen des Dramas steht der gewaltvolle Konflikt im Zentrum dramatischen Schaffens. Dennoch kommt es um die Jahrtausendwende zu einer Verschiebung in seiner Darstellung: Die Sprache rückt als Verhandlungs- und Austragungsort der Gewalt in den Vordergrund. In der Analyse zweier höchst unterschiedlich konzipierter Theatertexte - Neil LaButes »bash - stücke der letzten tage« und Elfriede Jelineks »Babel« - geht Natalie Bloch diesem Befund nach und zeigt, wie über das Medium der Sprache die Legitimierungen von Gewalt und ihre strukturellen, diskursiven und kulturellen Bedingungen freigelegt werden. Darüber hinaus aktualisiert das Buch das Analyse-Instrumentarium für dramatische und nicht-dramatische Theatertexte.

  • Kino der Blinden: Figurationen des Nichtwissens bei David Lynch
    Kino der Blinden: Figurationen des Nichtwissens bei David Lynch
    Kino der Blinden: Figurationen des Nichtwissens bei David Lynch

    Die Filme von David Lynch führen immer wieder an die Grenzen des Erkennens und des Wissens. Anders als im klassischen Kino werden die filmische Repräsentation und Rezeption gestört, um kinematographische Konventionen und die Möglichkeitsbedingungen des Mediums auf die Probe zu stellen. Die Beiträge des Bandes erörtern daher das Problem des Nichtwissens in Lynchs »Kino der Blinden«. Sie fragen nach seiner dekonstruktiven Arbeit an der optisch-akustischen Medialität des Films, nach narrativen und hermeneutischen Leerstellen, nach der Travestie von Genregesetzen und nach der Darstellung des Monströsen, der Gewalt und des Wahnsinns. In Analysen von »Eraserhead« bis zu »Inland Empire« werfen sie so den Blick auf eine Ästhetik der Blindheit und des Nichtwissens und beschreiben diese in ihren film- und kulturgeschichtlichen Zusammenhängen.

  • Rosa Zeiten?: Eine Geschichte der Subjektivierung männlicher Homosexualität in den 1970er und 1980er Jahren der BRD
    Rosa Zeiten?: Eine Geschichte der Subjektivierung männlicher Homosexualität in den 1970er und 1980er Jahren der BRD
    Rosa Zeiten?: Eine Geschichte der Subjektivierung männlicher Homosexualität in den 1970er und 1980er Jahren der BRD

    Schwul zu sein scheint zumindest in Deutschland längst zur Normalität zu gehören. Und trotzdem sind Medien und Gesellschaft noch Jahrzehnte nach der angeblichen »sexuellen Befreiung« um »1968« außerordentlich interessiert daran, wer homosexuell ist und wer nicht. Denn Schwulsein bedeutet seit den 1970er Jahren weit mehr als einfach nur Sex mit Männern zu haben: Mit Michel Foucault lässt es sich als eine bestimmte Form der Subjektivierung und einer damit verbundenen Normalisierung beschreiben. Es geht also nicht allein um Sex, wenn wir uns dafür interessieren, ob jemand schwul ist. Es geht darum, wer er »eigentlich« ist - eine Vorstellung mit durchwegs bewegter Geschichte, wie dieses Buch zeigt.

  • Wolfsmänner: Zur Geschichte einer schwierigen Figur
    Wolfsmänner: Zur Geschichte einer schwierigen Figur
    Wolfsmänner: Zur Geschichte einer schwierigen Figur

    Von Ovid bis Freud, von Canetti bis Deleuze/Guattari - Achim Geisenhanslüke setzt sich mit den seit der Antike überlieferten Figuren der Wolfsmänner auseinander und entwickelt eine Theoriegeschichte dieser sagenumwobenen Mischwesen. Die Analyse wird durch den ständigen Einbezug literarischer Texte u.a. von Schiller, Goethe, Stifter, Storm, Canetti, Hesse, London und Kipling sowie filmischer Überlieferungen ergänzt. Der Band ist für Literaturwissenschaftler ebenso interessant wie für Medien- und Filmwissenschaftler, darüber hinaus aber auch für ein breiteres Publikum lesenswert.

  • Poetik: Eine literaturtheoretische Einführung
    Poetik: Eine literaturtheoretische Einführung
    Poetik: Eine literaturtheoretische Einführung

    Seit der Antike ist die Poetik als eigenständiger Bereich des Nachdenkens über sprachliche Kunstwerke fest etabliert. Ausgehend von Gorgias, Platon und Aristoteles entwickelt Achim Geisenhanslükes Einführung in die Poetik ihre Theoriegeschichte, die unter Einbeziehung der rhetorischen Tradition von Cicero, Quintilian und Horaz bis zu Kant, Hölderlin und die Gegenwart reicht. Die Poetik erscheint in diesem Zusammenhang als eine Vermittlung zwischen den unterschiedlichen Ansprüchen der Philosophie und der Rhetorik, die bis in moderne Literaturtheorien hineingewirkt hat. Das Buch ist auch in Studium und Lehre einsetzbar, insbesondere im Bereich der Literaturwissenschaft, aber auch der Philosophie.

