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Ermöglichen und Verhindern: Vom Umgang mit Kontingenz
Wagnisse: Risiken eingehen, Risiken analysieren, von Risiken erzählen
Die Ungewissheit des Zukünftigen: Kontingenz in der Geschichte
eBook-Reihen8 Titel

Kontingenzgeschichten

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Über diese Serie

Wie ging man in der Zeit des Ersten Weltkriegs mit nationalen Minderheiten um? Arno Barth bricht in seiner Studie mit der gängigen Vorstellung, die das ›gute‹ Minderheitenschutzsystem der Versailler Friedensordnung und des Völkerbundes der ›schlechten‹ Gewaltpolitik ethnischer Säuberungen gegenüberstellt, deren alleinige Verantwortung man Diktaturen und lokalen Akteuren vorgeblich rückständiger Regionen zuweist. In seiner Studie zeichnet er den Weg zur Lausanner Konvention von 1923 nach, durch die auf Initiative des Völkerbundes und mit aktiver Zustimmung der Westmächte ein zwangsweiser Bevölkerungsaustausch – zwischen Griechenland und der Türkei – beschlossen wurde.
SpracheDeutsch
HerausgeberCampus Verlag
Erscheinungsdatum11. Aug. 2016
Ermöglichen und Verhindern: Vom Umgang mit Kontingenz
Wagnisse: Risiken eingehen, Risiken analysieren, von Risiken erzählen
Die Ungewissheit des Zukünftigen: Kontingenz in der Geschichte

Titel in dieser Serie (8)

  • Die Ungewissheit des Zukünftigen: Kontingenz in der Geschichte
    Die Ungewissheit des Zukünftigen: Kontingenz in der Geschichte
    Die Ungewissheit des Zukünftigen: Kontingenz in der Geschichte

    Kontingenzgeschichten Herausgegeben von Frank Becker, Stefan Brakensiek und Benjamin Scheller Lange galt es als Tugend des Historikers, das vergangene Geschehen zu ordnen: Übersichtlichkeit zu schaffen, wo Durcheinander herrschte, kausale Zusammenhänge zu erkennen, wo das Vorher und Nachher chaotisch aufeinander folgten. Die aktuelle historische Forschung erschüttert diese Sichtweise mit dem Hinweis auf Beliebigkeit, Zufälligkeit und Ungewissheit – allesamt Bedeutungsschichten des Begriffs der Kontingenz. Kontingent erscheint historisches Geschehen dem rückblickenden Beobachter – und nicht weniger bereits den Zeitgenossen. Der Band behandelt Begegnungen mit Zukunftsungewissheit und bietet Reflexionen über den Begriff der Kontingenz, die aus Geschichtswissenschaft, Soziologie, Philosophie und Politikwissenschaft stammen.

  • Ermöglichen und Verhindern: Vom Umgang mit Kontingenz
    Ermöglichen und Verhindern: Vom Umgang mit Kontingenz
    Ermöglichen und Verhindern: Vom Umgang mit Kontingenz

    Kontingenzgeschichten Herausgegeben von Frank Becker, Stefan Brakensiek und Benjamin Scheller Der Mensch der Vormoderne wähnte die Zukunft bei den Göttern aufgehoben, erst moderne Gesellschaften waren und sind vor die Herausforderung gestellt, im Bewusstsein der Ungewissheit alles Künftigen zu denken und zu handeln – der Umgang mit Kontingenz in der Geschichte ist weit komplizierter, als es dieses einfache Schema unterstellt. Auch in Antike, Mittelalter und Früher Neuzeit – so die Quintessenz des Bandes – entwickelten die Menschen Strategien, um sich gegen Schäden zu wappnen, die eintreten oder nicht eintreten konnten. Umgekehrt bestanden in der Moderne jene Formen der magischen Beschwörung des Künftigen vielfach fort, die üblicherweise mit vormodernen Gesellschaften identifiziert werden.

  • Wagnisse: Risiken eingehen, Risiken analysieren, von Risiken erzählen
    Wagnisse: Risiken eingehen, Risiken analysieren, von Risiken erzählen
    Wagnisse: Risiken eingehen, Risiken analysieren, von Risiken erzählen

    Im Erfolgsfall winken dem Wagemutigen Ruhm, ökonomischer Gewinn sowie wachsendes soziales und symbolisches Kapital. Dem Scheiternden bleibt zumindest der Nachruhm: Hat er nicht die Zukunft herausgefordert und sich nicht passiv in sein Schicksal ergeben? Eingegangene Risiken werden jedoch erst im nachträglichen Erzählen zum Wagnis. Was die einen als Wagnis preisen, mag von anderen als Fehler, Übermut, Hybris, ja Verbrechen gesehen werden.