  • Rache im Realismus: Recht und Rechtsgefühl bei Droste-Hülshoff, Gotthelf, Fontane und Heyse
    Rache im Realismus: Recht und Rechtsgefühl bei Droste-Hülshoff, Gotthelf, Fontane und Heyse
    Rache im Realismus: Recht und Rechtsgefühl bei Droste-Hülshoff, Gotthelf, Fontane und Heyse

    Scheitert die Rache im Realismus? Realistische Texte imitieren das im 19. Jahrhundert in Deutschland entstehende moderne Rechtswesen: Sie wollen Rache - mit erzählerischen Mitteln - eingrenzen. Bis heute erweist sich das Versprechen der Rache als Gerechtigkeit jedoch als äußerst verführerisch. Dania Hückmann zeigt, wie die Texte von Annette von Droste-Hülshoff, Theodor Fontane, Paul Heyse und Jeremias Gotthelf Rache als misslungenes Projekt präsentieren. Zugleich kehrt mit der Rache genau dann ein überholtes Rechtsprinzip wieder, wenn das Gerichtswesen versagt. In der Literatur des Realismus eröffnet Rache dabei keine Alternative zum Recht, sondern bringt nichts als Zerstörung.

  • Lust und Limit: Der postmoderne Roman und die sexuelle Befreiungsbewegung in den USA
    Lust und Limit: Der postmoderne Roman und die sexuelle Befreiungsbewegung in den USA
    Lust und Limit: Der postmoderne Roman und die sexuelle Befreiungsbewegung in den USA

    Sexualität als Brennpunkt des Konflikts zwischen Kontrolle und Freiheit ist ein Schlüsselthema in den frühen Romanen der amerikanischen Postmoderne. Magda Majewska beleuchtet den Zusammenhang zwischen experimenteller literarischer Praxis, Kulturkritik und Sexualität am Beispiel von Thomas Pynchons Gravity's Rainbow und William S. Burroughs' Naked Lunch. Dabei rekonstruiert sie das Verhältnis von Trieb und Kultur in den beiden Romanen vor dem Hintergrund freudomarxistischer Diskurse der sexuellen Befreiung und ihrer Bedeutung für die amerikanische Gegenkultur. Erst diese ideengeschichtliche Einbettung erlaubt es, die Welthaltigkeit und politische Stoßkraft des postmodernen Romans offenzulegen.

  • Seinsentdeckungen, Seinsverdeckungen: Eine literaturphilosophische Untersuchung zu den Vorsokratikern, Platon, Nietzsche und Heidegger
    Seinsentdeckungen, Seinsverdeckungen: Eine literaturphilosophische Untersuchung zu den Vorsokratikern, Platon, Nietzsche und Heidegger
    Seinsentdeckungen, Seinsverdeckungen: Eine literaturphilosophische Untersuchung zu den Vorsokratikern, Platon, Nietzsche und Heidegger

    Sein oder Nichtsein - ist das noch eine Frage? Philipp Christian Kastropp setzt der tendenziellen Vernachlässigung der Seinsfrage eine akribische Lektüre zentraler Seinstexte entgegen - von der Entdeckung der Seinsfrage bei den Vorsokratikern über ihre Verdeckung bei Platon und von Nietzsches ambivalentem Verhältnis zur Seinsfrage bis zu ihrer streitbaren Wiederentdeckung bei Heidegger. Flankiert durch eine Untersuchung des Wechselspiels von Sein und Nichts, führt er somit auch den Nihilismus auf seine Wurzeln zurück. Durch die liminale Verortung zwischen Philologie und Philosophie eröffnen sich für beide Wissenschaften fruchtbare Perspektiven.

  • Buchstäblichkeit: Theorie, Geschichte, Übersetzung
    Buchstäblichkeit: Theorie, Geschichte, Übersetzung
    Buchstäblichkeit: Theorie, Geschichte, Übersetzung

    »Der Buchstabe tötet, der Geist macht lebendig.« Unter dieser Maxime verband eine jahrhundertealte Tradition die Privilegierung des Sinns mit der Auslöschung seines materiellen Trägers. Vernachlässigt wird damit, dass der Buchstabe Grundlage geistiger Bedeutung ist und als solcher gerade in der Literaturwissenschaft nach einer gesonderten Aufmerksamkeit verlangt. Die Beiträger*innen des Bandes gehen in diesem Sinne - von der Antike über das Mittelalter bis zur Gegenwart reichend - dem Spektrum der Buchstäblichkeit in der Literatur nach und betrachten dabei Aspekte der Theorie, Geschichte und Übersetzung.

  • Die Emanzipation des hybriden Selbst: Identität, Kultur und Literatur in Luxemburg
    Die Emanzipation des hybriden Selbst: Identität, Kultur und Literatur in Luxemburg
    Die Emanzipation des hybriden Selbst: Identität, Kultur und Literatur in Luxemburg

    Mit Blick auf die Konstruktion nationaler Identitäten multilingualer Gemeinschaften kommt dem Großherzogtum Luxemburg durch seine spezifische Lage an der Nahtstelle zwischen germanischem und romanischem Kulturraum eine besondere Rolle zu. Isabell Baumann rekonstruiert den Emanzipationsprozess Luxemburgs von der Staatsgründung über die beiden Weltkriege bis zum Jahr 1984. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Konstruktionsmechanismen von Identität und ihre literarische Diskursivierung im Horizont einer sich herausbildenden Nationalliteratur gelegt.

  • Monströse Ordnungen und die Poetik der Liminalität: Terézia Moras Romantrilogie »Der einzige Mann auf dem Kontinent«, »Das Ungeheuer« und »Auf dem Seil«
    Monströse Ordnungen und die Poetik der Liminalität: Terézia Moras Romantrilogie »Der einzige Mann auf dem Kontinent«, »Das Ungeheuer« und »Auf dem Seil«
    Monströse Ordnungen und die Poetik der Liminalität: Terézia Moras Romantrilogie »Der einzige Mann auf dem Kontinent«, »Das Ungeheuer« und »Auf dem Seil«

    Das Phänomen der Grenze gehört zu den großen Fragen der Menschheit. Erika Hammer interessiert sich für ihre thematische und poetologische Qualität als Raum des Übergangs, als liminale Zone. Am Beispiel der Romantrilogie von Terézia Mora stellt sie dar, dass diese Zone in posttraditionellen Gesellschaften der Gegenwart omnipräsent wird, kein Außen hat und als permanente Liminalität zu verstehen ist. An Nicht-Orten der Grenzen von Ordnungen entstehen so monströse Figurationen. Mit diesem Ansatz befragt sie die Romane um den Protagonisten Darius Kopp danach, wie durch narrative und sprachliche Gestaltung Monstrosität inszeniert wird und wie durch intertextuelle und intermediale Grenzüberschreitungen Text-Monstra entstehen.

  • Der feste Buchstabe: Studien zur Hermeneutik, Psychoanalyse und Literatur
    Der feste Buchstabe: Studien zur Hermeneutik, Psychoanalyse und Literatur
    Der feste Buchstabe: Studien zur Hermeneutik, Psychoanalyse und Literatur

    »Der Buchstabe tötet, der Geist macht lebendig.« Achim Geisenhanslüke geht dieser Maxime kritisch nach, um auf dem Buchstaben als der Grundlage geistiger Prozesse zu bestehen. Seine komparatistisch angelegte Studie macht deutlich, welche Bedeutung dem Buchstaben in hermeneutischen und psychoanalytischen Deutungsprozessen, Gedichten und Übersetzungen sowie dem modernen Roman zukommt. Dies zeigt sich nicht nur in der Hermeneutik von Friedrich Schleiermacher bis zu Sigmund Freud, sondern vor allem in der Literatur der Moderne, so bei Friedrich Hölderlin und Paul Celan, aber auch bei Vladimir Nabokov und Thomas Pynchon. Der Raum zwischen Buchstabe und Geist erweist sich hier als ein Ort der Interaktion, an dem das Leben des Geistes nur zum Ausdruck kommt, wenn es den Buchstaben anerkennt und an seinem eigenen Leben partizipieren lässt.

  • Was ist eine ›relevante‹ Übersetzung?: Arbeiten mit Derrida
    Was ist eine ›relevante‹ Übersetzung?: Arbeiten mit Derrida
    Was ist eine ›relevante‹ Übersetzung?: Arbeiten mit Derrida

    Jacques Derridas Text »Qu'est-ce qu'une traduction ›relevante‹?« ist im deutschen Sprachraum zwar bekannt, aber bisher wenig rezipiert. Mit einigen »Wörtern auf tr.« arbeitend - etwa Transfer, Transaktion, Transformation -, entfaltet Derrida in seiner Lektüre von Shakespeares The Merchant of Venice die dem Stück inhärente Kritik der Ökonomien der Transaktion, Übersetzung und Konversion. Er fragt danach, was der Konvertierbarkeit widersteht, und kommt auf seine eigene Übersetzung von Hegels Begriff der »Aufhebung« durch »relève« zu sprechen. Der Band macht diesen Text nun, zusammen mit dem französischen Original, erstmals vollständig in deutscher Übersetzung zugänglich und erschließt ihn literaturwissenschaftlich.

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