  • Möglichkeitshorizonte: Zur Pluralität von Zukunftserwartungen und Handlungsoptionen in der Geschichte
    Möglichkeitshorizonte: Zur Pluralität von Zukunftserwartungen und Handlungsoptionen in der Geschichte
    Möglichkeitshorizonte: Zur Pluralität von Zukunftserwartungen und Handlungsoptionen in der Geschichte

    Welche aktiven Haltungen haben Menschen in den vergangenen Jahrhunderten gegenüber der Zukunft eingenommen? Die Beiträge dieses Bandes erschließen Zukunftserwartungen von Akteuren und daraus erwachsende Handlungsoptionen - von der Antike bis heute. Somit wird auf ganz unterschiedlichen Praxisfeldern der Vorsorge, der vorausschauenden Planung und der Erstellung von Vorhersagen eine grundsätzliche Pluralität gesellschaftlicher Möglichkeitshorizonte erkennbar.

  • Absichten, Pläne, Strategien: Erkundungen einer historischen Intentionalitätsforschung
    Absichten, Pläne, Strategien: Erkundungen einer historischen Intentionalitätsforschung
    Absichten, Pläne, Strategien: Erkundungen einer historischen Intentionalitätsforschung

    Dass Menschen absichtsvoll handeln, dass sie planen und Strategien ausarbeiten, zeigt sich im Alltag ebenso wie in historischen Quellen. Zu erforschen, welche Motive und Überzeugungen mittelalterliche Akteurinnen und Akteure zum Handeln veranlasst haben, ist eine methodologische und theoretische Herausforderung, der sich die Mediävistik bislang selten gestellt hat. Der Band geht diesen Fragen anhand von Fallbeispielen nach und gibt damit Anstöße zu einer historischen Intentionalitätsforschung.

  • Praxisformen: Zur kulturellen Logik von Zukunftshandeln
    Praxisformen: Zur kulturellen Logik von Zukunftshandeln
    Praxisformen: Zur kulturellen Logik von Zukunftshandeln

    Praxeologie boomt. Doch nicht immer entgeht sie der Gefahr, relativ unverbunden nebeneinander stehende Mikrostudien zu produzieren und dabei vergleichende sowie interepochale und transkulturelle Perspektiven aus dem Blick zu verlieren. Anhand der Unterscheidung von Praxisformen, Praxen und Praktiken zeigt dieser Band Wege auf, wie Makro- und Mikroperspektive zu verbinden sind. Zudem demonstrieren die Beiträge anhand konkreter, quellennaher Fallstudien - zu Themen wie Archivieren, Dokumentieren, Erinnern, Legitimieren, Polemisieren, Verträge schließen oder Versprechen brechen -, wie diese Wege in der praxeologischen Forschung beschritten werden können.

  • »Die Zukunft der Juden«: Strategien zur Absicherung jüdischer Existenz in Deutschland (1890-1917)
    »Die Zukunft der Juden«: Strategien zur Absicherung jüdischer Existenz in Deutschland (1890-1917)
    »Die Zukunft der Juden«: Strategien zur Absicherung jüdischer Existenz in Deutschland (1890-1917)

    Die Geschichte des deutschen Judentums um 1900 wird häufig als die einer Dualität zwischen Tradition und Moderne erzählt. Betrachtet man jedoch die jüdische Gemeinschaft nicht nur in ihrer zeitgenössischen Verfasstheit, sondern auch in ihren vergangenen Zukunftsperspektiven, so wird das Bild komplexer: Um sich angesichts sinkender Geburtenraten, der jüdischen Einwanderung aus Osteuropa und des erstarkenden Antisemitismus abzusichern, nutzten liberale Jüdinnen und Juden neuartige Instrumentarien. Anna Michaelis zeichnet entlang von Demografie, Medizin und Wohltätigkeitsorganisationen nach, wie das jüdische Bürgertum die Zukunft seiner Gemeinschaft konstruierte und bearbeitete.

  • »Störfaktoren entfernen«?: Minderheitenpolitik als Risikoabwägung im Langen Ersten Weltkrieg
    »Störfaktoren entfernen«?: Minderheitenpolitik als Risikoabwägung im Langen Ersten Weltkrieg
    »Störfaktoren entfernen«?: Minderheitenpolitik als Risikoabwägung im Langen Ersten Weltkrieg

    Wie ging man in der Zeit des Ersten Weltkriegs mit nationalen Minderheiten um? Arno Barth bricht in seiner Studie mit der gängigen Vorstellung, die das ›gute‹ Minderheitenschutzsystem der Versailler Friedensordnung und des Völkerbundes der ›schlechten‹ Gewaltpolitik ethnischer Säuberungen gegenüberstellt, deren alleinige Verantwortung man Diktaturen und lokalen Akteuren vorgeblich rückständiger Regionen zuweist. In seiner Studie zeichnet er den Weg zur Lausanner Konvention von 1923 nach, durch die auf Initiative des Völkerbundes und mit aktiver Zustimmung der Westmächte ein zwangsweiser Bevölkerungsaustausch – zwischen Griechenland und der Türkei – beschlossen wurde.

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